DAS PALÄSTINA PORTAL

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Täglich neu - Nachrichten, Texte die in den deutschen Medien fehlen. Politisch unabhängig, gegen Gewalt und Rassismus, einem gerechten Frieden verpflichtet

 

 

Ich fordere eine Ermittlung gegen Moshe Feiglin nach dem Gesetz zur Verhinderung eines Genozids - Yossi Gurvitz - 17.11.2018 - Am Donnerstag ging Moshe Feiglin, ein Politiker, auf Kanal 2 in Israel und erklärte dem Rundfunksprecher Udi Segal seinen Pan für den Gazastreifen: ihn ethisch säubern, und für die Überlebenden könne die israelische Armee um den Flüchtlingsstatus in der EU ansuchen.

Feiglin ist ein früherer stellvertretender Vorsitzender der Knesset, einer der am meisten schmeichlerisch redenden Judeo-Nazis, die ich je getroffen habe. Er war dort mehr als 20 Jahre. Er versuchte im Likud gegen Netanyahu zu opponieren (der für seinen Geschmack zu moderat war) und wurde wegen der Unruhe, die er vor einigen Jahren (verursacht hatte), völlig niedergemacht. Trotzdem ist er noch immer da und wird unverständlicherweise noch immer oft interviewt.

Es sollte noch erwähnt werden, dass Segal kein ersichtliches Problem mit Feiglins Idee hat. Ich schon. Deshalb habe ich einen Brief an den Regierungsrat und den Staatsanwalt geschrieben. Ich bin sicher, dass sie ihm dieselbe sorgfältige Aufmerksamkeit widmen werden wie der Klage gegen mich. Regierungsbeamte sind angehalten einen Brief eines Staatsbürgers innerhalb von 14 Tagen zu beantworten. Wir werden sehen, wie sich das entwickelt.

An den Regierungsrat Avishai Mandelblit - Staatsanwalt Mr. Shai Nitzan - Betreff: Forderung einer Untersuchung nach dem Gesetz zur Verhinderung und Bestrafung des Verbrechens des Genozids - Sehr gehrte Herren,

1) gestern, am 15.11.2018, wurde Mr. Moshe Feiglin in Mr. Udi Segals Show auf Kanal 2 interviewt; während diesem Interview forderte er eine an Genozid grenzende ethnische Säuberung der Einwohner des Gazastreifens. Am Ende seines Interviews fügte Feiglin zynischerweise hinzu, dass die Überlebenden als Flüchtlinge in der Europäischen Union anerkannt werden sollten.

2) Feiglin ist ein ehemaliges hochrangiges Mitglied der Likud-Partei und fungierte außerdem als stellvertretender Vorsitzender in der Knesset. Was er sagt, findet weite Verbreitung.

3) Ich möchte darauf hinweisen, dass Mr.Feiglins Äußerungen zu diesen Thema nicht neu sind. Während der Operation Protective Edge forderte Moshe Feiglin am 15.7.2017 eine ethnische Säuberung des Gazastreifens, verlangte, dass unbewaffnete Einwohner auf die Sinaihalbinsel ziehen, und forderte, dass der von den Einwohnern gesäuberte Gazastreifen für jüdische Siedlungen genutzt werden sollte. Mr. Feiglin oben angeführte Äußerungen finden sich auf seiner Facebook-Seite

4) Feiglins Äußerungen wurden am 13.8.2014 auch auf der Webseite der Radiostation Kol Chai zitiert

5) Die oben angeführten Äußerungen sind ein mutmaßliches Verbrechen nach dem Gesetz zur Verhinderung und Bestrafung des Verbrechens des Genozids, 5750-1950. Das Gesetz definiert Genozid als einen Akt, "durchgeführt im
Versuch eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise (von mir hervorgehoben) zu vernichten". Für den Zweck dieser Beschwerde ist Artikel 3 (a) 2 relevant: Anstiftung (Aufforderung) einen Genozid zu begehen. Das Gesetz sagt, dass Anstiftung (Aufforderung) zum Genozid genau so bestraft wird wie die Durchführung des Verbrechens selbst; das heißt mit dem Tod.

6) Ich möchte betonen, dass der Gesetzgeber dieses Gesetz als so wichtig angesehen hat, dass, als die Todesstrafe 1954 abgeschafft wurde, das Gesetz zur Verhinderung und Bestrafung des Verbrechens des Genozids eines der wenigen Gesetze war, die von der Abschaffung der Todesstrafe ausgenommen wurden. Und der Gesetzgeber handelte gerecht: der Verstand kann es nicht fassen, dass eine Gruppe, die seit Menschengedenken Genozid erlebt hat, in der noch immer Überlebende dieses Verbrechens leben, Menschen hervorbringen sollte, die aufstehen und fordern, die kriminellste aller Straftaten wieder zu begehen.

7) Aus diesem Grund ersuche ich Sie die zuständige Einheit der Nationalen Polizei anzuweisen, wegen Verdachts der Verletzung des oben angeführten Artikels 3 (a) 2 zu ermitteln, damit das Gesetz, das die Gründer des Staates als wesentlich erachteten, nicht zu toten Buchstaben wird.

8) Ungeachtet dessen teile ich Ihnen mit, dass ich gegen die Todesstrafe bin, und deshalb die Strafverfolgungsbehörde bitte, falls Sie Mr.Feiglin anklagen, von der Forderung der Todesstrafe abzusehen. Ich erwarte Ihre geschätzte Antwort, hochachtungsvoll Yossef Zvi Gurvitz       Quelle       Übersetzung: K. Nebauer

Zu hoch gepokert - Israels Bildungsminister Bennett lenkt überraschend ein und will Netanjahus Regierung weiter unterstützen. - Lissy Kaufmann - Erst drohte Bennett mit dem Ausstieg aus der Regierung, nun sagt er: "Wir ziehen all unsere politischen Forderungen zurück".

Als die Vorsitzenden der Siedlerpartei Habayit Hajehudi, Naftali Bennett und Ajelet Shaked, am Montagvormittag vor die Presse treten, erreicht das seit Tagen anhaltende innenpolitische Drama einen überraschenden Höhepunkt: Entgegen aller Erwartungen und trotz Drohungen im Vorfeld verkündet Naftali Bennett, nicht aus der Regierung aussteigen zu wollen.

Es wird in Israel vorerst doch keine Neuwahlen geben. Damit hatte kaum einer der politischen Beobachter gerechnet. Im Gegenteil: Das Land war bereits dabei, sich – zumindest gedanklich – auf Neuwahlen vorzubereiten. Schließlich hatte Bildungsminister Bennett in den Tagen zuvor deutlich gemacht, dass er keine Zukunft für die Regierung sieht, die nicht mehr rechts genug sei und mit einer hauchdünnen Mehrheit mit 61 von 120 Sitzen auch nicht mehr stark genug. Obendrein hatte Bennett das frei gewordene Amt des Verteidigungsministers nicht bekommen, für das er vehement gekämpft hatte. Seine Partei hatte im Vorfeld gar angekündigt, aus der Koalition auszusteigen, sollte Bennett leer ausgehen.

Er und seine Partei hatten geschimpft, gepoltert, gedroht – und offenbar zu hoch gepokert im Machtspiel mit Premierminister Benjamin Netanjahu. Nun folgte die 180-Grand-Wende: "Wenn der Premierminister es ernst meint, und ich möchte seinen Worten von gestern Abend glauben, dann sage ich hier zum Premierminister: Wir ziehen all unsere politischen Forderungen zurück und stehen Ihnen bei dieser gewaltigen Aufgabe zur Seite, damit Israel wieder  >>>

Etwas, was Israel wieder  zerstören kann:
 

 

VIDEO - Neues Klärwerk für Gaza - Mit deutscher Hilfe soll künftig die Hälfte der Abwässer von rund einer Million Menschen geklärt werden  - Noch fließt ein Großteil der Abwässer von Gaza ungeklärt ins Mittelmeer. Eine Gesundheitsgefahr – auch, weil es in den Boden sickert und Grundwasser verseucht. Doch der Bau der neuen Anlage verläuft nicht reibungslos. - Tim Assmann - 19.11.2018

Hoch oben über der Baustelle wird an einem der zwei riesigen Behälter gearbeitet, in denen einmal landen soll, was jetzt noch ungeklärt ins Meer fließt. Unten, etwas abseits der Klärschlammbehälter, steht Jonas Blume, Leiter des Büros der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in den palästinensischen Gebieten, und ist durchaus stolz.

Hier wird das größte Abwasserprojekt in Gaza gebaut. Eine Kläranlage für den mittleren Gazastreifen und Gaza-Stadt. Ultimativ soll hier zusammen mit der alten Kläranlage von Gaza-Stadt die Hälfte der Abwässer, das heißt für rund eine Million Menschen, geklärt werden. Damit sollen die Gesundheitsgefahren und auch die Umweltverschmutzung deutlich verringert werden.

Die KfW finanziert das neue Klärwerk mit rund 86 Millionen Euro aus Mitteln des deutschen Entwicklungsministeriums. Noch fließt der Großteil der Abwässer von Gaza in einer stinkenden Kloake ungeklärt ins Mittelmeer. Die Strände mussten teils wegen Gesundheitsgefahr geschlossen werden. Auf dem Weg ins Meer sickert das Abwasser auch in den Boden und verseucht das Grundwasser. Das Baumaterial für das Klärwerk wird über Israel geliefert. Ein komplexes Kontrollsystem soll sicherstellen, dass das Material auch für den Bau verwendet wird und nicht bei der palästinensischen Hamas landet, die den Gazastreifen kontrolliert.  >>>

Israel  - Im Sog der Politik - 18. 11. 2018 - Israels Regierung mischt sich immer wieder in die Wissenschaft ein. Forscher sehen ihre Unabhängigkeit in Gefahr. Selbst Berlin pocht nun auf ein neues Bestellungsverfahren für die gemeinsame Stiftung. - Alexandra Föderl-Schmid  - "Ich bin sehr besorgt. Dass wir als Wissenschaftler in einer Situation sind, in der wir uns gegen den für uns zuständigen Minister verteidigen müssen, hätte ich nie gedacht. Es geht um die Unabhängigkeit der Wissenschaft gegenüber der Politik", sagt Nir Gov. Der Physik-Professor am Weizmann-Institut bezieht sich auf den Auftritt von Wissenschaftsminister Ofir Akunis vergangenen Sonntag vor dem Obersten Gerichtshof Israels. Das Gericht befasste sich mit einem bemerkenswerten Fall, der auch Thema beim Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Anfang Oktober in Jerusalem war. Gov hatte eine Protestpetition initiiert, die von 460 israelischen Wissenschaftlern unterzeichnet worden war.

Selbst Berlin pocht nun auf ein neues Bestellungsverfahren für die gemeinsame Stiftung

Es geht um die Neubesetzung des Kuratoriums der Deutsch-Israelischen Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF) auf israelischer Seite. Anfang Juli hatte Akunis die von seinem Büro bereits bestätigte Bestellung der renommierten Gehirnforscherin Yael Amitai von der Universität Beersheba zurückgezogen - aus politischen Gründen. Der Politiker der rechten Likud-Partei warf ihr vor, sie >>>

Europäischer Solarpreis 2018 an acht Preisträger verliehen - (...)  Den Preis gab es zum Beispiel für die Produktionshalle der Pilatus Flugzeugwerke AG mit einer architektonisch perfekt integrierten Photovoltaikanlage, für eine solar-elektrische Autofähre, die auf der Mosel an der deutsch-luxemburgischen Grenze zum Einsatz kommt, und für die israelisch-palästinensische NGO Comet-ME. Diese versorgt rund 4.000 Menschen in Palästina, die keinen Zugang zum Versorgungsnetz haben, mit Erneuerbaren Energien und sauberem Wasser.  >>>

Palestine Update Nr. 187 – 12. Nov. 2018: Ende der Besetzung - Gerechtigkeit jetzt - Meinung - Ranjan Solomon - Zeichen von Nervosität und Empfindlichkeit, als Israel bemerkt, dass BDS Fahrt aufnimmt - Israel verliert seine Illusionen, wenn es zusehen muss, wie die BDS-Bewegung zu einer potenten und weitverbreiteten Kraft heranwächst. Es entscheidet sich für Leugnung und erklärt BDS für geschlagen. Rassistisch-zionistische Medien verbreiten diese Darstellung und Israel stimmt zu, als würde es darin Trost finden in seiner ständig wachsenden Isolation. So sehr es eine kulturell-wirtschaftliche Isolation fürchtet, so fürchtet Israel auch das Ausmaß, zu welchem sein Ruf als (Vorzeige)-Demokratie und moderner Modellstaat in der Region geprügelt wird. BDS ist eine unbequeme Realität, mit der Israel eher nichts zu tun haben will.

Israel wendet nur einen Parameter an, um seine Aussage zu bestätigen, dass BDS nicht funktioniert. Es zeigt auf seinen wirtschaftlichen Erfolg. Sogar das ist eine glatte Lüge einfach, weil es die Tatsache verdunkelt, dass es unter den sogenannten auftauchenden Ökonomien leicht die am meisten abhängige ist. Es muss Hilfe entgegen nehmen ohne ausleihen oder zurückzahlen zu müssen. In diesem Sinne schaut das wie Bettelei aus nur mit einem kleinen Unterschied: Israel bettelt, indem es Schuld auf seine einstigen Unterdrücker wälzt. Es weckt Erinnerungen an den Holocaust, als würde Schuld ewig währen und Reparationen müssten ein ständiger Zustand der Dinge sein.

Andererseits hat BDS den Diskurs von einem bloß gegen die Besetzung gerichteten zu einem Antiapartheid-Kampf verändert. Oder – wie es einige Aktivisten ausdrücken – BDS hat Israel in die Reihe der „Unberührbaren“ gestellt. Das „Lepra“-Etikett ist unfair, denn es vergleicht Israel mit den Unglücklichen, die von einer Krankheit befallen sind. Aber die Analogie ist  vorhanden, weil die Idee dahinter ist zuzustimmen, dass Israels Aktionen abschrecken und die totale Vermeidung von Vergleichen Israel Zeit gewinnen lässt, sich von seiner arroganten Annahme zu entfernen, dass man seine kolonialistischen Aktionen straffrei hinnehmen werde.

Nathan Tralls Beitrag in „The Guardian“ zeigt, wie „in der jüdischen Diaspora BDS neue Schismas in Mitte-Links geschaffen hat, die zu einer Spannung zwischen der rechtslastigen und für den israelischen Siedlungsbau eintretenden  Regierung auf der einen und der nicht zionistischen Linken auf der anderen geführt hat. Es hat liberale Zionisten dazu gebracht zu hinterfragen, warum sie manchmal den Boykott von Produkten aus den Siedlungen akzeptiert, aber nicht den Boykott des Staates, der diese schafft und erhält. Es hat Israels kritischere Unterstützer gezwungen, ihre Gegnerschaft zu gewaltfreien Formen des Drucks auf Israel zu rechtfertigen, wenn doch die Abwesenheit von realem Druck nichts gebracht hat, um die Besetzung oder die Ausdehnung der Siedlungen zu beenden. Es hat den liberalen Zionisten die Last auferlegt, ihre Unterstützung zu verteidigen, nicht um des abstrakten Ideals willen, dass Israel „einmal“ werden wird, was sie sich erhoffen, sondern wegen der aktuellen, lang andauernden Praktiken des Staates, Enteignungen von palästinensischem Land zu Gunsten von jüdischen Siedlungen, Festhalten von hunderten Palästinensern ohne Anklage oder Gerichtsverhandlung usw. durchzuführen; kollektive Bestrafung von zwei Millionen Gazaern mit einem Leben unter einer jahrzehntelangen Blockade und der institutionalisierten Ungleichheit zwischen jüdischen und palästinensischen Staatsbürgern von Israel. BDS hat Israels liberalen Unterstützern die Entschuldigung geraubt, dass eine verrückte Besetzung oder rechtslastige Regierungen hauptsächlich schuld sind an den undemokratischen Praktiken des Staates.

Palästinenser und jene, die bemüht sind, Gerechtigkeit schnell für diejenigen zu erreichen, die nach 70 Jahren der Enteignung dieses wichtige Fenster des gewaltlosen Widerstands gefunden haben. Er kann leicht das Ass sein, das Israels Unterwerfung unter die Gerechtigkeit beschleunigt. Ranjan Solomon

 

 


 
Zionistische Propagandisten erklären das Versagen von BDS!
- Auszüge aus einem Artikel von Ben White - Im vergangenen März erklärte der scheidende Vorsitzende der Jüdischen Agentur, Natan Sharansky, dass die Kampagne für Boykott, Veräußerung und Sanktionen (BDS) "fast vollständig besiegt" worden sei. Sharanskys Erklärung kam zwei Jahre nach der Ankündigung des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu, dass BDS "geschlagen" worden sei.

Schlecht informierte Abweisung einer 13 Jahre alten, globalen Kampagne der Zivilgesellschaft ist allzu typisch für jene, die zurückschrecken vor dem wachsenden Erfolg von BDS. Israel bietet angenommenes Zeugnis an für den vermuteten Fehlschlag von BDS. Die Stärke der israelischen Wirtschaft, geben sie an, ist der Beweis für den Fehlschlag von BDS. Sie zitieren „komplett zu vernachlässigende“ wirtschaftliche Schäden, die von der BDS-Kampagne der israelischen Wirtschaft seit 2010 zugefügt werden konnten. Sind wirtschaftliche Daten allein schon ein Indikator für den Fehlschlag von BDS?

Omar Barghouti identifizierte die kritische Rolle von BDS damit, dass der Diskurs über die Palästina-Frage nach mehr als zwei Jahrzehnten eines betrügerischen „Friedensprozesses“, der die palästinensischen Rechte unterminierte und als Feigenblatt für die Ausweitung und Verschanzung des israelischen Regimes hinter Okkupation, Siedlerkolonisation und Apartheid   sich verändert hat.

Im Allgemeinen können die meisten Boykott- und Divestment-Kampagnen „die Einwirkung der Arbeit in messbaren Einheiten nicht zeigen. Stattdessen war die Tugend von BDS seine Fähigkeit, Israels moralische Autorität in Frage zu stellen – begründbar an der am meisten versteckten Waffe in seinem Arsenal“… Wenn wir Institutionen und Organisationen anfragen, sich abzuwenden von Firmen, die in Israels Verbrechen involviert sind, fragen wir nicht nach etwas Heldenhaftem“, sagte Barghouti 2015. „Wir ersuchen nur diese Organisationen, eine profunde moralische Verpflichtung zu erfüllen“. Nach Barghouti ist „diese die verpflichtende ethische Logik von BDS, und das ist der Hauptgrund für das bemerkenswerte Wachstum der Bewegung“.

In einer in die Tiefe gehenden Analyse der BDS-Bewegung für „The Guardian“ im August notierte Nathan Thrall von der International Crisis Group, wie internationale Organisationen „beeinflusst wurden durch die BDS-Bewegung, sich langsam wegbewegen von unwirksamen Verurteilungen zu Aufrufen für praktische Maßnahmen, die Zähne haben“. Amnesty International hat aufgefordert zu „einem weltweiten Bann für Produkte aus den Siedlungen und ein Waffenembargo für israelische und palästinensische bewaffnete Gruppen,“ während  Human Rights Watch gefordert hat, „dass institutionelle Investoren in israelischen Banken versichern müssen, dass sie nicht teilhaben an oder Nutzen ziehen von Siedlungen oder anderen Verletzungen des Völkerrechts“.

Zuletzt: In Bezug auf die steigende Isolierung von Israel in einer Anzahl verschiedener Bereiche – wirtschaftlich, kulturell, akademisch, und so weiter – hatte wieder die BDS-Kampagne eine klare Wirkung, die Jahr für Jahr zu positiven Entwicklungen führt. Natan Thrall von der International Crisis Group notiert: „Verglichen mit der jahrzehntelangen Kampagne in Südafrika ist ihr (BDS) Aufstieg ziemlich steil verlaufen.“ Er setzt fort und lässt auch den „nicht eingetretenen größeren wirtschaftlichen Einfluss auf Israel bis jetzt zu“. Thrall betont auch, „wie dutzende Studentenverbände und zahlreiche akademische Assoziationen Boykott- und Divestment-Initiativen mitgetragen haben. Und viele Musiker und Künstler haben Auftritte abgesagt oder dafür geworben, das Land zu boykottieren.“ Diese zahllosen Siege und Bestätigungen reflektieren teilweise das gute strategische Gefühl der palästinensischen Organisatoren der BDS-Bewegung, die ermutigen und vormachen, wie „kontext-sensible“ Kampagnen vor sich gehen.  
2010 erkannte der israelische Think-Tank „The Reut Institute“   die Potenz von BDS, „zunehmend scharfe Kritik (an Israel) rund um die Welt zu treiben, die zur Erosion seines internationalen Rufes führte und einen greifbaren strategischen Preis ausführt“.

2017 erkannten The Reut Institute und die Anti-Defamation League, dass ein  bedeutenderer Kollateralschaden in Form eines stillen Boykotts entsteht – nicht erklärte Entscheidungen durch Organisationen, Firmen und Einzelpersonen, die sich zurückziehen vom Engagement mit israelischen Partnern, motiviert durch Ideologie oder einfach durch den Wunsch, unnötige Probleme und Kritik zu vermeiden“. BDS ist eine Graswurzel-Bewegung, und als solche kann sie leichter abgetan werden von denen, die nur „sehen“, was auf der Eliten-Stufe politischer Entscheidungen und Diplomatie geschieht.          Quelle
 
 
 



 
Neuigkeiten zu BDS aus Indien
- Apoorva Gautam, Koordinator von BDS in Südasien, hat einen Bericht vorgelegt, in dem er von einem begeisternden Monat in Sachen Organisierung von BDS beschreibt. Nachfolgend einige Zitate:

* Stellungnahme der Künstler gegen die Vorstellung von Aruna Sairam beim Oud-Festival in Jerusalem: Bekannte indische Künstler und Akademiker kamen zusammen, um die renommierte hinduistische Sängerin Aruna Sairam zu ersuchen, nicht beim Oud Festival in Jerusalem aufzutreten. Die „Palestinian Campaign for Academic and Cultural Boycott“ wandte sich auch direkt an die Künstlerin.

Sie finden die Stellungnahme und den PACBI-Twitter hier:
https://thewire.in/the-arts/artists-writers-urge-carnatic-singer-aruna-sairam-against-performing-at-jerusalem-festival
https://twitter.com/PACBI/status/1061654543677751303

* Stellungnahme von CACBI („Indian Campaign of Academic & Cultural Boycott of Israel“) gegen die gewaltsame Abschiebung von Susan Abulhawa: Die palästinensisch-amerikanische Schriftstellerin Susan Abulhawa wurde von israelischen Behörden auf ihrem Weg zum „Kalimat Palestinian Literature-Festival in Ramallah in der besetzten Westbank festgenommen und mit Gewalt deportiert. Die „Indische Kampagne für akademischen und Kultur-Boykott von Israel“ sandte ihr einen Solidaritätsbrief und stellte darin fest, dass solche Ruhigstellung einer widerständigen Stimme nur zu weiterem Widerstand führt, wie wir das auch in Indien sehen. Lesen Sie den Solidaritätsbrief  >>>

* Über Militärbeziehungen zwischen Indien und Israel: Im Juli dieses Jahres nahm der Aktivist Gautam Navlakha an der BDS-Lateinamerika-Konferenz und dem öffentlichen Hearing „Gemeinsamer Kampf gegen Militarisierung von Lateinamerika nach Palästina“ in Rio de Janeiro, Brasilien, teil. Gautam teilte mit den Teilnehmern die methodologischen und ideologischen Aspekte der zunehmenden Zusammenarbeit zwischen Indien und Israel auf militärischem und Sicherheitsgebiet. Lesen Sie sein Papier aus der Konferenz hier

* Aufforderung an das „Kleine Theater von Bangalore“, nicht an einer Aufführung durch das Generalkonsulat von Israel (Südindien) zu spielen. In einer wunderbar koordinierten Blitz-aktion schrieben palästinensische Solidar-Aktivisten in Bangalore an das Kleine Theater von Bangalore, das in einer Aufführung spielen sollte, die vom israelischen Generalkonsulat für Südindien organisiert worden war. Diese alberne Aufführung war als gemeinsame Erinnerung  an Mahatma Gandhi und Yizhak Rabin organisiert worden. Finden Sie hier eine kürzere Version der Stellungnahme.

* Den internationalen Tag für eine „Welt ohne Mauern“ wahrnehmen: Am 9. November nahmen Aktivisten der Palästina-Solidaritätsgruppe in Delhi den internationalen Tag für eine Welt ohne Mauern wahr. Sie diskutierten die physischen und mentalen Mauern, wie z.B. diese von Vorurteil und Hass, die die Menschen quer über den Globus trennen. Finden Sie ein Update.
 
 
 
 


 
Internationale Küchenchefs ziehen Unterstützung ab vom Tel Aviv Food Festival „Nahrungs-Souveränität für alle“
- Mehr als 90 Professionelle der Industrie unterschrieben einen Brief, in dem sie die Küchenchefs aufforderten, nicht an dem von der israelischen Regierung gesponserten „Round Tables“-Fest teilzunehmen.

Anfangs begann ein unübersehbares Bild auf den Instagram-Konten von Küchenchefs, Mit-arbeitern im Nahrungsmittelbereich, Bauern und Aktivisten im ganzen Land zu zirkulieren: das Bild zeigte eine sensibilisierende Tischlandschaft, ein Gemeinschaftsfest mit Gewürzen („zeit“ und „Za’atar), Brot, Delikatessen aus der Stadt Jenin (Westbank), mehr palästinensischen Spezialitäten und makellosen Oliven, gut ausgeleuchtet auf einem roten Tischbelag. Dieses sollte als Blickfänger für das vierte Jahres-Round-Table-Fest dienen, einer Lebensmittelausstellung in Tel Aviv, die heute (12. November) anfängt und unterstützt wird vom Außenministerium Israels und gesponsert von American Express; dieses wurde begleitet von einem offenen Brief an die Küchenchefs mit dem Angebot, an der diesjährigen Veranstaltung teilzunehmen.

Eine der häufig benutzten Formulierungen lautet: „Wir sind eine von mehr als 70 Belegschaften in der Lebensmittelindustrie, die diesen offenen Brief an Gabrielle Hamilton und  andere internationale Küchenchefs unterzeichnet haben, und bitten Euch, das Rechte zu tun und Euch zurückzuziehen von diesem von der Regierung Israels unterstützten „Round-Tables-Fest“ nächste Woche. Als Küchenchefs, Bauern und Arbeiter im Lebensmittelbereich nehmen wir zur Kenntnis, dass Menschen überall gutes Essen verdienen, gerechtes Essen – von unserem Teil von Turtle Island bis Palästina.         Quelle

 


 


 
Air Canada beendet Vertrag mit israelischer Waffenfirma
- Aktivistengruppen haben angekündet, dass Air Canada einen Instandhaltungs-Vertrag mit dem Waffenfabrikanten Israel Aerospace Industries beendet hat. Die kanadische BDS-Koalition, welche die von Palästina geleitete Boycott-Divestment-Sanctions-Kampagne  unterstützt, wurde letzte Woche durch das Management von Air Canada informiert, dass der „mit fünf Jahren terminisierte Multi-Millionen-Dollar-Vertrag mit Israel Aerospace Industries Bedek Group für gründliche Instandhaltung von Air Canada Boeing 767 Jets „anfangs 2017“ mit zwei Jahren verbliebener Laufzeit terminisiert wurde. Der Vertrag, der 2014 unterzeichnet worden war, hat nach Berichten einen Wert im Zehn-Millionen-Dollars-Bereich.

Air Canada sagte der Aktivistengruppe, dass die Arbeit an einen „anderen Anbieter in Nordamerika“ übergeben wird; ein Name wurde aber nicht genannt. Air Canada gab gegenüber den Aktivisten keinen Grund für die Beendigung des Vertrages mit Israel an. Aber die Beteiligten gaben zu wissen, dass Air Canada die Information erst herausgegeben hat,  „nachdem unsere #AirCanadaComplicity-Kampagne in Fahrt gekommen war und zunehmend Unterstützung sowohl aus Kanada wie auch international erhielt.“ Die Kampagne wurde von  Gewerkschaften und Solidaritätsgruppen in Kanada und weltweit unterstützt.            Quelle         (Übers.: Gerhilde Merz)   

BIB Aktuell #41 -  Die christliche Israel-Lobby ... in den USA bekommt Gegenwind! - Die Ergebnisse der Halbzeit-Kongresswahlen vom 6. 11. haben erneut deutlich gemacht, wie gespalten die USA sind. Das gilt auch für die Einstellung der Kirchen zum Israel/Palästina-Konflikt.

Dass evangelikale Gruppen maßgeblicher Teil der Israel-Lobby in den USA sind (dazu das Standardwerk von John J. Mearsheimer und Stephen M. Walt »The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy«), ist auch hierzulande bekannt. Kaum zur Kenntnis genommen wird jedoch, dass in den christlichen Kirchen in den USA zunehmend deutlicher auch ganz andere Positionen vertreten werden.

Von den ca. 320 Mio. Einwohnern der USA bekennen sich ca. 230 Mio. (71 %) zum Christentum in diversen Konfessionen. Der National Council of the Churches of Christ in the USA (NCC) ist ein ökumenischer Zusammenschluss, traditionell eher links, und vertritt rund 40 Mio., also knapp ein Fünftel dieser Christen.

Am 11. Oktober trafen sich Vertreter des NCC und dreier christlicher Fachverbände: Der Unterstützerorganisation für palästinensische Christen Bright Stars of Bethlehem, der christlichen Lobbyorganisation für Frieden in Israel/Palästina Churches for Middle East Peace und der progressiven afroamerikanischen Samuel DeWitt Proctor Conference. Ihr dort verabschiedeter Aufruf fordert u.a. die Anerkennung Ostjerusalems als Hauptstadt des Staates Palästina und mahnt eine »ausgeglichene Politik« der US-Regierung an, um zu einer gerechten Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts zu gelangen. Bereits 2017 hatte der NCC dagegen protestiert, Jerusalem zur Hauptstadt Israels zu erklären, und darauf hingewiesen, dass eine solche Entscheidung den Frieden in der Stadt und möglicherweise in der Region gefährden würde.

Verschiedene kleinere Konfessionen (teilweise Mitgliedskirchen der NCC) mit insgesamt ungefähr 15 Millionen Mitgliedern sind einen Schritt weitergegangen und haben in mehr oder weniger scharfer Form beschlossen, Unternehmen, die durch ihre Geschäfte an der israelischen Besatzung verdienen, zu boykottieren und kirchliche Investitionen aus diesen Unternehmen abzuziehen (s. Faith-Based Actions): bereits 2004 die Presbyterianer, 2005 Teile der Vereinten Methodistischen Kirche, seit 2012 mehrere regionale Quäker-Organisationen, 2013 die Mennoniten, 2015 die United Church of Christ, 2016 die Unitarier, die Allianz der Baptisten und die Evangelisch-Lutherische Kirche, 2018 die Episkopalkirche. In gleicher Richtung gingen Voten von progressiven katholischen Gremien, so 2007 der Nationalen Koalition amerikanischer katholischer Nonnen und 2016 der Konferenz höherer katholischer Oberer.

In diesem Sinne forderten der Weltkirchenrat und der NCC im September 2016 das Ende der Besatzung und des Siedlungsbaus sowie die Respektierung der Menschenrechte.  mehr und umfangreiche Links  >>>

Dr. Hanan Ashrawi: „Wir erwarten mehr politisches Engagement von den Europäern“ - 19 Nov 2018 - Am vergangenen Freitag und Samstag reiste die palästinensische Politikerin und PLO Executive Committee - Mitglied Dr. Hanan Ashrawi nach Wien und traf gemeinsam mit Botschafter Salah Abdel Shafi Außenministerin Dr. Karin Kneissl sowie österreichische Abgeordnete der SPÖ, Liste Pilz und ÖVP unter der Leitung der Vorsitzenden der parlamentarischen Gruppe Österreich - Palästina, der SPÖ-Abgeordneten Muna Duzdar.

Insbesondere die amerikanische Außenpolitik und ihre Auswirkungen in Bezug auf Palästina/Israel waren dabei ein wichtiges Gesprächsthema. Alle früheren US-Regierungen hatten eine pro-israelische Position, so Dr. Ashrawi, die jetzige Regierung unter Trump vertrete jedoch nicht nur eine ausschließlich pro-israelische Haltung, sondern sie sei ein Partner für Israel geworden, der alle Schritte setze, um die Besatzung zu manifestieren, anstatt an einer Lösung für ihre Beendigung zu arbeiten. Somit, so Dr. Ashrawi, könne die US-Regierung auch nicht mehr als eine Vermittlerin im Nahostkonflikt erachtet werden. Die Schritte, die die USA in den letzten Monaten gesetzt habe, wie beispielsweise die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem, die massive Kürzung der finanziellen Unterstützung für die UNRWA, die Schließung des palästinensischen UN-Büros in New York, etc. sprechen hierbei eine deutliche Sprache, so Dr. Ashrawi. Trump habe nicht zuletzt durch die erst kürzlich erfolgte Schließung des amerikanischen Konsulats in Jerusalem, das seit 1840 als eine Vertretung der USA in Palästina angesehen wurde, die Geschichte und die Beziehungen der Länder nachhaltig verändert.

Ein zweites wichtiges Thema der Gespräche waren die österreichisch-palästinensischen Beziehungen. Österreich habe, so Dr. Ashrawi, immer eine ausgewogene Position – und zu Kreiskys Zeiten sogar eine bedeutende Vermittlerposition – innegehabt, von der Österreich in letzter Zeit jedoch abgerückt sei. Sie hoffe sehr, so Dr. Ashrawi, dass Österreich zu einer ausgewogenen Außenpolitik in Bezug auf Palästina/Israel zurückfinde. In Hinblick auf der von Bundeskanzler Kurz geplanten Konferenz gegen „Antisemitismus und Antizionismus“ in den Wiener Börsensälen betonte die palästinensische Politikerin, dass Antizionismus bzw. Israelkritik nicht mit Antisemitismus gleichgesetzt werden dürfen.

Abschließend appellierte Dr. Ashrawi an ihre Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, dass die internationale Staatengemeinschaft – und hierbei insbesondere die europäischen Länder –deutlicheres und mehr politisches Engagement in Bezug auf Palästina und Israel zeigen müssen.

Abschließend gestellte Fragen der österreichischen Abgeordneten drehten sich vor allem um Alltagsleben und Lebensumstände der palästinensischen Bevölkerung, die Beziehungen zu Gaza und Hamas, sowie über mögliche Lösungen in diesem seit Jahrzehnten anhaltenden Konflikt.

Dr. Ashrawi reiste nach den Treffen mit Außenministerin Dr. Karin Kneissl und den österreichischen Abgeordneten weiter nach Slowenien, wo sie heute Treffen mit dem slowenischen Parlamentspräsidenten Mag. Dejan Zidan, der parlamentarischen Freundschaftsgruppe Palästina und mit Staatssekretärin Simona Leskovar wahrnehmen wird. Quelle

Video - Du sollst nicht töten: Israel's Hilltop Jugend
 

 

Treffen Sie die hardline Gruppe, die bereit ist, alles zu tun, einschließlich gegen ihre Regierung zu kämpfen, um Land für Israel zu fordern. - 13.  11.  2018 -

Ende Juli 2015 führte ein Brandanschlag auf ein Familienhaus im palästinensischen Dorf Duma im Westjordanland zur Ermordung von drei Mitgliedern der Familie Dawabshe, von denen das jüngste, Ali, erst 18 Monate alt war. Die Brandbombardierung verursachte auch den siebenjährigen Ahmed Dawabshe, Alis Bruder, Verbrennungen zweiten und dritten Grades an seinem Körper, deren Narben er heute noch trägt.


Ahmed, der jetzt bei seinem Großvater lebt, bleibt in der Duma, jenseits der Grenze zum Westjordanland, von seinen Angreifern, den Mitgliedern der Hilltop Youth.

Die Hilltop Youth leben auf Außenposten, die oft in Nachbargebieten liegen, die stark von Palästinensern bevölkert sind (nicht zu verwechseln mit israelischen Siedlungen) und sind bekannt für ihren extrem religiösen Nationalismus. Die Gruppe, die hauptsächlich aus jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren besteht, ist Anhänger des Kahanismus; eine Ideologie, die auf den Lehren des verstorbenen Rabbiners Meir Kahane basiert.

Meir Ettinger, Kahanes Enkel, war einer von mehreren Siedlern, die für die Morde an der Duma, auch bekannt als "Price Tag"-Morde, angeklagt waren, zusammen mit dem 21-jährigen Amiram Ben-Uliel und einem unbenannten Minderjährigen. Sie wurden alle nach einer kurzen Gefängnisstrafe entlassen.

Das Label "Price Tag" entstand aus Aktionen der Gruppe, um einen "Preis" für alle Aktionen gegen sie oder ihre Hügelsiedlungen durch Palästinenser zu fordern.

Ich lehre Ahmed, dass du keine Rache nehmen musst. Dass du nicht töten musst. Deine Rache muss dein Erfolg sein.

"Die Leute, die das Haus in der Duma verbrannt haben, hätten es nicht getan, wenn der Staat die Araber als Feinde behandelt hätte", sagt Goldbergs Schwester Rut.

Obwohl relativ klein, mit nur mehreren hundert Mitgliedern, sind die Hilltop Youth dafür bekannt, gewalttätige Hassakte gegen Palästinenser und palästinensische Häuser, Moscheen und Kirchen angestiftet zu haben.

Sie sind auch dafür bekannt, dass sie ein schwieriges Verhältnis zu linken Israelis, der israelischen Armee und sogar zu Shin Bet, dem inneren Sicherheitsdienst Israels, haben.

"Je nationalistischer du bist, desto milizähnlicher wirst du. Plötzlich nimmt jeder Idiot auf der Spitze des Hügels eine Flagge, steckt sie nieder und das ist die neue Grenze des Landes", sagt der ehemalige Sprecher der Knesset, Avraham Burg. "Sie sind[die Hügeljugend] zahlenmäßig unbedeutend, sie sind ideologisch unbedeutend.... sie sind sogar als Verbrecherbande unbedeutend. Sie sind sehr bedeutsam darin, der Regierung eine De-facto-Politik zu diktieren - was falsch ist."             Quelle: Al Jazeera                Übersetzt mit www.DeepL.com

 

31. 7. 2015 - Der Tod von Ali Saad Dawabsha (ein 18 Monate junges Kleinkind) und seiner Familie  >>>

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The criminalization and censorship of Palestinian solidarity on campus - Nada Elia - 18. 11. 2018 - Last week, I was asked to speak in a classroom alongside someone from StandWithUs. Apparently, the professor was going by a recommendation to have me as a discussant, to possibly provide the “other side.” Without getting into a discussion of what those two sides are (pro-apartheid and pro-justice, of course), or why I will not be party to normalizing, (setting up the illusion that “both sides” are equal, rather than oppressor and oppressed, occupier and occupied), I sent this response, which I tried to keep short and to the point.

“Dear …   “Thank you for the request, which I must decline. I must also say that I find it quite worrisome that you would have representatives of this group talk to our students. StandWithUs is a right-wing propaganda organization which actively stifles free speech and critical thinking, by equating any and all criticism of Israel as anti-Semitism. This is extremely intimidating for students attempting to formulate their own thoughts about the topic, and distracts from the real anti-Semitism that targets all Jews, regardless of their political ideology. Jewish Voice for Peace mentions StandWithUs among the more aggressive organizations stifling dissent on campuses and in various political circles, in their extremely valuable report, which you can access here.

“I trust you agree with me that we are living in troubling times. The current national climate, indeed, the global climate in which the Trump and Netanyahu administrations are working hand in hand, should impress us with the need to critically disentangle anti-Semitism from anti-Zionism–the latter being criticism of and opposition to a political worldview, albeit one held by many Jews. (Of course, you must also be aware of the fact that, numerically speaking, there are millions more Christian Zionists than Jewish Zionists). The distinction between anti-Semitism and anti-Zionism is one that activists for Palestinian rights have long been arguing, yet one that keeps getting blurred by organizations such as StandWithUs, which persist in their claim that criticism of Israel’s policies is a thinly disguised form of Jew hatred.  >>>


Frühere  Tage finden sie im chronologischen Archiv >>>
 

 

 

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(...) Bemerkenswert ist, dass Israel sich trotz der neuen IDF-Ansage bisher im Umgang mit den wöchentlichen palästinensischen Grenzprotesten, die am 30. März begannen, wenig Einschränkungen auferlegt hat. Mit scharfer Munition und Scharfschützenfeuer hat die IDF bisher mindestens 227 Palästinenser getötet (...)
  >>>


(Typisch ist, Israel bestimmt, wie die Menschen in Gaza mit der Grenze umgehen. Für die IDF gilt keine 100 Meter Grenze - Geheimkommandos gehen in Gaza ein und aus .....)

 

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18. 11. 2018

 

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17. 11. 2018

 

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13. 11. 2018


Eskalation im Gazastreifen - Israel bombardiert Fernsehsender der Hamas  >>>

 

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12. 11. 2018

 

Bei einem Gefecht im Gazastreifen sind am Sonntag mindestens sechs Palästinenser und ein israelischer Soldat getötet worden. Die israelische Armee erklärte, bei einem Einsatz von Spezialeinheiten in der Palästinenserenklave sei es zu einem "Schusswechsel" gekommen >>>



(Chan Yunis ist eine Stadt und ein Flüchtlingslager im Gouvernement Chan Yunis, dem südlichen Teil des Gazastreifens, der seit 1994 de jure unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde steht.)

 

7 al-Qassam fighters killed, including senior member, in Israeli airstrikes  >>>

 

Updated- “Seven Palestinians, One Israeli Undercover Soldier, Killed In Gaza"  >>>

 

Israelische Streitkräfte töten sieben Menschen in Gaza, darunter einen hochrangiger Hamas-Beamten. Lufwaffe fliegt mehr als 35 Angriffe.

 

VIDEO - Gere on Israel: 'The occupation is destroying everyone'  >>>

 

With the lights on longer in Gaza, Palestinians dare to hope  >>>

 

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Israeli Soldiers Attack School In Hebron, Injure Students  >>>

 

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In my Palestinian grandfather's story, reasons to endure  >>>

 

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