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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 77
 


30.9.2009
 

 

Kommentar des Monats September 2009 - Evelyn Hecht-Galinski - Modest und die Koinzidenz -
(gleichzeitiges Auftreten z.B. mehrerer Krankheiten bei einer Person) - Der Porno-Verfasser und Spiegelredakteur H.M. Broder hat wieder zugeschlagen. Empörend ist allein schon die Tatsache, dass er einen unverschämten Brief an den Bundespräsidenten Horst Köhler schickte – alles immer noch wegen der Bundesverdienstkreuz-Verleihung an Felicia Langer, was eigentlich eine fristlose Kündigung vom Spiegel an Broder nach sich ziehen sollte. Mit Abscheu kann man sich nur abwenden, wenn man diesen Tonfall und die Anmaßung dieses Journalisten „mit der spitzen Feder“ vernimmt. Wenn Broder Felicia Langer „Alibijüdin der Antisemiten“ nennt und Arno Hamburger diese als „Volksschädling“ bezeichnet, dann sind das Begriffe, die schlimmer als jeder so genannte Nazivergleich, denn sie sind Stürmer- und Nazijargon. Wo bleibt da der Aufschrei? Im Gegenteil: Man sollte sich fragen, ob Männer wie Broder und Hamburger ihre Preise und Auszeichnu
ngen verdient haben. >>>               
Weitere Texte von Evelyn Hecht-Galinski  >>>

The "Best" of Henryk M. Broder - Sein "zweite Gesicht" Das "zweite" Gesicht des Henryk M. Broder - Meinungen über Henryk M. Broder  |  Honestly Concerned  und die Jagdaktion gegen Felicia Langer  | "Hurra wir denunzieren"

 
 

Israel fürchtet "juristische Belagerung" - Schock nach Beinahe-Verhaftung Verteidigungsminister Baraks in London - Die Entwicklung war in Israel irgendwie erwartet worden, aber die Nachricht, dass Verteidigungsminister und Ex-Premier Ehud Barak vielleicht in London verhaftet werde, löste am Dienstagnachmittag doch einen Schock aus. >>>

 
 
 
 

Das schwindende Licht der Demokratie - Die Staatsform des Liberalismus und die Genozide in Irak und Kaschmir - Arundhati Roy - Noch streiten wir, ob es ein Leben nach dem Tod gibt, doch sollten wir uns vielleicht einer weiteren Frage stellen: Gibt es ein Leben nach der Demokratie? Und wie wird dieses aussehen? Demokratie meint dabei nicht ein Ideal oder eine Hoffnung. Vielmehr geht es um das Arbeitsmodell: die westliche, liberale Demokratie, ihre Varianten und ihre Realität. Nun denn: Gibt es ein Leben nach der Demokratie? Ein beliebter Weg der Annäherung an dieses Thema ist der Vergleich unterschiedlicher Regierungssysteme, ein Versuch, der regelmäßig in eine eher holprige Vorwärtsverteidigung der Demokratie mündet. Man argumentiert, die Demokratie habe Schwächen, sie sei nicht perfekt, jedoch besser, als alle anderen Optionen, die sich bieten. Nur selten wird die Debatte geführt, ohne dass irgendwann jemand sagt: ‚Afghanistan, Pakistan, Saudi Arabien, Somalia... Ist es das, was wir wollen?’ >>>

 
 

 
 

Gazans unfairly trapped by Israel -  Hani Almadhoun - The Salt Lake Tribune Sep 29, 2009 But there is a fundamental truth that weighs on me: Once my release is secured, 1.5 million Palestinians will still be effectively imprisoned. President Obama ought to use every meeting with Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu, like the one earlier this week, to speak up for the rights of Palestinians and Palestinian Americans locked in Gaza. >>>

 

 

Death in the Samouni compound - Amira Hass - Ha`aretz - The Samouni family of Gaza has, to its great misfortune, become one of the best-known families in the world, one that is identified more than any other with the January 2009 onslaught on Gaza. Twenty-nine members of the family were killed on January 4 and 5, the first two days of the ground assault. Two of them, about which this reporter wrote two weeks ago - Atiyeh and his 4-year-old son Ahmed - were killed in their home; 21 were killed in a single building at the same time, and another six were killed separately, in different circumstances.

 

 

Settlers marketing East Jerusalem homes for 22 Jewish families - Nir Hasson - Haaretz - The Ateret Cohanim association is one of the most active right-wing nonprofits in East Jerusalem, allotting considerable funds and effort to populating the heart of the Muslim Quarter with Jews, as well as placing Jews in houses in other Arab neighborhoods and villages in the East Jerusalem area. The organization`s stated goal: to prevent the city`s partition.

 

 

Settlers chop down Nablus olive grove on eve of harvest - Ma’an - Dozens of chainsaw-wielding Israeli settlers cut down more than 150 olive trees between the villages of Huwwara and Burin. [This assault apparently took place around Yom Kippur/Day of Atonement.-ed]

 

 

 

A Quick Burial For Goldstone’s Report on Gaza - Nathan Guttman - Jerusalem Post/Forward - Israeli and American diplomats came to the United Nations not to praise the Goldstone Report, but to bury it. And unlike Marc Antony in his eulogy for Julius Caesar, they meant it.

 

 

Water is a potent weapon - David Shulman - We search for heavy boulders to fill the wide gap. The back-hoe rolls back and forth, compacting the earth, turning rock and dust into something akin to a road. The water tankers can now slowly creep down the hill and pass us on their way to Jinbah, where the water is so much needed and so difficult to get.

 

 

Israel's Palestinian Soldiers - Jonathan Cook - Demands from Israel's chief commander this month that all Israeli citizens should be required to perform national service has turned the spotlight on a rarely discussed group of soldiers: members of Israel's Palestinian minority. Though no official statistics are available, an estimated 3,000 of Israel's 1.3 million Palestinian citizens have broken one of their society's biggest taboos and are currently serving, often as combat troops on the front line of the conflict with their Palestinian kin, in the occupied territories. These Palestinians - nearly a fifth of Israel's population - are the descendants of Palestinians who managed to avoid being expelled when the Jewish state was established in 1948. Unlike Palestinians in the occupied territories, who are ineligible to serve in the armed forces, they have Israeli citizenship. >>>

 


29.9.2009
 

 
"Keine Gerechtigkeit für Opfer des Gaza-Kriegs" - Goldstone sieht darin eine Ursache für fortdauernde Gewalt im Nahen Osten >>>
 
 

Wieviele Foto-Shootings noch? - Kurzkommentar von Fritz Edlinger - Es gibt viele mehr oder minder literarische Vorbilder, die auf den Dienstag vergangener Woche in Washington stattgefundenen Dreier-Gipfel anwendbar sind. Der unermüdliche Nestor der israelischen Friedensbewegung Uri Avnery bemüht das legendäre Zitat von Karl Marx, wobei sich die Frage erhebt, ob dieses Treffen trotz seines würdigen äußeren Rahmens überhaupt das Etikett „historisch" verdient. Eine Farce war es allemal. Mir fiele ein weitaus profaneres Bild ein, nämliches jenes von den kreißenden Bergen und dem geborenen Mäuslein. Aber selbst bei diesem Bild wird sich erst herausstellen, was da überhaupt geboren worden ist, wenn überhaupt…… . Jedenfalls verdient aus meiner Sicht dieses Treffen die hochtrabenden Kommentare, die man da in der internationalen und auch in der österreichischen Presse fand, absolut nicht. Offensichtlich sind die Erwartungen an die internationale Nah-Ost-Politik bereits derart niedrig, dass bereits derartige Treffen ohne jegliche konkrete Ergebnisse sensationellen Neuigkeitswert haben. Dies ist zumindest die Sicht jener „Optimisten", welche nach jahrzehntelangen Rückschlägen noch immer nicht die Hoffnung auf eine konstruktive Konsenslösung aufgegeben haben. >>>

 
 

Lohnende Reise nach New York - Inge Günther - Jerusalem. In New York hatte Benjamin Netanjahu seine große Woche. Vermutlich die beste seit Beginn seiner zweiten Amtszeit als Premier, attestieren israelische Medien. "Krönender Abschluss" war seine pointierte, mit Polemiken gespickte Rede vor der UN-Vollversammlung am Donnerstag. Eine gezielte Attacke gegen den Iran, den "Sponsor und Praktiker des Terrors". Nicht allein im Westen dürften viele Netanjahu recht geben, wenn der "die Hochzeit zwischen religiösem Fundamentalismus und Massenvernichtungswaffen" als größte Bedrohung bezeichnet. Der Premier hat das verbunden mit einer moralischen Standpauke, adressiert an alle jene, die den jüdischen Staat seiner Ansicht nach im Stich ließen oder ungerechtfertigt kritisierten. Voran die Goldstone-Kommission, die Israel Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg vorwirft. >>>

 
 

Antraben, Looser - André Marty - Es war soweit. E.O. musste vor den Richtern antraben. Und er gab seine Prelude bereits am Tag vor der Prozesseröffnung den Kollegen der BBC: Er verhöhnte den Interviewer, als dieser ihn auf die Möglichkeit ansprach, im Gefängnis zu landen. Anderthalb Jahre nach seinem Rücktritt und unzähligen Rückkommens-, Vertagungs- und Befangenheitsanträgen, Fristverlängerungen, – halt dem üblichen Repertoirchen der RECHTS-anwälte – hatte er nun in einen Gerichtssaal zu laufen. Angeklagt des Betruges, der Fälschung von Unternehmens-Unterlagen und Steuerhinterziehung >>>

 

Friedensgespräche
Sama Sabawi - 25.9.09

 Lasst uns reden und verhandeln
Lasst uns eine Konferenz haben, einen Gipfel, eine Debatte
Einen multi-religösen Dialog, um den Hass zu eliminieren
Man wird uns alle Männer des Friedens nennen
Und nach unserm Liebesfest
geben wir eine gemeinsame Pressenotiz heraus
wie sehr  wir mit einander sprechen
Lasst uns nur reden.

 Aber nicht über ethnische Säuberung
Vergesst Deir Yassin
Sprecht nicht von Apartheid
Oder die Zerstörung von Jenin
Überseht die Mauer und die Checkpoints
Seht auch nicht das Leid in Gaza,
den Hunger, die Krankheiten,
den Ruinenschutt, die Feuer
die ausgerissenen Bäume
die Abwässerfluten und die Dunkelheit
die Drohnen und die Belagerung
schweigen wir über die 11 000 Gefangenen
und die vom Durst geplagten

denn Wasser ist nur für die andern da -
und die Tausenden von Toten
und vor allem
erwähnt nicht das Rückkehrrecht der Flüchtlinge

Wenn wir reden  - lasst uns reden
Lasst unsere Wörter durch den Äther gehen
Ohne Sinn oder  Bedeutung
Wir werden unsere eigenen Fakten schaffen
Freunde raten uns zu BDS  - doch Psst!
Niemals hat das Reden über Frieden
Soviel Schaden und Ängste verursacht.
Doch reden wir  weiter - lasst uns verhandeln

Wir können eine Konferenz haben, einen Gipfel, eine Debatte
Einen Phototermin
Einen interreligiösen Dialog und den Hass auslöschen.
Wir werden Hände schütteln und lächeln
Und die sechs-Uhr-Nachrichten werden
Den Friedensprozess unterstützen
Zwischen Palästinensern und Israelis
Und wir werden  reden – reden- reden

Sollte man dies nicht Friedensgeplapper nennen??

(dt und ergänzt: Ellen Rohlfs)

 

 
 

A World Without Law - By William A. Cook - Consider the consequences of the Israeli PR blitz that is now blanketing the world as its defiant answer to the United Nations’ authorized investigation into war crimes and crimes against humanity by the state of Israel, known as the Goldstone Report. Ironically, the existence of the United Nations as an internationally accepted body charged with protection of all world citizens through its Charter, the Universal Declaration of Human Rights, and the continued acceptance by its members of the Geneva Conventions, resulted in part from the actions of the Nazi state against the Jews. Now the Jewish state of Israel, in a manner analogous to their situation in occupied Europe, have been charged with crimes against a people who have no state and no defense except international law as incorporated by the UN through the International Court of Justice. Should the Israeli blitz effectively neutralize the actions of the 192 nations that constitute the UN by forcing the United States to veto any action that would result from the Goldstone Report, it will have removed the rule of law from the international arena. Israel will have made it clear that it is subject to no law but its own. >>>

 
 

What does Chavez think of Ahmadinejad's Holocaust denial? >>>

 

 

Gaza peace protester is imprisoned in own home - Jonathan Cook - Nine months after he helped to organise protests against Israel’s attack on Gaza, Samih Jabareen is a prisoner in his home in Jaffa, near Tel Aviv, an electronic bracelet around his ankle to alert the police should he step outside his front door. The 40-year-old actor and theatre director is one of dozens of Arab political activists in Israel who have faced long-term detention during and since Israel’s winter assault on Gaza in what human rights groups are calling political intimidation and repression of free speech by the Israeli police and courts. >>>

 

 

What has really changed in Israel since 1973? - Gideon Levy - Haaretz - "If Israel rejects our outstretched hand, I will enlist a million soldiers and we will embark on war," Sadat vowed in an interview with an Austrian newspaper. "They`re not even capable of crossing the canal," Golda Meir said. The rest is history. Even now, "quiet reigns on the banks of the Suez." Now, on the eve of Yom Kippur, in the Jewish year 5770 (2009-10), quiet reigns on the Golan Heights, the northern border, the West Bank, even in Gaza, relatively speaking. This is not the time to make a move toward peace. Why should we? Anyway, there is quiet.

 

 

Cohen defies critics with Israeli gig - Donald Macintyre - The Guardian - Leonard Cohen, Jewish like the vast majority of his audience in Israel, had billed the gig on Thursday night as "A Concert for Reconciliation, Tolerance and Peace". And this was not the usual vacuous platitude. For he had also agreed to donate its $1.5m to $2m proceeds to a new fund he is behind to promote coexistence projects.

 

 

Water reached Palestinians - activists broke through army cordon - Gush Shalom - This Saturday morning, September 26, the IDF declared the area of the Palestinian villages in the South Hebron Hills to be "a closed military zone" in order to prevent the entry of a Water Convoy organized by Israeli peace movements - but nevertheless, the activists managed to break through the military cordon and pass the convoy as planned.

 

 

Israel implements extortion and boycott - Amos Harel - Haaretz - Israel has warned the Palestinian Authority that it would condition permission for a second cellular telephone provider to operate in the West Bank - an economic issue of critical importance to the PA leadership - on the Palestinians withdrawing their war crimes suit against Israel at the International Court in The Hague.

 

 

Palestinians and Israelis Follow Thoreau, but Is Anyone Watching? - Neve Gordon - AntiWar - "The problem is that the world knows very little about these acts [of civil disobedience]. A simple Google search with the words `Palestinian violence` yields over 86,000 pages, while a search with the words `Palestinian civil disobedience` generates only 47 pages – this despite the fact that for several years now Palestinians have been carrying out daily acts of civil disobedience against the Israeli occupation"

 

 


28.9.2009
 

 

Der Würfel ist gefallen - Kampagne gegen den Iran - Knut Mellenthin - Sechs Tage vor dem geplanten Treffen in Genf zwischen Vertretern des Iran und der Sechsergruppe aus USA, Rußland, China und dem EU-Trio steht das Scheitern dieser Begegnung bereits fest. Die von den Regierungen der USA, Frankreichs und Großbritanniens am Freitag losgetretene verlogene Propagandakampagne gegen eine angebliche iranische Geheimanlage hat das »Fenster der Gelegenheit« mit einem lauten Knall zugeschmettert. >>>

Drum beat to war with Iran? - Israel's rulers know very well that there is no real military option for them in order to prevent Iran from getting nuclear weapons, if this is really the Iranian goal. These leaders know also that even if Iran does possess nuclear weapons, the threat to Israel will not be much higher than the existing one. Iran has already the capability with its conventional rockets and those of its proxy Hezbollah to hit Israeli strategic targets like electrical plants, tanks containing poisonous substances etc. and cause the death of at least hundreds of thousands Israelis. Thus Iran already poses an existential threat to Israel. Still the Iranian rulers behave more rationally than their reckless rhetoric against Israel let presume. Besides, even if Iran does possess nuclear weapons it would be very difficult to attack Israel with them without killing many Palestinians. Therefore instead of the belligerent rhetoric it would make sense either to give Iran some incentives to give up its nuclear plan or at least develop effective mechanisms, not unlike those between the US and the former USSR during the "Cold War" in order to prevent a fatal accident. Meanwhile Israel's rulers try not to go too far in formulating the Iranian threat as it might put the Israeli citizens in panic and accordingly there are some comforting declarations e.g. from the Israel war minister Ehud Barak: "Right now, Iran does not have a bomb. Even if it did, this would not make it a threat to Israel's existence. Israel can lay waste to Iran…" >>>

Die iranische »Neuigkeit« - Roland Etzel - Die Aufregung ist groß. Iran baut bereits seit Monaten an einer zweiten Atomfabrik und hätte dies der internationalen Nuklearbehörde schon viel eher gemeldet haben müssen. Die Forderung Obamas und anderer nach schnellstmöglichem Zugang für Inspekteure ist deshalb vollauf gerechtfertigt. Soweit der sachliche Teil der Verlautbarungen zum Fall Iran. Der – größere – Rest hat sehr viel mit Heuchelei zu tun. >>> 
Sonderseite: Israels Atomwaffen >>>    Bilder: Israel Dimona Atomforschungszentrum

 


27.9.2009
 

 

FÜR EIN OFFENES EUROPA FÜR ALLE – GEGEN ANTIMUSLIMISCHEN RASSISMUS - Am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, laden Musliminnen und Muslime seit Jahren bundesweit zum „Tag der offenen Moschee“ ein. Dies ist der „Bürgerbewegung Pax Europa“ ein Dorn im Auge, die deshalb an diesem Tag zu einer antimuslimischen Kundgebung aufgerufen hat.

Wir wenden uns hiermit gegen den Versuch der „Bürgerbewegung Pax Europa“, Ängste zu schüren und Vorurteile zu verstärken. Ihre Anhängerinnen und Anhänger fantasieren den Untergang des „christlich-jüdischen Abendlandes“ durch eine „schleichende Islamisierung“ Europas herbei und stigmatisieren Musliminnen und Muslime rassistisch. Ihr Konstrukt eines exklusiv „christlich-jüdischen Abendlandes“ zielt mit kulturrassistischen Argumenten darauf ab, Musliminnen und Muslime auszugrenzen und ein Feindbild Islam aufzubauen. Wir dagegen treten für ein offenes Europa und ein gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen ein – unabhängig von Kultur, Religion oder Herkunft.

Rechtspopulistische Propaganda bildet einen geistigen Nährboden für rassistische Ausgrenzung bis hin zu gewalttätigen Übergriffen und Morden. Das aktuelle Beispiel des Mordes an der Ägypterin Marwa El-Sherbini in Dresden verdeutlicht, wohin Hass gegen Musliminnen und Muslime letztendlich führen kann.

Die Stadt Köln hat sich erfolgreich gegen Veranstaltungen rassistischer Gruppierungen wie „Pro Köln“ mit einem breiten Bündnis aus Zivilgesellschaft und Politik zur Wehr gesetzt. Diesem Beispiel wollen auch wir in Berlin folgen und antimuslimisch-rassistische und damit demokratiefeindliche Agitation nicht zulassen.

Deswegen rufen wir alle Berlinerinnen und Berliner zu einer Gegendemonstration auf! Diese beginnt am 3. Oktober um 13 Uhr am Hardenbergplatz (Bahnhof Zoologischer Garten). Ständige Aktualisierung: www.reachoutberlin.de  mehr >>>

 
 

 
 

Breaking the Silence South of Hebron - Another little-known cruelty of the Occupation is the restriction of Palestinian movement. Hippie had no shortage of examples here: * Palestinians were stopped on the road and questioned at length; sometimes their licenses were confiscated to be “examined” and “returned later.” The newly unlicensed Palestinian is back on the road when he is stopped by another IDF soldier asking for a license. The Palestinian describes in detail the soldier who confiscated his license, but to no avail – he is fined, or… * …the IDF soldier reaches under the hood and takes the spark plug out of the car so that its Palestinian owner cannot start it. Later, when the Israeli army is feeling generous, the Palestinian is presented with a large bag filled with scores of electric fuses. “Here, you can have it back,” the soldier says. The Palestinian does not even know which one is for his car. >>>

 

 

Obama and the West’s Double Standards on Iran - Kim Petersen - A double whammy has hit Iran in recent days. First, much of the western world and western corporate media continued its rude behavior toward Iran through demonization of its president Mahmoud Ahmadinejad. Second, Iran made known a second uranium enrichment facility in a mountain near the Shiite holy city of Qom for which it has attracted much western criticism.1 - On 23 September, many western delegates walked out of the United Nations General Assembly chambers during Ahmadinejad’s speech. The United States accused Ahmadinejad of using “hateful, offensive and anti-Semitic rhetoric.” Canada boycotted the address because, according to Canadian prime minister Stephen Harper, Ahmadinejad had said “absolutely repugnant” things about Israel. Neither country quoted what was repugnant or anti-Semitic. >>>

Rede des iranischen Staatspräsidenten vor der 64. UNO-Vollversammlung in New York am 23.9.2009 - deutsche Übersetzung >>

 
 

DIE LINKE: Gregor Gysi zu Gaza-Krieg und Konjunkturprogramm

 
 

 


26.9.2009
 

 

Verbale Angriffe - Israels Premier beschimpft auf der UN-Vollversammlung erst Ahmadinedschad, dann die Vereinten Nationen - Karin Leukefeld - Mit einer Beschimpfung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad eröffnete der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag seine Rede vor der 64. UN-Vollversammlung in New York und beendete sie mit einer Beschimpfung der Vereinten Nationen. Der Auftritt Achmadinedschads vor der UN-Vollversammlung sei eine »Verhöhnung der Charta der Vereinten Nationen«, das »iranische Regime« habe »den Globus mit mörderischer Gewalt« überzogen, »Muslime und Christen, Juden und Hindus und viele andere abgeschlachtet« und wolle »die Menschheit ins Mittelalter« zurückführen. Der »Kampf gegen diesen Fanatismus« sei ein Kampf der »Zivilisation gegen Barbarei« und des »21. Jahrhunderts gegen das 9. Jahrhundert«. Als Beispiel für den Fortschritt des 21. Jahrhunderts pries der israelische Ministerpräsident sein eigenes Land >>>

VIDEO - Der "Fortschritt" den Netanjahu meint? - Ramadan 2009 -  Israel denies Palestinians entry to Jerusalem all year round.On Ramadan, the Muslims' month of fasting, Israel announced that "in honor of the holiday" it would allow elderly Palestinians to pray at the alAqsa mosque on Fridays. >>>>

Rede des iranischen Staatspräsidenten vor der 64. UNO-Vollversammlung in New York am 23.9.2009 in deutscher Übersetzung >>>

Gerhard Meerpohl in einem Brief an den Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier -   Btr.: Rede des iranischen Präsidenten vom 24. 09. 09  >>>

 
 
 
 

Wie würden sie reagieren - Siegfried Ullmann - Liebe Friedensfreunde, Menschenrechtsaktivisten und die es noch werden wollen oder sollten, die Nachrichten aus Palästina sind weiterhin bestürzend und deprimierend. Die Siedler werden immer aggressiver. Wenn israelische Sicherheitskräfte einen illegalen Außenposten (meist nur vorübergehend) räumen, fallen die Siedler als Vergeltung über benachbarte Palästinenserfamilien her. Sie nennen das "Preisschild", weil die Palästinenser den Preis für die Räumung des Außenpostens zahlen sollen. Und in der Regel schauen die israelischen Sicherheitskräfte dabei zu (siehe anliegender Bericht). Trotz der Intervention der amerikanischen Regierung geht die Besiedlung geraubten palästinensischen Landes ungehindert weiter. Es ist offensichtlich, daß die mächtige amerikanische Israel-Lobby wieder Erfolg hatte und die Weigerung des israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu, den Siedlungsbau einzustellen, massiv unterstützt hat. Die amerikanischen Professoren Mearsheimer und Walt haben in Ihrem Buch "Die Israel-Lobby - Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflußt wird" neutral und akribisch beschrieben, wie die amerikanischen Präsidenten, immer wieder vor der Israel-Lobby und den israelischen Ministerpräsidenten eingeknickt sind  >>>

 
 

Liebe Nahost-Interessierte, bitte setzen Sie sich/setzt euch für die Freilassung von Mohammed Othman ein. Mohammed arbeitet für "The Grassroots Palestinian Anti-Apartheid Wall Campaign", die Partnerorganisation des Deutschen Koordinationskreises Palästina Israel - für ein Ende der Besatzung und einen gerechten Frieden. Anbei ein Foto von Mohammed, das ich 2005 aufgenommen hatte. Danke für Unterstützung (Vorschläge s. unten im englischen Text) Wiltrud Rösch-Metzler

*Free Mohammad Othman,* *Palestine**’s first BDS Prisoner of Conscience!* - On Tuesday, September 22, Mohammad Othman (33 years old)—a Palestinian human rights activist and advocate of the non-violent civil society campaign of Boycott, Divestment and Sanctions (BDS)—was arrested by Israeli authorities at the Allenby Crossing, the border terminal between Jordan and the occupied Palestinian territory. He was returning from a trip to Norway—where he had been promoting BDS—when he was detained, arrested and then moved to a prison where he is being held for a military hearing scheduled for next Tuesday. While Mohammad is only one of the approximately >>>

 

 

Aus dem Kriegstagebuch einer unmoralischen Armee - Dieter Neuhaus - Im Juni 2009 veröffentlichte die israelische Veteranenorganisation „Breaking the Silence“ („Das Schweigen brechen“) den 110 Seiten umfassenden Bericht „Operation Cast Lead“. In ihm legen etwa 30 Soldaten anonym Zeugnis ab über den brutalen Krieg, den Israels Armee drei Wochen lang gegen den Gaza-Streifen und seine 1,5 Millionen Bewohner geführt hatte. Die Arbeit von „Breaking the Silence“ wird gefördert durch die Regierungen Großbritanniens, Spaniens, der Niederlande und die Europäische Union. Einige ins Deutsche übersetzte Zitate aus der Veröffentlichung (die teilweise gestrafft wurden) sollen es dem SEMIT-Leser ermöglichen, sich aus der Perspektive der israelischen Soldaten ein Bild zu machen von den unvorstellbaren Verwüstungen und Zerstörungen im Gaza-Streifen, der völligen Missachtung palästinensischen Lebens, dem Vandalismus und der Aufhetzung der Soldaten durch Militärrabbis. Die meisten Soldaten, die sich >>>

 

 

Israeli drive to prevent Jewish girls dating Arabs - Jonathan Cook - A local authority in Israel has announced that it is establishing a special team of youth counsellors and psychologists whose job it will be to identify young Jewish women who are dating Arab men and “rescue” them. The move by the municipality of Petah Tikva, a city close to Tel Aviv, is the latest in a series of separate – and little discussed – initiatives from official bodies, rabbis, private organisations and groups of Israeli residents to try to prevent interracial dating and marriage. In a related development, the Israeli media reported this month that residents of Pisgat Zeev, a large Jewish settlement in the midst of Palestinian neighbourhoods in East Jerusalem, had formed a vigilante-style patrol to stop Arab men from mixing with local Jewish girls. >>>

 

 

Mahmud Ahmadinedschads UN-Rede, Transkript auf Englisch, .pdf-Datei. Deutsch laut I.R.I.B. Video mit englischer Übersetzung, 35 Minuten - Gefunden bei Thomas Immanuel Steinberg

 


25.9.2009
 

 

Sumaya Farhat-Naser - Jahresbrief 2009 - Liebe Freunde - Mit herzlichem Dank beginne ich meinen Brief an meine Freunde, damit ich den Start finde, nach langer Zeit. Ich könnte sagen: Es ist der Berg Arbeit, den ich bewältigen muss, der das Schreiben an Euch verdrängte. Aber nein, es ist mehr das Leiden, die Not und die Verzweiflung, die unser Leben beschatten und kaum Verschnaufpausen zulassen. Die Politik setzt sich brutal durch, ohne  Achtung vor Menschlichkeit und Konventionen. Die meisten Menschen fühlen sich an die Grenze der Ohnmacht und Aussichtslosigkeit gedrückt. Sie brechen zusammen, schweigen, haben Angst, andere werden aggressiv oder wollen fliehen, sich verstecken, werden krank, körperlich und in ihren Seelen. Psycho-soziale Begleitung und Beratung individuell und in der Gruppe werden im Rahmen unserer Friedenserziehungsprogramme angeboten und ermöglicht. Unsere Botschaft ist, den Jugendlichen und den Frauen den Weg zu zeigen, die Fähigkeiten beizubringen, damit sie nicht zerbrechen. Unser Erziehungsziel ist, das Bewusstsein zu bilden, dass jeder Mensch Aufgaben in die Hand zu nehmen, sich selbst zu helfen, selber entscheidet, ob er oder sie sich ärgern will, wie lange der Wutanfall dauern soll, wie lange ich die Provokationszeit und Intensität auf mich wirken lasse oder ob ich mich sofort davor schütze. Wir beschließen, Sorge zu tragen für sich selbst, uns selbst zu erziehen und zu pflegen und vor allem jeder und jede sich selbst zu schützen von dem, was Verletzung, Trauer und Wut hervorruft. Wir lernen Vertrauen auszustrahlen und Vertrauen zu empfangen, vom Guten auszugehen und Zuversicht zu behalten. Wir lernen unsere Gefühle und Sorgen auszusprechen, unsere Wünsche zu bekunden, und wollen aktiv sein, damit wir Ohnmacht und Depression auffangen und unsere Probleme verwalten können. Auf uns kommt es an, positive Änderungen herbeizubringen. Wir lernen zu glauben. >>>         
Texte von Sumaya Farhat-Naser >>>

 

 

Sie nennen es gern Krieg -  Miko Peled -  (…) In diesem chauvinistischen Staat, der von meinen Vorfahren gegründet wurde, wird der Terrorangriff auf den Gazastreifen Krieg genannt. So ist es leichter für das Gewissen. Schließlich ist das Bekämpfen eines Feindes, der Panzer und Kriegsflugzeuge, eine Artillerie und raffinierte Waffen besitzt, intelligente bomben und Raketen, dazu Anti-Raketen und Anti-Panzerwaffen ist natürlich viele heroischer als ein Massaker an unschuldigen  Kindern, Frauen und Männern, die sich nicht verteidigen können und keine Möglichkeit haben zu fliehen und zurück zu schlagen. Aber die Wirklichkeit ist natürlich die, dass die israelische Armee, jene sadistische Militärkraft, die sich seit 60 Jahren  als  eine Kraft, mit der man rechnen muss, einen Namen gemacht hat, in der Tat nichts anderes ist als  eine schändliche Armee von Feiglingen, die angeführt wird von einer Junta brutaler und sadistischer Rassisten. Statt  des  herablassenden Rufes, den wir ständig vernehmen, nach einem „Palästinensischen Gandhi“, hoffen wir, dass mit internationaler Unterstützung ein palästinensischer Patrick Henry auftaucht. Der Ruf „Gebt mir Freiheit oder den Tod“ weckt sogar heute starke Emotionen mehr als 320 Jahre nachdem Patrick die Rede hielt, die vielleicht mehr als jede amerikanische Kolonie zur Unabhängigkeit von der englischen Herrschaft aufrief. Es gab niemals eine Besatzungsmacht - und wird es wahrscheinlich auch nicht geben – die freiwillig ihre Herrschaft aufgibt. Israel ist da nicht anders. Es ist nicht nur nicht wahrscheinlich, dass Israel seine eiserne Herrschaft über Palästina  und sein Volk aufgibt, es gibt sich größte Mühe Großisrael zu einer permanenten und unveränderlichen Realität zu machen. >>>

 

 

Berlin-Kreuzberg, Alte Feuerwache, Donnerstag, 26. November bis Sonntag, 29. November 2009. Highlights am Freitag, dem 27. November 2009 um 14.15 Uhr Norman Paech und Maya Cohen-Mosler über Israelkritik und Antisemitismus heute; 16.30 Uhr Perspektiven für Frieden im Nahost mit Nabil Rachid, Natalie Adler und Stefan Ziefle; 19.30 Uhr Hermann Dierkes und Sophia Deeg stellen ihr neues Buch vor: "Bedingungslos an der Seite Israels – nur bedingt auf der Seite des Internationalen Rechts? Beiträge zu Israel/Palästina jenseits deutscher Befindlichkeiten." Vorläufiger Zeitplan und Anmeldung hier. Noch gibt es verbilligte Bahnfahrkarten nach Berlin für Festbucher. Gefunden bei Thomas Immanuel Steinberg

 

 

 


24.9.2009
 

 

Das Drama und die Farce -  Uri Avnery - ES  HAT keinen Sinn, zu vertuschen: in der ersten Runde des Wettkampfes zwischen Barack Obama und Binyamin Netanyahu ist Obama geschlagen worden. Obama forderte ein Einfrieren der Siedlungstätigkeit, einschließlich  der in Ost-Jerusalem, als Vorbedingung für die Einberufung eines Dreiergipfeltreffens, in dessen Folge  beschleunigte Friedensverhandlungen starten sollten, die zum Frieden zwischen zwei Staaten führen sollten –  Israel und Palästina. In einem alten Sprichwort heißt es: eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt . Netanyahu hat Obama beim ersten Schritt ein Bein gestellt.  Der Präsident der Vereinigten Staaten ist  gestolpert. DAS DREIERTREFFEN fand tatsächlich statt. Aber anstelle eines leuchtenden Erfolges der neuen amerikanischen Regierung sind wir Zeugen einer demütigenden Demonstration von Schwäche geworden. Nachdem Obama sich gezwungen  sah, seine Forderung nach dem Einfrierens des Siedlungsbaus aufzugeben, wurde das Treffen leer und inhaltslos. >>>

Nullnummer - Obama von Israelis blamiert - Werner Pirker - Das war wohl die erbärmlichste Darbietung, die sich Barack Obama seit Beginn seiner Präsidentschaft geleistet hat. Der Nahost-Dreiergipfel zwischen ihm, Israels Premier Netanjahu und dem palästinensischen Präsidenten Abbas erwies sich als totale Nullnummer. Nicht einmal eine gemeinsame Erklärung wurde zuwege gebracht. Obama hatte außer Phrasen nichts zu bieten. Netanjahu konnte sich zu recht als der Sieger von New York fühlen. Und Abbas behielt wenigstens in dem einen Punkt recht, daß dieses Treffen gar nicht hätte stattfinden dürfen. >>>

Nahost-Friedensprozess- 1-0 für Netanjahu - Dieses Dreiertreffen war nicht substanzieller als andere in den vergangenen Jahren - von Gudrun Harrer >>>

 
 

Der Goldstone-Bericht und der nationale Chor - Yizhak Laor - Falls jemand geglaubt hat,  unsere Politiker und Moderatoren streiten  mit ihrem schlechten Geschmack nur dann über den Titel,  wenn die Witwe eines Piloten über ihren Pilotensohn trauert, der sollte sie  auch in dem Gerangel hören, wenn sie wie Solisten  in einer schlechten Oper singen, die man: „Goldstone - der Widerling“ nennen könnte. Jenseits der einseitigen Rezitationen, zeichnet sich die Oper durch die Vagheit ihrer Argumente aus, in denen nur eines zu hören ist: „Alles was man über uns sagt, ist Lüge, und überhaupt, wir dürfen alles“. Jedenfalls kehrt ein Motiv bei allen immer wieder, bei den Solosängern und im Chor: Israel war gezwungen, die Aktion „Gegossenes Blei“ durchzuführen. War es das wirklich? Wer kann sich noch erinnern, dass man vor dem Krieg den Waffenstillstand verlängern konnte und Israel es ablehnte? Wer kann sich noch erinnern, dass die letzten zwei Monate vor dem Krieg relativ ruhig waren, trotz der Belagerung von Gaza? Wer kann sich daran erinnern, dass die Belagerung selbst eine eklatante >>>

 

 

Leserbrief  für die Nürnberger Nachrichten  zum Artikel von B. Weinthal vom 17.9. - Ellen Rohlfs - Langer nannte israelisches Gefangenenlager ein KZ

Als normaler deutscher Bundesbürger, den die obszöne deutsche Geschichte noch täglich  nicht loslässt,  bin ich zu tiefst erschrocken über die Diffamierungskampagne gegen eine integere, sich für die Menschenrechte  und für Menschlichkeit engagierte Frau wie die Juristin Felicia Langer, die ich übrigens noch aus ihrer Anwaltszeit in Jerusalem kenne und also weiß, wie sie dort  mit den zwei Rechtssystemen zu kämpfen hatte, dem einen für jüdische Israelis und das andere für Palästinenser. Und nun hat man  keine Mühe gescheut und bis 1982 im Internet graben müssen, um etwas zu finden, was man Frau Langer ankreiden kann.

Sie hat ein großes Verbrechen begangen: sie hat israelische Gefangenenlager mit Tausenden damals libanesischen, heute palästinensischen Gefangenen, (von denen viele ohne Gerichtsurteil und die meisten wegen lächerlicher Delikte dort  gefangen sind ) mit einem Konzentrationslager verglichen, wobei vergleichen noch lange nicht gleich setzen ist. Übrigens sind die KZs eine Erfindung der Engländer im Burenkrieg .

Doch wenn jemand das Recht hat,  solche Vergleiche zu ziehen, dann ist es die Familie Langer. Mosche Langer hat  fünf KZs durchlitten. Familie Langer weiß also, was ein KZ ist.

Wenn Felicia Langer aber etwas hasst, dann ist es die menschenverachtende Politik der israelischen Regierungen z.B. gegenüber den hinter Elektrozäunen eingesperrten 1,5 Millionen Menschen im Gazastreifen, die dort in einer katastrophalen Lage verzweifelt zu überleben versuchen, weil ihnen alles zum Leben Nötige vorenthalten wird…

Sie ist trotzdem keine „Israelhasserin“  -- aber auch kein „Volksschädling“ lt. A.Hamburger, der sich hier –  sehr seltsam und äußerst unverständlich -  im Nazijargon verirrt. Ich bin empört.

 Mit Antisemitismus hat Felicia Langers Einstellung auf jeden Fall – trotz EU-Definition - nichts zu tun . Juden – egal welcher Couleur - sollten dankbar sein, dass sie  jemanden – der das Jüdischsein moralisch und ethisch so vorbildlich vertritt – unter sich haben.  Und die Zahl derer, die es ihr inner- und außerhalb  Israel  nachtun, wächst erfreulicherweise.

Ellen Rohlfs, Leer, Mitglied von Gush Shalom und Übersetzerin von Uri Avnerys Artikeln

Arno Hamburger und Benjamin Weinthal gegen Felicia Langer - Erhard Arendt - >>>

 

 

'Free Yourselves from the Shackles of Israeli Pressure', the Man Said - Stuart Littlewood - When the former mayor of London, Ken Livingstone, interviewed Hamas chief Khaled Meshaal last week he was immediately attacked by Britain's Foreign Office Minister, Ivan Lewis. Lewis said: 'It is particularly regrettable that he [Livingstone] learned the wrong lessons from history by handing a propaganda coup to the leader of a terrorist organisation. Hamas has not only breached international law by firing rockets at civilian populations in Israel but continues to violate the human rights of Palestinians in Gaza'. Perhaps they aren’t paying attention at the Foreign Office. The only people breaching international law in the Holy Land and violating the rights of Palestinians are the lawless Israelis. >>>

 

 

Vortrag am 19. September 2009 auf der Stop the War Student Conference in London:

 
 

Vorrtrag am 6. Juni 2008: "Israel's plans for the 1967 occupied West Bank and Gaza Strip"

 


23.9.2009
 

 

USA drängen Nahost-Parteien zu neuen Friedensgesprächen - Ende der Geduld: US-Präsident Obama hat Israel und Palästinenser eindringlich zum Neustart beim Friedensprozess aufgerufen. "Die Verhandlungen müssen beginnen", sagte Obama nach einem Treffen mit Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas. New York - US-Präsident Barack Obama hat sich persönlich um eine Wiederbelebung des festgefahrenen Nahost-Friedensprozesses bemüht. Beide Seiten müssten direkte Verhandlungen ermöglichen, sagte er zum Auftakt eines Dreiergipfels mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas am Dienstag in New York. Es sei "längst überfällig", dass Israelis und Palästinenser ernsthaft an den Verhandlungstisch zurückkehrten. "Der Erfolg hängt auch davon ab, dass beide Seiten im Bewusstsein der Dringlichkeit handeln", sagte er. "Meine Botschaft an die beiden ist klar: Trotz aller Hindernisse müssen wir einen Weg nach vorn finden", sagte Obama. Das "alte Muster", nach dem es bei den Friedensbemühungen immer einen Schritt nach vorn und zwei zurück gebe, müsse durchbrochen werden. "Die Verhandlungen müssen beginnen, und sie müssen schnell beginnen", mahnte Obama. >>>

Video - „Ein Schritt nach vorn und zwei zurück“ >>>

 
 
Einmal eine Meldung aus Deutschland: Atom-Lobby plante Wahlkampf minutiös >>>
 
 
 
 

Gegen die Wand des Bundespräsendialamtes gerannt. - Henryk M. Broder enttarnt sich aufs neue - Zu: Die Achse des Guten: Hilfe für den Präsidenten - Bleiben Sie cool, Herr Dr. Haller! - Tobias Schneider - Herr Dr. Haller muss sichtlich genervt sein, über die organisierte Hetzkampagne der Israellobby gegen ehrbare Menschen wie die Menschrechtsanwältin Felicia Langer oder den Schriftsteller Henning Mankell und seine Antwort zeigt, Broder ist wie Hamburger vor ihm, voll gegen die Wand gelaufen. Bei beiden handelt es sich weder um „Antisemiten“ noch um „jüdische Selbsthasser“ oder um sonst eine abartige Bezeichnung, die den paranoiden Gehirnen der Israellobbyisten entsprungen ist. Das hat sich mittlerweile auch herumgesprochen, die Antisemitismuskeule wirkt nicht mehr. Den Gipfel dieser Paranoia hat, wen wunderts, der Größte Journalist aller Zeiten (GRÖJAZ), Henryk M. Broder, abgeschossen und er veröffentlicht ihn auch noch, demonstriert damit seinen Mißerfolg. >>>

 

 

Aufruf zu einer Unterschriftenaktion gegen die Teilnahme Israels als Apartheidsstaat an der WM im nächsten Jahr.

Anlass dieses Aufrufs ist das WM-Qualifikationsspiel "Schweiz-Israel" am 14.10.09 in Basel. Organisiert wird diese Aktion von PaSo Basel (Palästina-Solidarität Basel / http://www.palaestina-info.ch) und GSP Schweiz (Gesellschaft Schweiz-Palästina in Bern / http://www.palaestina.ch/d/start.php) mit Unterstützung weiterer Palästina-Solidaritätsgruppen in der ganzen Schweiz. Bitte unterstützen auch Sie durch Ihre Unterschrift diese "schweizerische" Initiative und verteilen Sie den Aufruf weiter.

«Während meiner Reise ins ‹Heilige Land› sah ich Dinge, die mich tief erschüttert haben – weil sie mich genau an das erinnerten, was uns Schwarzen damals in Südafrika angetan wurde.» Erzbischof Desmond Tutu, The Guardian 29.4.2002

 Rote Karte gegen Israel
Israel verstösst gegen den Antidiskriminierungsartikel des Weltfussballverbands FIFA

 Bern, Basel, 22. September 2009 – Die selbsterklärte Mission der FIFA, Fussball als „Hoffnungsträger für eine gerechtere Welt“ einzusetzen, erfordert klare Signale an den Apartheidstaat Israel. Die unterzeichnenden Organisationen fordern die FIFA auf, Israel das Off-Side zu pfeifen und für die WM die Rote Karte zu zeigen.

Während der israelischen Militäroperation im Gazastreifen zu Beginn dieses Jahres kamen drei palästinensische Fussballer der Nationalmannschaft ums Leben. Das Nationalteam kann wegen der israelischen Abriegelung und Reisebeschränkungen nicht gemeinsam mit allen Teamkollegen aus der Westbank und dem Gazastreifen auf heimischem Boden trainieren und nur selten an internationalen Spielen teilnehmen.

Immer wieder werden palästinensische Sportlerinnen und Sportler Opfer israelischer Diskriminierung und gewaltsamer Übergriffe. Sie sind Teil der seit Jahrzehnten dauernden Weigerung Israels, den Palästinenserinnen und Palästinensern ihre Rechte, ihre Freiheit, ihre Würde, ihre körperliche und psychische Integrität zu garantieren. Diese Politik ist als Apartheid zu qualifizieren und verstösst nicht nur gegen das internationale Recht, sondern auch gegen das Diskriminierungsverbot der FIFA[1] und die Olympische Charta.

Der bis 1991 dauernde Ausschluss Südafrikas aus der Welt-Sportgemeinschaft trug zum Ende der Rassentrennung bei. Es war die Voraussetzung, dass nächstes Jahr die WM in ebendiesem Land gefeiert werden kann. Anstand, Würde und sportliche Fairness gegenüber den Veranstaltern und teilnehmenden Teams gebieten heute, Israel denselben Sanktionen zu unterwerfen. Zahlreiche Organisationen und Personen des öffentlichen Lebens in Israel und weltweit[2] hoffen mit uns, dass der verstärkte Druck auf Israel dazu führt, dass die Rechte der palästinensischen Bevölkerung endlich respektiert werden. Das ist die Voraussetzung für Frieden.

Wir fordern die FIFA auf, ihren Statuten nachzuleben und die Gelegenheit zu ergreifen, mit einer Suspendierung Israels ihre erklärte Rolle als Vorkämpferin für eine gerechtere Welt unter Beweis zu stellen. Eine solche Erklärung wäre ein wichtiger Etappensieg für die Menschenrechte - sowohl für das palästinensische Volk als auch die internationale Fussballgemeinschaft. Nein zur Apartheid!

udi2@bluewin.ch

[1] «Jegliche Diskriminierung eines Landes (...) oder von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion (...) ist unter Androhung der Suspension und des Ausschlusses verboten» (Art. 3 und 13, Version August 09)
[2] Weitere Informationen zur Kampagne Boykott, Desinvestition und Sanktionen (BDS), unter www.bds-info.ch und www.bdsmovement.net

 

 

Obama begins Israel-Palestine talks - Barack Obama, the US president, has launched three-way Middile East talks, and urged Israeli and Palestinian leaders to make concrete and urgent steps to ensure peace. In separate and joint meetings with Binyamin Netanyahu, the Israeli prime minister, and Mahmoud Abbas, the Palestinian prime minister, in New York on Tuesday, Obama said that negotiations on the final status of the two nations must begin soon. "We have to find a way forward ... success depends on all sides acting with a sense of urgency... It is absolutely critical that we get this issue resolved," he said. "Permanent status negotiations must begin and begin soon ... [and] we need to translate discussions into actions. "I've asked the prime minister and president to continue these discussions by sending their representatives to Washington." Netanyahu told reporters in Washington that the leaders had agreed that peace talks should resume. >>>

 
 
 
 

An Israeli pacifist could be jailed for helping Palestinians protest about their treatment. Sky's Middle East correspondent Dominic Waghorn reports from the West Bank.

 


22.9.2009
 

 

Bericht über Kriegsverbrechen - "Israel hat versucht, die Bevölkerung in Gaza zu bestrafen" - Israelischer Luftangriff auf den Norden des Gaza-Streifens während der Operation "Gegossenes Blei" am 4. Januar 2009: "Eindeutig humanitäres Völkerrecht verletzt"  - Ein Uno-Bericht wirft Israel Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen vor. Premier Netanjahu beschimpft die Kommission deswegen als "Känguru-Gericht". Im Gespräch mit dem SPIEGEL weist ihr Leiter Richard Goldstone die Attacken zurück und fordert Aufklärung von der Regierung in Jerusalem. SPIEGEL: Mit ihrem vorige Woche vorgestellten Bericht belasten Sie Israel schwer. Was werfen Sie der Regierung vor? Richard Goldstone: Dass sie versucht hat, die Bevölkerung in Gaza zu bestrafen. Dazu gehört die Zerstörung vieler ziviler Objekte, der Wasser- und der Nahrungsmittelversorgung. Damit wurde eindeutig humanitäres Völkerrecht verletzt. SPIEGEL: Für den Fall, dass Israel und die Hamas keine unabhängige Untersuchung einleiten, empfehlen Sie dem Uno-Sicherheitsrat, den Internationalen Strafgerichtshof mit Ermittlungen zu beauftragen. Das aber geht nur mit Zustimmung der Amerikaner. Goldstone: Richtig, wie es nun weitergeht, hängt vom politischen Willen der westlichen Mächte ab, vor allem der USA. >>>

Mehr zum Thema UNO Bericht >>>                    Mehr zu Gaza >>>>

 

 

Warnungen an Israel - Brzezinski-Äußerungen zu eventuellem Angriff auf Irak schlagen hohe Wellen - Rainer Rupp - Die gesamte israelische Presse widmete sich am Montag vor allem eines Themas: Der Erklärung von Zbigniew Brzezinskis, daß die US-Streitkräfte die israelische Luftwaffe notfalls gewaltsam daran hindern sollten, Iran zu bombardieren. In einem Interview mit der US-Nachrichtenwebseite Daily Beast am Sonntag war dem ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater von Präsident James Carter die Frage gestellt worden, wie »nachdrücklich« Präsident Barack Obama den Israelis deutlich machen müßte, »daß ein Militärschlag (gegen Iran) im denkbar schlechtesten Interesse Amerikas ist«. Die Vereinigten Staaten seien nicht gerade »kraftlose, kleine Babies«, gab die graue Eminenz unter den US-Strategen zur Antwort. Da Israel für einen Angriff gegen Iran irakisches Territorium überfliegen müßte, komme es darauf an, ob die US-Soldaten dort »einfach nur dasitzen und zuschauen«. >>>

 

 

Yes, he can't - André Marty berichtet - Was für ein Wochenende. - Am Freitag ernüchterndes "der andere ist schuld", ein Treffen ist "very unlikely". Der US - Sondergesandte für den Nahen Osten, George Mitchell, pendelt eifrig zwischen Ramallah und Jerusalem hin und her, möchte die Herren Abbas und Netanyahu im Namen seines Chefs an einen Tisch bringen. Nein, nicht zu Verhandlungen, bloss ein bisschen parlieren; Atmosphäre schaffen, sozusagen. Doch die beiden mögen nicht wirklich, eben "der andere ist schuld", stellt Vorbedingungen für Gespräche. Am Samstag abend dann aus Washington die Mitteilung, doch, doch, die Herren werden sich sehr wohl treffen. Zunächst bilateral, der Chef und jeder der Herren einzeln, dann die drei zusammen. Wie gesagt, keine Verhandlungen, bloss ein bisschen parlieren. >>>

 
 

 
 

 

 

Videotipps von Dr. Gabriele Weber

Youtube-Video über den restriktiven Zugang zur Al Aqsa-Moschee:

http://www.youtube.com/watch?v=Tkh06_z32VA

 Youtube-Video: "Daily Humiliation at Bethlehem Checkpoint
 
http://www.youtube.com/watch?v=WjNWy-NbIvw&feature=player_embedded#t=31

Dokumentation über die erniedrigende Checkpoint-Unmenschlichkeit (gedreht zwischen 2001 u. 2003) in zwei Teilen
http://www.youtube.com/watch?v=Dths9qcL9IA&feature=related, Teil 1
http://www.youtube.com/watch?v=haq7yHSMLrE&feature=related,Teil 2

Nuclear Double Standard, Youtube-Videos
http://www.youtube.com/watch?v=mFQScYNiHMk, Teil 1
http://www.youtube.com/watch?v=WUnaQ5s7hbg&feature=channel, Teil 2

 

 

 


21.9.2009
 

 

Erst Land – dann Frieden -  Turki al-Faisal - Die Vereinigten Staaten und andere westliche Mächte bemühen sich darum, Saudi Arabien dahin zu bringen, diplomatisch sich  Israel mehr zu nähern. Vor kurzem drängte der Kronprinz von Bahrein zu größerer Kommunikation mit Israel und zu gemeinsamen Schritten der arabischen Staaten, um den Friedensprozess  neu zu beleben. Saudi Arabien ist das Geburtsland des Islam, der Wächter der beiden heiligen Moscheen, die Weltenergie-Supermacht und  der de facto Führer der arabischen und muslimischen Welt – deshalb wird  die Anerkennung unsererseits von Israel besonders hoch geschätzt. Doch genau aus diesen Gründen legt  das Königreich selbst den Maßstab für Gerechtigkeit und Rechte höher. Es muss sich deshalb weigern, sich mit Israel zu engagieren, bis es nicht seine illegale Besatzung der Westbank, des Gazastreifens und der Golanhöhen, wie der Shabaa Farmen im Libanon beendet hat.  Schritte in Richtung diplomatischer Normalisierung zu unternehmen, bevor dies Land nicht seinen rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben wäre, würde für die Saudis das Völkerrecht unterwandern und  die Augen vor der Unmoral ( der Besatzung) zudrücken. >>>

 

 

 

 

 
 

Riz Khan - Nuclear double standard - Teil 1 +2

 
 

 
 

 


20.9.2009
 

 


Billin - Zurück nach Warschau 1968
- Michael Sfard - (
Letzte Woche wurde das Ende der Militärdienstzeiten des IDF-Zentral-Komamndos  des Generalmajors Gadi Shamni und  des Judäa-Samaria-Kommandeurs Brigadegeneral Noam Tivon angekündigt.  Von ihrer Brust glänzten die Auszeichnungen für das, was sie während ihrer Dienstzeit getan haben: die Hamasinfrastruktur auf der Westbank geschädigt, die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Behörde verstärkt, den Lebensstandard in den palästinensischen Städten verbessert und vor allem  die Zahl der  aus der Westbank kommenden Terrorakte innerhalb Israels reduziert. Aber da ist eine Auszeichnung, die Shammi und Tivon nicht bekommen konnten, die sie während ihrer Zeit als Beherrscher der Westbank nicht verdienten: jenes  ärgerliche Dorf, das seit fünf Jahren jede Woche hartnäckig protestiert, erinnert die Welt, dass Millionen Menschen noch immer unter Besatzung leben: Bilin. Das kleine Dorf, das früher kaum in Palästina  bekannt war, wurde  zum Synonym für palästinensischen, gewaltfreien zivilen Kampf und >>>

Palestinian from Bilin claims beaten by soldiers - Ali Waked - Ynet News - During a scuffle between internationals and masked soldiers, in the dark of night, in front of the raided house, Bilin non-violence leader Mohammad Khatib was dragged inside, returning after 20 minutes bruised all over - including video. // PS: Bil`in defies repression, continues weekly struggle >>>

 
 

UM-Schmum, UM-Bumm -  Der  UN-Bericht zum Gazakrieg - Uri Avnery - HAT IHRE  Bösartigkeit denn keine Grenzen, diese niederträchtigen Antisemiten! Nun haben sie sich entschlossen, die Juden mit einer  weiteren  Blutschuld  zu bezichtigen. Nicht  wie in der Vergangenheit  mit der alten Verunglimpfung, dass sie christliche Kinder schlachten, um  angeblich deren Blut für das Backen der Pessachmatzen zu verwenden, wie in der Vergangenheit, sondern in dem Abschlachten von Frauen und Kindern im Gazastreifen. Und wen stellten sie an die Spitze der Untersuchungskommission, dem diese schmähliche Aufgabe zu teil wurde? Weder einen britischen Holocaustleugner noch einen deutschen Neo-Nazi, nicht einmal einen iranischen Fanatiker, sondern keinen geringeren als einen jüdischen Richter, der den  sehr jüdischen Namen Goldstone (ursprünglich  Goldstein) trägt. Und nicht nur einen Juden mit einem sehr jüdischen Namen, sondern einen Zionisten, dessen Tochter Nicole eine begeisterte Zionistin ist, die einst „Aliya machte“ – also nach Israel einwanderte - und fließend Hebräisch spricht. Und nicht nur einen jüdischen Zionisten, sondern einen Südafrikaner, der gegen die Apartheid opponierte und ins neue Verfassungsgericht  berufen wurde, als dieses Apartheidregime entmachtet wurde. Alles, um die moralischste Armee der Welt zu diffamieren, die gerade den gerechtesten Krieg in der Weltgeschichte geführt hat! >>>

 

 

Deutsche Medien: feige wie gewohnt - »Hey Schweinsteiger, vergiss nicht die Shoa.« - Shraga Elam - Ein weiteres Beispiel von schlechtem israelischen Geschmack und Missbrauch des "Nazi Judeozids: FC Bayern München spielte am Dienstag (15.9) gegen das israelische Team Maccabi Haifa in Israel. Nach einem Bericht von ynet in Hebräisch wurde Bastian Schweinsteiger schon am Morgen vor dem Spiel von zwei "lustigen" Radiomoderatoren, Harel Slutzki und Ofer Dominguez (Radio Kol Harega – Voice of the Minute) geweckt. Sie baten den deutschen Spieler nicht zu hart gegen den israelischen Club vorzugehen:«Bitte bleiben Sie nett. 1:O ist genug. Erinnern sie sich, was im 2. [Welt-]Krieg passierte. Was Ihr auch immer macht, nicht 6:0. Diese Zahl kommt hier ganz schlecht an". Schweinsteiger blieb höflich und lachte verlegen. Nachdem er aufgelegt hatte, sagte einer der Moderatoren auf Hebräisch: »Hey Schweinsteiger, vergiss nicht die Shoa.« >>>

 
 

Arn Strohmeyer - Offener Brief an das Präsidium der Jüdischen Gemeinde in Bremen - Elvira Noa, Renata Bas, Dr. Grigori Pantelejew -  Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben in einem offenem Brief Herrn Arno Hamburger dazu beglückwünscht, dass er das ihm verliehene Bundesverdienstkreuz aus Empörung über die Verleihung dieses Ordens an Felicia Langer zurückgegeben hat. Nun darf man durchaus seiner Verwunderung darüber Ausdruck geben, dass er das nicht schon viel früher getan hat. Denn die Liste der Inhaber dieses Ordens weist eine ganze Reihe von furchtbaren Altnazis auf, die im so genannten Dritten Reich alle ihren Anteil an der Verwirklichung von Hitlers Terror-Politik hatten, nach dem Krieg erneut hohe Positionen bekleideten und offenbar durch diesen Orden wieder gesellschaftsfähig gemacht werden sollten. Aber wenn Arno Hamburger diese Gesellschaft nicht gemieden hat, dann ist das seine Sache. Was Felicia Langer betrifft, so ist sie ohne Zweifel eine streitbare Frau. Aber sie erzählt und schreibt nicht irgendetwas, was sie sich ausgedacht hat. Sie weiß, wovon sie spricht. Denn sie hat im Gegensatz zu Ihnen Jahrzehnte lang in Israel gelebt und als Anwältin gearbeitet. Sie ist dort nicht im zionistischen Mainstream mit geschwommen, sondern hat die Schwächsten im jüdischen Staat vor Gericht verteidigt – die Palästinenser. Sie hat also sehr genauen Einblick in das System, wie diese Menschen in Israel behandelt werden und hat das öffentlich gemacht. Ist das der Grund, warum man ihr von Ihrer Seite „Verrat“ vorwirft?

Der Brief der Jüdischen Gemeinde im Land Bremen  >>>

Nebbich: Langer nannte israelisches Gefangenenlager ein „KZ“ - Abraham Melzer - Es gibt Zeitungen, die man nur zum Fische verpacken nutzen sollte, und solche, die besser gar nicht erscheinen sollten. Daneben gibt es Journalisten, die haben die Hose permanent voll und den Rücken krumm vor lauter Kotaus, die sie machen müssen gegenüber einem 86jährigen senilen, aber dennoch mächtigen Vorsitzenden einer jüdischen Gemeinde. Es spricht nicht gerade für die Vitalität und Zukunftsfähigkeit des Judentums in Nürnberg, wenn sie ihr Schicksal in die Hände von Gestrigen legt. Zu dieser Sorte Presse gehört neben dem Springerflagschiff „Die Welt“, in der Henryk M. Broder es nicht versäumt hat in einer Rezension des Buches seines Freundes Leon de Winter, einen Seitenhieb auf den Bundespräsidenten Köhler aufzunehmen: „Inzwischen allerdings hat der >>>

Sie macht es, er macht es, alle machen es. - Erhard Arendt - Vergleiche mit dem 3. Reich werden  um die Dramatik eines Geschehens zu verdeutlichen, mehr oder weniger berechtigt, von allen Seiten benutzt. Das hat sogar schon zu einer wissenschaftlichen These (siehe Godwins Gesetz ) geführt. Davon ab suggeriert das Netzwerk recht geschickt das der Vergleichen  eine Gleichsetzungen sei, (die natürlich falsch wäre). Vergleichen kann man alles... Die Scheinheiligkeit dieser Vorwürfe gegenüber Felicia Langer belegt dabei besonders einer der Hauptbeteiligten an dieser Jagd gegen Felicia Langer  Honestly Concerned. (siehe die Bildleiste rechts)  Wie könnte man deutlicher die dramatischen Verbrechen eines Staates, hier Israel verdeutlichen, indem man sie mit den Verbrechen des 3. Reiches vergleicht?  Nicht im Vergleich kann der Vorwurf liegen. Wie man vergleicht, es unterlässt, ist die Frage die man diesem Netzwerk, so auch Arno Hamburger stellen muss. Peinlicher und entlarvend ist es, dass ein Arno Hamburger selber mit einem Nazivergleich Felicia Langer diffamiert. >>>

Sankt Holocaust. Zionist Benjamin Weinthal, mit dem Irak-Kriegshetzer Arno Hamburger an seiner Seite und den Nürnberger Nachrichten im Schlepptau, blödelt sich weiter durchs Netz. Er meint, Felicia Langers Vergleiche von Nazi-Verbrechen mit zionistischen Verbrechen seien Sünde. Er tut, als sei ihm entgangen, worauf allein er selbst seine Ansicht stützen kann, daß Nazi-Verbrechen sich von zionistischen Verbrechen unterscheiden: auf den Vergleich beider Regime. Er erklärt die NS-Vernichtung der europäischen Juden für sakrosankt. Für Heiligsprechungen ist jedoch nicht er, sondern der Papst zuständig. Siehe auch Konzentrationslager und Heiliger Adolf. Darf man Bush mit Hitler vergleichen?   - Thomas Immanuel Steinberg

Die Jagd auf Felicia Langer >>>

 
 

"Nakba" - Die Katastrophe - Witten -Melanie Pohle -  Friedensforum und Volkshochschule zeigen neue Ausstellung. "Nakba" gibt auf 14 großformatigen Plakaten Fakten und Fotos über die Flucht hunderttausender Palästinenser ab 1948. „Die Einwanderung nach Palästina bedeutete für die Juden die Errettung aus der Vernichtungsmaschinerie des Faschismus”, heißt es in der aktuellen Ausstellung der Volkshochschule (Vhs) auf einem der ersten Plakate. Gleich darunter steht: „Für die einheimische arabisch-palästinensische Bevölkerung bedeutete sie das drohende Ende der Aussicht auf nationale Selbstbestimmung”.  Jede Geschichte hat mindestens zwei Seiten, auch in der Geschichtsschreibung. Darauf will das Wittener Friedensforum in Kooperation mit der Vhs mit der Ausstellung „Nakba” hinweisen. „Nakba” bedeutet Katastrophe und ist der Begriff, den die Palästinenser für ihre Flucht und Vertreibung von 1948 benutzen. „In den Medien wird in diesem Jahr das 60-jährige Bestehen des Staates Israel gefeiert. Aber Nakba wird dabei völlig verschwiegen” >>>
Sonderseiten:
Vertreibung - Ethnische Säuberung 1     |   
Vertreibung - Ethnische Säuberung 2  |  Al Nakba - 14.05.1948 - 1  |  Al Nakba - 14.05.1948 - 2
Landraub  |  
14. Mai 1948 - 14. Mai 2006  - Al Nakba

 
 

Political analysis of Israel's three-week assault on Gaza earlier this year from author and Israel-Palestine scholar Norman Finkelstein.

 
 

Dividing the spoils of the Nakba - Salman Abu Sitta - While the headlines have been about the demand for a freeze or suspension of Jewish settlements in the occupied Palestinian territories, Israel has been putting into effect the most devastating operation since the ethnic cleansing of Palestine in the Nakba of 1948. This new operation aims to eliminate irrevocably Palestinian rights and historical roots in Palestine. >>>

 
 

 


19.9.2009
 

 

Schandfleck in Den Haag - Gideon Levy - Auf jeder Kugel ist ein Name und für jedes Verbrechen ist jemand verantwortlich. Der Deckmantel, den sich Israel seit der Operation „Geschmolzenes Blei“ umgelegt hat, ist  ein für alle Mal heruntergerissen worden, und es muss sich nun allen schwierigen Fragen stellen. Die Frage ist überflüssig geworden, ob im Gazastreifen Kriegsverbrechen begangen wurden, weil maßgebliche und klare Antworten schon gegeben worden sind. Also muss die weiterführende Frage gestellt werden: wem muss die Schuld gegeben werden? Wenn im Gazastreifen Kriegsverbrechen begangen wurden, folgt daraus, dass unter uns Kriegsverbrecher sind. Sie müssen zur Verantwortung gezogen und bestraft werden. Das ist die harte Schlussfolgerung, die aus dem UN-Bericht gezogen werden muss. Fast ein Jahr lang hat Israel versucht, zu behaupten, dass das Blut, das im Gazastreifen vergossen wurde, nur Wasser war. Ein Bericht folgte dem anderen mit entsetzlichen identischen Ergebnissen: Belagerung, Weißer Phosphor, Leid gegenüber unschuldigen Zivilisten, zerstörte Infrastruktur – Kriegsverbrechen in jedem einzelnen Bericht. Jetzt nach der Veröffentlichung des bedeutendsten und vernichtendsten Berichtes, zusammengestellt von der  vom Richter Richard Goldstone angeführten Kommission, sehen Israels Versuche, den Bericht in Diskredit zu bringen, grotesk aus, und das hohle Geschrei seiner Sprecher klingt pathetisch. >>>

Eines, was schlimmer wäre, als den Gazabericht zu dementieren - Amira Hass - Am Freitag rief ein IDF-Soldat dazu auf, gegen eine Veröffentlichung einer anderen Geschichte in Haaretz zu protestieren, die nach ihm  nicht nur das Image der Soldaten beschädigt habe , sondern auch seinen Sabbat. Der Soldat  sprach von dem Bericht der Gazabewohnerin Zinat Samouni, wie Soldaten ihren 46jährigen Mann und ihren 4jährigen Sohn Ahmed getötet haben – nur zwei von den 29 Mitgliedern der selben Familie, die die Armee zwischen  dem 4. und 5. Januar getötet hat. Der Soldat, der sagte, er habe an dem Kampf teilgenommen,  sagte auch, er glaube nicht, dass die Behauptungen der Frau wahr seien, obwohl er glaubt, dass Soldaten dumme Dinge an die Wände geschmiert hätten, und das sei wirklich nicht richtig.“ Dies ist eine übliche israelische Aufklärung – in diesem Fall die Existenz der Graffitis zuzugeben, aber ihre Seriosität herunterzuspielen oder dies als  täglichen israelisch ausgelassenen Spaß anzusehen. Alles andere kann abgestritten werden. Man kann immer sagen, dass Fotos von getöteten Zivilisten gefälscht seien. Die palästinensischen Berichte können als Lügen, Intrigen von Hamas, Ausschmückung oder bestenfalls als Fakten ohne Zusammenhang abgetan werden, dass die Gazaer schließlich Angst vor der Hamas hätten, wenn sie die Wahrheit sagen würden. >>>                    Mehr zum Thema UNO Bericht >>>                    Mehr zu Gaza >>>>

 

 

Avraham Burg, Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss. - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (pdf) Aus dem Englischen von Ulrike Bischoff, Campus, Frankfurt 2009 - „Oft frage ich mich, ob es ohne die Deutschen und ihre Barbarei überhaupt einen Staat Israel geben würde“, so eine der vielen provokanten Fragen und Thesen von Avraham Burg in seinem aufrüttelnden Buch „Hitler besiegen“. Diese Frage scheinen die Historiker bereits hinlänglich beantwortet zu haben: Auch ohne die Shoah wäre es zur Gründung Israel gekommen. Die Schaffung einer „jüdischen Heimstätte“ - sprich eines jüdischen Staates - stand seit Beginn des 20. Jahrhunderts auf der Tagesordnung der internationalen Staatengemeinschaft. Folgerichtig wurde die Gründung eines jüdischen und arabischen Staates auch aufgrund eines Beschluss der UNO vom November 1947 gefasst und am 14.Mai 1948 durch die Proklamation Israels realisiert. Jedem Volk steht also ein völkerrechtlicher Anspruch auf Selbstbestimmung zu. Um die Identität des Staates Israel dreht sich das Buch von Burg, der die Fundierung israelischer Staatsraison auf einer Katastrophe als Identität stiftende Quelle für eine Sackgasse hält. Fast zu gleichen Teilen betrifft das Buch aber auch die Deutschen. >>>

Auch im Blog: BETWEEN THE LINES - LUDWIG WATZAL: Hitler besiegen >>>

 

 

 
 

Videotipps von Dr. Gabriele Weber

"Occupation 101" - http://www.documentarywire.com/occupation-101

 "Focus on Gaza - a Crime of War?", 20.2.09 -
http://johnlocker.com/all-videos/new-releases/focus-on-gaza-a-crime-of-war.html

"Machssomim" (Checkpoint), Dokumentarfílm über die israelischen Checkpoints (meines Erachtens immer noch nicht die ganze Realität dieser erniedrigenden Schikane zeigend) -
http://johnlocker.com/all-videos/society/machssomim.html

"Death in Gaza", 2003, Dokumentarfilm von James Miller, der bei den Dreharbeiten durch israelische Soldaten getötet wurde http://johnlocker.com/all-videos/war/death-in-gaza-2003.html

 "Ex-Communicated - Enclosure Landscapes in Palestine" - http://www.alternatefocus.org/excomminpal.html

 
 

عساكم من عواده Eid Mubarak

 
 

 
 

 


18.9.2009
 

 

United Nations Fact Finding Mission  on the Gaza Conflict
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Warum der Goldstone-Bericht für Israel gefährlich ist - Weiterer Weg in den Uno-Gremien entscheidend - In Israel herrscht nach der Veröffentlichung der Goldstone-Kommission Aufregung. Der Vorwurf von Kriegsverbrechen wird zwar zurückgewiesen, der Bericht aber sehr ernst genommen. Es drohen Konsequenzen, die unangenehm werden könnten. ... «Dieser Report wurde in Sünde geboren» wetterte Mark Regev, der Sprecher der israelischen Regierung am Mittwoch.(…) Dass man im Kampf um die öffentliche Meinung international zunehmend auf verlorenem Posten steht, scheint Israel schon länger nicht mehr zu erschüttern. Doch dieser neue Bericht ist gefährlicher als diverse Vorgänger. Da ist einmal die Person des Leiters der Uno-Kommission. Richard Goldstone ist ein hoch angesehener Jurist und eine Autorität auf dem Gebiet von Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen. Seine Integrität und Kompetenz anzuzweifeln, dürfte schwer fallen.  >>>                                  Bild rechts: Ben Heine  - Bild links unten Latuff,

Israel will UN-Bericht nicht akzeptieren - Politische Offensive gegen Kriegsverbrechen-Vorwurf - Inge Günther -  Israel hat den am Dienstag vorgelegten UN-Untersuchungsbericht zum Gaza-Krieg, der Israel ebenso wie der in Gaza regierenden Hamas Kriegsverbrechen vorwirft, als Kampfansage aufgenommen. "Nicht weniger als eine Kriegserklärung" sei der Report, erklärte Vize-Außenminister Danny Ayalon. Jetzt wird in Jerusalem für eine diplomatische Großoffensive gegen die Vorwürfe mobilisiert: Israels Regierung will verhindern, dass der UN-Bericht am Ende beim Kriegsverbrechertribunal in Den Haag landet. >>>   

UN: Israel terrorised Gazans in war - Israel "punished and terrorised" civilians in Gaza in a disproportionate attack in its three-week offensive on the territory earlier this year, a United Nations report has found. Judge Richard Goldstone, who led the inquiry, said on Wednesday that he found evidence Israel targeted civilians and used excessive force in the assault, which was launched on December 27, 2008. >>>

The one thing worse than denying the Gaza report - Amira Hass - srael struck a civilian population that remains under its control, it didn't fulfill its obligation to distinguish between civilians and militants and used military force disproportionate with the tangible threat to its own civilians. There is only thing worse than denial - the admission that the IDF indeed acted as has been described, but that these actions are both normal and appropriate >>>

Disgrace in The Hague - Gideon Levy - Haaretz - For almost a year, Israel has been trying to argue that the blood spilled in Gaza was merely water. One report followed the other, with horrifyingly identical results: siege, white phosphorous, harm of innocent civilians, infrastructure destroyed - war crimes in each and every report. Now, after the publication of the most important and damning report of all, compiled by the commission led by Judge Richard Goldstone, Israel`s attempts to discredit them look ludicrous, and the empty bluster of its spokespersons sound pathetic >>>                                   Mehr zum Thema >>>                        Mehr zu Gaza >>>>

 
 

Keine Feier der Okkupation - Protest auf dem Filmfestival von Toronto - Naomi Klein - 1500 KünstlerInnen, Autoren und Autorinnen unterzeichneten einen Protestbrief gegen die Entscheidung des Filmfestivals von Toronto (TIFF), Tel Aviv in den Mittelpunkt ihrer diesjährigen Filmfestspiele zu rücken.  - Im Vordergrund der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele von Toronto (TIFF) steht der Protest - seit eine Gruppe von Künstlern und Autoren einen Protestbrief verfasste, in dem sie die Entscheidung des Festivals kritisieren, Tel Aviv ins Rampenlicht der diesjährigen Veranstaltung zu rücken. Den Schwerpunkt auf Tel Aviv zu legen - so die Unterzeichner - unterstütze den Versuch Israels, sein internationales Image aufzupolieren - nach seiner Attacke auf Gaza und der kontinuierlichen Besetzung palästinensischen Landes. Mehr als 1500 Menschen haben den Brief bereits unterzeichnet. Er trägt den Titel: The Toronto Declaration: No Celebration of Occupation'*. Unter den Unterzeichnern sind Jane Fonda, Viggo Mortensen, Danny Glover und Harry Belafonte. Die Autorin und Journalistin Naomi Klein ist Mitverfasserin des Schreibens. >>>
No Celebration of Occupation: 1,500 Artists and Writers Sign Letter Protesting Toronto Film Festival Decision to Spotlight Tel Aviv >>>

 
 

Gegner der Friedensbewegung - Eine »Gruppe Stipendiaten gegen Krieg und Imperialismus« der Rosa-Luxemburg-Stiftung protestierte am Donnerstag gegen die Auftritte von Kriegsbefürwortern bei der RLS-Ferienakademie (siehe jW vom 14.9.): »Erst die militärischen Niederlagen, des Islam-Faschismus in Afghanistan 2002, und des panarabischen Nationalchauvinismus im Irak 2003 haben das Selbstmörderkollektiv Palästina so sehr ernüchtert, daß politische Bewegung entstehen kann und eine road map zwar nicht zum ewigen Frieden, aber möglicherweise zu halbwegs erträglichen Zuständen im Nahen Osten führen kann.« (Redaktion Bahamas, Berlin, 8. Juli 2003) »Deshalb sind wir solidarisch mit Israel, was auch eine Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen aller Art einschließt. Die deutsche Linke wird den Nahost-Konflikt nicht lösen. Deshalb geht es uns nicht um konkrete Vorschläge für ein Vorankommen des Friedensprozesses.« (Grundsatzerklärung des BAK Shalom, Mai 2007) Als Stipendiaten der RLS wenden wir uns gegen die Einladung der Referenten Thomas von der Osten-Sacken, Sebastian Voigt und Stephan Grigat auf die Ferienakademie. Die Positionen der drei Referenten sind hinlänglich bekannt durch ihre Mitarbeit im BAK Shalom (Sebastian Voigt) und Veröffentlichungen in der Zeitschrift Bahamas (Thomas von der Osten-­Sacken, Stephan Grigat). Bahamas und BAK Shalom bekämpfen seit Jahren große Teile der Linken und der Friedensbewegung. >>>

 
 

Islamic dress code - nein, danke! - André Marty berichtet - Sie sind 17 Jahre jung und wissen, was sie nicht tragen wollen: Den Jilbab, einen bodenlangen Mantel, darunter keine Jeans mehr, wohl aber ein Kopftuch. Zu Beginn des Schuljahres hat die Hamas – Bewegung die Schülerinnen des Gaza – Strips “eingeladen”, diesen islamischen Dress code zu befolgen.“Die Lehrerin hat uns am ersten Schultag aufgefordert, den Jilbab zu tragen,” erzählt die 17 Jahre junge Fatima. Einigen sei gedroht worden, ohne Jilbab keine Schule. Fatima trägt weder ein Kopf noch den Jilbab. Keck steht sie vor dem Schulhaus, in einem langen Jeans - Rock und Jeans - Jacke. “Es gibt keine schriftliche Weisung des Erziehungsministeriums, also trage ich den Jilbab nicht, und auch kein Kopftuch”, sagt Fatima >>>

 
 

 
 

 


14.9.2009
 

 

How Low Will Israel Stoop in Its Propaganda War? - The manual teaches how to justify the slaughter, the ethnic cleansing, the land-grabbing. - Stuart Littlewood - 'The Israel Project', a US media advocacy group, has produced a revised training manual to help the worldwide Zionist movement win the propaganda war, keep their ill-gotten territorial gains and persuade international audiences to accept that their crimes are necessary and conform to 'shared values' between Israel and the civilized West. The manual teaches how to justify the slaughter, the ethnic cleansing, the land-grabbing, the cruelty and the blatant disregard for international law and UN resolutions, and make it all smell sweeter with a liberal squirt of the aerosol of persuasive language. It is designed to hoodwink us ignorant and gullible Americans and Europeans into believing that we actually share values with the racist regime in Israel and that its abominable behaviour is therefore deserving of our support. >>>                        
The Israel Project's 2009 Global Language Dictionary >>>
"
Broders Handbuch" des Umgangs mit Andersdenkenden? >>>
Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt  >>>

 
 

Der us-amerikanische Friede und die arabische Dummheit - Abdel-Bari Atwan - Die Assistenten von US-Präsident Barak Obama sind eifrig damit beschäftigt, eine neue Friedensinitiative für den arabisch-israelischen Konflikt auszuarbeiten. Es ist zu erwarten, daß diese auf der Sitzung der Generalversammlung der UNO im letzten Drittel des Monats September vorgestellt wird. Senator Mitchell, der eigentliche Architekt der Initiative zieht es vor, im Geheimen und abseits der Medien zu arbeiten. Was jedoch bis jetzt über diese Initiative bekannt geworden ist, zeigt, daß sie sich in den meisten Abschnitten mit einigen substanziellen Veränderungen auf die arabische Friedensinitiative stützen wird. Das Rückkehrrecht wird gestrichen und für das besetzte Jerusalem eine zweideutige Formulierung gefunden, die es zur Hauptstadt beider Staaten macht. Das heißt, die gegenwärtige Lage der Stadt wird, von geringfügigen kosmetischen Korrekturen abgesehen, bestehen bleiben. Die kommende Phase wird von der graduellen Umsetzung der Initiative gekennzeichnet sein.  >>>

 

 

Hilfe für palästinensische Flüchtlinge - Marlène Schnieper - Das Problem der Flüchtlinge aus Palästina ist ein besonders heikler Punkt im nahöstlichen Friedensprozess. Jetzt packen die Initianten von Genf das heisse Eisen an. Zwischen 700000 und 800000 Palästinenser wurden 1948 im Zusammenhang mit der israelischen Staatsgründung zu Flüchtlingen. Nach Zählart der UNRWA, des Uno-Hilfswerks, das sich dieser Menschen annahm, sind daraus mit Kindern und Kindeskindern inzwischen 4,5 Millionen geworden. Was soll aus diesen Leuten werden? Die Frage erwies sich als eine der schwierigsten in bisherigen Friedensverhandlungen. Das haben auch der Israeli Yossi Beilin und der Palästinenser Yasser Abed Rabbo erfahren, die 2003 zusammen mit Landsleuten die Genfer Initiative lancierten, einen umfassenden Friedensplan für Nahost. Im Kapitel Flüchtlinge hagelte es Kritik von allen Seiten. Nun wollen es die Initianten von Genf nochmals wissen. Gestern Dienstag legten sie Annexe zu zwölf Themen des israelisch-palästinensischen Konflikts vor. >>>

 

 

 

 

"Hey Schweinsteiger, vergiss nicht die Shoa!" - Quelle Inamo http://shraga-elam.blogspot.com/2009/09/bayern-muenchen-should-not-win-60.html  Ein weiteres Beispiel von schlechtem israelischen Geschmack und Missbrauch des „Nazi Judeocide: FC Bayern München spielte gestern gegen das israelische Team Maccabi Haifa in Israel. Nach einem Bericht von ynet in Hebräisch wurde Bastian Schweinsteiger gestern morgen von zwei „funny“ Radiomoderatoren, Harel Slutzki und Ofer Dominguez (Radio Kol Harega – Voice of the Minute) geweckt. Sie baten den deutschen Spieler nicht zu hart gegen den israelischen Club vorzugehen: „Bitte bleiben Sie nett. 1:O ist genug. Erinnern sie sich, was im 2. (Welt) Krieg passierte. Was ihr auch immer macht, nicht 6:0. “That’s a very bad number here”. Schweinsteiger blieb höflich und lachte verlegen. Nachdem er aufgelegt hatte, sagte einer der Moderatoren auf Hebräisch: „Hey Schweinsteiger, vergiss nicht die Shoa.”. Die Originalsendung kann man in Englisch hören: http://audio.isg.si/audiox/?q=audio/play/40597 . Aus dem Hebräischen von Shraga Elam, Zürich.

 

 

A Lost Generation - The Gaza strip is home to one of the youngest populations in the world, with an average age of 17.2 years. Of these, almost 70% are psychologically scarred by the effects of occupation, and with little prospect of recovery. With repeated exposure to traumas, any progress made can only be temporary. Of the three gradations of Post Traumatic Stress Disorder (PTSD) the WHO reported that around half of all sufferers under 18 had the most severe condition. Typical symptoms include depression, panic attacks and most worryingly, a disposition towards violence. We spoke with Dr. Eyad Al Sarrej, chairman of the Gaza Community Mental Health Programme (GCMHP) to explain the cause and effects; “With violence so common in Gaza, the trauma is internalised and ignored. When it manifests the targets are people around them, their own community. Within the family there are behavioural problems and after the war we see a trend of decreased tolerance and more impulsive, violent behaviour.” >>>

 

 

A turning point for the US solidarity movement - This weekend at the eighth annual US Campaign to End the Israeli Occupation national organizers' conference held in Chicago, delegates from the approximately 300 member groups that make up the US Campaign voted in favor of an academic and cultural boycott of Israel. The vote came on the heels of a presentation by Omar Barghouti and myself on behalf of the Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel and the US Campaign for an Academic and Cultural Boycott of Israel. The proposal that "the US Campaign to End the Israeli Occupation should endorse the principle of cultural and academic boycotts" passed by a landslide with one abstention and not a single objection. The quasi-unanimous vote, and the deep collective breath of relief that followed, will go down in history as the moment US-based Palestine solidarity activists overcame tactical differences that had long hindered us, to finally come together to confront Israeli apartheid. >>>

 




Israeli guards 'humiliated inmates' - A group of female former Palestinian prisoners detained in Israeli jails have accused prison guards of carrying out "humiliating" internal body searches in violation of Israel's prison code. In an exclusive report, former detainee Sabreen Abu Amara told Al Jazeera's Nour Odeh that she spent six years living in fear of intrusive and degrading treatment at the hands of Israeli guards. A group of female former Palestinian prisoners detained in Israeli jails have accused prison guards of carrying out "humiliating" internal body searches in violation of Israel's prison code. In an exclusive report, former detainee Sabreen Abu Amara told Al Jazeera's Nour Odeh that she spent six years living in fear of intrusive and degrading treatment at the hands of Israeli guards. >>>

 


16.9.2009
 

 

Uno-Schelte gegen Israel - Goldstone-Bericht veröffentlicht – «Kriegsverbrechen in Gaza» - Israel hat sich bei seiner Militäroffensive im Gazastreifen vor acht Monaten laut einem Uno-Bericht zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig gemacht. Die israelische Offensive habe das Ziel gehabt, die Bevölkerung im Gazastreifen insgesamt zu treffen und zu bestrafen. Eine Untersuchungskommission im Auftrag des Uno-Menschenrechtsrats hat am Dienstag Israel und auch der Hamas-Miliz Kriegsverbrechen und mögliche Verbrechen gegen die Menschheit im Krieg vom vergangenen Januar im Gazastreifen vorgeworfen. >>>

Gaza-Krieg: Uno wirft Israel und Palästinensern Kriegsverbrechen vor - Der Einsatz von Phosphorgranaten und der Beschuss von Krankenhäusern: Die Uno hat Israel in einem Bericht Kriegsverbrechen während des Gaza-Feldzugs "Gegossenes Blei" vorgeworfen. Aber auch das Vorgehen der Palästinenser wurde massiv kritisiert. - Heftige Kritik an Israel für ihre Offensive "Gegossenes Blei" im Gaza-Streifen: Bei dem Feldzug vor acht Monaten sei Gewalt unverhältnismäßig eingesetzt und gegen das Völkerrecht verstoßen worden, heißt es im Bericht des Uno-Untersuchungsteams von Leiter Richard Goldstone. Israel habe nicht die "notwendigen Vorkehrungen" getroffen, um wie von internationalem Recht gefordert den Verlust von Menschenleben, Verletzungen von Zivilisten und Sachschäden zu vermeiden. Gerügt wurde vor allem der Abschuss von Phosphorgranaten auf Einrichtungen des Uno-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) sowie der "absichtliche Beschuss" von Krankenhäusern >>>                     

Gaza braucht Hilfe - Verheerende wirtschaftliche und soziale Lage nach Israels Krieg - Karin Leukefeld - Der dreiwöchige israelische Überfall Anfang 2009 hat im belagerten Gazastreifen tiefe Spuren hinterlassen. Allein die Schäden im ökonomischen Bereich beziffert die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) auf vier Milliarden US-Dollar. Die Summe übersteige »die eigene Wirtschaftsleistung um das Dreifache«, heißt es in einem kürzlich vorgelegten Bericht der UN-Organisation.  >>>

Richard Goldstone, das "Gewissen der Nation" - (…) - Von 1999 bis 2001 war der Vater zweier Töchter Vorsitzender der internationalen unabhängigen Untersuchungskommission im Kosovo, bis 2003 außerdem Verfassungsrichter in Südafrika. 2009 beauftragte die UN-Menschenrechtskommission den mittlerweile 70-Jährigen, mögliche Menschenrechtsverletzungen während der jüngsten israelischen Militäroperation im Gazastreifen aufzudecken. (APA) >>>

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Ein-Staat-Lösung - Netanjahu brüskiert Washington - Werner Pirker - Um Barack Obamas zentrale politische Projekte steht es allesamt nicht zum besten. Innenpolitisch wird er seine Gesundheitsreform, wenn überhaupt, nur in stark verwässerter Form durchzusetzen vermögen, und in der Außenpolitik wird die von den USA geforderte Zwei-Staaten-Lösung des Nahost-Konfliktes immer unwahrscheinlicher. Die Vermutung, daß die Obama-Administration auf die Blockadepolitik der israelischen Führung etwas weniger nachsichtig reagieren würde, als dies unter Bush der Fall war, hat sich als Irrtum herausgestellt. Die Netanjahu-Regierung hat die Blockade jeglicher Friedensbemühungen noch weiter verschärft und schenkt der Washingtoner Forderung nach einem vollständigen Stopp des jüdischen Siedlungsbaus so gut wie keine Beachtung. >>>

 
 

MEDIENSPIEGEL DER DEUTSCHEN BOTSCHAFT IN TEL AVIV - (pdf) Seite 6 -  Felicia Langer - Schießt zurück - Im Alter von 78 Jahren steht Felicia Langer, eine der ersten, die für die Menschenrechte der Palästinenser gekämpft hat, im Mittelpunkt eines neuen Skandals. Die jüdische Gemeinde in Berlin fordert aufgrund ihrer umstrittenen Standpunkte, ihr die Auszeichnung abzuerkennen, die ihr vom Bundespräsidenten verliehen wurde. Sie hat nicht vor, nachzugeben. MAA (S. 4 b, Igal Avidan): Gibt nicht nach - Wie viele andere Leute, die die Politik Israels, vor allem die Besatzungspolitik, kritisieren, wurde auch die bekannte Menschenrechtsanwältin Felicia Langer oft als „Israelfeindin“ oder „fünfte Kolonne“ bezeichnet. Aber in Deutschland, wohin sie als Protest gegen das, was unter israelischer Souveränität geschieht, ausgewandert ist, behandelt und bezeichnet man sie ganz anders. Diesen Monat erhielt sie sogar das Bundesverdienstkreuz. Wie konnte eine so umstrittene Persönlichkeit wie Sie eine derart hohe Auszeichnung erhalten? >>>

 
 

Tourneebeginn von 'Fragments of Palestine - Informationen zum Auftritt in Bonn finden Sie hier, Informationen zum Theaterworkshop hier. Den Tourneeplan finden Sie hier. Quelle: Institut für Palästinakunde

 

 

Israeli peace groups target US fundraising - Jonathan Cook -  Israeli peace activists are planning to ratchet up their campaign against groups in the United States that raise money for settlers by highlighting how tax exemptions are helping to fund the expansion of illegal settlements in the West Bank. Gush Shalom, a small peace group that advocates Israel’s withdrawal from the occupied territories, is preparing to send details to the US tax authorities questioning the charitable status of several organisations. Adam Keller, a spokesman, said these operations’ tax-exempt status meant that “settlement expansion is effectively being subsidised out of the pockets of the US taxpayer and government”. The campaign is designed to increase pressure on Barack Obama, the US president, to demand action from Israel on his repeated calls – so far largely ignored – to end settlement building. Last week, Israel announced plans to build 455 new homes in West Bank settlements and 500 apartments in East Jerusalem. >>>

 

 

Before the Israeli blockade of the Gaza Strip, several projects were under way to improve its sanitation; now the UN says that the water system in Gaza is on the verge of collapse.

 


15.9.2009
 

 

Das Freiheitstheater Jenin auf Tournee - 23 Aufführungen an 19 Orten in Deutschland und Österreich - Premierenaufführung von "Fragments of Palestine" des Freiheitstheaters in Jenin - Neun junge Studentinnen und Studenten der Theaterschule des "Freedom Theatre" aus dem palästinensischen Jenin gehen im September und Oktober 2009 auf Tournee durch Deutschland und Österreich. (Aufführungsorte und mehr) >>> 

"Freedom Theatre" aus Israel - "Ich bin von hier" - Inge Günther - Die Bühne vibriert. Füße stampfen, rhythmisch wie Trommeln, Energie setzt sich frei. Sieben palästinensische Jungs und zwei Mädchen tanzen Dabke. Den traditionellen Tanz für freudige Anlässe wie Hochzeiten und dergleichen. Ihre Körper stecken in weißen Trikotanzügen, die - wie die Mauer in der Westbank - bemalt sind mit schwarzer arabischer Graffiti. Die dunkle Realität Palästinas färbt ebenfalls bald auf das Bühnengeschehen ab. Die Hochzeit löst sich auf, verwandelt sich in Szenen eines Albtraums aus Enteignung, Besatzung, Widerstand und Gewalt. Ein Märtyrer weigert sich, beerdigt zu werden. Eine Frau wird von den gesellschaftlichen Zwängen buch- stäblich gefesselt. Erzählt wird mit den Mitteln der Körpersprache. >>>


News from Within Podcast: The Freedom Theater - The Alternative Information Center - "Through the Freedom Theatre, the children of Jenin refugee camp have been able to live another reality than the violence they normally endure. The theatre`s aim, through art and culture, is to help the children face the trauma they’ve been living since during the 2002 Israeli incursions" >>>
 

Homepage - The Freedom Theatre >>>
 

The Freedoom Theatre - Das Freedom Theatre Jenin will mit Mitteln der Kunst soziale und politische Veränderung erreichen. >>>

 
 

Neue Siedlung könnte Jerusalem vom Westjordanland isolieren - "Das E1-Projekt wird ein Desaster für uns sein" - Sebastian Engelbrecht - Straßen und Stromleitungen gibt es bereits - im israelischen Siedlungsprojekt "E1", östlich von Jerusalem, fehlen nur noch die Häuser. Doch sobald diese stehen, wird das palästinensische Westjordanland endgültig von Ost-Jerusalem abgeschnitten sein, so die Gegner des Projekts. (…) Mitten in die Wüste hinein hat die israelische Regierung hier das Polizeihauptquartier von Jerusalem bauen lassen. Gesichert mit einem hohen Zaun thront der mehrstöckige Bau auf dem Berg. Wo der Blick am schönsten ist, haben vor ein paar Tagen der israelische Minister für Infrastruktur, Uzi Landau, und Wissenschaftsminister Daniel Hershkowitz den Grundstein für eine neue Siedlung gelegt. Unter grobem Beton begruben sie eine Thorarolle im Felsen. Damit unterstrichen sie ihren Willen, hier, im palästinensischen Westjordanland, gegen den Willen der US-Regierung zu bauen.>>>

 

 

Diplomatischer Seitensprung - Ulrike Gasser - Nadav Tamir, der israelische Generalkonsul in Boston, ist gerade noch mit einer Gelben Karte davongekommen. Anfang August hatte der Diplomat, der als einer der fähigsten seines Faches gilt, ein internes Memorandum versandt, das die israelische Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu scharf kritisierte: Wenn sich die israelische Regierung weiter der amerikanischen Forderung nach einem Stopp des Siedlungsbaus widersetze, so der Konsul, würde das zu erheblichen strategischen Schäden zwischen beiden Ländern führen. Vor allem die Unterstützung der US-amerikanischen Bevölkerung nehme ab, denn »die Siedlungspolitik der aktuellen israelischen Regierung hat dem Ruf des Landes mehr geschadet als der Konflikt mit der Hizbullah 2006«. >>>

 

 

Israel blockiert Gelder an Behinderte in Gaza - Durch Unfälle am israelischen Arbeitsplatz sind Hunderte Palästinenser aus dem Gaza-Streifen körperlich behindert. Obwohl sie regelmäßig Beiträge an israelische Sozialkassen geleistet haben, verweigert Israel ihnen die Auszahlung, ein Bericht von Jonathan Cook. Nazareth. Yunis al Masri aus Gaza hatte mehr Glück als seine beiden Brüder. Vor 24 Jahren pflügte ein Laster in das Auto der drei Brüder, die sich auf dem Weg zu ihrer Arbeit in Israel befanden. Jaber und Kamal waren sofort tot; Yunis überlebte mit gebrochenen Knochen, inneren Blutungen und einer Gehirnverletzung. Heute ist er 49 Jahre alt. Er hat viele Operationen hinter sich; er hat Schwierigkeiten beim Gehen und ist vergesslich. Die Hoffnung, je wieder arbeiten zu können, wurde 1985 unter einem Laster begraben. Wie andere palästinensische Arbeiter, die in Israel manuelle Tätigkeiten verrichteten, führte auch Herr al Masri, als er noch arbeitete, regelmäßig Beiträge von seinem Lohn an die israelischen Sozialkassen ab. >>>

 
 

??? - «Friedensprozess ja, Frieden nein» - Interview Jacques Ungar - KATASTROPHE Für Dani Dayan wäre die Gründung eines Palästinenserstaats die beste Voraussetzung für eine Katastrophe - Bis Juli 2007 war Dani Dayan ein erfolgreicher, in der Westbanksiedlung Maale Shomron wohnhafter Geschäftsmann. Dann wurde er Vorsitzender des Siedlerrats. Eine Wahl, die er aus einem Gefühl der Solidarität heraus nicht abschlagen konnte. Dieser Tage sprach Dayan in Jerusalem mit Auslandsjournalisten. Dani Dayan, Chef des Siedlerrats der Westbank, manifestiert in einem Gespräch mit der Auslandspresse eine Kluft zwischen dem nationalen Rechtslager und dem Rest der israelischen Bevölkerung, wie sie tiefer nicht sein könnte. Eine Annäherung zwischen Siedlern und Establishment (dieses beginnt schon bei Teilen des Likud) in Fragen wie Baustopp, Zweistaatenlösung oder Kooperation mit den Palästinensern erscheint unmöglich, weil nicht gewollt. >>>

 
 

Zwei Lesermeinungen - Lieber Herr Arendt, vielen Dank, ich nehme Ihren Zuspruch durchaus als Ermunterung und Ansporn, da ich Sie so einschätze, nicht zu den notorischen Israelkritikern zu gehören im Sinne von "Hauptsache gegen die Zionisten gewettert". Wer sich unvoreingenommen mit dem Land und seiner Geschichte auseinandersetzt, lernt auch die vielen teils widersprüchlichen Facetten kennen, und verliert das Gebot des Mitmenschlichen, der Nachsicht nicht aus den Augen. Aber was erzähle ich Ihnen .... Somit nochmals vielen Dank und alles Gute, bis demnächst, Ihr M. K.

Lieber Herr Arendt, vielen Dank dass Sie damals die Schulranzen Spendenaktion auf Ihre Seite genommen haben, das hat uns wirklich viel geholfen. Wir konnten einiges mehr als sonst sammeln und es haben sich Menschen aus anderen Ecken Deutschlands gemeldet auf den Eintrag in Ihrer Webseite hin. Danke und herzliche Grüße N. G.

 

 

Despite promises of reconstruction, the people of Gaza still live amongst the rubble of their homes. As the cold of winter looms, they seek shelter in the ruins.

 

 

Israel Blocks Money to Gaza`s Disabled - Jonathan Cook - IMEMC - "Marie Badarne, of the Labourers` Voice, a workers` rights group based in Nazareth, said the Israeli government`s abuse of the disabled workers echoed a much wider problem faced by Gazans who had been employed in Israel until recently. She said thousands of workers from Gaza had their contracts in Israel terminated without notice by employers in spring 2004, shortly after the government of Ariel Sharon announced it would be ‘disengaging’ from the enclave in summer 2005. […] ‘Overnight more than 20,000 workers had their work permits withdrawn and lost their livelihoods […] They had been paying into the social security system, some of them for decades, but have been denied their legal entitlements, such as severance pay, overtime and holiday allowance’"

 


14.9.2009
 

 

„Antikriegs“-Film : „Tanz mit Bashir“ ist nichts anderes als eine Scharade - Gideon Levy - Jeder hat für Ari Folman und all die kreativen Künstler im Film „Tanz mit Bashir” den Daumen gedrückt , damit  er am Sonntag den Oskar erhält. Der erste israelische Oskar? Warum nicht? Doch muss auch bemerkt werden, dass der Film ärgerlich, beunruhigend, haarsträubend und trügerisch ist. Er verdient einen Oskar für seine  Illustrationen und Animationen – aber ein Medaille  der Schande für seine Botschaft. Es war nicht zufällig, dass er den Goldenen Globus gewann. Folman hat nicht einmal den Krieg im Gazastreifen erwähnt, der gerade wütete, als er den hohen Preis entgegennahm. Die Bilder, die an jenem Tag aus dem Gazastreifen kamen, ähnelten sehr den Bildern in Folmans Film. Aber er sagte kein Wort dazu. Bevor wir also Folmans Lob singen, das natürlich ein Lob für uns alle ist, tun wir gut daran, uns zu erinnern, dass dies kein Anti-Kriegsfilm ist, nicht einmal ein kritisches Werk über Israel als  Militarist und Besatzer. Es ist ein Akt von Schwindel und Täuschung, der uns >>>

 

 

Siedler werden immer aggressiver : südlich Hebron - Nur eines von vielen Beispielen - Ehud Krinis und Erella Dunayevsky, The Villages Group - Am Mittwoch, den 9.September 2009 zerstört die israelische Armee einen Wohnwagen ( von Siedlern) auf dem „Flaghügel“  ein paar hundert Meter entfernt  von der  Susya-Siedlung. Eine kurze Zeit später um etwa 11 Uhr tauchen  Dutzende von Siedlern im Wohn- und Lebensbereich der Familie Balal  im palästinensischen Weiler von Susya auf. Die Siedler greifen die drei Familienmitglieder, die gerade anwesend sind, gewalttätig an, den Vater Abu Nimer, die Mutter Umm Nimer und ihre Tochter Alia. Sie brechen auch in die Küche der Familie ein und zerbrechen alles , was sie finden. Die Angreifer schneiden auch das Kabel zur Solaranlage durch, die die Familie mit Strom versorgt. Soldaten kommen bald nach den Siedlern an den Ort, bleiben aber in der Nähe stehen und tun nichts. Erst als die Mutter mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf geschlagen wird, greifen sie ein und verscheuchen die Siedler. Dieselben Angreifer gehen weiter >>>

 

 

Israels militärische Rabbiner nehmen zu - Teenagers eines jüdischen Seminars auf der Westbank reden über die Verbindung von israelischer Armee und Gott -  Katya Adler - Israels Armee verändert sich. Einst  stolz säkular, kommen jetzt immer  mehr solche dazu, die glauben, Israels Kriege sind „Gottes Kriege“. Militärische Rabbiner  bekommen immer mehr Macht. In der Religion genau so trainiert wie in der Kriegsführung bedeuten neue Armeeregelungen, dass sie ein Teil der militärischen Elite sind. Sie erhalten ihre Ausbildung an Offiziersschulen und operieren eng  mit Militärkommandeuren. Eine ihre Hauptpflichten ist, die Moral und den Tatendrang der Soldaten anzutreiben, selbst an der Frontlinie. Ein israelischer General warnt vor der Gefahr, den Krieg in einen ‚Jihad’ ( heiliger Krieg) zu verwandeln. >>>

 


17.6.2009
 

 

Wackelige Stühle -  Uri Avnery - NICHT EINMAL die Römer sahen solch ein Spiel in ihrer Arena: drei Gladiatoren kämpfen gegen einander, während  jeder von ihnen sich  selbst  gleichzeitig  gegen Angreifer von hinten wehren muss. Alle drei von ihnen – Barack Obama, Binyamin Netanyahu und Mahmoud Abbas – kämpfen um ihr politisches Überleben. Alle drei Kämpfe sind sehr verschieden – doch hängen  sie mit einander zusammen. >>>

 

 

Jerusalem von Gold  -- und der Menschenrechte -  Gush Shalom - Es hätte keinen besseren Platz für den Protest geben können als den großen Platz vor dem Jaffator, genau auf der Grünen Linie zwischen Ost- und West-Jerusalem. Dort versammelten sich am Donnerstag, den 10. September 2009  Hunderte von israelischen und palästinensischen Demonstranten, um gegen die Pläne der Regierung und der Stadtverwaltung zu protestieren: gegen die ethnische Säuberung durch die Vertreibung palästinensischer Familien und das Einsetzen  jüdischer Siedler mitten in das Herz der arabischen Stadtteile. >>>

 

 

Die Ansicht der „Elder“-Gruppe über den Nahen Osten - Jimmy Carter - Während der letzten 16 Monate besuchte ich den Nahen Osten vier mal und traf mich mit Führern in Israel, Ägypten, Libanon, Saudi Arabien, Jordanien, Syrien, Westbank und im Gazastreifen. Ich war in Damaskus, als Präsident Obama seine historische Rede in Kairo hielt, die hohe Erwartungen unter den optimistischeren Israelis und Palästinensern weckte, die seine Beharrlichkeit auf einem totalen Einfrieren des Siedlungsbaus als den Schlüssel für jedes annehmbare Friedensabkommen oder  jede positive Antwort der arabischen Staaten gegenüber Israel anerkennen. Ende des letzten Monats reiste ich mit einer Gruppe „Älterer“ („Elder“) in die Region: mit Erzbischof Desmond Tutu, dem früheren Präsidenten Fernando Henrique Cardoso von Brasilien und Mary Robinson von Irland, dem früheren Ministerpräsidenten Gro Brundtland von Norwegen und der Frauenaktivistin Ela Bhatt von Indien.  Drei von uns hatten schon früher den Gazastreifen besucht, der nun ein eingezäuntes Ghetto ist mit 1,6 Millionen Palästinensern, von denen 1.1 Millionen Flüchtlinge  aus Israel und der >>>