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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 87
 


7.4.2010
 

 

Palästinensischer Tag des Kindes - 6. April 2010
"… Was keiner geglaubt haben wird, was keiner gewusst haben konnte, was keiner geahnt haben durfte, das wird dann wieder das gewesen sein, was keiner gewollt haben wollte. … - (Erich Fried)"

340 Kinder in israelischen Gefängnissen - Knapp 340 palästinensische Kinder befinden sich heute in israelischen Gefängnissen und werden dort misshandelt und gefoltert. Wie das „Palestinian Center for Defending the Detainees“ (PCDD) anlässlich des „palästinensischen Tag des Kindes“ am Montag (06.04) mitteilte, erhalten die Kinder oftmals Einzelhaft oder leben in kleinen und überfüllten Zellen >>>

Im Gedenken an vier palästinensische Kinder -  Nurit Peled-Elhanan - Im Gedenken an vier palästinensische Kinder, die in dieser Woche (23.3.2010) getötet wurden. Hier in Israel geht die Behandlung palästinensischer Kinder schon lange nach dem Sprichwort - Nits breed lice ?? ( Nisse brüten Läuse aus). Einige sagen es offen, andere teilen diese Ansicht nur hinter vorgehaltener Hand. Es  vergeht kein Monat, in dem nicht mehrere  palästinensische Kinder  unter unklaren Vorwänden, die keiner versteht,  getötet werden >>>

 Sonderseiten - Kinderschicksale in Palästina >>>

 
 

Palestine on my Mind  - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - pdf - Die Idee zu diesem Buch ist dem Herausgeber anlässlich einer Mahnwache der Straßburger „Frauen in Schwarz“ gekommen, als ihm eine Passantin die Frage stellte: „Warum kümmern Sie sich denn um Palästina, warum nicht um Darfur, Tschetschenien oder Tibet?“ Die Antwort auf die tragische Geschichte des palästinensischen Volkes ist eine europäische, wie die Liste der Beiträger/Innen zeigt. „Nie wieder! Nie wieder schweigen bei Diskriminierung aufgrund von Zugehörigkeit, sei es rassische, religiöse, weltanschauliche!“ Dazu schreibt der Herausgeber: „Die Zeit ist reif, Apartheid zu überwinden. Was in den Vereinigten Staaten von Amerika, was in Südafrika möglich war, auch im historischen Palästina kann es Wirklichkeit werden.“ Jeder der Autoren/Innen schreibt etwas über seinen bzw. ihren Zugang zum Thema Israel/Palästina. Der Band enthält den hervorragenden Beitrag >>>

Das Buch: 232 Seiten, 16 Seiten s/w Fotos aus Dokumenten: 100 Jahre Palästina, kartoniert, für 18 Euros. Über jede gute Buchhandlung zu beziehen wie auch über den Semit Verlag info@dersemit.de , sowie bei Amazon.

Weitere Beiträge von Dr. Ludwig Watzal zu Israel und Palästina: www.watzal.com

 
 

Majority of Americans back Israel, so stop speculating - Michael Kachel - Anlässlich eines Haaretz-Beitrags, in dem der israelische Botschafter in den USA sagte, um die Beziehungen zwischen den USA und Israel stehe es bestens, entwickelt sich auf der Facebook-Kommentarseite von Haaretz eine der üblichen pro- / anti-Israel-Debatten. Der Argumente-Gebrauch ist gerade archetypisch. Der erste Kommentar macht sich lustig über den Botschafter, er rede die Situation schön (“its a joke… for sometimes I think that the very role of ambassador and big embassies has become superflous and wasteful.”) Die nächste Kommentatorin “Kathy” hält dagegen, die Mehrheit der Amerikaner stehe hinter Israel, der Botschafter unternehme also überhaupt keinen Versuch, sich selbst zu überzeugen, der Vorredner solle also aufhören mit dem Spekulieren (“The majority of Americans back Israel so no he isnt trying to convince himself, stop speculating.”) Der nächste ist eingefleischter Israel-Fan, er unterstützt Kathy, sie habe klargemacht, wer die Lügner und Täuscher seien, und im übrigen habe Israel schon so viel Zugeständnisse gemacht, aber die anderen würden weitermachen mit den Selbstmordattentaten und den Raketen. >>>

 
 

Elias Davidsson - Der Zentralrat der Juden provoziert den Iran - Sehr geehrte Mitglieder des Zentralrates der Juden in Deutschland,  ich habe mit Erstaunen von dem Aufruf gelesen, in dem der Zentralrat der Juden in Deutschland Geschäfte deutscher Unternehmen mit dem Iran scharf kritisiert. Als Jude betrachte ich Ihren Aufruf als eine grob unverantwortliche Entscheidung, die selbstverständlich nicht die Einstellung aller deutschen Juden wiedergibt.  Mir ist nicht bekannt, daß Juden im Iran sich für Boykottmaßnahmen gegen ihr eigenes Land eingesetzt oder wegen einer vermeintlichen Verfolgung den Iran massiv verlassen hätten.  Ich frage mich, ob der Zentralrat der Juden in Deutschland sich klar gemacht hat, welche Folgen der Aufruf für die Juden im Iran haben kann. Bis heute hat die iranische Regierung zwischen Judentum und Zionismus unterschieden >>>

 
 

Gefilmter Massenmord - Rainer Rupp - Ein im Internet veröffentlichtes Video beweist weitere Kriegsverbrechen der US-Truppen im Irak. Kampfhubschrauberbesatzung schoß auf Reporter, Zivilisten und Helfer. >>>

US-Pilot: "Yeah, look at those dead bastards" >>>

Massacre Caught on Tape: U.S. Military Confirms Authenticity of Their Own Chilling Video Showing Killing of Journalists >>>

 

Video aufgetaucht: US Angriff auf Zivilisten bestätigt - Text übersetzt:
00:03 Ok, ich habs.
00:05 Letzte Unterhaltung Hotel Zwei-Sechs.
00:09 Verstanden Hotel Zwei-Sechs [Apache Helikopter 1], [hier spricht] Viktor Charlie Alpha. Willst Du Dein Hotel Zwei-Zwei L ...
00:14 Ich habe ein schwarzes Fahrzeug im Ziel. Es kommt im Norden der Moschee an.
00:17 Ja, das fände ich gut. "Over".
00:21 Faehrt suedlich an der Moschee vorbei. Diese Strasse runter.
00:27 Okay, wir haben ein Ziel Fuenfzehn auf dem Weg zu Dir. Es ist ein Mann mit einer Waffe.
00:32 "Roger" [Verstanden].
00:39 Dort ist ein ...
00:42 Da sind vier oder fuenf .. >>>

Text in Originalsprache und Video >>>

 
 

Obama bricht mit Bushs Atomstrategie - Das neue Nuklearkonzept der USA ist eine Abkehr von alten Feindbildern - und eine Warnung an Iran und Nordkorea. Für solche Staaten behalten sich die Amerikaner den atomaren Erstschlag weiter vor. Washington setzt auf "effektive Abschreckung". >>>

Kurzkommentar - Wer muss vor wem Angst haben, wer spricht von Angriffen mit Atomwaffen? Wer hat von wem gelernt "effektive Abschreckung" einzusetzen? So kann man Angriffskriege legitimieren?

 


4.4.2010
 

 

Das Medien - Blackout - André Marty -  In Israels Medien ist nichts davon zu lesen, kein einziges Wort. Rein gar nichts. Und selbst Israels Blogger haben zu schweigen, was sie auch teilweise tun. >>>

Kollateralschäden - Eine Journalistin unter Hausarrest, ein zweiter, dem sie Informationen weitergegeben haben soll, vorsichtshalber von seiner Zeitung nach London ins Asyl geschickt. Es geht hauptsächlich um einen Artikel, „Licence to Kill“, der sich mit gezielten Tötungen durch das Militär befasst. Welches Land mag das wohl sein? Russland? Amerika? China? Nein, es ist „die einzige Demokratie im Nahen Osten“. Es geht um Uri Blau von der „Haaretz“ und die junge Journalistin Anat Kam. Sie wurde im Dezember verhaftet, weil sie angeblich militärische Dokumente kopiert und anderen zugänglich gemacht haben soll >>>

Israel: Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse und Todesschwadronen - Dr. Alexander von Paleske - Anat Kam (23), israelische Journalistin, die für die Nachrichtenseite Walla arbeitet, wurde im Dezember vergangenen Jahres verhaftet und dann unter Hausarrest gestellt. Ihr wird vorgeworfen, während ihres Militärdienstes, den sie bis Ende vergangenen Jahres ableistete, illegale Staatsgeheimnisse verraten zu haben. Konkret: Dass israelische Soldaten Palästinenser töten, die auf sogenannten Todeslisten stehen, sie also wie eine Todesschwadron morden. Selbst nach israelischem Recht ist das rechtswidrig, da israelische Gerichte diese Praxis für unzulässig erklärt hatten >>>

Israeli journalist Anat Kam under secret house arrest since December - Woman faces treason trial after allegedly leaking documents that suggest military breached court order on West Bank assassinations >>>

Israel arrests soldier Anat Kam over targeted-killings ‘leak’James Hider -  Israel has placed a former soldier under house arrest for allegedly leaking details of a controversial policy to kill wanted Palestinian militants, and has slapped a gagging order on the national media to prevent it from covering the story, according to sources in the Jewish state and abroad. >>

AP Breaks Anat Kam-Uri Blau Story - Today, the media took a few more whacks at the pinata that is the Anat Kam-Uri Blau story and all the goodies are about to drop. The Independent published its second story on the affair and reported that Haaretz was negotiating with Israeli authorities for Blau’s return from exile. Interestingly while the first Independent story was written by Donald McIntyre and bylined in Israel, the second was written by a Britain-based reporter. I’m guessing that this means that McIntyre no longer felt able to resist the gag order that usually affects all Israel-based reporters. I’m glad to see that this attempt by Israel to suppress the story was resisted by Independent editors in London. >>>

Kurzkommentar: Sie soll angeklagt werden, weil sie die Verbrechen der israelischen Besatzer öffentlich gemacht hat. Wie lange will die deutsche Regierung noch zu den Verbrechen Israels schweigen? Oder gehören die Verbrechen jetzt zur deutschen Staatsräson? Merkels Dummspruch, dass Israels Sicherheit ein Teil der deutschen Staatsräson sein, muss zurückgenommen werden. Oder will sich die Merkel-Regierung von den Naziverbrechen freikaufen, indem sie zu den Verbrechen der Zionisten in Israel schweigt?

Sonderseite: Zensur, Meinungsfreiheit  + Manipulation >>>

 
 

Österlicher Hindernislauf in Jerusalem - Menschenmassen und Polizeisperren prägten Israels Hauptstadt während der Osterfeierlichkeiten - Korrespondentenbericht von Gabi Fröhlich - Jerusalem (KAP) Pater Anton rauft sich den Bart unter der bestickten Kapuze. In einer Stunde wird das heilige Feuer im Grab Jesu aufflammen, und er - einer der Fackelläufer - steckt an einer Polizeisperre fest. Eingekeilt zwischen einem Dutzend wütender Pilger, die es bis in diese vorletzte Gasse vor der Jerusalemer Grabeskirche geschafft haben. Weder Schimpfen noch Betteln hilft - die Polizisten reagieren nicht einmal. >>>

 
 

"Wenn Juden Faschisten sein können, dann hat sich etwas verändert" - Alfred Hackensberger - Simon Levy, Gründer eines jüdischen Museums in Marokko, über jüdische liberale Kultur, Diaspora, Exodus und hebräische Faschisten - (...) Simon Levy: Sehen Sie: Wir haben in Europa und Marokko oder in welchem Teil auch immer der Welt gegen die Faschisten gekämpft, und heute gibt es hebräische Faschisten, wie der israelische Außenminister Avigdor Lieberman. Ist seine Partei (Jsra'el Beitenu) nicht faschistisch? Wenn Juden Faschisten sein können, dann hat sich etwas verändert. Dann muss man mit den aktuellen Termini neue, andere Fragen stellen. In einer Zeit, in der Israel in den Gaza-Streifen eingedrungen ist und ihn zerstört hat. Ich bin einer von den Juden, der nichts akzeptiert, was dem Judentum widerspricht. Ich kämpfe für die Rechte der Juden, sobald sie bedroht werden, und verteidige jeden Menschen, wenn er angegriffen wird. - Sie sagen Widerspruch zum Judentum. Was ist ein positives Judentum? - Simon Levy: Ich verstehe unter einer würdevollen jüdischen Kultur eine, die liberal, pazifistisch, künstlerisch ist und zudem für die Rechte der Armen und Bedrohten kämpft. Das ist für mich eine gute Kultur, die Tradition der letzten Jahrhunderte. Diese, unsere Tradition, kann man nicht in irgendetwas hinein transformieren, womit man die Interessen Israels rechtfertigt. >>>

 
 

The Strange Love Affair of the U.S. and AIPAC - Dan Lieberman - Imagine you are a representative of the highest government agencies. You encounter a group that places a foreign power above your own government’s interests and redirects and undermines your policies. Would you go to their convention, popularize them, obsequiously placate them and demonstrate you mean no harm to their sinister behavior? - Sounds incomprehensible? United States State department officials and congressional leaders have been doing the incomprehensible for years. U.S. State Department officials, senators and house representatives have regularly attended the American Israel Political Action Committee (AIPAC) conventions. Although the U.S. Executive Department signaled a hardening of relations with Israel, its officials spoke to and listened to AIPAC during the week that inaugurated the new spring of 2010. >>>

 
 

Haaretz: Discrimination at Ben-Gurion - The policy of closing the country's doors to visitors based on their political ideology is foreign to democratic countries. The fact that the group's Jewish members were ultimately allowed to stay while the Swedes of Palestinian origin were not colors the affair with more than a tinge of race-based discrimination. IOA Editor: This is part of a broad Israeli campaign against resistance to the Occupation - including the most peaceful and non-violent resistance. As noted here already, the threat of peace is Israel's greatest fear. Any opportunity, however small, which supports a dialog is therefore promptly crushed. Equal treatment under the law cannot be expected from a state that runs a 43-year long Occupation -- which is entirely racially-based, as is the state itself -- and the term "democracy" simply doesn't apply.... >>>

 
 

Richard Falk: The Palestinians are winning the legitimacy war – will it matter? - Ever since the Balfour Declaration in 1917 gave the formal approval of the British government to the establishment of “a Jewish homeland”, profound issues of legitimacy were present in the conflict recently known as the Israel-Palestine conflict. This original colonialist endorsement of the Zionist project has produced a steady erosion of the position of the Palestinian people on historic Palestine, which dramatically worsened over the course of the past 43 years of occupation of the West Bank, East Jerusalem, and the Gaza Strip. It has worsened due to an oppressive military occupation by Israel that involves fundamental denials of rights and pervasive violations of international humanitarian law, and because Israel has been allowed to establish “facts on the ground”, which are more properly viewed as violations of Palestinian rights, especially the establishment of extensive settlements and a separation wall constructed on occupied Palestinian territories in violation of the Fourth Geneva Convention. >>>

 


4.4.2010
 

 

OSTERGRÜSSE  AUS ISRAEL

Christians angry at Jerusalem lockdown as Easter clashes with Passover >>>

Mit Video - Israeli air raids wound children >>>

Israeli aircraft fires at Palestinians in Gaza -  Israeli aircraft opened fire at a group of Palestinians in the central Gaza Strip on Sunday morning, near the Kissufim border, witnesses reported >>>

IAF helicopters fire at two armed Palestinians on Gaza border >>>

Hamas wirft Israel Eskalation vor >>>

Israeli troops kill Palestinian boy >>>

Israeli air raids wound children

Israel droht Palästina mit massivem Militäreinsatz

Gaza-Streifen: Drei Kinder bei israelischen Luftangriffen verletzt - Die israelische Armee hat (...) mit Flugzeugen und Hubschraubern Ziele im Gaza-Streifen beschossen. Bei den Luftangriffen wurden drei Kinder verletzt

Israel beschießt Gaza-Streifen mit Flugzeugen und Helikoptern

IDF greift Gaza aus der Luft an - Massivste Angriffe der Luftwaffe seit langem

Hamas hat israelischen Angriff auf Gaza abgewehrt »

Mit Video - Thirteen Israeli air strikes hit Gaza Strip

 
 

BannerEin Flagschiff der Meinungsfreiheit - Sie kann als eine geglückte Neugründung auf dem Zeitschriftenmarkt im Jahr 2009 gelten: die unabhängige jüdische Zeitschrift »SEMIT«. - (pdf) Dr. Ludwig Watzal - Sie sorgt für frischen Wind in der miefigen und uniformen Berichterstattung der offiziellen Medien über Israel, Palästina, Zionismus, Judentum, Antisemitismus, Zentralrat der Juden in Deutschland oder deutsche Befindlichkeit. - SEMIT wurde auch deshalb wieder gegründet, weil sich die deutschen Medien einer »Schweigespirale« entweder freiwillig oder auf äußeren Druck hin unterworfen haben, was eine realistische Berichterstattung über die Schandtaten der israelischen Regierungen in Sachen Verstöße gegen Völkerrecht, Verletzung von Menschenrechten, Rassismus und Diskriminierung gegenüber ihren nicht-jüdischen Mitbürgern in Israel verhindert. Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich und kostet fünf Euro. Bisher sind sieben Hefte erschienen, die solche Autoren und Autorinnen zu Wort kommen lassen, die von den Mainstream Medien als nicht kosher angesehen werden, weil sie mit ihrer Meinung über die Vorgänge in Israel / Palästina der »Israellobby« (Mearsheimer / Walt) nicht in den Kram passen. Aus Angst vor »Repressalien« werden sie vermutlich nicht mehr gedruckt oder nicht mehr zu Interviews oder Statements über die Vorgänge in Nahost gebeten. Die Artikel in SEMIT sind von einer erfrischenden Offenheit. Frei von den üblichen historischen Verrenkungen, die die Beiträge anderer Medien kennzeichnen, bedienen sie sich einer deutlichen Sprache. Dass dies wieder möglich ist, wäre ohne den Mut des Verlegers und Herausgebers dieser Zeitschrift, Abraham Melzer, nicht vorstellbar. So bildet »Semit« ein kleines Gegengewicht zu der unendlichen Flut pro-israelischer Presseerzeugnisse und Beiträge >>>

Der neue SEMIT 2/2010 ist ab dem  1.4. im Handel
Nun in allen Bahnhofs- und Flughafenkiosken erhältlich.

 
 

Im Gedenken an vier palästinensische Kinder -  Nurit Peled-Elhanan - Im Gedenken an vier palästinensische Kinder, die in dieser Woche getötet wurden. Hier in Israel geht die Behandlung palästinensischer Kinder schon lange nach dem Sprichwort - Nits breed lice ?? ( Nisse brüten Läuse aus). Einige sagen es offen, andere teilen diese Ansicht nur hinter vorgehaltener Hand. Es  vergeht kein Monat, in dem nicht mehrere  palästinensische Kinder  unter unklaren Vorwänden, die keiner versteht,  getötet werden, bis ein schwedischer Journalist zu raten versucht und  all die großen Kanonen eingesetzt werden, um ihn zum Schweigen zu bringen. Für den größten Teil bringen die Besatzungsbehörden es auch fertig, das Alter der kleinen Opfer zu fälschen und ihnen kriminelle oder subversive Absichten unterzulegen. Und wenn all dies nicht funktioniert,  entschuldigen sie sich wie Ping-pong-Spieler und sagen „Ups, tut mir leid!“ Und auch dieses Mal sagten die tötenden Experten „ Vielleicht hätte man damit anders umgehen sollen,“ vielleicht – in der Tat. In Berichten der israelischen Presse werden die palästinensischen Kinder  eine schreckliche Bedrohung für die schießenden Soldaten von oben oder unten oder von vorne. Dabei müssen wir daran erinnern, dass die Soldaten vom Scheitel bis zur Sohle wie Roboter  bewaffnet sind – in den Nachrichtenberichten werden sie aber wie >>>

Sonderseiten - Kinderschicksale >>>

 
 

Bil’in/Westbank  - 2. April 2010 - Bil’in: Erinnerung an den Land-Tag - Dutzende von Demonstrationsteilnehmern litten unter Atemnot, als die israelische Okkupationsarmee IOF mit Tränengas, Schockgranaten und gummiummantelten Stahlgeschossen die Demonstration gewaltsam auflösen wollte. Vor drei Wochen hatte die IOF Bil’in freitags zur geschlossenen militärischen Zone erklärt. In den nächsten sechs Monate riskieren Aktivisten ihre Verhaftung und Deportation, wenn sie zur Freitagsdemonstration nach Bil’in kommen. Das Bürgerkomitee Bil’in, die Einwohner und internationale, palästinensische und israelische Demonstranten halten entschlossen an ihrem Recht zu demonstrieren fest. Jedes Jahr gedenken Palästinenser der sechs Bauern in Galiläa, die 1976 während eines Generalstreiks gegen grossangelegte Konfiszierungen von palästinensischem Land erschossen wurden. >>>
 

2009 - Basem: Death of a Bil'in Martyr
 

 

Freitagsproteste gegen die Mauer in der Westbank - Al-Ma’sara: Solidaritätsaktivisten verhaftet - Israels Okkupationsarmee verhaftete drei internationale Aktivisten beim Freitagsprotest gegen die Mauer. Augenzeugen berichteten, dass die Soldaten einen Aktivisten während der Verhaftung verprügelten. >>>

Nil’in: Rote Farbe auf die Apartheidmauer - Beinahe hundert Menschen kamen zum wöchentlichen Protest gegen die Apartheidmauer. Murad Amira leitete das Freitagsgebet auf einem Stück Land neben der Mauer. Er lobte die Beständigkeit des palästinensischen Widerstandes angesichts der zahlreichen Verhaftungen von Jugendlichen und der Politik der Landkonfiszierung und Häuserdemolierung. Demonstrationsteilnehmer warfen rote Farbe auf die Mauer; die roten Farbflecken sollen an die Opfer des Widerstandes in Nil’in und  der Westbank erinnern. >>>

Mehr zu den aktuellen friedlichen Protesten >>>

 
 

Die Plage der Finsternis trifft die modernen Israeliten -  Akiva Eldar - Eine der schlimmsten der 10 Plagen hat die Kinder Israels an diesem Passah getroffen. Sie stolpern in pechschwarzer Finsternis herum, stoßen blindlings aufeinander auf ihrem Weg zum Rand des Abgrundes. Warmherzige Freunde, kühle Freunde, eisige Feinde: Jordanien und Türkei, Brasilien und Großbritannien, Deutschland und Australien – es ist alles dasselbe. Und als ob dies noch nicht genug wäre, der kurzsichtige jüdische Staat ist auch losgegangen und kollidierte mit dem Kopf voraus mit dem Verbündeten, der existentielle Unterstützung anbietet. Israel ist für seine Umwelt zur Gefahr geworden und  zur  eigenen größten Bedrohung. Seit 43 Jahren ist Israel von Leuten beherrscht worden, die sich weigerten, die Realität zu sehen. Sie reden vom „vereinigten Jerusalem“, obwohl sie wissen, dass kein anderes Land die Annexion des östlichen Teiles der Stadt anerkannt hat. Sie schicken 300 000 Leute, um das Land zu besiedeln, obwohl sie wissen, dass es ihnen gar nicht gehört. Schon im September 1967 sagte Theodor Meron, der damalige Rechtsberater des Außenministeriums, dass es nach der Vierten Genfer Konvention ein kategorisches Verbot für zivile Siedlungen in den besetzten Gebieten gab. Meron, der Präsident des Internationalen Strafgerichts für das >>>

 
 

Free Gaza Movement startet ein Cargo-Schiff von Irland - 31.März 2010  (Zur sofortigen Veröffentlichung)   www.freeGaza.org - Gestern kaufte die Free Gaza Bewegung eine 1200t Cargo-Schiff bei einer Auktion in Dundalk, Irland. Das Schiff  wurde vor einem Jahr nach einer Inspektion durch die Internationale Transport-Gesellschaft (ITF)  beschlagnahmt, nachdem sie herausgefunden hat, dass seine Besitzer ihrer litauischen Mannschaft nicht ihren Lohn bezahlt hatte und diese demütigend behandelt hatte. Der ITF-Inspektor und  Organisator Ken Fleming sagte: Wir freuen uns und verkündigen, dass dieses Schiff, das benützt wurde, um seine Arbeiter wie moderne Sklaven zu halten, nun benützt wird, um die Menschenrechte gegenüber dem palästinensischen Volk zu praktizieren. Die Free Gaza Movement besitzt jetzt vier eigene Schiffe einschließlich drei Passagierschiffen. Diese Schiffe werden an einer internationalen Flottille teilnehmen, um im Mai humanitäre Hilfe dem belagerten Gazastreifen zu >>>

 
 

Israelische Soldaten greifen Palmsonntag-Demo in Bethlehem an - Ghassan Bannoura - Fünfzehn Leute, einschließlich zweier Journalisten wurden von israelischen Soldaten und Polizeioffizieren verhaftet, als die Polizei eine Palmsonntagdemo in der Nähe Bethlehems angriff. Palästinenser versammelten sich mit internationalen und israelischen Unterstützern  vor der Geburtskirche in Bethlehem. Sie trugen Palmzweige und Fahnen und gingen in Richtung des Tores an der Annexionsmauer, die Bethlehem von Jerusalem trennt. Die Demonstranten forderten ihr Recht auf Gottesdienst. Die Israelis erlaubten nur einer begrenzten Zahl von christlichen Palästinensern Jerusalem in der Osterwoche zu erreichen, die in dieser Woche beginnt. Am Tor der Mauer gingen die Demonstranten voran und es gelang ihnen den militärischen Kontrollpunkt zu passieren und so Jerusalem zu betreten. Nachdem sie an der Straßensperre vorbei gegangen waren, griffen Soldaten und Polizeioffiziere die Demonstranten an und verhafteten 15 von ihnen, unter ihnen auch einen palästinensischen und einen israelischen Journalisten. Abbas Zakki, ein ranghoher  Mitarbeiter der Fatahbewegung war unter den Verhafteten. Im Ganzen wurden auch drei israelische Aktivisten und ein Amerikaner vom israelischen Militär verhaftet. Danach zwangen die Soldaten die Leute zurück zur Mauer und verhafteten alle Demonstranten und Journalisten zwischen der Mauer und dem Tor in der Mauer, bis die Soldaten das Tor öffneten und den Leuten erlaubten, nach Bethlehem hinein zu gehen. Die Soldaten benützten Knüppel und Gewehrkolben, um die Menschen durchs Tor zu stoßen. (dt. Ellen Rohlfs)

 
 

Eyewitness Report on the Judaization of East Jerusalem - Letty Cottin Pogrebin - The Huffington Post - Despite the annexation of East Jerusalem, which has never been recognized by the international community, the city has for years remained two separate entities. Arabs didn`t wander about in Jewish neighborhoods and Jews rarely ventured into the Arab section. Then the settlers started planting themselves here, there, and everywhere, to advance their "undivided Jerusalem" agenda, and with their presence to make all Israelis feel the whole city belongs to them. Like settlers in the West Bank, those in East Jerusalem are busy creating "facts on the ground" to interrupt Palestinian contiguity between East Jerusalem and the West Bank, and prevent the Palestinian Authority from claiming the Arab part of the city as their capitol (a quid pro quo for any permanent agreement).

 


4.4.2010
 

 

Liebe Kollegen und Freunde, der Iran steht heutzutage unter enormem Druck der USA und Israel, die seit langem in unserm Land Instabilität und Unruhe schaffen wollen. Sie sind dabei, einen äußerst gefährlichen psychologischen Krieg gegen den Iran zu führen und  bereiten die Voraussetzungen für einen möglichen militärischen Schlag vor, der zweifellos das Leben von Tausenden Menschen kosten wird, wie wir es im Irak gesehen haben. 1,3 Millionen Menschen starben dort während der Jahre der amerikanischen Invasion. Wir haben die Verantwortung, sie zu stoppen,  mit ihren propagandistischen  Instrumenten noch mehr Druck auf den Iran auszuüben. Die große Lüge von zwei geheimen  Atomanlagen im Iran erinnert an die Lügenmärchen der New York Times, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen gehabt habe. Sie versuchen jetzt, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass der Iran angegriffen werden sollte. Durch Veröffentlichung  dieses Artikels können einige unsichtbare Dimensionen von Amerikas Methoden gegenüber dem Iran und dem Nahen Osten im allgemeinen aufgedeckt werden. Ich danke Euch, dass ihr mir helft,  diesen Artikel auf euren Websites zu verbreiten Kourosh Ziabari, Journalist, Iran.

 Man ist dabei, einen Krieg gegen „dieses“ Land zu führen! - Kourosh Ziabari - Das Geschwätz über die Möglichkeit eines Militärschlags gegen den Iran geht in diesen Tagen wieder um. Präsident Obama,  über dessen Friedensnobelpreis ich mich noch immer wundere, hat eingestanden, dass der  vorherige Präsident Bush  mit seiner Überzeugung recht hatte, der Iran stelle eine ernsthafte Bedrohung für die internationale Gemeinschaft dar; Russland zieht sich feige von seiner Position zurück und schließt sich dem Rest der tyrannischen Mächte an, die für Sanktionen gegen den Iran sind; angeschürt von Israel und der  AIPAC legen die gemeinsamen amerikanischen Medien die Grundlage, um die Öffentlichkeit energisch vorzubereiten und sie davon zu überzeugen, dass der Iran das gefährlichste Land im Nahen Osten ist und so bald wie möglich entwaffnet werden sollte >>>

 
 

„Haltet mich zurück!“ -  Uri Avnery - „HALTET MICH zurück!“ ist ein Teil israelischer Folklore. Es erinnert uns an unsere Kindheit. Wenn ein Junge einen Streit mit einem größeren und stärkeren Jungen hat, der vorgibt,  er werde ihn jeden Augenblick angreifen, und den Zuschauern zuschreit: „Haltet mich  zurück, oder ich werde ihn umbringen!“ Israel ist jetzt in solch einer Situation. Wir geben vor, wir seien im Begriff, den Iran jeden Augenblick anzugreifen, und schreien der Welt zu: „Haltet uns  zurück oder…“ Und die Welt hält uns tatsächlich zurück. ES IST gefährlich, bei solch einer Sache zu prophezeien, besonders wenn wir uns mit Leuten befassen, die nicht weise/ klug sind  und von denen nicht alle einen gesunden Menschenverstand haben. Doch bin ich bereit, meinen Standpunkt aufrecht zu erhalten: Es besteht keine Möglichkeit – egal was geschieht – dass die Regierung Israels ihre Luftwaffe ausschickt, um den Iran anzugreifen. >>>

 
 

Israel sollte Obama danken, denn er handelte wie ein Freund -  Gideon Levy - Wenn Israel ein wirkliches Friedenslager hätte, wenn die schweigende Mehrheit ihr ekelhaftes Schweigen gebrochen hätte, wenn mehr Israelis sich  mit der Situation als Kollektiv befassen würden und nicht nur als Individuen, die sich nach den nächsten Ferien oder dem nächsten Auto sehnen, wenn mehr Israelis sich weigerten, blind die Täuschungen der israelischen Diplomatie und Propaganda zu akzeptieren, dann wäre der Rabin-Platz gestern mit Demonstranten voll gewesen. Unter den Bannern und Flaggen würde  in dieser Stunde  des Risikos und der schicksalshaften Entscheidungen ein Poster herausgeragt haben: „Danke, Freund.“ Danke Barack Obama, Du Freund Israels.  Die Flutwelle von Beleidigungen und Verleumdungen, die einheitliche Darstellung Obamas als jemand, der versuchte, Israel zu unterwerfen und zu demütigen >>>

 
 

Israelische Soldaten greifen Palmsonntag-Demo in Bethlehem an - Ghassan Bannoura - Fünfzehn Leute, einschließlich zweier Journalisten wurden von israelischen Soldaten und Polizeioffizieren verhaftet, als die Polizei eine Palmsonntagdemo in der Nähe Bethlehems angriff. Palästinenser versammelten sich mit internationalen und israelischen Unterstützern  vor der Geburtskirche in Bethlehem. Sie trugen Palmzweige und Fahnen und gingen in Richtung des Tores an der Annexionsmauer, die Bethlehem von Jerusalem trennt. Die Demonstranten forderten ihr Recht auf Gottesdienst. Die Israelis erlaubten nur einer begrenzten Zahl von christlichen Palästinensern Jerusalem in der Osterwoche zu erreichen, die in dieser Woche beginnt. Am Tor der Mauer gingen die Demonstranten voran und es gelang ihnen den militärischen Kontrollpunkt zu passieren und so Jerusalem zu betreten. Nachdem sie an der Straßensperre vorbei gegangen waren, griffen Soldaten und Polizeioffiziere die Demonstranten an und verhafteten 15 von ihnen, unter ihnen auch einen palästinensischen und einen israelischen Journalisten. Abbas Zakki, ein ranghoher  Mitarbeiter der Fatahbewegung war unter den Verhafteten. Im Ganzen wurden auch drei israelische Aktivisten und ein Amerikaner vom israelischen Militär verhaftet. Danach zwangen die Soldaten die Leute zurück zur Mauer und verhafteten alle Demonstranten und Journalisten zwischen der Mauer und dem Tor in der Mauer, bis die Soldaten das Tor öffneten und den Leuten erlaubten, nach Bethlehem hinein zu gehen. Die Soldaten benützten Knüppel und Gewehrkolben, um die Menschen durchs Tor zu stoßen. (dt. Ellen Rohlfs)

 
 

Israel has threatened to carry out a major military offensive against Gaza, demanding an end to the firing of rockets from the area.
 

 


3.4.2010
 

 

Der neue SEMIT 2/2010 ist ab dem  1.4. im Handel
Nun in allen Bahnhofs- und Flughafenkiosken erhältlich.

Die Mythen des liberalen Zionismus -  Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Das Buch setzt sich mit den Widersprüchen der israelischen Gesellschaft und der Tatsache auseinander, dass die überwiegende Mehrheit der Israelis die über 40-jährige Besetzung und brutale Unterdrückung des palästinensischen Volkes hinnimmt. Insbesondere ein Teil der „liberalen Zionisten“ zusammen mit ihren Kollegen im Westen, insbesondere in Frankreich, versuchen, nicht nur dieses „Abenteuer“ in Palästina, sondern darüber hinaus im „Greater Middle East“ zu rechtfertigen. Indem sie die kritische Haltung des Antirassismus stigmatisieren, versuchen sie, die Kritik an den Verbrechen, die der Westen über die Völker des Ostens gebracht hat und weiter bringt, zu delegitimieren. Für Yitzhak Laor, Poet, Schriftsteller und politischer Aktivist, ist ein „liberaler Zionismus“ ein Mythos und ein Widerspruch in sich >>>                          Homepage von Dr. Ludwig Watzal >>>

Eine gekürzte Fassung ist erschienen in: Der Semit. Unabhängige Jüdische Zeitschrift, (2010) 2, S. 73 f.
 

Sonderseite - Israellobby - Die falschen Freunde Israels >>>
Sonderseite - Zionismus - Antizionismus >>>
Sonderseite - Der realpolitische Zionismus - rassistische Zitate >>>

 
 
Phoenix - Internationaler Frühschoppen - So, 04.04.10, 12.00 - 13.00 Uhr - "Wann gibt es Frieden in Nah-Ost?"

Zu Gast:
Katajun Amirpur (Islamwissenschaftlerin und freie Journalistin, Deutschland)
Abdul-Rahman Alawi (Journalist und Verleger, Palästina)
Eldad Beck (Jedi’ot Acharonot, Israel)
Andrew Denison (Publizist und Politologe, USA)
Dmitri Tultschinski (Ria Nowosti, Russland)
Diskussionsleitung: Michael Hirz

Die Zuschauer haben von 12.45 Uhr an Gelegenheit, sich in die Diskussion mit Fragen einzuschalten. Frühschoppen nachgefragt ebenfalls live ab 12.45 Uhr. Zuschaueranrufe unter der Telefon-Nr.: 0800-5678-555 (kostenfrei).
Quelle
 
 
 
 

No, we can't – Der Nahostkonflikt und die Zukunft Jerusalems - Es diskutieren: Dr. Aref Hajjaj, Vorsitzender des Palästina Forums Deutschland, Bonn - Bettina Marx, Nahost-Expertin, Deutsche Welle, Berlin - Prof. Dr. Natan Sznaider, Soziologe, Academic College, Tel Aviv - Moderation: Dietrich Brants - Worüber soll im Nahostkonflikt eigentlich verhandelt werden – über Dinge, die für alle Seiten nicht verhandelbar sind: den israelischen Siedlungsbau in Ost-Jerusalem zum Beispiel? In der israelischen Gesellschaft besteht über den Ausbau der Siedlungen Konsens, erklärte der israelische Journalist Yoni Ben-Menachem kürzlich sogar im arabischen Sender Al-Dschasira. Genauso besteht unter Palästinensern Konsens darüber, dass Ost-Jerusalem die Hauptstadt des Palästinenser-Staats werden muss >>>

Audio - Der Nahostkonflikt und die Zukunft Jerusalems >>>

 
 

Wieder nächstes Jahr in Jerusalem -  Dominik Peters - Juden in aller Welt feiern diese Woche das Pessach-Fest. Sie erinnern an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten unter Moses Führung vor mehr als 3000 Jahren. Für viele ist es mehr als ein verstaubter Ritus aus biblischer Vorzeit, es ist ihr »Fest der Freiheit«. Jeder Jude, der Pessach feiert, soll sich so fühlen, als wäre er selbst aus Ägypten ausgezogen. Die Erinnerung soll die Identität und den Zusammenhalt des Judentums bewahren. Besonders Kinder spielen als Nachfolgegeneration eine wichtige Rolle: »Ma nischtana ha'leila ha'se«, fragt der jüngste Sohn beim gemeinsamen Festessen am ersten Pessachtag – »Was ist heute Nacht anders als in anderen Nächten?« Und der Vater erzählt seinen Erben die Pessach-Geschichte >>>

Und stündlich droht die Abrissbirne - Evelyn Hecht-Galinski  - Was ist am kommenden Pessach Fest anders als an allen anderen vorhergehenden? Israel säubert und entrümpelt die Schränke. Nebenbei wird palästinensisches Land „gesäubert“ und enteignet. >>>

 

Uri Shani - Liebe Freunde! Der März ist mit der Premiere unsres neuen Stückes zu Ende gegangen. Es geht um die Aufnahmekommissionen, wie ich schon im letzten Bericht beschrieb. Ich hatte ehrlich gesagt den Brief von David übersetzt, im Glauben, es würde sich jemand empören und etwas dazu schreiben, aber leider erhielt ich keine Reaktion. Unsere Gruppe ist immer noch hebräisch-arabisch-russisch, wie letztes Jahr, aber ein paar der Mitglieder sind neu. Es ist immer noch eine pluralistisch offene Gruppe, auch was die politischen Ideen anbelangt, wir arbeiten also zusammen, obschon die einen die Zwei-Staaten-Lösung für realistischer halten, die andern einen bi-nationalen Staat propagieren, und wieder andere gar nichts mit Nationen zu tun haben wollen. So war es also möglich, die erste Aufführung an der jährlichen Tarabut-Konferenz zu machen. Dies ist eine ziemlich neue politische Bewegung (http://www.tarabut.info/en/home), die verschiedene Kämpfe von Unterdrückten auf eine gemeinsame Plattform zu bringen versucht. In dieser Bewegung gibt es Aktivisten gegen die Häuserzerstörungen in Wadi Ara, in Yaffa, im Negev, in Kfar Shalem, natürlich auch Aktivisten gegen die Okkupation von Westjordanien und gegen die Belagerung von Ghaza usw. Für unsre Gruppe ist dies ein passender Platz, und noch mehr für unser neues Stück, in dem drum geht, dass es heute viele Dörfer gibt (mit der Bezeichnung: "Kibbutz", "Moshav", "Yishuv kehilati", "Mitzpe" usw.), die auf Hunderten oder sogar Tausenden von Hektaren sitzen, und schon seit Jahrzehnten selber darüber beschließen, wer sich in ihrem Dorf ein Haus kaufen oder bauen dürfe. Dabei werden normalerweise alleinerziehende Mütter, Homosexuelle, Behinderte, Äthiopier, usw. Angewiesen, Araber werden auf keinen Fall aufgenommen. Dies ist insbesondere ironisch, weil diese Ländereien ja ursprünglich von den Arabern selber weggenommen wurden, und heute eine arabische Stadt keine Möglichkeit hat, neue Quartiere zu bauen. >>>

 Hier ein Videoauszug aus der ersten Aufführung in Yaffo, anlässlich der Tarabut-Konferenz

Sonderseite -  Uri Shani >>>

 
 
 

FREE GAZA MOVEMENT: Launch cargo ship from Ireland   - Yesterday the Free Gaza Movement bought a 1200 tonne cargo ship at an auction in Dundalk, Ireland. - The vessel had been impounded a year ago following an inspection by the International Transport Federation (ITF) which found that its’ owners had exploited it’s Lithuanian crew members- not paying their wages and subjecting them to humiliating treatment. ITF Inspector and SIPTU organiser Ken Fleming said, ‘We are pleased to announce that this vessel which was used to subject workers to modern day slavery, will now be used to promote human rights for the people of Palestine’. The Free Gaza Movement now owns four ships including three passenger vessels. Free Gaza’s ships will take part in an international flotilla taking humanitarian aid to the besieged Gaza strip this May. Passenger and cargo ships are also being organised by the Turkish humanitarian organisation I.H.H., and by groups in Greece, Sweden, Malaysia and Belgium. >>>

Free Gaza Movement >>>

 
 

Phyllis Bennis and Remi Kanazi discuss the way poetry, art and culture help change minds over the Palestinian/Israeli conflict.
 

 


2.4.2010
 

 

Bildquelle .Bitte die Bilder anklicken
 
 

Schwedischer Pensionsfonds streicht israelische Firma aus Portfolio - Norwegischer Ölfonds schon 2009 - Elbit rüstet Sperranlage im Westjordanland mit Überwachungsanlagen aus ) - Nach dem norwegischen Ölfonds ziehen auch die schwedischen Pensionsfonds ihre Beteiligungen an der israelischen Elektronikfirma "Elbit" aus moralischen Gründen zurück. >>>

Sonderseite: Boykott israelischer Produkte - Waren aus Israel und den illegalen Siedlungen n >>>

 

Die israelischen Atomwaffen und ihre Bedeutung für die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten  - Clemens Ronnefeldt - (pdf) „Israel wird nicht als erstes Land Atomwaffen in der Region einführen“, so haben immer wieder israelische Ministerpräsidenten die offizielle Sprachregelung ihres Landes verkündet. 1975 ergänzte Premier Yitzhak Rabin: „Wir können es uns aber auch nicht leisten, die zweiten zu sein“ (1). Zur Geschichte des israelischen Atomprogramms - Vier Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges und der Shoah suchten 1949 israelische Wissenschaftler im Auftrag der israelischen Streitkräfte nach Uran in der Negev-Wüste. Im September 1956 unterzeichneten Israel und Frankreich ein Geheimabkommen, dem zufolge Frankreich einen Reaktor zur Plutoniumgewinnung bei Dimona bauen sollte. Alle Mitglieder der israelischen Atomkommission traten daraufhin mit Ausnahme des Vorsitzenden zurück, weil sie nicht bereit waren, an einer militärischen Atompolitik mitzuwirken. >>>

Israel und seine Waffen - Die  Atombombe und mehr ... >>>

 
 

Wie Israel sein Wasser verschwendet und kaum dazu lernt - Israel hat viele Probleme, eines davon ist das Wasser. Während in den Palästinensergebieten chronischer Wassermangel herrscht, gehen die Israelis verschwenderisch mit der lebenswichtigen Ressource um.(...) In den Palästinensergebieten herrscht immer chronischer Wassermangel. Jeder Palästinenser muss im Durchschnitt mit einem Viertel dessen auskommen, was der Nachbar in Israel oder in den Siedlungen konsumiert. Die Weltbank macht in einem Bericht dafür sowohl das Missmanagement der Palästinensischen Autonomiebehörde als auch die Restriktionen Israels verantwortlich. Dazu gehören sowohl die Kontrolle von Wasserquellen als auch eingeschränkte Bewegungsfreiheit >>>

Sonderseite - Wasser, das blaue Gold - Der Kampf um das Wasser - Wasserraub >>>

 
 

Millionenteure Drohne knallt gegen Transport-Maschine (...) Die Drohne vom Typ "Heron 1" sollte die Luftaufklärung der Bundeswehr voranbringen. Doch kaum ist das teure Gerät in Afghanistan eingetroffen, ist es nach SPIEGEL-Informationen auch schon Schrott. Die Drohne vom Typ "Heron 1" sollte die Luftaufklärung der Bundeswehr voranbringen. Doch kaum ist das teure Gerät in Afghanistan eingetroffen, ist es nach SPIEGEL-Informationen auch schon Schrott. (...) Warum die erste der drei von der Bundeswehr für drei Jahre geleasten israelischen Drohnen zur Überwachung der Region um Kunduz aus der Luft nach erfolgreicher Landung plötzlich wieder beschleunigte und gegen eine deutsche Transall-Transportmaschine raste, ist bisher unklar. Zwar bekommt die Bundeswehr vom israelischen Hersteller Israel Aerospace Industries nach dem Crash Ersatz, da die Truppe die drei Drohnen für 110 Millionen Euro geleast und nicht gekauft hat. Wann >>>

 
 

Holy Land Christians respond to Israeli police restrictions during Easter celebrations - Holy Land Christians, after hundreds of years of celebrating Easter in Jerusalem as the most important and significant holy week for Christianity, are being denied freedom of worship during this period by the Israeli authorities. Palm Sunday, Good Friday, Holy Fire Saturday, and Easter Sunday are the holiest days celebrated in Jerusalem by Christians. Holy Fire Saturday has been celebrated in Jerusalem as far back as 1106 AD. The celebrations have been governed for the past decades by the status quo of 1852 covering the processions within the boundaries of the Holy Sepulcher Church, in addition to traditions by the local community and pilgrims in its vicinity. Tradition during this holy day claims the right for the local community to wait for the Holy fire on the roof of the Greek Orthodox Patriarchate. For generations Palestinian Christians have been welcoming and making space for visiting pilgrims in the plaza of the Holy Sepulcher. >>>

 
 

Palestinians celebrate land day in the West Bank city of Beit Sahour.
 

 


1.4.2010
 

 

Regierungsbilanz für Israel: Netanjahu, der sture Falke - Ein Jahr ist die konservative Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nun an der Macht in Israel. Für den Friedensprozess in Nahost war es ein verlorenes Jahr. -  Von Theresa Breuer - Die starke Hand, oft zusammengeballt zur Faust, demonstriert der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerne. Zum Beispiel vergangenes Jahr, als er vor den Vereinten Nationen in New York sprach. Die Weltorganisation sei parteilich, zürnte Netanjahu, weil sie es tags zuvor Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad gestattet habe, Israels Vorgehen gegen die Palästinenser im Gazastreifen als Völkermord zu bezeichnen. "Haben Sie keine Scham?", rief er den Vertretern der 192 Mitgliedsländer zu. "Wollen Sie an der Seite Israels stehen oder an der Seite von Terroristen?" >>>

Analyse: Ein Jahr Netanjahu - Auf der internationalen Bühne hat Israels Premier viel Vertrauen verspielt - Erleichterungen für die Palästinenser blieben nahezu unbemerkt - Die Welt stöhnte auf, als vor einem Jahr Benjamin Netanjahu zum zweiten Mal in Israel die Zügel in die Hand nahm. Mit seinem Rechts-Links-Bündnis mit Orthodoxen, der ultrarechten Partei seines Außenministers Avigdor Lieberman und der linkskonservativen Arbeitspartei unter Verteidigungsminister Ehud Barak, verfügt Netanjahu über eine fast unstürzbare Koalition. >>>

Kompromisslos: Benjamin Netanjahu - Die Aussicht auf Friedensgespräche mit den Palästinensern war nicht besonders gut, als Benjamin Netanjahu vor einem Jahr zum Ministerpräsidenten gewählt wurde. Sie hat sich bis heute nicht verbessert - im Gegenteil. >>>

Freundschaft mit Schattenseiten - Die deutsch-israelischen Beziehungen werden gerne als wichtig und eng bezeichnet. Doch ein Jahr nach dem Amtsantritt von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gibt es leichte Verstimmungen. In Berlin ist man mit Kritik an Israel in der Regel zurückhaltend. Deutschland versteht sich aus historischer Verantwortung als treuer Freund und Verbündeter Israels und wird in Jerusalem auch so wahrgenommen. Man trifft sich zu regelmäßigen Regierungskonsultationen – zuletzt im Januar in Berlin. Israelische Politiker, sowohl von der Regierung als auch von der Opposition, sind in Berlin gern gesehene Gäste, und Bundesaußenminister Guido Westerwelle drückt sich auch nicht vor einem gemeinsamen Foto mit Israels ungeliebtem Außenminister Avigdor Lieberman. >>>

Netanyahu's Days May Be Numbered - George S. Hishmeh – Believe it or not, Benjamin Netanyahu may be coming back to Washington next weekend. The Israeli prime minister has apparently wiped the spit – – not rain – – off his head, which he earned after his stressful encounter with President Barack Obama last month on ending illegal Israeli settlement construction on occupied Palestinian land, especially in East Jerusalem where the Palestinians hope to establish their capital. >>>

Die jetzige Knesset ist die rassistischste der israelischen Geschichte -  Jack Khouri, Dana Weiler-Polack - Die israelische Regierung hat  mindestens 21 Gesetzanträge verabschiedet,  in denen die arabischen Bürger des Landes diskriminiert werden. Das macht die jetzige Knesset zum rassistischsten israelischen Parlament seit der Gründung des Landes >>>

 
 

Solidarisch mit Friedenskräften - Die menschenrechtspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag Annette Groth antwortete am Dienstag auf den Brief 100 linker Israelis an die deutsche Linkspartei (jW vom 27./28. März) - (…) Die Entwicklungen der letzten Zeit zeigen leider wieder einmal mehr, daß weltweit der politische Wille fehlt, selbst auf gravierende Verletzungen internationalen Rechts durch die israelische Regierung mit entsprechenden Maßnahmen zu reagieren. Ein Beispiel für das politische Versagen westlicher Politik ist die stillschweigende Hinnahme der mittlerweile Jahre andauernden Abriegelung der Bevölkerung des Gazastreifens. (…) Sowohl die Siedlungspolitik als auch die Abriegelung Gazas als Kollektivstrafe gegen die Zivilbevölkerung, um nur zwei Beispiele zu nennen, sind eine Verletzung der Vierten Genfer Konvention. >>>

Israelpolitik: Ein offener Brief an die LINKE >>>

 
 

Dies ist die Übersetzung eines aktuellen Aufrufs des liberalen New Israel Fund in den USA, der sich für eine freie, pluralistische, religigiös tolerante israelische Gesellschaft und Staatsform einsetzt und dazu auch zahlreiche konkrete Maßnahmen in Israel unterstützt und durchführt (Unterhalt von Schulen, Ausbildungsplätzen, Reisen, religiöse Unterrichtung im Geiste des Reformjudentums etc.pp.) - Aufruf zur Rettung der israelischen Demokratie - Sehr geehrter Herr Premierminister Netanyahu, Wir* sind zutiefst besorgt. Israel ist zu Recht stolz auf seine Demokratie und seine Mitgliedschaft in der Gruppe von Nationen, die Gerechtigkeit, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit hoch hält. In den letzten Monaten ist ein beunruhigendes Bild entstanden durch einen nationalistischen Extremismus [in Israel, Anm.], der Meinungsverschiedenheiten zu unterdrücken sucht und dadurch die israelische Demokratie zu erodieren droht. Die Bedrohung ist nur allzu klar, wenn man die folgenden Aspekte miteinander verbindet >>>

 
 

Ruedi Knutti Webmaster www.nahostfrieden.ch - Liebe Palästina-Solidarische - Friedlich sollten sie sein, die PalästinenserInnen - höre ich noch immer wieder in unserer, vergleichsweise so ruhigen Schweiz. Ein Antwort darauf hat kürzlich der israelische Prof. Neve Gordon gegeben (siehe attached - pdf) Am letzten Sonntag, Palmsonntag, machten sich 200 PalästinenerInnen unterstützt von Israelis und Internationalen friedlichen, mit Esel und Palmzweig von der Geburtskirche in Bethlehem  auf den Weg nach Jerusalem...

Was dabei herauskam (kommen musste nach israelischer Logik) siehe unten auf 2 Youtube videos
Wer mehr über und von Mazin Qumsiyeh, einem der Initianten wissen möchte >> www.qumsiyeh.org/rightsblog2010

 Palm Sunday protest in Bethlehem 28.03.2010

Around 200 Palestinians, Israelis and internationals walk from the Nativity Square to the direction of Jerusalem, against the restrictions imposed by the Israelis especially restrictions on the right to worship and freedom of movement as many Christians will not be able to go to Jerusalem to celebrate Easter in Jerusalem. The crowd managed to outnumber and surprise the Israeli soldiers and security forces at Bethlehem checkpoint and managed to walk through. After having walked 300 meters on the road to Jerusalem, they were stopped by Israeli soldiers. After having declared the march over and as they were walking back to Bethlehem, Israeli soldiers attacked the crowd and violently arrested around 15 persons, among them a Palestinian cameran, an Israeli photographers, members of the popular committee from Al Ma'sara, and staff from Holy Trust.

Neve Gordon - Palästinas friedlichen Protest brechen - (pdf) Ich werde oft gefragt, warum die Palästinenser keine Friedensbewegung wie Peace Now gebildet haben. Diese Frage ist problematisch, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgeht, so von der Vorstellung, dass eine Symmetrie zwischen beiden Seiten besteht und dass Peace Now eine politisch wirkungsvolle Bewegung gewesen ist. Am wichtigsten allerdings ist die falsche Annahme, dass es den Palästinensern nicht gelungen sei, eine breite Friedensbewegung zu schaffen. Im September 1967, drei Monate nach dem entscheidenden Krieg, während dessen die West Bank, der Gaza Streifen und Ostjerusalem besetzt wurden, beschlossen die palästinensischen Führer eine Kampagne gegen die Einführung >>>


Defying the Wall, Palm Sunday demonstrators break out of Bethlehem - Kimmy and Stefan - Echoing Jesus’ ride through into Jerusalem about two thousand years ago, crowds of people waving palm branches accompanied riders on a pony and two donkeys through a checkpoint between Bethlehem and Jerusalem on Sunday, the Christian festival of Palm Sunday. The march began with a small group at Manger Square in central Bethlehem. As the crowd, accompanied by music and carrying signs or Palestinian flags, moved through the town, more and more people joined until it numbered about 150 Palestinians, Israeli activists, journalists and internationals. >>>

 

 
 

Iran, Israel und USA – Hintergründe zur Konfliktregion Naher und Mittlerer Osten - Clemens Ronnefeldt (pdf) - Nach dem ersten Toten in Israel seit Ende des Gazakrieges 2008/2009, einem thailändischen Arbeiter, der am 18.3.2010 durch einen Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen auf einen Kibbuz ums Leben kam, stehen die Zeichen im Nahen und Mittleren Osten weiter auf Konfrontation und Eskalation: „Israelische Politiker forderten sogleich eine harte Vergeltung. `Dies ist eine ernste Eskalation´, sagte Vize-Premier Silwan Shalom, `die Antwort wird besonders heftig werden, und ich hoffe, die Hamas lernt ihre Lektion´“, berichtete die Süddeutsche Zeitung am 19.3.2010. Wie bereits beim Gazakrieg 2008/2009 sieht die israelische Regierung auch aktuell den Iran als hauptverantwortlich für die Bedrohung Israels >>>

 
 

Palestine's 'Turbulent Priest' Delivers Blistering Easter Message - Stuart Littlewood – Fr Manuel Musallam recently retired at the age of 71 after serving as the parish priest of the Holy Family Church in Gaza for 14 years. For most of that time the Israelis would not allow him to visit his family and friends in the West Bank. So, in spite of failing health, he soldiered on through the devastating siege and the murderous blitzkrieg. I was privileged to meet a couple of years ago and I just love the way this man speaks out. He doesn't mince words. He tells it the way it is, with truth and style. Retirement hasn’t silenced him or dimmed his perceptions. >>>

 
 

Tuesday marked the 34th year since six Palestinian activists were tragically killed allegedly by Israeli troops during a demonstration against Israeli occupation. It is a day remembered annually as the Palestinian Land Day.
 

 


31.3.201000
 

 

Troops open fire at Land Day Protest in central West Bank, civilians injured including a journalist -  A number of civilians were injured, among them one journalist, on Tuesday as Israeli troops opened fire at a Land Day protest in Budrus village, central West Bank. >>>

One Killed, 16 Injured One Critically During Land Day Protests In The Gaza Strip - In one of the Protests people gathered at the Israeli-bulit wall near the International airport in Rafah city, southern Gaza Strip. Troops opened fire at civilians killing 15 year old Mohamed Al Faramawi. >>>

2010 Land Day Against Apartheid and Settlement Expansion - “34 years have passed since Israeli military killed 6 Palestinians in 1976 during peaceful protests over the confiscation of 5500 acres of Palestinian land, a confiscation carried out to facilitate the “Judaization” of the Galilee region." "The Israeli actions that are carried out represent a process of ethnic cleansing against the Palestinian people of East Jerusalem. What we can still testify to today is land confiscation, settlement expansion, arbitrary policies and movement restrictions imposed on Palestinians,” said Dr. Mustafa Barghouthi, Secretary General of the Palestinian National Initiative on the eve of the 34th anniversary of Land Day. >>>

Palästinensisches Land Day: Der Non-Violent Struggle Continues - In der anlässlich der palästinensischen Land Tag mehrere nicht-gewalttätigen Demonstrationen während der Woche stattfinden werden: 30. März 2010: Land Day: Qarawet Bani Zeid Freitag 2 März 2010: Bilin, Nilin, Ma'sara, Nebi Saleh, Sheikh Jarrah  >>>

 
 

”Sie sind Weiße wie wir, und die Menschen, die sie töten … sind Araber”  - Cynthia McKinney - Dieses Stück Aufklärung kam mit einem Schulterzucken am Ende der ersten Sitzung des kürzlich gebildeten Russell Tribunals über Palästina. Es war nicht Teil der offiziellen Verhandlung, weil es in der Vorhalle geäußert wurde, direkt außerhalb des Hörsaals des eleganten Hauses der Anwälte in Barcelona, wo das Tribunal tagte. Die Person, die dies äußerte, war kein offizieller Experten-Zeuge – aber er war ein Europäer, der die Art von Denken verstand, die Europäer mitschuldig machte, nicht nur bei Israels Verbrechen gegen das palästinensische Volk, sondern auch bei der Straffreiheit für Israel. Das Russell Tribunal über Palästina ist von der Bertrand-Russell-Friedensstiftung organisiert worden und hat lokale Organisationskomitees an allen Orten, wo es tagen wird: Europa, England, Südafrika und USA. Das Tribunal wird als nächstes in London zusammentreten, dann in Südafrika, um über die besondere Art der israelischen Apartheid nachzudenken. >>>

 
 

Charlotte Knobloch gegen antisemitische Gleichsetzung von Israelis und Juden - Thomas Immanuel Steinberg - Unablässig versucht der israelische Staat, den Juden der Welt einzureden, Israel sei auch ihr Staat. Unablässig propagiert der israelische Staat, er sei der jüdische Staat, der Staat der Juden, und nicht der Staat seiner Bürger, zu denen doch auch die, freilich von Staats wegen diskriminierten, israelischen Palästinenser zählen. Unablässig ergreifen deutsche jüdische Gemeinden, deutsche jüdische Gemeindesprecher und prominente deutsche Juden Partei für den Massakerstaat Israel und diffamieren als Antisemit, wer dessen Verbrechen anprangert. Diesem unsäglichen Dreck, täglich aus vollen Rohren in alle Welt geballert, stellt sich nun eine Frau entgegen, der ich soviel Klugheit und soviel Mut nie zugetraut habe: die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch.>>>

 
 

Naomi Klein, Gegnerin der israelischen Staats- und Regierungspolitik in Toronto, Kanada, ist eine der Hetzpropaganda-Zielscheiben des israelischen Re'ut Institute. Zur Auseinandersetzung siehe Muzzle Watch mit weiterführenden Links. Siehe auch Unterminierung und Toronto mit weiterführenden Links - gefunden bei Thomas Immanuel Steinberg

 
 

The Israeli press reports that the strife between Israel and the United States concerns something far bigger than the proximity talks with the Palestinians.
 

 


29.3.2010
 

 

»Die Nase voll« - Arabischer Gipfel deutlich und einmütig gegen Israels Siedlungspolitik. Dialog mit Iran und Türkei angestrebt - Karin Leukefeld - Mit seltener Deutlichkeit und Einigkeit verurteilte der 22. Arabische Gipfel Israel und dessen Siedlungspolitik. Schon im Vorfeld war das Treffen am Wochenende in Sirte (Libyen) als »Jerusalem-Konferenz« bezeichnet worden – ein Hinweis auf die Sorge, die das aktuelle Vorgehen Tel Avivs in Ostjerusalem bereitet. Insbesondere der anhaltende Bau von weiteren Wohneinheiten sowie der unverhohlen geäußerte Anspruch auf die Metropole hatten die Unmut gesorgt. Nun beschloß die Arabische Liga, der 22 Länder angehören, ein Hilfsprogramm in Höhe von 500 Millionen US-Dollar für die Palästinenser in Ostjerusalem aufzulegen.  >>>

Gipfel der Arabischen Liga in Libyen - Taktische Ränkespiele in Nahost - Susanne Knaul - Auf dem Gipfel der Arabischen Liga in Libyen herrscht starke Skepsis gegenüber dem Friedensprozess. Man spricht gar mit einem Scheitern und begründet das mit dem Siedlungsbau. >>>

Arab leaders condemn Israeli policy  - Arab leaders have expressed their total rejection of Israel's settlement policy in occupied East Jerusalem at the end of a two-day regional summit in Libya. Regional leaders issued the statement on Sunday after the final session of an Arab League summit in the northern city of Sirte. >>>

Bild links - Freunde Palästinas - Es gibt 5 neue Plakate aus dem Jahr 2010 -  Ab sofort bei den "Freunden Palästinas" zu erhalten >>>

 
 

Hört endlich auf, die Israelis zu finanzieren! - Justin Raimondo - Wenn Israels Ministerpräsident Benyamin Netanyahus Rede vor der AIPAC-Konferenz für die USA kein Grund ist – endlich – zu erklären, dass sie jetzt von den „besonderen Beziehungen“ die Schnauze voll haben, dann zählt gar nichts mehr.  Nachdem sie den Vizepräsidenten der USA mit der Ankündigung , es seien neue „Siedlungen“ im Werden, überfallen haben, brachte der Ministerpräsident seinen anti-amerikanischen Jihad direkt vor die Tore des Feindes in Washington D.C., wo er herauf beschwor, was  Politikanalytiker Justin Logan bissig als den „ Irrtum  von 39“ nannte. „Vor 75 Jahren steckten viele Führer rund  um die Erde ihren Kopf in den Sand. Unzählige Millionen starben in dem darauf folgenden Krieg. Schließlich halfen zwei der größten Führer der Geschichte,  das Blatt zu wenden. „Franklin Delano Roosevelt und Winston Churchill halfen, die Welt zu retten. Aber sie waren zu spät dran,  sechs Millionen meines eigenen Volkes zu retten. Die Zukunft des jüdischen Volkes kann   nicht vom guten Willen selbst der größten Männer abhängen. Israel muss immer das Recht haben, sich selbst zu verteidigen“. Für Israel zählt immer 1939, und der Holocaust wird immer  als Rechtfertigung  für alle Brutalitäten dienen, mit denen sie  im Augenblick Augenwischerei betreiben; man muss allerdings fragen, ob die Israelis so verdammt unabhängig gesonnen sind: warum fangen sie nicht an, ihren Staat alleine zu „verteidigen“? Das würde heißen, wir könnten die Milliarden, die wir ihnen senden – für den wirtschaftlichen Aufschwung  und die militärische Hilfe ,  von den  >>>

 
 

Rezension von  Dr. Ludwig Watzal - englisch - The Invention of the Jewish People - In his speech before the yearly convention of the American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), Israel´s Prime Minister Benyamin Netanyahu referred many times to rights of „the Jewish people“ to settle anywhere in “the Land of Israel“ when he talked about Israel and its Occupied Palestinian Territories (OPT) including East-Jerusalem. Perhaps he has not read Shlomo Sand´s book “The Invention of the Jewish People“ and if he had read it, he had banished it from his mind. A "Jewish people" has not existed, it was an invention, and consequently there could be no exile. >>>

The Invention of the Jewish People - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - deutsch - Ein „jüdisches Volk“ gebe es nicht; es sei eine Erfindung, folglich konnte es auch kein Exil geben. Dies ist in Kürze die zentrale These des Buches des israelischen Historikers Shlomo Sand, der Europäische Geschichte an der Universität in Tel Aviv lehrt. Alle schönen biblischen Geschichten sollen Legenden sein? Der Auszug aus Ägypten, das Babylonische Exil, die Römische Besatzung samt Zerstörung des Zweiten Tempels und die dazugehörige Vertreibung sowie die glorreiche Rückkehr nach 2000 Jahren nach „Zion“ unter der zionistischen Bewegung. Sand weist fast alle diese religiösen Legenden zurück. >>>
 

 Slomo Sand - Changing perspectives on Israel

 
 

Arthur Cohn – Unter Dauerbeschuss - Abraham Melzer - Israel hat nur noch wenige Fürsprecher, bedauert der weltberühmte Filmproduzent und Oskarpreisträger Arthur Cohn weinerlich und zynisch, auch das Weiße Haus wendet sich ab. Zu Unrecht meint Cohn – zu Recht meinen wir. Es ist immer wieder erstaunlich und beschämend festzustellen, wie weit die Chuzpeh mancher Juden (oft und immer öfter auch Nichtjuden) geht, wenn es darauf ankommt, Israel  in Schutz zu nehmen und den Kritikern Sand in die Augen zu streuen, damit sie die wahren Schandflecken des Staates nicht sehen. Cohn gehört zu dieser Gruppe von unverbesserlichen ultrarechten Zionisten, die schamlos und skrupellos die Wahrheit verdrehen, um aus Schwarz Weiß bzw. aus Unrecht Recht zu machen. Antiisraelische Stimmungsmache ist für ihn meist auch antisemitisch, Antizionismus ist für Antisemitismus. Darüber noch aufzuklären ist vergebene Liebesmühe, denn Leute wie Cohn, die >>>                                               DerSemit >>>

 
 

AIPAC: Telling a Whopper  - It was quite a story that AIPAC wanted to tell. - Stephanie Westbrook - The theme of this year's annual policy conference for the American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) was 'Israel: Tell the Story.' And it was quite a story that AIPAC wanted to tell. The conference aimed at imparting to the over 7000 attendees 'an intimate understanding of the many ways that Israel is making the world a better place,' with a focus on peacemaking and innovation. According to the AIPAC web site, conference goers will also 'meet Israelis who rush to the scene of natural disasters in far away lands because they believe that to save one life is to save the whole world.' No mention was made of the 1400 people killed during the Israeli assault on Gaza. Against a backdrop of creative blends of US and Israeli flags and icons, the three-day conference in Washington DC included plenary speeches by former Israeli Foreign Affairs Minister Tzipi Livni and Secretary of State Hillary Clinton, whom, according to journalist MJ Rosenberg, delegates were warned in advance not to boo or hiss >>>

 
 

 Cowardliness of Israeli soldiers
In Jerusalem kursiert ein kleines Video, das zeigt, wie auf der Via Dolorosa sich zwei israelische Soldaten durch Rufe eines jungen Palästinensers irritieren und in die Flucht schlagen lassen: http://www.youtube.com/watch?v=Id1me8m7tEk – in gewisser Weise ein Beispiel von gewaltlosem „Widerstand“, aber auch ein Beleg für die Hilflosigkeit auch in den israelischen Truppen - Linktipp von P.R.

 

 


28.3.2010
 

 

Bil’in an die Arabische Liga: Wir brauchen Aktionen, nicht Worte - Trotz Militäranordnung und strömenden Regens versammelten sich die Bewohner von Bil’in wie jeden Freitag  zu ihrem Protest  gegen die Mauer. Sie widersetzten sich damit zum zweiten Mal einer Order des Militärkommandanten, die  Bil’in und die nähere Umgebung, in der die Demonstration stattfindet, freitags zur geschlossenen militärischen Zone erklärt. Die israelische Besatzungsarmee war hinter Betonblöcken an der Mauer stationiert und feuerte Tränengas und gummiummantelte Stahlkugeln auf die Demonstranten, die ihr Land auf der anderen Seite der Sperranlage erreichen wollten. Dichte Tränengaswolken führten bei dutzenden von Protestern zu Atemproblemen. Das Bürgerkomitee forderte die Arabische Liga auf, bei ihrem Gipfel in Lybien konkrete Schritt zum Schutz der palästinensischen Bevölkerung gegen Israels Besatzung einzuleiten. Dazu gehöre die Unterstützung für den Goldstone Bericht und die Bewegung für Boykott und Sanktionen gegen Israel. >>>

Arabische Liga will Israel noch mehr isolieren (...) «Wir haben nichts erreicht, und das hat es Israel erlaubt, 20 Jahre lang seine Politik zu verfolgen.» (...)  Erdogan fordert Massnahmen - «Heute ist nicht der Tag, um untätig zu trauern, sondern wir müssen dagegen etwas unternehmen», erklärte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan
 
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Israel condemned at Arab summit - Regional leaders meeting in Libya have been united in their condemnation of Israel's settlement activity in occupied Palestinian land. The Arab League summit began on Saturday in the Libyan city of Sirte, with Amr Moussa, the Arab League chief, warning that continued Israeli settlement building would end efforts to revive the Middle East peace process. "We have to study the possibility that the peace process will be a complete failure," Moussa said in his opening speech to the two-day annual summit. >>>

'Arab summit is political theatre' - As'ad AbuKhalil - Arab leaders are currently meeting in Libya in a ritual summit held almost annually since the end of the Second World War. Although the League of Arab States (also commonly referred to as the Arab League) was established in 1945, it was not until 1964 that member states met for the first time at the Cairo headquarters to discuss the Israeli threat - to water resources. >>>

Arab League summit opens in Libya - Erdogan slams 'united Jerusalem' - (...) Turkish Prime Minister Recep Tayyip Erdogan told conveners that Israel is unwise to consider Jerusalem its united capital. "This is madness and does not commit us in any way," Erdogan said. "Jerusalem is the apple of each and every Muslims' eye ... we cannot accept any Israeli violation against Jerusalem or Muslim holy sites." The Turkish premier said Israel's decision to build a 1,600-home expansion to an East Jerusalem settlement on occupied Palestinian land was "not acceptable and has no justification." >>>

 
 

Die jetzige Knesset ist die rassistischste der israelischen Geschichte -  Jack Khouri, Dana Weiler-Polack - Die israelische Regierung hat  mindestens 21 Gesetzanträge verabschiedet,  in denen die arabischen Bürger des Landes diskriminiert werden. Das macht die jetzige Knesset zum rassistischsten israelischen Parlament seit der Gründung des Landes – nach einem am Sonntag von zivilen Rechtsgruppen veröffentlichten Bericht. Die Koalition gegen Rassismus und das Mossawa-Centrum, das sich für Gleichheit engagiert, behauptet, die vorgeschlagene Gesetzgebung versuche, Israels  arabische Bürger zu entrechten, indem sie ihre zivilen Rechte reduziert. Die Daten des Berichts zeigen, dass es 2008 11 Gesetzesvorlagen vor der Knesset gab, die man als rassistisch bezeichnen kann, 2009 waren es 12. 2010 behaupten die Autoren der Berichte, dass  nicht weniger als 21 >>>

 
 

Kommentar: Israel will die Palästinenser in die Gewaltspirale stoßen -  Amos Godberg - Israel hat in den letzten Monaten eine bittere Schlacht gegen die Menschenrechtsaktivisten und den gewaltfreien Kampf von Juden und Arabern gegen die Besatzung  gefochten. Zu diesem Zweck hat der Staat die fragwürdigsten Mittel eingesetzt. Sie greifen an allen Fronten an, und es ist kaum zu glauben, dass ihre Aktionen nicht die offizielle Politik vertreten. Ohne dass die Bürger es merken, wird so die israelische Demokratie zu einer „Demokratie“ wie in Russland und Ägypten. Es begann mit Schikanen und  ungerechtfertigten Verhaftungen der Führer der Bilin und Na’alin- Demonstrationen. Wenn diese nicht ihren gewünschten Effekt haben, erklärt das Militär  freitags das Gebiet der Dörfer zu einer geschlossenen militärischen Zone. In den nächsten sechs Monaten wird jeder, der durch dieses Gebiet geht, um zu demonstrieren, angeklagt werden, weil er eine >>>

 
 

PALESTINE ON MY MIND - 26 Zeugnisse aus unserer Zeit war, auf der Leipziger Buchmesse ein Erfolg. Anlässlich einer gut besuchten Lesung mit Ruth Fruchtman, aber auch am Messestand.

Heiko Flottau, ehem. Korrespondent der Süddt. Zeitung schrieb dazu: "Ein überzeugendes und sehr notwendiges Buch, welches die deutsche Politik zum Umdenken bewegen sollte"
Aber, nicht nur deutsche Politik kann - und sollte -  umdenken, auch zahlreiche Menschen um uns herum, anständige, respektable Menschen, blieben bisher allzu unberührt für die uns alle betreffende Frage nach einem so notwendigen Nahost-Frieden. Für sie, ungezählt als Nachbarn, Freunde, Kolleginnen und Kollegen, Familienangehörige, für Sie liegt nun ein Geschenkbuch vor, nicht nur ein Geschenk für die zu Beschenkenden, sondern auch für die bedrohten und normaler Lebensumstände bedürftige Palästinenser.

Ein gerechter Friede in Nahost, er geht uns alle an, er betrifft auch uns. Das Buch PALESTINE ON MY MIND  will nicht belehren, sondern legt, in 26 Beiträgen und einer Einleitung von Yakov Rabkin aus Montreal, Zeugnis ab von Empathie, Engagement und Geschwisterlichkeit - mit den Menschen Palästinas.  Der Erfolg in Leipzig legt den Gedanken nach, dass dieses Buch sehr schnell eine zweite Auflage nötig machen wird. - Die Menschen in Deutschland (und in ganz Europa) haben sicherlich gerade nach dem Massaker in Gaza das Bewusstsein gewonnen, dass Palästina und die Palästinenser unser aller Interesse verdienen.

Das Buch: 232 Seiten, 16 Seiten s/w Fotos aus Dokumenten: 100 Jahre Palästina, kartoniert, für 18 Euros, über jede gute Buchhandlung zu beziehen wie auch über den Semit Verlag   info@dersemit.de, sowie bei Amazon.

 
 

Der Gang nach Canossa -  Uri Avnery - IM JANUAR 1077 ging König Heinrich IV. nach Canossa. Er überquerte barfuss die schnee- bedeckten Alpen, trug ein  härenes Mönchsgewand  und erreichte die norditalienische Festung, in der der Stellvertreter Gottes  sich verschanzt hatte. Papst Gregor VII.  hatte ihn  nach einem Konflikt über die Einsetzungsrechte von Bischöfen im Deutschen Reich exkommuniziert. Die Exkommunikation gefährdete die Stellung des Königs, und er entschied, alles zu tun, damit sie aufgehoben wird. Der König wartete drei Tage lang vor den Toren Canossas, fastete und  trug ein härenes Hemd, bis der Papst bereit war, das Tor öffnen zu lassen. Nachdem sich der König vor dem Papst  hingekniet hatte, wurde der Bann aufgehoben, und der Konflikt wurde beendet – wenigstens für einige Zeit. IN DIESER Woche ging Netanyahu nach Canossa in die USA, um zu verhindern, dass der Papst Obama I.  über ihm einen Bann  ausspreche. Im Gegensatz zum deutschen König ging Bibi I. nicht barfuß durch den Schnee, wechselte auch  seinen teuren Anzug  nicht mit einem härenen Mönchsgewand und verzichtete nicht auf seine üppigen Mahlzeiten. Aber auch er war gezwungen, mehrere Tage lang vor den Toren des Weißen Hauses zu warten, bevor der „Papst“ sich herabließ, ihn zu empfangen. Der deutsche König wusste, dass er den ganzen Preis als Entschuldigung zu zahlen hatte. Er kniete nieder. Der israelische König dachte, er würde billiger davon kommen. Wie er es gewohnt war, versuchte er es mit allen möglichen Tricks. Er kniete nicht nieder, sondern  beugte sich ein wenig. Der Papst ist damit nicht >>>

 


At 10 years old, Sobhi lost his leg to an Israeli missile strike in his homeland of Gaza. Last October a humanitarian organization brought Sobhi to Seattle where he was fitted with a free prosthesis.
 


25.3.2010
 

 

Kein Fototermin im Weißen Haus - Netanjahu beharrt auf Siedlungsbau. Obama verzichtet auf öffentliche Erklärung - Das Timing funktionierte wieder exakt: Gerade, als US-Präsident Barack Obama und Israels Premier Benjamin Netanjahu im Weißen Haus am Dienstag (Ortszeit) über die Lage in Nahost konferierten, wurde bekannt, daß die Verwaltung von Jerusalem den Bau von 20 weiteren Wohnungen im arabischen Ostteil der Stadt bewilligt hat. Das Projekt wird von einem Geschäftsmann in den USA finanziert, der ein altes Hotel abreißen und an dessen Stelle Apartments für Juden bauen will. >>>

"Jerusalem ist keine Siedlung. Jerusalem ist unsere Hauptstadt" -Am 22. März hielt der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine vielbeachtete Rede vor der größten amerikanischen Israel-Lobbygruppe AIPAC (The American Israel Public Affairs Committee - America's Pro-Israel Lobby). Damit stimmte er sich und die Öffentlichkeit auf sein bevorstehendes Gespräch mit US-Präsident Obama am folgenden Tag ein. Unverhohlener konnte Netanjahu den Kurs der israelischen Hardliner nicht vertreten. Die Rede Netanjahus im vollen Wortlaut >>>

Amerikanisch-israelisches Treffen - Siedlungen gegen Frieden  - Frostige Stimmung beim israelisch-amerikanischen Spitzentreffen. Netanjahu kündigte Verzögerung des Friedensprozesses an, falls Forderung nach Baustopp in Ost-Jerusalem nicht fallengelassen wird >>>

Netanjahu will und kann nicht - Gudrun Harrer - General Petraeus klagt, dass die israelische Politik die US-Interessen schädigt - Es geht weder vor noch zurück, der israelisch-amerikanische Karren steckt fest. "Meinungsverschiedenheiten" gab es schon verschiedentlich während der langen und im Laufe der vergangenen Jahrzehnte immer enger werdenden Freundschaft zwischen den beiden Ländern, aber selten eine Situation, in der beide so sehr am Limit dessen angekommen waren >>>

Netanyahu disrupted at Aipac gala - Binyamin Netanyahu, the Israeli prime minister, has been disrupted in Washington DC by activists protesting against Israeli policy in the Middle East. The heckling on Monday came after Netanyahu announced his commitment to Israel's defence at a gala of the American Israel Public Affairs Committee (Aipac), a pro-Israel lobby. Peace activists from Codepink, a group that calls for foreign policies based on diplomacy, not aggression, unfurled banners that read "Netanyahu: Build Peace Not Settlements!" >>>
Codepink Protests Netanyahu inside AIPAC Gala >>>

Netanyahu AIPAC speech disrupted by CodePink activists in settlement protest - Activists with the group Code Pink interrupted Netanyahu’s speech on two occasions with calls to freeze settlement building and end the US-backed blockade of the Gaza Strip. One protester said Israel is guilty of war crimes. Earlier in the day, Code Pink pulled off a hoax by releasing a fake press release in AIPAC’s name calling for a complete freeze on Israeli settlements in the Occupied Territories. Code Pink members also dressed up in suits and handed out copies of the statement >>>

Mideast peace effort is a charade - Ali Abunimah - The problem is that the administration's plan to get to its objective of "two states for two peoples living side by side in peace" looks less credible today than ever. With its aggressive settlement plans, it is clear that Israel has chosen a one-state solution: but it is an apartheid state >>>

 
 

Freispruch für Islamwissenschaftlerin - Erlangen: Sabine Schiffer setzt sich vor Gericht durch - Die Leiterin des Institutes für Medienverantwortung, Dr. Sabine Schiffer, ist am Mittwoch vom Amtsgericht Erlangen vom Vorwurf der »üblen Nachrede« freigesprochen worden. Die zuständige Staatsanwaltschaft hatte der Medien- und Islamwissenschaftlerin Ende 2009 einen Strafbefehl über 6000 Euro oder wahlweise zwei Monate Haft zugestellt. Schiffers Vergehen bestand darin, Konsequenzen aus der Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini am 1.Juli 2009 in einem Dresdner Gerichtssaal gefordert zu haben (jW berichtete). Die Ermordung der jungen Frau durch einen Neonazi und der Schuß eines Polizeibeamten auf den ihr zur Hilfe eilenden Ehemann hatten im vergangenen Jahr vor allem in arabischen Ländern zu Massenprotesten gegen den zunehmenden Antiislamismus in Deutschland geführt. Auch Schiffer hatte Kritik an Polizei und Justiz geübt und die Frage aufgeworfen, ob der Schuß auf den Ehemann El-Sherbinis mit antiislamischen Vorurteilen in Verbindung stehen könnte. Zudem warf sie der Dresdner Justiz mangelnde Sicherheitsvorkehrungen vor.
Entgegen der Staatsanwaltschaft sah das Gericht die Äußerungen durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. >>>

 
 

Widerrede unerwünscht - Linke-Vorstand in Berlin-Pankow setzt Veranstaltung mit Duisburger Genossen und Israel-Kritiker Hermann Dierkes ab - Carsten Albrecht - Erneut ist in Berlin einem bekannten Kritiker der israelischen Politik der Veranstaltungsraum entzogen worden. Diesmal ist es Hermann Dierkes, den bereits im nord­rhein-westfälischen Kommunalwahlkampf 2009 bürgerliche Medien wegen seiner klaren Haltung zur israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik gescholten und des Antisemitismus bezichtigt hatten. Der Linke-Kommunalpolitiker aus Duisburg wollte mit der Aktivistin Sophia Deeg auf Einladung der Basisorganisation »Rote Panke« in den Räumen der Partei Die Linke in Berlin-Pankow über die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten diskutieren und ihr gemeinsames Buch »Bedingungslos für Israel? Positionen und Aktionen jenseits deutscher Befindlichkeiten« vorstellen. Allerdings meinte der dortige Linke-Bezirksvorstand, die für den 30. März geplante Veranstaltung »Der Kampf um einen gerechten Frieden im Nahen Osten geht weiter« verhindern zu müssen. >>>

Man darf Israel kritisieren – Gegen den Rufmord an Hermann Dierkes - Der Bundessprecherrat der Parteiströmung »Sozialistische Linke« verurteilt alle Versuche, Hermann Dierkes, den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Rat der Stadt Duisburg, als Antisemiten zu diffamieren. jW dokumentiert in Auszügen eine von Harri Grünberg erarbeitete ausführliche Stellungnahme >>>

 
 

Russel Tribunal über Palästina - Norman Paech - Vollkommen unbemerkt von deutschen Medien fand vom 1. bis 3. März in Barcelona ein Ereignis statt, welches gerade für die Deutschen von erheblichem Interesse sein sollte. Drei Tage wurde über die Situation in Palästina verhandelt. Vorbild waren die Russel-Tribunale von 1966/67 zur Untersuchung des Vietnam-Krieges und 1974 – 1976 der Situation in Lateinamerika. Damals gab es noch keine internationale Strafgerichtsbarkeit aber es bestand das dringende Bedürfnis, öffentlich die zahlreichen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Vietnam und Lateinamerika zu benennen und die hochrangigen politischen und militärischen Täter zumindest symbolisch zur Rechenschaft zu ziehen. Seit 2002 haben wir nun einen internationalen Strafrechtskodex und ein Internationales Strafgericht in Den Haag. Aber es zeichnet sich nicht die geringste Chance ab, dass die in Palästina seit der Besetzung nach dem Krieg von 1967 begangenen schweren Verstöße gegen das Völkerrecht oder Israels Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Gazakrieges 2008/2009 die notwendige gerichtliche Verantwortung nach sich ziehen werden. Das Gutachten des Internationalen Gerichtshofes vom 9. Juli 2004, mit dem das Gericht die >>>

Nichts als politische Lyrik? - Sind der Lissabon-Vertrag und andere Abkommen für die Europäische Union rechtlich nicht bindend? - Norman Paech - Das internationale Bertrand-Russell-Tribunal klagt das Verhalten der Organisation gegenüber Israels mörderischem Vorgehen im Gazastreifen an - Norman Paech - Nichts scheint Politiker und ihre Regierungen so aufzuregen wie die Verletzung diplomatischer Regeln. Weder der brutale Krieg im Gazastreifen, der gegen alle Regeln des Völkerrechts ein wahres Massaker unter der Bevölkerung angerichtet hat, noch die gnadenlose Blockade des elenden Landstriches, die jeden Wiederaufbau verhindert und die Bevölkerung einer zweiten Bestrafung unterwirft, noch die ständige Ankündigung immer neuer Siedlungsbauten im annektierten Ostjerusalem und dem besetzten Westjordanland haben eine derartige Empörung hervorrufen können, wie die Meldung zur Unzeit, als US-Vizepräsident Joseph Biden gerade auf Good-will-Tour in Jerusalem war >>>

 


24.3.2010
 

 

US: Settlements hurt peace chances - Hillary Clinton, the US secretary of state, has told America's pro-Israel lobby that the building of Israeli settlements in the occupied East Jerusalem and West Bank is preventing peace with the Palestinians. >>>

Netanyahu vor Obama-Treffen- "Jerusalem ist keine Siedlung, es ist unsere Hauptstadt" >>>
Clinton-Rede bei Aipac: Status Quo im Nahen Osten "nicht haltbar" >>>

Schmusen und Schimpfen  - Kommentar von Peter Münch - US-Präsident Obama ist nett zu Israels Premier Netanjahu, der Streit um den Siedlungsbau ist zu den Akten gelegt. Doch klar ist auch: Amerika und Israel verfolgen keinen gemeinsamen Kurs mehr. >>>

Harte Haltung Israels erschwert Gespräche im Weissen Haus >>>

Verhältnis USA-Israel: Ehekrise ohne Scheidung - mit Video >>>

Barack Obama trifft Netanjahu - Donnerndes Schweigen - B. Vorsamer - Nach dem Treffen von US-Präsident Obama mit dem israelischen Regierungschef Netanjahu kam aus dem Weißen Haus: nichts.>>>

Netanyahu firm on Jerusalem - AIPAC - These defiant words came from Binyamin Netanyahu, Israel's prime minister, as he addressed a conference of the American Israel Public Affairs Committee (Aipac) in Washington DC on Monday. His remarks came hours after Hillary Clinton, the US secretary of state, called on Israel to halt all settlement expansion in occupied Palestinian territory. Al Jazeera's Patty Culhane reports from Washington.

Rede des Ministerpräsidenten Binyamin Netanyahu auf der AIPAC Konferenz in Washington (USA), 22.03.2010 - Original-Rede in englischer Sprache >>>

Dazu passt die Stimme Israels: Das israelische Außenministerium hat einen aktuellen, erhellenden Katalog von 17 Fragen und Antworten zum Friedensprozess mit den Palästinensern (FAQ) zusammengestellt. Ab heute finden Sie die Gesamtausgabe der FAQ  hier (pdf) >>>


Norman Finkelstein Responds to Clinton, Netanyahu AIPAC Comments

Weitere Videos mit Norman Finkelstein >>>

Geschwächte Palästinenser - Die Unnachgiebigkeit Israels verhindert nicht nur Frieden in Nahost, sagt Dr. Margret Johannsen vom Institut für Sicherheitspolitik der Universität Hamburg. Es droht auch ein Gesichtsverlust für die USA. Der Nahost-Konflikt schwelt seit Jahrzehnten. Wie würden Sie jungen Menschen hierzulande heute die Lage skizzieren? MARGRET JOHANNSEN: Ich würde sagen, dass es sich bei dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern im Kern um einen Territorialkonflikt handelt, zwei Nationen streiten um Land. Die Israelis haben unaufhörlich daran gearbeitet, ihre Siedlungen auszubauen. Jetzt sieht es so aus, als ob sie in ganz Jerusalem, das sie zu Unrecht nur als ihre Hauptstadt ansehen, Fakten schaffen wollen. Das können die Palästinenser nicht hinnehmen. >>>

»In arabischen Hauptstädten ist der Ärger groß« - Mit der Duldung der USA gegenüber Israels Besatzungspolitik verprellt Präsident Obama wichtige Verbündete - In der arabischen Welt wird der Streit zwischen der US-Administration und der Regierung Netanjahu über den fortgesetzten israelischen Siedlungsbau in Ost-Jerusalem mit großer Aufmerksamkeit verfolgt >>>

Israels Siedlungspolitik muss "eingefroren werden" - Außenminister Westerwelle über Chancen und Risiken einer Zwei-Staaten-Lösung - Israels Premier Netanjahu beharrt offen auf der israelischen Siedlungspolitik - der deutsche Außenminister beharrt im Deutschlandfunk-Interview auf einem Baustopp als Voraussetzung für Frieden. Sein einziges Druckmittel: der Dialog. >>>          Interview mit Guido Westerwelle, FDP, Bundesaußenminister, zu Nahost MP3 | Flash

Kurzkommentar - Erhard Arendt - Westerwelle sagte: " Wenn man im Nahostprozess etwas bewirken will, dann muss man mit den gewählten und legitimierten Repräsentanten eines Landes auch reden" Das heißt, er redet in Zukunft auch mit der Hamas? Ansonsten ist er, bei ihm nichts neues, unglaubwürdig.

 
 
 
 

Nidal Bulbul - ein Journalist aus Gaza erstattet Bericht (SB) - Interview mit Nidal Bulbul am 26. Februar 2010 in Berlin-Mitte - Nachdem Norman Finkelstein aufgrund der doppelten Ausladung durch die Heinrich-Böll-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung seinen für den 26. Februar geplanten Vortrag in Berlin abgesagt hatte, fand an jenem Abend eine Alternativveranstaltung in der Ladengalerie der Tageszeitung junge Welt statt. Anstelle des US-Akademikers und -Sachbuchautors saßen Hermann Dierkes von der Partei Die Linke, der israelische Friedensaktivist Yahav Zohar und der palästinensische Journalist Nidal Bulbul auf dem Podium, um über den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern zu sprechen. Vor der Veranstaltung hatten die Organisatoren in das Café Die Eins im Parterre des Gebäudes des ARD-Hauptstadtstudios an der Ecke Wilhelmstraße/Spreeufer eingeladen, um der Presse die Möglichkeit zu bieten, die beiden aus der Region stammenden Referenten zur Lage im Nahen Osten zu befragen. Bis auf die Redakteure des Schattenblicks fand sich nur die Nahostexpertin Bettina Marx ein, die mit Yahav Zohar ein Interview führte. >>>

 
 

"Das ist keine James-Bond-Welt" - Alfred Hackensberger - Der israelische Geheimdienstexperte Ronen Bergman über aktuelle Entwicklungen, Hintergründe und Effektivität des legendären Mossad und seine letzte Aktion in Dubai - Der israelische Mossad ist einer der legendärsten Geheimdienste der Welt, um den es in den letzten Jahren etwas stiller geworden war. Die Ermordung des Hamas-Funktionärs Mahmoud al Mabhouh in Dubai (Auftragsmord in Dubai), brachte den Mossad wieder in die internationalen Schlagzeilen, wenn auch mit negativem Unterton. Für den Mord benutzten die Täter echte europäische Pässe. In Israel löste das Attentat dagegen eine Mossad-Mania aus. Der 1949 von Ben Gurion, dem ersten israelischen Premierminister, gegründete Geheimdienst ist momentan so populär wie selten zuvor. Mit Dr. Ronen Bergman sprach Telepolis über aktuelle Entwicklungen, Hintergründe und Effektivität des israelischen Geheimdienstes. Er ist einer der führenden Sicherheits- und Geheimdienstspezialisten Israels, (...) Da wären wir abschließend bei der Moral und Ethik von gezielten politischen Morden. Ronen Bergman: Das ist eine schwierige Frage, mit der wir mitten in ein Dilemma geraten. Für einen Deutschen oder einen anderen Europäer ist wohl das Furchtbarste, was man tun kann, einfach jemand zu töten, die Todesstrafe ohne Gerichtsverhandlung anzuwenden. Es ist eine Art von Kriegsverbrechen. Nur in Israel, wenn es um Fragen der Sicherheit geht, spielen Demokratie oder auch eben andere Maßstäbe eine untergeordnete Rolle.  >>>

 
 

 Zivilklage zum Tod Rachel Corries in Israel  - (SB) - Sieben Jahre nach dem Tod der 23 Jahre alten Aktivistin Rachel Corrie, die im Gazastreifen von einem Bulldozer der israelischen Streitkräfte überrollt wurde, wird die von ihren Eltern Cindy und Craig eingereichte Zivilklage vor einem Gericht in Israel verhandelt. Die Eltern verfolgen das Ziel, neues Licht in den damaligen Vorfall zu bringen und den Nachweis zu führen, daß das Militär für den gewaltsamen Tod ihrer Tochter verantwortlich war. Wie kaum ein anderer Prozeß könnte dieser Versuch, eine rechtsrelevante Aufklärung des auf Grund seiner besonderen Umstände mit ungewöhnlich großer internationaler Aufmerksamkeit bedachten Brennpunkts der Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Besatzungsmacht und den ihr unterworfenen Palästinensern herbeizuführen, Konsequenzen zeitigen. Die Unnachgiebigkeit der Eltern, zu ihrer Tochter und deren Anliegen zu stehen, das sie längst zu ihrem eigenen gemacht haben, sollte geeignet sein, Menschen zu berühren, die sich ansonsten für den Nahostkonflikt wenig oder gar nicht interessieren. >>>

Eine Seite für Rachel Corrie >>>

 
 

Anti-israelische Äußerungen der Linken (pdf) „Läppisches“ Existenzrecht von Benjamin Weinthal, Frankfurter Rundschau vom 16. März 2010. http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2426116_Anti-israelischeaeusserungen-der-Linken-Laeppisches-Existenzrecht.html - Dr. Ludwig Watzal -  Es zeugt nicht gerade von politischer Klugheit, das Existenzrecht Israels als „läppisch“ zu bezeichnen, wie dies Hermann Dierkes auf einer Veranstaltung im November 2009 in Berlin getan hat. In dem Buch „Bedingungslos für Israel“, das Dierkes zusammen mit Sophia Deeg herausgegeben hat, befindet sich ein überaus erhellender und exzellenter Beitrag von Brain Klug über die Bedeutung des Existenzrecht Israels. In ihm werden die Aussagen des ehemaligen israelischen Außenministers Abba Eban und des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin zum „Existenzrecht Israels“ zitiert. >>>

 


23.3.2010
 

 

Wurzel der Instabilität - Pro-Israel-Lobby unter Druck: Chef des US-Zentralkommandos wertet Nahostkonflikt als Gefahr für Washingtons Interessen und das Leben von US-Soldaten - Uri Avnery - Am vergangenen Dienstag erschien General David Petraeus, der Kommandeur der US-Truppen im Nahen und Mittleren Osten, vor dem Streitkräfte-Ausschuß des Senats in Washington. Dabei sprach er auch über den Israel-Palästina-Konflikt. junge Welt dokumentiert in Auszügen die aktuelle Kolumne des israelischen Friedensaktivisten und Publizisten Uri Avnery »Die Waffe des Jüngsten Tages« >>>

Vollgas im Zickzack - Dominik Peters - Auch aus dem Weißen Haus blitzte und donnerte es Warnungen in Richtung Jerusalem: »Israel hat Obama ein Messer in den Rücken gerammt«, ließen führende amerikanische Stellen verlautbaren. Die Ankündigung, 1600 neue Häuser in »Ramat Shlomo – Salomonshöhe« zu bauen, seien eine »Beleidigung« gewesen, sagte der politische Spitzenberater von Präsident Barack Obama, David Axelrod. Das Vorgehen Israels habe »einen schwierigen Prozess noch schwieriger« gemacht. (...) Auffallend ruhig hingegen verhielten sich Verteidigungsminister Robert Gates und der von Obama beauftragte Sonderbotschafter für die islamische Welt, Rashad Hussein. Beide sagten – nichts. Stattdessen sorgten in den vergangenen Tagen andere Entscheidungsträger aus dem Obama-Team für Aufruhr. Israels Siedlungspolitik gefährde letzten Endes die Sicherheit der amerikanischen Soldaten, die im Irak und in Afghanistan kämpfen – das behaupteten sowohl Generalstabschef Admiral Michael Mullen als auch der Kommandeur des Zentralkommandos (Centcom) General David Petraeus. Nach israelischen Medienberichten sollen sie schon lange vor dem Streit praktische Konsequenzen aus dieser Wahrnehmung gefordert haben. >>>                        COLLAGE - E. ARENDT

 
 

Israelische Soldaten nehmen gezielt palästinensische Kinder fest - Nora Barrows-Friedman - Palästinensische Kinder sind immer häufiger Zielobjekte des israelischen Militärs bei Hausdurchsuchungen und Festnahmen. Unter der Anschuldigung, israelische Siedler oder Soldaten mit Steinen beworfen zu haben, werden sie festgenommen und langen Befragungen unterzogen. »Wir sind besorgt darüber, wie israelische Soldaten vor allem in jüngster Zeit mit palästinensischen Kindern umgehen«, sagt Sarit Michaeli, Sprecherin der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem. »Kinder sind in israelischen Gefängnissen einer völlig unangemessenen Behandlung und unverhältnismäßigen Strafen ausgesetzt.« >>>

Soldaten erschießen Jugendliche -  Israelische Soldaten haben am Sonntag bei Nablus zwei palästinensische Angreifer erschossen. Eine israelische Armeesprecherin teilte mit, die Männer hätten versucht, an einer Militärsperre einen Soldaten zu erstechen. Daraufhin hätten mehrere Soldaten das Feuer auf sie eröffnet. Nach israelischen Medienberichten waren die Palästinenser mit einer Mistgabel und einer zerbrochenen Flasche bewaffnet. Bereits am Samstag feuerten israelische Soldaten im Westjordanland auf steinwerfende jugendliche Palästinenser. Dabei töteten sie nach Angaben örtlicher Krankenhäuser einen 16-Jährigen. Ein 20-jähriger Palästinenser sei mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden >>>

 
 

Dr. Amir Mortasawi  - Ein offener Brief  vom 22.3.2010 an den verteidigungspolitschen Sprecher der Fraktion "Die Linke" - Sehr geehrter Herr verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, am 20.3.2010 sind Sie in Essen im Rahmen der Veranstaltung „Friedenskultur 2010. Unsere Zukunft atomwaffenfrei!“ zusammen mit den Vertretern anderer im Bundestag agierenden Parteien in einer Podiumsdiskussion aufgetreten. Ihnen wurde von mir sinngemäß die folgende Frage gestellt: „Am 27. Januar 2010 hat der israelische Staatspräsident Shimon Peres eine Rede im Bundestag gehalten. In seiner Rede hat er Lügen verbreitet und den Krieg gegen den Iran vorbereitet. Nur drei Frauen unter den Mitgliedern des Bundestages, alle aus Ihrer Fraktion, hatten das Rückgrat, am Ende dieser Kriegshetze nicht zu applaudieren. Wie stehen Sie dazu?“ In Ihrer Antwort nannten Sie es infam, die Rede von Shimon Peres als Kriegshetze zu bezeichnen. Sie wiesen darauf hin, dass es ein Verdienst der Partei DIE LINKE sei, dass ein Gedenken zum Ehren von Holocaust-Opfern stattgefunden habe. Sie gaben zu, mit bestimmten Teilen des Vortrages nicht einverstanden gewesen zu sein und äußerten Ihr Verständnis für die Verhaltensweise der drei Abgeordneten aus Ihrer Fraktion. In einem persönlichen Gespräch nach der Veranstaltung habe ich Ihnen versprochen, schriftlich zu erklären, wieso ich die Rede von dem Staatspräsidenten Israels als Kriegshetze auffasse. Diesem Versprechen möchte ich hiermit nachkommen. ...

Fliegen lernen. Ein offener Brief. (doc Datei)>>>

 
 

Muslim-Markt interviewt Dr. Hajo G. Meyer, ehemaliger Leiter der Phillips Forschungsabteilung und Auschwitzüberlebender - Hajo G. Meyer (Jahrgang 1924) ist als deutscher Jude in Bielefeld geboren und musste 1939 ohne seinen Eltern nach Holland fliehen, da er in Deutschland als Jude nicht mehr auf das Gymnasium gehen durfte. Dort lebte er ein Jahr im Untergrund. 1944 wurde er nach Auschwitz deportiert. Er überlebte dort zehn Monate. Nach dem Krieg studierte er Theoretische Physik und arbeitete nach seiner Promotion in der Forschungsabteilung bei Philips, die er später auch leitete. 1984 wurde Hajo G. Meyer pensioniert und war fortan u.a. als Geigenbauer tätig. Seit 2002 sind von ihm das Buch "Das Ende des Judentums" sowie zahlreiche Essays und Artikel erschienen. In seinem zweiten Buch, TRAGISCHES SCHICKSAL, Das Deutsche Judentum und die Wirkung historischer Kräfte geht er auf die historischen Kräfte ein die von Deutschland aus auf die Juden gewirkt haben und gleichfalls auf die in umgekehrter Richtung. In seinem 2009 erschienenen Buch "Judentum, Zionismus, Antizionismus und Antisemitismus." versucht er die deutlichen Unterschiede dieser gerne von Zionisten vermischten Begriffe zu verdeutlichen. Zu Ellen Rohlfs Buch "Nie wieder!"? - Was geschieht hinter der Mauer in Palästina hat er das Vorwort geschrieben. >>>

 
 

Am Mittwoch, 24. März, soll der Prozess gegen Dr. Sabine Schiffer in Erlangen stattfinden - Beginn um 10.30 Uhr im Amtsgericht Erlangen. Anschließend findet eine Pressekonferenz in den Räumen des Instituts für Medienverantwortung, Goethestraße 6, 91054 Erlangen, statt

Auf dieser Seite werden laufend informieret, wie es um das Verfahren gegen die Interviewäußerungen von Dr. Sabine Schiffer steht >>>

Wer in der Lage ist und möchte, kann für die Deckung der Anwaltskosten etwas beitragen  >>>

Solidaritäts-Kampagne gegen die Inkriminierung von Dr. Sabine Schiffer >>>

Der Anlass: Pressesprecher Landgericht Dresden: „Die Würde des Gerichts war wichtiger.“ - Die Würde des Menschen ist antastbar - Dorothea Hartung - In diesen Tagen wird in Dresden vor Gericht darüber entschieden, ob die Beschwerde von Elwy Okaz gegen einen Polizisten, gegen den Gerichtspräsidenten und gegen den Vorsitzenden Richter zugelassen wird – oder ob das deutsche Rechtswesen entscheidet, alles sei „juristisch korrekt“ und „tragisch unausweichlich“ gewesen. Quelle: news.egypt.comWenn nichts mehr geschieht, ist es furchtbar, denn eine Beschwerde wurde bereits abgewiesen. Wenn die beiden anderen Beschwerden angenommen werden oder eine von ihnen, ist es auch schlimm. Denn es bedeutet für Elwy Okaz: Noch einmal werden die Ereignisse vom 1. Juli 2009 aufgerollt, wird der Hergang rekonstruiert, wird er den Mord an seiner Frau Marwa el-Sherbini vor seinem inneren Auge erleben, sein schreiendes dreijähriges Kind hören, sich selber kämpfen sehen mit dem Mörder seiner Frau – und den Schuß hören, der ihn – schon schwer verletzt von vielen Messerstichen - schließlich ohnmächtig werden läßt... >>>

 
 
Zum Thema Uranmunition - Linktipp von Dr. Gabi Weber
Film "Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra" über Uranmunition
"Deadly Dust - Todesstaub", Dokumentation über Uranmunition von Frieder Wagner, bei Youtube in  acht Teilen
 
 

Anti-Semitism: What is it? - Jeff Gates - Several of us among the incurably curious asked ourselves a simple question: what is anti-Semitism? That it must be written with a capital “S” says a lot. Then we realized it also morphs. To that feature I can attest. In November 2002, I met a “John Doe” in London who proposed a research challenge. While meeting that challenge, I encountered various versions of anti-Semitism. A colleague advised against this challenge. First he fretted at the criminal nature of what the research has since confirmed. Then he inquired about my safety. That said a lot. The colleague was M.I.T. Professor Noam Chomsky. For his criticism of Israeli policy, he was attacked as a self-hating Jew. Were he not Jewish, doubtless he would have been an anti-Semite. For critics of Israel, those are the only two options. He cautioned me >>>

 
 


22.3.2010
 

 

bds-info Schweiz: Solidarität mit schottischen BDS-AktivistInnen - Im August 2008 wurden fünf Mitglieder der Scottish Palestine Solidarity Campaign (SPSC) verhaftet, nachdem sie bei einem Konzert des Jerusalem Quartet protestiert hatten, welches den offiziellen Status eines kulturellen Botschafters des Staates Israel genießt. Nachdem sie während des Konzertes aufgestanden und Aussagen wie "Beendet die Belagerung von Gaza", "Boykottiert Israel", "Steht für Menschenrechte auf" gemacht hatten, wurden die Aktivisten festgenommen und später wegen "Hausfriedensbruches" angeklagt. Unterschreibt den offenen Brief Offener Brief zur Verteidigung des Rechts, Israel zu boykottieren >>>

Offener Brief zur Verteidigung des Rechts, Israel zu boykottieren - Wir, die Unterzeichnenden, verurteilen den Versuch schottischer Staatsanwälte, die wachsende internationale Kampagne zum Boykott Israels - bis Israel sich dem Völkerrecht gemäss verhält - zu kriminalisieren. In enger Kooperation mit Partnern in Südafrika, haben im Juli 2005 hunderte von Organisationen der Zivilgesellschaft in ganz Palästina einen Aufruf zu einer internationalen Kampagne gestartet, bei der es um den Boykott, Investitionsstopp und Sanktionen "gegen Israel, ähnlich wie jene gegen Südafrika in der Apartheid-Ära" geht. >>>

bds-info Schweiz - Boykott – Desinvestition – Sanktionen gegen Israel bis zum Ende von Apartheid und Besatzung in Palästina >>>

Sonderseite: Boykott Israel - Boykott Waren aus den Siedlungsgebieten >>>
BDS Day of Action – March 30, 2010
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Israels scharfes Durchgreifen gegenüber liberalen Juden …  - Chris Hedges - Die israelische Regierung hat,  nachdem ihre brutalen Kriegsverbrechen im Gazastreifen im Detail im UN-Bericht von Richter Goldstone offengelegt wurden, eine Reihe von drakonischen Maßnahmen unternommen, um Dissidenten in Misskredit und zum Schweigen zu bringen, auch führende  Intellektuelle und Menschenrechtsorganisationen innerhalb und außerhalb Israels, die angeklagt werden,  mit falschen Aussagen Goldstones UN-Mitarbeitern beigestanden zu haben . Die Regierung  Benyamin Netanyahu versucht gerade, Israels  beste Menschenrechtsorganisationen, einschließlich B’tselem,  des Neuen Israel Fund (NIF) und der Vereinigung für zivile Rechte in Israel zu schließen. Sie ist eifrig dabei, Friedensaktivisten und Ausländer aus dem palästinensischen Gebieten  auszuschließen. Wenn die Kampagne unkontrolliert verläuft, wird sie für die Palästinenser und auch für Israel eine Katastrophe werden. >>>

Sonderseite - Meinungsfreiheit, Zensur + Manipulation >>>

 
 

Protestkundgebung vor der US Botschaft am 20.3.2010 - Berlin

 
 

»Militarisierung der Intifada war schwerer Fehler« - Palästinenser dürfen nicht auf Provokationen der israelischen Falken reagieren. Ein Gespräch mit Hanan Aschrawii - Interview: Umberto De Giovannangeli - Hanan Aschrawi (63) ist Anglistikprofessorin und Abgeordnete der Partei »Dritter Weg« im palästinensischen Parlament. Sie ist Trägerin des Olof-Palme-Preises für Frieden und Menschenrechte. Ihr Vater war Mitbegründer der PLO. Wie bewerten Sie die jüngsten Ereignisse um die israelischen Siedlungspläne in Ostjerusalem? Die israelischen Falken glauben, sie ständen über allem und allen. Die Baugenehmigung für die 1600 Wohnungen ausgerechnet während des Besuchs von US-Vizepräsidenten Joseph Biden zu erteilen, ist ein klarer Affront gegen diesen. Sie haben damit Präsident Barack Obama die Tür vor der Nase zugeknallt und sich gegenüber der Kritik der Europäischen Union taub gestellt. Das ist ein Allmachtswahn, der im Mittleren Osten zu einem neuen verheerenden Religionskrieg führen kann. >>>

 
 

Facts on the ground - André Marty - Facts on the ground - Waren deutliche Worte, die am Freitag in Moskau zu hören waren. Ein überlebensfähiger palästinensischer Staat müsse her, und zwar innert zweier Jahre. Und der Siedlungsbau habe aufzuhören. Dass die Worte des Nahost- Quartetts, geäussert zu Moskva am Freitag dem 19. Soweit die Worte zum Wochenende. Und nun zu den Fakten vor Ort. Bereits die Reaktion des israelischen Aussenministers, Avigdor Lieberman, hat's im Westen kaum mehr in die Mainstream - Medien geschafft. Okay, Lieberman ist kein Kind der Zurückhaltung, und der Herr spricht auch nicht für Israel, sondern für eine noch als Minderheit zu bezeichnende israelische Rechtsaussen- Strömung. Aber dennoch, der Mann ist Israels amtierender Aussenminister, Mitglied des Sicherheitskabinetts. Deshalb gilt es hinzuhören, wenn Lieberman parliert: Die Forderungen des Quartetts würden einen Frieden verunmöglichen. Und, so der Aussenminister, der Frieden könne nicht mit einem illusorischen Fahrplan aufgezwungen werden.  >>>

 
 

Zwischen Hightech, H&M und Haredim  - Israel hat sich vom Agrarland zur Hightech-Supermacht entwickelt – und die Weltwirtschaftskrise verhältnismäßig gut überstanden. Die „Bank of Israel“ rechnet mit 3,5 Prozent Wachstum für 2010. Die Übernahme des deutschen Billigmedikamentenhersteller Ratiopharm für 3,6 Milliarden Euro durch den israelischen Pharmakonzern Teva (hebr. Natur) ist eine weitere Erfolgsgeschichte aus „Silicon Wadi“. Teva-Chef Schlomo Yanai bezeichnete die Transaktion als „eine wichtige Säule und einen entscheidenden Wachstumstreiber in Europa“. - (...) 
Zwischendurch kam es zu Tumulten, als Mitglieder der radikalen jüdischen Gruppe Neturei Karta über Lautsprecher die Menge zur „Sittsamkeit“ aufriefen. Die Besitzer des Eisladens organisierten daraufhin zwei Reihen - eine für Männer, eine für Frauen -, die noch durch Barrieren in der Mitte getrennt wurden. Gegen 14 Uhr musste der Besitzer die Menge zum Gehen auffordern, da er sich auf den Shabbath vorbereiten müsse. >>>


 Die neue Kollektion von H & M : Eine Militäruniform ? >>>

Kurzkommentar:

1. Wer gerne in Zukunft Produkte der Firma Ratiopharm boykottieren möchte aber wachsende Kosten befürchtet, viele Produkte die Ratiopharm vertreibt werden teilweise von anderen Firmen noch kostengünstiger vertrieben.
2. "Freunden" von Neturei Karta empfehle ich oben  die zweite Zeile zu lesen. Die Feinde unserer "Feinde" müssen nicht unbedingt unsere Freunde sein. Oder wollen wir im Mittelalter leben? Neturei Karta hat übrigens, wie eigenen Erfahrungen bestätigten" keine Probleme, nur weil sie auch gegen Zionisten sind, Neonazis zu bewerben. Sie lehnen den israelischen Staat ab, begründes es mit der Thora. Andere orthodoxe Juden meinen ganz Palästina müsste jüdisch sein. Beiden gemeinsam ist eine extreme für mich durchgeknallte Interpretation ihres Glaubens. Was wir auf der einen Seite ablehnen sollten wir auf der unseren (nur weil es "gut" aussieht bei einer Demo echte Juden vorzeigen zu können) nicht fördern.

 
 

Video - Ein Regime kämpft gegen die Wahrheit - Hasbara auf "hohem" Niveau - Der Schweizer «Sternstunde Philosophie» ist es gelungen, einen Termin für ein ausführliches Gespräch mit dem Friedensfalken Shimon Peres in Jerusalem zu erhalten: "Shimon Peres verkörpert in einem gewissen Sinn die wechselvolle Geschichte des Staates Israel. 1923 in Wiszniew (damals Polen, heute Weissrussland) geboren, 1934 nach Palästina ausgewandert, erlebte und gestaltete Peres die Gründung des Staates Israel mit, verteidigte den jüdischen Staat mit allen Mitteln und bekleidete später verschiedene Ministerposten. Seit 2007 ist Peres Präsident des Staates Israel. Wie sieht Shimon Peres die Zukunft Israels? Inwiefern bewegt das Schicksal der Palästinenser den politischen Überlebenskünstler und Friedensnobelpreisträger (1994) Shimon Peres heute noch? Wie sieht er die Chancen für einen Frieden mit den Palästinensern und für die Schaffung eines palästinensischen Staates angesichts der israelischen Siedlungspolitik und der innerpalästinensischen Verwerfungen? Wie erlebt er den Islam und die Rolle der Religionen Judentum, Christentum und Islam im Nahen Osten? Der «Sternstunde Philosophie» ist es gelungen, einen Termin für ein ausführliches Gespräch mit Shimon Peres in Jerusalem zu erhalten."
 

 
 

PM sparks Germany's anger in latest East Jerusalem construction spatt - Barak Ravid - During the crisis between Israel and the U.S. administration last week, Prime Minister Benjamin Netanyahu managed to anger German Chancellor Angela Merkel, too, after his office gave the media details of a phone conversation between the two leaders on construction in East Jerusalem. Merkel said that Netanyahu had "used" her and undermined her trust in him. Merkel and Netanyahu spoke last Saturday, several hours after the phone call in which U.S. Secretary State Hillary Clinton reprimanded the prime minister. A senior German source who requested anonymity said Merkel had called Netanyahu after a request from the White House. The Americans requested her involvement to stress that it was not only the United States that disagreed with the construction in East Jerusalem's Ramat Shlomo neighborhood. >>>

 
 

Dr. Norman Finkelstein at the University of Waterloo - Arabische Textübersetzung  - Dr Norman Finkelstein's appearance at the University of Waterloo was a combative one with lots of heckling and cheering throughout the speech. As we've come to expect, he delivered a blistering message on Israel that was the polar opposite of the mainstream mantra. And when an audience member tried to guilt him with a show of tears because he used the "Nazi" word, Finklestein would have none of it. He dismissed her emotional outburst as "crocodile tears.
 


Weitere Videos mit Norman Finkelstein >>>

 

 


Kenneth Lewan
Ist Israel Südafrika
Das Buch wird gegen einen 'Solidaritätsbeitrag  (5€ + 2€ Versandkosten) verkauft.
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Rezension -
Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>>
 


Der Außenminister

Schauspiel von Kenneth und Hannelore Lewan
Westjordanland - Selbstverlag - 50 Seiten
 Das Heft wird  gegen eine Solidaritätsbeitrag von 5€ für "Das Palästina Portal"  (plus Porto) versandt. Mehr >>>


Der Außenminister  - Rezension von Dr. Ludwig Watzal  >>>
 


Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.


"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 

Die Erde habt ihr uns genommen

100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in Palästina

Dr. Viktoria Waltz -
 (217 Seiten - 24MB - pdf) online und kostenlos abrufbar.

 

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