16.3.2008
Avraham Burg
Rises from the Ashes
- David Green - Israeli ex-politician and erstwhile
dissident Avraham Burg, interviewed by Amy Goodman on
Democracy Now! on February 12th regarding his recent
book The Holocaust is Over: We Must Rise from the Ashes,
offered this account of his motivation in writing the
book: “I wrote the first book, which was God Is Back.
It’s about the religious dimension of world conflicts
and the Israeli conflictual reality. And then when I
finished the book, I read it, and I realized that I
didn't write about the other items which support our
identity, and this is the only presence of the trauma
in our life, which is the Holocaust, which prevents
us to trust anybody—to trust ourselves, to trust our
neighbors, to trust the world—and therefore creates
this kind of a reality. And the minute I realized that
this is my inner truth, just published it.”
15.3.2008
American citizen critically
injured after being shot in the head by Israeli forces in Ni’lin
>>>
WATCH: American protester
shot by Israeli soldiers still in critical condition after surgery
>>>
US citizen in critical
condition; four others wounded by Israeli fire in Ni`lin
>>>
14.3.2008
In Deutschland
aber soll Kritik an der Politik Israels nicht sein,
dafür sorgt der Vorwurf des Antisemitismu s.
-
Karin Leukefeld -
Hier wird Kritik an der Politik
des Staates Israel gleichgesetzt mit Kritik an den Juden
und wird somit antisemitisch. Es geht nicht um verbale
Entgleisungen von hitzköpfigen Demonstranten, die in
ihrer Wut ungehörige Dinge schreien oder Plakate zeigen,
auf denen die israelische Fahne mit einem Hakenkreuz
versehen ist. Wie man sich dagegen verwahrt, haben Friedensaktivisten
und Antifaschisten vielerorts während der Demonstrationen
gegen den Krieg in Gaza gezeigt. Nein, der Vorwurf des
Antisemitismus verhindert hierzulande eine notwendige
politische Diskussion über die Situation im Mittleren
Osten. Schlimmer noch, er rechtfertigt Zensur, Entlassung
und öffentliche Denunziation. Es geht nicht um die Aufklärung
über Judenfeindlichkeit oder gar Rassismus, es geht
um die Konditionierung einer Gesellschaft, in der Leute
wie der Journalist und Autor Ludwig Watzal wegen seiner
Israel kritischen Analysen des „Nahostkonflikts“ ungestraft
diffamiert und beruflich herabgestuft werden darf. In
der Friedensaktivistinnen wie Evelyn Hecht-Galinski,
Tochter des früheren Vorsitzenden vom Zentralrat der
Juden, sich für ihre Israel kritischen Äußerungen öffentlich
beschimpfen und beleidigen lassen muss und ein Gerichtsentscheid
das auch noch zuläßt. >>>
Nach Gaza -
Deutsche Öffentlichkeit übt Solidarität mit den Tätern
- Anis Hamadeh - "Ein kurzes Wort über das Verhältnis
zwischen Jüdinnen und Juden außerhalb Israels und dem
Staat Israel. Man kann das Verhältnis vergleichen mit
den Mitgliedern einer Familie, die selbstverständlich
eine enge affektive Beziehung haben. Schwierig wird
das Verhältnis jedoch, wenn ein Familienmitglied ein
Verhalten an den Tag legt, das sittlich unakzeptabel
ist - etwa wenn es Rechtsbrüche verübt. Dann müssen
sich die anderen Familienmitglieder von ihm distanzieren
- ansonst sie sich selber schuldig machen." Philippe
Lévy, früherer Botschafter Israels in der Schweiz.1
- In Gaza brachte die israelische Armee seit Weihnachten
etwa 1.400 Menschen um. Einige sterben jetzt noch qualvoll
an ihren Verletzungen, zum Beispiel an der unmenschlichen
Phosphorwaffe. Als Rechtfertigung brachte die internationale
Gemeinschaft hervor, dass Hamas einen Waffenstillstand
gebrochen habe, was weder den Tatsachen entspricht noch
als Rechtfertigung für jede Art von Barbarei dienen
kann.2 Das Mittragen eines Pogroms wie diesem ist überall
schlimm, aber in Deutschland besonders, wo nach der
Hitler-Katastrophe die Menschenrechte ganz weit oben
auf der Werteskala stehen müssten. Stattdessen erleben
wir regelmäßig eine Umkehrung der Vorzeichen von Antisemitismus
zu Philosemitismus in der Öffentlichkeit, ganz deutlich
jetzt wieder, nach Gaza. War es in der Nazizeit der
Jude, der verfolgt wurde, so ist es heute der Anti-Jude
>>>
Durban II:
Politicizing Racism - The Palestinian struggle is not
meant to overshadow the struggles of oppressed nations..
- Ramzy Baroud - Many countries are set to participate
in the Conference against Racism, scheduled to be held
in Geneva, April 20-25. But the highly touted international
meet is already marred with disagreement after Israel,
the United States and other countries decided not to
participate. Although the abstention of four or more
countries is immaterial to the proceedings, the US decision
in particular was meant to render the conference ‘controversial’,
at best. The US government’s provoking stance is not
new, but a repetition of another fiasco which took place
in Durban, South Africa in 2001. Israeli and US representatives
stormed out in protest of the “anti-Israeli” and the
“anti-Semitic” sentiments that supposedly pervaded the
World Conference against Racism (WCAR), held in Durban
in 2001. The decision was an ominous sign, for the Bush
Administration was yet to be tested on foreign policy
in any definite terms, as the conference concluded on
September 8, three days before the 911 terrorist attacks
.
Preferential
treatment
- Gideon Levy - Haaretz - The world is always against
us, period. But the world is not against us - to the
contrary: The truth is that there is no other nation
toward which the world is so forgiving, even today.
Yes, today. Granted, world public opinion is very critical,
sometimes in a way that`s unique to Israel, but most
governments (except Venezuela and Turkey, but including
Egypt and Sweden) are far from being in sync with the
public opinion in their countries. The official world
continues to be sympathetic to Israel, regardless of
its actions. The rise of Hamas, the increase in hatred
for Islam in the West, the American hegemony - all this
helps in strengthening the support, and we know how
to make the very most of it.
13.3.2008
Die Juden sind
gespalten
- Yakov M Rabkin - Der israelische Angriff auf die Palästinenser
in Gaza hat den Graben zwischen den Juden, was Israel
und den Zionismus anlangt, vertieft. Viele Juden versuchen,
die Widersprüche anzugehen zwischen bekundetem Judentum
einerseits und zionistischer Ideologie, die sich ihrer
bemächtigt hat, andererseits. Und das jetzt, da tiefe
Sorge darüber, was der Staat Israel tut, den Zorn der
Völker der Welt heraufbeschwört. Unter ihnen sind kaum
zwei Tausendstel Juden. Daran zu erinnern ist wichtig
angesichts der Größe des Problems, das das Verhalten
des Staates Israel darstellt, des Staates, der im Namen
aller Juden zu handeln vorgibt. Der Anspruch ist umso
gefährlicher, als die Medien weltweit diesen Staat automatisch
mit den Juden verbinden, indem sie ihn als „jüdischen
Staat“ oder als „hebräischen Staat“ bezeichnen. Die
Juden verschiedener Länder fühlen sich daher wie Geiseln
eines fremden Staates >>>
Liebe Anti-Rassismus
Aktivisten,
Deutschland hat sich nicht nicht entschieden, ob die
antirassistische Konferenz in Genf (Durban 2) boykottiert
wird. Die USA, Kanada und Großbritannien haben schon
entschieden: sie boykottieren, so dass Israel nicht
als rassistisch und Apartheidstaat erkläret wird. Das
Hauptanliegen dieser Konferenz ist Rassismus im Allgemein
und besonders in der "dritten Welt". Die Durban Konferenz
wurde von afrikanischen Aktivisten initiiert und wenn
es nicht statt findet, werden ihre Mühe ins Leere laufen.
Dadurch, dass Israel diese Konferenz zur "Anti-Israel"
Konferenz reduziert, wird eine Zerlegung der "Anti-Rassismus"
Bewegung verursacht, so dass die Palästinenser und die
Afrikanern gegen sich gestellt werden. Die Palästinenser
haben schon für eine Nebenkonferenz ohnehin entschieden.
Jetzt rufen die Israelis Druck auf Deutschland zu über,
durch diese Spiegel-Umfrage, so dass Deutschland diese
Konferenz boykottiert. Nach Beratung mit Prof. Fanny
Michaela Reisin, die Präsidentin der internationalen
Liga für Menschenrechte in Deutschland (und Mitbegründerin
und Mitglied der Jüdische Stimme), wäre es wichtig in
dieser Umfrage teilzunehmen. Wenn Sie dagegen sind,
bitte stimmen Sie hier ab:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,612954,00.html
Sonst unsere (also Jüdische Stimme) Erklärung heute
in der Junge Welt:
http://www.jungewelt.de/2009/03-13/030.php
Schöne Grüße/ Schabat Schalom iris hefets
p.s. Sie sind natürlich gerne eingeladen diese Bitte
zu verbreiten
Zehn Tage
unterwegs nach Gaza
- Edith Lutz -
Das Auto
hält exakt vor dem Grenzgebäude. Ich sehe mich um,
sehe eine schwarzhaarige, in Jeans gekleidete
unverschleierte Frau auf mich zukommen. Ob ich hier
Bescheid wüsste. Weiß ich nicht, aber gucken wir
doch mal zusammen. Sie trägt einen Presseausweis,
aus Amerika, Kalifornien, Hannan ist ihr Name. Ein
Mann kommt auf uns zu, spricht mich auf arabisch an,
die Koffer soll ich abstellen, und wir sollten uns
erst mal hinsetzen. Das haben wir aber nicht vor,
Hannan spricht stattdessen die Polizisten hinter der
eisernen Gittertüre an. Sie spricht arabisch, die
Gittertüre öffnet sich tatsächlich, und wir sprechen
mit den Grenzpolizisten im Eingangskorridor zu dem
großen Grenzkomplex.
12.3.2008
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung
des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V."
Jetzt unterschreiben!
Wir fordern eine andere Nahostpolitik!
Bitte zeichnen Sie ihn mit Ihrem Namen! Herzlichen Dank,
Ihre Geschäftsstelle der IPPNW >>>
EAPPI-Newsletter, Jänner/Februar 2009 - Nr. 27 -
30. Gruppe Ökumenischer BegleiterInnen - Eine
neue Gruppe von 25 ökumenischen BegleiterInnen (EAs)
hat am 1. Februar ihren dreimonatigen Einsatz
begonnen.
Mit diesen Neuankömmlingen sind es inzwischen
insgesamt 522 EAs , die an dem Programm teilnehmen.
Die 30. Gruppe besteht aus 16 Frauen und 9 Männern
aus sieben verschiedenen Ländern (Kanada,
Deutschland, Norwegen, Schweden , Schweiz,
Großbritannien und USA). Neben anderen Berufen freut
sich das EAPPI über fünf StudentInnen, vier
Priester, zwei LehrerInnen, und zwei
Krankenschwestern. Eine frühere Mitarbeiterin kommt
zu einem zweiten Einsatz zurück. Die EAs sind an
sechs Orten stationiert: Bethlehem, Hebron, Jayyous,
Tulkarem, Yanoun und Jerusalem. Profile der
derzeitigen EAs sind auf der Website von EAPPI
EAPPI-Newsletter, Jänner/Februar 2009 - Nr. 27 als
pdf Datei mit Bildern >>>
The Settler Question - What Israeli Peace Process?
- Franklin Spinney - On March 2, 2009, the Israeli
advocacy group Peace Now issued a report saying that
the Israeli housing ministry plans to build 73,ooo
housing units in the West Bank. Peace Now said
15,ooo of these units had already been approved,
with another 58,000 awaiting approval. On March 7,
2009, the Guardian reported that a confidential
report issued by the EU said Israel continues to
annex property in East Jerusalem. It said Israeli
housing authorities had submitted plans for 5,500
new housing units (3,000 of which have already been
approved) since the Annapolis "peace" conference in
November 2007.
10.3.2008
«Das war doch
gestern schon» - Eine Bilanz zum Krieg in Gaza
- Kommentar
von Philipp Holtmann - Eine Bilanz des letzten Gaza-Kriegs,
dem siebten seit der Staatsgründung 1948 und der Vertreibung
der Palästinenser, die kommt einem Nachruf auf die Friedensaussichten
zwischen Israelis und Palästinensern gleich. In Millionen
von Menschen erweckt der israelisch-palästinensische
Konflikt Leidenschaften, Ängste, Zuneigungen, Abneigungen
und Interessen. Eine objektive Auseinandersetzung, das
beweisen die Heerscharen Unbeteiligter, die sich einmischen
– Aktivisten, Terroristen, Berichterstatter, Kommentatoren,
Unterstützer, Ablehner, Drahtzieher, Politiker, Ölkonzerne
und Waffenhändler – scheint faktisch unmöglich zu sein.
9.3.2008
Gaza
nach dem Krieg. Fotos
von Codepink (Women for Peace)
8.3.2008
Gazas Traumatisierten helfen
-
Heather Sharp -
Omsyat, 12, ist nervös und aggressive
geworden, Hala,7, hat aufgehört zu sprechen, und Sobhy,
11 verbrennt die Spielsachen, die ihm gebracht wurden,
mit einer Kerze, sagt ihre Mutter, Wafa Awersha. Die
psychiatrische Krankenschwester Rowija Hamam nickt,
als sie auf einer dünnen Matratze auf dem Boden des
Zeltes in Al Atatra im nördlichen Gazastreifen sitzt.
In dem, was jetzt ihr zu Hause ist berichtet Frau Awersha
, wie ihre fünf Kinder mit dem Tod des Bruders
während des letzten Konfliktes nicht fertig werden.
Ibrahim,9, wurde am 4. Januar von einer israelischen
Kugel getroffen und starb vor den Augen der Geschwister
>>>
Nachwirkungen: Hammads
Tod kommt nicht bis in die Nachrichten -
Am 14. Februar 2009 – fast einen Monat
nachdem Israel einseitig eine Feuerpause erklärt hat, hütete
der 13 jährige
im Nordosten des Gazastreifens seine Schafe
und Ziegen . Es waren etwa 500m von der Grenze zu Israel entfernt.
Ein israelischer Militärjeep, der an der Grenze entlang patrouillierte,
eröffnete das Feuer auf ihn und seine etwa gleichaltrigen Freunde.
Hammad wurde in den Kopf geschossen und war fast auf der Stelle
tot. Hammads Tod wird es nicht bis in die Nachrichten
schaffen - es ist nur noch ein Todesfall im Gazastreifen,
wo die Zahl der zivilen Verletzten und Todesfälle noch
täglich steigt. Seine Familie hatte vor kurzem den Tod der Großmutter,
den Tod von zwei seiner Cousins, 4 und 18 Monate alt, und die
Zerstörung ihres Hauses und ihrer Haustiere während der
israelischen Offensive erlebt >>>.
Text in englisch und noch mehr Bilder: Hammad’s death barely
made the news >>>
Zionismus als Pathologie
- Silvia Cattori - Die tiefliegenden Ursachen des Terrors,
der vom jüdischen Staat ausgeübt wird - Die Gründung
des Staats von Israel im Jahr 1948 ist durch die ethnische
Säuberung von mehr als 750.000 Palästinenser begleitet
worden (*) – ungefähr mehr als die Hälfte der einheimischen
Bevölkerung ist, entweder durch Gewalt oder aus generierter
Angst wegen den absichtlichen Massakern an der Zivilbevölkerung,
aus ihren Städten und Dörfern, wie aus dem Dorf Deir
Yassin, vertrieben worden. Seither hat Israel, während
seiner sechzig Jahre Existenz – vom Massaker von Sabra
und Chatila im Jahre 1982, bis hinaus zu den Blutbädern,
die sich heute in Gaza abspielen, die Zerstörung des
Flüchtlingslagers von Jenine und die Zerstörung der
palästinensischen Infrastrukturen im Westjordanland
im Jahre 2002, die Massaker im Flüchtlingslager von
Janaliah und Beit Hanoun im Jahre 2005, 2006 und 2008,
den massiven Bombardierungen vom Libanon im Jahre 2006
- unter dem Vorwand „sich zu verteidigen" nie aufgehört,
seinen Nachbarn Tod und Verwüstung mit der Schlagkraft
seiner Luftwaffe, seiner Kriegsmarine und seinen Panzern
zu bringen.
Der
realpolitische Zionismus >>>
7.3.2008
Israel Apartheid
Week 2009 Trailer
>>>
This
is NOT a Muslim
against Jew the
truth is the right
against wrong
Frau Kollegin: Gudrun
Harrer, Der Standard, Wien - André Marty berichtet
- Gudrun Harrer, das Geld sprudelt wieder einmal,
die internationale Staatengemeinschaft beglückt
Teile der Palästinenser mit Zusagen von 4.9
Milliarden Dollar. Zufrieden? - Nein, frustriert und
pessimistisch. Es ist bereits ein Ritual: bauen,
kaputtmachen, Geld zusammenkratzen, wiederaufbauen –
wobei man diesmal nicht einmal weiß, wie Letzteres
praktisch gehen soll, denn mit denen, die dort
sitzen, wo wiederaufgebaut werden soll, reden wir ja
nicht einmal. - Es ist tatsächlich nachhaltig
irritierend, wie weder EU noch USA sich aktiv um
politische Schritte kümmern – können die beiden
grossen Player tatsächlich keinen Druck auf Israel
und die palästinensische Seite ausüben?
Pots of urine, feces on the
walls - how IDF troops vandalized Gaza homes
- Amira Hass - GAZA - We had
already visited this house, belonging to the Abu
Eida family. It is the only one of the family's nine
large houses that remained standing at the eastern
edge of the city of Jabalya following Operation Cast
Lead. The demolition of the family's houses and its
four cement factories spells the loss of 40 years of
hard work. One Hebrew word scrawled on a wall tells
the story of the 10 days when young Israeli soldiers
became the ostensible prison wardens of five people.
The youngest is Suheila Masalha, 55; the eldest is
her mother Fatma, who is perhaps 85 or 90 or older.
The only man is her brother Mohammed, 65, who is
paralyzed and dependent on the women of his family.
And there were two more women from the Abu Eida
family - Rasmiya, 70, who owns the house, and her
sister-in-law Na'ama, 56, who is blind.
6.3.2008
Closed Zone >>>