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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 86
 


21.3.2010
 

 

Kommentar  des Monats März 2010
Evelyn Hecht-Galinski, Publizistin
Und stündlich droht die Abrissbirne

Was ist am kommenden Pessach Fest anders als an allen anderen vorhergehenden?
Israel säubert und entrümpelt die Schränke. Nebenbei wird palästinensisches Land „gesäubert“ und enteignet. Der Gazastreifen ist abgesperrter denn je.
Das wird Frau Ashton nach Israels Besuchserlaubnis gesehen haben – natürlich ohne Regierungs- d.h. Hamasvertretern begegnet zu sein. Wieder einmal handelt es sich also um einen „kosmetischen Besuch“. Die Jüdische Lobby unter Führung des Europäisch Jüdischen Kongresses spielte wieder seine führende Rolle dabei, die Mitglieder des Europäischen Parlaments zu beeinflussen, seine geplante Goldstone Resolution zurückzuziehen. Die jüdische Israel Lobby in den USA maßregelte Clinton und Obama wegen ihrer Kritik an Israel. Und das auch noch erfolgreich, denn Hillary Clinton wird selbstverständlich „warme Worte“ anlässlich ihrer Rede vor der „AIPAC“, der israelischen Lobby Organisation finden. Dann können sich Hillary und Bibi wieder küssen, und der kurze Liebesentzug hat  >>>
       
 Collage E. Arendt

 
 

Die Waffe des Jüngsten Tages - Uri Avnery - ES IST schon banal zu sagen, dass Leute, die  aus der Geschichte nichts gelernt haben, verurteilt sind, ihre Fehler zu wiederholen. Vor etwa 1942 Jahren begannen die Juden in der  Provinz mit Namen Palästina eine  Revolte gegen das Römische Reich. In der Rückschau sieht sie  wie ein Akt des Wahnsinns aus. Palästina war ein kleiner, unbedeutender Teil eines Weltreiches, das gerade einen großen Sieg gegen die rivalisierende Macht – das Perserreich – gewonnen  und eine größere Rebellion in Britannien niedergeschlagen hatte. Welche Chancen hätte der jüdische Aufstand haben können? Gott weiß, was in den Gehirnen der „Zeloten“ vor sich ging. Sie eliminierten die moderaten Führer, die  davor warnten, das Weltreich zu provozieren und wurden die Führer der jüdischen Bevölkerung des Landes. Sie verließen sich auf Gott. Vielleicht verließen sie sich auch auf die Juden in Rom und glaubten, ihr Einfluss auf den Senat  würde Kaiser Nero zurückhalten. Vielleicht hörten sie, Nero sei schwach und im Begriff zu stürzen. Wir wissen, wie es weiterging: nach drei Jahren wurden die Rebellen geschlagen, Jerusalem fiel, und der Tempel brannte ab. Die letzten Zeloten begingen in Masada Selbstmord. Die Zionisten versuchten tatsächlich, aus der Geschichte zu lernen. Sie handelten in vernünftiger Weise, provozierten  die Großmächte nicht, bemühten sich in jeder Situation, das zu erreichen, was möglich war. Sie akzeptierten Kompromisse, und jeder Kompromiss diente als Grundlage für den nächsten Schritt nach vorne. Sie benützten klug die radikale Einstellung ihrer Gegner und gewannen so die Sympathie der ganzen Welt. Aber seit Beginn der Besatzung verdunkelte sich ihr Verstand. Der Kult von Masada herrschte wieder vor. >>>

 
 

JPG - 35.7 kbBil’in: Mauerprotest trotz Militäranordnung - Das Bürgerkomitee organisierte die wöchentliche  Freitagsdemonstration in Solidarität mit den religiösen Stätten in Jerusalem und trotz einer Armeeanordnung , die Bil’in bis August  zur geschlossenen Militärzone erklärte. Dutzende litten wieder unter Tränengasinhalation.

Israelische Soldaten gingen diese Woche nachts durch Bil’ins Straßen und hefteten die Anordnung des israelischen Kommandeurs an die Häuser. Israelischen und internationalen Aktivisten können danach verhaftet und deportiert werden, wenn sie sich freitags zur Zeit der Demonstration gegen die Mauer in Bil’in aufhalten.

Unbeeindruckt von dieser Militärverfügung marschierten Palästinenser, Israelis und internationale Unterstützer nach dem Freitagsgebet  zur Mauer, die Bil’in von über 50 Prozent seines Landes trennt. In Solidarität mit Bil’in nahmen prominente palästinensische Bürgerrechtler und  Politiker an der Demonstration teil. Dr. Mustafa Barghouthi, Generalsekretär der Nationalen Initiative, Abu Salim von der Palästinensischen Befreiungsfront und Mitglieder der nationalen Komitees gegen die Mauer.

Israelische Soldaten waren wie immer hinter der Sperrbarriere stationiert und empfingen die Demonstranten mit Tränengas und gummiummantelten Stahlkugeln. Einige Jugendliche rissen eine kleine Sektion des illegalen Sperrzaunes nieder und wurden von israelischen Soldaten Richtung  Dorf gejagt. Es gelang der Armee nicht, in das  Dorf einzudringen.

Iyad Burnat erhielt diese Woche eine Vorladung vom israelischen Inlandsgeheimdienst zu einem Verhör im Militärgefängnis Ofer, Westbank. Er will dieser Vorladung nicht folgen, weil er innerhalb des Bürgerkomitees von Bil’in  legale und gewaltfreie Proteste gegen die Mauer organisiere. Nach Einschätzung von Mohammad Khatib, Mitglied des Bürgerkomitees, hat der Shin Bet die israelische Armee unter Druck gesetzt, die gewaltlosen Proteste gegen die Mauer in der Westbank endlich zu unterbinden.

Eine Delegation des amerikanischen Konsulats besuchte diese Woche das Dorf Bil’in und das Bürgerkomitee, um sich über die Lage vor Ort zu informieren. Übersetzt und Zusammengefasst von Martina Lauer

 http://www.bilin-village.org/english/articles/testimonies/People-of-Bilin-defy-the-closed-military-zone-order
http://www.bilin-village.org/english/articles/press-and-independent-media/IDF-steps-up-fight-against-weekly-separation-fence-protests
http://www.youtube.com/watch?v=kvVN5fRnDkk
http://www.bilin-village.org/english/videos/7984-Dont-come-to-Bilin-again

Bilin Defies the Closed Military Zone 19-3-2010 By Haitham Al Katib


Israel versucht das was in Bilin geschieht vor der Welt zu verstecken. Vergebens wie das obige Video zeigt. Vergebens wie das nachfolgende Video zeigt, wie viele Videos zeigen. Keiner soll sagen können: "Das hab ich nicht gewußt" Schweigt nicht schon wieder, schweigt nicht länger....

Videos - Bili'n  - Ni'lin - Gewaltloser Widerstand - Proteste - Demonstrationen >>>
Sonderseiten - Texte, Kommentare zum gewaltlosen Widerstand gegen eine grausame Besatzung >>>

Bilin Laughs Off Military - This week the army tried a new tack, posting flyers all over the village declaring Bi’lin a closed military zone between 8am and 8pm on Friday, stating any unauthorised entrants could be arrested. The move represented an effort to deter supporters who converge on the village each week. Dr. Mustafa Barghouthi, secretary general of Palestinian National Initiative, expressed concern before the rally; “this declaration may be used as a justification for the vicious use of violence against peaceful demonstrators, which is probably what they intend to do. But on the other hand I can tell you it will stop us, the people here or internationals. On the contrary we are determined to continue the struggle and to continue non-violent resistance to show it is effective.” He went on to suggest the new policy reflected the “effectiveness of the non-violent campaign. We hope non-violence and the BDS campaign will help to change reality as it did in South Africa. >>>

 
 

Das „Nakba-Gesetz ist am Dienstag 16.3.20109 durch die erste Lesung in der Knesset gegangen. Das Gesetz verbietet (den Palästinensern), dass sie am israelischen Unabhängigkeitstag ihren Nakbatag trauernd begehen. Wer das Gesetz bricht, muss ein hohes Strafgeld bezahlen …. - Ich werde am Nakba-Tag trauern - Nurit Peled-Elhanan - Preisträgerin des Sacharov-Preises, Mitglied der trauernden Familien ( Bereaved Parents) und Co-Initiatorin des Russel-Tribunals über Palästina. - Ich werde am Nakba-Tag  trauern. Ich werde um das verschwundene Palästina trauern, dessen größten Teil ich nie kennen gelernt habe. Ich will trauern um das heilige Land, das seine Menschlichkeit, seine Landschaft, seine Schönheit und seine Kinder auf dem Altar von Rassismus und Bosheit  verloren hat. Ich will trauern um die jüdischen Jugendlichen, die die Häuser von Familien in Sheik Jarach überfallen und schänden, ihre Bewohner auf die Straße werfen, und im Gedenken an Baruch Goldstone, dem Mörder palästinensischer Kinder, singen und tanzen. Unterdessen schlafen die Besitzer der >>>

 
 

"My Fellow Americans, Tonight I'm Going to Talk Frankly About a Pesky Little Nation Called Israel ... "  - Alexander Cockburn - Don’t get excited. It’ll never happen. Is there really a crisis in US-Israeli relations? Yes and No. Yes, because the world’s premier power doesn’t care to have its vice president publicly humiliated by a midget of a nation whose entire population is smaller than that of Los Angeles country. No, because the elected politicians nominally running the government of the world’s premier power live in mortal fear of the Israel lobby in the United States. This time, as always, No will carry the day. (You can find a detailed narrative by Jeffrey Blankfort on this site today, from which much of this Diary is drawn.) Consider Biden’s reaction the day after Interior Minister Eli Yishai, probably with Netanyahu’s foreknowledge, announced the scheduled building of 1600 apartments – Jews only – in East Jerusalem, right at the moment Biden was trying to breathe life into the “peace process”. >>>

 


20.3.2010

 

 

Israelische Siedlerprodukte - EU nimmt Etikettenschwindel ins Visier - András Szigetvari - Nach dem Urteil des EuGH gegen israelische Siedlerprodukte will nun Großbritannien weiter Druck machen - Seit 20 Jahren drängt Israel in den Klub der mächtigsten Industrienationen, nun ist es soweit. Noch vor dem Sommer will die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) den Aufnahmebeschluss fällen. Doch Israels Beitritt hat einen brisanten Schönheitsfehler: Der statistische Meldedienst des Landes muss innerhalb eines Jahres umgekrempelt werden. Denn die Regierung in Jerusalem bezieht in seine gesamtwirtschaftliche Rechnung auch das annektierte Ostjerusalem, die Golan-Höhen und das Westjordanland mit ein, was die OECD strikt ablehnt. >>>

Sonderseite: Boykott Israel - Boykott Waren aus den Siedlungsgebieten >>>
BDS Day of Action – March 30, 2010
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Rückblick: Zerstörung von 135 arabischen Wohnungen - Michael Kachel - Die aktuelle Nicht-Krise zwischen Israel und den USA entstan d durch die israelische Ankündigung, im arabischen Teil Jerusalems weitere 1600 Wohnungen bauen zu lassen. Bislang hat Premierminister Netanjahu die Ankündigung nicht zurückgezogen. Immerhin: Um die letztlich seit Amtsantritt von Barack Obama angespannten Beziehungen zwischen Israel und den USA nicht weiter zu belasten, hat die israelische Regierung die seit langen Jahren praktizierte Zerstörung von arabischen Wohnungen in Ostjerusalem seit fünf Monaten eingestellt. Alleine im letzten Jahr wurden 89 Wohnungen von Bulldozern beseitigt. Zuvor waren es jährlich zwischen 80 und 90 Wohneinheiten. Seit dem Sechstagekrieg von 1967 hat Israel in Ostjerusalem, im Westjordanland und in Gaza 24.000 palästinensische Häuser zerstört. >>>

Sonderseiten - Zerstörungen in Palästina >>>

 
 

P r e s s e m i t t e i l u n g  - Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost – EJJP Deutschland e. V. sendet ein Schiff nach Gaza - Mitglieder der "Jüdischen Stimme" beabsichtigen, noch in diesem Frühjahr ein Schiff mit Hilfsgütern und Passagieren nach Gaza zu senden. Alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags wurden in einem persönlichen Anschreiben (s. Anhänge) über die bevorstehende Aktion informiert. An der Aktion sind auch mehrere Schulen in Deutschland beteiligt, die im Rahmen der Initiative "Schüler helfen Schülern in Gaza" gefüllte Schulranzen mit auf den Weg nach Gaza geben. Unter den Passagieren werden Mitglieder der „Jüdischen Stimme“, von EJJP wie auch Teilnehmer aus Israel sein. Weitere Informationen unter ( www.jewish-ship-to-gaza.jimdo.com )

Anlagen:
1. Faltblatt „Juden für Frieden und Schiffe nach Gaza" pdf >>>
2. Brief an alle Mitglieder des Deutschen Bundestages - doc -  >>>
3. Erklärung der Jüdischen Stimme zum Goldstone-Report - doc - >>>

Kontakt: Dr. Edith Lutz,  edith.lutz@gmx.de - Dr. Kate K.P. Leiterer,  kate.leiterer@gmx.de

 
 

Israel's unveiling of plans to build 1,600 new homes in the West Bank sparked one of the worst rows between Israel and the US in many years.
 

 


19.3.2010

 

 

Von innen umzingelt - Jens Mertens - Innerhalb der Partei Die LINKE gibt es ein Netzwerk von Mitgliedern, das gezielt an der Demontage linker Positionen arbeitet und zu dem Spektrum der sogenannten „Antideutschen“ gehört. - Die „Antideutschen“ sind eine nach der Wiedervereinigung aus der radikalen Linken hervorgegangene Strömung, die angesichts einer Welle fremdenfeindlicher Gewalt und eines erstarkten Nationalismus eine Art „Viertes Reich“ befürchtete. Antisemitismus sei „den Deutschen“ wesentlich und daher als Hauptwiderspruch zu begreifen. Als Gegenentwurf bezieht man sich auf die „antideutsche“ Koalition der Alliierten im Zweiten Weltkrieg und auf den Staat Israel als Konsequenz aus dem Holocaust. Dies führte zu ungewohnten Bildern: „Linksradikale“ liefen nun auf einmal mit USA-Fahnen auf Demonstrationen herum und forderten „unbedingte Solidarität“ mit Israel ein. „Antideutsche“ haben sich dann im Laufe der Jahre immer stärker den Positionen der Neokonservativen angenähert und können mittlerweile als eine mit einem linken Habitus agierende Variante des Neokonservatismus betrachtet werden. Insbesondere nach den Anschlägen des 11. September 2001 traten die ideologischen Gemeinsamkeiten hervor. Der US-amerikanische Neokonservative Daniel Pipes, der Anfang Februar dieses Jahres in der Welt die Bombardierung Irans forderte, gilt als Erfinder des Begriffs „Islamfaschismus“. Dieser ist zum zentralen Bestandteil „antideutscher“ Ideologie geworden. >>>

Propaganda: Am Beispiel Hermann Dierkes ... Gesinnungsverdacht als politische Waffe (SB)  - Die Kampagne zur Unterdrückung mißliebiger Kritik an der Besatzungs- und Annexionspolitik Israels ist spätestens seit dem Überfall der israelischen Streitkräfte auf Gaza zu einer festen Einrichtung im öffentlichen Diskurs der Bundesrepublik geworden. Unter der Prämisse, daß man Israel natürlich kritisieren dürfe, wenn man sich nur an die Regeln halte, die die Parteigänger der israelischen Regierung setzen, werden gestandene Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten mit dem Vorwurf des Antisemitismus überzogen. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Herkunft oder Nationalität sie sind, entscheidend ist allein, daß ihnen die Wirksamkeit ihrer Kritik zum Verhängnis werden soll. Das dabei angewendete Mittel ist so einfach wie effizient - in der Legalität internationalen und humanitären Rechts verankerte Forderungen werden unter Gesinnungsverdacht gestellt, indem sie entweder auf der Basis einer kurzschlüssigen, von inhaltlicher Konsistenz befreiten Gleichsetzung mit einschlägig bekannten Topoi des NS-Jargons zu den Urhebern der Judenvernichtung in kausale Beziehung gesetzt oder, äquivalent zur einseitigen Kriminalisierung des palästinensischen Widerstands durch die Besatzer und ihre Verbündeten, mit dem Vorwurf der Gutheißung des Terrorismus behaftet werden. Als gemeinsamer Nenner fast aller Versuche, sachkundige Analytiker des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern ideologisch zu diffamieren, sticht die Ausblendung des konkreten Gewaltverhältnisses zwischen Besatzern und Besetzten hervor. Was die Palästinenser an physischer Repression, rechtlicher Entmündigung und politischer Benachteiligung zu erleiden haben, darf  >>>

Sollte dies nun Information oder Desinformation genannt werden? - Die Behauptung, Dierkes habe den Holocaust „relativiert“, ist absurd. Zu verwundern braucht sie allerdings nicht, denn: Hermann Dierkes ist als Zielscheibe nicht allein, sondern auf einer langen Liste von ganz unterschiedlichen Menschen gelandet, die der Autor, Benjamin Weinthal, (der auch Mitarbeiter der u.a. von Henryk Broder betriebenen Internetseite „Achse des Guten“ ist)  „enttarnt“ hat. Sie werden teils als angebliche Antisemiten bezeichnet, teils in einem vermeintlich antisemitischen Dunstkreis verortet und/oder es wird ihnen vorgeworfen , „anti-israelisch“ zu sein oder „anti-israelische“ Strömungen nicht so zu betrachten, wie Weinthal dies tut. Aber darauf beschränken sich die Vorhaltungen nicht unbedingt: über zwei Mitglieder der „Antisemitismus-Kommission“ des Bundestags verbreitete Weinthal Ende vergangenen Jahres Behauptungen, die er nicht belegen konnte. >>>

Sonderseite: Die Antideutschen im Netzwerk von Honestly Concerned >>>
Ihre"Partner" die Christlichen Fundamentalisten, die falschen Freunde Israels >>>
Die Fans, Wegbereiter und Kampfgenossen der Antideutschen >>>

 
 

Eskalation in Nahost - Israel bombardiert Gaza-Streifen - Israel hat mit militärischer Härte auf einen Raketenbeschuss durch radikale Palästinenser reagiert: Kampfflugzeuge griffen in der Nacht den Gaza-Streifen an und bombardierten Schmugglertunnel sowie eine Waffenfabrik. Es seien "direkte Treffer" erzielt worden, sagte ein Armeesprecher. >>>

Kurzkommentar - Erhard Arendt - Wer reagiert, wer agiert? Wann ist ein reagieren unglaubwürdig? Gewalt lehne ich generell ab. Nur wenn eine radikale Gruppe eine Rakete abschießt, verglichen ein Bewohner aus Berlin jemanden erschießt, dann hab ich, hatt ein Staat das Recht ein ganzes Gebiet, z.B. Berlin anzugreifen?

 
 

Besatzer in Ost Jerusalem? Der Plan ist alt und hat bereits Geschichte. - Dr. Viktoria Waltz (pdf Datei) - Was heute unter der jüngsten extremistischen israelischen Regierung geschieht,  wurde lange vorbereitet. Von Herzl bis Ben Gurion, von der zionistischen Idee der Bildung eines  jüdischen Staates in Palästina, über die blutgetränkte Staatsgründung 1948 bis heute gibt es viele Meilensteine. Seit 1967 wurden tausende Palästinenser aus Jerusalem getrieben, in und um die Altstadt wurden Häuser gewaltsam und illegal von radikalen Siedlergruppen besetzt, darunter auch von Ariel Sharon,  und heute wird unter dem scheinheiligen Begriff der 'Stadterneuerung' und 'Restaurierung' historischer Stätten dem arabischen Jerusalem, der palästinensischen Hauptstadt ein letzter Stoss versetzt. 200.000 Siedler besetzen seit 1967 bereits  gewaltsam palästinensischen Boden - mit Hilfe eines groß angelegten staatlichen Bodenraubprogramms, dass nicht den Namen  'Planung' verdient, sondern schlicht kriminell zu nennen ist. Das ökonomische, soziale und kulturelle Leben der Palästinenser ist zunehmend durch Steuern, Mauerbau, Verbote und ständigen Kontrollen zum Erliegen gebracht.  Jersualem soll das gleiche Schicksal ereilen wie schon Akka, Jaffa und Haifa in Israel, wo seit 1948 eine systematische Entarabisierung und Judaisierung stattgefunden hat und noch immer fortgesetzt wird. Diese Geschichte muss erzählt werden und denen entgegengehalten, die die jetzige Zerstörungspolitik in Jerusalem  nur für eine momentane Problematik sehen wollen, eine 'Entgleisung' der jetzigen ´Regierung unter den Zionisten Netenjahu und Liebermann. Nein, die Sache hat Methode und sollte die Welt endlich dazu bringen, Israel zu zwingen, auf den Boden der internationalen  Beschlüsse zurückzukehren und wenn nötig mit der Verweigerung aller finanziellen und militärischen Unterstützung, die Israel bisher von Europa und den USA erhält. Alles andere ist Komplizenschaft der Mächtigen und Mitschuld an der Zerstörung des palästinensischen Volkes und seiner Lebensgrundlagen, Genozid, und Urbizid. Die Geschichte in kurzer Form nachzuschauen auf .... >>>

 
 

Eiskalte Freundschaft - Inge Günther - Israel und die USA befinden sich in einer Beziehungskrise. Der geplante Siedlungsbau in Jerusalem hat das Vertrauen immens erschüttert. Dennoch sind die beiden Nationen im Kampf gegen Iran zu einem Bündnis verdammt.  - Bei Beziehungsproblemen kommt schnell eine Frage auf: wer braucht wen mehr. Bei der Vertrauenskrise zwischen Israel und den USA ist das nicht anders. Die nationalrechte Siedlerlobby führt sich auf, als ob sich die Netanyahu-Regierung einen Bruch mit der Obama-Administration leisten könne. Sie hat vier Fürsprecher im „Forum der Sieben“, dem inneren israelischen Kabinett. Schon deshalb tut sich Premier Benjamin Netanyahu so schwer, mehr Entgegenkommen im Friedensprozess an den Tag zu legen, wie es US-Außenministerin Hillary Clinton verlangt. >>>

Läuft der Pseudostreit um Israels Siedlungspolitik aus dem Ruder? (SB) - Wenngleich außer Frage steht, daß für Washington, die EU und die Regierungen Westeuropas die rückhaltlose Unterstützung Israels Teil der Staatsräson ist und mithin allen anderen Erwägungen übergeordnet bleibt, bedarf es doch von langer Hand entworfener Strategien und aufwendiger taktischer Manöver, dies der Bevölkerung der Vereinigten Staaten und Europas dauerhaft und zweifelsfrei plausibel zu machen. Da der seit Jahrzehnten vorgehaltene Friedensprozeß im Nahen Osten zwangsläufig das ideologische Kernstück der Doktrin bleibt, dessen Scheitern den Palästinensern anzulasten, läßt sich das Empfinden der Bürger, die dieser Vorgabe ihrer Regierung widerspruchslos Folge leisten sollen, nur bei der Stange halten, sofern auf israelischer Seite Entgegenkommen und Kompromißbereitschaft zu erkennen ist. Auch wenn man voraussetzen muß, daß das Bild der Palästinenser hierzulande weithin mit Argwohn befrachtet oder von Gleichgültigkeit geprägt ist, kann dies doch niemals ein selbsttragender Automatismus sein, der vor Rissen oder Brüchen gefeit wäre. >>>

Washington und Jerusalem inszenieren einen Konflikt (SB) - Scharade für das staunende internationale Publikum - Die Vorstellung, in israelischen und US-amerikanischen Regierungskreisen herrschten Verwirrung oder kontroverse Auffassungen, deren sichtbarer Wellenschlag die widersprüchlichen Äußerungen und Signale im Umgang miteinander seien, mutet wenig überzeugend an. Sehr viel wahrscheinlicher ist da schon, daß die beiden Administrationen ihre Scharade fortsetzen, die alle Zuschauer in den Bann der Inszenierung schlägt, wie Washington und Jerusalem miteinander klarkommen. Mit wohltönenden Worten und vollmundigen Versprechen hat Barack Obama aller Welt vorgegaukelt, er werde den Durchbruch im Nahostkonflikt herbeiführen und einen substantiellen Friedensprozeß einleiten. Seither starrt man gebannt auf die beiderseitigen Befindlichkeiten und versucht jede diplomatische Nuance auszudeuten, als lasse sich aus dieser Farce tatsächlich ein Silberstreifen am Horizont ableiten. Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall, denn von dem vielbeschworenen Druck der US-Regierung auf Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Kabinett ist nichts zu erkennen, obgleich man auf israelischer Seite immer neue Klötze nachlegt. >>>

 
 

Obama: "Keine Krise" zwischen Israel und USA - ... der Streit geht weiter: Inwieweit kann oder will der amerikanische Präsident seine Forderungen nach dem Stopp neuer Siedlungsbauten bei der israelischen Regierung durchsetzen? - Das schreibt sich in eine Tradition ein und ist auch in diesem Sinne konzipiert: In einem Interview mit dem Fernsehsender Fox erklärte der amerikanische Präsident gestern, dass es "keine Krise" zwischen den Freunden Israel und USA gebe. Vor allem in der Sicherheitspolitik sei man nach wie vor engstens miteinander verbunden: "Israel's security is sacrosanct." Bestätigungen des Präsidenten, dass die USA angesichts der Bedrohung aus Iran "aggressiv" die Durchsetzung neuer Sanktionen betreiben, komplettierten das Bild der beiden Partner, zwischen deren Sicherheitsinteressen "kein Blatt Papier" passe, wie der amerikanische Vizepräsident Biden betont hatte - bevor es vergangene Woche zum dem Eklat kam. Ausgelöst wurde er durch die Bekanntgabe der geplanten Neubauten in Ost-Jerusalem. Seither hatte sich der Streit in der Öffentlichkeit hochgeschaukelt und breit gestreut. Kritik an Israel gab es dabei von allen Seiten. >>>

 
 

Pax Christi - Kommission Israel/Palästina von Pax Christi Österreich - Memorandum - (pdf Datei) - Vorbemerkungen - Als Kommission Israel/Palästina der österreichischen Sektion von Pax Christi ist es unser Anliegen, die Hintergründe für den Konflikt, der Israelis und PalästinenserInnen in Angst und Schrecken versetzt, besser zu verstehen und entsprechend zu handeln. Zielsetzung dieses Memorandums ist es, dass Aktionen und Stellungnahmen von Pax Christi Österreich, ihrer Kommission Israel/Palästina und ihrer Landesgruppen in Bezug auf Israel und Palästina auf Grundlage der gemeinsam erarbeiteten Position erfolgen. Wir sind bestürzt darüber, dass den palästinensischen Menschen, die seit Generationen im Land leben, der Lebensraum immer mehr entzogen wird. Die Fakten der letzten 60 Jahre zeigen Grundzüge einer systematischen Verdrängung. Wir sind bestürzt darüber, dass die BürgerInnen Israels in der ständigen Angst vor Bombenattentaten und Raketenangriffen leben müssen. Den Betroffenen dieser Menschenrechtsverletzungen beider Seiten gilt unser Mitgefühl. Mit unserer Solidarität stehen wir Seite an Seite mit den Bewegungen der PalästinenserInnen und Israelis, die sich für Frieden einsetzen1, sowie den internationalen Friedensbewegungen und allen, die in gewaltfreier Weise für Frieden und Gerechtigkeit eintreten >>>

 
 

Henryk M. Broder (oder Lucy de Broder) belegt wieder einmal "meisterlich", warum er gewisse Begriffe (Niveau, Moral usw.) nicht verinnerlicht und verstanden hat - Erhard Arendt -Er gibt uns immer wieder einen intensiven Einblick in seine Niveaulosigkeit. "Nun gut, eine Halluzination ist immer noch besser als gar keine Wichsvorlage". Wie recht doch das Berliner Landgericht hat...  Das qualifiziert ihn sicherlich nicht nur für eine Fernsehsendung bei der ARD. Damit könnte er ab 23:20 Uhr beim Sender "Das Vierte" als Kommentator auch Antideutsche und christliche Fundamentalisten aufgeilen. Broder zieht die Hosen runter und schreibt:

"Die Ziege zur Gärtnerin gemacht - Von einer linksreaktionären Schlampe “Islamhasser” und genannt zu werden, ist ein Kompliment, etwa so, als würde ein Pius-Bruder einem “schwule Sau” nachrufen. Und wenn ich ein “Islamhasser” bin, dann ist Frau Jelpke nur deswegen Politikerin geworden, weil sie nicht einmal einen Wet-T-Shirt-Wettbewerb in Lüdenscheid gewonnen hätte."

Was hatte Frau Jelpke gemacht? Hat sie nicht gelesen, wie sogar Alan Posener die "Achse des Guten" beschreibt: ""Für mich riecht es nach Stalinismus."  Wie man mit "Abweichlern" umgeht belegt nun Broder mit Schaum vor dem Mund. Bei ihm ein Beleg dafür, das etwas zutrifft und getroffen hat.
Warum präsentiert er der Nation nicht solche Sprüche in einem Videoblog? Das möchte man gerne sehen.....

Frau Jelke schrieb: "Doch um »Experte« zu sein, zählt offenbar für Kristina Schröder weniger wissenschaftliche Sachkenntnis als die richtige oder besser rechte Gesinnung. So lud sie im Juni 2008 für eine Anhörung zum Thema Antisemitismus ausgerechnet den rabiaten Islamhasser und Pöbel-Publizisten Henryk M. Broder als »Islamexperten« in den Innenausschuß des Bundestages ein. Dazu meinte damals Evelyn Hecht-Galinski: »Machen ihn seine verleumderischen Aussagen gegen alle Israelkritiker bereits zum Antiislamexperten?«

Mit seinem heutigen Kommentar belegt Henryk M. Broder eindeutig die Aussage von  Frau Jelke und Frau Evelyn Hecht-Galinski. Zur Zeit demaskiert Henryk M. Broder sich oft gekonnter selbst,  als es ein anderer je könnte. Jeder hat ja einen inneren "Schweinehund". Beim Broder kommt er nur auf Umwegen zu Wort.  IM Broder entlarvt sich so immer öfters selber.
In Fortsetzung wird er wohl der Enthüller des Jahres....

PS. Bei seinem Schreiben hat Henryk de Beukelaer anscheinend ganz vergessen, dass sein mehr als fragwürdiger
Spezi Matthias Küntzel Mitglied des KB war. Wo steht übrigens Henryk M. Broder politisch, eher rechts oder noch links? Gestern viel es mir ein. Wie eine Windfahne blickt er immer in die Richtung in die der größte Wind bläst, dreht sich dorthin. Kürzlich war ein NPD Mann voller Begeisterung, als Broder in Leipzig auf Nachfrage
"ob er sich mit seiner scharfen Multikulti-Kritik nicht zum Sprachrohr von „Rassisten“ und „Rechtsradikalen“ mache, worauf Broder nur erwiderte: „Manchmal sind mir die falschen Freunde lieber als gar keine." Glücklich über die Verkündete geistige Nähe sagte er zum Schluss: "Herr Broder“, sagte er, „ich danke Ihnen für Ihre klaren Worte."

 
 

PJ Crowley, a US State Department spokesperson, tells Al Jazeera that the US has "outlined some concerns to the Israelis" and is waiting for a response from the Israelis to see "what level of commitment Israel has to move forward" on Middle East talks.
 

 
 

Dr. Barghouthi Pledges Support To Beleaguered Jerusalemites - Mustafa Barghouthi: “I do not have any permission issued by the Israeli authorities to enter East Jerusalem, and I do not recognise the fact that Israel has the power to issue permits to Palestinians to enter their city. We are here on the day in which Israel is establishing facts on the ground, to show that we will never give up Jerusalem.”... >>>

 
 

13 Human Rights Organizations Petition the Supreme Court: Israel Should Not Determine Which Parent a Palestinian Child Lives with
Gisha
- News Release - HaMoked: Center for the Defence of the Individual, Gisha – Legal Center for Freedom of Movement, and 11 other Israeli and Palestinian human rights organizations petitioned the Supreme Court today against the military and the Minister of Defense, demanding the revocation of an illegal procedure which prevents Palestinians living in the Gaza Strip from relocating to the West Bank, even in clearly humanitarian cases. The petition, written by Att. Ido Blum of HaMoked, states: “With the stroke of a pen, the procedure severs the fabric of life between Gaza and the West Bank for residents of the Territories. It effectively cancels Palestinians’ right to family life, tearing apart families and separating spouses, parents and children, grandparents and grandchildren."

 


18.3.2010

 

 

Wissen Sie... was Sie mit 729 Einkaufen? -  FrauenNetzwerkNahost - Es ist nicht überraschend, wenn Ihnen die Zahlenfolge 729 bislang nichts sagt. Es handelt sich um den sogenannten „Ländercode“ am Beginn eines Strichcodes, der Aufschluss darüber gibt, woher eine Ware stammt. Ein Strichcode mit den Ziffern 729 verweist darauf, dass ein Produkt aus Israel kommt. Den Strichcode 729 tragen aber auch Waren, die etwa in Ma'ale Adumim oder in der Industriezone von Barkan hergestellt worden sind – also in israelischen Siedlungen auf besetztem palästinensischem Gebiet.  Die systematische Besiedlung von besetztem Gebiet stellt einen schweren Verstoß gegen das Völkerrecht dar. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 fordert das FrauenNetzwerkNahost daher die eindeutige Kennzeichnung von Waren aus den völkerrechtswidrigen Siedlungen. In mehreren Postkartenaktionen haben wir auf das Problem hingewiesen, dass Verbraucher/innen mit ihrer Kaufentscheidung unwissentlich Völkerrechtsverletzungen unterstützen. >>>

FrauenNetzwerkNahost - Wissen Sie woher diese Früchte kommen >>>
Dattel-Postkartenaktion >>>
Postkarte zu Produkten aus den illegalen Siedlungen in den besetzten Gebieten >>>

Sonderseite - Boykott Apartheit in Israel >>>

 
 

Hamlet sollte Cäsar weichen - Uri Avnery - Das Verhältnis zwischen Obama und Netanyahu ist angespannt, seit die US-Regierung keine Zugeständnisse mehr machen will und einen Siedlungsstopp in Ost-Jerusalem fordert - George Mitchell sollte das Känguruh mit dem leerem Beutel sein. Hierhin und dorthin hüpfen, nach Jerusalem und nach Ramallah, Damaskus, Beirut, Amman, aber – Gott bewahre – nicht nach Gaza-City. Er hüpfte und hüpfte, holte aber nichts aus seinem Beutel, weil der leer war. >>>

Hü und hott - Inge Günther - Die Schelte war schrill, und sie kam ausgerechnet vom Schwager des israelischen Premiers. Hagi Ben-Artzi, Sprachrohr der Ultrarechten, bezichtigte am Mittwoch im Armeesender US-Präsident Barack Obama, ein heimlicher Antisemit zu sein. >>>

Pressestimmen - "Völlige Unreife" - "Obamas Ansehen und Amerikas Glaubwürdigkeit stehen auf dem Spiel" -  Die gestörten Beziehungen zwischen Israel und den USA stehen auch am Donnerstag im Vordergrund internationaler Pressekommentare >>>

Obamas Grenzen - Beleidigte USA, zornige Palästinenser - Werner Pirker - Dem amerikanischen Unmut über die von der israelischen Regierung just während des Besuches von US-Vizepräsident Biden getroffene Entscheidung zur Fortsetzung des Siedlungsbaus in Ostjerusalem folgte der palästinensische Zorn. Netanjahu und die Seinen scheint beides nicht sonderlich zu beeindrucken. Den Ärger, den sie in Washington vor allem ob des gezielt »ungeschickten« Timings auslösten, brauchen sie tatsächlich nicht sonderlich zu fürchten – US-Außenministerin Clinton preist bereits wieder die »unverwüstliche Verbundenheit« zwischen beiden Ländern. >>>

 
 

»Ich unterwerfe mich keiner ›Staatsräson‹« - Linke-Politiker steht trotz Rufmordkampagne zu Kritik an israelischer Politik. Ein Gespräch mit Hermann Dierkes - Interview: Lenny Reimann - Hermann Dierkes ist Vorsitzender der Linksfraktion im Rat der Stadt Duisburg - Sie haben im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt, weil Sie einen Boykott von Waren aus den von Israel besetzten Gebieten befürworten. In diesen Tagen werden Sie mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert. Benjamin Weinthal etwa schlagzeilte am Dienstag in der FR »Anti-israelische Äußerungen der Linken. ›Läppisches‹ Existenzrecht«. Worum geht es diesmal? Seit vergangenem November stelle ich zusammen mit der Journalistin Sophia Deeg unser gemeinsames Buch »Bedingungslos für Israel?« vor. Es besteht aus etwa 20 Beiträgen, teils namhafter israelischer, palästinensischer und internationaler Autoren, die sich kritisch mit der Lage in Israel selbst, dem brutalen Überfall auf den Gazastreifen und dem deutsch-israelischen Verhältnis auseinandersetzen. Der Band ist auch eine Antwort auf die gegen mich gerichtete Rufmordkampagne, die darin beschrieben und dokumentiert ist. >>>

»Dierkes Gegendarstellung zum FR-Artikel „Antiisraelische Äußerungen der Linken – läppisches Existenzrecht“ - Gegendarstellung im Sinne des Presserechts - Bezug: Artikel von Benjamin Weinthal in der FRonline vom 15.03.2010 - Gegendarstellung zum Artikel „Antiisraelische Äußerungen der Linken – läppisches Existenzrecht“ Ihres Korrespondenten Benjamin Weinthal in der Ausgabe der FRonline vom 15.03.2010 1.Sie erwecken den Eindruck, ich sei per Video Hasstiraden gegen Juden und den Staat Israel überführt worden. Richtig ist: Die Veranstaltung im November letzten Jahres wurde von einer Berliner Solidaritätsgruppe im Medienbereich (public solidarity) in Absprache mit mir aufgezeichnet und unmittelbar danach ins Internet gestellt. Bei der neuerdings kursierenden Fassung auf YouTube handelt sich um einen Auszug von der autorisierten Veröffentlichung. 2.Sie zitieren mehrfach Personen und Stellungnahmen, um mich als Israel-Hasser und Antisemiten verunglimpfen. Richtig ist: Ich habe auf der Basis von Menschen- und Völkerrecht die Handlungen der israelischen Regierung und Armee kritisiert und für Wege zu einem gerechten Frieden argumentiert. Das hat mit Rassenhass und Antisemitismus nicht das Geringste >>>

 
 

US - Israelische Beziehungen auf einem Tiefpunkt - Hillary Clinton kann schroff sein, und sie dürfte es gewesen sein während ihres Telefonats mit Israels Premier Benjamin Netanjahu. - Michael Kachel -  Sie wird sich genau daran erinnert haben, wie Netanjahu versuchte, ihren Mann Bill Clinton während dessen Präsidentschaft an der Nase zu führen. Just in den gerade beendeten Besuch von US Vizepräsident Joe Biden platzte die Nachricht aus dem Jerusalemer Innenministerium, es seien weitere 1600 jüdische Wohneinheiten für das arabische Ost-Jerusalem genehmigt worden. Biden vermied einen Eklat, auch wenn ihm die Verärgerung anzusehen war. Selbst wenn Netanjahu höchst wahrscheinlich nicht derjenige war, der die Nachricht lancieren ließ, so muss man aus seinem anschliessenden Lavieren schliessen, dass er nicht willens oder nicht in der Lage ist, ein Machtwort gegenüber seinen rechten Koalitionspartnern zu sprechen. >>>

 
 

Das Flüchtlingslager Nahr al-Bared hat sich bis heute nicht vom verheerenden Krieg 2007 erholt. Die libanesische Armee hält das Camp und die 20.000 zurückgekehrten PalästinenserInnen nach wie vor fest im Griff. Die militärische Belagerung behindert den wirtschaftlichen Wiederaufbau Nahr al-Bareds stark, da der Zugang enorm restriktiv ist und das Gebiet zur Militärzone erklärt wurde. Nach einer kürzlich erschienenen Studie werden die Präsenz und Maßnahmen der Armee von 98 Prozent der palästinensischen GeschäftsbesitzerInnen als Problem bezeichnet. Das Militär begründet seine Präsenz derweil mit der Garantie der Sicherheit der Flüchtlinge. Der 30-minütige Film dokumentiert die Konsequenzen der Belagerung Nahr al-Bareds. HändlerInnen und Handwerker erklären ihre spezifischen Probleme und der zuständige UNRWA-Projektmanager, eine Projektkoordinatorin der Palästinensisch-Arabischen Frauenliga, der Präsident des lokalen Händlerkomitees und ein Wissenschaftler schildern ihre Perspektiven und Gedanken zum Thema.

Nahr al-Bared Camp: Checkpoints und mehr

 
 

Rachel Corrie's memory, Israel's image - Neve Gordon - Seven years ago on March 16th, Rachel Corrie was crushed to death by a Caterpillar D9R Israeli bulldozer while nonviolently protesting the demolition of Palestinian homes in Rafah, Gaza Strip, along with other members of the International Solidarity Movement (ISM). Now her parents, sister and brother are suing the State of Israel and the defense minister, claiming wrongful death. The suit's objective, according to Rachel's mother, Cindy, "is to illustrate the need for accountability for thousands of lives lost, or indelibly injured, by [Israel's] occupation.... We hope the trial will bring attention to the assault on nonviolent human rights activists (Palestinian, Israeli and international) and we hope it will underscore the fact that so many Palestinian families, harmed as deeply as ours or more, cannot access Israeli courts." >>>

 
 

Wer wird Biblionär? - Peter Münch - Ärger mit den USA, Unruhen in Jerusalem: Bei Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ist die Freude dennoch groß. Sein Sohn Avner gewinnt ein religiöses Quiz und wird Israels Bibel-Champion. Manchmal ist es schön, wenn man einfach in seinen Hubschrauber steigen und entschwinden kann. Am Nachmittag hatte Benjamin Netanjahu den Schalter geschlossen in seinem Regierungssitz.- Den Anruf bei Hillary Clinton in Washington, die Antworten erwartet auf Dinge, zu denen er wirklich nichts sagen will, hat er auf irgendwann später verschoben und sich auf den Weg gemacht in den Norden Israels. Unter ihm zogen noch die Schwaden von brennenden Autoreifen und Tränengas durchs umkämpfte Jerusalem, doch in Kiryat Schmona war die Luft rein - und die Freude groß. Denn Netanjahu durfte samt Gattin Sara persönlich teilhaben am Sieg seines Sohnes im nationalem Bibelquiz. Avner Netanjahu, 15 Jahre alt und hochgewachsen, hat insgesamt 12000 Konkurrenten ausgestochen und in der Endrunde über elf Finalisten triumphiert. Nun ist der Spross des Premiers Israels Bibel-Champion. >>>

 


17.3.2010

 

WIR WERDEN SIE NICHT VERGESSEN
VOR SIEBEN JAHREN AM 16.3.2003 WURDE RACHEL CORRIE GETÖTET

EINE VON VIELEN - EINE VON UNS

Bei dem israelischen Versuch ein palästinensisches Haus in Rafah zu zerstören, wurde Rachel Corrie, eine amerikanische Friedensaktivistin der Organisation "International Solidarity Movement " am 16.3.2003 von einem Bulldozer der israelischen Besatzungsarmee IOF erfasst und getötet. ....  Rachel war als Mitglied des International Solidarity Movement ein Teil der internationalen Zivilgesellschaft wie wir alle. Durch ihr Handeln bekannte sie sich zu ihrer Verantwortung für die inhärente Würde und die gleichen Rechte aller Menschen, damit auch das Recht auf eine Nationalität. Gewaltlos stellte sie sich der Gewalt entgegen, die die Besatzung den Palästinensern ... Sonderseite >>>

Tulkarem and Ramallah mark the seventh anniversary of the death of Rachel Corrie >>>
 



My name is Rachel Corrie | Remember Rachel Corrie

Robert Naiman: Can President Obama Mobilize His Inner Rachel Corrie? - Today is the seventh anniversary of the death of Rachel Corrie in Gaza by an Israeli  government bulldozer, and the anniversary this year comes at an unusually bad time in US-Israel relations -- by which I mean, of course, that it comes at an unusually wonderful time in US-Israel relations, one of those rare times in which the US appears to put some real effort into establishing narrower boundaries for Israel's behavior towards the Palestinians. It's easy for long-time observers to be cynical. We've seen it all before: strong words from the U.S. to Israel followed by abject retreats. And there's something in our collective consciousness that counts false hope a greater danger than false pessimism. The pessimist will be right more often; but the optimist will contribute more to positive social change. Each person has to ask herself which is more important: to be right more often, or to contribute more to positive social change? It's not every day that the press carries reports that the top U.S. military commander in the Middle East, the top military commander of all our armed forces, and the Vice President of the United States are telling Israel that its treatment of the Palestinians is endangering US troops in Afghanistan and Iraq. As Mark Perry notes in the cover story at Foreign Policy, "There are important and powerful lobbies in America... But no lobby is as important, or as powerful, as the U.S. military." >>>

Rachel Corrie - Interview - zwei Tage vor ihrer Tötung

Parents of Rachel Corrie speak out - Amy Goodman - HAIFA: Rachel Corrie was a college student from Washington state who tried to slow the destruction of Palestinian homes in Gaza. She was a nonviolent human rights protester who was crushed to death by an Israeli military bulldozer on March 16, 2003. The Israeli Defense Forces were not held accountable. But, the parents of Rachel Corrie this week, are actually having their day in court. They are currently in Haifa, Israel for the civil case involving the death of their daughter. Cindy and Craig Corrie — two courageous parents who are trying to find justice in a nation that routinely destroys the homes of Palestinian people in its ever-broadening claim of the tiny amount of remaining Palestinian land —speak out. >>>

The Life of Rachel Corrie -- Part 1

Corrie witness: Army tried to alter my statement >>>
 
 

Eine Kette von Provokationen - Palästinenser reagieren am »Tag des Zorns« auf israelische Willkür - Karin Leukefeld - Mit einem »Tag des Zorns« haben Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten auf die Öffnung der Hurva-Synagoge am Montag reagiert. In der Ostjerusalemer Altstadt lieferten sich palästinensische Demonstranten und israelische Sondereinheiten von Armee und Polizei während des gesamten Dienstags Kämpfe. Die Palästinenser warfen Steine auf die Soldaten, die ihrerseits Tränengas und Blendgranaten einsetzten. Berittene Polizisten trieben die Demonstrationen wiederholt in die Wohnviertel zurück. Tränengasgranaten landeten auch in Wohnungen. >>>

Provokant - Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Wolfgang Gehrcke, erklärt zur fortgesetzten Siedlungspolitik Israels: Provokant demonstriert der israelische Ministerpräsident Netanjahu der ganzen Welt, daß internationale Verträge, Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, die Road Map und andere getroffene Vereinbarungen nach Gusto mißachtet werden. (...) Saft- und kraftlos agiert das so genannte Nahostquartett. Die Europäische Union hat sich zwar eine Außenbeauftragte zugelegt, aber von einer europäischen Nahostpolitik ist kaum etwas zu spüren. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert milde die israelische Regierung, mehr ist nicht drin. Tatsächliche Solidarität mit den Bürgerinnen und Bürgern Israels würde erfordern, klipp und klar zu sagen, daß diese kompromißlose, eigennützige Politik mittlerweile die größte Gefahr für Israels Sicherheit birgt. >>>

"Tag des Zorns" - Jerusalem wird zum Kampfplatz - Die Lage in Israel wird bedrohlich. Wegen der Wiedereröffnung einer Synagoge in der Altstadt kommt es zu Straßenschlachten zwischen Palästinensern und Polizei. Und auch diplomatisch stehen die Signale auf Halt – die USA stellen ihre Vermittlungsbemühungen vorerst ein. >>>

Ausschreitungen in Jerusalem - Es ist der fünfte Tag in Folge, an dem sich Palästinenser vor allem in Ost-Jerusalem Straßenschlachten mit der israelischen Polizei liefern. Augenzeugen berichten, dass sie die Sicherheitskräfte mit Steinen bewarfen und Reifen und Mülleimer in Brand steckten. Die Polizei habe mit dem Einsatz von Tränengas und Gummi-Geschossen reagiert. Gegen vermummte Palästinenser sei sie mit Blendgranaten vorgegangen. 45 Palästinenser wurden nach Behördenangaben festgenommen, 38 mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Mindestens neun Beamte wurden laut israelischen Behörden verletzt. >>>

 
 

Der Tanz auf dem Vulkan - Jerusalem ein Pulverfass, das Verhältnis zu den USA vor einem Scherbenhaufen und die Koalition vor der Zerreißprobe. Israels Ministerpräsident hat sich sein Amtsjubiläum wohl anders vorgestellt. - Die öffentlichen Rüffel der engsten Verbündeten aus den USA und Deutschland haben in Israel Wirkung gezeigt. Jetzt zerren alle am Regierungschef - allerdings in verschiedene Richtungen. Das politisch rechte Lager drängt Netanjahu, im Streit über die umstrittenen Bauprojekte im arabischen Ostteil Jerusalems keinen Zentimeter zurückzuweichen; koste es, was es wolle. Mehrere Mitglieder der sozialdemokratischen Arbeitspartei drohen damit, die Regierungskoalition zu verlassen, falls es nicht bald Fortschritte im Friedensprozess gibt. Der liegt nämlich seit 15 Monaten auf Eis. Und dann muss Netanjahu auch noch den arabischen Ostteil Jerusalems fest im Blick behalten. Dort gärt es gewaltig. >>>

 
 

Yahav Zohar (ICAHD) - Konfliktlösung aus Sicht eines israelischen Friedensaktivisten (SB) - Interview mit Yahav Zohar am 26. Februar 2010 in Berlin-Mitte - Yahav Zohar vom Israelischen Komitee gegen Häuserzerstörungen (ICAHD) befand sich im Januar und Februar auf einer Vortragsreise in Deutschland, die ihn in 20 Städte und auf 40 Veranstaltungen führte. In diesem Rahmen kam er am 26. Februar nach Berlin, um mit anderen Friedensaktivisten anstelle des ursprünglich vorgesehenen US-Politologen Dr. Norman Finkelstein Rede und Antwort zu Lösungsmöglichkeiten im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern zu stehen. Die auf politischen Druck hin erwirkte Absage Finkelsteins war ein Anlaß unter mehreren, den diesen Konflikt betreffenden neuen deutschen McCarthyismus zu thematisieren. >>>

Yahav Zohar - icahd - Vortrag in Stuttgart 15.02.2010 - 17 Videos >>>

 


16.3.2010

 

 

Palästinenserpräsident macht Druck - Abbas will Israel-Kritiker absägen - Palästinenserpräsident Abbas fordert den Rücktritt des UN- Sonderberichterstatters Falk. Menschenrechtler protestieren. - Andreas Zumach -  Richard Falk, UNO-Sonderberichterstatter über die Menschenrechtssituation in den von Israel besetzten Gebieten, soll zurücktreten. Er gilt innerhalb des UN-Systems seit Jahren als einer der schärfsten Kritiker der israelischen Politik im Gazastreifen und im Westjordanland. Die Rücktrittsforderung kommt von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) unter Präsident Mahmud Abbas. Auf Verlangen der PA vertagte der UN-Menschenrechtsrat bereits die für Montag anberaumte Beratung über den jüngsten Bericht Falks auf einen unbestimmten Zeitpunkt. Bei unabhängigen palästinensischen und israelischen Menschenrechtsorganisationen löste die Kampagne der PA gegen Falk massive Kritik aus. >>>

Kurzkommentar - Erhard Arendt: Ein verfrühter Aprilscherz oder wurde Abbas gewendet?

„Sehen ist Verstehen“ - John Ging, Chef des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge, vermisst internationalen Willen zur Beendigung der Blockade Gazas - Die neue EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wird bei ihrem Antrittsbesuch in Nahost diese Woche auch nach Gaza reisen. Sie ist damit die erste hochrangige Politikerin, der Israel seit langem die Einreise nach Gaza erlaubt. Wie wichtig ist das? Ich begrüßte es sehr, dass Ashton Gaza besuchen wird. Ich ermutige jeden Politiker, selbst nach Gaza zu kommen. Denn Sehen ist Verstehen. Niemand spricht mehr von der andauernden Blockade des Gazastreifens. Ist alles in Ordnung? Absolut nicht. Das beherrschende Thema in Gaza ist die Blockade. Von den viereinhalb Milliarden Dollar, welche die Weltgemeinschaft zum Wiederaufbau Gazas nach dem Krieg vor einem Jahr zur Verfügung stellte, ist kein Dollar in Gaza angekommen. Weil es durch die Abriegelung keinen Zugang für die Materialien gibt. >>>

 
 

Kommentar: Druck aus Washington - Israel hat seine Schutzmacht nachhaltig gekränkt - Martin Damerow - Weiß noch irgendjemand, was in der »Roadmap« stand? Jenem viel zitierten »Fahrplan zum Frieden« für den Nahen Osten? Wohl wahr, man hat lange nichts mehr davon gehört. Jetzt aber hat US-Außenministerin Hillary Clinton den Israelis alle darin formulierten Kernforderungen an den Kopf geworfen mit dem Appell, diese wieder auf die politische Agenda zu setzen. Das bedeutet: Die Festlegung einer endgültigen Grenze zwischen Israel und Palästina, die Klärung des künftigen Status’ von Jerusalem sowie des Schicksals der palästinensischen Flüchtlinge, die bei der Staatsgründung Israels 1948 vertrieben worden waren. Das sind all jene Fragen, welchen Israel seit Jahrzehnten aus dem Weg geht. Ganz offensichtlich ist Washingtons Wut über Israels jüngsten diplomatischen Affront noch nicht verraucht >>>

 
 

Lesung mit Hermann Dierkes
16. März 2010 - 19:00 Uhr
Internationales Zentrum (IZ), - Niederstraße 5, Duisburg-Mitte

 
 

Israel to go ahead with settlements  -. Binyamin Netanyahu, the Israeli prime minister, has rejected calls from the US to halt settlement plans in occupied East Jerusalem, saying plans for building new homes would go ahead. In a speech to Israel's parliament on Monday, Netanyahu said construction "will continue in Jerusalem as this has been the case for the past 42 years" in reference to the 1967 occupation of the mainly Arab territory. He said that the plans would not hurt Palestinians, who have said peace negotiations cannot go ahead until the project is cancelled. His comments come after Hillary Clinton, the US secretary of state, condemned the plans as "insulting" to peace efforts and reportedly called on Netanyahu to reverse the decision. >>>
 

Israel rebuilds synagogue       |      US-Israel ties at risk?       |    More settlements planned    |    East Jerusalem housing plan    |   Biden explains Israel rebuke    |    Israeli shoe aimed at Biden

 

 

Future construction plans for Jews in East Jerusalem - There are tens of thousands of housing units for Jews in East Jerusalem in various stages of planning in the planning system. Some estimates speak of 50,000 housing units, including many plans that have not yet passed the initial stages of planning in the local planning committee. In fact, the number also includes ideas for plans that have not yet reached advanced discussion, as well as plans for which various developers have done nothing more than opening planning files. Past experience shows that in Israel, many plans for settlements are awaiting the appropriate political opportunity to be implemented, so any stage of promotion of a plan should be of a worry to those who wish to get to a two states solution. Peace Now has collected the plans that have passed the initial stages of planning in the local committee and are on the agenda of the regional committee (so that they are in a more advanced and practical stage of planning), as well as plans that have already been approved but the construction of which has not yet started. Still, there may be additional plans that we are not aware of. >>>             Bild zum Vergrößern anklicken

 


15.3.2010

 

 

Bedingungslos für Israel? - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Um das Image des Staates Israel in der Welt ist ein heftiger Meinungskampf entbrannt, der mit allen Mitteln ausgetragen wird. Das israelische Reut-Institut hat ein Strategiepapier veröffentlicht, wie und mit welchen Mitteln einer angenommenen „Delegitimierung“ Israels entgegengetreten werden kann. Ebenfalls kursieren im Internet strategische Überlegungen, die darauf abzielen, die internationale Kampagne „Boycotts, Divestment and Sanctions“ (BDS) in Misskredit zu bringen. Dieses so genannte Anti-BDS-Dokument ist auf fünf Jahre ausgelegt und hat zum Ziel, Israel als die Verkörperung der Humanität darzustellen und die BDS-Kampagne in die Defensive zu drängen, sie zu stigmatisieren und zu diskreditieren. Es soll ein Keil zwischen „soft critics and hard delegitimizers“ getrieben werden. Was auf die BDS-Protagonisten zukommt, macht folgender Satz deutlich: „The fight should be hysterical – we forget just how powerful a tool ridicule can be as a weapon in politics, especially in our ´Jon Stewart`culture.” Eine solche hysterische Kampagne musste u. a. die deutsch-israelische Menschrechtsanwältin Felicia Langer anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse durch Bundespräsident Horst Köhler am 16. Juli 2009 für einige Monate über sich ergehen lassen. (...) Das Buch „Bedingungslos für Israel?“ hätte also zu keinem besseren Zeitpunkt erscheinen können. Einer der Herausgeber, Hermann Dierkes, Oberbürgermeisterkandidat und Vorsitzender der Ratsfraktion der Partei Die Linke in Duisburg, war ebenfalls Opfer einer Rufmordkampagne, die ihn zum Rücktritt vom Amte des Oberbürgermeisterkandidaten zwang. Dies u. a. auch deshalb, weil Teile seiner eigenen Partei ihn im Regen haben stehen lassen, insbesondere seine Berliner „Parteifreunde“.  >>>                          Weitere Rezensionen von Dr. Ludwig Watzal >>>>

Video und Audio - Hermann Dierkes und Sophia Deeg am 27. Nov. 2009 in Berlin - Buchvorstellung mit Hermann Dierkes, Mitglied der Linksfraktion im Rat der Stadt Duisburg und Sophia Deeg, Buchautorin und freie Journalistin: Bedingungslos an der Seite Israels - nur bedingt auf der Seite des internationalen Rechts? auf der Konferenz MARX IS MUSS. >>>

Buchvorstellung: - Schattenblick - Bedingungslos für Israel? - Positionen und Aktionen zu Palästina/Israel jenseits deutscher Befindlichkeiten - Hrsg. Sophia Deeg und Hermann Dierkes im Neuen ISP Verlag - Der Überfall der israelischen Armee auf den dicht besiedelten, abgeschnürten Gaza-Streifen im Winter 2008/09 hat weltweit schockiert. Die jahrelange völkerrechtswidrige Abriegelung des Gazastreifens hält auch nach dem Waffenstillstand an. Bundesregierung, EU und USA unterstützten das israelische Vorgehen - politisch, diplomatisch, durch Wirtschafts- und Rüstungshilfe. Doch angesichts erdrückender Beweise, Bilder und Berichte über Täter und Opfer ist ein Großteil der internationalen Öffentlichkeit nicht mehr bereit, die gewohnheitsmäßige und durch nichts zu rechtfertigende Nichtachtung internationalen Rechts durch Israel hinzunehmen. Die Bewegungen für die Rechte der Palästinenser - insbesondere die Kampagne für einen Boykott, Desinvestition und Sanktionen - erleben weltweit einen neuen Aufschwung. Auch in der deutschen Linken und der Friedensbewegung sind sich viele der unerträglichen Situation im Nahen Osten, der schweren Menschen- und Völkerrechtsverletzungen durch Israel in den besetzten Gebieten, aber auch der zunehmenden Rechtsentwicklung der israelischen Gesellschaft bewusst. Dennoch sind politische Rat- und Hilflosigkeit weit verbreitet - wie es sich einmal mehr im "Fall Dierkes" zeigte, dem Versuch eines politischen Rufmords im Dienste der begriffslosen "Solidarität mit Israel". >>>

 

 

Die Aktivisten von Sheik Jarrah: ein neuer Weg für die Linke -  Ronen Medzini - Einer kleinen Gruppe von jungen Leuten ohne jede juristische Erfahrung gelang es, die Jerusalemer Polizei matt zu setzen und sie dahin zu bringen, eine große Demonstration zu genehmigen. „Dies ist nur noch ein Beispiel für den Kampf gegen die Besatzung, gegen Rassismus und Diskriminierung“, sagten sie. Auf der Linken spricht man von ihnen als einer neuen Hoffnung. Was mit einem Marsch von 20 jungen Leuten anfing, die dagegen protestierten, dass jüdische Siedler in einen Ost-Jerusalmer Stadtteil kommen, ist in den letzten paar Monaten zu einem politischen Phänomen geworden, das nicht ignoriert werden kann. Mehrere hundert Aktivisten, Intellektuelle und Politiker versammelten sich jeden Freitagmittag, um gegen die „ Missetaten des Bürg ermeisters“ zu demonstrieren. Das brutale  Benehmen der Polizei verstärkte nur den Kampf  und verwandelte ihn in ein symbolisches Zentrum, auf das sich die Linken aus dem ganzen Land konzentrierten. Sie brachten sogar den Staat vor den Obersten Gerichtshof. Dort erreichten sie  einen Meilenstein, als die Richter eine große Demo für Samstagabend genehmigten. >>>

 

 

Industrielle kämpft nicht gegen Windmühlen! -  Adam Keller, Gush Shalom  - Sehr geehrte Herren Letzte Woche haben Sie scharf gegen die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes in Luxemburg protestiert. In ihr heißt es, dass Produkte, die in Siedlungen in den besetzten Gebieten  hergestellt werden, nicht zu „Made in Israel“ gezählt werden, und deshalb beim Eintritt auf den Europäischen Markt nicht unter die Zollausnahmebestimmungen gerechnet werden. Wie man bei einem Interview bei „Stimme Israels“ ( 27.Februar 2010) feststellte, bedeuten diese Vorschriften eine bedeutende Preiserhöhung der Siedlungsprodukte und ein Schaden  der Wettbewerbsfähigkeit der Fabriken, in denen die Produkte hergestellt werden. Im Namen der Industriellenvereinigung protestierten Sie gegen diese europäische Vorschrift und forderten ihre Aufhebung und riefen die Regierung Israels auf, dagegen zu handeln. Mit allem nötigen Respekt hoffe ich, dass es Ihnen klar wird, dass Sie gegen Windmühlen kämpfen, ja, einen sinnlosen, von vornherein zum Scheitern verurteilten Kampf führen. Es wird für Industrielle Zeit, die Schrift an der Wand zu lesen und zu verstehen >>>

 

 

Diskussion erübrigt sich - Die Gruppe BAK Shalom des Linksjugendverbands [’solid] verteidigt in einer umfassenden Stellungnahme die Verhinderung von Veranstaltungen mit dem US-Politikwissenschaftler und Kritiker der israelischen Politik Norman Finkelstein: (…) Eine Debatte, wie sie immer wieder innerhalb der Linken über den Nahen Osten gefordert wird, ist (…) mit Finkelstein nicht möglich. Er umhüllt seine Kritik an der israelischen Regierung mit einer Dämonisierung des Staates Israel als solchen (…). Auch Finkelsteins Buch »Die Holocaust-Industrie« ist nichts anderes als eine polemische Abrechnung gegen das jüdische Establishment mit dem Vorwurf, Israel benutze den Holocaust, um seine Interessen durchzusetzen. Wie pietätlos kann man eigentlich sein? Selbstverständlich hat Israel als staatliche Konsequenz aus Auschwitz die Pflicht, seine Bürger_innen zu schützen. Wer das Ausnutzen des Holocausts nennt, nimmt Israel das Recht auf Selbstverteidigung. >>>

 

 

Clinton maßregelt Netanjahu - „Beleidigung für die Vereinigten Staaten“ - Matthias Rüb und Hans-Christian Rößler - Ministerpräsident Netanjahu und Außenministerin Clinton: Krise in der israelisch-amerikanischen Beziehung 14. März 2010 Angesichts der scharfen Maßregelung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu durch die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton wird in den Vereinigten Staaten offen von einer schweren Krise in den amerikanisch-israelischen Beziehungen gesprochen. Wie amerikanische Medien am Wochenende berichteten, bezeichnete Frau Clinton in dem 45 Minuten dauernden Telefongespräch mit Netanjahu am Freitag die Bekanntgabe der Baugenehmigungen für 1600 weitere Wohnungen im jüdischen Viertel Ramat Schlomo in Ostjerusalem als „Beleidigung für die Vereinigten Staaten“. >>>

Es ist eine Sache des „timing“ - Uri Avnery - ES GIBT  Wochen,  in denen ein  einziges Wort die Nachrichten beherrscht. In dieser Woche war es das Wort „timing“. Es hängt alles vom richtigen Zeitpunkt ab. Die Regierung Israels hat den Vertreter des Präsidenten Amerikas, Joe Biden, einen der größten „Freunde“ Israels ( d.h. einen,  der AIPAC völlig ergeben ist) beleidigt  und spuckte damit auch ins Gesicht des Präsidenten Barack Obama.  (...) Aber Biden und Obama geben nicht viel Grund zu Hoffnung. Sie wischten die Spucke aus dem Gesicht und lächelten höflich. In einem Sprichwort heißt es: wenn man einem Schwächling ins Gesicht spuckt, tut er so, als wäre es Regen.  >>>

 

 

Zionistische Massaker. Die Schaffung des palästinensischen Flüchtlingsproblems im Krieg von 1948 - Saleh Abdel Jawad - Die Zahl dokumentierter Massaker, die im Krieg von 1948 von zionistischen und israelischen Kräften gegen Palästinenser verübt wurden, ist weit höher und folgenreicher als bisher angenommen. Darüber hinaus hat nicht nur die allgemeine Öffentlichkeit Größe und Bedeutung der Massaker falsch eingeschätzt, sondern auch Historiker, selbst palästinensische. Für den Zeitraum zwischen dem Beginn des Krieges im Dezember 1947 und dem Ende des Krieges im Januar 1949 sind hier fast 70 Massaker dokumentiert. Diese relative hohe Zahl ist, wie aus den folgenden Ausführungen hervorgeht, eine vorsichtige Schätzung. Die Zahl der hier untersuchten Massaker umfasst nicht die gesamte Kriegszeit. 1 Außerdem gibt es Gegenden, für die ich über keinerlei Daten verfüge, wie z.B. alle Beduinensiedlungen im Negev. Drittens gibt es Gebiete, für die ich nur über sehr wenige Informationen verfüge. Dies trifft v. a. auf die Dörfer in Südpalästina zu, wo, wie ich vermute, Kriegsverbrechen besonders häufig waren, weil das Gebiet - wie der Gazastreifen heute - im Vergleich mit anderen Teilen Palästinas weniger häufig von der Presse oder internationalen Beobachtern aufgesucht wurde. >>>

 

 

Two Israeli soldiers will face charges in a court that they used a young Palestinian boy as a human shield during the country's three-week bombardment of Gaza in 2008-2009.
 

 


14.3.2010
 

 

Danke, Eli Yishai, dass du  die Friedensprozess-Maskerade aufgedeckt hast - Gideon Levy - Hier ist jemand, dem für alles die Schuld gegeben werden kann: Ely Yishai. Schließlich wollte Benyamin Netanyahu es so sehr, Ehud Barak gab sich so große Mühe, Shimon Peres  übte seinen Einfluss aus – und nun kommt der Innenminister und ruiniert alles. Da sind wir nun am Rand einer neuen ( fast) historischen  Veränderung. Das Reden mit den Palästinensern war zum Greifen nah. Der Frieden klopfte an die Tür, die Besatzung näherte sich ihrem Ende – und dann kommt so ein Shas-Schurke, der von Timing und Diplomatie  keine Ahnung hat und  alle Friedenskarten durch einander bringt. Der Schurke erscheint mitten in der Begrüßungsszene mit Lächeln und Umarmungen mit dem Vizepräsidenten der USA und stört die Feierlichkeit. Joe Bidens Lächeln fror abrupt, die große Freundschaft war im Begriff zu bröckeln, und das gemeinsame Essen mit dem Ministerpräsidenten und seiner Gattin  wäre beinahe gestrichen worden – zusammen mit dem ganzen „Friedensprozess“. Und alles nur wegen Yishai. Nun, der Innenminister verdient unsern bescheidenen Dank. Es war perfekt. Das Timing, über das sich jeder beklagt, war brillant. Es war genau der richtige Zeitpunkt, die Sache beim richtigen Namen zu nennen. >>>

 

 

U.S. gave Israel green light for East Jerusalem construction - Akiva Eldar - The apology offered by Prime Minister Benjamin Netanyahu and Interior Minister Eli Yishai recalls the joke about the servant who pinched the king's bottom. En route to the gallows, the servant apologized: He thought it was the queen's bottom. The statement issued by Netanyahu's bureau said that in light of the ongoing dispute between Israel and the United States over construction in East Jerusalem, the plans for new housing in the Ramat Shlomo neighborhood should not have been approved this particular week. It also said the premier had ordered Yishai to draft procedures that would prevent a recurrence. In other words, Yishai is welcome to submit more plans for Jewish construction in East Jerusalem next week, when U.S. Vice President Joe Biden will no longer be here. >>>

 
 

Bil’in, 12.03.2010 - Dutzende leiden unter Tränengas während Bil’ins Demonstration für Jerusalem und  Islamische religiöse Stätten - Die Nationale Kulturwoche für Jerusalem war das Thema der Freitagsdemonstration in Bil’in, organisiert vom Bürgerkomitee gegen die Mauer und die Siedlungen. Internationale und israelische Aktivisten, Vertreter der demokratischen Gewerkschaft der Jugend „Fida“ und Minister für Kutur Siham Barghouthi nahmen ebenfalls teil. Die Demonstranten trugen Plakate mit Fotos des palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish und Banner gegen die Besetzung und die Häuserdemolierung in Jerusalem. Sie protestierten auch gegen die israelische Entscheidung, historische Stätten des Islam in der Westbank  zu konfiszieren. Siham Barghouthi erklärte, dass  Bil’in für den inspirierten, gewaltfreien Widerstand gegen den Landraub und die Ausdauer des palästinensischen Volkes stehe und diese Botschaft in die Welt trage. >>>

 
 

Jewish lobbying sways EU against support of Goldstone Gaza report - Cnaan Liphshiz - Members of the European Parliament have backtracked from their plan to pass a resolution demanding implementation of the Goldstone report, in response to pressure from European Jewish leaders, Haaretz has learned. After leaders of all the major EP parties had agreed on the wording of a draft demanding implementation of the controversial document - which accused Israel of war crimes in Gaza last year and proposed prosecuting Israeli officials in the International Criminal Court - the European Union's legislative body was scheduled to vote on the measure Wednesday. But Tuesday, leaders of the parties backed away from the draft, after the president of the European Jewish Congress, Moshe Kantor, warned them that adopting it would seriously harm EU-Israel ties. >>>

 

 

Der Genozid an den Indianern – Parallelen zu und in Palästina -  Yuram Abdulla Weiler - “Eines der größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit geschah direkt hier in den USA. Eine Unterstützung für die Erklärung der Rechte des eingeborenen Volkes ist ein Anfang, um große Fehler zu berichtigen“ , erklärte die amerikanisch-indianische Bewegung in einer Presse-Veröffentlichung am 24. September 2009. Vielleicht habe ich das natürliche Gefühl der Entrüstung und  des Abscheus wegen der Ungerechtigkeiten und Brutalitäten gegenüber den einheimischen Völkern  durch die US, die Zionisten und andere kolonisierenden Mächten von meiner Mutter geerbt. Bevor sie starb sagte sie mir noch, dass Vorfahren ihres Vaters ihre Wurzeln bis zu den Irokesen zurückverfolgen können. Die USA stimmten natürlich gegen die UN-Erklärung über die Rechte der eingeborenen Völker.. >>>

 
 

Text of AIPAC Letter to Congress - The American Israel Public Affairs Committee, Washington’s strongest pro-Israel lobby, circulated a letter through Congress late Tuesday pressing for more vigorous implementation of sanctions laws involving Iran. The move came after Ingersoll-Rand PLC said it has barred its subsidiaries from selling products to customers in Iran – part of an accelerating trend among major Western companies to reduce their business exposure to Iran. Here is the text of the letter AIPAC sent to Congress: Dear Congressman XXXX, We are writing to every member of Congress to express outrage at the U.S. government’s continuing relationship with dozens of companies doing business with Iran. These ongoing financial dealings undermine longstanding American efforts to prevent Iran from acquiring a nuclear weapons capability. >>>

 
 

1967: Frieden später - In der vergangenen Woche sind die israelischen Siedlungsaktivitäten – wieder einmal – in den Fokus der Weltöffentlichkeit geraten. Die Errichtung von 1600 Wohnungen in der Siedlung Ramat Shlomo (Die Höhen des Salomo) stoßen weltweit auf Protest. Die Medien berichten ausführlich über die Pläne von Innenminister Eli Jishai (ShaS). Al-sharq veröffentlicht deshalb einen Beitrag über die historische Entstehung der jüdischen Besiedlung in der Westbank nach 1967, welcher auf der Basis einer Seminararbeit entstanden ist. In den folgenden Wochen wird ein weiterer Beitrag über die religiösen Gründe der israelischen Siedlungsaktivitäten erscheinen. Der 5. Juni 1967 ist ein Schlüsselmoment in der komplizierten Geschichte der jüdischarabischen Koexistenz. >>>

 


13.3.2010
 

 

Norman Finkelstein in Prag, 22.2.10 - 11 Videos - "Massenmedien und Besetzung von Palästina, Bild und Wirklichkeit" deutsche Untertitel, Casa Gelmi, Veranstalter: Friends of Palestine, Prag; 2. Vortrag
 


 

YouTube - Kanal von petermfb - Die anderen Videos >>>
Quellen - Frau Marie Voß und Herr Peter Voß  haben uns dies freundlicherweise ermöglicht. Ihr Team von Salam Shalom, Arbeitskreis Palästina/Israel 
Weitere Videos mit Norman Finkelstein >>>

 


yadvashem.org : IAF Israeli Air Force fly over Auschwitz
 

 

 

US-Friedens-Mission im Nahen Osten weiter erfolglos - Thomas Pany - Die Siedlungspolitik der Regierung Netanjahu erweist sich beim Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Biden in Israel als unüberwindbares Hindernis für Fortschritte beim Friedensprozess - Sollte US-Vizepräsident Joe Biden bislang nicht gewusst haben, wie die politische Kunst des fait accompli funktioniert, so weiß er es seit Dienstag. Kurz nachdem Biden bei seinem Israel-Besuch die Bereitschaft Netanjahus gelobt hatte, den Siedlungsbau zu unterbrechen, wie dies Präsident Obama seit Monaten fordert, wurde er mit der Nachricht konfrontiert, dass der Jerusalemer Bauausschuss soeben den Bau von 1600 neuen Wohnungen in Ramat Shlomo arabischen Ostteil Jerusalems genehmigt hatte. Stimmen jüngste Informationen der israelischen Zeitung Ha'aretz so liegen in den Schubladen der israelischen Behörden Pläne für den Bau von weiteren 50 000 Wohnungen >>>

 

 

Palästinensisch-jüdischer Film - Der Weg zum Nachbarn - Daniel Kothenschulte - Bei der Einreise in Tel Aviv kennt jeder Flughafenbeamte den Film "Ajami". Die Gesichter hellen sich förmlich auf. 200.000 Zuschauer sind eine Menge in einem kleinen Land wie Israel, und dieser Film ist ein Phänomen: Es ist das gemeinsame Debüt eines palästinensischen und eines jüdischen Regisseurs, Scandar Copti und Yaron Shani, die erst einander finden mussten, um diesen Film über das Leben der Unterschicht im gleichnamigen Bezirk von Jaffa drehen zu können. Und die dafür bei den Israelischen Filmpreisen in den fünf wichtigsten Kategorien geehrt wurden. Am Ende des Preisregens stand eine Oscar-Nominierung. Wie die Filmemacher versichern, ist "Ajami" der erste überwiegend arabischsprachige Spielfilm aus dem eigenen Land, der auch ein jüdisches Publikum gefunden hat. >>>

 

 

Ulla Jelpke: Porträt einer fehlgeleiteten Doktorin voller Ehrbegier (...) Im hessischen Landtagswahlkampf 2008 beklagte sie in der Sendung Panorama der ARD eine Zunahme »deutschenfeindlicher Gewalt« von Ausländern und berief sich dabei auf eine Studie des Kriminologen Christian Pfeiffer. Dieser stellte anschließend klar, daß eine Studie mit einem solchen Ergebnis nicht existiere. Doch um »Experte« zu sein, zählt offenbar für Kristina Schröder weniger wissenschaftliche Sachkenntnis als die richtige oder besser rechte Gesinnung. So lud sie im Juni 2008 für eine Anhörung zum Thema Antisemitismus ausgerechnet den rabiaten Islamhasser und Pöbel-Publizisten Hendryk M. Broder als »Islamexperten« in den Innenausschuß des Bundestages ein. Dazu meinte damals Evelyn Hecht-Galinski: »Machen ihn seine verleumderischen Aussagen gegen alle Israelkritiker bereits zum Antiislamexperten?« >>>

 

 

Hier ist ein beeindruckendes Video (Ounadikum – Ich rufe euch alle), das den Widerstand und Protest gegen die Vertreibung von mehr als 500 Palästinenserinnen und Palästinensern im Viertel Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem dokumentiert. 

Und außerdem eine Rede von Sarah Beninga, der Vertreterin israelischer Aktivistinnen und Aktivisten, gehalten auf einer Demo in Sheikh Jarrah am 6.März 2010 mit dem programmatischen Titel: There is a New Left in Town.  (Sehr zu empfehlen auch als Denkanstoß für die deutsche Linke – im engeren Sinn /Partei und Parteien/ wie auch im weiteren Sinn).  >>>

 Auf der Internetseite “Sheikh Jarrah – A Just Struggle for a Just Jerusalem” sind weitere informative Texte zu finden. http://www.en.justjlm.org/  So zum Beispiel ein Interview, das Grundlageninfos vermittelt unter: http://www.en.justjlm.org/?page_id=2 Es folgt unten ein Ausschnitt. Herzliche Grüße, Martin Forberg    P.S. Den Hinweis auf  Video, Rede und die Internetseite “Sheikh Jarrah – A Just Struggle for a Just Jerusalem” habe ich einer Mail von W. Ü. entnommen.

 
 

Muslime als Komparsen - Islamkonferenz nach Spaltung durch Bundesinnenminister vor dem Aus - Ulla Jelpke - Bundesinnenminister Thomas de Maizière ist am Freitag im Streit über die Neuordnung der sogenannten Islamkonferenz in Erklärungsnot geraten. Die Suspendierung von Milli Görüs und seines Dachverbandes Islamrat aus der Konferenz habe »nichts mit den anderen Verbänden zu tun«, sagte der CDU-Politiker der Süddeutschen Zeitung vom Freitag. Diese seien weiter herzlich willkommen. Zudem habe er den Islamrat nicht ausgeschlossen, sondern ihm lediglich eine ruhende Mitgliedschaft vorgeschlagen, solange Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Milli Görüs liefen. »Der Islamrat hat die Tür ja selbst zugeschlagen, weil er keine ruhende Mitgliedschaft akzeptieren wollte«, so de Maiziere. Am Freitag nachmittag sind die großen muslimischen Verbände in Köln zusammengekommen, um über Verbleib oder Ausstieg aus der Konferenz zu entscheiden. >>>

 
 

 
 

Najla Said, reads from her play, of her life changing visit to Gaza as a teenager, with her Palestinian activist father, the late Edward Said, after he learned he had leukemia.
 

 

 


12.3.20100
 

 

Torheit mit System - Israel verfolgt eine parallele Strategie - Verhandlungen plus Siedlungsbau. Bisher ist das immer aufgegangen - Andrea Nüsse - Eigentlich hat Israel nichts anderes getan als all die Jahre seit dem Osloer Friedensabkommen: Es zeigt sich formal bereit zu Verhandlungen mit den Palästinensern – und enteignet, besiedelt und zerstückelt gleichzeitig deren Land, so dass ein zusammenhängender Palästinenserstaat kaum noch zur Debatte steht. Bisher ist Israel damit gut gefahren, die gelegentlichen Aufschreie der internationalen Staatengemeinschaft hatten keine Folgen. Selbst US-Präsident Barack Obama hat seine Forderung nach einem totalen Stopp des Siedlungsbaus fallen gelassen. Er ist zurückgerudert, weil er nicht bereit war, Druck auszuüben. Das konnte in Israel nur verstanden werden als: weiter so. >>>>

 

 

Keine neuen Verhandlungen zu Palästina - Abbas fordert Rücknahme der Siedlungspläne. Netanjahu telefoniert mit Biden und erklärt »Krise« für beendet Angesichts israelischer Pläne zum Ausbau jüdischer Siedlungen in Ostjerusalem und im Westjordanland machte die palästinensische Seite einen Rückzieher. Wie am Donnerstag bekannt wurde, wird Mahmud Abbas, der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren, ehe die neuerlichen Siedlungsmaßnahmen nicht gestoppt sind. Darüber habe er die Arabische Liga informiert. Noch am vergangenen Wochenende hatte die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation) beschlossen, nach einer Unterbrechung von über 14 Monaten Verhandlungen unter Moderation der USA aufzunehmen. Unterdessen zeitigte die weltweite Empörung über die israelischen Bauvorhaben Wirkung in Tel Aviv. Landwirtschaftsminister Schalom Simhon drohte am Donnerstag, seine Arbeitspartei könnte das Bündnis unter dem konservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen des Siedlungsprojekts verlassen. >>>

 

 

Bibis 100 Milliarden-Dollar-Tritt in die Weichteile Amerikas - Michael Kachel -  Stellen Sie sich vor, Sie sind sind Vizepräsident der letzten Supermacht auf Erden. Stellen Sie sich vor Sie reisen zu Ihrem Freund, wie immer in bester Absicht. Mitgebracht haben Sie einen wundervollen Strauß loyaler Erklärungen. Da Ihr Freund notorisch klamm ist, haben Sie auch Ihr Portemonnaie gefüllt, wie immer. Dieser Freund ist nicht wirklich bedeutend. Aber das ficht Sie nicht. Sie sind ein bisschen romantisch, Sie erinnern sich gerne an alte Zeiten. Glauben an wahre, ewige Freundschaft. Sie begrüssen Ihren Freund mit warmen Worten. Der erwidert die Grüße, nennt Sie auch einen wahren Freund. Beruft sich auf die wirklich sehr, sehr lang dauernde persönliche Freundschaft. Das alles findet vor den Augen der Welt statt. Sie erklären dazu, sozusagen vor Zeugen, ihre absolute Loyalität gegenüber Ihrem Freund: Kein Blatt Papier passe zwischen sie beide! Und dann tritt Ihnen Ihr Freund vor laufender Kamera in die Eier. >>>

 

 

Europäisches Parlament - Schwerpunkte der Plenartagung vom 8. bis 11. März 2010 - Gaza-Konflikt: Umsetzung der Goldstone-Empfehlungen - Respekt der Menschenrechte durch alle am bewaffneten Gaza-Konflikt Beteiligten, unabhängige Ermittlungen vermeintlicher Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht, eine klare EU-Position bezüglich der Folgen des Goldstone-Berichts sowie eine strenge Überwachung seiner Umsetzung: dies sind die Hauptanliegen des Europäischen Parlaments in einer am Mittwoch angenommen Entschließung im Anschluss an die Debatte vom 24. Februar. Alle Parteien müssen die Menschenrechte respektieren - Die Abgeordneten betonen in der Entschließung nochmals, wie wichtig das Erreichen eines gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten, insbesondere zwischen Israelis und Palästinensern sei. Nur "die Einhaltung des humanitären Völkerrechts, internationaler Menschenrechtsnormen durch alle Seiten und unter allen Umständen sowie vertrauensbildender Maßnahmen zwischen Israelis und Palästinensern", schaffe die Voraussetzung für einen Friedensprozess, der eine sichere und friedliche Koexistenz beider Staaten ermöglicht. Unabhängige und unparteiliche Untersuchungen innerhalb der nächsten 5 Monate >>>

(Die Entschließung wurde mit 335 Stimmen dafür, 287 Stimmen dagegen und 43 Enthaltungen angenommen.)

 
 

Katastrophe ohne Ende? - Tagung zur Lage der Palästinenser - Regina Kusch und Andreas Beckmann - 1948 begann die Nakba, die Katastrophe, wie die Palästinenser sagen: Die arabischen Armeen erlitten eine ganze Serie von Niederlagen gegen Israel. 700.000 Palästinenser flohen oder wurden vertrieben. Seitdem scheint - aus Perspektive der Palästinenser - die Katastrophe anzuhalten. "Hiermit proklamieren wir kraft unseres natürlichen und historischen Rechts und aufgrund des Beschlusses der UN-Vollversammlung die Errichtung eines jüdischen Staates in Eretz Israel, des Staates Israel." Als David Ben Gurion am 14. Mai 1948 den Staat Israel ausrief, hatten die letzten britischen Soldaten das Mandatsgebiet Palästina kaum verlassen. Nach einem Plan der Vereinten Nationen hätten dort jetzt eigentlich zwei neue Staaten entstehen sollen: ein jüdischer und ein arabischer. Doch dieser Teilungsplan wurde nie verwirklicht, weil die arabische Seite ihn von Anfang an ablehnte. Nur einen Tag nach Israels Gründung marschierten Soldaten aus fünf Nachbarländern ein, um gemeinsam mit palästinensischen Milizen den jüdischen Staat zu zerstören. Im Verlauf des Jahres 1948 erlitten diese Milizen ebenso wie die arabischen Armeen eine ganze Serie von Niederlagen. Die Israelis verteidigten nicht nur das ihnen zugeteilte Land, sondern eroberten vor allem im Norden und in Galiläa weitere Gebiete hinzu. So führte dieser erste Nahostkrieg zur Nakba - zu der Katastrophe, wie die Palästinenser bis heute sagen. Über 700.000 von ihnen flohen oder wurden von den Zionisten vertrieben, nur etwa 170.000 blieben als Minderheit in Israel. >>>

 
 

»Individuellem und kollektivem Druck standhalten« - Schreiben von Mitgliedern des Vorstands und Beirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Nordrhein-Westfalen an den RLS-Vorstand in Berlin - Lieber Heinz Vietze, lieber Florian Weis, Eure Entscheidung, den zugesagten Raum in der Rosa-Luxemburg-Stiftung für die Veranstaltung mit dem US-Politikwissenschaftler Norman Finkelstein nicht mehr zur Verfügung zu stellen, halten wir für nicht akzeptabel. Eine Veranstaltung, deren politische Brisanz vor allem in der Darstellung und Bewertung der Befunde des UNO-Berichts über den israelischen Gaza-Krieg bestanden hätte, ist unseres Erachtens durch die Satzungswerte und -ziele der RLS legitimiert. Eure Begründung, daß der Bildungsauftrag der RLS »plurale Debatten« voraussetzt und deshalb eine Veranstaltung mit Norman Finkelstein nur mit einem Gegenpart durchgeführt werden sollte, ist für uns vor dem Hintergrund des Debattenanspruchs der Stiftung und ihrer Diskurskultur nicht nachvollziehbar. Wir gehen nicht davon aus, daß das Publikum nur durch einen Gegenpart zu einem kritischen Dialog mit dem Vortragenden finden könnte. Norman Finkelstein ist pointiert und unerbittlich – nicht jedermanns Geschmack. Doch er teilt dies mit so manch anderen Referenten und Referentinnen linker Veranstaltungen. >>>

 
 

Prof. Dr. Kenneth Lewan - An die Leserbriefredaktion Süddeutsche Zeitung - Sehr geehrte Mitglieder der Redaktion, Zu Adenauers symbolischer Wiedergutmachung / SZ vom 11. Juni - Robert Probst zufolge brauchte „der junge, wirtschaftlich ausgebeutelte Staat Israel“ zur Zeit des Abkommens mit Konrad Adenauer 1952 dringend Geld. Israel akzeptierte eine Zahlung in Höhe von 3 Milliarden Mark.
So schlecht dran war Israel gewiß nicht. 1948 eroberten die Zionisten 80% von Palästina und vertrieben die einheimische Bevölkerung (700,000). Sie nahmen ihr Land, ihre Häuser und die Wasservorkommen. Dazu kam, dass die Zionisten keinen Mangel an Geld hatten, womit sie den Staat für Juden aufbauen wollten. So hat Weizmann, der die Bewegung in England führte, König Ibn Saud 20 Millionen englische Pfund angeboten, wenn er die Palästinenser aufnehmen würde, um sie in Saudi Arabien anzusiedeln.
Nicht zuletzt ist die Folge der Vereinbarung zwischen der Hitler – Regierung und der zionistischen Führung von Bedeutung, die von 1933 bis 1938 andauerte. Die deutsche Regierung war bereit, wohlhabende Juden nach Palästina auswandern zu lassen und ihr Vermögen, ihr Vermögen, mit einigen Abstrichen, mitzunehmen. Nach einer Untersuchung, die das Leo Beck Institut in Berlin veröffentlichte, führte die Durchführung der Vereinbarung dazu, dass die jüdische Wirtschaft sehr schnell zu einer industriellen Macht heranwuchs. Kenneth Lewan

 
 

Court Hears How Army Bulldozer Killed Peace Activist - Rachel Corrie's Family Finally Puts Israel in the Dock - Jonathan Cook - Seven years after Rachel Corrie, a US peace activist, was killed by an Israeli army bulldozer in Gaza, her family was to put the Israeli government in the dock today. >>>

Rachel Corrie’s (Posthumous) Day In Court - Amy Goodman - Countercurrents - Just before heading to JFK Airport in New York to attend the trial, Craig Corrie told me about the lawsuit: "We`re accusing the state of Israel of either intentionally killing Rachel or of gross negligence in her killing seven years ago." The day after Rachel was killed, Israeli Prime Minister Ariel Sharon promised President George W. Bush a "thorough, credible and transparent investigation." Yet according to a Human Rights Watch report from 2005, Israel`s "investigations into Corrie`s killing ... fell far short of the transparency, impartiality, and thoroughness required by international law."

 
 
 

Geneva calling - André Marty - Es war einmal, vor langer Zeit, die Geneva Initiative. Das Schweizer Aussenministerium hatte eine Rolle für die Eidgenossenschaft im Nahost- Konflikt gesucht - und Geneva gefunden. Nun, das ist länger her. Und seither ist auch in der Schweiz einiges geschehen; die Schweizer Aussenministerin zumindest fand den Weg ins gelobte Land schon länger nicht mehr. Nun konnte Geneva durchaus ein paar Punktsiege verzeichnen; mit Sicherheit ist der in der Initiative skizzierte Friedensplan eines der interessantesten Grundlagenpapiere, wie sich die Konfliktparteien zumindest annähern könnten. Bloss: Die Initiative krankte >>>
 

What Bibi Stole from Yossi - Geneva Initiative Co-Architect, Dr. Yossi Beilin sits at home in slippers in the privacy of his own living room and is astonished to find out that PM Netanyahu has "stolen" his policy ideas
 

 
 

A Review of Shahid Alam's "Israeli Exceptionalism" - Zionism Laid Bare - Kathleen Christison - The essential point of M. Shahid Alam’s book, Israeli Exceptionalism: The Destabilizing Logic of Zionism, comes clear upon opening the book to the inscription in the frontispiece. From the Persian poet and philosopher Rumi, the quote reads, “You have the light, but you have no humanity. Seek humanity, for that is the goal.” Alam, professor of economics at Northeastern University in Boston and a CounterPunch contributor, follows this with an explicit statement of his aims in the first paragraph of the preface. Asking and answering the obvious question, “Why is an economist writing a book on the geopolitics of Zionism?” he says that he “could have written a book about the economics of Zionism, the Israeli economy, or the economy of the West Bank and Gaza, but how would any of that have helped me to understand the cold logic and the deep passions that have driven Zionism?” >>>>

 
 

Thank you, Eli Yishai, for exposing the peace process masquerade - Gideon Levy - Here’s someone new to blame for everything: Eli Yishai. After all, Benjamin Netanyahu wanted it so much, Ehud Barak pressed so hard, Shimon Peres wielded so much influence – and along came the interior minister and ruined everything. There we were, on the brink of another historic upheaval (almost). Proximity talks with the Palestinians were in the air, peace was knocking on the door, the occupation was nearing its end – and then a Shas rogue, who knows nothing about timing and diplomacy, came and shuffled all the proximity and peace cards. The scoundrel appeared in the midst of the smile- and hug-fest with the vice president of the United States and disrupted the celebration. Joe Biden’s white-toothed smiles froze abruptly, the great friendship was about to disintegrate, and even the dinner with the prime minister and his wife was almost canceled, along with the entire “peace process.” And all because of Yishai. >>>

 


11.3.2010
 

 

Ziel Zivilbevölkerung - Vorabdruck. Das Schlachtfeld Gaza 2004–2009. Vorwort zur deutschen Übersetzung des Goldstone-Berichts (Teil II und Schluß) - Von Ilan Pappe - Im gestern erschienenen Teil der exklusiv für die deutsche Ausgabe des »Goldstone-Reports« verfaßten Einleitung ging der israelische Historiker Ilan Pappe auf die Entwicklung der aggressiven Politik seines Landes gegen die palästinensische Bevölkerung in den Jahren 2004 bis 2006 ein. Der zweite Teil unseres Vorabdrucks ist aus Platzgründen um die Fußnoten und zwei Passagen gekürzt. (jW) Man kann Palästinenser langsam aus dem Westjordanland und besonders aus dem Großraum Jerusalem verdrängen, aber das gelingt nicht im Gazastreifen, nachdem man ihn wie ein Hochsicherheitsgefangenenlager abgeriegelt hat. So wie die ethnische Säuberung wurde auch die destruktive, manch einer würde sagen, die völkermörderische Politik, die 2006 begann, nicht im luftleeren Raum konzipiert. Von 1948 an brauchten israelische Armee und Regierung einen Vorwand zur Durchsetzung dieser Politik. Die Übernahme Palästinas, die 1947 einsetzte, als die britische Regierung entschied, das Land zu verlassen, rief den unvermeidlichen lokalen Widerstand hervor, der wiederum die Durchführung der ethnischen Säuberung gestattete, die schon in den 1930er Jahren entworfen worden war. >>>                        Collage - Erhard Arendt

Systematische Tötung - Vorabdruck. Das Schlachtfeld Gaza 2004–2009. Vorwort zur deutschen Übersetzung des Goldstone-Berichts (Teil I) - Ilan Pappe - Am 15. September 2009 veröffentlichte die »Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für den Gaza-Konflikt« einen umfangreichen Bericht über den Gaza-Krieg 2008/2009. Der unter Federführung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone verfaßte Report dokumentiert zahlreiche Kriegsverbrechen gegen Zivilisten, die die israelische Armee während der »Operation Gegossenes Blei« begangen hatte. Auch der palästinensischen Organisation Hamas werden in dem Bericht Angriffe gegen zivile Ziele angelastet. Angesichts der Kriegsrealität richtet sich die Kritik jedoch vor allem an die israelische Seite,  >>>

Die deutsche Übersetzung des Goldstone-Report ist im Buchhandel + Semit Verlag zu erwerben.
816 Seiten mit einer Einführung von Ilan Pappe - 25 €  -
ISBN 978-3-9813189-4-4

Sonderseite: Goldstone-Bericht - United Nations Fact Finding Mission  on the Gaza Conflict >>>
Semit Verlag >>>

 
 

Biden und die Brandstifter - Die Ankündigung des Baus neuer Wohnungen für israelische Siedler in Ostjerusalem gefährdet die angestrebten Verhandlungen über Palästina. - Martin Woker - Eigentlich sollte niemand überrascht sein. Mit seiner Ankündigung, im besetzten Ostjerusalem 1600 Wohnungen für orthodoxe Juden zu bauen, hat das israelische Innenministerium eine Position markiert, die im jüdischen Staat von einer breiten Mehrheit geteilt wird: Jerusalem als ungeteilte und ewige Hauptstadt des jüdischen Staats. >>>

Pläne zum Siedlungsbau: Verbale Ohrfeige für Israel - Washington liest Israel die Leviten: US-Vizepräsident Joe Biden reagierte verschnupft auf die Pläne der israelischen Regierung zum Siedlungsausbau. Eine Analyse von Inge Günther. - So deutlich hat Washington lange nicht der israelischen Regierung die Leviten gelesen. Sichtlich vergrätzt reagierte Joe Biden am Dienstagabend auf die Bekanntgabe des Innenministeriums in Jerusalem, 1600 neue Wohnungen in Ramat Schlomo bauen zu wollen, einer religiösen jüdischen Siedlung im annektierten Ostteil Jerusalems. "Ich verurteile diese Entscheidung", teilte der US-Vizepräsident unverblümt mit, "sowohl in der Substanz als auch den Zeitpunkt betreffend." >>>

Der Streit um den Ausbau jüdischer Siedlungen in Ost-Jerusalem eskaliert. Ein hochrangiger Regierungsbeamter bezeichnet die Pläne als "Fehler", die Arbeitspartei droht sogar mit dem Bruch der Koalition. Die Palästinenser verweigern nun weitere Friedensgespräche mit Israel. >>>

 

 

Landraub in Jerusalem - Jüdische Siedlungsaktivität auf besetztem palästinesischen Gebiet nimmt zu - Johannes Zang - Es vergehe kein Tag, ohne daß Steine flögen oder gekämpft werde, sagt Bezirkspolizeikommissar Aharon Franko über das palästinensische Viertel Scheich Dscharrah im Ostteil Jerusalems. Es ist das Grab von Simon dem Gerechten, das jüdische Siedler wie ein Magnet anzieht. Hier wollen sie leben, hier bauen sie ihre Häuser. Ähnlich ist es in Hebron, wo 500 Siedler inmitten von 170000 Palästinensern unter großem Sicherheitsaufwand leben, nur um nahe am Grab Abrahams zu sein. Und so ist es auch im Umkreis der angeblichen Davidstadt in Silwan. In all diesen Orten herrscht verstärkt seit Anfang des Jahres Tag für Tag ein Kleinkrieg zwischen jüdischen Siedlern und Palästinensern >>>

 

 

Bitte unterschreiben: Internationale Liga für Menschenrechte - (doc Datei) Wir fordern gemeinsam mit anderen Organisationen von der Regierung Israels Freiheit für den Sprecher des Bil’in-Komitees Abdallah Abu Rahmah! - Abdallah Abu Rahmah, Sprecher des mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille 2008 aus-gezeichneten Bürgerkomitees Bil'in, sitzt seit drei Monaten in Haft. Am Morgen des Internationalen Tages der Menschenrechte, am 10. Dezember 2009 wurde Abu Rahmah um 2:00 Uhr von israelischen Soldaten in seiner Wohnung in Ramallah verhaftet. Am 28. Dezember 2009 wurde Abu Rahmah - viele nennen ihn den „Gandhi von Palästina“ - von einem israelischen Militärgericht zu einer Haftstrafe verurteilt. Die vorgeblichen Gründe: Anstiftung zur Gewalt, Ausübung von Gewalt durch Steine werfen sowie unerlaubter Waffenbesitz. Nun ist der israelischen Regierung und namentlich auch der vom Verteidigungsminister Barak be-fehligten Besatzungsarmee allzu gut bekannt, dass Abu Rahmah das in Bil’in praktizierte Politikmodell einer zivilgesellschaftlichen Bewegung des gewaltfreien Widerstands maßgeblich geprägt und als Koordinator verantwortet hat. Bekannt ist in Israel auch, dass Aktivisten des Bilin-Komitees vor und während der Freitagsdemonstrationen am Trennzaun Jugendliche vom Steinwerfen aus der Überzeugung abhalten, dass der gewaltfreie Widerstand dem militanten und bewaffneten überlegen ist. Und schließlich weiß man auf israelischer Seite, dass die Widerstandspolitik des Bil’in-Komitees weit über Palästina hinaus breite Anerkennung in der israelischen und internationalen Graswurzelbewegung findet. Mehr noch: sie wird auch von namhaften Vertretern und Vertreterinnen von Politik und Gesellschaft unterstützt. Der Vorwurf „Waffenbesitz“ ist konstruiert >>>

 

 

Besuch von der anti-islamischen Kampftruppe - Anhänger der Website "Politically incorrect" stören zunehmend Veranstaltungen, die sie als pro-muslimisch empfinden  - Er war jetzt lange genug still. 25 Minuten lang hat sich Eckhardt Kiwitt, 54-jähriger Verlagsarbeiter aus Freising, einen Vortrag über das Paradies im Islam angehört. Andre Elfiky, ein Muslim, hat in der St.-Korbinian-Pfarrgemeinde in der Münchner Valleystraße über den Koran und über Mohammed gesprochen, der am "Ende seines Lebens schon ins Paradies greifen konnte". Ein paar ältere Zuhörer sind zwischenzeitlich eingeschlafen. Eckhardt Kiwitt ist hellwach. Er hebt die Hand, einmal, zweimal, dann wird er endlich aufgerufen. "Sie sagten, man könne den Koran interpretieren", fragt er den Referenten. "Aber was gibt es an den Begriffen ,töten' und ,getötet werden' zu interpretieren?" An der Wand hängen rosafarbene Luftballons in Form eines Herzens. Aber mit der guten Stimmung ist es in dem Pfarrhaus vorbei. Eckhardt Kiwitt glaubt, dass der Islam keine Religion ist, sondern eine "politische, dem Nationalsozialismus ähnliche Ideologie" >>>

 

 

European Parliament backs Goldstone report - EU endorses UN report on Gaza war, calls for probe into alleged war crimes, removal of Israeli imposed blockade on Strip - In a move likely to worsen EU ties with Israel, the European Parliament urged its 27-member states Wednesday to monitor the Israeli and Palestinian probes into alleged war crimes in Gaza. >>>

Jewish lobbying sways EU against support of Goldstone Gaza report - Cnaan Liphshiz - Members of the European Parliament have backtracked from their plan to pass a resolution demanding implementation of the Goldstone report, in response to pressure from European Jewish leaders, Haaretz has learned. After leaders of all the major EP parties had agreed on the wording of a draft demanding implementation of the controversial document - which accused Israel of war crimes in Gaza last year and proposed prosecuting Israeli officials in the International Criminal Court - the European Union's legislative body was scheduled to vote on the measure Wednesday. But Tuesday, leaders of the parties backed away from the draft, after the president of the European Jewish Congress, Moshe Kantor, warned them that adopting it would seriously harm EU-Israel ties. >>>

 

 

Massakerstaat mit Imageproblem - Thomas Immanuel Steinberg - Die israelische Regierung hat Ende 2008 / Anfang 2009 über 1400 Gaza-Bewohner ermorden lassen. 13 Israelis starben dabei, einige davon durch Unachtsamkeit eigener Soldaten. Die israelische Regierung hat nicht Krieg geführt – es gab keine Kämpfe in Gaza – sondern abgeschlachtet. Sie hat nicht Israel verteidigt – die Hamas hat keine Mörsergranate und keine Raketete auf Israel abgeschossen – sondern vernichtet. Nun muß Propanda her. The Reut Institute (gesprochen: re'ut) hat erläutert, wie das gehen soll, und eine Arbeitsgruppe auf der Konferenz des Global Forum for Combating Antisemitism am 16. und 17. Dezember 2009 mit dem Thema "Delegitimization of Israel: 'Boycotts, Divestment and Sanctions'" hat erörtert, wie der anschwellenden Boykott-Welle zu begegnen sei. Mitglieder der Arbeitsgruppe waren Gerald Steinberg, der die Maßnahmen der Regierung gegen die Friedens-NGOs in Israel und Palästina koordiniert, und viele Propagandisten, darunter Clemens Heni. >>>

 

 

Lamya Kaddor: "Muslimisch – Weiblich – Deutsch!" - Die Tradition hinterfragen - Die Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor plädiert für eine zeitgemäße Auslegung des Islam und wehrt sich gegen deren Vereinnahmung durch muslimische Fundamentalisten ebenso wie durch westliche Kritiker. Ulrich Schwerin hat ihr neues Buch gelesen. Um eine bewusste und kritische Auseinandersetzung mit ihrer Religion bemüht: Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin und frühere Islamkunde-Lehrerin am Centrum für Religiöse Studien (CRS) der Universität Münster. Wenn die Welt sich verändert, der Islam aber gleich bleibt, entfernen sich Religion und Realität immer mehr voneinander. Damit der Islam für die Gegenwart seine Bedeutung bewahrt, muss man daher zu einer neuen Auslegung seiner Grundsätze kommen.Dies ist der Ausgangspunkt der Überlegungen der Religionspädagogin und Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor >>>

 

 

Rachel Corrie Family Finally Puts Israel in Dock - Jonathan Cook - Seven years after Rachel Corrie, a US peace activist, was killed by an Israeli army bulldozer in Gaza, her family was to put the Israeli government in the dock today. A judge in the northern Israeli city of Haifa was due to be presented with evidence that 23-year-old Corrie was killed unlawfully as she stood in the path of the bulldozer, trying to prevent it from demolishing Palestinian homes in Rafah. Corrie’s parents, Craig and Cindy, who arrived in Israel on Saturday, said they hoped their civil action would shed new light on their daughter’s killing and finally lead to Israel’s being held responsible for her death. They are also seeking damages that could amount to millions of dollars if the court finds in their favour. >>>

Texte und Video - 7 Years After Killing, Family of Slain US Peace Activist Rachel Corrie Heads to Israel for Wrongful Death Suit Against Israeli Gov’t - Rachel Corrie, a twenty-three-year-old student from Evergreen College in Olympia, Washington, was crushed to death by an Israeli army bulldozer in Gaza seven years ago as she stood before a Palestinian home facing demolition. Today, a trial opens in Israel in a lawsuit brought by Corrie’s family against the Israeli government. >>>

Rachel Corrie’s (Posthumous) Day In Court - Amy Goodman - Countercurrents - Just before heading to JFK Airport in New York to attend the trial, Craig Corrie told me about the lawsuit: "We`re accusing the state of Israel of either intentionally killing Rachel or of gross negligence in her killing seven years ago." The day after Rachel was killed, Israeli Prime Minister Ariel Sharon promised President George W. Bush a "thorough, credible and transparent investigation." Yet according to a Human Rights Watch report from 2005, Israel`s "investigations into Corrie`s killing ... fell far short of the transparency, impartiality, and thoroughness required by international law."

 

 

Norwegian Doctor Mads Gilbert volunteers in a hospital in Gaza, and reports about the international neglect towards the Palestinians' suffering.
 

 


10.3.2010
 

 

US-Vizepräsident betont Solidarität mit Israel - Biden sprach sein Gegenüber, den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, vertraulich als "Bibi" an und betonte, mindestens so tief wie die persönliche Freundschaft sei die Partnerschaft der USA und Israels. Netanjahu antwortete seinem Freund "Joe": "Die israelische und die amerikanische Armee halten zum Beispiel gemeinsame Manöver ab, und es gibt viele andere Aktivitäten, darunter auch der Kampf gegen den berüchtigten Goldstone-Bericht. >>>

 

 

Ostjerusalem - Siedlungspläne: Israelische Regierung um Schadensbegrenzung bemüht - UNO und USA verurteilen Siedlungspläne Israels - Ban: Verstoß gegen internationales Recht - New York/Jerusalem - Während nach US-Vizepräsident Joe Biden auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon und die EU-Außenministerin Catherine Ashton die israelischen Pläne für den umstrittenen Siedlungsbau im nordöstlichen Teil Jerusalems verurteilt haben, ist die israelische Regierung um Schadensbegrezung bemüht. Mehrere Minister haben sich für die "Peinlichkeit" entschuldigt. >>>

Heftige Kritik an Netanjahus Siedlungsplänen - Die Ankündigung Israels, neue Wohnungen für jüdische Siedler zu bauen, hat heftige Proteste ausgelöst. Nach den Palästinensern und der US-Regierung verurteilte jetzt auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Pläne >>>

 
 

Dierkes live
 


Henryk M. Broder als ewiger Antisemit kommentiert: "
Antisemit oder Arschloch? Oder beides?" Meint er sich selber?

 
 

Sehr geehrte Damen und Herren, die UNO-Generalversammlung unterstützt den Bericht der UN-Untersuchungskommission von Richard Goldstone. Der Bericht zählt die Verstösse gegen das humanitäre Völkerrecht und gegen die Menschenrechte vor, während und nach der militärischen Aggression Israels im Gazastreifen Ende 2008/Anfang 2009 auf und weist u.a. auf die immer noch andauernde, völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens hin. Diese machte während der Militäroffensive vor 14 Monaten die Notversorgung der Zivilbevölkerung unmöglich.

Bis heute verhindert die Blockade den Wiederaufbau der Häuser von 50 000 Obdachlosen und der zivilen Infrastruktur. Verschiedene UNO-Agenturen und Menschenrechtsorganisationen haben im Laufe des vergangenen Jahres immer wieder über die katastrophale Lage der 1.5 Millionen BewohnerInnen des Streifens berichtet. Die weitgehende Abriegelung erzeugt u.a. Mangel an medizinischer Versorgung, an Nahrung, an sauberem Trinkwasser, an Strom, an Baumaterialien und anderen dringend nötigen alltäglichen Gütern.

Das Andauern der völkerrechtswidrigen Blockade bedeutet eine kollektive Bestrafung der Bevölkerung und untergräbt die Glaubwürdigkeit des humanitären Völkerrechts.

Ich möchte Sie hiermit bitten:

1. den Bericht der UN-Untersuchungskommission von Richard Goldstone zu unterstützen und dafür Sorge zu tragen, dass eine unabhängige und transparente Untersuchung durch beide Seiten (israelische und palästinensische) erfolgt und somit Rechenschaft abgelegt wird über die Verletzungen des internationalen Rechts und über Kriegsverbrechen. 

2. ...sich für die bedingungslose, sofortige und dauerhafte Öffnung der Grenzen zum Gaza-Streifen, einschließlich der Küstenregion, einzusetzen. Offizielle Besucher aus EU-Ländern sollten bei Reisen in die Region Besuche im Gaza-Streifen routinemäßig mit einschließen. Die hohe Vertreterin für Außen- u. Sicherheitspolitik, Mrs. Ashton, sollte auf ihrer ersten Reise in den mittleren Osten in diesem Monat Gaza besuchen, um einen Eindruck über die verheerenden Auswirkungen der seit 2,5 Jahren andauernden Blockade sowie  der israelischen Militäroffensive "Gegossenes Blei" zu erhalten.

 3. ...sich dafür einzusetzen, dass Hamas von der Liste der Terrororganisationen gestrichen wird. Hamas ist eine durch das palästinensische Volk - in erwiesenermaßen demokratischen Wahlen - legitimierte Partei. Der Boykott von Hamas hat die palästinensische Demokratie stark geschädigt und dem palästinensischen Volk enormes Leid, vor allem im Gaza-Streifen, zugefügt. 

4. ...Ihre Aufmerksamkeit auf die Situation der Menschenrechtsorganisationen in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten zu richten. Von israelischer Seite besteht eine besorgniserregende Tendenz, gewaltlose Aktionen sowohl von örtlichen Organisationen und Friedensaktivisten als auch von internationalen NGO´s und deren Vertretungen zu behindern und gewaltsam gegen die friedlichen Aktivisten vorzugehen - Dr. Gabriele Weber

 

Liebe Freunde, liebe an Nahost Interessierte, am kommenden Mittwoch, 10. März, um 9 Uhr, wird im Landgericht Berlin, Strafgerichtsbarkeit, Turmstr. 91, 10559 Berlin (10 Min. vom U-Bhf. Turmstr.), die Berufungsverhandlung gegen das Urteil vom 19. Juni 2009 in der Strafsache gegen Herrn Issa Hijazi eröffnet. (Achtung: anderes Gebäude als im Juni 09!!) Unsere Berichte und eine Reihe von anderen Texten zum Prozess vom Juni 2009 finden sich unter
http://www.palaestina-heute.de/Themen/Issa-Prozess/issa-prozess.html Issa Hijazi wird wieder durch Rechtsanwalt Hans-Eberhard Schultz (www.menschenrechtsanwalt.de) vertreten.  Herr Schultz äußerte in einem Brief an Issa im Januar die Hoffnung, diesmal einen Freispruch zu erreichen -- wir hoffen mit ihm, dass diesmal ein Prozess stattfindet, der unser erschüttertes Vertrauen in die deutsche Justiz wieder herstellt. Es ist sicher im Sinne von Issa Hijazi und seines Anwaltes, wenn die Öffentlichkeit nicht nur von diesem Termin weiß,  sondern wenn auch viele zum Prozess kommen.  Issa braucht unsere sichtbare Solidarität! Mit freundlichen Grüßen,  Renate Dörfel-Kelletat und Frank Dörfel

 

 

Mohssen Massarrat - (pdf)  Offener Brief anlässlich des Iran-Atomkonflikts - An Kerstin Müller, MdB, Sprecherin der Grünen für Außenpolitik und Omid Nouripour, MdB, sicherheitspolitischer Sprecher der Grünen - Sehr geehrte Frau Müller, sehr geehrter Herr Nouripour, Sie beide haben in diversen Stellungnahmen bzw. Zeitungsinterviews einen Krieg gegen den Iran anlässlich der Verschärfung des Atomkonflikts abgelehnt, gleichwohl sich aber für gezielte Sanktionen ausgesprochen, die nur das Regime, nicht aber die Menschen im Iran treffen sollen. Diese Differenzierung ehrt Sie zwar in humanistischer Hinsicht, sie lenkt aber die öffentliche Meinung vom eigentlichen Hintergrund des Konflikts ab. Fakt ist, dass es im Mittleren und Nahen Osten ein regionales Sicherheitsdilemma gibt, seit Israel mit seinem Atomarsenal die nukleare Vorherrschaft in der Region innehat. Eine Reduktion dieses m. E. unbestreitbaren Sicherheitsdilemmas allein auf Irans Atomprogramm ist nicht nur einseitig, sondern auch die Hauptursache dafür, dass der über 7 Jahre andauernde Atomkonflikt mit dem Iran bisher ungelöst geblieben ist. Die Fortsetzung dieser einseitigen Politik läuft aller Wahrscheinlichkeit nach darauf hinaus, dass der Konflikt weiter eskaliert. >>>

 
 

Palästinas Spaltung und deutsche Mitschuld - Martin Lejeune - Der Riss zwischen Fatah und Hamas hat 60 Jahre alte und auch ganz aktuelle Ursachen - »Zwei Staaten für ein Volk? – Die politische Spaltung in Palästina« war Thema einer Podiumsdiskussion während der Tagung »Die Transformation Palästinas. Die Palästinenser 60 Jahre nach der Nakba« in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin. - Davon überzeugt, dass ein vereinigtes Volk seine Interessen besser wahrnehmen könne, war es der Moderatorin Barbara Unmüßig vom Deutschen Institut für Menschenrechte von Beginn an ein Anliegen, von den Teilnehmern auch einen Ausblick zu erhalten, wie es wieder zur Versöhnung zwischen den zerstrittenen palästinensischen Parteien Fatah und Hamas kommen könne. Zunächst blickte Nathan Brown, Politikwissenschafter an der George Washington University in Washington, jedoch zurück, wie es zur Teilung des palästinensischen Volkes gekommen ist. >>>

 

 

URGENT  -  Israel Set to Join Club of Richest Nations, OECD - An exclusive club of the world's most developed countries is poised to admit Israel as a member even though, a confidential internal document indicates, doing so will amount to endorsing Israel's illegal occupation of Palestinian and Syrian territories...

Read the report by Jonathan Cook: http://www.jkcook.net/Articles3/0457.htm

Israel has been told that its accession to the Organization for Economic Cooperation and Development (OECD) is all but assured when the 30 member states meet in May.

The timetable is as follows.

Already at the end of this week (March 12) the  "Executive Committee" will meet in order to prepare the the meeting of the OECD council March 25, 2010.

THIS is probably the last chance to avoid or at least postpone the formal decision, scheduled for  May 27, 2010 when the ministers of the OECD countries will meet.

Traditionally OECD-matters are handled by the ministries of economics - pretending that OECD is outside politics (!)

Please find and contact persons in your country who could be influential in this matter in your country!
With best regards Rudolf Knutti Swiss committee against an unconditional membership of Israel in OECD

Jonathan Cook: Israel Set to Join Club of Richest Nations - "The OECD seems to be so determined to get Israel through its door that it is prepared to cover up the crimes of the occupation," said Shir Hever, a Jerusalem-based economist. Israel has been lobbying for nearly 20 years to be admitted to the OECD, founded in 1961 for wealthy industrialized democracies to meet and coordinate economic and social policies. It includes the United States and most of Europe.... >>>

 
 

Pressemitteilung - Strafbefehl wegen Interviewäußerungen von Dr. Sabine Schiffer zum Polizistenfehlschuss beim Mord an Marwa El-Sherbini - Prozesstermin 24.03.2010, 10.30 Uhr im Amtsgericht Erlangen - Pressekonferenz im Anschluss an den Prozess in den Räumen des IMV - Während des Verfahrens gegen Alexander Wiens, der Marwa El-Sherbini am 1. Juli 2009 niederstach, wurde der Schuss des herbeigerufenen Polizisten auf den Ehemann der Ermordeten nicht verhandelt. Mit der Pressemitteilung vom 21.12.2010 gab Staatsanwalt Avenarius in Dresden bekannt, dass das Ermittlungsverfahren gegen den Polizisten eingestellt sei. Daraufhin erging ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Nürnberg an Dr. Sabine Schiffer, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung, auf der Grundlage einer Strafanzeige des besagten, jedoch nie namentlich genannten, Polizeibeamten wegen übler Nachrede. Sabine Schiffer hatte in mehreren Interviews zum Mord an der Ägypterin die Vermutung geäußert, dass der Fehlschuss des Polizisten einen rassistischen Subtext gehabt haben könnte. Dies wäre auf Grund verbreiteter Medienbilder, die seit Jahren das Negativbild „arabischer Terrorist“ stark vergrößerten, denkbar und könnte gerade in einer Situation wirken, in der ein überlegtes Handeln nicht möglich ist. Eine klärende Pressemitteilung des Instituts vom 7.08.2009, in der deutlich gemacht wird, dass es sich bei dem Erklärungsversuch um gängige Überlegungen im Rahmen rassismuskritischer Forschung handelt und damit niemandem ein Vorsatz unterstellt würde, blieb bei der Formulierung des Strafbefehls gegen Schiffer unberücksichtigt. Die Inkriminierte legte fristgemäß Einspruch ein. Der Fall wird nun in einem öffentlichen Prozess verhandelt. Inzwischen hat sich ein Aktionsbündnis gegen Rassismus und für Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit gebildet, das online eine enorme Solidaritätswelle mit Frau Dr. Schiffer ausgelöst hat: www.solidaritaet-mit-dr-sabine-schiffer. Derzeit erscheinen auf internationaler Ebene Medienbeiträge zu dem Fall. Auf der Website des Instituts wird über den Fortgang des Verfahrens informiert: www.medienverantwortung.de/das-institut/der-prozess. Konkret möchten wir anlässlich des für den 24. März angesetzten – öffentlichen –Strafprozesses am Amtsgericht  Erlangen zu einer Pressekonferenz einladen, bei der Dr. Sabine Schiffer sowie ihr Anwalt, Markus Künzel, zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen. Die Pressekonferenz beginnt ca. ½ Stunde nach Pro­zessende im Institut für Medien­verantwortung, Goethestraße 6, in Bahnhofsnähe.

Auf dieser Seite werden laufend informieret, wie es um das Verfahren gegen die Interviewäußerungen von Dr. Sabine Schiffer steht >>>
Wer in der Lage ist und möchte, kann für die Deckung der Anwaltskosten etwas beitragen  >>>

 Das Institut für Medienverantwortung richtet sich mit seinen Analysen und Vorschlägen an Medien­macher und Mediennutzer gleichermaßen. Nicht nur mehr Verantwortung gegenüber dem jeweiligen Medienprodukt wäre erstrebenswert, sondern auch mehr Verantwortung gegen­über dem Medien­konsum und dem Bewusstsein für Meinungsbildungsprozesse. Darum setzt sich das IMV u.a. für eine umfassende Medienbildung und einen systematischen Lehrplan für den Schulunterricht ein.

 
 

Rückenstärkung für Iran - Westlicher Konfrontationskurs gegen Teheran stößt zunehmend auf Widerspruch. Blockfreie betonen uneingeschränktes Recht auf zivile Nutzung der Kernenergie - Knut Mellenthin - Im Streit um das iranische Atomprogramm stoßen die USA und ihre Verbündeten bei der Mehrheit der UN-Mitglieder auf Widerspruch. In einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung hat die Gruppe der Blockfreien (NAM), zu der 118 Länder zählen, ihre Unterstützung für die iranische Posi­tion bekräftigt. Den Vereinten Nationen gehören zur Zeit 192 Staaten an. Die Stellungnahme der NAM macht deutlich, daß die westlichen Regierungen lügen, wenn sie sich in ihrem Konflikt mit dem Iran auf »die internationale Gemeinschaft« berufen und behaupten, Iran sei »völlig isoliert«. >>>

 

 

Moment of truth: time to boycott Israel's entire range of injustice - Rifat Kassis - A Palestinian woman stands by as Israeli army bulldozers uproot olive trees belonging to families in Beit Jala, occupied West Bank, 3 March 2010. (Anne Paq/ActiveStills) Words always matter, and names always have a life of their own. But perhaps Palestine and Israel form a context in which words become positions more dramatically than in many others. The authors of the "Moment of Truth" Kairos document, which is the Christian Palestinians' statement to the world about the occupation of Palestine and a call for support in opposing it, have repeatedly been asked about the use of the word "boycott." What exactly does this mean? How far exactly does it go? And what exactly does it call for? The document calls for a complete system of sanctions of Israel. Not simply a boycott of products generated by settlements or of products in general, or of institutions and organizations that are unabashedly complicit in the occupation, but a total boycott. Our occupation is not selective, and so our opposition must not be. >>>

 

 

Der Fels der Orthodoxie und ein Strom namens Aufklärung - Reinhard Jellen - Interview mit dem Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad, der letzte Woche als neues Mitglied der Islamkonferenz berufen wurde - Der Politologe und Schriftsteller Hamed Abdel-Samad wurde 1972 in Ägypten geboren. Er arbeitete in Genf für die UNESCO und war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Islamwissenschaft an der Universität Erfurt sowie an der Abteilung für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität München. Öffentliche Bekanntheit erwarb sich Abdel-Samad letztes Jahr mit seiner Autobiographie "Mein Abschied vom Himmel - Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland". Er hat bereits mehrere Abhandlungen zur Radikalisierung von jungen Muslimen in Europa und zum Thema Islamkritik publiziert. Herr Abdel-Samad, die Zahl der Menschen, die dem Islam skeptisch gegenüber stehen, ist (wie generell in Europa) auch in Deutschland enorm. Haben diese Menschen ihrer Einschätzung nach ein adäquates Bild vom Islam? Anders gesprochen: Wie viel und was muss man von den Schriften und aus den kulturellen Praktiken des Islam unbedingt kennen, bevor man sich hierzulande gegen oder für diesen eine Meinung anmaßen darf? >>>

 

 

Fresh Israeli-Palestinian talks run into brick wall
 

Amid an American diplomatic offensive comprising visits by the vice-president, Joe Biden, and the US Middle East envoy, George Mitchell, Israel and the Palestinian Authority have agreed to hold indirect negotiations after more than a year of deep freeze.

 

US reassures Israel over security
Biden in Israel
Expansion could derail talks
Biden begins Middle East tour
Biden: America's Middle East fixer?

 

 

Palestinian Revolutionaries on International Women's Day -  Sukant Chandan - (Sukant Chandan interviews Palestinian revolutionary Leila Khaled and Palestinian Gaza resident and revolutionary Shireen Said for International Women’s Day 2010) - The Palestinian people's oppression continues primarily due to the financial, diplomatic and military support that the Zionist state receives from the USA, and secondly the acquiescence of pro-Western states in the region. After the fall of the Zionists state’s long lost brother – the Apartheid state of South Africa – the Palestinian struggle remains perhaps the leading and most potent anti-imperialist struggle in the world. Unsurprisingly therefore Palestinian women are a central example of what role women can play in the struggle to free themselves, their families, communities and their nation against imperialism and Zionism. Leila Khaled brought the Palestinian struggle to the world’s attention by means of two dramatic plane hijackings in 1969 and 1970 in which no-one but one of her own comrades was killed, the person killed was American-Nicaraguan Patrick Arguello. >>>

 


9.3.2010
 

 

Das Holocaust-Gedenken ist zu einer Art Religion geworden. - Pilgerfahrt nach Auschwitz - Iris Hefets - Was haben die beiden Professoren Ilan Pappe (Israel), Norman Finkelstein (USA) und der Publizist Hajo Meyer (Deutschland) gemeinsam? Alle drei sind Juden, Überlebende des Holocaust beziehungsweise deren Nachkommen sowie vehemente Kritiker der israelischen Politik. Was haben die Stadt München, die Trinitatiskirche in Berlin, die Heinrich-Böll- und die Rosa-Luxemburg-Stiftung gemein? Sie alle haben, nach anfänglichen Zusagen, Ilan Pappe beziehungsweise Norman Finkelstein wieder ausgeladen und ihnen versprochene Veranstaltungsräume verwehrt - so wie es die Heiliggeistkirche in Frankfurt vor ein paar Jahren bereits einmal mit Hajo Meyer getan hatte. Die genannten Institutionen gaben damit dem Druck sich proisraelisch gebender Kreise nach, die Finkelstein, Pappe und Meyer sogar als "Antisemiten" denunzierten. Wegen der Schoah. So nennt man das mittlerweile. Früher sagte man "Auschwitz", dann "Holocaust". Bis Claude Lanzmann kam. Er suchte für das gigantische Menschheitsverbrechen, das er nicht verstand, ein Wort, das er ebenfalls nicht verstand. Also nannte der französische Regisseur seinen neunstündigen Dokumentarfilm über den Völkermord an den Juden 1985 "Shoah". Dabei störte es ihn nicht, dass es sich um einen religiös aufgeladenen Begriff handelt: Auf Hebräisch bezeichnet man damit eine Katastrophe, die Gott über die Welt gebracht hat. Inzwischen hat sich der Begriff auch in Deutschland eingebürgert. >>>

 
 

Von Antizionisten und Antisemiten - Tomasz Konicz - Ein kurzes historisches Lehrstück für das Umschlagen von Kritik in Antisemitismus (oder Antiislamismus) aus der Volksrepublik Polen des Jahres 1968 - Drei Ereignisse verliehen der öffentlichen Diskussion um den Nahostkonflikt – dem deutschen Dauerthema schlechthin - in den letzten Wochen erneut Auftrieb. Zum einen erhob der im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates angefertigte Goldstone-Bericht schwere Vorwürfe gegen die israelische Armeeführung, die beschuldigt wird, während des Gaza-Krieges "inakzeptable Kriegsverbrechen" begangen zu haben. Zudem sorgte ein Mordanschlag auf Hamas-Führer Mahmoud al-Mabhouh, der vom israelischen Geheimdienst Mossad verübt worden sein soll, weltweit für Empörung. Schließlich musste einer der schärfsten und umstrittensten jüdischen Kritiker Israels, der Politologe Norman Finkelstein, seine Vortragsreise über den Gaza-Krieg in Deutschland absagen, da sowohl die Heinrich Böll Stiftung wie auch die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihre anfängliche Unterstützung und Raumzusagen nach öffentlicher Kritik und internem Druck zurückzogen haben. Seitdem tobt nicht nur in der Linkspartei ein erbitterter Streit über das Thema, in dem sich israelkritische und proisraelische Kräfte gegenüberstehen. Diese verbissen geführte Auseinandersetzung, bei der in Reaktion auf den obligatorisch und inflationär erhobenen Antisemitismusvorwurf schon mal von einer "Holocaustindustrie" und "Mossad-Fraktion" die Rede ist, findet auf einem Mienenfeld statt, nämlich in einer krisengeschüttelten deutschen Gesellschaft, in der die Suche nach handgreiflichen Sündenböcken mit jedem weiteren Krisenschub an Intensität gewinnen dürfte. >>>

 

 

Video - Nachstudio im ZD - Ein Schulbeispiel für Manipulationen - Zurück ins Mittelalter - Laute, übertönende Stimmen aus der Urzeit - Wie man seine Meinung durchsetzt, indem man  die anderen nicht ausreden lässt, herablassend redet und unterstellt... Kurz gefasst Broder heißt. - Weil sie mit Keulen schwingen, schwingen wir auch? Weil es dort keine Religionsfreiheit gibt, wird es sie hier auch nicht mehr geben. Weil es dort keine Freiheit mehr gibt, verzichten wir darauf? - Islamdebatte im ZDF Nachtstudio mit Henryk M. Broder, der "Gast aus der Steinzeit" >>>

Im Kreuzfeuer der Kritik - Die Islamdebatte - ein neuer Kalter Krieg? Über Kopftuchmädchen, Zwangsehen, Hassprediger und Islamophobie diskutiert Volker Panzer in der Nacht zum Weltfrauentag im ZDF-nachtstudio mit seinen Gästen Lamya Kaddor, Religionspädagogin und Autorin, dem Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad, Claudius Seidl, Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Henryk M. Broder, Journalist und Buchautor. >>>

Kritiker des Islam: Unsere heiligen Krieger - Debatten - Feuilleton - FAZ >>>