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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -  - Seite 73


8
.7.2009
 

 

Internationale Liga für Menschenrechte
SOFORTAKTION!

Die Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte - Deutsche Sektion der FIDH/AEDH ruft alle Mitglieder, Freundinnen und Freunde der Liga sowie alle Menschenrechtsaktivistinnen und - aktivisten auf::

 Appellieren Sie an die Regierung Ihres Landes, an das Europäische Parlament und an die Europäische Kommission!
 

Die fortdauernden täglichen und nächtlichen Angriffe gegen das gewaltfreie und friedliche palästinensische Dorf Bil'in müssen aufhören! >>>

Sonderseite: Friedlicher Widerstand in Ni'lin - Bil'in >>>
Videos - Gewaltloser Widerstand >>>

 

 
 

»Neue Töne der Hamas« Christoph Dinkelaker - 20 Jahre nach dem letzten Parteitag in Tunis soll nun tatsächlich im August der 6. Generalkongress der Fatah stattfinden. - Interview mit Michael Bröning - Was sind Ihre Erwartungen bezüglich des Kongresses? Ist eine personelle Erneuerung auf hoher Ebene zu erwarten - wird die alte Elite um Abbas, Qurei, Erekat und anderen in absehbarer Zeit abtreten? Wer sind die potentiellen jungen Führungspersönlichkeiten, so lange Hoffnungsträger Marwan Barghouthi noch in israelischer Haft bleibt? Michael Bröning: Es ist sicherlich zu früh, die Sektkorken knallen zu lassen – aber die Entscheidung der Fatah, am 4. August in Bethlehem den ersten Parteitag seit 1989 abzuhalten ist ein wichtiger Schritt nach vorne. Man muss sich hier vor Augen halten, dass die Fatah seit 1989 praktisch keinen demokratisch legitimierten Personalwechsel in der Leitungsebene durchführen konnte. Einzelne Gremien der Partei sind seit Jahren faktisch kaum noch handlungsfähig, weil freigewordene Positionen nicht neu besetzt werden konnten. >>>

 
 

 


7
.7.2009
 

 

Einmischung

 

Wenn Israel seinen Botschafter aus Wien zurückholt,

weil Haiders Partei in die Regierung kam –

dann ist das keine Einmischung

in innere Angelegenheiten.

 

Wenn Präsident Sarkozi Netanyahu rät,

Lieberman als Außenminister  zu entlassen,

dann ist das natürlich

Einmischung in unsere Angelegenheiten.
 

Inserat von Gush Shalom in Haaretz am 3. Juli 2009

 
 

Israelisches Außenministerium im Internet - Das israelische Außenministerium finanziert professionelle Kommentarschreiber, die in internationalen Medien, wie z.B. in Facebook, Blogs und "linken Websites" posten, um die Regierungspolitik Israels zu verteidigen. In einem gestern erschienenen Artikel auf Hebräisch auf der Website der Zeitung "Yediot Akhronot" wurde das neue Programm des  israelischen Außenministeriums für die Erweiterung des Propogandakampfes im Ausland, hauptsächlich in Europa und den USA, dargestellt. Laut dem Zeitungsbericht wurde dutzenden Stundenten und Ex-Soldaten ein Büro zur Verfügung gestellt um Kommentare in verschiedenen Blogs, Nachrichten Websites, Foren, Twitter, Facebook und auch in "linke Websites" zu schreiben, die die aktuelle Positionen der israelischen Regierung erklären und verteidigen. Auf die Frage, ob die Kommentarschreiber, die im Projekt arbeiten, sich als "normale Internetbenutzer" ausgeben würden, hat der Projektsleiter geantwortet: "Klar. Unsere Leute werden nicht sagen 'Hallo, ich bin von der Hasbara (Propoganda) Sektion des israelischen Außenministeriums und ich wollte dir sagen, dass >>>

Sonderseite: Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt >>>

 

 

Hatten wir das nicht schon einmal? - Bücherbesudelung - Thomas Immanuel Steinberg - Ein halbes Dutzend teils maskierte Männer verwüsteten am Freitag, dem 3. Juli 2009 gegen 14 Uhr die Buchhandlung Résistances im 17. Arrondissement von Paris. Die Männer bezeichneten sich den anwesenden Angestellten und Kunden gegenüber selber offen als Angehörige der Ligue de Défence Juive (Jüdische Verteidigungsliga). Die Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik übergossen die herausgerissenen Bücher mit Öl, zerstörten Computer und flüchteten anschließend per Auto. Am Vorabend hatte in der Buchhandlung, die als Informationszentrum und Veranstaltungsort zum Thema Palästina / Israel dient, Mahmud Suleiman aus dem palästinensischen Dorf Al-Masara über gewaltfreien Widerstand gegen die israelische Besatzung referiert. >>>


Librairie Résistances agressée by chrisdenhond

 

 

Kriegssouveränität - USA geben Israel grünes Licht - Werner Pirker - Unter äußerst geringer me­dialer Beachtung haben die USA ihrem strategischen Verbündeten Israel grünes Licht für einen Bombenangriff auf iranische Atomanlagen erteilt. Wenn Israel glaube, daß ein Militärschlag nötig sei, ließ US-Vizepräsident Joseph Biden wissen, könnten die USA »einem anderen souveränen Staat nicht sagen, was er zu tun hat«. Sich in die Angelegenheiten souveräner Staaten einmischen konnten die USA bekanntlich noch nie. Sofern Washington es nicht als zwingend notwendig erachtete, da oder dort einen Regimewechsel durchzuführen. >>>

Biden schließt israelischen Angriff auf Iran nicht aus -  Während die israelische Regierung durch militärische Gesten und diplomatische Schritte den Druck auf Teheran erhöht, hat der amerikanische Vizepräsident Joseph Biden die Ansicht geäußert, Washington werde Israel nicht von einem Angriff auf vermutete iranische Atomanlagen abbringen können. >>>

 
 
 
 

Israel and the Clash of Civilisations - Johntathan Cook - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Die vier Kapitel dieses Buches haben es in sich, insbesondere für das durch „Denkverbote“ beeinträchtigte deutschsprachige Publikum. So beschreibt Cook im 3. Kapitel, dass in den frühen 1980er Jahren das „israelische Sicherheitsestablishment“ Ideen über die Auflösung der Staaten des Nahen Ostens entwickelt habe, indem es „ethnische und religiöse Zwietracht“ fördern wolle, um regionale Dominanz zu erringen. Eine Politik der „Ottomanisierung“ würde für Israel vier positive Auswirkungen haben: Erstens könnte der Zwist zwischen den Minoritäten, insbesondere zwischen den Sunniten und Shiiten zugunsten Israels ausgenutzt werden, um die größere Gefahr eines arabischen Nationalismus gegenüber Israel erfolgreicher zu konterkarieren. Zweitens würde diese Zwietracht die Rolle Israels als Alliierter Washingtons erhöhen. Drittens würden diese zwischenstaatlichen Spannungen zum Einflussverlust der Saudiarabisch-dominierten OPEC und damit zum Rückgang der Unterstützung des extremen Islam und des palästinensischen Widerstandes führen. Viertens würde Israel dadurch eine freiere Hand in Palästina bekommen, um „die ethnische Säuberung der Palästinenser aus den besetzten Gebieten zu vollenden“, so Cook. >>>

 
 

Radio all for peace" für Israelis und Palästinenser - Das Radio gegen die tägliche Gehirnwäsche - Seit fünf Jahren sendet "Radio all for peace" für Israelis und Palästinenser. Dabei steht nicht der Dialog im Vordergrund, sondern Informationen. Nur so könne man die Öffentlichkeit von Manipulation schützen, ist man beim Sender überzeugt. - Sebastian Engelbrecht - Das soll ein Friedensradio sein?, fragt sich der Hörer wahrscheinlich zunächst. "Radio all for Peace" hat zwei Frequenzen. Eine für Palästinenser und eine für Israelis. Acht Palästinenser produzieren ein arabisches Programm, acht Israelis ein hebräisches. Tatsächlich ist "Radio all für peace" kein Dialog-Radio. "Das funktioniert nicht", sagt Maysa Baransi-Siniora, die Chefin des Senders. Sie will keine Dialoge senden, sondern über die jeweils andere Seite informieren >>>

 
 

Der Wendepunkt? Teil 2 - Noam Chomsky - Es kann nicht oft genug betont werden, dass Israel im Dezember keine glaubwürdige Rechtfertigung für den Angriff auf Gaza vorbrachte, der mit voller Unterstützung der USA und mit dem illegalen Einsatz von US-Waffen durchgeführt wurde. Die andere Sicht wird nahezu universell vertreten: Israel habe in Selbstverteidigung gehandelt. Angesichts dessen, was Israel an friedlichen Mitteln, die bereitstanden, rundweg ablehnte, ist dies völlig unhaltbar (siehe Noam Chomsky: 'Löscht alle Wilden aus!'" (2)). Davon abgesehen, ist die israelische Belagerung Gazas an sich schon ein Kriegsakt. Kein Land weiß das besser als Israel - ein Land, das immer wieder das Führen großer Kriege damit rechtfertigte, dass ihm ein Teil des Zugangs zur äußeren Welt verwehrt worden sei. >>>

Der Wendepunkt? Teil 1 >>>

 

 

 


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.7.2009
 

 

Jeder hat soviel Recht wie er Macht hat! ??? Spinoza


Israel forciert Pläne für Militärschlag gegen Iran
- Am Ende, so die Analyse der Regierung in Jerusalem, kann nur ein Militärschlag Teheran vom Bau der Atombombe abhalten. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Von Christoph Schult, >>>     
[ Forum ]

Fotostrecke: Wie Israel den Militärschlag vorbereitet >>>

USA würden israelischen Angriff auf Iran nicht verhindern - Die USA würden sich nach Worten von Vizepräsident Joe Biden einem israelischen Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm nicht widersetzen. Wenn Israel glaube, dass ein Militärschlag nötig sei, könnten die USA «einem anderen souveränen Staat nicht sagen, was er zu tun oder zu lassen hat», sagte Biden >>>

Israel will Biden-Äußerungen nicht kommentieren

Widersprüchliches zu Irans Nuklearprogramm >>>

Eindeutiges zu Israels Atomprogramm -  atomar bestückte U-Boote können nun auch  in den persischen Golf gelangen und dort helfen, iranische Ziele zu attackieren. >>>

Wer ist der Aggressor???

 
 

Kinder werden geschlagen und gefoltert - Jonathan Cook -  Die Rechte der palästinensischen Kinder werden nach einem neuen Bericht routinemäßig von Israels Sicherheitskräften verletzt: Schlagen und Folter sei allgemein üblich. Zusätzlich werden Hunderte von palästinensischen Kindern jedes Jahr strafrechtlich belangt ohne eine  richtige Gerichtsverhandlung; Familienbesuche werden ihnen verweigert. Die Untersuchungsergebnisse von „Defence for Children International“ (DCI) kommen nach den Enthüllungen der israelischen Soldaten und ranghoher Kommandeure: es sei eine „normale Prozedur“, in der Westbank palästinensische Zivilisten, einschließlich Kinder zu terrorisieren. Oberst Itai Virob, Kommandeur der Kfir Brigade, gab letzten Monat bekannt, dass zur Erfüllung einer „Mission“ auch  „Aggressivität gegen jeden Bewohner im Dorf gehört“  Zu Verhören gehören Ohrfeigen, Schläge und Fußtritte, sagte er.>>>                    Bild - Archiv

 
 

Broschüre entmystifiziert unberechtigte Antisemitismus-Beschuldigungen - Adri Nieuwhof - Rezension: „Judentum, Zionismus, Antizionismus und Antisemitismus: Versuch einer Begriffsbestimmung“ von Hajo Meyer - Vor kurzem veröffentlichte Hajo Meyer eine bemerkenswerte Broschüre, um den absichtlichen Missbrauch des Terminus „Anti-Zionismus“ und „Antisemitismus“ durch den Staat Israel und seine ihm nahen Organisationen zu neutralisieren.  >>>

Hajo G. Meyer, Judentum, Zionismus, Antizionismus und Antisemitismus. Versuch einer Begriffsbestimmung, Frank & Timme, Berlin 2009, 79 Seiten, € 12.80. - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (pdf) In den USA und Teilen Westeuropas findet seit Jahren eine „Hexenjagd“auf Kritiker(innen) der israelischen Regierungspolitik statt. Sollte in den USA der „Hate Crimes Prevention Act“ durch den US-Kongress verabschiedet werden, würde jede Kritik am israelischen Regierungshandeln kriminalisiert.  >>>

 
 

 
 

 
 

 


5
.7.2009
 

 

Bananen - Uri Avnery - NICHT JEDEN Tag und nicht einmal alle zehn Jahre tadelt der Oberste Gerichtshof den Militärgeneralanwalt. Das letzte Mal geschah dies vor 20 Jahren, als der Generalanwalt sich weigerte, eine ordnungsgemäße Anklage gegen einen Offizier auszusprechen, der seinen Männern befahl, einem gefesselten Palästinenser Arme und Beine zu brechen. Der Offizier behauptete, dies als seine Pflicht anzusehen, nachdem der Verteidigungsminister Yitzhak Rabin dazu aufgerufen hatte, „ ihnen die Knochen zu brechen“. Nun in dieser Woche geschah es wieder. Das Oberste Gericht fällte eine Entscheidung, die soviel wie eine Ohrfeige ins Gesicht des augenblicklichen Generalanwalts der Armee war, dem Brigadegeneral, Avichai Mendelblit. Der betreffende Vorfall ereignete sich in Ni’alin, einem Dorf, dem ein großer Teil seines Landes durch die Mauer geraubt worden war. Wie ihre Nachbarn in Bilin demonstrieren die Einwohner gegen den Zaun. Gewöhnlich sind die Reaktionen der Armee in Ni’alin sogar noch gewalttätiger als in Bilin Es wurden dort schon vier gewaltlose Demonstranten getötet. Bei diesem besonderen Vorfall nahm Oberstleutnant Omri Borberg sich einen palästinensischen Demonstranten vor, der mit gefesselten Händen und verbundenen Augen auf dem Boden saß, und sagte zu einem seiner Soldaten: „Lasst uns etwas beiseite gehen und ihm einen Gummi geben!“. Er befahl dem Soldaten, aus unmittelbarer Nähe mit einer Gummikugel auf ihn zu schießen. >>>                   Bild - Brigadegeneral Avichai Mendelblit.

 

 

Schwarz auf weiß (gewaschen) - Gideon Levy - Es wäre wohl sinnvoll, sich zunächst daran zu erinnern, wer dieser Tamir ist. Von seiner Beteiligung als Kommandeur der Golani-Infanterie-Brigade, -  als seine Soldaten den Jeninmarkt beschossen (2002) und mehrere Kinder töteten, einschließlich zwei kleiner Brüder, bis zur Operation „Herbstwolken“ im Gazastreifen ( 2006), die er befehligte, - ist er verantwortlich für das mutwillige Blutvergießen von 80 Palästinensern, von denen mindestens die Hälfte Zivilisten waren. Wir sollten auch das berüchtigte Beschießen der Stadt Beit Hanoun im Gazastreifen (auch 2006) unter seinem Kommando und seiner Verantwortung nicht vergessen, als eine Salve von 11 unnötigen Granaten auf einen Wohnblock abgefeuert wurde. Danach wurde einem PC-Chip-Fehler von der IDF die Schuld dafür gegeben und nicht dem Kommandeur, Chico Tamir. Machen wir eine Pause und fragen uns. Warum ein Offizier wie dieser mit Blut von Unschuldigen an seinen Händen, solch ein Lob aus Jerusalem und Tel Aviv verdient. Aber lassen wir das erst mal beiseite. >>>

 
 

Letter from an Israeli jail, by Cynthia McKinney - This is Cynthia McKinney and I’m speaking from an Israeli prison cellblock in Ramle. [I am one of] the Free Gaza 21, human rights activists currently imprisoned for trying to take medical supplies to Gaza, building supplies – and even crayons for children, I had a suitcase full of crayons for children. While we were on our way to Gaza the Israelis threatened to fire on our boat, but we did not turn around. >>>

Interview from a kidnapped passenger, Adie Mormech - Adie Mormech, one of over 21 human rights workers and crew taken prisoner on Tuesday 30th June when their boat was forcibly boarded by the Israeli navy, has spoken by mobile phone from his prison cell at Givon jail, Ramle, near Tel Aviv. Amongst the other prisoners from the Free Gaza Movement boat, Spirit of Humanity, are Nobel Peace prize winner, Mairead Maguire, and former US Congresswoman, Cythnia McKinney. A message from McKinney on 2nd July condemned Israel for its “illegal” action in “dismantl[ing] our navigation equipment” and confiscating both the ship and its cargo of medical aid, childrens’ toys and olive trees. >>>

Sonderseite: Free Gaza >>>

 
 

Zur politischen Ökonomie des Iran - Von Werner Ruf - Vorbemerkungen zur Rentenökonomie

Iran ist ein Rentenstaat. Kurz auf den Punkt gebracht bedeutet dies:

  • Der weit überwiegende Teil des Staatseinkommens stammt aus relativ unproduktiver, auf den Export von Rohstoffen gerichteter Tätigkeit, die zwar Devisen ins Land bringt, aber keinen nennenswerten Mehrwert schafft. Typisch hierfür sind die Förderung und der Export von Öl und Erdgas.

  • Die Kontrolle der Renteneinkünfte und der mangels eigener wirtschaftlicher Entwicklung notwendigen Importe von Lebensmitteln und Konsumgütern stellt für die herrschenden Gruppen („Staatsklasse“) die zentrale Quelle ihrer Bereicherung dar und sichert durch die Umverteilung eines Teils dieser Einkünfte in klientelistische Netzwerke die Macht der Herrschenden.

  • Da der Staat mittels dieser Einkünfte ein Minimum an sozialer Sicherung bieten kann, besteht kein Interesse am Aufbau einer auf Autarkie gerichteten Landwirtschaft und industriellen Produktion. Die Zementierung der Unterentwicklung ist geradezu die Rationale von Rentenökonomien.

Dieses Modell, das nahezu für die Gesamtheit aller Öl und Gas exportierenden Staaten (aber auch für andere Mono-Exporteure) gilt, hat gravierende Folgen für die sozialen und politischen Strukturen der Rentenstaaten: Einerseits ist der Fortbestand dieses Systems ist die gemeinsame Basis der herrschenden Kräfte, andrerseits aber bestehen zwischen ihnen scharfe Rivalitäten, da permanent um die Kontrolle der Pfründen und deren Erweiterung gekämpft werden muss. >>>

 

Beim Namen nennen: antiislamischer Mord in Deutschland - Das Opfer, die 32-jährige Marwa El-Sherbini - Sabine Schiffer -  Mit Bestürzung haben wie die Nachricht wie auch die Art der Berichterstattung über die antiislamische Messerattacke in Dresden aufgenommen. Mit Kategorisierungen durch Begriffe wie „ausländerfeindlich“ oder „rassistisch“ wird versucht die Tatsache zu um­gehen, dass die antiislamische Agitation, die wir seit rund 30 Jahren beobachten und seit etlichen Jahren anmahnen, eine neue Stufe erreicht hat. Dass bisherige Bemühungen um eine Versachlichung der Diskussionen um Islam und Muslime bei weitem nicht ausreichen, zeigt diese Tat wie auch die Tatsache, dass der Ehemann des Opfers von einem Polizisten angeschossen wurde – nicht der tatsächliche Täter. Ob dies etwas mit dem Aussehen der Betroffenen zu tun hat, wäre in einem Gut­achten zu prüfen. Statt hier Alarm zu schlagen im Sinne einer Vierten Gewalt, verlegt man sich medial eher auf Straftats­berichterstattung as usual – Russlanddeutscher, also nicht unser Problem. >>>

18 Messerstiche in 32 Sekunden - Alexander Schneider - Nach der Bluttat im Landgericht Dresden ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes gegen den Täter. - (…)Die Frau sei Apothekerin gewesen, ihr Mann Pharmakologe am Max-Planck-Institut. „Er ist Stipendiat seiner Regierung. Der Anschlag macht bereits in Ägypten Schlagzeilen.“

Motiv für die Bluttat im Gericht war Ausländerhass - News - Bild.de

Kommentar von Abraham Melzer - Heute müssen wir Henryk M. Broder gratulieren. Endlich hat ihn ein ostdeutscher Rassist mit fremdenfeindlichen Motiven ernst genommen und eine islamische ägyptische Frau „Islamistin“ genannt und sie getötet. Was Broder täglich verbal tut, hat dieser Mann mit einem Messer ausgeführt und dabei „Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpft. Genauso wie Broder es immer wieder als Schreibtischtäter tut, indem er in seiner Islamophobie die Islamischen Menschen als Islamisten und Terroristen verunglimpft. So schnell kann aus gedruckten Worten Ernst werden. Vor etwa siebzig Jahren hatten wir schon so was gehabt. Damals wurden Juden in den Medien verunglimpft, beleidigt, diffamiert und deren Ermordung so vorbereitet. Heute sind es Moslems, die man so behandelt, wie damals Juden. Die Moslems sind die Juden von heute. Prof. Micha Bodemann, der das vor Jahren in der SZ behauptet hat, bescheinigte Broder, dass dessen Gehirn flach sei wie eine Pizza. Diese Beleidigung hat Broder allerdings viel Geld gekostet. Beinahe 20.000,00 €

Vorgestern hat aber das, was Broder schreibt mehr als Geld gekostet. Es hat ein Menschenleben gekostet.

Islamophober ersticht Frau während Gerichtsprozess - Kommentar von Arne Hoffmann - (…) Wenn man sarkastisch wäre, könnte man kommentieren: Immerhin begreift inzwischen auch die "Welt", dass es mittlerweile eine "alltägliche Situation" darstellt, wenn eine muslimisch aussehende Frau als Islamistin und Terroristin beschimpft wird. >>>

Reaktionen auf den Mord an Marwa El-Sherbini, - Der Mord an der 31-jährigen Marwa El-Sherbini am Mittwoch in Dresden scheint die Sorgen vieler Muslime über eine zunehmend aggressivere Stimmung gegenüber dem Islam und Muslimen in Deutschland zu bestätigen. Entsprechend zahlreich sind die Reaktionen, die der Mord im Dresdener Landgericht an der im dritten Monat schwangeren Ägypterin, die durch ihr Kopftuch als Muslimin zu erkennen war, ausgelöst hat. Für Sonntag ist nun >>>

Wie sagte doch Henryk M. Broder Geert Wilders: “Ich habe eine Mission!" >>>

 

Renate Dörfel-Kelletat  und  Frank Dörfel - Offener Brief an Herrn Michael Sommer - Deutscher Gewerkschaftsbund -Sehr geehrter Herr Sommer, wir fanden eine Meldung in der Jerusalem Post vom 14. Juni 2009 über Ihr Treffen mit dem Vorsitzenden der Histadrut, Offer Eini, in Berlin bei einer durch die DIG organisierten Veranstaltung. Laut Zeitungsbericht erklärten Offer Eini und Sie übereinstimmend eine Ablehnung jeglicher Boykott-Maßnahmen gegen Israel.  Eini sagte (laut Jerusalem Post) es sei ein bad phenomenon" wenn Gewerkschaftsorganisationen einen Boykott gegen Israel erklären, denn es damages the workers organizations" among Palestinians and Israelis.  Und weiter verwies er auf TULIP -- Trade Union Linking Israel and Palestine -- und erklärte, dass TULIP für Israel sehr wichtig sei und er bat Sie um Unterstützung.  Sie sollen zugesagt haben, den DGB-Führungsgremien in der nächsten Woche zu empfehlen, eine Partnerschaft mit TULIP einzugehen. Da wir gerade u.a. bei der Lektüre des Buches DIE DEUTSCHE LINKE, DER ZIONISMUS UND DER NAHOST-KONFLIKT, Köln, 2009, auf eine Stelle gestoßen waren, die zumindest für die Gründungsphase der Histadrut ihre anti-arabische Haltung beschreibt Die beiden Hauptlosungen der Histadrut waren >>jüdische Arbeit<< und >>jüdische Produktion<<. Damit verbunden waren zwangsläufig de Ausschluss von arabischen Arbeitskräften, der Boykott arabischer Handelswaren und Zwangsmaßnahmen gegen jeglichen Widerstand gegen diese Politik.� � p.26) und außerdem z.B. bei www.hagalil.com gelesen hatten, dass die Histadrut noch bis in die 1960-er Jahre den arabischen Israelis den Beitritt verwehrt habe, also durchaus eine Tradition in Diskriminierung zeigte, interessierte es uns, zu erfahren, was TULIP denn nun sei. >>>

 


4
.7.2009
 

 

Interview mit Dr. Mahmoud Yazbak aus Nazareth, Professor der Geschichte an der Universität Haifa -   Dr. Sabine Schiffer - Schiffer: Dr. Yazbak, Sie waren kürzlich in der Akademie Hofgeismar in Deutschland.  Was waren Ihre Eindrücke und welche Visionen für die Zukunft in Israel haben Sie? Yazbak:  Es ist wie bei der Börse – manchmal geht es rauf, manchmal geht es runter. Aber die Menschen, die nach Hofgeismar kamen, beeindruckten mich – sie investieren Zeit und Geld, um etwas über die Probleme anderer zu lernen. Als ich heute im Bus die Zeitung las, war ich mit einer neuen Regierung konfrontiert. Du siehst die Bilder von Personen, die du kennst und du weißt, sie werden deine Zukunft bestimmen. In einem Tag wie diesem muss ich wirklich pessimistisch werden. Der neue Außenminister Lieberman wollte einmal Ägypten bombardieren, ein anderes Mal den ganzen Nahen Osten. Jeden Tag rufen seine Unterstützer immer und immer wieder „Tod den Arabern“ – auch wenn sie gar nicht die Möglichkeit dazu haben, wiederholen sie es die ganze Zeit, wie Cato. Durch stetige Wiederholung könnte solch eine Idee Wirklichkeit werden. Schiffer: Bemerken Sie eine Auswirkung solcher Ideen auf Ihr alltägliches Leben? Yazbak:  Ich komme aus Nazareth. Vor 2 oder 3 Monaten gab es in der israelischen Zeitung Ha’aretz einen Bericht über Rassismus in Israel: Das obere Nazareth ist eine jüdische Siedlung, die 1953 auf konfisziertem Land gebaut wurde. Nach jedem Besuch von Lieberman kommen jüdische Jugendliche den Berg herunter und attackieren physisch junge Araber. Wenn die jungen Siedler nicht sofort wissen, wer Araber ist, fragen sie, woher man kommt. Wer nicht aus dem oberen Nazareth stammt, kann nicht jüdisch sein. Dann werden sie angegriffen, nur weil sie Araber sind. >>>            

Das neue Buch von Sabine Schiffer und Constantin Wagner >>>   Videos - Siedler und Siedlungen >>>

 

 

Stephan Kramer – „Zentralrat der Zionisten in Deuschland“ - Kommentar zu: 30.06.2009: Israel-Kritik ist für Zentralrat der Juden kein Sakrileg (Tageszeitung Neues Deutschland) - Auch: 23.06.2009: »Judentum heißt plötzlich: Immer Recht haben« (Tageszeitung Neues Deutschland) T. Schneider - Der „Heilige Stephan“- nicht zu verwechseln mit den Stephans Dom in Wien - des "allmächtigen" Zentralrates nimmt immer öfter Charlotte Knobloch, der noch amtierenden Vorsitzenden des Zentralrates der Juden  in Deutschland“ das Zepter aus der Hand. Er kritisiert und weist den amerikanischen Präsidenten Obama zurecht. Gut gebrüllt koscherer Stephan. Hat sich Kramer auf das Interview von Verleger selbst beim Zentralorgan gemeldet oder wurde die Interviewerin von Gysi oder Pau angewiesen ein Interview mit ihm zu machen? >>>

 


3
.7.2009
 

 

Hedy Epstein an den Außenminister  der Bundesrepublik Deutschland Dr. F.W. Steinmeier - Sehr geehrter Herr Steinmeier, Ich wurde vor fast 85 Jahren als jüdisches Kind in Deutschland geboren und musste meine Heimat im Alter von 14 Jahren verlassen. Meine Eltern, die ich nicht mehr wiedersah, halfen mir, mit einem Kindertransport nach England der Hölle in Deutschland zu entkommen. Ich fühle mich Ihnen verpflichtet, gegen Unterdrückung und Ausgrenzung, wie ich sie damals erlebte, aufzustehen. Aber nicht nur die Erinnerung an meine Eltern und die Zeitzeugenschaft rufen mich auf, für Recht und gegen Unrecht einzutreten.  Es ist vor allem das "moralische Gesetz in mir" (Kant), das - so darf ich annehmen - Sie mit mir teilen, das Klage erhebt gegen die Unterdrückung der Palästinenser durch Israel und leider auch durch die Mittäterschaft Deutschlands.  Jeder, der in Nazi-Deutschland geschwiegen hat, der nichts unternommen hat, obwohl er etwas hätte tun können, war gewissermaßen ein Mittäter.  Das ist heute nicht anders.  Sagen Sie bitte nicht, Sie können nichts tun - Sie können sehr viel tun!  Greifen Sie zum Hörer, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen, und rufen Sie Ihren israelischen Kollegen an.  Fordern Sie die sofortige Freigabe des gekidnappten Freegaza-Bootes und die sofortige Freilassung seiner Passagiere.  Helfen Sie mit, den Weg freizumachen für eine Öffnung Gazas!

Im kommenden August beabsichtige ich selber, an einer solchen Fahrt zur Durchbrechung der Blockade teilzunehmen.  Ich hoffe auf eine rege deutsche Beteiligung.
Mit freundlichen Grüßen, Hedy Epstein - St. Louis, MO - U.S.A.

Homepage Hedy Epstein >>>           Mehr zum Thema Gaza >>>



Weitere 8 Videos mit Hedy Epstein >>>

 
 

Ein sorgfältiger Vergleich - Sabine Schiffer und Constantin Wagner stellen Muslim- und Judenfeindschaft methodisch einander gegenüber - Thomas Immanuel Steinberg - Juden hätten die Brunnen von Nicht-Juden vergiftet und zerstört, ist aus der Juli-2009-Ausgabe von The Nation zu erfahren. Nährt die traditionsreiche, eher linke US-Zeitschrift das widerliche Stereotyp von der jüdischen Brunnenvergiftung? Hat der Verfasser, haben die Herausgeber ein Vorurteil gegen Juden? Sind sie gar von Judenhaß befallen? Keineswegs. Der Autor Ezra Nawi, erstens von der teils jüdischen Redaktion im Titel als israelisches Gewissen (Israel's Man of Conscience) bezeichnet, kann sich, zweitens, mit dieser und weiteren im Artikel aufgelisteten Behauptungen für dergleichen israelische Kriegs- und Besatzungsverbrechen gegen Palästinenser auf zweifelsfreie Beweise berufen. Er ist, drittens, jüdisch-israelischer Staatsbürger und hat gemeinsam mit Palästinensern gegen die Staats- und Regierungspolitik des eigenen Landes protestiert. Jetzt steht er wegen angeblichen Widerstands gegen die Staatsgewalt vor einem israelischen Gericht. Der Artikel verunglimpft nicht. Sabine Schiffer und Constantin Wagner haben in ihrem Mitte Juni 2009 erschienenen Vergleich zwischen "Antisemitismus und Islamophobie" Begriffe wie Stereotyp und Vorurteil, Juden- und Islamfeindlichkeit erklärt und vor allem am gegenwärtigen deutschen Diskurs über Islam und Judentum veranschaulicht. >>>

 
 

 


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.7.2009
 

 

Dear Mr Regev, Many of us , especially in the worldwide jewish diaspora are increasingly in a state of despair at the wanton brutality of the israeli government in relation to the recent illegal hijacking and kidnapping of the Free Gaza boat.
 
The continuous, dedicated hard work of thousands of concerned citizens around the world  who feel  that they are no longer able to standby idly, whilst the Israeli government collectively punishes more than a million caged and trapped human beings is beginning to be noticed by foreign governments .This will inevitably, in time impact itself on the standing of Israel as a supposed  only 'democracy" in the Middle East.
 
 Undoubtedly the moment is approaching when Israel will feel the economic results of boycott and divestment and the cultural isolation that will eventually accompany these actions.
 
How  sad it is to see the downfall of such a potentially great nation.    
 
 Tell me Mr. Regev, why are you so afraid of a couple of human people, who are trying to help to the poor and desolate people in Gaza. You have the strongest army in the Middle East behind you. What makes you be so afraid? Because the human rights, the civil rights and the complete world is behind us?
 

Because you know, that what you are doing is war-crime? Because you know, that we will bring you one day to Den Hage, to the International Court. I know that you are a brave man and that you have no fear and that you “sam sain” on the International Court. But one day we will meet you there.
Abraham Melzer
www.dersemit.de

 
 

SCHIFF NACH GAZA, Meine Erfahrungen vor der Abreise in Zypern - Frau Waltraud Schauer, Frauen in Schwarz (Wien) - Nach und nach trafen am 22.6.09 alle Teilnehmer der Überfahrt nach Gaza im Hotel Sunflower in Larnaca ein. Nächsten Tag gab es von der Früh an "Einschulung", Verhalten an Bord bei Seenot, bei Kontakt oder Verhaftung durch israelische Kriegsmarine (keiner glaubte wirklich daran) etc. Am 24.6.09 sollten zwei Schiffe auslaufen, die "Spirit of Humanity" und die "Free Gaza". Wir waren mit Kapitäne, Crew und Passagieren insgesamt 36 Personen. Es sollte die achte derartige Aktion sein. Am 30.Dezember 2008 wurde das Schiff "Dignity" drei Mal von der israelischen Kriegsmarine gerammt und schwer beschädigt, beim nächsten Versuch im Jänner 2009 gab es einen Schuss vor den Bug und die Umzingelung mittels sechs Kriegsschiffen, das Schiff wurde zur Umkehr gezwungen. Auch jetzt wurde dieses kleine  zivile Boot von  >>>

Piratenakt vor Gaza - Israelische Marine bringt Schiff mit Hilfsgütern auf und verschleppt Menschenrechtsaktivisten - Karin Leukefeld - Die israelische Marine hat am Dienstag, 23 Seemeilen von der palästinensischen Küste entfernt, 21 Menschenrechtsaktivisten von »Free Gaza« aus elf Ländern von ihrem Boot gekidnappt und nach Israel verschleppt >>>

Mehr zum Thema >>>

 
 

Israel`s Man of Conscience - Ezra Nawi - The Nation - " After close to 140,000 letters were sent to Israeli officials in support of my activities in the occupied West Bank, the Ministry of Justice responded that I "provoke local residents." This response reflects the culture of deceit that has taken over all official discourse relating to the Occupied Palestinian Territories. "

 
 

 
 

 
 

 
 

 


1
.7.2009
 

 

21 Free-Gaza-Menschenrechtler von Israel verschleppt - Anis Hamadeh - Wie die Free-Gaza-Bewegung www.freegaza.org berichtet, ist das Boot "Spirit of Humanity" gestern um die Mittagszeit von der israelischen Armee geentert und die 21 Menschenrechtler aus 11 Ländern an Bord nach Israel entführt worden. Deutsche waren nicht darunter. Der Vorfall spielte sich auf dem Weg von Zypern nach Gaza, etwa 23 Seemeilen (42 Kilometer) vor der Küste Gazas, ab. Dies beweise der "Spot-Locator" des Bootes, der elektronische Signale vom Aufenthaltsort sendet. Rechtlich gesehen hat Israel auf diesem Gebiet keine Befugnisse, da es sich um die Anschlusszone des Küstenmeers handelt, das zu Gaza gehört. Gaza ist kein Teil des Staates Israel. "Dies ist eine ungeheuerliche Verletzung des internationalen Rechts. Unser Boot war nicht in israelischen Gewässern und wir waren auf einer Menschenrechtsmission zum Gazastreifen," so Cynthia McKinney, früheres US-Kongress-Mitglied und Präsidentschaftskandidatin der Grünen Partei. "Präsident Obama hat Israel gerade erst gesagt, es solle humanitäre und Wiederaufbau-Hilfe zulassen und genau das haben wir versucht. Wir bitten die internationale Gemeinschaft, unsere Freilassung zu fordern, damit wir unsere Reise fortsetzen können." Auch 24 Stunden nach dem Vorfall hatten die Entführten keine Möglichkeit bekommen, ihre Anwälte zu sehen, obwohl diese angereist sind. >>>

 

 

 

 

Israel-Kritik ist für Zentralrat der Juden kein Sakrileg - Stephan J. Kramer über Rolf Verlegers Abberufung, die Grenzen der Israel-Kritik und Obamas Nahostinitiative - ND: Herr Kramer, Sie monieren Herrn Verlegers – im »Neuen Deutschland« veröffentlichte – Darstellung der Gründe, die zu seiner Abberufung aus dem Direktorium des Zentralrats der Juden geführt haben. Warum?
Kramer: Herr Verleger hat eine Mindermeinung artikuliert innerhalb des Zentralrates – zum Teil auch im Namen des Zentralrates. >>>

Weiß Herr Kramer nicht welcher rassistische realpolitische Zionismus in Palästina praktiziert wird? Etwas Aufklärung für ihn >>>     Auch >>>

»Judentum heißt plötzlich: Immer Recht haben« - Rolf Verleger über seinen Rauswurf aus dem Zentralrat der Juden, vernichtete jüdische Kultur und Obamas Nahost-Politik >>>

 

 

Buchvorstellung: "Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich" - Arne Hoffmann - In der Debatte um die Vergleichbarkeit des Judenhasses mit der Feindseligkeit gegenüber Muslimen legen Dr. Sabine Schiffer, Leiterin des Instituts für Medienverantwortung, sowie der Soziologe und Religionswissenschaftler Constantin Wagner mit ihrem Buch Antisemitismus und Islamophobie (HWK-Verlag) eine tiefschürfende Analyse vor. Dabei weisen sie von Anfang an darauf hin, dass es natürlich um keine Gleichsetzung der Diskriminierung von Juden während des Dritten Reiches und der Diskriminierung von Muslimen im Deutschland der Gegenwart gehen kann, wie immer wieder vor allem von jenen unterstellt wird, die eine Debatte offenbar von Anfang an unterbinden möchten. Stattdessen hat ein jahrhundertealter, wegbereitender Diskurs das Denken überhaupt erst möglich gemacht, auf dem die Greuel des Nationalsozialismus entstehen konnten. "Die Behauptung, dass Juden absolut schädlich seien, war von Theologen, Spinnern, Philosophen und Demagogen so oft wiederholt worden, dass sie schließlich von Revolutionären internalisiert worden war, die entschlossen waren, entsprechend zu handeln" zitieren die Autoren hierzu ein Werk des Sozialhistorikers Jacob Katz. >>>

 
 

UN torture watchdog demands access to secret jail - Jonathan Cook - Nazareth, Israel // The United Nation’s watchdog on torture has criticised Israel for refusing to allow inspections at a secret prison, dubbed by critics as “Israel’s Guantanamo Bay”, and demanded to know if more such clandestine detention camps are operating. In a report published on Friday, the Committee Against Torture requested that Israel identify the location of the camp, officially referred to as “Facility 1391”, and allow access to the International Committee of the Red Cross. Findings from Israeli human rights groups show that the prison has in the past been used to hold Arab and Muslim prisoners, including Palestinians, and that routine torture and physical abuse were carried out by interrogators. >>>

 

 

Scott Horton Interviews Ira Chernus - Ira Chernus, professor of religious studies at the University of Colorado at Boulder, discusses the dominant narrative of Israel: a vulnerable Western-style democracy in a sea of hostile Arab nations, the destructiveness of race and class based stereotypes, the Israeli and Palestinian peace groups ignored by the media and the lessening stigma of publicly criticizing Israel.

MP3 here. (28:18)

Ira Chernus is a professor of religious studies at the University of Colorado at Boulder and author of Monsters To Destroy: The Neoconservative War on Terror and Sin. His article “Palestinian Violence Overstated, Jewish Violence Understated” appears on TomDispatch.com. >>>

 

 

Israel's Man of Conscience - My name is Ezra Nawi. I am a Jewish citizen of Israel. I will be sentenced on the first of July after being found guilty of assaulting two police officers in 2007 while struggling against the demolition of a Palestinian house in Um El Hir, located in the southern part of the West Bank. Of course the policemen who accused me of assaulting them are lying. Indeed, lying has become common within the Israeli police force, military and among the Jewish settlers. I will be sentenced on the first of July after being found guilty of assaulting two police officers in 2007 while struggling against the demolition of a Palestinian house in Um El Hir, located in the southern part of the West Bank. Of course the policemen who accused me of assaulting them are lying. Indeed, lying has become common within the Israeli police force, military and among the Jewish settlers. >>>

 


30
.6.2009
 

 

Flores, Alexander
Der Palästinakonflikt
Wissen was stimmt

Konfliktherd Palästina. Alexander Flores benennt die historischen Wurzeln des Streits zwischen Israel und seinen Nachbarn, stellt die unterschiedlichen Parteien vor und analysiert kritisch die Rolle des Staates Israel. Bestes Basiswissen. - "Alexander Flores ist einer der besten Kenner des Palästina-Israel-Konflikts. Leise und fundiert klärt er auf ohne Trommel und Trompete und nimmt stets Partei, für die Menschen auf beiden Seiten des Stacheldrahts. Das macht ihn groß. Die Lektüre seiner Schriften öffnet neue Perspektive und ist ein großer Gewinn." Rafik Schami

1. Aufl. 2009 - 128 Seiten, HERDER spektrum, Band 6082
ISBN 978-3-451-06082-3  - 8,95€  Quelle

 
 

Auf hoher See aufgebracht - Israelische Marine stoppt Hilfsgütertransport für den Gazastreifen - Karin Leukefeld - Ein Hilfstransport der Menschenrechtsorganisation Free Gaza ist am Dienstag morgen auf hoher See von israelischen Kampfbooten aufgebracht worden. Das Boot »Spirit of Humanity« (Geist der Menschlichkeit) mit 21 Aktivisten an Bord war am Montag abend von Larnaka (Zypern) aus in Richtung Gazastreifen aufgebrochen. Etwa 60 Seemeilen vor der palästinensischen Küste wurde es von der israelischen Marine unter Androhung von Waffengewalt aufgefordert, umzukehren. Nachdem sich Besatzung und Passagiere nicht einschüchtern ließen, begannen die Israelis den Funk- und Satellitenverkehr des Bootes zu behindern, GPS und Radarsysteme wurden gestört. Das stellt eine Verletzung internationalen Seerechts dar, weil es sich bei der »Spirit of Humanity« klar erkennbar um ein ziviles Schiff handelt. >>>

 

Bitte um Mithilfe. Das Freegaza - Boot  ist in Bedrängnis.
pax christi pressemeldung
 




* pax christi Generalsekretärin, Christine Hoffmann, hat bei der israelischen Regierung gegen das gewaltsame Einschreiten gegen die Passagiere des Bootes „Spirit of Humanity“ protestiert. *

Das Schiff ist heute Nachmittag von der israelischen Marine gewaltsam gestoppt und die Passagiere fest gehalten worden. Schiff und Passagiere wurden in die israelische Küstenstadt Ashdod gebracht. Gestern Morgen war das Boot „Geist der Menschlichkeit“ mit 21 Passagieren und Hilfsgütern von Zypern aus gestartet und versuchte die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Unter den Passagieren ist die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire.

Das Boot gehörte zur internationalen Initiative „Free Gaza“ mit der auch pax christi bei der Aktion „Ein Schiff für Gaza“ zusammenarbeitet. Es war der erste Start seit Januar 2009. Geplant sind weitere Fahrten u. a. die mit deutschen Passagieren. Wir werden aktuell berichten.

Ein Dank an dieser Stelle allen, die die noch ausstehende Fahrt mit deutschen Passagieren bereits durch Spenden unterstützt haben.
Informationen zu free gaza unter
www.freegaza.org <http://www.freegaza.org>
Pax Christi Nahostkommission - c/o Wiltrud Roesch-Metzler

*_Das Boot soll dringend benötigte Hilfsgüter in den von Israel abgeriegelten Gaza-Streifen bringen.
Telefoniert und schickt e-mails!!!
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Stop the surrounding of the Free Gaza Boats. The people do not seek a confrontation! All they want ist to reach gaza. Why is this not possible?? Call your ships back. Stop threatening the welfare and safety of civilian ships.

Hilu Barth Member of Pax Christi Germany

- "ALL WE WANT IS TO REACH GAZA. WE DO NOT SEEK A CONFRONTATION." - Activists aboard Gaza justice boat demand they be allowed to visit their friends & family in besieged Gaza, and deliver their cargo of medical supplies, children's toys, and reconstruction kits. They invite the world to join them. (At Sea, 60km off the coast of the Gaza Strip) - Human Rights activists aboard the Free Gaza ship, the SPIRIT OF HUMANITY, today demanded that the Israeli Navy immediately stop threatening them. “This aid is desperately needed by the people of Gaza,” said Mairead Maguire, winner of the Noble Peace Prize and Pacem in Terris Award for her work in Northern Ireland. “President Obama has called upon the Palestinians to abandon violence but Israel is denying them the right to non-violently resist the siege of Gaza.” >>>

... es ist leider inzwischen schlimmer: Das Boot wurde von isr. Kräften (Marine, nehme ich an) geentert und die MenschenrechtsaktivistInnen entführt.
Hilfsgütertlieferunegen sind übrigens nicht das zentrale Anliegen des internationalen Free Gaza Movement, sondern die Wahrnehmung des Rechts auf Bewegungsfreiheit der Palästinenser und auf freien Zugang nach Gaza, die Durchbrechung der völkerrechtswidrigen Blockade. Sophia.

Kommentar - Abraham Melzer - Finden Sie es nicht auch skandalös, dass die israelische Regierung ein Boot mit humanitären Hilfsmitteln stoppt und an die Weiterfahrt nach Gaza hindert? Sind denn die Bürger von Gaza keine Menschen? Haben Sie keinen Magen, das knurrt, wenn sie nichts zu essen bekommen? Benötigen sie keine Medikamente wenn sie krank werden? Und Sie verschließen die Augen und machen den Mund nicht auf. Sie sollten sich auch schämen. Sagen Sie nur später, dass Sie nichts gewusst haben. Ich werde Sie daran erinnern.
Abraham Melzer -
www.dersemit.de

Mr. Mark Regev, Aren´t you ashamed on behalf of your Israeli Government to send 6 navy vessels to stop a humanitarian action? What kind of Judaism are you representing? As a Jew and as a human being I must protest against your politics. I was ones an Israeli and I even served in your glory army, but now I am ashamed to be an Israeli and I am starting to despise Zionism.

Stop the blockade of the “Free Gaza Ship”. Immediately! Abraham Melzer

 
 

 
 

 
 

 
 

 


29
.6.2009
 

 

Palästinensische Linke will Vereinigung - Generalsekretäre ernteten bei Konferenz in Ramallah massive Kritik von Aktivisten - Peter Schäfer - Eigentlich sollte über eine Vereinigung der palästinensischen Linken bei der Konferenz der »Strömung für Fortschritt und Demokratie« (Tayyar) in Ramallah diskutiert werden. Stattdessen hagelte es Kritik. »Ihr seid nie vor Ort. Ihr wisst nicht, was unsere lokalen Probleme sind.« Der junge Aktivist macht seinem Ärger über die Führungen der linken palästinensischen Parteien lautstark bei der linken Ramallah-Konferenz Luft. Die Angesprochenen schauen betreten. Führungsfiguren der drei wesentlichen linken Organisationen präsentierten eben ihre Ansichten zur Vereinigung der hiesigen Linken. Bassam al-Salihi (PPP) spricht sich für eine Runderneuerung und klare Oppositionspolitik aus. Abdelrahim Mallouh (PFLP) sieht seine Organisation nicht als Alternative zu Hamas oder Fatah. Und Qais Abdelkarim (DFLP) legt sich nicht richtig fest. >>>

 
 

Nach Gaza: Welche Zukunft für Palästina? - Prof Rahman analysiert die Situation nach dem Gaza-Krieg – ein Bericht. - Dublin – Prof. As’ad Abul Rahman sprach Mitte Mai bei einer Veranstaltung mit dem Titel „Nach Gaza: Wie weiter?“ Prof. Rahman ist unabhängiges Mitglied der Exekutive der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und Minister in Palästina. Außerdem ist er Vorsitzender des Palestine International Institute. Die Veranstaltung war von der Ireland Palestine Solidarity Campaign organisiert worden. Prof Rahmans Vortrag soll im Folgenden zusammenfassend wiedergegeben werden, da er ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der aktuellen inneren und äußeren Situation Palästinas dient. Rahman ist ein großer Kenner der palästinensischen Situation, nicht nur als Beobachter, sondern vor allem als hochrangiger Akteur auf palästinensischer Seite.  >>>

 
 

International Committee of the Red Cross - Gaza: 1.5 million people trapped in despair - Six months after Israel launched its three-week military operation in Gaza on 27 December 2008, Gazans still cannot rebuild their lives. Most people struggle to make ends meet. Seriously ill patients face difficulty obtaining the treatment they need. Many children suffer from deep psychological problems. Civilians whose homes and belongings were destroyed during the conflict are unable to recover. During the 22 days of the Israeli military operation, nowhere in Gaza was safe for civilians. Hospitals were overwhelmed with casualties, including small children, women and elderly people. Medical personnel showed incredible courage and determination, working around the clock to save lives in extremely difficult circumstances. Meanwhile, daily rocket attacks launched from Gaza put thousands of residents at risk in southern Israel. Medical workers in Israel provided care for the traumatized population and treated and evacuated casualties. >>>

Post aus Genf - André Marty berichtet >>>

 

 

Rückschau - Zitate: Ex-Zionist Daniel Cohn-Bendit

 
 

Nachgetragen - Blog von Joachim Guilliard - Redebeitrag für Iran-Demo in Heidelberg am 26.6.2009 - Einige der iranischen Organisatoren der Demonstration "Solidarität mit der iranischen Bevölkerung" v. 26.6.09 in Heidelberg hatten mich eingeladen, eine Rede zu halten. Kurz vor der Kundgebung blockierten dies aber einige Mitorganisatoren, nachdem sie mein Manuskript inspiziert hatten. Mein dezent geäußerter Zweifel an einem Wahlbetrug, vor allem aber meine strikte Ablehnung einer westlichen Einmischung würde sich direkt gegen das Hauptziel der Demo richten. Wenn dies so ist, dann war ich offensichtlich auf der falschen Demo. Schade, da eine ganze Reihe von IranerInnen dabei waren, die ich gerne unterstützen würde. Auch Solidarität mit der iranischen Bevölkerung hätte ich gerne gezeigt. >>>

 
 

 
 

The necessity of cultural boycott - Ilan Pappe - If there is anything new in the never-ending sad story of Palestine it is the clear shift in public opinion in the UK. I remember coming to these isles in 1980 when supporting the Palestinian cause was confined to the left and in it to a very particular section and ideological stream. The post-Holocaust trauma and guilt complex, military and economic interests and the charade of Israel as the only democracy in the Middle East all played a role in providing immunity for the State of Israel. Very few were moved, so it seems, by a state that had dispossessed half of Palestine's native population, demolished half of their villages and towns, discriminated against the minority among them who lived within its borders through an apartheid system and divided into enclaves two million and a half of them in a harsh and oppressive military occupation. Almost 30 years later it seems that all these filters and cataracts have been removed. The magnitude of the ethnic cleansing of 1948 is well known, the suffering of the people in the occupied territories recorded and described even by the US president as unbearable and inhuman. In a similar way, the destruction and depopulation of the greater Jerusalem area is noted daily and the racist nature of the policies towards the Palestinians in Israel are frequently rebuked and condemned. >>>

 
 

A report Behind Israel's Rise of the Right

Ilan Mizrahi has spent 16 years photographing and filming right wing Israeli settlers in the West Bank city of Hebron. His film, Israel: Rise of the Right, looks at the followers of Rabbi Meir Kaha...

 
 

 
 

 
 

 


28
.6.2009
 

 

Shlomo Sand "Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden" >>>

Abraham Melzer wird die englische Ausgabe   importieren.
Auslieferung: Oktober 2009 - 400 Seiten, 29.95€,
 bei ihm zu  bestellen.

 
 

Nun im Buchhandel erhältlich - "Antisemitismus und Islamophobie – ein Vergleich"
von Sabine Schiffer und Constantin Wagner

(PA) im HWK-Verlag in der Reihe 'Bücher, die unsere Weltsicht verändern', Sommer 2009  - ISBN 978-3-937245-05-8, Ladenpreis 24,80 €

Erinnern alleine reicht nicht…
Auch so könnte man die Auseinandersetzung überschreiben, die die Autoren in ihrem Buch austragen. Denn offensichtlich verhindert die Erinnerungskultur um den Holocaust nicht, dass der Antisemitismus weiterlebt und neue Formen von Rassismus am Horizont aufscheinen. Etwa das Feindbild Islam. Aber gerade das Thema Islamfeindlich¬keit scheint jene aufzuschrecken, die sich eingerichtet haben im Wohnzimmer der rückwärtsgewandten Betrachtung der Geschichte – ohne etwaige Erkenntnisse auf die Gegenwart zu beziehen. Dieser Prozess ist mit diesem Buch nicht mehr aufzuhalten.  >>>

 
 

Zwischen Tel Aviv und Teheran -  Uri Avnery - HUNDERTTAUSENDE iranische Bürger strömen auf die Straßen, um gegen ihre Regierung zu protestieren! Was für ein wunderbarer Anblick! Der Journalist Gideon Levy schrieb in Haaretz, er beneide die Iraner. Und tatsächlich, jeder, der in diesen Tagen versucht, Israelis in größerer Zahl auf die Straße zu holen, wird grün vor Neid. Es ist sehr schwierig, selbst nur Hunderte von Leuten zu Protesten gegen die Schandtaten oder die üble Politik unserer Regierung zu bewegen – und nicht etwa, weil die Leute diese unterstützen würden. Auf dem Höhepunkt des Gazakrieges vor einem halben Jahr war es nicht einfach, zehntausend Demonstranten zu mobilisieren. Nur einmal im Jahr gelingt es dem Friedenslager, hunderttausend auf den Rabin-Platz zu bekommen – und dann nur, um der Ermordung Yitzhak Rabins zu gedenken. >>>

 
 

Weitere ethnische Säuberungen in Ost-Jerusalem* - Mindestens 500 Häuser , die von der Kirche an christliche Familien in der Altstadt (Ost-Jerusalems) vermietet wurden, werden  mit Ordern zur Selbstzerstörung durch das Jerusalemer  isr. Gemeindeamt bedroht, sagen Kirchenoffizielle am Samstag. Nach einem Statement des Jerusalemer Inter-Church-Center sind im Augenblick vier Verfahren im Gang, wo christliche Familien, die Kirchenland oder -gebäude gemietet hatten, gesagt wurde, sie mögen alle angeblichen Renovierungen ihrer Wohnungen abreißen.

Bassam Ayyash, der eine 50 qm Wohnung innerhalb des griechisch-orthodoxen Patriarchats gemietet hat, erhielt einen Abrissbefehl, weil  sie eine angebliche Erweiterung seiner Wohnung sei. Nach kirchlicher Aussage ist Bassam sehr erstaunt über die Hartnäckigkeit der Behörden, die nicht kommen und sich die Sache selbst genau ansehen. „Meine einzige Wohnung besteht aus diesen 50 qm.“

Ein anderer Angeklagter, Sami Wakileh, erinnert sich an den Richter im israelischen Gericht, der ihm sagte, falls er versuchen solle, eine Genehmigung für die Renovierung seines Hauses zu erhalten, so sei dies reine Zeitverschwendung. Er brauche nicht davon zu träumen, eine Genehmigung zu erhalten. Samis Haus  ist nach einem Statement der Kirche ein altes Gebäude, das er von der Kirche gemietet und in das er selbst über 100 000$ hineingesteckt habe, um es zu renovieren.

Die meisten bedrohten Häuser gehören dem griechisch-orthodoxen Patriarchat oder stehen unter der Obhut der Franziskaner. (dt. Ellen Rohlfs, *Überschrift von der Übersetzerin)

 
 

Israel resigniert - Judith Bernstein - Auch wenn Netanjahu das Wort "Palästinenserstaat" in den Mund genommen hat ("Ein großer Schritt für Netanjahu, ein kleiner Schritt für Nahost", 16. Juni), so müssen die Palästinenser nur einen Blick auf die Landkarte werfen, um festzustellen, dass ohne die Auflösung der Siedlungen kein zusammenhängender, ·lebensfähiger Staat entstehen kann. Dessen eingedenk ist die Rede Netanjahus von 71 Prozent der israelischen Öffentlichkeit begrüßt worden, während immerhin 51 Prozent der Meinung sind, er habe sich dem amerikanischen Druck gebeugt. Ohnehin glaubt die Mehrheit der Israelis, dass diese Rede keinen Durchbruch für den Friedensprozess nach sich ziehen wird. Ist es nicht an der Zeit, dass die Israelis sich von der pessimistischen Formel "es bleibt wie bisher" verabschieden und sich stattdessen ein Beispiel an der iranischen Opposition nehmen und für einen Frieden - den sie sich seit 60 Jahren doch so wünschen - auf die Straße gehen? Bis dahin können sich Achmadinedschad und Netanjahu die Hände reichen. Quelle: Süddeutsche Zeitung - Nr.142, Mittwoch, den 24. Juni 2009 , Seite 31

 


27
.6.2009
 

 

Von Apartheid gestoppt - Henning MANKELL - Vor gut einer Woche besuchte ich Israel und Palästina. Ich gehörte zu einer Schriftstellerdelegation mit Vertretern aus verschiedenen Kontinenten. Wir sollten an einer palästinensischen literarischen Konferenz teilnehmen. Die Einweihung sollte im Palästinensischen Nationaltheater in Jerusalem stattfinden. Gleich nachdem wir uns versammelt hatten, kam schwer bewaffnetes israelisches Militär und Polizei und teilte uns mit, dass sie uns zu stoppen gedächten. Auf die Frage warum, kam als Antwort: ”Sie sind ein Sicherheitsrisiko.” - Es ist natürlich Nonsens zu behaupten, dass wir in jenem Augenblick eine terroristische Bedrohung für Israel darstellten. Aber gleichzeitig hatten sie ja auch Recht. Sicher stellen wir eine Bedrohung für Israel dar, wenn wir nach Israel kommen und sagen, was wir von der israelischen Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung halten. Es war ja auch nicht merkwürdig, dass ich und tausende andere damals eine Bedrohung für das Apartheidsystem in Südafrika darstellten. Worte sind gefährlich. Das waren auch meine Worte, die ich sagte, als es den Veranstaltern gelungen war, die Einweihung in das französische Kulturzentrum zu verlegen, das sich bereitwillig gezeigt hatte: ”Das was wir jetzt erleben, ist eine Wiederholung des verächtlichen Apartheidsystems, das einst die Afrikaner und Farbige als Bürger zweiter Klasse in ihrem eigenen Land behandelte. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Apartheidsystem nicht mehr existiert. Es wurde durch menschliche Kraft auf den Müllhaufen der Geschichte Anfang der 1990-er Jahre geworfen. Es geht eine direkte Linie zwischen Soweto, Sharpeville und dem, was kürzlich in Gaza geschah.” >>>

 
 

Die Selbstmord - Spionage - Schlange - André Marty berichtet - Entwickelt hat sie das Technion - die technische Hochschule in Haifa im Norden Israels. Beissen kann sie überall, die israelische Spionage - Schlange. Und bevor sie entdeckt wird, sprengt sie sich auch noch gleich in die Luft. Eines der vielen netten kleinen Militärgadgets, mit denen sich die israelische Armee ausrüstet. Naja, solche Innovationen verstehen sich schon bei einem Rüstungsbudget von 16.2 Milliarden US-Dollar - einem jährlichen Rüstungsbudget in dieser Grössenordnung, versteht sich. Das entspricht übrigens laut dem Economist flotten 2.300 Dollar pro Kopf der Bevölkerung. Und das wiederum ist weltweiter Rekord: Kein anderes Land steckt soviel Geld im Verhältnis zu seiner Bevölkerung ins Militär. Die USA als zweitgrösster Rüstungsstaat lassen sich das Militär pro Kopf der Bevölkerung 300 Dollar weniger kosten.

 
 

 
 

 


26
.6.2009
 

 

Interview mit Paula Abrams-Hourani am 10. Juni 2009 in Wien - Paula Abrams-Hourani ist eine jüdische, in den USA gebürtige Menschenrechtsaktivistin. Sie ist österreichische Staatsbürgerin und lebt in Wien. Frau Abrams-Hourani gründete die Wiener Sektion der Frauen in Schwarz, sie gehört der Organisation Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost an, die sich mit anderen jüdischen Friedensorganisationen zur Föderation European Jews for a Just Peace (EJJP - www.ejjp.org) zusammengeschlossen hat, und setzt sich im Rahmen der Wiener Initiative "Gaza muss leben" für die Verwirklichung und Respektierung der Menschenrechte der Palästinenser ein. Schattenblick: Geht es bei der Kampagne "Gaza muss leben" lediglich um Aufklärung über den Krieg im Dezember und Januar oder ergreifen Sie darüber hinaus Partei für die Palästinenser? Paula Abrams-Hourani: Ich würde das Wort Krieg nicht benutzen. Es war ein Massaker im Dezember und Januar. Es war kein Krieg. Professor Finkelstein führte das in seinem Vortrag aus. In einem Krieg hat man zwei Parteien, die in der Lage sind, sich gegenseitig zu bekämpfen. Diese Kampagne richtet sich gegen die kollektive Bestrafung. >>>

 

 

Zur Sendung im Dradio am 20.6.09, 6.50Uhr - Interview mit Günter B. Ginzel anlässlich der Abberufung Rolf Verlegers als Direktoriumsmitglied des „Zentralrats der Juden in Deutschland“ - Edith Lutz - ein offener Brief - Lieber Herr Ginzel,  Sie sprechen in der o.g. Sendung von „Rolf Verleger und seinen Freunden“, daher fühle ich mich auch angesprochen. Sie werfen uns einen öffentlichen Diskurs vor und bedauern, dass es keinen innerjüdischen Dialog gegeben habe. Dem Bedauern schließe ich mich an. Von uns schriftlich geäußerte Wünsche, einen solchen Dialog zu führen, gelangten leider, von Rolf Verlegers eigener Publikation abgesehen, nicht an die Öffentlichkeit; Schreiben an Gemeindemitglieder blieben unbeantwortet. Aber Versäumtes lässt sich ja vielleicht nachholen. Hätte der Dialog stattgefunden, wären Sie vermutlich mit den Vorwürfen an uns zurückhaltender. Ich kommentiere nachfolgend einige Ihrer Äußerungen:  „Man spricht nicht über Hamas- Terror“ ? – Doch, aber wir bemühen uns, nachprüfbare Fakten aufzugreifen und nicht unkritisch die Meinung regierungstreuer Medien wiederzugeben. So vermissen wir in diesen Medien einen differenzierten Bericht über die Statistik des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen. Eindeutig stammt die Mehrheit der Raketen aus dem Fatah-Lager und nicht von der Hamas. Fakt ist auch, >>>

 

 

Achtung, keine Satire -- sondern bitterer Ernst!! - Renate Dörfel-Kelletat und Frank Dörfel - Im klassischen 5-aktigen Drama, so erinnern wir uns aus unserem Deutschunterricht, enthält der 4. Akt die scheinbare Wendung zum Guten und der 5. Akt bringt die Katastrophe. Beide Akte erlebten wir am Freitag, 19.6.2009, in Moabit. Die Ablehnung aller Beweisanträge der Verteidigung ohne Begründung war wohl noch Teil von Akt 3 (Krisis). Doch dann die scheinbare Wendung: die Plädoyers der beiden Anwälte, die Stellungnahme des Angeklagten da schien es vielen der Zuschauer, nun könne nur noch ein Freispruch erfolgen: zu dünn waren all die Anklagepunkte. Und die Forderung des Staatsanwaltes, es müsse bestraft werden, da der Angeklagte sich uneinsichtig gezeigt habe und folglich die Gefahr einer Tatwiederholung bestehe, empfindet das Publikum als einen Teil der Absurdität des Ganzen: so etwas kann ein Gericht doch nicht ernst nehmen! Und dann das schuldig in allen Punkten der Anklage. >>>
 

Alle weiteren Texte finden sich auch auf der Sonderseite zum Issa-Prozess von Renate Dörfel-Kelletat und Frank Dörfel
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Tiefe Legitimationskrise der Islamischen Republik - Behrouz Khosrozadeh - Die Islamische Republik hat nach der totalen Machtübernahme des schiitischen Klerus (1981) bisher etliche schwere innere und äußere Krisen überstanden, so den achtjährigen Krieg gegen den Irak. Die heutige Krise ist jedoch völlig anderer Natur. >>>