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    Samstag, 24. Oktober 2020  -  15:12

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Israel hat im Januar 27 Verstöße gegen Journalisten begangen
The Palestine Project - 9. Februar  - Übersetzt mit DeepL

Die Palestine News and Information Agency (WAFA) sagte heute in einem Bericht, dass sie 27 Verstöße dokumentiert hat, die von den israelischen Besatzungstruppen im Januar gegen Journalisten und Medieneinrichtungen, die in den besetzten palästinensischen Gebieten arbeiten, begangen wurden.

In ihrem Bericht über israelische Verstöße gegen Journalisten sagte sie, dass diese Verstöße neben körperlichen Schlägen und Verhaftungen auch den Einsatz von Scharfschützenfeuer, gummibeschichteten Kugeln und Tränengaskanistern gegen Journalisten beinhalteten.

Laut WAFA wurden im Laufe des Monats 14 Journalisten entweder durch Schüsse oder gummibeschichtete Kugeln verletzt, durch Tränengas verletzt oder von den israelischen Streitkräften geschlagen, während 13 Journalisten entweder verhaftet oder von den israelischen Schüssen ins Visier genommen, aber nicht verletzt wurden. Anderen Journalisten wurde unterdessen von israelischen Soldaten der Presseausweis entzogen.

Am 6. Januar griffen israelische Soldaten mehrere Journalisten an, während sie über die Demontage von Wohn- und landwirtschaftlichen Einrichtungen im Dorf al-Auja nördlich von Jericho im besetzten Westjordanland durch die israelische Armee berichteten.

Am 13. Januar rief der israelische Geheimdienst den Fotojournalisten Abdul-Muhsen Shalaldeh zum Verhör und drohte ihm mit der Ermordung für den Fall, dass er in der Nähe der Ibrahimi-Moschee in Hebron, südlich des Westjordanlandes, weiter fotografieren würde.

Am 19. Januar überfiel die israelische Armee das Haus von Muammar Orabi, dem Chefredakteur der lokalen Nachrichtenagentur Wattan, nachdem sie dessen Tür zerschlagen hatte. Die angreifenden Soldaten verhafteten Orabis Sohn Osama und schlugen brutal auf seinen Körper ein.

Am 24. Januar durchsuchte die israelische Polizei das Haus des Journalisten Abdul-Karim Darwish im besetzten Jerusalemer Stadtteil Beit Hanina. Darwish wurde von der Polizei verhaftet und wegen seiner Arbeit als Journalist für einige Stunden vorgeladen. Er wurde erst gegen Kaution freigelassen, nachdem er eine Bürgschaft im Wert von 1.600 Dollar unterschrieben hatte, und unter der Bedingung, dass er sich 10 Tage lang von der Al-Aqsa-Moschee in der Stadt fernhält.

Am 25. Januar verhaftete die israelische Armee den Journalisten Tha'er al-Sharif und griff ihn nach einer Razzia in seinem Haus mit Pfefferspray an. Er wurde am folgenden Tag freigelassen.

"Die Serie von Übergriffen gegen Journalisten dauert noch immer an, und zwar in genauer und geplanter Weise, um die Verbrechen zu vertuschen, die an unschuldigen, wehrlosen Zivilisten in Palästina begangen wurden. Diese Angriffe gegen Journalisten gelten als direkte Verletzung des Völkerrechts", so der Bericht.  Quelle



Quelle

 

Anwendung exzessiver Gewalt und der Kollektivstrafe:
IOF tötet 3 Palästinenser und zerstört das Haus eines Gefangenen in knapp 24 Stunden

06. Februar 2020 -  Adam Keller - Palestinian Center for Human Rights (PCHR) - (Palästinensisches Zentrum für Menschenrechte)

Beim neuesten Mord Israels an Palästinensern unter seiner Politik exzessiver Gewalt töteten die israelischen Besetzungskräfte (IOF) drei Palästinenser und verletzten acht weitere innerhalb von knapp 24 Stunden in Jenin und Hebron, im Norden und Süden der Westbank. Von den getöteten Palästinensern wurden zwei, darunter ein Polizist, während einer IOF-Razzia in Jenin beschossen und tödlich getroffen, die dazu diente, das Haus eines Gefangenen bereits zum zweiten Male abzureißen. Das gehört zu der israelischen Politik der kollektiven Bestrafung, die gegen Familien von Palästinensern eingesetzt wird, die beschuldigt werden, Angriffe gegen israelische Soldaten und/oder Siedlern verübt zu haben. Inzwischen wurde der dritte Palästinenser von einem israelischen Scharfschützen bei einem Protest in Hebron getötet.

Laut PCHR-Untersuchungen rückte die IOF, geschützt von 20 Militär- und Baufahrzeugen, in al-Basateen, nördlich von Jenin ein. Die Soldaten wurden zwischen zivilen Häusern eingesetzt und überstiegen die Dächer von einigen, während 30 von ihnen in das Haus des palästinensischen Gefangenen, Ahmed Jamal Ahmed al-Yumbo, eindrangen (220 qm, ein Heim für 8 Personen, darunter 2 Kinder), um einen Abrissbefehl auszuführen, der von einem israelischen Gerichtshof 48 Stunden zuvor ausgestellt worden war.

Al-Qumbo ist seit dem 17. Januar 2018 inhaftiert, und das Haus wurde nur neun Monate zuvor erbaut, aufgrund früherer IOF-Zerstörung.

 Die Soldaten durchsuchten das Haus mit einer großen Anzahl von Polizeihunden; danach gelang es israelischen Bulldozern, das Haus bis auf den Grund einzuebnen.

Während der Zerstörung kamen viele palästinensische Zivilpersonen zusammen und bewarfen die vor Ort vorhandenen Militärfahrzeuge der IOF mit Steinen und leeren Flaschen. Sofort beantwortete die IOF mit scharfen und Gummigeschossen  und giftigen Tränengasbehälter; schnell eskalierte die Situation. Das Ergebnis des israelischen Beschusses: „2 Palästinenser wurden getötet, einer auf der Stelle und der andere erlag später seiner Verwundung und 7 weitere wurden verwundet. Die beiden Getöteten wurden identifiziert als: 1. Yazan Monther Khaled Abu-Tabykh (19), ein Universitätsstudent aus dem Wad Bourqin-Gebiet, im Westen von Jenin, er wurde von einer scharfen Kugel in die Brust getroffen und auf der Stelle getötet; und 2. Tariq Loay Ahmed Badwan (24), ein palästinensischer Polizeioffizier aus Qalqiliyah, er wurde in einer Polizeistation mit einer scharfen Kugel in den Magen geschossen. Er wurde ins Krankenhaus transportiert, wo sein Gesundheitszustand als kritisch eingestuft wurde. Am Donnerstag, um 11:40 Uhr wurde sein Tod verkündet.

Es sollte bekanntgegeben werden, dass die IOF das Haus des Gefangenen, al-Qumbo zum ersten Mal am 24. April 2019 sprengte, aufgrund der Beschuldigung, Arail Shefeh, einen israelischen Siedler aus der „Havat Gilad“-Siedlung im Süd-Westen von Nablus, am 09. Januar 2018 getötet zu haben.

Um circa 16:00 Uhr, am Mittwoch, den 05. Februar 2020, feuerte ein israelischer Scharfschütze, der auf dem Dach eines Gebäudes in der Nähe des in der Shuhada-Street errichteten israelischen Militär-Checkpoints (56) positioniert war, drei scharfe Kugeln auf Mohammed Salman Ta‘mah al-Haddad (17) aus einer Distanz von 100 m ab, als Mohammed sich in der Nähe des alten Marktes befand, 50 m vom Eingang zum Checkpoint entfernt.

Das Ergebnis war, dass Mohammed angeschossen und durch Lifemunition schwer verletzt wurde und zu Boden fiel. Eine Anzahl junger Männer konnte zu Mohammed gelangen und ihn mit Hilfe einer Ambulanz ins Hebron-Governmental Hospital transportieren. Minuten später verkündeten die Ärzte Mohammeds Tod.

Er war mit einer scharfen Kugel erschossen worden. Sie drang in sein Herz und verursachte schwere Verblutungen. Über die Schießerei wurde während eines Protestes berichtet, der von Dutzenden junger Männer organisiert worden war. Sie warfen Steine auf die IOF und zündeten Reifen in der Nähe des oben genannten Checkpoints an.

Diese Verbrechen sind Teil der ernsthaften Eskalierung in den besetzten Gebieten, seitdem Präsident Trump seinen Nah-Ost-“Friedensplan“, bekannt als „Deal des Jahrhunderts“ am 28. Januar 2020 bekannt gab. Die IOF unterdrückte mehr als 60 Proteste gegen Trumps Plan an Konfrontations-Nahtstellen in der Westbank , darunter das besetzte Ostjerusalem. Als Ergebnis wurden Dutzende von Zivilisten mit scharfer Munition und Gummigeschossen angeschossen und verletzt und außerdem erstickten viele weitere durch Einatmen von Tränengas.

PCHR verurteilt aufs Schärfste die IOF-Verbrechen, die den anhaltenden israelischen Einsatz von exzessiver Gewalt gegen palästinensische Zivilisten beweisen, die keinerlei Gefahr oder Bedrohung für das Leben der Soldaten darstellten.

PCHR verurteilt das Verbrechen der Zerstörung von Qumbos Haus zum zweiten Mal als Teil der kollektiven Bestrafungspolitik gegen palästinensische Zivilisten.

PCHR erinnert daran, dass diese Politik international gemäß Artikel 33 der Vierten Genfer Konvention verboten ist, die besagt: „Keine geschützte Person darf für ein Delikt, das er oder sie persönlich nicht begangen hat, bestraft werden. Kollektive Strafen sowie alle Einschüchterungsmaßnahmen oder Terrorismus sind verboten. Vergeltungsmaßnahmen gegen geschützte Personen und ihr Eigentum sind verboten.“

Deshalb wiederholt PCHR seine Forderung an die internationale Gemeinschaft, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um den israelischen Verbrechen ein Ende zu setzen. PCHR wiederholt auch seine Forderung an die Hohen Vertragsparteien der Vierten Genfer Konvention 1949, ihre Verpflichtungen gemäß Artikel 1 zu erfüllen, was bedeutet, unter allen Umständen die Konvention zu achten und Respekt ihr gegenüber sicherzustellen und ihre Verpflichtungen gemäß Artikel 146 einzuhalten, Personen strafrechtlich zu verfolgen, die schwere Verstöße gegen die Vierte Genfer Konvention begangen haben sollen. Diese schweren Verstöße stellen Kriegsverbrechen gemäß Artikel 147 der besagten Konvention und des Zusatzprotokolls (I) zu den Genfer Konventionen über die Gewährleistung des Rechts der palästinensischen Zivilbevölkerung auf Schutz in den besetzten Gebieten dar.    Quelle
(übersetzt von Inga Gelsdorf)

 Pro-Israel Milliardär und Buttigieg-Unterstützer, Seth Klarman, finanziert die Gruppe, die hinter Iowas desaströser Wahl-App steht

 Hinter der App, die Iowas Wahlergebnisse verzögerte, steht eine Schwarzgeldoperation, die von Anti-Bernie-Sanders-Milliardären finanziert wird. Ihr Hauptgeldgeber, Seth Klarman, ist ein Buttigieg-Unterstützer, der  israelische pro-Siedler Lobby-Gruppen mit Geld überhäuft hat.

 6. Februar 2020 – von Max Blumenthal

Zur Zeit der Veröffentlichung, 12 Stunden, nachdem die Abstimmung bei der Franktionssitzung von Iowas Demokratischer Partei endetewar, wurden die Ergebnisse nicht bekannt gegeben. Die Verzögerung des Berichts ist das Ergebnis einer fehlerhaften App, die von einer Firma mit dem passenden Namen Shadow Inc. entwickelt worden war.

Diese Firma wurde mit Wahlkampagnenveteranen von Hilary Clinton und Barack Obama besetzt,  von einer demokratischen Non-Profit-Schwarzgeldorganisation gegründet und von Hedge-Fond-Milliardären unterstützt, darunter auch Seht Klarman. Der produktive Geldgeber der Lobbyorganisation der Siedler für Israel, Klarman, trug auch direkt zu Pete Buttigiegs Wahlkampagne bei.

Durch die Verzögerung der Berichterstattung über die Wahl wurde Senator Bernie Sanders, dem mutmaßlichen Gewinner des Eröffnungswettbewerbs bei der demokratischen Vorwahl zum Präsidenten, die Siegesrede verwehrt. Obwohl kein einziges Wahlergebnis den Gewinn von Buttigieg zeigte, proklamierte der Bürgermeister von South Bend, Indiana, sich selbst über Twitter selbstbewusst als Sieger.

Eine mysteriöse Abstimmungs-App, deren Ursprung von den Beamten des Demokratischen Nationalkomitees geheimgehalten wurde, hat dieses bizarre Szenario ermöglicht. Stundenlang blieb unklar, wer die fehlerhafte Technologie konzipiert hatte, beziehungsweise wie sie in die Hände der Iowa-Funktionäre gelangte.

Obwohl sich herausstellte, dass eine Schwarzgeldoperation der Demokraten die Quelle der desaströsen App war, richtete sich der Verdacht anfangs auf den ehemaligen Manager von Hillary Clintons Wahlkampagne, Robby Mook, und seine Russland bezogene Wahlintegritätsinitiative. 

Wirksamer Einsatz der Russlandhysterie bei lukrativen Wahlchancen - Während der Vorsitzende der Demokratischen Partei, Troy Price, die Aussage verweigerte, wer wirklich hinter der fehlerhaften App stand, berichtete er NPR, dass er „mit dem Cybersicherheitsteam der nationalen Partei und dem Projekt der Harvard Universität zur Digitalen Verteidigung der Demokratie zusammenarbeitete...“ Price äußerte jedoch keine Einzelheiten dieser  mehr >>>

Bei einern Uni- Absolventenfeier des College of Engineering and Information Technology , hat ein Student im belagerten Gaza auf fünf Sprachen geredet. Unter der Sprachen war auch die deutsche Sprache zu hören.(ab Minute 9:50)
Er hat auf Arabisch , türkisch , deutsch , englisch und hebräisch geredet.

 


 

Historische Gelegenheit?
Die Israelis sind geteilter Meinung über den US-Friedensplan
Sabine Brandes - Jüdische Allgemeine -  06.02.2020

Für friedliche Stimmung sorgt der US-Friedensplan derzeit auf keiner der beiden Seiten. Im Gegenteil: Die Palästinenser lehnen ihn kategorisch ab – unterstützt von der Arabischen Liga –, doch auch einige Israelis gehen auf die Straße. Ebenso herrscht geteilte Meinung bei den Experten.

Die Arabische Liga bezeichnete den Plan während eines Krisentreffens als »unfair«. Sie rief dazu auf, nicht mit der US-Regierung bei der Umsetzung zusammenzuarbeiten. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas bekräftigte den Abbruch aller Beziehungen zu Israel und den USA. Der Rat der Arabischen Liga hielt in einer Abschlusserklärung fest, dass der Plan »nicht die minimalen Rechte und Erwartungen der Palästinenser erfüllt«, und warnte Israel davor, den Plan gegen den Willen der Palästinenser umzusetzen.

Israel soll Gebiete abtreten und dafür Einfluss im Westjordanland behalten.

Am Abend desselben Tages versammelten sich Tausende von Israelis in Tel Aviv, um zu protestieren. Mit Schildern wie »Kein Transfer« oder »Nein zum Apartheidsplan« machten sie ihrem Unmut auf dem Dizengoff-Platz Luft. Der Plan sieht unter anderem vor, sieben arabisch-israelische Städte eventuell in einen zukünftigen Palästinenserstaat zu verschieben. »Der Trump-Plan ist kein Friedensplan«, unterstrich die Meretz-Abgeordnete Tamar Zandberg. »Es ist ein Vorhaben für eine Annexion, einen Transfer und ein sicheres Rezept für Gewalt und Apartheid.«  >>>

Schusswaffen in Israel. Realität, Politik und feministische Kritik
Die wachsende Verfügbarkeit legaler und illegaler Waffen und die fehlende Durchsetzung von Recht und Ordnung in den palästinensischen Gemeinden in Israel führen zu einer enormen Zunahme von organisierter Kriminalität, Schießereien und innerfamiliärer Gewalt.
Rela Mazali und Meisa Irshaid

Es gibt eine große Anzahl von Schusswaffen in allen zivilen Bereichen in Israel und in den von ihm beherrschten Gebieten. Sie befinden sich in den Händen von verschiedenen Organisationen und vielen Privatleuten, meist jüdischen Männern. Kleinwaffen – dazu gehören private Schusswaffen, Schusswaffen der Polizei, des Militärs und anderen Organen –, die leicht von einer Person getragen und bedient werden können, sind weit verbreitet. Weil es fast keine juristischen Einschränkungen gibt, was das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit betrifft, begegnen sie Zivilist*innen überall: in Freizeiteinrichtungen, Einkaufszentren, Universitäten, Kindergärten, Restaurants, Kliniken, Zügen.

Weltweit spielen Schusswaffen eine zentrale Rolle in der alltäglichen Unterdrückung von bestimmten Gruppen und Bevölkerungsteilen sowie in der Beherrschung von Territorien; mit ihrer Hilfe werden tagtäglich Knebelung, Einschüchterung, Vertreibung, Enteignung, Tötung, bis hin zu ethnischer Säuberung und Massenmord durchgesetzt. Inzwischen gibt es nach Berichten der Organisation „Small Arms Survey“ sogar mehr Todesopfer durch Waffengewalt, die nicht im Rahmen kriegerischer Auseinandersetzungen verübt wird. Zwar führt die Verfügbarkeit von Schusswaffen für sich genommen nicht notwendigerweise zu bewaffneten Gewalttaten, doch sind Schusswaffen für bis zu 60 Prozent der gewaltsamen Todesfälle weltweit verantwortlich.

Militarisierung als ein gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, kultureller und politischer Prozess wird in Israel durch herrschende Institutionen der Mehrheitsgesellschaft vorangetrieben und ermöglicht sowohl die kontinuierliche Kontrolle der palästinensischen Bevölkerung in den seit 1967 besetzten Gebieten als auch die systematische Diskriminierung der Palästinenser*innen, die seit 1948 Staatsbürger*innen Israels sind. Dieser Prozess beinhaltet die Abwertung des „feindlichen Anderen“ ebenso wie die Herabsetzung von Frauen, einschließlich der Frauen der herrschenden – jüdischen – Mehrheitsgesellschaft. In    >>>


 

Erschießen und aufgeben: 155 Amputierte und 27 Gelähmte in zwei Jahren: Wie Israel diejenigen bestraft, die es wagen, gegen die Belagerung des Gazastreifens zu protestieren
B'Tselem - 30. Januar 2020
- google Übersetzung

Im März 2018 begannen die Demonstrationen des Großen Marsches der Rückkehr entlang des Gazastreifens, um gegen die Belagerung Israels zu protestieren und die Verwirklichung des Rückkehrrechts zu fordern. Wie bereits von B'Tselem dokumentiert , hat die rechtswidrige Politik Israels gegen diese Demonstrationen, die es Soldaten erlaubt, auf unbewaffnete Demonstranten zu schießen, die niemanden gefährden, zu entsetzlichen Ergebnissen geführt: Neben mehr als 200 Palästinensern, die es waren Bis Ende Januar 2020 wurden rund 8.000 Demonstranten durch scharfe Munition getötet, darunter 1.500 Minderjährige und 150 Frauen. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mussten Ärzte bis Ende 2019 bei 155 Demonstranten, darunter 30 Minderjährige, Gliedmaßenamputationen durchführen. 27 Demonstranten sind infolge von Wirbelsäulenverletzungen gelähmt.

Die schweren Verletzungen sind nur der Beginn einer qualvollen Reise, die Behandlungen, Tests, Operationen und die Anpassung an eine neue Realität umfasst. Im Gazastreifen ist die Situation noch komplizierter: Jedes Gesundheitssystem wäre mit einem solchen Ausmaß an Verletzungen nur schwer fertig zu werden, aber Gazas wurde bereits durch einen Mangel an Medikamenten, Ärzten, Ausrüstung und professioneller Ausbildung behindert Israelische Belagerungspolitik. Infolgedessen können viele Verletzte nicht die erforderliche medizinische Behandlung erhalten, was in einigen Fällen ihren Zustand verschärft, insbesondere angesichts des Mangels an Rehabilitationszentren im Gazastreifen.

Eine kleine Anzahl der Verletzten erhält die medizinische Versorgung, die sie außerhalb des Gazastreifens benötigen - in Krankenhäusern im Westjordanland (einschließlich Ostjerusalem), aber nur in den seltenen Fällen, in denen sie die von Israel erklärte israelische Einreisegenehmigung erhalten. zu Beginn der Demonstrationen würde sparsam gegeben werden. Nach Angaben der WHO wurden von Beginn der Demonstrationen bis Januar 2019 604 Anträge auf Ausreise aus dem Gazastreifen über Erez Crossing zur medizinischen Behandlung im Westjordanland (einschließlich Ostjerusalem) oder in Israel gestellt. Nur 17% der Anträge wurden genehmigt, während 83% abgelehnt wurden - entweder direkt oder durch Verzögerung der Abgabe einer Antwort. In anderen Fällen sind die Verwundeten gezwungen, auf eigene Kosten in andere Länder wie Ägypten oder die Türkei zu reisen.

Fathi Abu M'awad vom Flüchtlingslager Jabalya erzählte dem B'Tselem-Feldforscher Olfat al-Kurd von dem Tag, an dem sein 15-jähriger Enkel Muhammad verwundet wurde:

Als mir der Arzt sagte, dass Mohammed von der Hüfte abwärts gelähmt sein würde, war ich geschockt. Ich ging zum Hof ​​des Krankenhauses und brach in Tränen aus, besonders weil Mohammed mein erstes Enkelkind ist und mir sehr nahe steht. Als sie ihn operierten, weinte ich und konnte mich kaum von ihm verabschieden. Ich stand vor der Tür und wartete darauf, dass Mohammed aus der Praxis kam, zusammen mit seinem Vater, meinem Sohn Ramzi, der neben mir stand und tief besorgt über seinen Sohn war. Es war einer der schwersten Tage meines Lebens.

Einige der Verwundeten schilderten, wie sie verletzt wurden und welche unerträglichen Schwierigkeiten sie zu bewältigen hatten, seit sie B'Tselems Feldforschern in Gaza Zeugenaussagen gaben:

Muhammad a-Za'im, 26, aus Gaza-Stadt, am 6. April 2018 verletzt:


Am 6. April 2018, dem zweiten Freitag der Demonstrationen, kam Muhammad a-Za'im, Besitzer eines Schreibwarengeschäfts, zu der Demonstration, die neben dem Zaun östlich von Gaza-Stadt stattfand. Gegen 17 Uhr schossen Soldaten auf scharfe Munition und schlugen ihn in beide Beine. Er wurde in die Erste-Hilfe-Zelte und von dort in ein Shifaa-Krankenhaus in Gaza-Stadt evakuiert. Nachdem er 10 Tage lang behandelt worden war, wurde a-Za'im in das Istishari Arab Hospital in Ramallah gebracht, wo er von seinem Großvater begleitet wurde und wo Ärzte sein linkes Bein amputieren mussten.

In einem Zeugnis, das er dem B'Tselem-Feldforscher Olfat al-Kurd am 17. Dezember 2019 gab, sprach er über sein Leben seit seiner Verletzung:   weiter in der Google Übersetzung  >>>

  Quelle

Fatah-Delegation trifft in Gaza ein, um den "Deal des Jahrhunderts" zu diskutieren
Palästinensische Fraktionen im Gaza-Streifen kündigen die Bildung eines nationalen Komitees gegen den "Deal des Jahrhunderts" der USA an. - 8. Februar 2020

Die Mitglieder des Fatah-Zentralausschusses, Rawhi Fattouh, und Ismail Jaber kamen am Freitagmorgen über den Übergang von Erez in den Gazastreifen, berichtete Quds Press.

Fattouh und Jaber aus dem besetzten Westjordanland besuchten Gaza, nachdem eine Delegation der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ihren Besuch in der belagerten Enklave abgesagt hatte.

Die PLO-Delegation sollte letzte Woche den Gazastreifen besuchen, um sich mit den palästinensischen Gruppierungen zu treffen und gemeinsame Maßnahmen zu besprechen, um dem "Deal des Jahrhunderts" entgegenzutreten.

Die Fatah und die PLO hatten jedoch die Besuche ihrer Delegationen im Gazastreifen verschoben, was nach Ansicht der Hamas eine "negative Botschaft" an die Palästinenser war.

Die Hamas, der Islamische Dschihad und andere Fraktionen begrüßten den Besuch der Fatah-Führer und bestätigten, dass sie mehrere Fragen erörtern werden, darunter auch Möglichkeiten zur Beendigung der internen Spaltung.   Quelle

 

 

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