Archiv - Aktuelle
Link- und Denktipps
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Seite 77
30.9.2009
Das
schwindende Licht der Demokratie - Die Staatsform
des Liberalismus und die Genozide in Irak und
Kaschmir -
Arundhati Roy - Noch streiten wir, ob es ein Leben
nach dem Tod gibt, doch sollten wir uns vielleicht
einer weiteren Frage stellen: Gibt es ein Leben nach
der Demokratie? Und wie wird dieses aussehen?
Demokratie meint dabei nicht ein Ideal oder eine
Hoffnung. Vielmehr geht es um das Arbeitsmodell: die
westliche, liberale Demokratie, ihre Varianten und
ihre Realität. Nun denn: Gibt es ein Leben nach der
Demokratie? Ein beliebter Weg der Annäherung an
dieses Thema ist der Vergleich unterschiedlicher
Regierungssysteme, ein Versuch, der regelmäßig in
eine eher holprige Vorwärtsverteidigung der
Demokratie mündet. Man argumentiert, die Demokratie
habe Schwächen, sie sei nicht perfekt, jedoch
besser, als alle anderen Optionen, die sich bieten.
Nur selten wird die Debatte geführt, ohne dass
irgendwann jemand sagt: ‚Afghanistan, Pakistan,
Saudi Arabien, Somalia... Ist es das, was wir
wollen?’ >>>
29.9.2009
Wieviele Foto-Shootings noch?
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Kurzkommentar von Fritz
Edlinger - Es gibt viele mehr oder minder
literarische Vorbilder, die auf den Dienstag
vergangener Woche in Washington stattgefundenen
Dreier-Gipfel anwendbar sind. Der unermüdliche
Nestor der israelischen Friedensbewegung Uri Avnery
bemüht das legendäre Zitat von Karl Marx, wobei sich
die Frage erhebt, ob dieses Treffen trotz seines
würdigen äußeren Rahmens überhaupt das Etikett
„historisch" verdient. Eine Farce war es allemal.
Mir fiele ein weitaus profaneres Bild ein, nämliches
jenes von den kreißenden Bergen und dem geborenen
Mäuslein. Aber selbst bei diesem Bild wird sich erst
herausstellen, was da überhaupt geboren worden ist,
wenn überhaupt…… . Jedenfalls verdient aus meiner
Sicht dieses Treffen die hochtrabenden Kommentare,
die man da in der internationalen und auch in der
österreichischen Presse fand, absolut nicht.
Offensichtlich sind die Erwartungen an die
internationale Nah-Ost-Politik bereits derart
niedrig, dass bereits derartige Treffen ohne
jegliche konkrete Ergebnisse sensationellen
Neuigkeitswert haben. Dies ist zumindest die Sicht
jener „Optimisten", welche nach jahrzehntelangen
Rückschlägen noch immer nicht die Hoffnung auf eine
konstruktive Konsenslösung aufgegeben haben. >>>
Friedensgespräche
Sama Sabawi - 25.9.09
Lasst uns
reden und verhandeln
Lasst uns eine Konferenz haben, einen Gipfel,
eine Debatte
Einen multi-religösen Dialog, um den Hass zu
eliminieren
Man wird uns alle Männer des Friedens nennen
Und nach unserm Liebesfest
geben wir eine gemeinsame Pressenotiz heraus
wie sehr wir mit einander sprechen
Lasst uns nur reden.
Aber nicht
über ethnische Säuberung
Vergesst Deir Yassin
Sprecht nicht von Apartheid
Oder die Zerstörung von Jenin
Überseht die Mauer und die Checkpoints
Seht auch nicht das Leid in Gaza,
den Hunger, die Krankheiten,
den Ruinenschutt, die Feuer
die ausgerissenen Bäume
die Abwässerfluten und die Dunkelheit
die Drohnen und die Belagerung
schweigen wir über die 11 000 Gefangenen
und die vom Durst geplagten
denn Wasser
ist nur für die andern da -
und die Tausenden von Toten
und vor allem
erwähnt
nicht das Rückkehrrecht der Flüchtlinge
Wenn wir reden - lasst uns reden
Lasst unsere Wörter durch den Äther gehen
Ohne Sinn oder Bedeutung
Wir werden unsere eigenen Fakten schaffen
Freunde raten uns zu BDS - doch Psst!
Niemals hat das Reden über Frieden
Soviel Schaden und Ängste verursacht.
Doch reden wir weiter - lasst uns
verhandeln
Wir können eine Konferenz haben, einen Gipfel,
eine Debatte
Einen Phototermin
Einen interreligiösen Dialog und den Hass
auslöschen.
Wir werden Hände schütteln und lächeln
Und die sechs-Uhr-Nachrichten werden
Den Friedensprozess unterstützen
Zwischen Palästinensern und Israelis
Und wir werden reden – reden- reden
Sollte
man dies nicht Friedensgeplapper nennen??
(dt und ergänzt: Ellen Rohlfs)
What has
really changed in Israel since 1973?
- Gideon Levy - Haaretz - "If Israel rejects our
outstretched hand, I will enlist a million soldiers
and we will embark on war," Sadat vowed in an
interview with an Austrian newspaper. "They`re not
even capable of crossing the canal," Golda Meir said.
The rest is history. Even now, "quiet reigns on the
banks of the Suez." Now, on the eve of Yom Kippur,
in the Jewish year 5770 (2009-10), quiet reigns on
the Golan Heights, the northern border, the West
Bank, even in Gaza, relatively speaking. This is not
the time to make a move toward peace. Why should we?
Anyway, there is quiet.
28.9.2009
Der Würfel
ist gefallen - Kampagne gegen den Iran
- Knut Mellenthin - Sechs Tage vor dem geplanten
Treffen in Genf zwischen Vertretern des Iran und
der Sechsergruppe aus USA, Rußland, China und dem
EU-Trio steht das Scheitern dieser Begegnung bereits
fest. Die von den Regierungen der USA, Frankreichs
und Großbritanniens am Freitag losgetretene verlogene
Propagandakampagne gegen eine angebliche iranische
Geheimanlage hat das »Fenster der Gelegenheit« mit
einem lauten Knall zugeschmettert. >>>
Drum beat to
war with Iran?
- Israel's rulers
know very well that there is no real military option for
them in order to prevent Iran from getting nuclear weapons,
if this is really the Iranian goal. These leaders know also
that even if Iran does possess nuclear weapons, the threat
to Israel will not be much higher than the existing one.
Iran has already the capability with its conventional
rockets and t hose
of its proxy Hezbollah to hit Israeli strategic targets like
electrical plants, tanks containing poisonous substances
etc. and cause the death of at least hundreds of thousands
Israelis. Thus Iran already poses an existential threat to
Israel. Still the Iranian rulers behave more rationally than
their reckless rhetoric against Israel let presume. Besides,
even if Iran does possess nuclear weapons it would be very
difficult to attack Israel with them without killing many
Palestinians. Therefore instead of the belligerent rhetoric
it would make sense either to give Iran some incentives to
give up its nuclear plan or at least develop effective
mechanisms, not unlike those between the US and the former
USSR during the "Cold War" in order to prevent a fatal
accident. Meanwhile Israel's rulers try not to go too far in
formulating the Iranian threat as it might put the Israeli
citizens in panic and accordingly there are some comforting
declarations e.g. from the Israel war minister Ehud Barak:
"Right now, Iran does not have a bomb. Even if it did, this
would not make it a threat to Israel's existence. Israel can
lay waste to Iran…" >>>
Die iranische
»Neuigkeit« -
Roland Etzel - Die Aufregung ist groß. Iran baut bereits
seit Monaten an einer zweiten Atomfabrik und hätte dies der
internationalen Nuklearbehörde schon viel eher gemeldet
haben müssen. Die Forderung Obamas und anderer nach
schnellstmöglichem Zugang für Inspekteure ist deshalb
vollauf gerechtfertigt. Soweit der sachliche Teil der
Verlautbarungen zum Fall Iran. Der – größere – Rest hat sehr
viel mit Heuchelei zu tun. >>>
Sonderseite: Israels Atomwaffen >>>
Bilder: Israel D imona Atomforschungszentrum
What has
really changed in Israel since 1973?
- Gideon Levy - Haaretz - "If Israel rejects our
outstretched hand, I will enlist a million soldiers
and we will embark on war," Sadat vowed in an interview
with an Austrian newspaper. "They`re not even capable
of crossing the canal," Golda Meir said. The rest
is history. Even now, "quiet reigns on the banks
of the Suez." Now, on the eve of Yom Kippur, in
the Jewish year 5770 (2009-10), quiet reigns on
the Golan Heights, the northern border, the West
Bank, even in Gaza, relatively speaking. This is
not the time to make a move toward peace. Why should
we? Anyway, there is quiet.
27.9.2009
FÜR EIN OFFENES
EUROPA FÜR ALLE – GEGEN ANTIMUSLIMISCHEN
RASSISMUS -
Am 3. Oktober,
dem Tag der deutschen Einheit, laden Musliminnen
und Muslime seit Jahren bundesweit zum „Tag
der offenen Moschee“ ein. Dies ist der „Bürgerbewegung
Pax Europa“ ein Dorn im Auge, die deshalb
an diesem Tag zu einer antimuslimischen
Kundgebung aufgerufen hat.
Wir wenden uns hiermit gegen den Versuch
der „Bürgerbewegung Pax Europa“, Ängste
zu schüren und Vorurteile zu verstärken.
Ihre Anhängerinnen und Anhänger fantasieren
den Untergang des „christlich-jüdischen
Abendlandes“ durch eine „schleichende Islamisierung“
Europas herbei und stigmatisieren Musliminnen
und Muslime rassistisch. Ihr Konstrukt eines
exklusiv „christlich-jüdischen Abendlandes“
zielt mit kulturrassistischen Argumenten
darauf ab, Musliminnen und Muslime auszugrenzen
und ein Feindbild Islam aufzubauen. Wir
dagegen treten für ein offenes Europa und
ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller
Menschen ein – unabhängig von Kultur, Religion
oder Herkunft.
Rechtspopulistische Propaganda bildet einen
geistigen Nährboden für rassistische Ausgrenzung
bis hin zu gewalttätigen Übergriffen und
Morden. Das aktuelle Beispiel des Mordes
an der Ägypterin Marwa El-Sherbini in Dresden
verdeutlicht, wohin Hass gegen Musliminnen
und Muslime letztendlich führen kann.
Die Stadt Köln hat sich erfolgreich gegen
Veranstaltungen rassistischer Gruppierungen
wie „Pro Köln“ mit einem breiten Bündnis
aus Zivilgesellschaft und Politik zur Wehr
gesetzt. Diesem Beispiel wollen auch wir
in Berlin folgen und antimuslimisch-rassistische
und damit demokratiefeindliche Agitation
nicht zulassen.
Deswegen rufen wir alle Berlinerinnen
und Berliner zu einer Gegendemonstration
auf! Diese beginnt am 3. Oktober um 13 Uhr
am Hardenbergplatz (Bahnhof Zoologischer
Garten). Ständige Aktualisierung:
www.reachoutberlin.de
mehr
>>>
26.9.2009
Aus dem
Kriegstagebuch einer unmoralischen Armee
- Dieter
Neuhaus - Im Juni 2009 veröffentlichte die
israelische Veteranenorganisation „Breaking the
Silence“ („Das Schweigen brechen“) den 110
Seiten umfassenden Bericht „Operation Cast
Lead“. In ihm legen etwa 30 Soldaten anonym
Zeugnis ab über den brutalen Krieg, den Israels
Armee drei Wochen lang gegen den Gaza-Streifen
und seine 1,5 Millionen Bewohner geführt hatte.
Die Arbeit von „Breaking the Silence“ wird
gefördert durch die Regierungen Großbritanniens,
Spaniens, der Niederlande und die Europäische
Union. Einige ins Deutsche übersetzte Zitate aus
der Veröffentlichung (die teilweise gestrafft
wurden) sollen es dem SEMIT-Leser ermöglichen,
sich aus der Perspektive der israelischen
Soldaten ein Bild zu machen von den
unvorstellbaren Verwüstungen und Zerstörungen im
Gaza-Streifen, der völligen Missachtung
palästinensischen Lebens, dem Vandalismus und
der Aufhetzung der Soldaten durch Militärrabbis.
Die meisten Soldaten, die sich >>>
Mahmud
Ahmadinedschads UN-Rede,
Transkript auf Englisch ,
.pdf-Datei.
Deutsch
laut I.R.I.B.
Video
mit englischer Übersetzung, 35 Minuten - Gefunden
bei Thomas Immanuel Steinberg
25.9.2009
Sumaya Farhat-Naser - Jahresbrief 2009
- Liebe Freunde - Mit herzlichem Dank beginne ich
meinen Brief an meine Freunde, damit ich den Start
finde, nach langer Zeit. Ich könnte sagen: Es ist
der Berg Arbeit, den ich bewältigen muss, der das
Schreiben an Euch verdrängte. Aber nein, es ist
mehr das Leiden, die Not und die Verzweiflung, die
unser Leben beschatten und kaum Verschnaufpausen
zulassen. Die Politik setzt sich brutal durch, ohne
Achtung vor Menschlichkeit und Konventionen. Die
meisten Menschen fühlen sich an die Grenze der Ohnmacht
und Aussichtslosigkeit gedrückt. Sie brechen zusammen,
schweigen, haben Angst, andere werden aggressiv
oder wollen fliehen, sich verstecken, werden krank,
körperlich und in ihren Seelen. Psycho-soziale Begleitung
und Beratung individuell und in der Gruppe werden
im Rahmen unserer Friedenserziehungsprogramme angeboten
und ermöglicht. Unsere Botschaft ist, den Jugendlichen
und den Frauen den Weg zu zeigen, die Fähigkeiten
beizubringen, damit sie nicht zerbrechen. Unser
Erziehungsziel ist, das Bewusstsein zu bilden, dass
jeder Mensch Aufgaben in die Hand zu nehmen, sich
selbst zu helfen, selber entscheidet, ob er oder
sie sich ärgern will, wie lange der Wutanfall dauern
soll, wie lange ich die Provokationszeit und Intensität
auf mich wirken lasse oder ob ich mich sofort davor
schütze. Wir beschließen, Sorge zu tragen für sich
selbst, uns selbst zu erziehen und zu pflegen und
vor allem jeder und jede sich selbst zu schützen
von dem, was Verletzung, Trauer und Wut hervorruft.
Wir lernen Vertrauen auszustrahlen und Vertrauen
zu empfangen, vom Guten auszugehen und Zuversicht
zu behalten. Wir lernen unsere Gefühle und Sorgen
auszusprechen, unsere Wünsche zu bekunden, und wollen
aktiv sein, damit wir Ohnmacht und Depression auffangen
und unsere Probleme verwalten können. Auf uns kommt
es an, positive Änderungen herbeizubringen. Wir
lernen zu glauben. >>>
Texte von Sumaya Farhat-Naser
>>>
Sie nennen
es gern Krieg
- Miko
Peled - (…) In diesem chauvinistischen Staat,
der von meinen Vorfahren gegründet wurde, wird der
Terrorangriff auf den Gazastreifen Krieg genannt.
So ist es leichter für das Gewissen. Schließlich
ist das Bekämpfen eines Feindes, der Panzer und
Kriegsflugzeuge, eine Artillerie und raffinierte
Waffen besitzt, intelligente bomben und Raketen,
dazu Anti-Raketen und Anti-Panzerwaffen ist natürlich
viele heroischer als ein Massaker an unschuldigen
Kindern, Frauen und Männern, die sich nicht verteidigen
können und keine Möglichkeit haben zu fliehen und
zurück zu schlagen. Aber die Wirklichkeit ist natürlich
die, dass die israelische Armee, jene sadistische
Militärkraft, die sich seit 60 Jahren als
eine Kraft, mit der man rechnen muss, einen Namen
gemacht hat, in der Tat nichts anderes ist als
eine schändliche Armee von Feiglingen, die angeführt
wird von einer Junta brutaler und sadistischer Rassisten.
Statt des herablassenden Rufes, den
wir ständig vernehmen, nach einem „Palästinensischen
Gandhi“, hoffen wir, dass mit internationaler Unterstützung
ein palästinensischer Patrick Henry auftaucht. Der
Ruf „Gebt mir Freiheit oder den Tod“ weckt sogar
heute starke Emotionen mehr als 320 Jahre nachdem
Patrick die Rede hielt, die vielleicht mehr als
jede amerikanische Kolonie zur Unabhängigkeit von
der englischen Herrschaft aufrief. Es gab niemals
eine Besatzungsmacht - und wird es wahrscheinlich
auch nicht geben – die freiwillig ihre Herrschaft
aufgibt. Israel ist da nicht anders. Es ist nicht
nur nicht wahrscheinlich, dass Israel seine eiserne
Herrschaft über Palästina und sein Volk aufgibt,
es gibt sich größte Mühe Großisrael zu einer permanenten
und unveränderlichen Realität zu machen. >>>
Berlin-Kreuzberg, Alte Feuerwache,
Donnerstag, 26. November bis Sonntag, 29. November
2009. Highlights am Freitag, dem 27. November 2009
um 14.15 Uhr Norman Paech und Maya Cohen-Mosler
über Israelkritik und Antisemitismus heute ;
16.30 Uhr Perspektiven für Frieden im Nahost
mit Nabil Rachid, Natalie Adler und Stefan Ziefle ;
19.30 Uhr Hermann Dierkes und Sophia Deeg stellen
ihr neues Buch vor: "Bedingungslos an der Seite
Israels – nur bedingt auf der Seite des Internationalen
Rechts? Beiträge zu Israel/Palästina jenseits deutscher
Befindlichkeiten." Vorläufiger Zeitplan und
Anmeldung
hier .
Noch gibt es verbilligte Bahnfahrkarten nach Berlin
für Festbucher.
Gefunden bei Thomas Immanuel
Steinberg
24.9.2009
Das
Drama und die Farce
- Uri Avnery
- ES HAT keinen Sinn, zu vertuschen: in der ersten
Runde des Wettkampfes zwischen Barack Obama und Binyamin
Netanyahu ist Obama geschlagen worden. Obama forderte
ein Einfrieren der Siedlungstätigkeit, einschließlich
der in Ost-Jerusalem, als Vorbedingung für die Einberufung
eines Dreiergipfeltreffens, in dessen Folge beschleunigte
Friedensverhandlungen starten sollten, die zum Frieden
zwischen zwei Staaten führen sollten – Israel
und Palästina. In einem alten Sprichwort heißt es: eine
Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt
. Netanyahu hat Obama beim ersten Schritt ein Bein gestellt.
Der Präsident der Vereinigten Staaten ist gestolpert.
DAS DREIERTREFFEN fand tatsächlich statt. Aber anstelle
eines leuchtenden Erfolges der neuen amerikanischen
Regierung sind wir Zeugen einer demütigenden Demonstration
von Schwäche geworden. Nachdem Obama sich gezwungen
sah, seine Forderung nach dem Einfrierens des Siedlungsbaus
aufzugeben, wurde das Treffen leer und inhaltslos. >>>
Nullnummer
- Obama von Israelis blamiert
- Werner Pirker -
Das war wohl die erbärmlichste Darbietung, die sich
Barack Obama seit Beginn seiner Präsidentschaft geleistet
hat. Der Nahost-Dreiergipfel zwischen ihm, Israels Premier
Netanjahu und dem palästinensischen Präsidenten Abbas
erwies sich als totale Nullnummer. Nicht einmal eine
gemeinsame Erklärung wurde zuwege gebracht. Obama hatte
außer Phrasen nichts zu bieten. Netanjahu konnte sich
zu recht als der Sieger von New York fühlen. Und Abbas
behielt wenigstens in dem einen Punkt recht, daß dieses
Treffen gar nicht hätte stattfinden dürfen. >>>
Nahost-Friedensprozess-
1-0 für Netanjahu
- Dieses Dreiertreffen war nicht substanzieller als
andere in den vergangenen Jahren - von Gudrun Harrer
>>>
Der Goldstone-Bericht
und der nationale Chor
-
Yizhak Laor -
Falls
jemand geglaubt hat, unsere Politiker und Moderatoren
streiten mit ihrem schlechten Geschmack nur dann
über den Titel, wenn die Witwe eines Piloten über
ihren Pilotensohn trauert, der sollte sie auch
in dem Gerangel hören, wenn sie wie Solisten in
einer schlechten Oper singen, die man: „Goldstone -
der Widerling“ nennen könnte. Jenseits der einseitigen
Rezitationen, zeichnet sich die Oper durch die Vagheit
ihrer Argumente aus, in denen nur eines zu hören ist:
„Alles was man über uns sagt, ist Lüge, und überhaupt,
wir dürfen alles“. Jedenfalls kehrt ein Motiv bei allen
immer wieder, bei den Solosängern und im Chor: Israel
war gezwungen, die Aktion „Gegossenes Blei“ durchzuführen.
War es das wirklich? Wer kann sich noch erinnern, dass
man vor dem Krieg den Waffenstillstand verlängern konnte
und Israel es ablehnte? Wer kann sich noch erinnern,
dass die letzten zwei Monate vor dem Krieg relativ ruhig
waren, trotz der Belagerung von Gaza? Wer kann sich
daran erinnern, dass die Belagerung selbst eine eklatante
>>>
Leserbrief
für die Nürnberger Nachrichten zum Artikel
von B. Weinthal vom 17.9. - Ellen Rohlfs -
„ Langer
nannte israelisches Gefangenenlager ein KZ “
Als normaler
deutscher Bundesbürger, den die obszöne deutsche
Geschichte noch täglich nicht loslässt,
bin ich zu tiefst erschrocken über die Diffamierungskampagne
gegen eine integere, sich für die Menschenrechte
und für Menschlichkeit engagierte Frau wie die Juristin
Felicia Langer, die ich übrigens noch aus ihrer
Anwaltszeit in Jerusalem kenne und also weiß, wie
sie dort mit den zwei Rechtssystemen zu kämpfen
hatte, dem einen für jüdische Israelis und das andere
für Palästinenser. Und nun hat man keine Mühe
gescheut und bis 1982 im Internet graben müssen,
um etwas zu finden, was man Frau Langer ankreiden
kann.
Sie hat ein großes
Verbrechen begangen: sie hat israelische Gefangenenlager
mit Tausenden damals libanesischen, heute palästinensischen
Gefangenen, (von denen viele ohne Gerichtsurteil
und die meisten wegen lächerlicher Delikte dort
gefangen sind ) mit einem Konzentrationslager verglichen,
wobei vergleichen noch lange nicht gleich setzen
ist . Übrigens sind die KZs eine Erfindung der
Engländer im Burenkrieg .
Doch wenn jemand
das Recht hat, solche Vergleiche zu ziehen,
dann ist es die Familie Langer. Mosche Langer hat
fünf KZs durchlitten. Familie Langer weiß also,
was ein KZ ist.
Wenn Felicia
Langer aber etwas hasst, dann ist es die menschenverachtende
Politik der israelischen Regierungen z.B. gegenüber
den hinter Elektrozäunen eingesperrten 1,5 Millionen
Menschen im Gazastreifen, die dort in einer katastrophalen
Lage verzweifelt zu überleben versuchen, weil ihnen
alles zum Leben Nötige vorenthalten wird…
Sie ist trotzdem
keine „Israelhasserin“ -- aber auch kein „Volksschädling“
lt. A.Hamburger, der sich hier – sehr seltsam
und äußerst unverständlich - im Nazijargon
verirrt. Ich bin empört.
Mit Antisemitismus
hat Felicia Langers Einstellung auf jeden Fall –
trotz EU-Definition - nichts zu tun . Juden – egal
welcher Couleur - sollten dankbar sein, dass sie
jemanden – der das Jüdischsein moralisch und ethisch
so vorbildlich vertritt – unter sich haben.
Und die Zahl derer, die es ihr inner- und außerhalb
Israel nachtun, wächst erfreulicherweise.
Ellen Rohlfs,
Leer, Mitglied von Gush Shalom und Übersetzerin
von Uri Avnerys Artikeln
Arno Hamburger
und Benjamin Weinthal gegen Felicia Langer - Erhard
Arendt - >>>
Vorrtrag
am 6. Juni 2008: "Israel's plans for the 1967 occupied
West Bank and Gaza Strip"
23.9.2009
USA drängen
Nahost-Parteien zu neuen Friedensgesprächen - Ende
der Geduld: US-Präsident Obama hat Israel und Palästinenser
eindringlich zum Neustart beim Friedensprozess aufgerufen.
"Die Verhandlungen müssen beginnen", sagte Obama
nach einem Treffen mit Israels Regierungschef Netanjahu
und Palästinenserpräsident Abbas. New York - US-Präsident
Barack Obama hat sich persönlich um eine Wiederbelebung
des festgefahrenen Nahost-Friedensprozesses bemüht.
Beide Seiten müssten direkte Verhandlungen ermöglichen,
sagte er zum Auftakt eines Dreiergipfels mit dem
israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu
und dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas
am Dienstag in New York. Es sei "längst überfällig",
dass Israelis und Palästinenser ernsthaft an den
Verhandlungstisch zurückkehrten. "Der Erfolg hängt
auch davon ab, dass beide Seiten im Bewusstsein
der Dringlichkeit handeln", sagte er. "Meine Botschaft
an die beiden ist klar: Trotz aller Hindernisse
müssen wir einen Weg nach vorn finden", sagte Obama.
Das "alte Muster", nach dem es bei den Friedensbemühungen
immer einen Schritt nach vorn und zwei zurück gebe,
müsse durchbrochen werden. "Die Verhandlungen müssen
beginnen, und sie müssen schnell beginnen", mahnte
Obama. >>>
Video - „Ein
Schritt nach vorn und zwei zurück“ >>>
Gegen die Wand des
Bundespräsendialamtes
gerannt. - Henryk M. Broder enttarnt sich aufs neue
-
Zu:
Die Achse des
Guten: Hilfe für den Präsidenten
- Bleiben Sie cool, Herr Dr. Haller! - Tobias Schneider
- Herr Dr. Haller muss sichtlich genervt sein, über
die organisierte Hetzkampagne der Israellobby gegen
ehrbare Menschen wie die Menschrechtsanwältin Felicia
Langer oder den Schriftsteller Henning Mankell und
seine Antwort zeigt, Broder ist wie Hamburger vor
ihm, voll gegen die Wand gelaufen. Bei beiden handelt
es sich weder um „Antisemiten“ noch um „jüdische
Selbsthasser“ oder um sonst eine abartige Bezeichnung,
die den paranoiden Gehirnen der Israellobbyisten
entsprungen ist. Das hat sich mittlerweile auch
herumgesprochen, die Antisemitismuskeule wirkt nicht
mehr. Den Gipfel dieser Paranoia hat, wen wunderts,
der Größte Journalist aller Zeiten (GRÖJAZ), Henryk
M. Broder, abgeschossen und er veröffentlicht ihn
auch noch, demonstriert damit seinen Mißerfolg.
>>>
Aufruf zu einer Unterschriftenaktion gegen die
Teilnahme Israels als Apartheidsstaat an der
WM im nächsten Jahr.
Anlass dieses
Aufrufs ist das WM-Qualifikationsspiel "Schweiz-Israel"
am 14.10.09 in Basel. Organisiert wird diese
Aktion von PaSo Basel (Palästina-Solidarität
Basel / http://www.palaestina-info.ch) und GSP
Schweiz (Gesellschaft Schweiz-Palästina in Bern
/ http://www.palaestina.ch/d/start.php) mit
Unterstützung weiterer Palästina-Solidaritätsgruppen
in der ganzen Schweiz. Bitte unterstützen auch
Sie durch Ihre Unterschrift diese "schweizerische"
Initiative und verteilen Sie den Aufruf weiter.
«Während meiner Reise ins ‹Heilige Land› sah ich
Dinge, die mich tief erschüttert haben – weil sie
mich genau an das erinnerten, was uns Schwarzen
damals in Südafrika angetan wurde.» Erzbischof Desmond
Tutu,
The Guardian 29.4.2002
Rote
Karte gegen Israel
Israel
verstösst gegen den Antidiskriminierungsartikel
des Weltfussballverbands FIFA
Bern,
Basel, 22. September 2009 – Die selbsterklärte Mission
der FIFA, Fussball als „Hoffnungsträger für eine
gerechtere Welt“ einzusetzen, erfordert klare Signale
an den Apartheidstaat Israel. Die unterzeichnenden
Organisationen fordern die FIFA auf, Israel das
Off-Side zu pfeifen und für die WM die Rote Karte
zu zeigen.
Während der israelischen
Militäroperation im Gazastreifen zu Beginn dieses
Jahres kamen drei palästinensische Fussballer der
Nationalmannschaft ums Leben. Das Nationalteam kann
wegen der israelischen Abriegelung und Reisebeschränkungen
nicht gemeinsam mit allen Teamkollegen aus der Westbank
und dem Gazastreifen auf heimischem Boden trainieren
und nur selten an internationalen Spielen teilnehmen.
Immer wieder
werden palästinensische Sportlerinnen und Sportler
Opfer israelischer Diskriminierung und gewaltsamer
Übergriffe. Sie sind Teil der seit
Jahrzehnten dauernden
Weigerung Israels, den Palästinenserinnen und Palästinensern
ihre Rechte, ihre Freiheit, ihre Würde, ihre körperliche
und psychische Integrität zu garantieren. Diese
Politik ist als Apartheid zu qualifizieren und verstösst
nicht nur gegen das internationale Recht, sondern
auch
gegen das Diskriminierungsverbot der FIFA
und die Olympische Charta.
Der bis 1991
dauernde Ausschluss Südafrikas aus der Welt-Sportgemeinschaft
trug zum Ende der Rassentrennung bei. Es war die
Voraussetzung, dass nächstes Jahr die WM in ebendiesem
Land gefeiert werden kann. Anstand, Würde und sportliche
Fairness gegenüber den Veranstaltern und teilnehmenden
Teams gebieten heute, Israel denselben Sanktionen
zu unterwerfen. Zahlreiche Organisationen und Personen
des öffentlichen Lebens in Israel und weltweit
hoffen mit uns, dass der verstärkte Druck auf Israel
dazu führt, dass die Rechte der palästinensischen
Bevölkerung endlich respektiert werden. Das ist
die Voraussetzung für Frieden.
Wir fordern die
FIFA auf, ihren Statuten nachzuleben und die Gelegenheit
zu ergreifen, mit einer Suspendierung Israels ihre
erklärte Rolle als Vorkämpferin für eine gerechtere
Welt unter Beweis zu stellen. Eine solche Erklärung
wäre ein wichtiger Etappensieg für die Menschenrechte
-
sowohl für das palästinensische Volk als auch die
internationale Fussballgemeinschaft.
Nein zur Apartheid!
udi2@bluewin.ch
«Jegliche Diskriminierung eines Landes (...)
oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer
Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion
(...) ist unter Androhung der Suspension
und des Ausschlusses verboten» (Art. 3 und
13, Version August 09)
Weitere Informationen
zur Kampagne Boykott, Desinvestition und
Sanktionen (BDS), unter www. bds-info.ch
und www. bdsmovement.net
An Israeli pacifist
could be jailed for helping Palestinians protest
about their treatment. Sky's Middle East correspondent
Dominic Waghorn reports from the West Bank.
22.9.2009
Yes, he
can't
- André Marty berichtet - Was für ein
Wochenende. - Am Freitag ernüchterndes "der
andere ist schuld", ein Treffen ist "very
unlikely". Der US - Sondergesandte für den Nahen
Osten, George Mitchell, pendelt eifrig zwischen
Ramallah und Jerusalem hin und her, möchte die
Herren Abbas und Netanyahu im Namen seines Chefs
an einen Tisch bringen. Nein, nicht zu
Verhandlungen, bloss ein bisschen parlieren;
Atmosphäre schaffen, sozusagen. Doch die beiden
mögen nicht wirklich, eben "der andere ist
schuld", stellt Vorbedingungen für Gespräche. Am
Samstag abend dann aus Washington die
Mitteilung, doch, doch, die Herren werden sich
sehr wohl treffen. Zunächst bilateral, der Chef
und jeder der Herren einzeln, dann die drei
zusammen. Wie gesagt, keine Verhandlungen, bloss
ein bisschen parlieren. >>>
21.9.2009
Erst
Land – dann Frieden
- Turki
al-Faisal -
Die Vereinigten
Staaten und andere westliche Mächte bemühen sich
darum, Saudi Arabien dahin zu bringen, diplomatisch
sich Israel mehr zu nähern. Vor kurzem drängte der
Kronprinz von Bahrein zu größerer Kommunikation mit
Israel und zu gemeinsamen Schritten der arabischen
Staaten, um den Friedensprozess neu zu beleben.
Saudi Arabien ist das Geburtsland des Islam, der
Wächter der beiden heiligen Moscheen, die
Weltenergie-Supermacht und der de facto Führer der
arabischen und muslimischen Welt – deshalb wird die
Anerkennung unsererseits von Israel besonders hoch
geschätzt. Doch genau aus diesen Gründen legt das
Königreich selbst den Maßstab für Gerechtigkeit und
Rechte höher. Es muss sich deshalb weigern, sich mit
Israel zu engagieren, bis es nicht seine illegale
Besatzung der Westbank, des Gazastreifens und der
Golanhöhen, wie der Shabaa Farmen im Libanon beendet
hat. Schritte in Richtung diplomatischer
Normalisierung zu unternehmen, bevor dies Land nicht
seinen rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben wäre,
würde für die Saudis das Völkerrecht unterwandern
und die Augen vor der Unmoral ( der Besatzung)
zudrücken. >>>
Starker
Tobak - Avraham Burg,
ehemaliger Sprecher der
isaelischen Knesset,
will mit seinem Buch
"Hitler besiegen" seinen
Landsleuten ins Gewissen
reden
- Johannes Zang - Fast
auf jeder der 280 Seiten
steht ein Satz, den man
unterstreichen möchte
oder der einem schlicht
die Luft raubt. „Die
Shoah ist in unserem
Leben präsenter als
Gott”, beklagt der
gläubige Jude den
israelischen Umgang mit
dem Hitlerschen
Judenmord. Wiederholt
stellt er ätzende
Fragen, vor allem, was
den Umgang mit den
Palästinensern betrifft.
Beispiel: „Ist es ein
Wunder, dass niemand
mehr unser Freund sein
will, wenn wir
Enteignungen, ungerechte
Verfahren an
Militärgerichten,
Misshandlungen,
Straßensperren und
Nahrungsmittelblockaden
praktizieren, und, was
das Schlimmste ist,
arabische Menschenleben
verachten?” >>>
Avraham Burg, Hitler
besiegen. Warum Israel sich endlich vom
Holocaust lösen muss.
- Rezension
von Dr. Ludwig Watzal -
(pdf) Aus dem Englischen
von Ulrike Bischoff,
Campus, Frankfurt 2009 -
„Oft frage ich mich, ob
es ohne die Deutschen
und ihre Barbarei
überhaupt einen Staat
Israel geben würde“, so
eine der vielen
provokanten Fragen und
Thesen von Avraham Burg
in seinem aufrüttelnden
Buch „Hitler besiegen“
>>>
» Ein faszinierendes
Buch, das zum Nachdenken
anregt. Jeder, der sich
um Israels Zukunft
sorgt, sollte es lesen.«
John J. Mearsheimer,
Koautor von »Die
Israel-Lobby«
Hitler besiegen -
Autor: Avraham Burg -
Politik & Gesellschaft –
Campus Verlag >>>
20.9.2009
Billin - Zurück nach Warschau
1968
- Michael Sfard -
(
Letzte Woche wurde das Ende
der Militärdienstzeiten des IDF-Zentral-Komamndos
des Generalmajors Gadi Shamni und des
Judäa-Samaria-Kommandeurs Brigadegeneral Noam Tivon
angekündigt. Von ihrer Brust glänzten die
Auszeichnungen für das, was sie während ihrer
Dienstzeit getan haben: die Hamasinfrastruktur auf
der Westbank geschädigt, die Sicherheitskräfte der
Palästinensischen Behörde verstärkt, den
Lebensstandard in den palästinensischen Städten
verbessert und vor allem die Zahl der
aus der Westbank kommenden Terrorakte innerhalb
Israels reduziert. Aber da ist eine Auszeichnung,
die Shammi und Tivon nicht bekommen konnten, die sie
während ihrer Zeit als Beherrscher der Westbank
nicht verdienten: jenes ärgerliche Dorf, das
seit fünf Jahren jede Woche hartnäckig protestiert,
erinnert die Welt, dass Millionen Menschen noch
immer unter Besatzung leben: Bilin. Das kleine Dorf,
das früher kaum in Palästina bekannt war,
wurde zum Synonym für palästinensischen,
gewaltfreien zivilen Kampf und >>>
Palestinian from Bilin claims beaten by soldiers
- Ali Waked - Ynet News - During a scuffle between
internationals and masked soldiers, in the dark of
night, in front of the raided house, Bilin
non-violence leader Mohammad Khatib was dragged
inside, returning after 20 minutes bruised all over
- including video. // PS: Bil`in defies repression,
continues weekly struggle >>>
UM-Schmum, UM-Bumm - Der UN-Bericht zum
Gazakrieg
-
Uri Avnery
-
HAT IHRE
Bösartigkeit denn keine Grenzen, diese
niederträchtigen Antisemiten! Nun haben sie sich
entschlossen, die Juden mit einer weiteren
Blutschuld zu bezichtigen. Nicht wie
in der Vergangenheit mit der alten
Verunglimpfung, dass sie christliche Kinder
schlachten, um angeblich deren Blut für
das Backen der Pessachmatzen zu verwenden, wie
in der Vergangenheit, sondern in dem
Abschlachten von Frauen und Kindern im
Gazastreifen. Und wen stellten sie an die Spitze
der Untersuchungskommission, dem diese
schmähliche Aufgabe zu teil wurde? Weder einen
britischen Holocaustleugner noch einen deutschen
Neo-Nazi, nicht einmal einen iranischen
Fanatiker, sondern keinen geringeren als einen
jüdischen Richter, der den sehr jüdischen
Namen Goldstone (ursprünglich Goldstein)
trägt. Und nicht nur einen Juden mit einem sehr
jüdischen Namen, sondern einen Zionisten, dessen
Tochter Nicole eine begeisterte Zionistin ist,
die einst „Aliya machte“ – also nach Israel
einwanderte - und fließend Hebräisch spricht.
Und nicht nur einen jüdischen Zionisten, sondern
einen Südafrikaner, der gegen die Apartheid
opponierte und ins neue Verfassungsgericht
berufen wurde, als dieses Apartheidregime
entmachtet wurde. Alles, um die moralischste
Armee der Welt zu diffamieren, die gerade den
gerechtesten Krieg in der Weltgeschichte geführt
hat! >>>
Arn
Strohmeyer - Offener Brief an das Präsidium der
Jüdischen Gemeinde in Bremen
-
Elvira Noa,
Renata Bas, Dr. Grigori Pantelejew - Sehr
geehrte Damen und Herren, Sie haben in einem
offenem Brief Herrn Arno Hamburger dazu
beglückwünscht, dass er das ihm verliehene
Bundesverdienstkreuz aus Empörung über die
Verleihung dieses Ordens an Felicia Langer
zurückgegeben hat. Nun darf man durchaus seiner
Verwunderung darüber Ausdruck geben, dass er das
nicht schon viel früher getan hat. Denn die
Liste der Inhaber dieses Ordens weist eine ganze
Reihe von furchtbaren Altnazis auf, die im so
genannten Dritten Reich alle ihren Anteil an der
Verwirklichung von Hitlers Terror-Politik
hatten, nach dem Krieg erneut hohe Positionen
bekleideten und offenbar durch diesen Orden
wieder gesellschaftsfähig gemacht werden
sollten. Aber wenn Arno Hamburger diese
Gesellschaft nicht gemieden hat, dann ist das
seine Sache. Was Felicia Langer betrifft, so ist
sie ohne Zweifel eine streitbare Frau. Aber sie
erzählt und schreibt nicht irgendetwas, was sie
sich ausgedacht hat. Sie weiß, wovon sie
spricht. Denn sie hat im Gegensatz zu Ihnen
Jahrzehnte lang in Israel gelebt und als
Anwältin gearbeitet. Sie ist dort nicht im
zionistischen Mainstream mit geschwommen,
sondern hat die Schwächsten im jüdischen Staat
vor Gericht verteidigt – die Palästinenser. Sie
hat also sehr genauen Einblick in das System,
wie diese Menschen in Israel behandelt werden
und hat das öffentlich gemacht. Ist das der
Grund, warum man ihr von Ihrer Seite „Verrat“
vorwirft?
Der Brief der Jüdischen Gemeinde im Land Bremen
>>>
Nebbich: Langer nannte
israelisches Gefangenenlager ein „KZ“ -
Abraham Melzer - Es gibt
Zeitungen, die man nur zum Fische verpacken
nutzen sollte, und solche, die besser gar nicht
erscheinen sollten. Daneben gibt es
Journalisten, die haben die Hose permanent voll
und den Rücken krumm vor lauter Kotaus, die sie
machen müssen gegenüber einem 86jährigen
senilen, aber dennoch mächtigen Vorsitzenden
einer jüdischen Gemeinde. Es spricht nicht
gerade für die Vitalität und Zukunftsfähigkeit
des Judentums in Nürnberg, wenn sie ihr
Schicksal in die Hände von Gestrigen legt.
Zu dieser Sorte Presse gehört neben dem
Springerflagschiff „Die Welt“, in der Henryk M.
Broder es nicht versäumt hat in einer Rezension
des Buches seines Freundes Leon de Winter, einen
Seitenhieb auf den Bundespräsidenten Köhler
aufzunehmen: „Inzwischen allerdings hat der >>>
Sie
macht es, er macht es, alle machen es.
- Erhard Arendt -
Vergleiche mit dem 3. Reich werden um die
Dramatik eines Geschehens zu verdeutlichen, mehr
oder weniger berechtigt, von
allen Seiten benutzt .
Das hat sogar schon zu einer wissenschaftlichen
These (siehe
Godwins Gesetz
) geführt.
Davon ab suggeriert das Netzwerk recht geschickt
das der Vergleichen eine Gleichsetzungen
sei, (die natürlich falsch wäre). Vergleichen
kann man alles...
Die Scheinheiligkeit dieser Vorwürfe gegenüber
Felicia Langer belegt dabei besonders einer der
Hauptbeteiligten an dieser Jagd gegen Felicia
Langer
Honestly Concerned.
(siehe die Bildleiste rechts)
Wie
könnte man deutlicher die dramatischen
Verbrechen eines Staates, hier Israel
verdeutlichen, indem man sie mit den Verbrechen
des 3. Reiches vergleicht? Nicht im
Vergleich kann der Vorwurf liegen. Wie man
vergleicht, es unterlässt, ist die Frage die man
diesem Netzwerk, so auch Arno Hamburger stellen
muss.
Peinlicher
und entlarvend ist es, dass ein Arno Hamburger
selber mit einem Nazivergleich Felicia Langer
diffamiert.
>>>
Sankt
Holocaust. Zionist Benjamin Weinthal, mit dem
Irak-Kriegshetzer Arno Hamburger
an seiner
Seite und den
Nürnberger Nachrichten
im Schlepptau, blödelt sich weiter durchs Netz.
Er meint, Felicia Langers Vergleiche von
Nazi-Verbrechen mit zionistischen Verbrechen
seien Sünde. Er tut, als sei ihm entgangen,
worauf allein er selbst seine Ansicht stützen
kann, daß Nazi-Verbrechen sich von zionistischen
Verbrechen unterscheiden: auf den Vergleich
beider Regime. Er erklärt die NS-Vernichtung der
europäischen Juden für sakrosankt. Für
Heiligsprechungen ist jedoch nicht er, sondern
der Papst zuständig. Siehe auch
Konzentrationslager
und
Heiliger Adolf. Darf man
Bush mit Hitler vergleichen? -
Thomas Immanuel Steinberg
Die Jagd auf Felicia Langer >>>
Political
analysis of Israel's three-week assault on Gaza
earlier this year from author and
Israel-Palestine scholar Norman Finkelstein.
19.9.2009
Schandfleck in Den Haag
- Gideon Levy -
Auf jeder Kugel
ist ein Name und für jedes Verbrechen ist jemand
verantwortlich. Der Deckmantel, den sich Israel seit
der Operation „Geschmolzenes Blei“ umgelegt hat, ist
ein für alle Mal heruntergerissen worden, und es
muss sich nun allen schwierigen Fragen stellen. Die
Frage ist überflüssig geworden, ob im Gazastreifen
Kriegsverbrechen begangen wurden, weil maßgebliche
und klare Antworten schon gegeben worden sind. Also
muss die weiterführende Frage gestellt werden: wem
muss die Schuld gegeben werden? Wenn im Gazastreifen
Kriegsverbrechen begangen wurden, folgt daraus, dass
unter uns Kriegsverbrecher sind. Sie müssen zur
Verantwortung gezogen und bestraft werden. Das ist
die harte Schlussfolgerung, die aus dem UN-Bericht
gezogen werden muss. Fast ein Jahr lang hat Israel
versucht, zu behaupten, dass das Blut, das im
Gazastreifen vergossen wurde, nur Wasser war. Ein
Bericht folgte dem anderen mit entsetzlichen
identischen Ergebnissen: Belagerung, Weißer
Phosphor, Leid gegenüber unschuldigen Zivilisten,
zerstörte Infrastruktur – Kriegsverbrechen in jedem
einzelnen Bericht. Jetzt nach der Veröffentlichung
des bedeutendsten und vernichtendsten Berichtes,
zusammengestellt von der vom Richter Richard
Goldstone angeführten Kommission, sehen Israels
Versuche, den Bericht in Diskredit zu bringen,
grotesk aus, und das hohle Geschrei seiner Sprecher
klingt pathetisch. >>>
Eines, was
schlimmer wäre, als den Gazabericht zu dementieren
- Amira
Hass - Am Freitag rief ein IDF-Soldat dazu auf,
gegen eine Veröffentlichung einer anderen Geschichte
in Haaretz zu protestieren, die nach ihm nicht
nur das Image der Soldaten beschädigt habe , sondern
auch seinen Sabbat. Der Soldat sprach von dem
Bericht der Gazabewohnerin Zinat Samouni, wie
Soldaten ihren 46jährigen Mann und ihren 4jährigen
Sohn Ahmed getötet haben – nur zwei von den 29
Mitgliedern der selben Familie, die die Armee
zwischen dem 4. und 5. Januar getötet hat. Der
Soldat, der sagte, er habe an dem Kampf
teilgenommen, sagte auch, er glaube nicht,
dass die Behauptungen der Frau wahr seien, obwohl er
glaubt, dass Soldaten dumme Dinge an die Wände
geschmiert hätten, und das sei wirklich nicht
richtig.“ Dies ist eine übliche israelische
Aufklärung – in diesem Fall die Existenz der
Graffitis zuzugeben, aber ihre Seriosität
herunterzuspielen oder dies als täglichen
israelisch ausgelassenen Spaß anzusehen. Alles
andere kann abgestritten werden. Man kann immer
sagen, dass Fotos von getöteten Zivilisten gefälscht
seien. Die palästinensischen Berichte können als
Lügen, Intrigen von Hamas, Ausschmückung oder
bestenfalls als Fakten ohne Zusammenhang abgetan
werden, dass die Gazaer schließlich Angst vor der
Hamas hätten, wenn sie die Wahrheit sagen würden.
>>>
Mehr zum Thema UNO Bericht
> >>
Mehr zu Gaza
>>>>
Videotipps von Dr. Gabriele Weber
18.9.2009
United
Nations Fact Finding Mission
on the
Gaza Conflict
Full
text
(over 570
pages)
is available
here
>>>
Warum der Goldstone-Bericht für Israel
gefährlich ist - Weiterer Weg in den Uno-Gremien
entscheidend
- In Israel herrscht nach der Veröffentlichung
der Goldstone-Kommission Aufregung. Der Vorwurf
von Kriegsverbrechen wird zwar zurückgewiesen,
der Bericht aber sehr ernst genommen. Es drohen
Konsequenzen, die unangenehm werden könnten. ...
«Dieser Report wurde in Sünde geboren» wetterte
Mark Regev, der S precher
der israelischen Regierung am Mittwoch.(…)
Dass man
im Kampf um die öffentliche Meinung
international zunehmend auf verlorenem Posten
steht, scheint Israel schon länger nicht mehr zu erschüttern. Doch
dieser neue Bericht ist gefährlicher als diverse
Vorgänger. Da ist einmal die Person des Leiters
der Uno-Kommission. Richard Goldstone ist ein
hoch angesehener Jurist und eine Autorität auf
dem Gebiet von Menschenrechtsverletzungen und
Kriegsverbrechen. Seine Integrität und Kompetenz
anzuzweifeln, dürfte schwer fallen .
>>>
Bild
rechts: Ben Heine - Bild links unten
Latuff,
Israel
will UN-Bericht nicht akzeptieren - Politische
Offensive gegen Kriegsverbrechen-Vorwurf
- Inge Günther - Israel hat den am
Dienstag vorgelegten UN-Untersuchungsbericht zum
Gaza-Krieg, der Israel ebenso wie der in Gaza
regierenden Hamas Kriegsverbrechen vorwirft, als
Kampfansage aufgenommen. "Nicht weniger als eine
Kriegserklärung" sei der Report, erklärte
Vize-Außenminister Danny Ayalon. Jetzt wird in
Jerusalem für eine diplomatische Großoffensive
gegen die Vorwürfe mobilisiert: Israels
Regierung will verhindern, dass der UN-Bericht
am Ende beim Kriegsverbrechertribunal in Den
Haag landet. >>>
UN: Israel terrorised
Gazans in war
- Israel "punished and
terrorised" civilians in
Gaza in a
disproportionate attack
in its three-week
offensive on the
territory earlier this
year, a United Nations
report has found. Judge
Richard Goldstone, who
led the inquiry, said on
Wednesday that he found
evidence Israel targeted
civilians and used
excessive force in the
assault, which was
launched on December 27,
2008. >>>
The one thing worse than
denying the Gaza report
- Amira Hass - srael
struck a civilian
population that remains
under its control, it
didn't fulfill its
obligation to
distinguish between
civilians and militants
and used military force
disproportionate with
the tangible threat to
its own civilians. There
is only thing worse than
denial - the admission
that the IDF indeed
acted as has been
described, but that
these actions are both
normal and appropriate
>>>
Disgrace in The Hague
- Gideon Levy - Haaretz
- For almost a year,
Israel has been trying
to argue that the blood
spilled in Gaza was
merely water. One report
followed the other, with
horrifyingly identical
results: siege, white
phosphorous, har m
of innocent civilians,
infrastructure destroyed
- war crimes in each and
every report. Now, after
the publication of the
most important and
damning report of all,
compiled by the
commission led by Judge
Richard Goldstone,
Israel`s attempts to
discredit them look
ludicrous, and the empty
bluster of its
spokespersons sound
pathetic >>>
Mehr zum Thema
> >>
Mehr zu Gaza
>>>>
Gegner
der Friedensbewegung
- Eine
»Gruppe Stipendiaten gegen Krieg und
Imperialismus« der Rosa-Luxemburg-Stiftung
protestierte am Donnerstag gegen die Auftritte
von Kriegsbefürwortern bei der
RLS-Ferienakademie (siehe jW vom 14.9.): »Erst
die militärischen Niederlagen, des
Islam-Faschismus in Afghanistan 2002, und des
panarabischen Nationalchauvinismus im Irak 2003
haben das Selbstmörderkollektiv Palästina so
sehr ernüchtert, daß politische Bewegung
entstehen kann und eine road map zwar nicht zum
ewigen Frieden, aber möglicherweise zu halbwegs
erträglichen Zuständen im Nahen Osten führen
kann.« (Redaktion Bahamas, Berlin, 8. Juli 2003)
»Deshalb sind wir solidarisch mit Israel, was
auch eine Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen
aller Art einschließt. Die deutsche Linke wird
den Nahost-Konflikt nicht lösen. Deshalb geht es
uns nicht um konkrete Vorschläge für ein
Vorankommen des Friedensprozesses.«
(Grundsatzerklärung des BAK Shalom, Mai 2007)
Als Stipendiaten der RLS wenden wir uns gegen
die Einladung der Referenten Thomas von der
Osten-Sacken, Sebastian Voigt und Stephan Grigat
auf die Ferienakademie. Die Positionen der drei
Referenten sind hinlänglich bekannt durch ihre
Mitarbeit im BAK Shalom (Sebastian Voigt) und
Veröffentlichungen in der Zeitschrift Bahamas
(Thomas von der Osten-Sacken, Stephan Grigat).
Bahamas und BAK Shalom bekämpfen seit Jahren
große Teile der Linken und der Friedensbewegung.
>>>
Islamic
dress code - nein, danke!
- André Marty
berichtet - Sie sind 17 Jahre jung und wissen,
was sie nicht tragen wollen: Den Jilbab, einen
bodenlangen Mantel, darunter keine Jeans mehr,
wohl aber ein Kopftuch. Zu Beginn des
Schuljahres hat die Hamas – Bewegung die
Schülerinnen des Gaza – Strips “eingeladen”,
diesen islamischen Dress code zu befolgen.“Die
Lehrerin hat uns am ersten Schultag
aufgefordert, den Jilbab zu tragen,” erzählt die
17 Jahre junge Fatima. Einigen sei gedroht
worden, ohne Jilbab keine Schule. Fatima trägt
weder ein Kopf noch den Jilbab. Keck steht sie
vor dem Schulhaus, in einem langen Jeans - Rock
und Jeans - Jacke. “Es gibt keine schriftliche
Weisung des Erziehungsministeriums, also trage
ich den Jilbab nicht, und auch kein Kopftuch”,
sagt Fatima >>>
14.9.2009
How Low
Will Israel Stoop in Its Prop aganda
War? - The manual teaches how to justify the slaughter,
the ethnic cleansing, the land-grabbing .
- Stuart Littlewood - 'The Israel Project', a US
media advocacy group, has produced a revised training
manual to help the worldwide Zionist movement win
the propaganda war, keep their ill-gotten territorial
gains and persuade international audiences to accept
that their crimes are necessary and conform to 'shared
values' between Israel and the civilized West. The
manual teaches how to justify the slaughter, the
ethnic cleansing, the land-grabbing, the cruelty
and the blatant disregard for international law
and UN resolutions, and make it all smell sweeter
with a liberal squirt of the aerosol of persuasive
language. It is designed to hoodwink us ignorant
and gullible Americans and Europeans into believing
that we actually share values with the racist regime
in Israel and that its abominable behaviour is therefore
deserving of our support. >>>
The Israel Project's 2009
Global Language Dictionary
>>>
" Broders
Handbuch" des Umgangs mit Andersdenkenden?
>>>
Meinungsfreiheit,
Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt
>>>
Der us-amerikanische
Friede und die arabische Dummheit
- Abdel-Bari
Atwan - Die Assistenten von US-Präsident Barak Obama
sind eifrig damit beschäftigt, eine neue Friedensinitiative
für den arabisch-israelischen Konflikt auszuarbeiten.
Es ist zu erwarten, daß diese auf der Sitzung der
Generalversammlung der UNO im letzten Drittel des
Monats September vorgestellt wird. Senator Mitchell,
der eigentliche Architekt der Initiative zieht es
vor, im Geheimen und abseits der Medien zu arbeiten.
Was jedoch bis jetzt über diese Initiative bekannt
geworden ist, zeigt, daß sie sich in den meisten
Abschnitten mit einigen substanziellen Veränderungen
auf die arabische Friedensinitiative stützen wird.
Das Rückkehrrecht wird gestrichen und für das besetzte
Jerusalem eine zweideutige Formulierung gefunden,
die es zur Hauptstadt beider Staaten macht. Das
heißt, die gegenwärtige Lage der Stadt wird, von
geringfügigen kosmetischen Korrekturen abgesehen,
bestehen bleiben. Die kommende Phase wird von der
graduellen Umsetzung der Initiative gekennzeichnet
sein. >>>
"Hey Schweinsteiger, vergiss
nicht die Shoa!"
-
Quelle
Inamo
-
http://shraga-elam.blogspot.com/2009/09/bayern-muenchen-should-not-win-60.html
Ein weiteres Beispiel von
schlechtem israelischen
Geschmack und Missbrauch
des „Nazi Judeocide: FC
Bayern München spielte gestern
gegen das israelische Team
Maccabi Haifa in Israel.
Nach einem Bericht von ynet
in Hebräisch wurde Bastian
Schweinsteiger gestern morgen
von zwei „funny“ Radiomoderatoren,
Harel Slutzki und Ofer Dominguez
(Radio Kol Harega – Voice
of the Minute) geweckt.
Sie baten den deutschen
Spieler nicht zu hart gegen
den israelischen Club vorzugehen:
„Bitte bleiben Sie nett.
1:O ist genug. Erinnern
sie sich, was im 2. (Welt)
Krieg passierte. Was ihr
auch immer macht, nicht
6:0. “That’s a very bad
number here”. Schweinsteiger
blieb höflich und lachte
verlegen. Nachdem er aufgelegt
hatte, sagte einer der Moderatoren
auf Hebräisch: „Hey Schweinsteiger,
vergiss nicht die Shoa.”.
Die Originalsendung kann
man in Englisch hören:
http://audio.isg.si/audiox/?q=audio/play/40597
. Aus dem Hebräischen von
Shraga Elam, Zürich.
A Lost
Generation
- The Gaza strip is home to one of the youngest
populations in the world, with an average age of
17.2 years. Of these, almost 70% are psychologically
scarred by the effects of occupation, and with little
prospect of recovery. With repeated exposure to
traumas, any progress made can only be temporary.
Of the three gradations of Post Traumatic Stress
Disorder (PTSD) the WHO reported that around half
of all sufferers under 18 had the most severe condition.
Typical symptoms include depression, panic attacks
and most worryingly, a disposition towards violence.
We spoke with Dr. Eyad Al Sarrej, chairman of the
Gaza Community Mental Health Programme (GCMHP) to
explain the cause and effects; “With violence so
common in Gaza, the trauma is internalised and ignored.
When it manifests the targets are people around
them, their own community. Within the family there
are behavioural problems and after the war we see
a trend of decreased tolerance and more impulsive,
violent behaviour.” >>>
16 .9.2009
MEDIENSPIEGEL
DER DEUTSCHEN BOTSCHAFT IN TEL AVIV - (pdf)
Seite 6 -
Felicia
Langer - Schießt zurück -
Im Alter von 78 Jahren steht Felicia Langer,
eine der ersten, die für die Menschenrechte der
Palästinenser gekämpft hat, im Mittelpunkt eines
neuen Skandals. Die jüdische Gemeinde in Berlin
fordert aufgrund ihrer umstrittenen Standpunkte,
ihr die Auszeichnung abzuerkennen, die ihr vom
Bundespräsidenten verliehen wurde. Sie hat nicht
vor, nachzugeben. MAA (S. 4 b, Igal Avidan):
Gibt nicht nach - Wie viele andere Leute, die
die Politik Israels, vor allem die
Besatzungspolitik, kritisieren, wurde auch die
bekannte Menschenrechtsanwältin Felicia Langer
oft als „Israelfeindin“ oder „fünfte Kolonne“
bezeichnet. Aber in Deutschland, wohin sie als
Protest gegen das, was unter israelischer
Souveränität geschieht, ausgewandert ist,
behandelt und bezeichnet man sie ganz anders.
Diesen Monat erhielt sie sogar das
Bundesverdienstkreuz. Wie konnte eine so
umstrittene Persönlichkeit wie Sie eine derart
hohe Auszeichnung erhalten? >>>
Tourneebeginn von 'Fragments of Palestine -
Informationen zum
Auftritt in Bonn finden Sie
hier ,
Informationen zum Theaterworkshop
hier .
Den Tourneeplan finden Sie
hier .
Quelle: Institut für
Palästinakunde
Before the
Israeli blockade of the Gaza Strip, several
projects were under way to improve its
sanitation; now the UN says that the water
system in Gaza is on the verge of collapse.
15.9.2009
Das Freiheitstheater Jenin auf Tournee - 23 Aufführungen an 19 Orten in Deutschland und Österreich - Premierenaufführung von "Fragments of Palestine" des Freiheitstheaters in Jenin - Neun junge Studentinnen und Studenten der Theaterschule des "Freedom Theatre" aus dem palästinensischen Jenin gehen im September und Oktober 2009 auf Tournee durch Deutschland und Österreich. (Aufführungsorte und mehr) >>>
"Freedom Theatre" aus Israel - "Ich bin von hier" - Inge Günther - Die Bühne vibriert. Füße stampfen, rhythmisch wie Trommeln, Energie setzt sich frei. Sieben palästinensische Jungs und zwei Mädchen tanzen Dabke. Den traditionellen Tanz für freudige Anlässe wie Hochzeiten und dergleichen. Ihre Körper stecken in weißen Trikotanzügen, die - wie die Mauer in der Westbank - bemalt sind mit schwarzer arabischer Graffiti. Die dunkle Realität Palästinas färbt ebenfalls bald auf das Bühnengeschehen ab. Die Hochzeit löst sich auf, verwandelt sich in Szenen eines Albtraums aus Enteignung, Besatzung, Widerstand und Gewalt. Ein Märtyrer weigert sich, beerdigt zu werden. Eine Frau wird von den gesellschaftlichen Zwängen buch- stäblich gefesselt. Erzählt wird mit den Mitteln der Körpersprache. >> >
News from Within Podcast: The Freedom Theater - The Alternative Information Center - "Through the Freedom Theatre, the children of Jenin refugee camp have been able to live another reality than the violence they normally endure. The theatre`s aim, through art and culture, is to help the children face the trauma they’ve been living since during the 2002 Israeli incursions" >>>
Homepage - The Freedom Theatre >>>
The Freedoom Theatre - Das Freedom Theatre Jenin will mit Mitteln der Kunst soziale und politische Veränderung erreichen. >>>
Neue
Siedlung könnte Jerusalem vom Westjordanland
isolieren - "Das E1-Projekt wird ein Desaster
für uns sein"
- Sebastian
Engelbrecht - Straßen und Stromleitungen gibt es
bereits - im israelischen Siedlungsprojekt "E1",
östlich von Jerusalem, fehlen nur noch die
Häuser. Doch sobald diese stehen, wird das
palästinensische Westjordanland endgültig von
Ost-Jerusalem abgeschnitten sein, so die Gegner
des Projekts. (…) Mitten in die Wüste hinein hat
die israelische Regierung hier das
Polizeihauptquartier von Jerusalem bauen lassen.
Gesichert mit einem hohen Zaun thront der
mehrstöckige Bau auf dem Berg. Wo der Blick am
schönsten ist, haben vor ein paar Tagen der
israelische Minister für Infrastruktur, Uzi
Landau, und Wissenschaftsminister Daniel
Hershkowitz den Grundstein für eine neue
Siedlung gelegt. Unter grobem Beton begruben sie
eine Thorarolle im Felsen. Damit unterstrichen
sie ihren Willen, hier, im palästinensischen
Westjordanland, gegen den Willen der
US-Regierung zu bauen.>>>
Israel
blockiert Gelder an Behinderte in Gaza
- Durch Unfälle am israelischen Arbeitsplatz
sind Hunderte Palästinenser aus dem
Gaza-Streifen körperlich behindert. Obwohl sie
regelmäßig Beiträge an israelische Sozialkassen
geleistet haben, verweigert Israel ihnen die
Auszahlung, ein Bericht von Jonathan Cook.
Nazareth. Yunis al Masri aus Gaza hatte mehr
Glück als seine beiden Brüder. Vor 24 Jahren
pflügte ein Laster in das Auto der drei Brüder,
die sich auf dem Weg zu ihrer Arbeit in Israel
befanden. Jaber und Kamal waren sofort tot;
Yunis überlebte mit gebrochenen Knochen, inneren
Blutungen und einer Gehirnverletzung. Heute ist
er 49 Jahre alt. Er hat viele Operationen hinter
sich; er hat Schwierigkeiten beim Gehen und ist
vergesslich. Die Hoffnung, je wieder arbeiten zu
können, wurde 1985 unter einem Laster begraben.
Wie andere palästinensische Arbeiter, die in
Israel manuelle Tätigkeiten verrichteten, führte
auch Herr al Masri, als er noch arbeitete,
regelmäßig Beiträge von seinem Lohn an die
israelischen Sozialkassen ab. >>>
Israel:
Bringen nur die Hardliner Frieden?
- Michael
Kachel -
(Teil
II) - MENACHEM BEGIN - Die frühen Zionisten, die
nach Palästina kamen, um das Land Israel
aufzubauen, waren zumeist sozialistisch geprägt,
voll Tatendrang, selbstbewusst, anpackend und
wehrhaft. Ihr Leitbild war der Tatmensch des
Kibbuz. Man hatte sich bewusst distanziert vom
alten „Jischew“, war mental weit entfernt von
der verpönten Ghetto-Mentalität. Der
Vorzeige-Kibbuz Degania, das 1909 am See
Genezareth gegründet wurde, war jahrzehntelang
so etwas wie das Leitbild Israels. Man reiste
dorthin, um sich an den Pionieren des Landes ein
Beispiel zu nehmen. >>>
Zwei Lesermeinungen
- Lieber Herr Arendt, vielen Dank, ich
nehme Ihren Zuspruch durchaus als Ermunterung
und Ansporn, da ich Sie so einschätze, nicht zu
den notorischen Israelkritikern zu gehören im
Sinne von "Hauptsache gegen die Zionisten
gewettert". Wer sich unvoreingenommen mit dem
Land und seiner Geschichte auseinandersetzt,
lernt auch die vielen teils widersprüchlichen
Facetten kennen, und verliert das Gebot des
Mitmenschlichen, der Nachsicht nicht aus den
Augen. Aber was erzähle ich Ihnen .... Somit
nochmals vielen Dank und alles Gute, bis
demnächst, Ihr M. K.
Lieber Herr Arendt, vielen Dank dass Sie damals
die
Schulranzen Spendenaktion auf Ihre Seite
genommen haben, das hat uns wirklich viel
geholfen. Wir konnten einiges mehr als sonst
sammeln und es haben sich Menschen aus anderen
Ecken Deutschlands gemeldet auf den Eintrag in
Ihrer Webseite hin. Danke und herzliche Grüße N.
G.
Despite
promises of reconstruction, the people of Gaza
still live amongst the rubble of their homes. As
the cold of winter looms, they seek shelter in
the ruins.
14.9.2009
„Antikriegs“-Film : „Tanz mit Bashir“ ist nichts anderes als eine Scharade -
Gideon Levy -
Jeder hat für Ari Folman und all die kreativen Künstler im Film „Tanz mit Bashir” den Daumen gedrückt , damit er am Sonntag den Oskar erhält. Der erste israelische Oskar? Warum nicht? Doch muss auch bemerkt werden, dass der Film ärgerlich, beunruhigend, haarsträubend und trügerisch ist. Er verdient einen Oskar für seine Illustrationen und Animationen – aber ein Medaille der Schande für seine Botschaft. Es war nicht zufällig, dass er den Goldenen Globus gewann. Folman hat nicht einmal den Krieg im Gazastreifen erwähnt, der gerade wütete, als er den hohen Preis entgegennahm. Die Bilder, die an jenem Tag aus dem Gazastreifen kamen, ähnelten sehr den Bildern in Folmans Film. Aber er sagte kein Wort dazu. Bevor wir also Folmans Lob singen, das natürlich ein Lob für uns alle ist, tun wir gut daran, uns zu erinnern, dass dies kein Anti-Kriegsfilm ist, nicht einmal ein kritisches Werk über Israel als Militarist und Besatzer. Es ist ein Akt von Schwindel und Täuschung, der uns >>>
Siedler werden immer
aggressiver : südlich Hebron - Nur eines von vielen
Beispielen - Ehud Krinis und Erella
Dunayevsky, The Villages Group - Am Mittwoch, den
9.September 2009 zerstört die israelische Armee
einen Wohnwagen ( von Siedlern) auf dem „Flaghügel“
ein paar hundert Meter entfernt von der
Susya-Siedlung. Eine kurze Zeit später um etwa 11
Uhr tauchen Dutzende von Siedlern im Wohn- und
Lebensbereich der Familie Balal im
palästinensischen Weiler von Susya auf. Die Siedler
greifen die drei Familienmitglieder, die gerade
anwesend sind, gewalttätig an, den Vater Abu Nimer,
die Mutter Umm Nimer und ihre Tochter Alia. Sie
brechen auch in die Küche der Familie ein und
zerbrechen alles , was sie finden. Die Angreifer
schneiden auch das Kabel zur Solaranlage durch, die
die Familie mit Strom versorgt. Soldaten kommen bald
nach den Siedlern an den Ort, bleiben aber in der
Nähe stehen und tun nichts. Erst als die Mutter mit
einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf geschlagen
wird, greifen sie ein und verscheuchen die Siedler.
Dieselben Angreifer gehen weiter >>>
17.6.2009
Die Ansicht
der „Elder“-Gruppe über den Nahen Osten
-
Jimmy Carter -
Während der letzten 16 Monate besuchte ich den Nahen
Osten vier mal und traf mich mit Führern in Israel,
Ägypten, Libanon, Saudi Arabien, Jordanien, Syrien,
Westbank und im Gazastreifen. Ich war in Damaskus,
als Präsident Obama seine historische Rede in Kairo
hielt, die hohe Erwartungen unter den
optimistischeren Israelis und Palästinensern weckte,
die seine Beharrlichkeit auf einem totalen
Einfrieren des Siedlungsbaus als den Schlüssel für
jedes annehmbare Friedensabkommen oder jede
positive Antwort der arabischen Staaten gegenüber
Israel anerkennen. Ende des letzten Monats reiste
ich mit einer Gruppe „Älterer“ („Elder“) in die
Region: mit Erzbischof Desmond Tutu, dem früheren
Präsidenten Fernando Henrique Cardoso von Brasilien
und Mary Robinson von Irland, dem früheren
Ministerpräsidenten Gro Brundtland von Norwegen und
der Frauenaktivistin Ela Bhatt von Indien. Drei von
uns hatten schon früher den Gazastreifen besucht,
der nun ein eingezäuntes Ghetto ist mit 1,6
Millionen Palästinensern, von denen 1.1 Millionen
Flüchtlinge aus Israel und der >>>