DAS PALÄSTINA PORTAL

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Der schleichende Genozid an Palästinensern geht in Asira al-Qibliya weiter - 13.12.2018 - "Das ist die Linie", zeigt Oussam Khalifa Amad, als er uns zu einem Rundgang auf seinem bedrohtes Land mitnimmt. "Wir passieren jetzt in die Zone C." Je nachdem, wohin du schaust, ist bereits etwas von dem Land geraubt worden. Wir können nur eine begrenzte Zeit lang beobachten. Wenn wir zu lange da stehen, sagt man uns, werden die Siedler, deren Häuser wir nicht weit weg über uns sehen, uns angreifen.

Für palästinensische Landeigentümer waren die Oslo-Abkommen, die die Kantonisierung der Westbank verfestigten, eine Katastrophe. In den ländlichen Regionen konnte man eine schweigende Unterstützung für den Oslo-Friedensprozess oder Ambivalenz antreffen, aber heute sieht kein Dorbewohner das sogenannte Abkommen mehr mit freundlichen Augen. Es gibt nichts Überraschendes an der Situation. Sein Land wird von israelischen Gerichten bedroht, obwohl er ordnungsgemäße Dokumente hat. Er erlebt auch häufig, dass Siedler aus der Nachbarschaft, die straflos agieren, sein Land unerlaubt betreten. Oussam deutet auf seine Olivenbäume, die vom letzten Jahr angebrannt sind, um genau zu erklären, was das bedeutet.

Diese wahre Geschichte ist eine von tausenden in der Westbank. Wir könnten über die Straße sprechen, die die Dofbewohner zur Hauptlandstaße hin befestigen wollten, und deren Bau von der israelischen Regierung jetzt blockiert wurde.

Wir könnten die einschüchternden Siedlungen aufzeigen, die das ganze Dorf überblicken, nur einen halben Kilometer den Hügel hinauf. Oder die monatlichen Angriffe von Siedlern, die hasserfüllten Graffiti, die Zerstörung von Eigentum, die den Dorfbewohnern zugefügten Körperverletzungen; israelische Soldaten, die bei alldem mithelfen und auf die schiessen, die es wagen, ihre Nachbarn vor Leid und deren Eigentum vor Beschädigung zu schützen.

Wir könnten über den direkten Diebstahl des Wassers des Dorfes erzählen, ein alltägliches Thema quer durch die wasserreiche Westbank. Das Spektakel der israelischen Kontrolle des Wassers der Westbank zeigt sich in den bewilligten Wassertanks, die oben auf jedem palästinensischen Haus sitzen, oder dem Geschäft (mit dem Wasser, Ü.) quer durch das besetzte Land. Lasst uns über die Wasserquelle sprechen, die mit dem letzten Landraub übernommen wurde, unter offener Beihilfe der US-Regierung. Wir werden von Hakima, einer anderen Dorfbewohnerin und lokalen Landeignerin, zu einem Wassertank geführt. Der Wassertank wird von einer Einzäunung aus Metall und Steinen und einem bemannten Wachturm ein paar Meter davor bewacht.

Drinnen kann man das Schild "USAID" sehen. "Dieses Projekt ist ein Geschenk des amerikanischen Volkes an das palästinensische Volk."

Letztes Jahr hat die US-Regierung ein "10 Millionen Dollar-Projekt" gestartet, um für die Palästinenser den "Zugang zu Wasser zu verbessern". USAID-Projekte wie diese, erzählt uns Hakima, haben aber einen eher anderen Effekt, wenn es darum geht, den "Zugang zu Wasser" zu verbessern. Asira Al-Qibliya erhielt z.B. sein USAID-"Geschenk" vor vier Jahren. "Vor vier Jahren war hier kein Wassertank", sagt sie. "Dann brachte USAID das Wasserprojekt für uns hierher und hat das alles errichtet. Jetzt sagen die Israelis, sie brauchen eine 'Sicherheitszone' für ihre Siedlung." Sie sagt, dass (das Projekt) zusätzlich zu den vielen Hektar Land, die die US genommen haben – das meiste davon hatte ihr gehört –, um dieses Reservoir zu errichten, es den Siedlungen ermöglicht hat, sich noch weiter auszubreiten. Hakima erinnert sich, dass es ihnen viel besser ging, als sie ihre eigene natürliche Wasserquelle nutzen konnten, deren Wasser zum Dorf lief. Jetzt ist der Brunnen wegen der Umleitung des Quellwassers für die Nutzung durch die Siedler seit fünf Jahren trocken, sodass sie keine andere Wahl hatten und auf den Wasserturm von USAID angewiesen waren.

(Grafik zum vergrößern anklicken)

Palästinenser können diese Frage von vielen internationalen Journalisten und Aktivisten von draußen hören: "Welchen Grund haben sie ihnen gegeben, dass sie ihnen Land genommen haben? Warum haben die Siedler angegriffen? War es eine Reaktion auf...? Gibt es irgendeinen rechtlichen Grund, dass sie...?"

Koloniale Regierungen tendieren dazu Gründe für den Landraub oder die Tötung der einheimischen Bevölkerung vorzuschützen, so wird das "warum" von vornherein belanglos.

Der Name dieses Dorfes isr Asra Al-Qibliya. Das Dorf ist wegen der international berüchtigten Siedlerangriffe bekannt. Die Namen der umliegenden Dörfer sind Burin, Madama, Urif, Ana Bus und Uara. Sie alle und jeder der 35.000 Bewohner dieser Dörfer können ähnliche Geschichten erzählen.

Die Situation ist keineswegs neu, obwohl man staunen mag, wie viele Dunam Israel nehmen kann, bevor nichts mehr übrig ist. Oder, wenn man die gut dokumentierten, diskriminierenden Praktiken in der Wassernutzung (dem Wasserverbrauch) zwischen Palästinensern und Siedlern betrachtet: wie lange wird es dauern, bis die palästinensischen Einheimischen durch die Dürre vertrieben werden? Wie viele Häuser können noch zerstört werden, bis der größte Teil der Bevölkerung obdachlos geworden ist? Wenn der Punkt des Umkippens in der Westbank schwer vorstellbar ist, muss man aber nur auf den Gazastreifen schauen, von dem UNO wie NGOs sagen, er würde in etwa einem Jahr unbewohnbar sein. Irren wir uns nicht, die Besetzung der palästinensischen Gebiete ist ein Genozid.
Quelle         Übersetzung: K. Nebauer

 

Olivenernte  2018: Israelische Siedler verletzen palästinensische Bauern, schädigen Bäume und stehlen Oliven. - Siedler-Gewalt: Fehlende Strafverfolgung - B’Tselem - 06. Dezember 2018 -  (...) Die Olivenernte war einst eine freudige Zeit für palästinensische Familien, die die Ernte und ihre Verbundenheit mit dem Land feierten. Doch seit vielen Jahren findet die Olivenernte im Schatten der Landgrabe statt, Beschränkungen, die Israel für den Zugang zu den verbleibenden Parzellen auferlegt hat, Siedlerangriffe auf Erntemaschinen und die Vandalisierung von Bäumen.

Einige Olivenhaine befinden sich in unmittelbarer Nähe zu den Siedlungen oder sogar innerhalb dieser, so dass die Bauern keinen Zugang zu den Bäumen haben. An einigen Stellen erlaubt das israelische Militär den Bauern, während der Ernte- und Pflugzeit nur zweimal im Jahr - und zwar für eine begrenzte Anzahl von Tagen - auf ihr Land zu gehen. Schon dann werden Bauern oft auf verschiedenen Wegen von ihrem Land abgewiesen. Da den Landwirten der Zugang zu ihrem Land untersagt ist, können sie sich nicht richtig um die Bäume kümmern. Infolgedessen bringen die Bäume schlechtere Erträge und die Landwirte erleiden finanzielle Verluste, was einige dazu zwingt, andere Wege zu finden, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Darüber hinaus sind die Bauern und ihre Bäume der Gewalt der Siedler ausgesetzt. Im Laufe der Jahre hat B'Tselem Hunderte von Fällen von Siedlerangriffen auf Palästinenser oder deren Eigentum dokumentiert. Diese Angriffe bestehen trotz der nahezu ständigen Anwesenheit von Soldaten - entweder auf Militärposten oder in Aussichtstürmen - und trotz der Tatsache, dass sie an bekannten Orten, in der Nähe derselben Siedlungen und Außenposten, wiederkehren.

In einigen Fällen haben die Geschädigten den Vorfall nicht einmal gemeldet. In anderen Fällen informierten sie die am Tatort anwesenden Polizisten und dokumentierten den Schaden. In anderen Fällen reichten die Opfer eine offizielle polizeiliche Anzeige ein. Unabhängig von der gewählten Vorgehensweise war das Ergebnis das gleiche: Die überwiegende Mehrheit der eingeleiteten Untersuchungen wurde abgeschlossen, ohne dass Maßnahmen ergriffen wurden. Die Siedler nutzen die Freiheit, die ihnen von den israelischen Behörden gewährt wird, in vollem Umfang aus. Sie tun, was sie wollen, ohne irgendwelche Folgen zu erleiden.

Diese Realität, die die Landwirte zwingt, ihr Land zu verlassen, dass ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis, das die israelische Politik erreichen will, indem sie die Übernahme von mehr Land erleichtert, um Siedlungen auszuweiten oder andere israelische Interessen zu fördern. .... weiter im englischen Text, ein längerer Bericht >>>

 

Gesetz zur Ausweisung von Familien beschuldigter palästinensischer Angreifer in erster Knesset-Lesung verabschiedet -   Yumna Patel - 20. Dezember 2018 - Die israelische Knesset verabschiedete am Mittwoch in erster Lesung einen Gesetzentwurf zur gewaltsamen Ausweisung von Familien der Palästinenser, die an Angriffen gegen Israelis beteiligt waren, trotz des heftigen Widerstands von Geheimdienst- und Armeefunktionären.

Der Gesetzentwurf, der von der rechtsextremen Partei Jewish Home vorgelegt wurde, wurde mit 69 Ja-Stimmen und 38 Nein-Stimmen angenommen.

Wenn er in ein Gesetz aufgenommen würde, würde es heißen, dass das Zentralkommando der israelischen Armee innerhalb einer Woche nach einem Angriff oder versuchten Angriff die Angehörigen der palästinensischen Angreifer aus ihren Heimatstädten in andere Gebiete des Westjordanlandes vertreiben könnte. Es würde auch den israelischen Streitkräften ermöglichen, ein Gebiet abzugrenzen, in das die Familie nicht eintreten darf.

Die Abstimmung findet nur wenige Tage nach der Verabschiedung des Gesetzes durch das israelische Sicherheitskabinett und den Ministerialausschuss statt.

Während der Sitzung wurden drei palästinensische MKs, Jamal Zahalka, Ahmad Tibi und Masud Ganaim aus dem Plenum verwiesen. Laut der Andolu-Agentur beschrieb der Israeli MK Moti Yogev von der Jewish Home Party seine arabischen Kollegen als "Terroristen", während MK Ahmad Tibi von der Joint List ihn anschrie: "Du kannst die Palästinenser töten, aber du kannst nicht ein ganzes Volk unterdrücken."

Die Befürworter des Gesetzes haben argumentiert, dass die Maßnahme als "Abschreckungsmittel" für diejenigen dienen würde, die denken, Israelis mit Schieß- oder Stichangriffen ins Visier zu nehmen. "Die Abschiebung von Familien der Terroristen", heißt es in dem Gesetzentwurf, "ist ein bewährtes Abschreckungsmittel, das die Kraft hat, Terroranschläge zu verringern und Leben zu retten."

Anfang dieser Woche berichtete Haaretz, dass der Direktor der Shin Bet, Israels interner Geheimdienst, sich dem Gesetzentwurf widersetzte, der besagt, dass er fast unmöglich umzusetzen sei und dass es " ein Ergebnis mit sich bringen würde, das das Gegenteil von Abschreckung ist, da seine Durchführung Spannungen erzeugen würde ".

Haaretz zitierte einen hochrangigen Sicherheitsoffizier, der sagte, dass das Gesetz auf öffentlichen Druck nach einer Flut von Angriffen gegen israelische Siedler verschoben wurde, nicht aus einem tatsächlichen Sicherheits- oder Handlungsbedarf heraus. "Wie genau sollen wir das machen? Familien nehmen und in die Hebroner Berge schicken? Und was dann? Beobachten Sie sie, damit sie sich nicht bewegen? Verfolge sie jedes Mal, wenn sie in ihr Dorf zurückkehren und werfe sie dann wieder raus", sagte der ungenannte Beamte.

Seit Jahren ergreift die israelische Regierung eine Reihe dieser so genannten "Abschreckungsmaßnahmen", darunter die Zerstörung der Familienhäuser von Angeklagten, die Schließung ganzer Dörfer, aus denen ein mutmaßlicher Angreifer stammt, die Durchführung massiver Verhaftungen gegen Familie und Freunde der Angeklagten und den Widerruf der israelischen Arbeitserlaubnis für enge und entfernte Verwandte eines Angreifers.

Rechtsgruppen haben die Politik der Regierung als kollektive Bestrafung kritisiert, und israelische Militärbeamte haben der Regierung zuvor Empfehlungen gegeben, dass Praktiken wie Hausabrisse keine Angriffe verhindern.

Die israelische Rechtsgruppe B'Tselem hat die Praxis der Bestrafung von Hausabrissen als "gerichtsgeprüfte Rache" an Familienmitgliedern verurteilt, die keine Verbrechen begangen haben, was einer kollektiven Bestrafung gleichkommt.

Der neue Gesetzentwurf, der darauf abzielt, die Familien der Angreifer aus ihren Häusern zu vertreiben, könnte eine gewaltsame Transferierung darstellen - ein völkerrechtliches Kriegsverbrechen.

B'Tselem hat über diese Praxis gesprochen: "Gewaltsamer Transfer - durch direkte körperliche Gewalt oder durch die Schaffung eines Zwangsumfeldes, das die Bewohner dazu bringt, ihre Häuser zu verlassen - ist ein Kriegsverbrechen. Alle Verantwortlichen - einschließlich des israelischen Premierministers und des Verteidigungsministers - haften persönlich."  - übersetzt mit deepl    Quelle

Zurück, wohin? Zum palästinensischen Recht auf Rückkehr  - Marina Klimchuk  - Für meine Arbeit als Organisatorin von Bildungsreisen nach Israel und Palästina besuche ich mit Gruppen regelmäßig palästinensische Flüchtlingslager im Westjordanland. Mein Aufenthalt hier ist weder legal nach israelischem Recht noch von den Bewohner*innen des Lagers erwünscht, denn ich bin Jüdin und israelische Staatsbürgerin. Diese Wanderungen zwischen zwei Welten ermöglichen mir einen gedanklichen Perspektivenwechsel.

Der Schlüssel über dem Eingangstor zum Flüchtlingslager Aida bei Bethlehem ist der größte Schlüssel der Welt, so die Legende. Jedes Mal, wenn ich durch das Tor trete, empfinde ich eine Mischung aus Ehrfurcht und Irritation. Implizit negiert der Schlüssel als Symbol meine Existenz im Staat Israel, so die Interpretation auf jüdisch-israelischer Seite. Gleichzeitig weiß ich: Es ist nicht mein Recht, irgendjemandem, der in diesem Lager lebt –auch nur in Gedanken – vorzuschreiben, was er oder sie fühlen oder wovon sie träumen sollen.

Der Schlüssel wurde aus Stahl gefertigt, ist eine Tonne schwer und neun Meter lang. 2008 stellten ihn die Bewohner*innen des Lagers in einem Gemeinschaftsakt her, als Symbol und Andenken an die verlorenen Häuser, aus denen ihre Väter und Großväter 1948 als Resultat des Krieges mit Israel vertrieben wurden. Damals verloren etwa 720 000 Menschen ihre Häuser. Sie wurden in Aktionen ethnischer Säuberungen vertrieben oder flohen aus eigener Initiative in den Gazastreifen, ins Westjordanland, den Libanon, nach Jordanien, Syrien, Ägypten und den Irak. Die Schlüssel zu ihren Häusern behielten die Flüchtlinge in der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr nach Kriegsende.

70 Jahre später hat sich die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge weltweit auf etwa 5,4 Millionen vervielfacht. 1.3 Millionen von ihnen leben im Gazastreifen und etwa 800 000 in den von Israel besetzten Gebieten des Westjordanlandes sowie im annektierten Ostjerusalem. Viele führen ein Leben in Armut, geprägt von Arbeitslosigkeit, Wassermangel und gewalttätigen Zusammenstößen mit der israelischen Armee. In Aida leben über 6400 Menschen auf engstem Raum. Eine Studie, die Forscher am Human Rights Center der kalifornischen Universität Berkeley 2017 durchführten, zeigt, dass die Belastung durch Tränengas in diesem Lager die höchste weltweit ist. Kinder und Erwachsene sind dem Reizstoff im Durchschnitt mehrmals die Woche ausgesetzt. Eine Realität, die verheerende Konsequenzen für die körperliche und seelische Verfassung der Lagerbewohner*innen hat.

Palästinenser*innen fordern "Recht auf Rückkehr"
- Jamal, unser Gastgeber in Aida, wurde im Lager geboren und wuchs hier auf. Heute dokumentiert er als Fotojournalist das tägliche Leben und die gewalttätigen Zusammenstöße mit der israelischen Armee.

Wie politischer Widerstand kreativ sein kann, bringt er auch den Kindern im Kulturzentrum des Lagers durch Fotografiekurse bei.

Jamal ist erst Ende zwanzig, wirkt aber älter. Durch sein Gesicht zieht sich eine Narbe, die zwar abgeheilt, doch kaum zu übersehen ist. 2012 schossen ihm israelische Soldaten mit einem Gummigeschoss ins Gesicht, während er sie filmte. Es bedurfte mehrerer Operationen, um das Geschoss zu entfernen und seinen zerschmetterten Wangenknochen zu behandeln. Doch davon erzählt er selten, überhaupt weiß ich wenig Persönliches über ihn. >>>

Situation von NGOs in Israel und Palästina - „Sei für uns oder du bist ein Verräter“ - Jerusalem will, dass Berlin „antiisraelische“ Aktivitäten einstellt. Politologe Amal Jamal über Nationalisten in Nahost und das Problem der israelischen Linken.

Herr Jamal, in einem Schreiben aus Israel wird die Bundesregierung aufgefordert, die finanzielle Unterstützung für liberale Organisationen der Zivilgesellschaft in Israel und Palästina einzustellen. Auch das Jüdische Museum in Berlin wird für „Anti-Israel-Aktivitäten“ kritisiert. Was steht hinter diesen Vorwürfen?

Das Dokument zeigt, wie ausländische Regierungen ins Visier genommen werden, weil sie bestimmte liberale NGOs unterstützen. Der Angriff auf diese Organisationen dient dazu, die Dominanz nationalistischer Stimmen zu festigen, die die Siedlungspolitik unterstützen und eine Vorstellung des Staates Israel fördern, die auf Nation statt auf Staatsbürgerschaft basiert. Diese anti-liberale und national-populistische Ideologie strebt danach, Stimmen zu unterdrücken, die Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Pluralismus unterstützen.

Auch der Sohn des israelischen Ministerpräsidenten stößt in dieses Horn. Jair Netanjahu hat linke Politiker und NGOs sowie die Medien generell als Verräter bezeichnet. Er spreche nur aus, was die ganze Nation denke, behauptet er. Stimmt das?

Es liegt im Trend, bestimmte NGOs zu beschuldigen, das Vaterland, die Gesellschaft und den Staat zu verraten. Jede Opposition gegen die rechte Politik der Regierung wird im Feind-Freund-Schema wahrgenommen: Sei für uns oder du bist ein Verräter. Dabei setzen sich viele der Beschuldigten dafür ein, die israelische Demokratie zu erhalten, Menschenrechte zu schützen und die Regierung für ihre Politik gegenüber den Palästinensern in Israel sowie in den besetzten Gebieten verantwortlich zu machen.   >>>

 

ANGRIFF IST VERTEIDIGUNG?  - Entsetzt und entschlossen  - 20. Dezember 2018 - Jerusalem will den iranischen Einfluss im Nachbarland klein halten, das wird nun schwieriger. Regierungschef Netanjahu kündigt dennoch an, stärker gegen Iran vorzugehen. - Alexandra Föderl-Schmid

In Israel schwanken die Reaktionen zwischen Enttäuschung und Entsetzen. Man fühlt sich nach der Ankündigung von Präsident Donald Trump, die US-Truppen aus dem Nachbarland Syrien zurückzuziehen, von seinem wichtigsten Verbündeten im Stich gelassen. Premierminister Benjamin Netanjahu kündigte am Donnerstag an, Israel werde "weiter aggressiv gegen die Versuche Irans vorgehen, sich in Syrien auszubreiten". Israel werde auch seine Bemühungen an der Grenze zu Libanon fortsetzen. Bisher wurden dort vier Tunnel entdeckt, welche die von Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz gegraben haben soll. "Wir haben nicht vor, unsere Anstrengungen an einer der beiden Fronten zurückzuschrauben, wir werden sie noch steigern - wie ich weiß, mit der vollen Unterstützung der USA", sagte Netanjahu.

In Israel sieht sich Netanjahu selbst Angriffen ausgesetzt, weil er es nicht geschafft hatte, seinen Freund Trump zur Fortsetzung des US-Engagements zu bewegen. Oppositionspolitiker wiesen darauf hin, dass Netanjahu sich nicht einmal getraut habe, Trump zu kritisieren.  >>>

Khan al-Ahmar: Ein Beduinendorf in der Westbank - Die Bewohner*innen von Khan al-Ahmar wurden nach der Staatsgründung Israels aus ihrem angestammten Gebiet im Negev in die damals jordanische Westbank vertrieben. Jetzt droht ihnen die zweite Entwurzelung: Ihr Dorf soll zugunsten israelischer Siedler*innen geräumt werden.

Unmittelbar außerhalb der palästinensischen Kleinstadt El-Azariya in der Westbank, neben der Schnellstraße, befinden sich einige zugemüllte Grundstücke. Krumme Überreste von Metallrohren schauen aus Bergen von verbogenem Blech und Glasscherben hervor. Zerrissene Nylontüten fliegen durch die Luft, wenn Autos an ihnen vorbeifahren. Keine 500 Meter weiter, entladen Müllautos ihren giftigen Inhalt auf der Abfalldeponie von Abu-Dis. Die Luft füllt sich mit dem beißenden Gestank des brennenden Mülls. Genau hierhin beabsichtigen die israelischen Militärbehörden Menschen zwangsumzusiedeln, nämlich die 181 beduinisch-palästinensischen Bewohner*innen Khan al-Ahmars, das sich östlich von Jerusalem in der Nähe israelischer Siedlungen befindet.

Nach langen Gerichtsverfahren genehmigte Israels Oberster Gerichtshof 2018 die Zerstörung Khan al-Ahmars und die Zwangsumsiedlung seiner Bewohner*innen, doch die Einwohner*innen des Dorfes geben sich nicht geschlagen: «Würdest du mit deiner Familien in so eine Gegend ziehen, neben einer Müllhalde?», fragt Eid Abu Khamis, der Sprecher der Gemeinde. Die Bewohner*innen Khan al-Ahmars kämpfen beinahe seit einem Jahrzehnt  >>>

 

Die Endzeit fest im Blick - Zac Waller, Evangelikaler aus den USA, verbringt die Weihnachtstage in einer jüdischen Siedlung im Westjordanland. Er ist überzeugt: Hier liegt das verheißene Land. Auch die Juden werden eines Tages Jesus als Messias anerkennen. Donald Trump erscheint ihm als Erfüllungsgehilfe biblischer Prophezeiung. - Benjamin Hammer

Weihnachten wird Zac Waller in Har Bracha verbringen. Einer jüdischen Siedlung im von Israel besetzten Westjordanland. Waller trägt einen langen Bart und ein Holzfällerhemd. Er sitzt mit seiner Gitarre im Arm in einer Hütte vor der Siedlung. Hinter ihm verläuft der Zaun von Har Bracha. Etwa einen Kilometer entfernt sind die Ausläufer der palästinensischen Großstadt Nablus zu sehen.

Zac Waller singt von Prophezeiungen, die sich über den Bergen von Israel ausbreiten würden. Der Mann ist Anfang 30. Er stammt ursprünglich aus den Südstaaten der USA und er ist evangelikaler Christ. Seit 14 Jahren lebt er mit seiner Familie in Har Bracha. Inmitten von jüdischen Siedlern. Denen wollen die Wallers und andere Freiwillige in der Landwirtschaft helfen und somit den Willen Gottes erfüllen. Dass er damit Teil der israelischen Besatzung des Westjordanlandes ist, lässt der US-Amerikaner Waller nicht gelten. Für ihn zählt die Bibel mehr als das Völkerrecht. Und für ihn ist das hier das Land der Juden.

Jesus kehrt auf die Erde zurück - „Der Berg dahinten, das ist Elon Moreh. In der Bibel steht, wie Abraham seine Heimat verließ. Er kam in dieses Land, das Gott ihm zeigte. Er stieg auf den Berg, und Gott sagte: Das ist das Land, das ich dir und deinen Nachfahren gebe. Für immer. Manche Leute nennen diese Gegend Westjordanland. In der Bibel heißt sie Judäa und Samaria. Das hier ist das Herzstück von Israel“, sagt Zac Waller.

Für Zac Waller ist all das Teil der Prophezeiung. Er glaubt, dass Jesus Christus eines Tages auf die Erde zurückkehren wird. >>>

 

20. 12. 2018

Morgan Freeman mit einem Text von Nelson Mandela an der Mauer in Bethlehem
Foto Ekkehart Drost

Israelische Armee zerstört Illusion von Normalität in Ramallah - 16.12.2018 - Dalal Erekat - Ein ruhiges, sicheres Leben zu führen ist für jede palästinensische Familie ein Jonglierkunststück. Sogar bei der Aussicht auf ein Weihnachtsessen mit deinen Lieben und Nachbarn muss das Risiko einer Razzia der israelischen Armee, eines Einmarschs oder einer Sperre (z.B. Straßensperre, Ausgangssperre, Ü.) einkalkuliert werden.

Man denkt leben in Ramallah sei schick, und bis zu einem gewissen Ausmaß repräsentiert es ein relativ luxuriöses Leben. Restaurants und Cafés sind voll, es gibt Clubs und Partys an den Wochenenden, sportliche und kulturelle Aktivitäten, Kunstgalerien und Konzerte. Aber die Annahme, dass das Leben gut ist, solange du in Ramallah bist, spiegelt nicht immer die Realität wider. Israelische Truppen fallen regelmäßig in die Stadt ein, dringen mitten in der Nacht in Stadtviertel, nehmen eine ganze Wohnung oder ein Gebäude ein und gehen wieder im Morgengrauen mit dem Menschen, für dessen Festnahme sie gekommen sind.

Diese Woche, kurz vor Weihnachten, ist Israel nicht nur in ein Stadtviertel einmarschiert, es stellte die ganze Stadt unter militärische Sperre; alle Straßen nach und von Ramallah hinaus waren blockiert, was es öffentlichen Bediensteten unmöglich machte in ihre Wohnorte außerhalb der Stadt zu gelangen. Viele riskierten es, Nebenstraßen zu nehmen, und viele andere, die es geschafft hatten, hinauszukommen, wurden von bewaffneten Siedlern angegriffen.

Donnerstag Mittag erhielt ich in meinem Büro in der abrabisch-amerikanischen Universität, wo wir Konfliktlösung lehren, einen dringenden Anruf von der Schule meiner Kinder, in dem die Eltern gebeten wurden, ihre Kinder rasch abzuholen. Israelische Truppen, sowohl Soldaten in Uniform als auch undercover Einheiten, waren im Herzen der Stadt, in den großen Straßen und sogar in einigen Gebäuden. Unnötig zu sagen, dass ihre Anwesenheit zu Angst und Panik in der Bevölkerung führte.

Als ich schließlich die Schule meiner Kinder erreichte, traf ich meinen Ältesten, der seine Geschwister an der Hand hielt und neben den Lehrern stand und auf mich wartete. Mein Sohn (Sari): Du kommst spät! Die andern Eltern sind schon vor dir gekommen. Ich: Keine Sorge! Ich bin hier, um euch zu beschützen. Sari: Was meinst du? Wie willst du uns beschützen? Das israelische Militär ist überall in Ramallah – ich habe gehört, dass sie in die Stadt einmarschiert sind.

Ich brachte meine Kinder hinein, umarmte sie und sagte ihnen: "Kein Grund zu weinen! In Palästina müsst ihr stark, belastbar und furchtlos sein! Wir leben unter Besatzung. Die Israelis haben unser Land besetzt, aber nicht unseren Mut und unser Durchhaltevermögen." Als ich später darüber nachdachte, was ich meinen Kindern gesagt hatte, fühlten sich meine Worte vom Zusammenhang losgelöst, unrealistisch und unfair an.

Als wir durch die leeren Straßen der Stadt nach Hause fuhren, waren die Straßen übersät mir Steinen und Autoreifen, die zurückgeblieben waren von den Zusammenstößen zwischen dem israelischen Militär und palästinensischen Teenagern, die ohne Wissen ihrer Eltern aus der Schule und von zu Hause abgehauen waren, um sich der Besatzungsmacht mit nacktem Oberkörper gegenüber zu stellen.

Während der letzten Tage hatten bewaffnete israelische Siedler palästinensische Dörfer angegriffen, waren in Häuser eingedrungen und hatten geschossen, demonstrierten auf Landstraßen, griffen palästinensische Autofahrer an und kleisterten die Westbank mit Postern zu, die zur Ermordung von Präsident Abbas aufriefen. Während die ganze Welt noch immer über den Friedensprozess und die Zwei-Staaten-Lösung spricht, existiert vor Ort nur ein einziger souveräner Staat. Dieser Staat, Israel, übt die volle Kontrolle über jeden Zentimeter dieses Landes aus, ohne zwischen den 1948 und 1967 eroberten und den im letzten Friedensprozess als palästinensisch bezeichneten Gebieten zu unterscheiden.

Die internationale Gemeinschaft spricht gern über die Stärkung der palästinensischen Wirtschaft, aber sie sollten sich daran erinnern, dass zuerst die Sicherheit kommt. Diesmal ist es die Sicherheit des palästinensischen Volkes, die unverzüglich die internationale Aufmerksamkeit, Intervention und Schutz braucht.

In Ramallah fiel der Unterricht aus. Weihnachtsfeiern für Kindergartenkinder wurden abgesagt. Universitäten wurden geschlossen. Viele Restaurants und Geschäfte traten in Streik. In Palästina ist das Leben am Ende des Tages ein Leben unter Besatzung, egal, wie privilegiert jemand ist.

Am Samstag Morgen drang eine große Anzahl israelischer Soldaten in das al-Amari-Flüchtlingslager in Ramallah ein, sie trieben die Einwohner in Schulklassen und auf ein Fußballfeld und zerstörten das vierstöckige Haus von Um Nasser. Einer ihrer Söhne, Islam Abu Hamid, wird beschuldigt, während einer anderen Razzia in Ramallah Anfang des Jahres einen Stein von einem Dach geworfen und einen israelischen Soldaten getötet zu haben.

Israel vertraut darauf, dass es weiter ungestraft handeln kann. Die internationale Gemeinschaft schweigt wie immer, was so verstanden wird: "Israel hat das Recht sich zu verteidigen!" Aber wenn die Welt das Recht der Besatzungsmacht anerkennt sich zu verteidigen, sogar wenn sich das in Kollektivbestrafung der Zivilbevölkerung äußert, warum kann dann die Welt nicht begreifen, dass das palästinensische Volk ein Recht hat sich zu verteidigen?

Die Hände der Palästinensischen Autonomiehörde sind durch verschiedene Vereinbarungen zur Sicherheitskoordination gebunden. Es ist an der Zeit zu erkennen, dass diese Vereinbarungen jeden Tag verletzt werden – von den Israelis. Wenn die Bataillone des israelischen Militärs in Ramallah einmarschieren, sollte niemand überrascht sein, wenn eines Tages palästinensische Sicherheitskräfte beschließen palästinensische Häuser und Zivilisten tatsächlich zu schützen.      Quelle        Übersetzung: K. Nebauer

Hebron - Tränengasbeschuss der Schulen - 16. 12. 2018

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Um 13.00 Uhr betraten 4 israelische Besatzungssoldaten das Quartier Salaymeh in Hebron.

Aktivisten waren ab 12:30 Uhr anwesend und verübten keine Steinwürfe oder andere Provokationen.

Die Soldaten feuerten 21 Tränengasrunden in weniger als 5 Minuten auf die Straße außerhalb der 3 Schulen und auf zwei Schulhöfe.
 

VIDEO
 



Es gibt 3 Grundschulen auf der Straße, in denen das Tränengas verwendet wurde:
-Hebron Schule
-UNRWA Hebron Basic Boys Schule für Jungen
-Khadijah Schule

Es gibt auch 4 weitere Schulen in der unmittelbaren Umgebung.

Während dieser Zeit warfen die Soldaten auch drei Erschütterungsgranaten über eine Mauer in die Hebroner Schule. Sie konnten nicht sehen, wer sich auf der anderen Seite der Mauer befand oder wo sie sich zu diesem Zeitpunkt befanden.

Der Direktor der Hebron-Schule sagte, dass insgesamt 5 Tränengaspatronen auf den Schulhof geschossen wurden.

Ältere Schüler waren noch in der Hebroner Schule. 30 Jungen und 5 Lehrer erlitten eine Tränengasinhalation.

Aktivisten fanden auch eine verbrauchte Tränengaspatrone in einem Garten auf dem Gelände der UNRWA Hebron Basic Boys School.

Besetzungen Soldaten feuern Tränengas, Salaymeh

Es gab zu dieser Zeit keine Bedrohung für die Soldaten oder irgendjemand anderen, aber die Soldaten schossen weiterhin Tränengas in die Nachbarschaft, sogar die Straßen waren völlig leer.

Sie schienen erst dann aufzuhören, als ihnen das Tränengas ausgegangen war.

Tränengas floss außerhalb und innerhalb der Hebron-Schule.

Das Tränengas verbreitete sich durch das Viertel in Schulen und Wohnhäusern entlang der Straßen, in denen Familien leben. Es war ein ruhiger Nachmittag, und das Tränengas blieb in der unmittelbaren Umgebung und zerstreute sich sehr langsam, was die Anwohner weiter beeinträchtigte.

Letzten Monat wurden in diesem Viertel 238 Tränengaspatronen und 51 Schockgranaten abgefeuert.

Siehe den November-Bericht über Bildung in Palästina von Christian Peacemaker Teams:

Palästina Schulbericht: Ausbildung unter militärischer Besetzung November 2018

Dieser jüngste Tränengasangriff erfolgt am Ende von zwei Wochen, als 6 Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren von israelischen Besatzungssoldaten und der Grenzpolizei entführt wurden.


Frühere  Tage finden sie im chronologischen Archiv >>>
 

 

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16. 12. 2018

 

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