(1) ... entstand nach einem Völkermord,
der ein Drittel seiner Bevölkerung dahin raffte?
(2) ... zog aus dem Erleiden dieses
Völkermord die Schlussfolgerung, dass allein
überlegene militärische Schlagkraft sein
Überleben sichern könne?
(3) ... sprach der Armee eine derartig
zentrale Rolle in seinem Leben zu, dass es sich
schließlich eher um "eine Armee, die einen Staat
hat, denn um einen Staat, der eine Armee hat"
handelte?
(4) ... begann ursprünglich Land durch
Kauf zu erwerben, und setzte diese Landnahme
dann durch Eroberung und Annexion fort?
(5) ... bemühte sich mit allen möglichen
Mitteln neue Immigranten anzuziehen?
(6) ... betrieb in den besetzten Gebieten
eine gezielte Siedlungspolitik?
(7) ... versuchte die nationale
Minderheit durch schleichende ethnische
Säuberung los zu werden?
Norman Finkelstein clarifies
Israel's invasion of Gaza December '08 was a
one-sided war, disproportionate use of force,
crime against humanity, a disgrace.
Israeli newspaper claims that
Egypt is building an underground steel fence
along its border with Gaza have been denied by
the governor of Northern Sinai.
Von Gökhan Akgün - Pädagoge in einer Berliner
Grundschule
Palästinensische Kinder und Jugendliche in
deutschen Schulen sind stark traumatisiert und
benötigen sofortige Hilfe und Unterstützung.
Oft werden sie als aggressiv und expulsiv
beschrieben, doch eigentlich sind es stark
traumatisierte und in introvertierte Kinder und
Jugendliche. Jedes palästinensische Kind hat
wenigstens einen Familienangehörigen durch
militärische Interventionen Israels verloren.
Dazu kommt noch, dass die Kinder und
Jugendlichen oft nach ihrem Urlaub in Palästina
stark traumatisiert zurück nach Deutschland
kehren. Sie werden zeuge von brutalen
Auseinandersetzungen und erleben am eigenen Leib
den harten und militärischen Umgang der
Israelischen Behörden und Sicherheitskräften
schon bereits an der Anreise.
So berichten Schüler auch, dass sie in der Sonne
an den “Checkpoints“ stundenlang warten mussten
, dabei wurden die Waffen der israelischen
Soldaten auf sie gerichtet. Sie wurden an
einem Tag mehrere Male von Soldaten und
Polizisten durchsucht so die Kinder.
Zurück in Deutschland kriegen die Kinder nicht
die Möglichkeit das Erlebte zu verarbeiten.
Die pädagogischen
Kollegen sind wegen der deutschen Geschichte bei
der Auseinandersetzung mit dem Thema sehr
vorsichtig und zurückhaltend. Sie haben Ängste
die Geschehnisse in Palästina zu thematisieren,
die Folge- die Kinder fühlen sich nicht ernst
genommen und leben mit großen Ängsten und mit
dem Gefühl der Ungerechtigkeit.
Mit negativen Schlagzeilen kommen dann noch oft
diese Kinder in die Schlagzeilen der Medien-
werden sogar generell zu Tätern gemacht.
Manche Politiker fordern sogar eine härtere
Vorgehensweise gegen diese Kinder und
Jugendliche. Genau diese Kinder wollen aber
keine Schwäche zeigen und durch die
Darstellungen der Medien werden sie immer mehr
in die Rolle des aggressiven Arabers gedrängt,
gegen die kein Mittel ankommt.
Bemängelnswert ist, dass in Deutschland immer
noch keine Institutionen gibt, die diesen
Kindern professionelle Hilfe anbieten. Die
Pädagogen in den Schulen sind verunsichert und
überfordert. Es muss sofort gehandelt werden.
Ich frage ein 8 jähriges Mädchen aus Palästina
wieso sie über ihre Erlebnisse und Ängste mit
den Lehrern und Erziehern nicht spricht, ihre
Antwort:
Keiner guckt hin! Keiner hört zu!
Liebe Grüße Gökhan Akgün
Von: Internationale Liga für
Menschenrechte <ilmr@ilmr.de>
- Betreff: Liga fordert Freilassung
von Abdallah Abu Rahme aus Bil'in
- Die Internationale Liga für
Menschenrechte fordert die sofortige
Freilassung des palästinensischen
Lehrers und Koordinators des
Bürgerkomitees Bil'in, Abdallah Abu
Rahme, Träger der
Carl-von-Ossietzky-Medaille 2008! -
Am Morgen
des 10.12.2009, des Internationalen
Tages der Menschenrechte, wurde er
von israelischen Soldaten in
Ramallah verhaftet. Die Liga
bittet Initiativen, Einzelpersonen,
Regierungen (nicht zuletzt die
Bundesregierung) bei der
israelischen Regierung zu
intervenieren.
Am Sonntag, den 13.12.2009 beginnt
um 11:00 Uhr die Verleihung der
Carl-von-Ossietzky-Medaille 2009 an
Mouctar Bah und Kapitän Stefan
Schmidt (www.ilmr.de). Dort wird
auch die Laudatio von Abdallah auf
Kapitän Schmidt verlesen. Seine
Verhaftung wird vor einem großen
Publikum im Haus der Kulturen der
Welt nicht unerwähnt bleiben.
Im Anhang noch einmal die
Pressemitteilung zu seiner
Verhaftung in Deutsch und
Englisch
SIGN THE
LETTER TO BETHLEHEM
- I want to invite you to join
me in signing a letter to the people of
Bethlehem during this holiday season. Bethlehem
is known as the birthplace of Jesus and King
David. While it was once a bustling town,
today's Bethlehem resembles an open-air prison,
encircled by Israel's wall around and military
occupation of the city. This has caused
Bethlehem's population, particularly its
once-vibrant Christian population, to emigrate
in dramatic numbers and the town and its people
to suffer greatly.
It is important to let the people of Bethlehem
know that we stand with them during this
difficult time. So I've signed a letter to them
that will be given to the mayor of Bethlehem
and a member of Bethlehem's City Council. I
hope that you will join me by visiting
http://www.aaper.org/lettertobethlehem! Sincerly P. Rainer
Tuwani to bring electricity to
their village. The Israeli occupying forces have
systematically denied At-Tuwani the proper
permits to legally connect to the Palestinian
electrical grid.
European Union foreign
ministers have agreed that Jerusalem should be
the capital of both Israel and a future
Palestinian state following two days of talks in
Brussels; Palestinians need all the political
support they can get to keep alive the dream of
East Jerusalem as their capital.
As EU Foreign ministers discuss a Swedish
proposal to recognise Jerusalem as the capital
of both Israel and Palestine, the EU accuses
Israel of working deliberately to alter the
citys demographic balance and sever East
Jerusalem from the West Bank.
On November 24th Akiva Orr,
founder of Matzpen, the Israeli Socialist
Organization, presented the AICafe in Beit
Sahour with a guide to studying the history of
the Zionist colonization of Palestine.
Einladung zu einer weiteren Pilger- und
Solidaritätsreise ins Heilige Land
-
Da die Pilger-
und Solidaritätsreise ins Heilige Land im
Mai 2010 ausgebucht ist, gibt es eine weitere
vom 31. August - 09. September 2010.
An
alle Interessierte!
Hier mal eine Mail in eigener Sache:
im Anhang findet Ihr unseren *Jahresrundbrief 2009*
über alles, was wir an Projekten und Öffentlichkeitsarbeit
in 2009 gemacht haben.
Ein besonderer Hinweis zum baldigen neuen Jahr 2010:
Unseren wunderschönen farbigen jahresunabhängigen
* Kalender "heimatlos"* (DIN-à-3, quer) mit Fotos
von Kindern aus den palästinensischen Flüchtlingen
im Libanon und ihren Lebensgeschichten in 5 Sprachen
gibt es immer noch.
http://lib-hilfe.de/lib-kalender.html
Er kostet jetzt inklusive Versand 15€. Bestellungen
bitte an Katharina Kraufmann, kkraufmann (at) lib-hilfe.de
Für Leute aus dem Raum Reutlingen: er kann auch
bei mir in Pfullingen geholt werden.
Herzliche Grüße Ingrid Rumpf irumpf (at) lib-hilfe.de
1,000 people will gather in Cairo
and attempt to enter Gaza to show solidarity with
the community. The five of us speaking in this video
will be going from the San Francisco area.
Liebe Freunde des
palästinensischen Volkes, Edward Said hat einmal
geschrieben: „Wir müssen die Besatzung moralisch
besiegen!“
Einen Etappensieg im moralischen Sinne hat
Ismail Khatib, der Vater des im Jahre
2005 ermordeten Kindes Ahmed Khatib aus Jenin
erreicht. Er hat eine mutige, einmalige
moralische Entscheidung getroffen, als er die
Organe seines getöteten 12 jährigen Sohn an
israelische Kinder gespendet hat und somit fünf
Kinder das Leben retten konnte! Der deutsche
Regisseur Markus Vetter aus Tübingen hat die
Geschichte der Familie Khatib in einem Film „Heart
of Jenin“ verewigt. Der Dokumentarfilm hat
inzwischen Weltruhm erreicht und mehrere Preise
gewonnen. Der Vater,
der alleine den moralischen Sieg erreichte, von
dem Edward Said träumte und sprach, wird am
Samstag 6.12.2009 im ZDF in der Sendung
“Menschen 2009“ geehrt. Eine Ehre für
das gesamte palästinensische Volk, wie Ismail
Khatib mir in Hannover gestern sagte: Das ist
auch eine Gelegenheit unseren Dank an die Jury
zu richten. Und damit bitte ich euch alle euren
persönlichen Dank in einer Mail an das ZDF zu
schicken und damit evtl. den zweiten Etappensieg
über die Besatzung vorzubereiten. Mit
solidarischen Grüßen
Heidi Musharbash
Der isr. Sender Chanel 2 hat Bilder gezeigt, wie
ein Siedler aus der Siedlung Keryat Arbaa einen
Palästinenser am letzten Donnerstag überfahren
hat.
Der isr. Sender Chanel 2 hat Bilder gezeigt, wie
ein Siedler aus der Siedlung Keryat Arbaa einen
Palästinenser am letzten Donnerstag überfahren
hat.
Dem jungen Mann wird vorgeworfen zwei
Siedlerinnen verletzt zu haben. Das Video zeigt,
wie der Fahrer den Palästinenser aus Hebron "Wasim
Masuadeh" überfährt und dann rückwärts auf ihn
fährt und wieder vorwärts und darauf stehen
geblieben, obwohl die Sanitäter den durch einen
israelischen Soldaten erschossenen Palästinenser
versorgt haben. Der Soldat schaute dabei zu
(Alle anderen Auch) Der Palästinenser ist schwer
verletzt, sein Zustand sei aber stabil. Die isr.
Polizei teilte mit, dass sie den Siedler und
den Verletzten verhört. Auf Anordnung der
Polizei darf der Siedler seine Siedlung während
der Untersuchungszeit nicht verlassen (Also
wurde nicht mal verhaftet!!) >>> -
Videotipp von P. Rainer
Auch
(arabisch) >>>
Jewish families staking claim
to houses already lived in by Palestinians is
all too familiar in occupied East Jerusalem.
Revealed: The secret war over
IDF officers’ exorbitant
salaries
- The Israel Defense Forces
chief of staff, Lt. Gen. Gabi
Ashkenazi, has a monthly salary
of NIS 68,060; a major general
makes NIS 48,265 a month; and a
brigadier general makes NIS
39,340 a month. The average
monthly salary in Israel is
close to NIS 8,000. While
questions are occasionally
raised as to the disparity
between these sums, it appears
that there are other potentially
highly inflammatory data about
military wages that the army is
hiding.
IOAEditor: This
seemingly domestic Israeli
subject is important. It covers
the economic interests of the
Occupation and war. As detailed
by Amira Hass in
Israel knows that peace just
doesn’t pay, by the
late
Tanya Reinhart, and
others, the influence of the IDF
and the Israeli 'defense
industry' on the shaping of
Israel's policies and behavior
is enormous. This is just the
latest bit of evidence....
Vortrag Judith und Dr. Reiner Bernstein - 1/14
- (website: www.reiner-bernstein.de) "Naher
Osten - Ferner Frieden" am 25.11.2009 (7.
Reutlinger Abend der VHS Reutlingen und
konfessionellen Bildungseinrichtungen), mit Film
"Jerusalem - the East Side Story" von Mohammed
Alatar
Bild rechts: Kirche und
Minarett friedlich nebeneinander
in Ramallah
-
Foto Andreas Splett
Bild links: Kirche mit
Kirchturm und Minarett in
Griechenland
-
Quelle
Gazafreedommarch
in Deutschland
- Am 27. 12., ein Jahr nach
den verheerenden israelischen
Angriffen auf Gaza werden sich
Demonstranten aus aller
Welt in Kairo treffen,
um sich für ihre geplante Einreise
nach Gaza am 29.12. zu versammeln.
Am 31. 12. wollen sie sich den
Palästinensern in Gaza anschließen,
um in einem gewaltfreien "Freiheits-Marsch"
gegen die Blockade zu demonstrieren.
Auch aus Deutschland wird eine
Gruppe nach Kairo reisen, um
an diesem Marsch teilzunehmen.
Wer nicht zu dieser Teilnehmergruppe
gehört, kann sich dennoch an
dem Marsch beteiligen. Zwischen
dem 27.12. und 1.1. finden weltweit
Solidaritätsaktionen statt.
Es sollten auch deutsche Veranstaltungen
mit dabei sein.
Auf der Homepage
www.gazafreedommarch.org
können unter dem Link "solidarity
actions" Solidaritätsveranstaltungen
eingetragen werden. Hier findet
man auch viele Anregungen. Seht
mal rein und macht mit. Quelle
Dr. Edith Lutz
hart
aber fair - Schock-Entscheidung
zum Minarettverbot - wie
tief sitzt die Angst vor
dem Islam?
Sendung am 02.12.2009, 21.45
Uhr
Ganz Europa redet über die
Volksabstimmung in der Schweiz:
Per Basisdemokratie werden
da muslimische Minarette
verboten. Ist so ein Verbot
intolerant? Oder kann man
damit sogar Integration
erzwingen? Und unterschätzt
die Politik auch bei uns,
wie viel Angst die Bürger
vor dem
Islam
haben?
Gäste in der Diskussionsrunde:
Roger Köppel,
Wolfgang Bosbach,
Bärbel Höhn,
Aiman Mazyek,
Michel Friedman
Safia
al-Shrafi from the Gaza
Strip is fulfilling a lifelong
dream: to perform the Hajj
in Mecca. But her pilgrimage
to Islam's holiest city
has been a long struggle,
full of grief.
Liebe
Freunde, über verschiedene Homepages
haben wir am Sonntag von
der
Verhaftung des 19-jährigen
Palästinensers Ahmad Asfour
erfahren, der infolge eines
Raketenangriffs während des
Gaza-Kriegs schwer behindert ist.
Die Israelis haben ihn am Checkpoint
Erez im nördlichen Gazastreifen
festgenommen, als er mit seinem
Vater zu einer weiteren Behandlung
nach Jerusalem fahren wollte. Die
Geschichte hat uns sein Bruder
inzwischen bestätigt.
Wir haben Ahmad im August dieses
Jahres im Palestine Hospital in
Kairo kennen gelernt, wo er ein
halbes Jahr lang operiert und
behandelt wurde. Die Schwere seiner
Verletzungen ist bedrückend, seine
mutige Art mit der Situation
umzugehen und seine Freundlichkeit
beeindrucken umso mehr.
Die Verhaftung schockiert und empört
uns, gleichzeitig sind wir in großer
Sorge um Ahmad. Wir wollten euch
daher bitten, Protestbriefe an die
israelische Botschaft zu schreiben,
einen Vorschlag hänge ich an die
Email an. Außerdem schicken wir euch
angehängt ein Foto von Ahmad.
Herzliche Grüße Attia und Verena
Rajab -
Quelle Dr. Gabi Weber
B'Tselem documented 8 cars used to
transport Palestinian workers that were
vandalized, allegedly by soldiers. Afterwards,
the army opened a military police investigation
into the vandalizing of cars in the southern
Hebron hills.
Hamas says it is on the verge
of starting its own investigation into whether
it committed war crimes during Israel's war on
Gaza. The probe is one of the main requirements
of the recent UN-backed Goldstone Report into
the conflict, which took place during last
December and January. Most of the report's
criticism was reserved for Israel. In a rare
interview, Ismail Haniya, the deposed
Palestinian prime minister and the senior Hamas
official in Gaza, told Al Jazeera's Zeina Awad
that he is still hopeful of exchanging Gilad
Shalit, a captured Israeli soldier, for
Palestinian prisoners held in Israeli jails.
Haniya outlined what he would personally be
willing to do for reconciliation with the rival
Fatah movement. He also addressed allegations
that Hamas tortured political opponents and
suppressed their political rights.
The American International School in Gaza,
an elite private school in Gaza City, was
destroyed by an Israeli air strike on
January 2, 2009. Listen to conversations
with students, and with the director of the
school as they reflect on the frustration of
living under siege and occupation.
Am 30. 11.
2009 wird in Berlin eine gemeinsame
Sitzung der deutschen und der
israelischen Regierung stattfinden.
Im Jahr 2008 waren regelmäßige
Konsultationen der beiden
Regierungen beschlossen worden und
hatte in Israel eine erste
Zusammenkunft dieser Art
stattgefunden.
Organisationen aus der Palästina-
und
Israel/Palästina-Solidaritätsbewegung,
aus der Friedensbewegung und die
Palästinensische Gemeinde
Deutschland haben hierzu
einen Aufruf
(pdf) veröffentlicht
Die
Organisationen rufen zu einer
Protestveranstaltung auf -
am 30.11.2009, von 10:00 bis 13:00
Uhr, südlich vom Bundeskanzleramt
mehr
>>>
Explosionen in der Nacht
- Gaza Blog der SOS
Kinderdörfer- Zu
Anfang ein kurzer Hinweis: Der
NDR war in Gaza und hat mit mir
in meiner Funktion als Geologe
über die Umweltverschmutzung in
unserem Land gesprochen. Alle,
die es interessiert, finden den
Beitrag hier:
http://www3.ndr.de/sendungen/weltbilder/videos/weltbilder784.html
The Palestinian City of Salfit
in the West Bank is affected by the sewage which
flows from the neighbouring Israeli Settlement
of Ariel. This waste includes industrial and
chemical residues from the industrial area of
the Settlement, thus ruining Salfit's
agricultural land.
Herrn Bundesminister Dr. Guido
Westerwelle - Auswärtiges Amt -
11013 Berlin
Sehr geehrter Herr Minister Dr.
Westerwelle,
als Repräsentant der
demokratischen Bundesrepublik
Deutschland, deren höchstes Gut die
Einhaltung der universalen
Menschenrechte ist, appellieren wir
an Sie, sich dafür verstärkt
einzusetzen, dass die
Bundesregierung beim bevorstehenden
Besuch des israelischen Kabinetts in
Berlin folgende Erwartungen der
israelischen Regierung vorträgt:
1. Sofortiger Stopp des
Siedlungsbaus in der Westbank, in
und um Jerusalem,
2. sofortiger Stopp der
Häuserzerstörung palästinensischer
Einwohner,
3. Auflösung aller Siedlungen in der
Westbank und Rückzug auf die Grenzen
vor 1967,
4. Öffnung der Grenzen zum
Gazastreifen,
5. Freilassung der palästinensischen
politischen Gefangenen, insbesondere
Kinder, Jugendliche und Frauen,
6. rechtliche und soziale
Gleichstellung der arabischen mit
den jüdischen Staatsbürgern Israels.
Nur so ist die Schaffung eines
souveränen, lebensfähigen und
zusammenhängenden palästinensischen
Staates neben Israel
gewährleistet. Diese Regelung wird
auch die Zukunft des Staates Israel
sichern. Sollte die Regierung in
Jerusalem diesem Appell nicht
nachkommen, erwarten wir von
Deutschland und Europa eine andere
Politik gegenüber Israel.
Uns beunruhigt sehr, dass der
Nahostkonflikt immer stärker
antijüdische Ressentiments in der
deutschen Öffentlichkeit auslöst.
Mit freundlichen Grüßen
(Judith Bernstein) -
Jüdische Sprecherin der
Jüdisch-Palästinensischen
Dialoggruppe München -
www.jpdg.de
FAZ
26.11.09
LESERBRIEF: Antizionismus
ist nicht Antisemitismus -Zu "Zentralrat
trifft Bischöfe" , von Evelyn
Hecht-Galinski
Antizionismus ist
nicht Antisemitismus
- Zu
"Zentralrat trifft Bischöfe" (F.A.Z. vom 19.
November): Man wundert sich, wieso sich der
Zentralrat der Juden in Deutschland und die
Deutsche Bischofskonferenz für eine Form der
Religionsfreiheit einsetzen. Beide Seiten
kritisierten das jüngste Kruzifixurteil des
Europäischen Gerichtshofs. In Schulen
sollten weder Kruzifixe hängen, noch ist es
Aufgabe der Schulen, Antizionismus zu
bekämpfen. Antizionismus und Antisemitismus
gleichzusetzen ist der Versuch, jede
politische Kritik an einer politischen
Ideologie und Bewegung mit der moralischen
Keule totzuschlagen. Ein Antizionist ist
empört und kritisch gegenüber Taten des
Staates Israel, die dem internationalen
Völkerrecht widersprechen. Wer immer noch
nicht den Unterschied zwischen Juden,
Zionisten und Israel, also zwischen
Antisemitismus, Antizionismus und
Israelkritik begriffen hat, wird
zwangsläufig miteinander vermengen, was
auseinanderzuhalten ist. Wie sagt Artikel 17
Absatz 2 der Erklärung der Menschenrechte:
"Niemand darf willkürlich seines Eigentums
beraubt werden." Das gilt auch für den
Landraub der israelischen Regierung in
Palästina.
Evelyn Hecht-Galinski, Malsburg-Marzell -
Text:
F.A.Z., 26.11.2009, Nr. 275 / Seite 34
Ali Abunimah, co-founder of
Electronic Intifada and author of One Country: A
Bold Proposal to End the Israeli-Palestinian
Impasse delivers the keynote address at the 2009
Campus BDS Conference at Hampshire College in
Amherst, MA.