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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -  - Seite 72

 

 

 

 

Israel genehmigt Ausbau der Siedlungen im Westjordanland - Die rechte israelische Regierung provoziert damit die US-Regierung, die auf einen Stopp des Siedlungsbaus drängt. Die US-Regierung unter Präsident Obama übt Druck auf die israelische Regierung aus, als Vorbedingung für Verhandlungen, die zu einer Zwei-Staaten-Lösung kommen sollen, sofort den weiteren Bau von Siedlungen im Westjordanland einzustellen. Die rechte israelische Regierung unter Premier Netanyahu hatte zwar vor kurzem erstmals überhaupt einer Zwei-Staaten-Lösung zugestimmt, allerdings unter Bedingungen, die eine Lösung undenkbar machen (Netanjahu schlägt palästinensischen Phantomstaat vor). Bislang hat Netanyahu dem Drängen der US-Regierung nicht nachgegeben und zumindest einen Stopp von weiteren Siedlungen akzeptiert. >>>

 

 

Französischer Vorstoß: Sarkozy bietet Israel Friedenssoldaten an - Offerte im Élyséepalast: Nicolas Sarkozy hat dem israelischen Premier Netanjahu Sicherheitsgarantien und sogar Truppen zugesagt - verlangte aber gleichzeitig ein Ende der israelischen Siedlungstätigkeit. >>>

 

 

Netanyahu spielt auf Zeit - Kurz nach Obamas Kairo-Rede hat Israels Premier einen Palästinenser-Staat in Aussicht gestellt. Aber über die Bedingungen kann eigentlich kein Palästinenser verhandeln - Lutz Herden - Man kann sich kaum erinnern, ob es jemals derartige Gegensätze zwischen einem israelischen Premier und einem amerikanischen Präsidenten gegeben hat. Höchstens während der Suez-Krise 1956, doch die ist lange vorbei. Jetzt hat Benjamin Netanyahu mit seiner Rede an der Bar-Ilan-Universität von Tel Aviv zwar so getan, als wollte er Barack Obama entgegenkommen, tatsächlich jedoch ist das Gegenteil der Fall. Ein demilitarisierter Palästinenser-Staat, wie ihn sich Israels Premier vorstellt, ist ein entmündigter Staat unter israelischer Aufsicht. Kein palästinensischer Politiker wird darüber verhandeln. >>>

 
 
 
 

Fatenah

André Marty berichtet - Noch kommen 18 verschiedene Lebensmittel in den Gaza - Streifen, sagt die israelische Menschenrechts- Organisation Gisha. Tee gehört nicht mehr dazu, ebensowenig dürfen Fusbälle oder etwa Papier und Farbe in den Gaza - Streifen transportiert werden, nicht einmal Gitarren. So will es Israel. Israel, das sich auf den Standpunkt stellt, die Besatzung des Gaza - Streifens sei im Sommer 2005 beendet worden. Was bedeutet das für die 1.5 Millionen Menschen, die im Gaza - Streifen leben, wenn ihnen eine Diät verordnet wird? - Was bedeutet das für Fatenah: Sie ist eine der Bewohnerinnen des Gaza- Streifens - eine virtuelle Bewohnerin Gazas. Ahmad Habash erzählt im laut eigenen Angaben ersten im besetzten Westjordanland hergestellten 3D - computeranimierten Film die auf einer wahren Geschichte basierende Realität von Fatenah. Fatenah entdeckt plötzlich einen Klumpen in ihrer Brust - und ihre Irr- Reise beginnt. Ein Beispiel von Tausenden, ein Mensch, wie ihn der Film - Co - Sponsor WHO tagtäglich versucht zu retten. Vielleicht landet Fatenah irgendwann sogar in Ihrem Kino. >>>

 


25
.6.2009
 

 

Wo sind die fehlenden Siedler? - Wie die Medien Ost-Jerusalem annektierten - Die Antwort ist, daß sie sich in Ost-Jerusalem befinden, was für die Reporter der Agenturen in zunehmendem Maße bedeutet, daß sie überhaupt nicht als Siedler anzusehen sind. In vielen Berichten wird die Siedlerpopulation Ost-Jerusalems aus der Gleichung herausgelassen. Aber auch, wenn die Nachrichtenagenturen die Zahl der Siedler dort nennen, beziehen sie sich durchweg allein auf sie, isoliert von den Siedlern in der West Bank, oder beschreiben sie einfach als "Juden". Schlimmer noch, dieses irreführende Verfahren setzt sich auch noch fort. Mitarbeiter führender Zeitungen machen die gleichen grundlegenden Fehler. So berichtete die New York Times in der letzten Woche ganz unbekümmert, daß Außenministerin Hillary Clinton "am Mittwoch kompromißlos den völligen Stop des Siedlungsbaus in der Westbank" gefordert hätte. In Wirklichkeit hatte sie gesagt, daß der Präsident einen "Stop der Siedlungen sehen wolle - nicht einiger Siedlungen, nicht Außenposten, nicht ein Ende des natürlichen Wachstums." Das bedeutet, daß das Weiße Haus alle Siedlungen komplett einfrieren will, einschließlich der in Ost-Jerusalem. Das ist keine linguistische Haarspalterei. >>>              

 
 

Prof. Dr. M. Massarrat - Offener Brief an die deutsche Bundeskanzlerin anlässlich ihrer Stellungnahmen zur aktuellen Entwicklung im Iran - Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, als ich mich -lassen Sie mich das vorwegschicken - anlässlich Ihrer Vorverurteilung von Hamas als Verursacher des Gaza-Krieges in einem Offenen Brief (vom 14.01.2009) an Sie kritisch zu Wort meldete, ahnte ich nicht einmal im Traum, mich einige Monate später auch anlässlich Ihrer Haltung zu Irans jüngster Entwicklung zu Wort melden zu müssen. Mit Ihrem Fehlurteil zum Gaza-Krieg haben Sie seinerzeit Israel zu seinen Kriegsverbrechen mit über tausend Toten und zur flächendeckenden Zerstörung des Gazastreifens – dies kann man leider nicht anders sagen - ermutigt.  Nun sind Sie dabei, der Reformbewegung im Iran Schaden zuzufügen. >>>

Weitere Texte von Prof. Massarat >>>

 

 

Leserbrief von Esther Thomsen - Sehr geehrte taz-Redaktion, im Schwerpunkt vom 19. Juni geben Sie dem prominenten Regisseur Claude Lanzmann auf zwei Seiten die Gelegenheit zur Ehrenrettung der israelischen Armee, die mit anderen Maßstäben als andere Armeen gemessen werden müsse. Die reißerischen Schlagzeilen lauten: "Es geht dem Iran um die Vernichtung Israels" (was nachweislich nicht stimmt), "Israels Feinde machen keine Gefangenen" >>>

Leserbrief an die Taz von Ruth Asfour - Dank für die Veröffentlichung des Leserbriefes von  Esther Thomsen - Jetzt Thema Nr. 1 in den Medien: Die Unruhen in Teheran ! Ich bin sicher, die israelische Regierung ist froh über den Themenwechsel und baut weiter an den völkerrechtswidrigen Siedlungen. War es in Teheran Wahlbetrug ? Vielleicht. Unsere Kanzlerin setzt sich ein für die getöteten Demonstranten. Sie mahnt Demokratie an. Im Januar 2006 wurde durch eine untadelige demokratische Wahl die „Hamas“ gewählt. Trotz der den Palästinensern auferlegten Behinderungen der Bewegungsfreiheit, war das zu bewundern. Aber Israel verteufelte die gewählte Hamas und steckte sofort 40 ihrer Minister ins Gefängnis. Der Boykott der gewählten Partei und die Blockade Gazas begann. Der Westen zog nach. >>>

 

 

Wasser als Friedensstifter im Nahen Osten? - Wasser gehört zu den wichtigsten und schwierigsten Ressourcen, die es global zu verteilen gilt. Im Palästinakonflikt ist die Wasserproblematik weiter ungelöst. Statt Wasser als Kriegsgrund zu betrachten, sollte es zur Kooperation zwischen den betroffenen Ländern führen. Laut dem jüngsten Bericht des israelischen Informationszentrums für Menschenrechte in den besetzten Gebieten, «B'tselem», hat sich die Wassersituation wegen der wenigen Niederschläge im Jahr 2008 verschärft. Die Wasserressourcen, von denen die Palästinenser abhängen, werden von Israel kontrolliert. Die Verteilung erfolgt ungleich. Wasser ist nicht nur wegen der Versorgung und der Verteilung ein Problem, sondern auch hinsichtlich des Verbrauchs. Während im Durchschnitt ein Palästinenser in Cisjordanien pro Tag 66 Liter Wasser verbraucht, werden in Israel pro Kopf und Tag 230 Liter genutzt. Die Richtlinie der WHO liegt bei 100 Litern pro Tag. >>>

 
 

Guantanamos Greatest Hits - André Marty berichtet - „I had tapes of babies crying that I would play. And I made them listen to Britney Spears and I made them listen to Metallica – was a big one.“ - A big one, sagt ein US - Soldat – und meint seine Verhörmethoden im Irak oder in Guantanamo. Musik als Folter. Stundenlanges Baby-Geschrei, kulturfremdes sexuell-stimulierendes Geträller – und das laut und ununterbrochen. So wurden und werden im Krieg Gefangene psychisch gebrochen: Disorientiert, destabilisiert, ohne dass physisch Hand angelegt wird – psychologische Folter mutmasslicher Terror-Verdächtiger. PSYOPS, psychologische Kriegsführung nennt sich das dann eher verharmlosend. >>>>

So tönt es, wen man mit Musik in den Krieg zieht:

 
 

Position Paper - PCHR has Reservations about Regulations Adopted in the Context of Ongoing Political Fragmentation - The Palestinian Centre for Human Rights (PCHR) expresses its reservations regarding the adoption of regulations by the Palestinian National Authority (PNA) under the ongoing state of fragmentation. These regulations include those made by the Change and Reform Bloc in Gaza in the name of the Palestinian Legislative Council (PLC) and Presidential Decrees issued by President Mahmoud ‘Abbas in the West Bank on the basis of a lack of quorum in the PLC. PCHR calls upon the PNA to refrain from adopting new regulations under the ongoing state of fragmentation. The Centre views these regulations to be unnecessary as they serve factional policies and programs that may increase the current fragmentation. PCHR demands that these regulations to be added to the agenda of the Palestinian national dialogue. They must be annulled or reviewed by a reconvened legislature in accordance with the law. >>>

 


23
.6.2009
 

 

Der Bluff des Benjamin Netanjahu - Israels Premierminister hat diese Woche nur so getan, als ginge er auf die Palästinenser zu – wer will, kann das leicht erkennen, kommentiert Abdallah Frangi, Leiter der außenpolitischen Abteilung der Fatah  - (…) Ich habe Netanjahus Rede aufmerksam angehört und anschließend gezählt: 22mal erwähnte der Ministerpräsident den „jüdischen Staat Israel“, zweimal einen „arabischen“ und „terroristischen“ - und schließlich ein einziges Mal einen „demilitarisierten“ palästinensischen Staat. Hierfür erhielt er all das Wohlwollen und das Lob. Volle 45mal erwähnte Netanjahu schließlich das Wort „Frieden“. Keine Frage: Auch wir Palästinenser wollen Frieden. Angesichts der Entwicklung hätte ich mir jedoch eine Rede gewünscht, die weniger von Frieden spricht, als eine, die Frieden tatsächlich möglich macht. >>>

 
 

In der Verallgemeinerung liegt der Rassismus...

Frage 1: Wer hat das geschrieben?
Frage 2: Wo ist das erschienen?

"Linke rennen eben nur dann auf die Straße, wenn es gegen Juden und Amis geht."

Wem es nicht einfällt, eine BEselsbrücke. Google vergisst fast gar nichts.....

 
 

Mohssen Massarrat 22. Juni 2009 - Irans neue Revolution: Fakten und Missverständnisse - Auf die Veröffentlichung meines Textes "Reform durch Revolution" vom 15. Juni hin erhielt ich einige mails, die belegen, dass viele in der Bundesrepublik Deutschland wahrscheinlich wegen Unkenntnis interner komplexer Zusammenhänge Irans und manche Linke unter ihnen sogar aus versteckter Sympathie für den "großen" US und Israel-Widersacher und angeblichen Freund der Armen im Iran,(…)  Die Streitkräfte der Islamischen Republik sind nicht monolitisch und stehen auch nicht ohne Wenn und Aber wie ein Mann hinter dem Präsidenten und dem Revolutionsführer, auch wenn sie von Ahmadinedschads Klientelismus am stärksten profitieren. Es gibt Berichte, dass vielerorts die Polizisten und Revolutionswächter sich gegen Ahmadinedschad zu Wort melden. Am 19. Juni schrieb eine Gruppe der Revolutionswächter in ihrem Kommunique Nr. 1 folgendes (www.pasdarazadi.blogspot.com): „Gott möge bezeugen, alle diejenigen, die glauben, dass die Revolutionswächter die ewigen Beschützer des Revolutionsführers seien, im Irrtum sind. Wir schwören bei Gott, nicht hinnehmen zu wollen, dass das Märtyrerblut, das für die Islamische Revolution und gegen den irakischen Krieg für Freiheit und territoriale Integrität der Islamischen Republik auf den Straßen und in den Wüsten dieses Landes geflossen ist, dem Interesse einiger machthungriger und Monopolisten geopfert wird. Wir schwören bei Gott, dass wir trotz aller Gefahren für unser Leib und Leben, mit dem Eintritt für den Märtyrertod bereit sind, alle korrupten und von Ölrenten abhängigen Kommandeuren („farmandehane Rantkhar“), daran zu hindern, im heiligen Gewand des Revolutionswächters das Volk blutig niederzuschlagen. Wir raten unseren Bassidji-Brüdern eindringlich, sie sollten sich entweder am Chaos nicht beteiligen oder ihre Waffen zurückgeben und sich dem Volk anschließen. >>>

 
 

3 Protestbriefe von Abraham Melzer -  Wenn sich das Leben nur ums Überleben dreht, bleibt nicht viel Energie für irgendetwas anderes. Soweit wir das menschliche Gehirn verstehen, wissen wir, dass ein Leben im Glauben, man sei ständig existenziell bedroht, zum Tunnelblick führen kann, zu kurzfristigem Denken, zu einem Mangel an Mitgefühl, zu Dauerstress. Und das führt letztlich zu einer isolationalistischen Mentalität und der Unfähigkeit, den anderen als Menschen wahr zu nehmen. Genau das trifft auch auf Broder zu, der immer noch davon redet und schreibt: „…nur weil wir Juden sind.“ Es führt zu Blindheit. Israelis und Leute wie Broder akzeptieren nicht, dass ihr Problem durch die brutale israelische Besatzung hervorgerufen wurde. Sie glauben tatsächlich, dass die Palästinenser wütend auf sie sind und sie deshalb angreifen,“ nur weil sie J U D E N  sind“. Die meisten Israelis und HM Broder offensichtlich auch, wissen nicht einmal, dass Israel 1948 eine ethnische Säuberung durchgeführt hat. Die meisten Israelis und Broder gehört zu ihnen, glauben, dass sie „die Guten“ sind. >>>

Der Bezug: Die schleichende Delegitimation Israels - von Henryk M. Broder >>>"Vortrag in Jerusalem bei der Konrad Adenauer Stiftung (in Zusammenarbeit mit dem Walter Rathenau Institut). Auch erschienen in DIE WELT vom 20.06.2009"

 
 

 
 

 
 
 

Etwas über den übrigen Teil der Welt …

 


22
.6.2009
 

 

Terrorismus und Prinzip der Humanität: Redeverbot an der Universität Münster - Ted Honderich - Es ist an der Zeit für alle Deutschen, dass sie aus einem verständlichen Schlaf aufwachen - Im Februar bekam ich eine Einladung von Dr. Christian Spiess vom Institut für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Münster. Ob ich für das nächste "Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften" (2010) einen Beitrag über Terrorismus schreiben würde? Das Institut habe, so sagte er, meine kontroverse These zum palästinensischen Terrorismus bei mehreren Gelegenheiten diskutiert. Meine Meinung würde geschätzt. Ob ich auch zu einem Symposium kommen würde? >>>

Mehr zum Thema:

Gespräch mit Ted Honderich: "Freiheit und Gerechtigkeit sind untrennbar verbunden"

Georg Meggle: Deutschland/Israel/Palästina

Georg Meggle: Was ist Terrorismus?

Georg Meggle: Schwierigkeiten der Medien mit der Philosophie

Goedart Palm: Antisemitischer Antizionismus im Sommerloch

Harald Neuber: Widerstand gegen Terrorismus

Ralf Grötker: Ted, glaubst du wirklich ....

 

 

Are the Iranian Election Protests Another US Orchestrated ‘Color Revolution’? -  Paul Craig Roberts - A number of commentators have expressed their idealistic belief in the purity of Mousavi, Montazeri, and the westernized youth of Terhan. The CIA destabilization plan, announced two years ago (see below) has somehow not contaminated unfolding events. The claim is made that Ahmadinejad stole the election, because the outcome was declared too soon after the polls closed for all the votes to have been counted. However, Mousavi declared his victory several hours before the polls closed. This is classic CIA destabilization designed to discredit a contrary outcome. It forces an early declaration of the vote. The longer the time interval between the preemptive declaration of victory and the announcement of the vote tally, the longer Mousavi has to create the impression that the authorities are using the time to fix the vote. It is amazing that people don’t see through this trick. >>>

 

 

Evelyn Hecht-Galinski und das "Trio Infernal" Henryk M. Broder,  Norman Nathan Gelbart und Katy Ritzmann. - Ein vorläufiger Pyrrhussieg auf dem Wege zur „Gerechtigkeit“ - Am 17.6.2009 wurde im Prozess Hecht-Galinski./.Broder das Urteil verkündet. - Dass gute an Henryk M. Broder, der „Schlichtgestalt“ unter den deutschen „Antisemitenjägern“ ist, er demaskiert, enttarnt sich in seiner Selbstgefälligkeit immer wieder selber, eigentlich besser als andere es können. Das Dumme ist, wie in der Geschichte: „Der Kaiser ist nackt“, es will nur keiner sehen, die meisten schauen beiseite. Das Netzwerk hat eine seltsame Gabe die Öffentlichkeit zu betäuben und die falschen Bilder vorzugauckeln. Da schreibt doch Broder in der „Welt“ :“ Seit Jahren arbeiten auch jüdische Intellektuelle wissentlich oder als nützliche Idioten an der Delegitimierung Israels. Wie nahe ist der Dammbruch, der mit feinen Haarrissen begann?“ Ist es nicht eher so, dass zwar sehr geschickte, kreative, nicht so intelligente aber gewissenlose Demagogen mit ihrer blinden Verteidigung Israel delegitimieren? Ist es nicht eher so, dass z.B. nicht ein Dietrich Bonhoeffer oder die Geschwister Scholl Deutschland delegitimiert haben sondern Hitler, Himmler, Göbbels und andere? >>>

 
 

 
 

 


Im Internet kursieren Videos die eine getötet Iranerin zeigen. Sie wird zur "Ikone" zum "Symbol" des Aufstands ernannt....



Spiegel: Neda, die Ikone des Protests >>>
» STERN: Neda, die Märtyrerin >>>


 


21
.6.2009
 

 

Regime soll seine Macht teilen - Mohssen Massarrat - Liebe Freundinnen und Freunde, auf die Veröffentlichung meines Textes "Reform durch Revolution" vom 15. Juni hin erhielt ich einige mails, die belegen, dass viele in der Bundesrepublik Deutschland wahrscheinlich wegen Unkenntnis interner komplexer Zusammenhänge Irans und manche Linke unter ihnen sogar aus versteckter Sympathie für den "großen" US- und Israel-Widersacher und angeblichen Freund der Armen im Iran, Ahmadinedschad,  sich zu folgenden zwei falschen Aussagen verleiten lassen: 1)   Ahmadiedschad hätte durch seine konsequente Politik gegen die Korruption und die reiche Elite sehr viel Rückhalt in der Bevölkerung und daher auch die Wahl, entgegen der Behauptung der Reformbewegung, hinter der vor allem die Reichen und westlich Orientierten aus dem Norden Teherans stünden, tatsächlich gewonnen. 2)   Die Reformbewegung sei zum Scheitern verurteilt, da Irans Streitkräfte voll hinter dem Präsidenten und dem Revolutionsführer stünden. Ich habe in einem Interview mit Radio Lora in München (das die meisten freien Radios der Zivilgesellschaft in Deutschland vernetzt) zu beiden Punkten ausführlich Stellung bezogen und möchte Sie auf dieses ca. 15-minütige Interview aufmerksam machen : www.freie-radios.net. Des weiteren erhalten Sie anbei den Wortlaut eines ausgewählten Interviews, in dem weiteren Fragen nachgegangen wird und das dadurch ein umfassenderes Bild vermittelt. >>>

 
 

Man steigert sich immer mehr - Skandalöse Fantasien bei Honestly Concerned - Quelle Mailingliste vom 12.6.2009

From: Becker
Sent: Saturday, June 20, 2009 9:14 PM
Subject: Angeblich geheimes Vatikandokument dass aus theologischen Gruenden die Schwaechung und Zerstoerung Israels als Ziel setzt

In der Schabbat Zeitung Maajanei HaJeschua veroeffentlicht der bekannte Rabbi Schlomo Aviner, der dem nationalreligioesen Spektrum zuzurechnen ist ein angebliches geheimes Dokument zum Thema Israel, das aus dem Vatikan geschleust worden sei.
Das Dokument sei in einer verkuerzten hebraeischen Uebersetzung veroeffentlicht.
Wenn sich dieses Dokument als echt erweisen sollte (und ich bezweifle ein wenig, dass sich Rabbi Aviner dem Ruf eines Faelschers ausetzten wuerde) waere es aus Deutsch gesagt ein echter "Hammer".
Das Dokument sei ein Protokoll einer inneren Besprechung einer Versammlung von Kardinaelen und fuehrenden Bischoeffen.
In dieser Besprechung wird anfangs die Position des Vatikans zum Judentum und des Staates Israel wiedergeben. Demnach sei Israel immernoch die "verfluchte Rasse" die von Gott verstossen wurde und die Christenheit das neue, echte Israel ("verus Israel"). Das juedische Volk hat es jedoch durch satanisches Werk es geschafft einen Staat zu errichten (der nach der katholischen Ideologie nicht bestehen duerfte). Die Juden seien im Buednis mit dem Satan und die Christenheit solle gegen kaempfen ("Vade retro satanas").
Dies mag vielleicht noch bekannt sein, aber im Weiteren wird u.a. Bewunderung gegenueber der Schoa geaeussert, die es geschafft hat ein Drittel dieses Volkes zu zerstoeren mit Hilfe vieler europaeischer Voelker. Es wird betont das diese und aehnliche Ansichten so nicht in der Oeffentlichkeit zu aeussern sind, da das Christentum die Religion der Liebe sei und diese Dinge im Geheimen gesagt werden muessen, obwohl man auch daran denken sollte, wie man den Glaeubigen die richtige Botschaft ueberbringt.
Aber es wird noch schlimmer: Man hatte gehofft, dass nach der Schoa das juedische Volk zu schwach sei um einen eigenen Staat zu schaffen, aber durch Teufelswerk ("Gross sind die Versuchungen die der liebende Gott uns vorsetzt") haben sie es leider geschafft. "Sollten sich die Prophezeiungen der Propheten an ihnen und nicht an uns erfuellen und unseren Glauben zerstoeren? Nein, das neue Testament bewegt sich kein Milimeter! Wir werden den Vatikan nicht schliessen! (Applaus)." Sondern dieser teufliche Staat wird sich in duennen Staub aufloesen und das Licht unseres Herrn Jesus wird hervorscheinen.
Dann geht es zum Praktischen: Man muesse jetzt so gut es ginge die Araber politisch und mit Geld unterstuetzen, da diese gegen die Juden kaempfen, wenn auch nicht sehr effektiv. Man solle dazu alle Mittel, auch geheime und Bestechungen etc. benutzen und am besten ueber die europaeische Union den Weg weitergehen, der die Araber unterstuetzt. Die Probleme mit Arabern (und Moslems) werde man erst angehen, sobald Israel zersoert ist.
Ich koennte den Artikel gerne einscannen und zuschicken.
Es wuerde sich aber vielleicht lohnen, dies mal bei der Zeitung nachzufragen und vor allem die Originalvorlage zu verlangen.  

 
 

 
 

 


20
.6.2009
 

 

"Wenn er ja sagt, was meint er dann?" - Uri Avnery - "Na, sie haben ja sicher was zu feiern", sprach mich der Reporter einer populären Radio-Station nach  Netanyahus Rede an. "Er nimmt ja den Plan an, den Sie vor 42 Jahren formuliert haben!" (Es war vor 60 Jahren, aber wer zählt noch.) Gideon Levy schrieb auf der Titelseite der "Haaretz", " Der mutige Aufruf Uri Avnerys und seiner Freunde vor vier Jahrzehnten hallt heute wider, obschon schwach, von einem Ende (des politischen Spektrums in Israel) zum anderen.  Ich würde lügen, würde ich den Moment der Befriedigung leugnen, aber er war schnell vorbei. Es war keine "historische" Rede. Es war nicht einmal eine "große" Rede. Es war eine schlaue Rede. Sie enthielt einige Scheinheiligkeiten, um Barak Obama zufrieden zu stellen, gefolgt von einer gehörigen Portion genau entgegengesetzter Punkte, um die extrem Rechten in Israel zu beruhigen. Nicht viel mehr. >>>

Dazu sollte man lesen: Obama wird nicht zurückzwinkern -  Uri Avnery - ERINNERT MAN sich an Dov Weisglass? An denjenigen, der sagte, dass der Frieden warten müsse, bis die Palästinenser Finnen würden? Und der davon redete, dass der Friedensprozess in Formaldehyd gelegt werden solle? Doch von Weisglass wird man  weniger in Erinnerung behalten, was sein Mund aussprach, als wie er mit den Augen zwinkerte. Weisglass ist der König des Zwinkerns. In dieser Woche rief ihn Binyamin Netanyahu zu dringenden Konsultationen zu sich. >>>

 
 
 
 

Eine Anzeige der israelischen Friedensorganisation Gush Shalom,
die am 19. Juni 2009 in der israelischen Tageszeitung Ha’aretz erschien:
 
Netanjahu fordert, dass die Palästinenser Israel
als den „Staat des jüdischen Volkes“ anerkennen.
Die Palästinenser haben bereits in Oslo
den souveränen Staat Israel anerkannt.
Alle anderen Definitionen
sind doch wohl eher unser Problem.
 
Bis heute
haben wir nicht einmal selbst entscheiden können
wer Jude ist.
Warum sollte das das Problem der Palästinenser sein?
 
 
   (Übersetzung Doris Pumphrey)
 
 
Originaltext :
 
Netanyahu demands that
The Palestinians
Recognize Israel as
The “State of the Jewish People”.
 
In Oslo, the Palestinians
Have already recognized
The sovereign State of Israel.
All other definitions
Are our own affair.
 
Until this very day
We have not succeeded
Even to decide
Who is a Jew.
How does that concern
The Palestinians?
 
 
GUSH SHALOM
Ad published in Haaretz June 19, 2009

 
 

 
 

 


19
.6.2009
 

 

Sondermeldung: Kiel, 17.6.09: Der Landesverband "Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein" entzieht Prof. Dr. Rolf Verleger sein Mandat als Delegierter in das Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland. Damit gibt der Vorstand des Landesverbands dem anhaltenden Druck nach, der sowohl von der Basis als auch von der Zentralratsspitze ausgeübt wurde.

Verleger hatte 1995-2005 die Lübecker Gemeinde und den Landesverband entscheidend mitaufgebaut. Er wandte sich 2006 in einem Offenen Brief gegen den israelischen Libanonkrieg, initiierte danach die Unterschriftenkampagne Schalom5767, schrieb das Buch "Israels Irrweg. Eine jüdische Sicht", ist Mitglied der "Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost", kritisierte scharf die israelische Attacke 2009 gegen Gaza und ist Mitherausgeber der seit 2009 wieder erscheinenden Zeitschrift "Semit".

Letzter Auslöser der Abberufung war Verlegers Vortrag beim Jahrestreffen der Muslimischen Jugend Deutschlands, wo er mit seiner Funktion als Direktoriumsmitglied angekündigt war. Dass daran Anstoß genommen wurde ist in Verlegers Augen bezeichnend für Wagenburgmentalität. Die Zentralratsspitze tendiere leider durch ihre Unterstützung der israelischen Besatzungspolitik dazu, sich gegenüber anderen gesellschaftlichen Gruppen in ihrem Status als privilegierte Minderheit abzuschotten - anders als unter Ignatz Bubis -, und verliere dadurch an wichtiger gesellschaftlicher Unterstützung.

Mein Aufruf an alle deutschen Juden - Gründet einen "Zentralrat der deutschen Juden" !!! E. Arendt

 
 

Eifersüchtig auf die Iraner - Gideon Levy - Es macht einen ganz grün vor Neid. Die Szenen aus dem Iran beweisen, dass einige Nationen versuchen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Einige Nationen treiben nicht auf der Oberfläche ekelhafter Gleichgültigkeit, einige schauen sich nicht in endloser Selbstzufriedenheit um. Und einige folgen ihren Führern nicht blind wie eine Herde. Es gibt Augenblicke in der Geschichte bestimmter Nationen, wo die Menschen sagen: es ist genug – so geht es nicht weiter. Tschechen und Ukrainer, Franzosen und Russen, Südafrikaner und Palästinenser, Thais und  Chinesen und nun die Iraner: sie gingen bei wenigstens einer inspirativen Gelegenheit auf die Straße. Einige hatten Erfolg, einige hatten keinen Erfolg – aber sie hatten wenigstens versucht. Sie ergaben sich ihren gescheiterten Führern nicht, die sie in immer schlimmere Situationen führten. Es geht nicht nur darum, sich gegen ein tyrannisches Regime zu erhaben, zuweilen geht es um einen Kampf um Gerechtigkeit in einer Demokratie. Dieser Kampf wird nicht nur an den Wahlurnen ausgefochten; solch ein Kampf muss auf den Straßen ausgeführt werden. Auch hier. Die Szenen aus dem unterdrückerischen Iran sind wie ein Lichtblick. Tausende von Frauen und Männern protestieren und demonstrieren, halten Poster hoch und schreien laut. Sie stehen furchtlos und zeigen ihr Gesicht. Alle gehen wegen ihres Protestes ein Risiko ein. Vielleicht weniger, als wir uns hier vorstellen können. Unsere gelehrten Analytiker kennen nur einen Iran der Finsternis – aber gewiss mehr als im freien Israel. Aber während Irans Frauen das Risiko auf sich nehmen und ihre Stimme zurückfordern, hüllen sich Israels Frauen in Schweigen  vom Einkaufszentrum bis  zum Parkplatz. >>>

 
 

Gertrud Nehl - An die Justizsenatorin der Senatsverwaltung für Justiz Berlin -  Sehr geehrte Frau Justizsenatorin von der Aue, am Dienstag den16.6.09 war ich zur Prozessbeobachtung gegen Issa H. im Amtsgericht Moabit. Der Beschuldigte ist Palästinenser und lebt seit dreißig Jahren in Deutschland. Es wird ihm zur Last gelegt, dass er bei einer Demonstration gegen den Krieg in Gaza, ein durchgestrichenes Hakenkreuz-Symbol, den Davidstern und „wer wegsieht, macht sich schuldig“ als Zeichen seiner Empörung über diese Katastrophe für die palästinensische Bevölkerung  benutzt habe. Über den Verlauf der ersten Hauptverhandlung weiß ich nichts. Zum zweiten Termin bin ich gekommen, um mir ein Bild zu machen ob Paragraph I des Grundgesetzes hier gilt. Uri Avnery, ein Israeli, hat am Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2008 in Berlin  gesagt, dass er die Deutschen um diesen Paragraphen beneide! Die 2. Verhandlung zum Prozess gegen Issa war eine Farce >>>

Vorsicht Satire - Der Fall Issa / Rezension einer Aufführung am 16.6.09 im Justiz-Theater Moabit - Renate Dörfel-Kelletat und Frank Dörfel >>>

 
 

OFFENER BRIEF AN AJATOLLAH CHAMENEI - "Ihre Herrschaft ist vorbei" - Eine Demokratie, in der Recht und Gesetz gelten - das muss die Zukunft Irans sein, schreibt Afshin Ellian in einem offenen Brief an Ajatollah Chamenei. Der Wissenschaftler appelliert an das religiöse Oberhaupt des Landes: Machen Sie den Weg frei für einen friedlichen Wandel nach dem Vorbild Südafrikas! >>>

 


18
.6.2009