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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 89
 


14.5.2010
 

 

DIE ERDE HABT IHR UNS GENOMMEN
100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in Palästina

Dr. Viktoria Waltz - Joachim Zschiesche -
(Dortmund/Berlin 1985/1986)

Ab dem 14.5.2010 ist dieses, leider immer noch hochaktuelle, Buch (217 Seiten - 24MB - pdf) online und kostenlos abrufbar.

Kommentar zu dieser online-Ausgabe
- Es ist längst alles gesagt! Die Nakbe beginnt mit 1897! Die Instrumente: Raumplanung, Staatlicher Terror, Krieg - Die vorliegende Untersuchung der zionistischen Kolonisierungspolitik in Palästina wurde bereits vor 25 Jahren beendet. Auf Grundlage des vorliegenden Materials war schon damals das heutige Drama sichtbar genug: Die Vorbereitung der zionistischen Usurpation Palästinas
die Enteignung und Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Land mehr als die UN je beschlossen
die Einkreisung der palästinensischen Städte und Dörfer durch israelische Koloniegürtel in West Bank (Gaza), Ost Jerusalem,
  die Bantustanisierung der West Bank (wie auch des Gaza Streifens) infolgedessen,
  die Abkoppelung Jerusalems von seinem palästinensischen Zusammenhang und ein intensives Programm der Judaisierung von den äußeren Kolonieringen bis hinein in das Zentrum der Altstadt.

Kaum 6% des einst palästinensischen Bodens gehören heute noch den Palästinensern in Israel; kaum 12% des ehemaligen Palästinas in Mandatsgröße steht den Palästinensern real noch zur Verfügung – Wasser, Luft und Boden kontrolliert Israel. Die Verhältnisse haben sich komplett umgekehrt – gegen internationales Recht und die Menschlichkeit. Die palästinensische Identität, ihr Alltagsleben, ihre Kultur werden in einem erbitterten und entbehrungsreichen Verteidigungskampf und nur mit großen Anstrengungen aufrecht erhalten. Die große Mehrheit des palästinensischen Volkes ist vertrieben, zu Flüchtlingen außerhalb und innerhalb ihres eigenen Landes verurteilt. Die Basis all dessen liegt in der zionistischen Ideologie begründet, die im Kern rassistisch und auf die Vertreibung der Nicht-Juden, also der Palästinenser hinauslaufen muss. Auch dies ist in der vorliegenden Untersuchung hinlänglich nachgewiesen worden.

Heute – wo der Friedensprozess zur allseits sichtbaren Farce geworden ist – wird auch die Rolle der Raum-Planung klar erkannt, die mit Bodenrecht, Planungsrecht, Siedlungsbau, Infrastrukturentwicklung und auch mit Denkmalschutz und Architektur nur ein Mittel zur Kolonisierung und Vertreibung ist. Vor allem das ist zentrales Thema der vorliegenden Arbeit gewesen und könnte längst Allgemeingut bei der Bewertung der Realität und der Auseinandersetzung um eine Friedenslösung geworden sein. Es gibt sie inzwischen, die mit diesem Thema befassten Kritiker, Analysten – aber auch Stagnation. Denn selbst die Erkenntnis dass der Zionismus die Wurzel des Übels ist, wird bei der Beurteilung des heutigen Dramas nicht herangezogen, sondern um mehr oder weniger Bauten, mehr oder weniger A,B oder C herumgerdet. Kritische israelische Zionisten wie z.B. Leibowitz halten die heutige Situation ihres Staates zwar für gefährlich, weil sich offenbar Demokratie und Ethnokratie unter dem Fakt einer äußerst brutalen Besatzungspolitik schlecht vereinbaren lässt – die Gründung des Staates Israel mit Mitteln derselben Gewalt wird aber in Kauf genommen. Es lohnt sich, mit dieser online Veröffentlichung noch einmal sich darüber Gewissheit zu holen, wie und dass das Anfangsscenario bereits den Kern des heutigen Dramas in Palästina beinhaltet. >>>

Sonderseiten zur Nakba >>> Neue historische Fotos zur Nakba >>>  |   Sonderseite - Bücher online >>>

 

 

Israel Day: nach 63 Jahren von 'messianischen Siedlern' kontrolliert? - Israels messianische Terroristen“ oder Wer regiert eigentlich Israel? - Dr. Viktoria Waltz - In einem Artikel der englischen Ausgabe von Al-Hayat (engl.) vom 23. April 2010 kommentiert Patrick Sale (Auszug und eigene Übersetzung): In der arabischen Welt gelten Militante, die einen islamischen Staat kreieren wollen ganz generell als Feinde. In Israel wird die bewaffnete Untergrundbewegung die einen Torah Staat einrichten wollen, mit Samthandschuhen behandelt. Die Regierung wagt keine Konfrontation mit ihnen, eher noch muss man von Komplizenschaft sprechen… Solange Israels fanatische Siedler – ob religiös-nationalistisch oder ultra-orthodox – nicht bekämpft und ihre messianischen Ambitionen nicht zurückgewiesen werden, wird es keinen Frieden im Nahen Osten geben…. Wie stark und einflussreich diese Siedler-Gruppen >>>

Auch: Dr. Viktoria Waltz - ILI mobilisiert für Israel Tag 2010 - 62 Jahre Nakbe kein Thema - Israel wie es singt und lacht - Jüdische Gemeinden bedienen sich bei 'I like Israel' >>>

 

 

Netanjahu zum Jerusalem-Tag: "Mitte des 19. Jahrhunderts stellten wir wieder die Mehrheit in dieser Stadt und seitdem bauen wir" - Der israelische Ministerpräsident begründet den Anspruch Israels auf ganz Jerusalem - und bemüht das "Buch der Bücher" / PM Netanyahu’s Speech on the Occasion of Jerusalem Day (verbatim) - Vorbemerkung Am 11. Mai 2010 beging der israelische Staat den Yom Yerushalayim, den Jerusalem-Tag. Hintergrund für diesen Tag ist die mit dem Krieg von 1967 vollzogene Besetzung des arabischen Ostteils der Stadt, in der offiziellen Lesart Israels: der "Wiedervereinigung" Jerusalems. Damit setzt sich Netanjahu zum wiederholten Mal in Widerspruch zum internationalen Recht, das den Ostteil Jerusalems seit dem Teilungsplan der UN von 1948 den Palästinensern zugesprochen hat und bis heute zuspricht. Ostjerusalem soll künftig Hauptstadt eines zu gründenden palästinensischen Staates sein. Die Liste der entprechenden Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, die den Status der Stadt definitiv beschreiben, ist lang: Resolutionen 252 (1968) vom 21. Mai 1968, Res. 267 (1969) vom 3. Juli 1969, Resa. 271 (1969) vom 15. September 1969, Res. 298 (1971) vom 25. September 1971, Res. 465 (1980) vom 1. März 1980, Resolution 476 (1980) vom 30. Juni 1980, Res. 476 (1980) vom 20. August 1980. Auch die "Roadmap", des Nahost-Quartetts aus dem Jahr 2002 spricht ausdrücklich davon, dass der endgültige Status Jerusalems erst in Verhandlungen festgelegt werden könne ("eine auf dem Verhandlungsweg erzielte Klärung des Status von Jerusalem, die die politischen und religiösen Bedenken beider Seiten berücksichtigt", siehe Roadmap, Phase III, Ziffer 5). Demnach ist der Anspruch der israelischen Regierung auf ganz Jerusalem völkerrechtswidrig und verstoßen die fortgesetzten Baumaßnahmen im Ostteil der Stadt gegen das humanitäre Völkerrecht, insbesondere gegen das Genfer Abkommen über den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten (vom 12. August 1949), Art. 49: "Die Besetzungsmacht darf nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln." >>>

 

 

Liebe Palästina-Freunde und -Freundinnen, salam alaikum und hallo, mein Name ist Fatima,einige von Euch kennen mich bereits, ich bin seit längerem in der Palästina-Solidaritätsarbeit aktiv, war u. a. im letzten Herbst bei der Olivenernte in der Westbank, eine erneute Einreise im Februar dieses Jahres wurde mir leider von Israel verweigert; ich bin vorwiegend im Karlsruher Raum aktiv, habe dort u. a. dort im letzten Juli die Nakba-Ausstellung organisiert.(So viel zu mir)

Der Grund, dass ich Euch anschreibe ist der, dass ich von einer ISM-Aktivistin, mit der ich im letzten Herbst zusammen in Nablus war, gebeten wurde, innerhalb ihrer Vortragsreise durch Europa, die sie in den kommenden Monaten zusammen mit einem anderen erfahrenen ISM-Aktivisten unternimmt, die Veranstaltungen in Deutschland zu organisieren. Es handelt sich dabei um eine sehr engagierte und erfahrene ISM - Volontärin, die lange Zeit für die Region Nablus als Koordinatorin der einzelnen Aktionen zuständig war. Sie und ihr Kollege möchten innerhalb der nächsten zwei Monate, also im Juni oder Juli, kommen und über die aktuelle Situation in Ost-Jerusalem, Nablus, den fortschreitenden Siedlungsbau und die militärische Gewalt sowie über politische Gefangene und den Volkswiderstand gegen die Besatzung Vorträge halten. Sicher werden sie dabei auch interessante und aufschlussreiche Bilder zeigen. Daneben und als Ergänzung halten sie auch Demonstrationen und andere größere Aktionen für sinnvoll. Hier ein Auszug aus dem Mail die Vortragsreise betreffend:

I wanted to ask you about what you mentioned, about maybe coming to speak in Germany. I'd really like to, are you able to give me anymore details about it? Ryan & I are still organizing dates for our European tour so we can fit in with whenever is best for you, but it would be in the next month or two that would be best for us. We're planning to talk about the popular struggle, East Jerusalem, Nablus, settlements, military violence, prisoners [Wa'el!] everything we feel we've learnt the most about. We'd also like to organise an action/demonstration in conjunction with the talk. if you can let me know where we could speak, & when would be best, that would be wonderful & I'll do my best to give you more specifics on when we're planning to be in the country.

Wer von Euch einen Vortrag oder andere Aktion in seiner/ihrer Stadt oder auch im größeren Rahmen organisieren möchte, sollte sich bitte möglichst schnell mit mir in Verbindung setzen. Ihr könnt mein Schreiben auch gern an weitere interessierte Personen oder Vereinigungen weitersenden. Über zahlreiche positive Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.

nähere Informationen zu ISM unter: www.palsolidarity.org  Viele Grüße und ma' salama Fatima

 

 

Was denkt der Kopf unter dem Tuch? - Die erste repräsentative Untersuchung muslimischer Kopftuchträgerinnen zeigt: Sie sind ganz normale Frauen - Über das Kopftuch muslimischer Frauen schien alles gesagt zu sein. Acht Jahre ist es her, dass das Land Baden-Württemberg der Lehramtskandidatin Fereshda Ludin ob ihrer verhüllten Haartracht die Einstellung in den öffentlichen Dienst verwehrte. In den folgenden Jahren tobte ein heftiger Streit um die angebliche Gefahr einer islamistischen Machtergreifung durch Deutschlands Gerichtssäle, Talkshows und Feuilletons. Politisch ist der Fall entschieden, fast alle Bundesländer haben Kopftuchverbote erlassen. Juristisch geht die Auseinandersetzung mit dem Erfolg einer Klägerin gegen die neue Landeskleiderordnung gerade in die nächste Runde. Im Rückblick verwundert an dieser Debatte vor allem eines: wie wenig Aufmerksamkeit den Köpfen unter den Tüchern gewidmet wurde, um die allein es offenbar ging. Am Donnerstag dieser Woche legt die Konrad-Adenauer-Stiftung die erste umfassende Untersuchung über Denken und Einstellungen muslimischer Kopftuchträgerinnen in Deutschland vor. >>>

 

 

Liebe Freunde und Freundinnen, die jüdisch-palästinensische Dialoggruppe in München - www.jpdg.de - hat in Absprache mit dem Produzenten und Regisseur Mohammed Alatar von dem Film "Jerusalem - The East Side Story" Kopien herstellen lassen. Deutsche Untertitel wurden hinzugefügt.
Jerusalem ist der Brennpunkt des israelisch-palästinensischen Konflikts und dieser Film eignet sich in ganz besonderem Maße als Einführung in die Problematik, die sich in letzter Zeit mmer mehr zugespitzt hat.
Der Film kann gegen eine Spende auf Veranstaltungen angeboten werden. Wir geben an Gruppen auch Einzelstücke zur Voransicht weiter und erwarten  bei Sammelbestellungen  lediglich unsere eigenen Kosten (Abgabe an den Regisseur und Produktion, ca 10 €)
Wir könnten aber auch DVDs in Kommission weitergeben.
Alles Nähere bitte bei mir nachfragen: j-varchmin@web.de.
Im Anhang ist eine kurze Beschreibung des Films. Mit solidarischen Grüßen Jochim Varchmin .

 

 

Update from Free Gaza - As we get ready to launch our cargo ship and Israel rattles its sabers threatening to violently stop our 8-boat flotilla, the 1.5 million Palestinians of Gaza cannot be forgotten. It is they who pay the price for the inaction of governments, particularly in the EU and the US.

According to the BCC and Amira Hass in columns last week, Israel allows only 81 items into Gaza for basic and bare necessity life. These items, many of them that have nothing to do with rebuilding a shattered infrastructure after Israel's brutal Operation Cast Lead at the beginning of 2009, are mostly 'added to the list' of imports because of pressure from Israeli merchants who make a great deal of money if their item gets on the approved list.

http://www.youtube.com/gazafriends#p/a/u/0/o2s_v-DHv0Y

Watch the video and look at the absurdity of banned items... chocolate, jam, sheets, pillows, and all rebuilding supplies. Taking these supplies into Gaza is exactly what the Freedom Flotilla intends to do.

Then watch the flotilla on our website, pressure your government officials to advocate for our safe passage, and continue to donate what you can for our fuel, captain and crew.

We want to thank everyone of you who have donated, advocated, written and called your representatives. This initiative has grown from a few supporters to thousands around the world. http://www.flickr.com/photos/freegaza

In the words Alice Walker, poet and author: Goddess Speed your boat. You are doing the work of The Collective as it attempts to bring Comfort, Support and Abiding Love and Solidarity to Itself. What you demonstrate is what we all, deep in our hearts, can know: We are One People, existing in one Love. The Gazans are us, living in a beleaguered place too small for us, dangerous for us, deadly for us. Just as the air connects us, so does this knowing wisdom of being one expression – human – of an infinitely creative Universe.

I send you my blessings, my prayers for your safety, and my love, Greta Berlin - www.freegaza.org

 

Free Gaza 2010 >>>

 

 

Jerusalem Day celebrates an illusory unification - Daphna Golan - A few weeks after we said "Next year in Jerusalem" at the Passover seder, Jerusalem Day has arrived, forcing us to ask whether this is the Jerusalem we meant. Jerusalem is currently enjoying a pleasant spring. The sun is shining. And in the west of the city, traffic circles are blossoming, while thousands of armed policemen and civilians are afraid of the next explosion. Is this the Jerusalem to which Diaspora Jews dreamed of returning? The united Jerusalem that stretches from Shoafat to Beit Sahur? A city where on one side they build a monster like the Holyland apartment complex, and on the other there is no master plan, there are almost no building opportunities, and thousands of people live in fear that their homes, which were built without permits, will be demolished? >>>

 


13.5.2010
 

 

Vom Frieden und so - André Marty

Schon von Palestinian Media Watch gehört? Hm, dann schauen Sie zuwenig amerikanisches Fernsehen, oder zumindest nicht zur Primetime. Dann ist nämlich zur Zeit folgender Werbespot in Sachen Frieden zu sehen: Kurz ein Wort zu Palestinian Media Watch: Gegründet wurde die Organisation 1996 von Itamar Marcus, der in einer Siedlung im besetzten Westjordanland lebt. Itamar Marcus, einst Einflüsterer des damaligen Premiers Netanyahu, und seine Gefolgschaft haben es sich zur Aufgabe gemacht, in palästinensischen Schulbüchern und Medien anti- israelische Hetze aufzustöbern. Und die Jäger werden immer wieder mal fündig. Das leidige ist freilich, dass aus der berechtigten Kritik an Hetze eine eigentliche Obsession geworden ist >>>
   
 

Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt >>>

 
 

Wolfgang Gehrcke -  Grußwort an den 8. Europäischen Kongress der Palästinenser in Berlin - Tempodrom Berlin -  8. Mai 2010 - Liebe Freundinnen und Freunde, gern hätte ich an eurer Veranstaltung teilgenommen. Ich bin jedoch als Sprecher bei Veranstaltungen zum 65. Jahrestag der Befreiung Europas vom Faschismus gebunden. Eine Pflicht, der ich mich nicht entziehen kann und will. Für Deutschland, für Europa und für die Welt war es von ausschlaggebender Bedeutung, dass die Antihitlerkoalition den deutschen Faschismus besiegt hat, dass das Morden in den vom Faschismus besetzten Ländern, in den Konzentrationslagern und Zuchthäusern, der Holocaust ein Ende fanden. Daran immer wieder zu erinnern, ist in unserem Land von außerordentlicher Wichtigkeit. Der Kampf gegen Faschismus und Krieg, die deutsche Verantwortung für die größte Menschheitskatastrophe des vergangenen Jahrhunderts prägt tief die Einstellungen der Mitglieder unserer Partei. DIE LINKE ist eine konsequente Antikriegspartei und lehnt Gewalt als Mittel der Politik ab. Endlich Frieden und Schluss mit der Gewalt wünschen wir uns auch für den Nahen Osten, wünsche ich euch und dafür sollten wir gemeinsam eintreten. Die Sache der Palästinenserinnen und Palästinenser liegt mir auch aus diesen Gründen sehr am Herzen. In wenigen Tagen werden Minister der palästinensischen Autonomiebehörde und der palästinensische Premierminister Fayyad in Deutschland zu Gast sein und mit der Bundesregierung zusammentreffen. Ich vertrete eine Oppositionspartei im Deutschen Bundestag, aber dieses Treffen begrüße ich ausdrücklich. Ich bin mit der Nahostpolitik der dieser Bundesregierung und ihrer Vorgänger nicht einverstanden. >>>

 
 

Annette Groth, MdB - Menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag - Rede auf den 8. Europäischer Palästinenserkongress in Berlin - Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen für die Gelegenheit, auf dieser Konferenz mit Ihnen zu diskutieren. Gerne nehme ich die Einladung war, um Ihnen die Positionen der LINKEN im Israel-Palästina Konflikt vorzustellen. Am 20. April hat DIE LINKE ihr Positionspapier zum Nah-Ost-Konflikt beschlossen. Für DIE LINKE gilt, dass Deutschland wegen der furchtbaren Verbrechen der Deutschen an den Jüdinnen und Juden während des Nationalsozialismus eine besondere Verantwortung gegenüber Israel und gegen jede Art von Antisemitismus, Rassismus, Unterdrückung und Krieg hat. Diese Verantwortung ist nicht relativierbar; sie schließt das Bemühen um einen palästinensischen Staat und die Garantie des Existenzrechts Israels ein. Daher sehen wir uns in einer Doppelverantwortung. DIE LINKE ist der Meinung, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nur mit friedlichen Mitteln gelöst werden kann. Wir verurteilen jegliche Gewaltanwendung und appellieren an Israelis und Palästinenser, Abstand von Gewalt zu nehmen. Die Politik der LINKEN basiert auf der Achtung des Völkerrechts und der Menschenrechte. Diese internationalen Normen leiten unsere politischen Positionen. Sie müssen somit auch für den Nah-Ost-Konflikt Geltung finden. Bisherige Friedenskonferenzen mussten scheitern, da sie versuchten, das Völkerrecht zu umgehen. Mit meiner Fraktion streite ich für die Durchsetzung des Völkerrechts in der Region. Menschenrechte müssen von allen Seiten eingehalten werden, von der israelischen Regierung wie von Hamas und anderen Gruppen. Das zu betonen ist mir persönlich sehr wichtig. Die Regierungen der USA und der Bundesrepublik sowie die EU und die UNO haben jahrelang zur völkerrechtswidrigen Politik der israelischen Regierung geschwiegen. Ich bin froh, dass nun zunehmend kritische Stimmen, auch in den USA, laut werden. Das Schweigen zur völkerrechtswidrigen Politik und Praxis der israelischen Regierung widerspricht der Pflicht der Vertragsstaaten der Vierten Genfer Konvention zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten von 1949. Die Mitgliedstaaten der EU, auch Deutschland, sind Vertragsparteien dieser Konvention. Daher haben sie die Rechtspflicht, die grundlegenden Menschenrechte der palästinensischen Bevölkerung zu schützen. >>>

 
 

Nahost-Debatte - Mit Steve Jobs zum iPeace - Frieden für Nahost durch Vertreibung von Journalisten? Dies forderte polemisch der Publizist Henryk M. Broder. Sein Buch-Co-Autor Erich Follath vom SPIEGEL präsentiert nun eine Lösung mit Hightech: iPeace muss her - mit Steve Jobs als Verhandlungsführer. Nur wenn TV-Journalisten, westliche Stiftungen und Uno-Berater dem Nahen Osten den Rücken kehren und Israelis wie Palästinenser sich selbst überlassen, gibt es eine Chance auf Fortschritt zum Frieden - so hat gestern Henryk M. Broder an dieser Stelle argumentiert. Heute legt sein Buch-Co-Autor Erich Follath einen mindestens ebenso ungewöhnlichen und radikalen Friedensplan vor. Die Schlüsselbegriffe: iPod und iPeace. >>>

Ein Henryk M. Broder erklärt seine verengte  Sicht der Welt und demonstriert seine begrenzte Wahrnehmungsfähigkeit:

 
Nahost-Debatte - Fernsehen raus aus dem Heiligen Land! - Darf man als Deutscher Israel kritisieren? -  Diese Frage diskutieren die SPIEGEL-Autoren Erich Follath und Henryk M. Broder in einem streitfreudigen Briefwechsel.  (...) Und damit die Israelis und die Palästinenser begreifen, dass sie es nur miteinander schaffen können, muss der ewige Showdown beendet werden. Sie wissen doch, lieber Kollege, dass die spontanen Demos immer im Voraus angekündigt werden und zu festen Zeiten stattfinden - damit sie in den USA in die Hauptnachrichten kommen. Also muss das Fernsehen für eine Weile aus dem Heiligen Land verbannt werden.>>>

Kurzkommentar: Diese angebliche Auseinandersetzungen könnte man so sehen, als wenn Paris Hilton über das Leben einer alleinerziehenden Harz IV Mutter redet und besserwisserische Ratschläge gibt.
Im Fall Broder dann auch noch mit der Diffamierung, sie sei eine Antisemitin, man müsse ihr die Unterstützung streichen, ihr Kind aus dem Kindergarten entfernen und eine Anstellung verhindern. Broder gibt der Bemühung  der israelischen Regierung die Berichterstattung über das Geschehen in Palästina zu verhindern seine eine eigene Note. Was mehr soll man auch von einer Figur erwarten, die meint es mache mehr Spaß Täter als Opfer zu sein?....

 

Shin Bet recruiters enticing Palestinian medical students with Jerusalem entry permits - Students claim security service blocked medical training after they refused to spy for Israel. - Amira Hass - The Shin Bet security service is trying to recruit Palestinian medical students as a condition for granting them entry permits to Jerusalem, according to two medical students at Al-Quds University pursuing internships in Palestinian university hospitals in the city. The two students told Haaretz that a "Captain Biran" who said he was the Shin Bet agent responsible for monitoring the university told them to report on other students and their activities as a condition for renewing their entry permits. After both refused, they were effectively prevented from choosing a residency specialty and continuing their medical training. >>>

Und noch eine Aktion: So fangen sie die (vor allem jüdische) junge Welt: Man bekommt 10.000 Dollar pro Semester -  kann durch die Jewish Agency gegeben werden. Es geht um Diplomaten, Regierungspolitik, Antiterrorismus Politik und Business.

 

 

Night Raid on Bil'in 11 05 2010 >>>
The Israeli Army seems to be looking for Ashraf Abu Rahmeh, a non-violent activist and brother Basem Abu Rahmeh who was assassinated by Israel while peacefully protesting the Apartheid Wall in Bil'in. During Last Fridays Protest Israel arrested six people from Bil'in including Ashraf himself who was released later on.
 

 


12.5.2010
 

 

First ship to launch Wednesday in new push to break Gaza sea blockade - A crew member waves from the bow of the MV Rachel Corrie, the first ship to sail from Ireland to Gaza this month as part of an international flotilla to break the siege and deliver humanitarian aid to the coastal enclave (Photo courtesy of the Free Gaza Movement)  - Thameen Kheetan - AMMAN - The first ship of an international flotilla aiming to break the Israeli blockade on Gaza and deliver humanitarian aid to the strip will depart from Ireland Wednesday, pro-Palestinian activists said. Three cargo ships loaded with some 5,000 tonnes of aid and construction materials, in addition to five boats carrying around 600 activists from several countries across the world, will meet in the Mediterranean Sea and head for Gazan shores, where they expect to arrive at the end of this month, the Free Gaza Movement announced on Monday.  >>>

Räumung des Gazastreifens  |  Ankunft des 5. Schiffes in Gaza  |  Free Gaza - Segelaktion 2008  |  Wenn die Boote in Gaza  ankommen

 
 

Von zwei Staaten zu einem - Ran HaCohen - Letzte Woche verordnete  in Tel Aviv ein Richter  drei Mietern eine Strafe von 25 000$, weil sie ihren Balkon illegal um 23 qm vergrößert haben. Das ist nun wirklich kein Knüller. Illegales Bauen ist überall eine strafbare Tat, auch wenn es keine unmittelbaren Opfer wie in diesem Fall gibt. Israel ist ein Staat, in dem Gesetz und Ordnung herrschen; man kann nicht  einfach ein Grundstück nehmen und es behalten. Es sei denn, man ist in den besetzten Gebieten – natürlich. Indem man vorübergehend oder auf Dauer eine Wohnung mit oder ohne Erlaubnis nimmt  - und nicht nur Wohnungen, sondern Häuser, Wohngebiete,  ja, ganze Siedlungen – so ist das keine Straftat, sondern  gerade eine zionistische und jüdisch-religiöse Pflicht. Wenn dies ohne unmittelbare Opfer gemacht wird, ist es ok. Wenn dies einige Palästinenser aus ihren Häusern und von ihren Feldern zwingt, um so besser. Genau wie die Mieter in Tel Aviv werden die Westbankbesetzer bald  Besuch vom Staat erhalten; aber  während in Tel Aviv die Besucher die  Mieter  zum Gericht mitnehmen, werden sie  in der Westbank  die „Mieter“ mit dem Stromnetz und der Wasserleitung verbinden. Sie werden auch ein paar Soldaten zurücklassen, damit die richtigen Besitzer des gestohlenen Landes ihnen kein Leid antun oder ihr Gefühl der Sicherheit verletzen. ( Auch diese Soldaten benötigen Wohnraum usw. ) und während in Tel Aviv die Besetzer/ Mieter – sollten sie zufällig Staatsbeamte sein – für ihre  strafbare Taten ihren Job verlieren könnten, leben ziemlich viele israelische Offiziere in illegalen Außenposten überall in der Westbank. Und das Militär „hat keine Richtlinie“, um solche Fälle  zu behandeln. Akiva Eldar, der diese Geschichte in Haaretz veröffentlichte, fragt sich, „wie ein Offizier, der das Gesetz >>>

 

 

Ein ungerechter Krieg - Dr. Ludwig Watzal - Am 3. Mai 2010 habe ich folgenden Leserbrief an die Redaktion des Magazins "Der Spiegel" zum Kommentar „Ein gerechter Krieg“ von Matthias Matussek mit der Bitte um Abdruck gesandt, der nicht entsprochen worden ist. Man möchte dem „Geostrategen“ Matthias Mattusek zurufen: Schuster, bleib bei deinen Leisten! Auch wenn es in „Der Spiegel“ steht, wird aus einem ungerechten kein „gerechter Krieg“. Insgeheim scheint der Autor es zu bedauern, dass es in Deutschland immer noch keine Kriegsbegeisterung gibt wie weiland in den USA: „God bless you, boys!“ Es ist gut so, dass in Deutschland Gott nicht für Kriege in Anspruch genommen wird. Matussek scheint vergessen zu haben, dass deutsche Soldaten schon einmal mit Gott in den Krieg gezogen sind: „Gott mit uns“ prangerte von den Koppelschlössern der Soldaten im Ersten und im Zweiten Weltkrieg >>>

 

 

Vereinte Nationen behandeln Israel wie Südafrika die Schwarzen - Michael Kachel - “In der Tat behandelt der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen Israel in derselben Art, wie der Apartheitsstaat Südafrika die schwarzen Afrikaner behandelt hat: Ebenso wie es dort ein besonderes Recht (faktisches Unrecht) für Schwarze gab, so gibt es ein besonderes Recht (faktisches Unrecht) für Israel.” Im Original: Indeed, it [the UN Council for Human Rights] treats Israel much the way Apartheid courts used to treat Black Africans: Just as there was special justice (really injustice) for blacks, so too there is special justice (really injustice) for Israel. Das schreibt Alan M. Dershowitz in seiner aktuellen Abrechnung mit dem Goldstone-Bericht. Dershowitz bezeichnet sich selbst als ein “führender Rechtsanwalt” der USA und “getreuer Verteidiger Israels”. Der landesweit populäre Anwalt hat sich inzwischen an die Spitze der Goldstone-Kritik gestellt. Sie erinnern sich: Der ehemalige südafrikanische Richter jüdischer >>>

 

 

Zensiert, Entmündigt und Ahnungslos - Deutsche Öffentlichkeit unter Besatzung - IPK -  Für Anfang Juni diesen Jahres hatte die Evangelische Akademie Bad Boll den Gesundheitsminister der HAMAS-Regierung in Gaza, Bassem Naim, zu einer Tagung mit dem Titel "Partner für den Frieden - Mit Hamas und Fatah reden" eingeladen, um zu erörtern ob und welche Möglichkeiten bestehen, um auch mit der HAMAS in einen konstruktiven Dialog einzutreten, um den Palästinakonflikt zu beenden. Dieses Ansinnen wurde offenbar auch den deutschen Hütern der israelischen Staatsraison bekannt, deren vornehmste Aufgabe darin besteht, hierzulande das israelische Deutungsmonopol des Geschehens in Palästina durchzusetzen. Da diese Deutungen dem Licht der Realität nicht standzuhalten vermögen - werden sie öffentlich (!) mit Methoden durchgesetzt, die einer demokratischen, liberalen und aufgeklärten Öffentlichkeit unwürdig sind: Die Realität in Palästina verschwindet dazu hinter einem Dickicht aus Halbwahrheiten und israelischer Staatspropaganda, dem Ergebnis einer vorauseilender Selbstzensur. Diese ist wiederum das Resultat der allgemein bekannten und durchaus ernst zu nehmenden Drohung, jeden - der die Deutungen des israelischen Staates in Zweifel zieht - mit Diffamierungen, bis hin zum Rufmord, zu überziehen. (Siehe den Fall Ludwig Watzal.) >>>                 

Die Jagd auf Ludwig Watzal - Dokumentation >>>       |         Die Jagdgesellschaft >>>

 

 

„Auch wir haben Antisemiten“ - Berliner Gemeindevorsitzende ruft Zentralrat zu klarer Position im Nahostkonflikt auf - Die Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, hat sich in scharfer Form von jüdischen Kritikern des Staates Israel distanziert. Zumindest teilweise seien das Antisemiten, mit denen sie jede öffentliche Diskussion ablehne, erklärte sie am Dienstag. >>>

Jüdische Gemeindevorsitzende: Auch wir haben Antisemiten - Die Vorsitzende der Berliner Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, hat sich in scharfen Worten von jüdischen Kritikern des Staates Israel distanziert. Zumindest teilweise seien das Antisemiten, mit denen sie jede öffentliche Diskussion ablehne, erklärte sie am Dienstag in einem epd-Gespräch in der Bundeshauptstadt. Ebenso wenig würde sie den Vorsitzenden der NPD zum Gespräch einladen >>>

Dokumentation - Podiumsdiskussion „Pilgerfahrt nach Auschwitz“Zum Umgang deutscher Medien mit Erinnerungskultur, Israelkritik und Antisemitismus >>>

Zionismus = Rassimus- Zitate   |   Zionismus - Antizionismus   |   Die Israellobby

 

 

Zweifelhafte Vergangenheit ??? - Abraham Melzer - Das israelische Außenministerium hat die Unabhängigkeit des Vorsitzenden der UN-Kommission in Zweifel gezogen. Der frühere südafrikanische Richter Goldstone habe eine „zweifelhafte Vergangenheit“ und habe den Gaza-Bericht genutzt, um für frühere „Sünden zu büßen und international an Ansehen zu gewinnen“, sagte der stellvertretende israelische Außenminister Ajalon im Rundfunk. Die israelische Zeitung „Jediot Ahronot“ hatte zuvor berichtet, Goldstone sei in den Jahren des Apartheid-Regimes als Berufungsrichter an Todesurteilen von Schwarzen beteiligt gewesen. Wie perfid, dumm und ekelerregend dieser stellvertretende Außenminister samt seines Außenministers und der anderen Mitglieder des Kabinetts bis zum Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sind, zeigt der Goldstone-Bericht, indem auch zwei Briefe des ständigen Botschafter Israels bei der UN abgedruckt sind >>>

 
 

Kommunale Allianzen für den Frieden im Nahen Osten – Teil 1 - Köln – Tel Aviv-Yafo – Bethlehem - Frieder Wolf - Die von den Nazis zerstörte und im September 1959 nach ihrem Wiederaufbau eingeweihte  Kölner Synagoge wurde in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag 1959 von Nazis mit schwarzer, weißer und roter Farbe beschmiert. Wenig später wurden zwei Männer als Täter festgenommen, die der Deutschen Reichspartei angehörten. Sie hatten auf den Eingang der Synagoge Hakenkreuze gemalt und ihn mit der faschistischen Losung "Juden raus!" besudelt. Nach dem Motto “Palästinenser raus!“ hat die israelische Regierung im April eine Anordnung in Kraft gesetzt, die die Ausweisung von in der Westbank lebenden Palästinensern, die im Gaza-Streifen geboren sind oder in deren Ausweisen eine Adresse im Gaza-Streifen eingetragen ist, zur Folge hat. Gründe für uns, einen Beitrag von Frieder Wolf wiederzugeben, den er gerade in “israel & palästina. Zeitschrift für Dialog“, Heft 1/2010, veröffentlicht hat >>>

 

 

Interview mit Mouhanad Khorchide - "Mir geht es um eine zeitgemäße Deutung des Islam" - Der aus dem Libanon stammende Mouhanad Khorchide wird neuer Professor für islamische Religionspädagogik in Münster und tritt damit die Nachfolge des in muslimischen Kreisen umstrittenen Sven Kalisch an. Kersten Knipp hat sich mit dem Theologen unterhalten. - Der 1971 im Libanon geborene Mouhanad Khorchide hat zuletzt islamische Religionspädagogik an der Universität Wien gelehrt. Nun besetzt er die Professur am Centrum für Religiöse Studien in Münster, wo islamische Religionslehrer für staatliche Schulen ausgebildet werden. Herr Khorchide, von welchen theologischen und pädagogischen Prinzipien werden Sie sich in Ihrem neuen Amt leiten lassen? Mouhanad Khorchide: Ich werde eine humanistische Theologie vertreten. Meiner Auffassung nach ist die Religion für den Menschen da – und nicht umgekehrt der Mensch für die Religion. Darum liegt mir an einer Theologie, die nach den spirituellen ebenso wie den Alltagsbedürfnissen des Menschen fragt. Es geht nicht um die Vermittlung von Gesetzen und Dogmen. Ich will ein Islambild vermitteln, das nichts mit einer Gesetzesreligion zu tun hat >>>

 

 

Open Secrets - Israel Shahak revisited - Dr. Ludwig Watzla -  The neocons and the Fawning Corporate Media (FCM) in the United States of America are on a war spree again; this time against Iran. This Muslim country and its leadership are demonised by neocons and some public interest groups as the embodiment of the ultimate evil. Like in the case of Iraq, the Americans have a distorted picture of reality due to a selective information policy by the FCM. According to opinion pool made by CNN 71 percent believe that Iran possesses nuclear weapons. One would have expected that after the Iraq fiasco, Americans would become a little smarter. The anti-Iranian bias of the U. S. political elite rests at least on three pillars: firstly, the hostage crisis between November 4, 1979 and January 20, 1981, secondly, the permanent pressure by Israeli governments and their U. S. supporters over the last 20 years. But, thirdly, the most important one are geopolitical considerations. Here, the book by Israel Shahak comes into play, in which he exposes Israel´s stategic policy as it really is. Drawing exclusively on the Hebrew press, Shahak reveals that the Israeli ideology is widely misunderstood outside, since, as in the case of foreign policy, “no attention is paid to what the Israeli establishment says to Israeli Jews about its intenions and policies” (p. 7). They cannot be understood according to what they say to the outside world, writes the author. >>>

 

 

„Unsere Heimkehr ist gewiss - Freiheit für unsere Gefangenen!“ - Palästinenser sollen nicht für Holocaust zahlen - Evelyn Hecht-Galinski - Evelyn Hecht-Galinski, Tochter des früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat am Samstag auf dem 8. Europäischen Palästinenserkongress im Berliner Tempodrom betont, dass die Palästinenser nicht für den Holocaust zahlen sollen. Sie erklärte, auf der Konferenz "RückkehrRecht für die Palästinensischen Flüchtlinge" weiter: „62 Jahre Flüchtling sein, ethnische Säuberung sowie Unter-drückung in den Palästinensergebieten sind genug, und die Staatengemeinschaft darf gegenüber diesen Leiden nicht schweigen.“ Nach ihrer Ansicht verletzen die durch Israel in den besetzten Palästinen-sergebieten praktizierten Gesetze die Genfer Konvention. Hier Teile ihres Grußwortes. >>>

Kommentar des Monats Mai 2010 - Evelyn Hecht-Galinski >>>

 
 

Sleepless Gaza Jerusalem
"Sleepless in Gaza...and Jerusalem" is a video diary about young Palestinian women, Muslim and Christian, living in Gaza, Jerusalem and the rest of The West Bank. We will make 90 films in 90 days, non-stop, no scripts and no intervention! The idea here is to show you the real life of Palestinians through the daily activities of the Sleepless Girls!

Day 71: Join Ashira in Nazareth where she discovers how the Palestinian Traditional Dress (Thob) has disappeared from the culture there! Watch Ashira wearing the modern Nazareth Islamic Dress including the veil Hijab! Check out how people look and treat a veiled woman! Visit Kul Al Arab Newspaper and find out more about drugs and weapon problems that Palestinians in 1948 face! Did you know that we have Russian and Palestinian Mafia?! In Gaza join Eman in one of the activities organized by a group of young men and women in the commemoration of the 62 anniversary of the Nakba 'the catastrophe. The activity took
 

Day 70: Do you have difficulty getting pregnant? Join Ala' to the inside of Rachel's Tomb that was cut off of Bethlehem through the Wall of Separation and a passage with high walls that keep the Palestinians out. She enters after speaking Hebrew to the guards who only allow Israelis and tourists in. Barren women or those who have difficulties in their pregnancy go to Rachel's Tomb to get blessed because it is believed that Rachel had died after a difficult pregnancy and was buried there. See the


YouTube - Kanal von Sleepless in Gaza >>>

 


11.5.2010
 

 

Kommentar des Monats Mai 2010 - Evelyn Hecht-Galinski - Rede auf den 8. Europäischer - Palästinenserkongress in Berlin "Unsere Heimkehr ist gewiss. Freiheit für unsere Gefangenen" - Salam Aleikum, sehr geehrte, liebe palästinensische Freunde und Freundinnen, Ich betrachte es als eine große Ehre, dass ich als deutsche Jüdin hier bei Ihnen auf dem 8. Europäischen Palästinenserkongress in Berlin sprechen darf. Das heutige geschichtsträchtige Datum des 8. Mai, des Tages der Befreiung vom Faschismus und der Nazi-Diktatur vor 65 Jahren, sollte dem Staat Israel und allen Verfolgten, die selbst so Schreckliches erlebt haben, Mahnung sein, nie wieder Unrecht und Unterdrückung zu dulden oder selbst auszuüben. 62 Jahre Vertreibung und ethnische Säuberung sind genug! 43 Jahre Besetzung und Unterdrückung sind genug! Schlimmerweise ist es für Israel nie genug. Am 13. April trat die neueste Perversion des „Jüdischen Staates“ in Kraft: Ein Militärerlass, der den Boden für Massendeportationen aus der Westbank bereitet. Diese Verordnung ist ein klarer Verstoß gegen Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention. Dieser Erlass ist ungesetzlich und verstößt gegen internationales Recht, da israelische Gesetze im Westjordanland – also auf besetztem Gebiet – nicht anzuwenden sind. Diese Anordnung beweist nur ein weiteres Mal die Macht und die Willkür der israelischen Armee, gegen unliebsame Palästinenser vorzugehen.  >>>

Ein Grußwort von Marwan Al Barguthi wurde von seiner Frau Frau Fadwa Al Barguthi verlesen -
Ein kleiner Ausschnitt der Rede von Evelyn Hecht-Galinski

 

 

Israel neu Mitglied der OECD - Trotz palästinensischen Protesten nimmt die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Israel als neues Mitglied auf. (...) Der Aufnahmebeschluss verstosse gegen "die Grundprinzipien der Organisation", die nun einen Staat aufnehme, "der täglich die Menschenrechte und internationales Recht verletzt". In Paris kündigten pro-palästinensische Organisationen für den Abend eine Demonstration vor dem OECD-Sitz gegen die Entscheidung an. >>>

Politische Aufwertung - Israel feiert Aufnahme in die OECD - Inge Günther - Jerusalem. Unter israelischen Finanzexperten ist der Jubel groß. Die 31 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) votierten am Montag einstimmig für die Aufnahme Israels in den prestigeträchtigen Club der Industrieländer. Die Entscheidung wird in Israel gar als "historischer Moment" gefeiert. >>>

OECD approves Israel membership bid - The 31 members of the Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) have voted unanimously to admit Israel to the group. The OECD announced its decision on Monday. Two other countries, Slovenia and Estonia, were also admitted to the organisation. >>>

 

 

Ruth Fruchtman - Offener Brief an die Jüdische Gemeinde zu Berlin - An Frau Lala Süsskind - Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin - 4. Mai 2010 - Zur Podiumsdiskussion am 27. April: Pilgerfahrt nach Auschwitz – Zum Umgang deutscher Medien mit Erinnerungskultur, Israelkritik und Antisemitismus - Sehr geehrte Frau Süsskind, obwohl Sie und Ihre Kollegen auf dem Podium beteuerten, daß der Artikel in der tageszeitung (taz) (Titel in der Druckausgabe: Nur auf Zehenspitzen gehen; im Internet: Pilgerfahrt nach Auschwitz) von Iris Hefets nicht Thema der Diskussion sein werde, warfen Sie der Autorin sprachliche Geschmacklosigkeiten vor: z. B: „Bevor ein junger Israeli zur Armee geht, muss er mindestens einmal Suff, Sex und eine Auschwitzreise erlebt haben.“ Später, in der Diskussion habe ich Sie an Ihren eigenen Sprachgebrauch erinnert, als Sie sich während des israelischen Überfalls auf den Gazastreifen (Gegossenes Blei) am 11. Januar 2009 bei der Kundgebung der Jüdischen Gemeinde auf dem Breitscheidplatz zur Unterstützung Israels des folgenden Zitats von Golda Meir bedienten: "Wir können den Arabern vergeben, wenn sie unsere Kinder töten; wir können ihnen nicht vergeben, wenn sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Hoffentlich werden die Araber eines Tages ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen." Jemand, der damals dazu fähig war, diese Sätze zu zitieren, dem spreche ich das Recht ab, die Sprache anderer zu kritisieren. Das Zitat von Golda Meir zeigt deutlich, wie wenig die Regierungen des Staates Israel bereit waren und noch sind, die Verantwortung für die eigenen Handlungen, sprich Verbrechen, zu übernehmen. Immer seien wir Juden Opfer, immer seien die anderen schuld. Und die Jüdische Gemeinde zu Berlin übernimmt in jeglicher Hinsicht diese Haltung. Keine Erwähnung der Sprache des israelischen Außenministers, Avigdor Lieberman; seiner in der Öffentlichkeit geäußerten Drohung, Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft und Knesset Abgeordnete, hinrichten zu lassen. Nein. Selbstverständlich nicht. Am Dienstagabend redeten Sie zwar von Diskussionskultur und rügten die fehlende Bereitschaft junger Israelis sich ruhig zu verhalten, Sie hielten es aber nicht für nötig, die Autorin des Artikels selbst auf das Podium einzuladen: in Abwesenheit von Frau Hefets hatten Sie hingegen keine Hemmungen, in häßlichster Art und Weise über sie herzuziehen. Iris Hefets ist zwar nicht Mitglied der Jüdischen Gemeinde, sie ist Stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost e. V. (EJJP – European Jews for a Just Peace – Deutschland). Ich bin ein Gründungsmitglied dieses Vereins >>>                       Sonderseite zum Thema >>>

 

 

Ein Ruf nach Ernsthaftigkeit -  Freunde Palästinas - Letzte Woche überraschte 3000 jüdische Intellektueller die ganze Welt, indem sie eine Petition unterzeichneten, die Israels Führung auffordert, mehr Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem Friedensprozess an den Tag zu legen. Bekannte Namen, wie die französischen Philosophen Alain Finkielkraut, Bernard-Henri Levi, der Professor für Neue Geschichte Zeev Sternhell und der allseits bekannte Daniel Cohn-Bendit, ein Mitglied des EU-Parlaments, waren unter den Unterzeichnenden. Besorgt über die Zukunft Israels, als Staat mit "Demokratie und Moral", so sagten sie, die liberalen jüdischen Intellektuellen in der Diaspora, besorgt wegen des sich immer mehr verschlechternden Ruf Israels in der Welt. Während sie ihren Sorgen Ausdruck verliehen, forderten sie ein Ende der Okkupation und der Besiedlung der Westbank und Ostjerusalems. Sie betonten, dass die Siedlungspolitik den Friedensprozess unterminiert und eine Zwei-Staaten-Lösung unwahrscheinlich macht. Die Unterzeichner blicken weiter mit Sorge auf die Isolation Israels. Im Vergleich zur J-Street Organisation, in den USA vor einem Jahr ins Leben gerufen, um der allmächtigen pro-Israel-Lobby (AIPAC) ein Gesicht zu geben, agieren europäische jüdische Intellektuelle ohne besondere Zuneigung mit Israel. Jetzt, angesichts der bedingungslosen Unterstützung für Israels Expansionspolitik und des ständig erweiterten Siedlungsbaus, weist die neue liberale jüdische Stimme die Forderung nach Zustimmung zu dem angeblichen "Recht" der Juden" auf Unterstützung der Aktivitäten Israels zurück, da sie falsch, unmoralisch und destruktiv sind. >>>

Sonderseite - "JCall" Europa - European jewish call for reason - Europäische Juden protestieren >>>

 
 

Ein Fahrplan zum Krieg - Philip Giraldi, ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter, behauptet, der Iran müsse noch vor August 2010 mit einem Angriff Israels und der USA rechnen. - Philip Giraldi - Leser meiner Artikel wissen, dass ich, was die Aussichten für einen Frieden im Mittleren Osten angeht, äußerst pessimistisch bin. Ich glaube keine Sekunde, dass die israelische Führung den Iran wirklich als "existenzielle Bedrohung" ansieht, aber weil sie schon so oft blinden Alarm geschlagen hat, ist die israelische Bevölkerung davon überzeugt, dass es stimmt. Noch schlimmer ist, dass die Freunde Israels in den USA auch der amerikanischen Öffentlichkeit diese Bedrohung eingeredet haben, obwohl der Iran die USA keineswegs bedroht. Weil sie willfährigen Medien vertraut, glaubt die Mehrheit der US-Amerikaner tatsächlich die lancierten Nachrichten über die fanatischem Mullahs, die sich angeblich Atomwaffen verschafft haben und unbedingt auch Al-Qaida damit ausstatten wollen, und dass gegen den Iran Gewalt angewendet werden muss, da er bereits Atomwaffen hat. >>>

 
 

It is a tale of bureaucracy; a stifling blockade and a sick child in need of help. We follow one family trying to get their son out of Gaza to save his life.
 

 
 

Latest on Ameer Makhoul, Secret Arrest, Gag Order, and Silence of Israeli Press -  Those of you who followed this blog during the thick of the Anat Kamm-Uri Blau case, noted a critical juncture at which the weight of the secret gag order charade became too heavy. After the Israeli media itself began obliquely ridiculing the Shin Bet for maintaining a secret that the whole world knew, including many Israelis among them, the gag collapsed like a house of cards. We have come near to that in the case of Ameer Makhoul, director of the Israeli Palestinian community activist NGO, Ittijah, who was arrested in the dead of night at his Haifa apartment a few days ago after a team of 20 police and security agents ransacked his premises and stole cell phones, documents, computers and maps, including the research project of his teenage daughter. The charge was…well, there was no charge: the police carried a warrant which they initially refused to show the victim in defiance of police procedure. >>>

 


10.5.2010
 

 

Palästinenser-Führer Fajad - Intifada im Business-Anzug - Ulrike Putz -Er gründet Schulen, bringt Behörden auf Trab - und Polizisten sogar dazu, Strafzettel zu verteilen: Mit einem "Aufbau von unten" will der palästinensische Ministerpräsident Fajad sein Volk auf die Gründung eines eigenen Staates vorbereiten. Die Taktik hat er sich beim Gegner abgeguckt. Kelle und Mörtel statt Kalaschnikow und Raketen: Auch diese Woche bewies der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajad, was seine Waffen im Kampf um einen Staat Palästina sind. Im Business-Anzug legte er am Dienstag den Grundstein für eine Mädchenschule in Hebron im Westjordanland. Das bestens dokumentierte Ereignis - Fajads Büro lässt es sich nicht nehmen, täglich die Bilder der Aktivitäten des Chefs herumzuschicken - ist ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg, der nach Ansicht Fajads zur Staatsgründung führen wird. Fajad glaubt daran, erst die Institutionen aufzubauen, dann den zu ihnen gehörenden Staat zu gründen: Nur wenn die Palästinenser endlich Eigeninitiative bewiesen, könnten sie auf diplomatische und finanzielle Unterstützung hoffen. >>>

 

Der Freund -  Gideon Levy - Die Siedler von Pisgat Zeev, die Eindringlinge von Sheik Jarrah, die Leute, die Silvan begehren, die Eindringlinge, die ins Muslimviertel wollen, und Sie Bürgermeister  der nationalistischen Stadt, Nir Barkat, brauchen sich keine Sogen mehr zu machen: Ganz Jerusalem gehört Ihnen – und zwar für immer. Der Nobelpreisträger Elie Wiesel traf sich im Weißen Haus mit seinem Freund Barack Obama mit einem Auftrag seines anderen Freundes Benjamin Netanyahu. Und als er von dort kam, sagte er, er habe den Eindruck, Obama würde seinen Rat befolgen und die Diskussionen über Jerusalem  hinausschieben. Mit Freunden wie diesem, braucht Israel keine Feinde. 62 Jahre nach Erklärung seiner Herrschaft benötigt Israel noch immer Hausierer mit jüdischem Einfluss – einmal ist es Elie Wiesel und  ein anderes Mal ist es Ron Lauder, um beim Edelmann Einspruch zu erheben. 43 Jahre lang dauert die Besatzung, und diese Leute wirken nur dahin, dass sie weitergeht. Es gibt nicht viele Juden wie Wiesel, für den die Tür des Weißen Hauses offen steht und dem der Präsident zuhört. Und was macht Wiesel mit dieser goldenen Möglichkeit? Er redet mit Obama über das Hinausschieben von Gesprächen über Jerusalem. Nicht über die Notwendigkeit der Beendigung der Besatzung, nicht über die Möglichkeit einen gerechten Frieden ( und ein gerechtes Israel) zu schaffen, nicht über die entsetzliche Ungerechtigkeit gegenüber den Palästinensern. Nur über die Aufrechterhaltung der Besatzung. >>>

 
 

Warum erlaubt Israel nicht den Import von Coriander in den Gazastreifen? -  Amira Hass - Das Verteidigungsministerium weigert sich – aus Sicherheitsgründen – aufzudecken, warum Israel den Import in den Gazastreifen von folgendem verbietet: Koriander, Salbei, Marmelade, Schokolade, Pommes frites, getrocknete Früchte, Stoff, Notebooks-PC, leere Blumentöpfe und Spielzeug, während es Zimt, Plastikeimer und Kämme  erlaubt. Bei seiner Antwort auf ein Verfahren letzter Woche, wo es um die Informationsfreiheit ging, gab der Staat das erste Mal zu, dass es eine besondere Liste für Waren gibt, deren Import erlaubt ist. Dieses von Gisha ( Rechtszentrum für Bewegungsfreiheit) angestoßene Verfahren im Tel Aviver Verwaltungsgericht versuchte, die Kriterien und Prozeduren der Behörden zu klären, wie entschieden wird, welche Waren nach Gaza geliefert werden dürfen. Es wurde ein Klage erhoben, nachdem Gazaer zu behaupten begannen, dass Handelsinteressen innerhalb Israels und ihre Lobbymacht entscheiden würden, was erlaubt sei. In seiner Antwort „entschuldigte sich der Staat gegenüber dem Gericht und dem Kläger für Ungenauigkeiten, die während der mündlichen Verhandlung im Januar auf Grund gewisser Missverständnisse sich ergeben hätten.“ Die in Frage gestellte Ungenauigkeit war die Leugnung der Existenz schriftlich festgelegter Direktiven. Die Antwort schloss zwei Dokumente ein, die der Staat als Entwürfe bezeichnete, die aber in der Praxis schon benützt wurden. >>>

 

Wie ein Flugzeug ohne Pilot -  Amira Hass - Selbst wenn kein einziges jüdisches Haus in den besetzen Gebieten ( einschließlich Ost-Jerusalem) gebaut wird,  geht der enorme Apparat der Herrschaft dort mit innerer Logik noch viele Jahre weiter. Ministerpräsident Benyamin Netanyahu zieht ungerechtfertigt Kritik auf sich für eine Politik, die auch ohne seine Beteiligung weitergeht. Die jüdischen Intellektuellen, die plötzlich die Dunkelheit sehen und erschrocken sind, sollten wissen: auch wenn kein einziges jüdisches Haus in den besetzten Gebieten ( einschließlich Ost-Jerusalem) gebaut wird, wird der enorme Apparat der Herrschaft  dort mit innerer Logik  viele Jahre weitergehen. Er geht von alleine weiter, wie ein riesiges Flugzeug ohne einen Piloten.  Ministerpräsidenten kommen und gehen, Verhandlungen halten an und gehen weiter, Neue Koalitionen  bilden sich – und dieser Herrschaftsapparat hat sein eigenes Leben. Er bewahrt und entwickelt die Privilegien der Juden in Groß-Israel. Er setzt die Grenzen der „Indianerreservate“ fest. Wenn er will, verbindet er sie mit einander; wenn er  dies nicht will, schneidet er sie von einander ab. Sein Wunsch und Wille wird getan: Arbeitslosigkeit von 52% oder 19 %, Bevölkerungsdichte der Dörfer und Städte, Durchmesser der Wasserleitungen, die Anzahl der Tage, die man warten muss, um ein lebensrettendes Medikament zu bekommen. Wenn die Einheimischen es wollen, können sie in den Reservaten leben ; wenn sie nicht wollen – lasst sie gehen. >>>

 
 

Sogar Israels größte Anhänger werden ungeduldig -  Yossi Sarid - Zum Glück haben wir lang genug gelebt. Seit 2000 Jahren – oder mindestens seit 43 Jahren – erwarten wir diese Stimme aus der Höhe, aber sie zögerte. Keiner kann die 3600 jüdischen Intellektuellen, die einen Brief unterzeichnet haben, der heute dem EU-Parlament vorgelegt wird und der Israel aufrufen soll, mit dem Bau (von Siedlungen) in der Westbank und in Jerusalem aufzuhören, als Israelhasser anklagen. Keiner kann den französisch-jüdischen Philosophen Bernard-Henri Levy oder Alain Finkielkraut als selbst-hassende Juden bezeichnen. Es sind Leute, die jede Gelegenheit nützen, Israel öffentlich zu verteidigen und ihm treu ergeben bleiben. Sogar während der Operation Cast Lead und nach dem Goldstone-Bericht blieben sie auf Israels Seite. Der Staat Israel ist wie ihr Augapfel in guten und besonders in schlechten Zeiten. Aber selbst ihre Geduld geht zu Ende, und sie machen sich große Sorge. Sie hören dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zu und hören jemanden, der sich getäuscht und betrogen fühlt. Sarkozy fühlt sich >>>

 
 

Steckbrieflich gesucht:  ein IDF-Soldat, weil er einen unbewaffneten palästinensischen Demonstranten schwer verletzt hat. - Richard Silverstein - Dies  ist die Art politischer Aktion, die ich  uneingeschränkt gut heiße. Es hat Substanz und Phantasie und bringt die Schlacht direkt auf die andere Seite: Gesucht   -  die  Polizei bittet die Öffentlichkeit um Hilfe. - Der Verdächtige wird wegen Ermittlung und versuchtem Mord gesucht. - Am 23.4 2010 um 14 Uhr 03 schoss der Verdächtige wahllos auf die Köpfe von  gewaltlos Demonstrierenden. Als Folge davon wurde Imad Rezqa verletzt und erlitt eine Schädelfraktur und  Gehirnblutungen. Man denke daran, dass der Verdächtige bewaffnet und gefährlich ist. Wenn man ihn sieht, soll man keinen Kontakt mit ihm aufnehmen. Man setze die Polizei sofort in Kenntnis. Wer weitere Details hat berichte an … >>>

 


9.5.2010
 

 

"Israel will keinen Frieden" - Der israelische Friedensaktivist Reuven Moskovits im Gespräch mit Arn Strohmeyer - Warum ist ein Frieden im Nahen Osten so schwer zu erreichen? Hat Israel jemals den Ausgleich mit den Arabern gesucht? Die dort am Konflikt Beteiligten, insbesondere Juden und Palästinenser, haben nie ernsthaft versucht, sich mit der Tatsache abzufinden, dass die einzige Lösung, wenn auch nur transitorisch, die gegenseitige Anerkennung und der Übergang zur Gewaltlosigkeit ist. Dabei muss betont werden, dass es hinsichtlich der Verantwortung für diesen Zustand keine Symmetrie gibt. Die Hauptverantwortung liegt bei der israelischen Politik, die noch vor der Staatsgründung die Teilung des Landes nicht ernst genommen hat. Auch heutzutage liegt die Hauptverantwortung vorrangig bei der israelische Seite, die seit den siebziger Jahren eine Einigung mit den Palästinensern abgelehnt hat - eine Einigung, wie sie ja mit Ägypten und >>>

 
 

Eine Fantasie -  Uri Avnery - ICH BEWUNDERE Professor John Mearsheimer. Seine strenge Logik. Seine klare Darstellung. Sein selten moralischer  Mut. Ich fühlte mich sehr geehrt, ihn und seinen Kollegen Professor Stephen Walt in Tel Aviv  als Gäste zu haben, nachdem ihr Buch über die Israellobby in den USA Furore provozierte. Und  ich stimme nicht mit seinen Schlussfolgerungen überein. VOR EIN paar Tagen hielt Prof. Mearsheimer einen eindrucksvollen Vortrag in Washington DC. Er bestand aus einer tiefgründigen Analyse der Überlebenschancen für Israel. Jeder Israeli, der über die Zukunft seines Staates nachdenkt, sollte sich mit dieser Analyse aus einander setzen. Der Professor selbst fasst seine Schlussfolgerungen wie folgt zusammen: „Im Gegensatz zu den Wünschen der Obama-Regierung und der meisten Amerikaner – einschließlich vieler amerikanischer Juden – wird Israel den Palästinensern nicht erlauben, einen eigenen lebensfähigen Staat in Gaza und der Westbank zu haben. Bedauerlicherweise ist die Zwei-Staaten-Lösung jetzt eine Fantasie. Stattdessen werden diese Gebiete in ein „Groß-Israel“ integriert, der ein Apartheidstaat sein wird, der große Ähnlichkeit mit dem von Weißen regierten Süd-Afrika haben wird.  Trotz alledem  wird ein jüdischer Apartheidstaat politisch  auf Dauer nicht lebensfähig sein. Am Ende wird es ein demokratischer bi-nationaler Staat werden, dessen Politik von seinen palästinensischen Bürgern  dominiert werden wird.  >>>

 
 

Israels Wahl: Frieden machen oder verschwinden! - Um Israel zu retten, müssen wir uns so schnell wie möglich von den Gebieten und ihren Einwohnern trennen -  Tzvia Greenfield - Der Studentenrat der Berkeley-Universität in Kalifornien verabschiedete kürzlich eine Resolution, die zum Divestment von Israel aufrief. Prof. Judith Butler, die feministische Theoretikerin erläuterte dem begeisterten Publikum ihre neue „jüdische“ Vision, die dazu aufruft, Israel anzuprangern. Auf diese Weise drücken die intellektuellen Eliten noch einmal ihren starken Glauben in das theologische Prinzip aus, dessen Grundlage Opposition gegen die westliche Kultur ist. Für diese Intellektuellen symbolisiert der palästinensische Kampf gegen Israel den heroischen Aufstand der Abgelehnten und Unterdrückten  gegen den Eroberer, der  sie ihrer Menschlichkeit  und ihres historischen Narratives beraubt hat. In dieser mythologischen und theologischen Arena besteht keine Chance, eine vernünftige auf Fakten gegründete Debatte zu führen. Israel als den schlimmsten Vertreter des westlichen Kolonialismus zu sehen, ist besonders paradox angesichts der winzigen Größe des jüdischen Volkes und Europas bösartiger anti-jüdischen Geschichte. Weder Russlands Kontrolle über die Tschetschenen, noch irischer Groll gegen die Briten, noch der Groll der Basken gegen die Spanier hat so viel scharfe Kritik hervorgerufen wie  Israel. >>>           Collage - E. Arendt

 
 

Al Ma’ssara – Al Walaja – Wad Rahal - Internationale und israelische Aktivisten unterstützten die Einwohner von drei Dörfern bei Betlehem in ihren wöchentlichen Protesten gegen die israelische Apartheidmauer. In Al Ma’ssara gelang es den Demonstranten zum ersten Mal seit zwei Jahren, an der Strassensperre vorbei  zu ihren Feldern zu gelangen. Soldaten benutzten Schlagstöcke, um die Menge  zu vertreiben, aber einige, darunter eine Gruppe von französischen Solidaritätsaktivisten, brachen durch die Sperre und konnten sich einige Zeit auf dem Dorfland aufhalten. In Al Walaja marschierten die Demonstranten zur Baustelle, wo seit April die Konstruktion der Mauer fortgeführt wird. Örtliche Bauern berichten, dass bis zu einhundert Olivenbäume entwurzelt wurden, von denen einige in Römischer Zeit gepflanzt worden waren. Einen Tag zuvor hatte Al Walaja zu einem Sit-in vor den Bulldozern aufgerufen. >>>

 
 

Siedler erfinden neue Strategien, um die palästinensischen Nachbarn zu verscheuchen -  Amira Hass - Einige Siedler wenden eine neue Strategie an, um Palästinenser von ihrem Land im nördlichen Jordantal zu vertreiben, hat Haaretz erfahren. Eine Anzahl von Siedlern, zum Teil Bewohner der Siedlung Maskiot, setzten ein Protestzelt neben das eines Beduinenhirten in der Nähe von Wad el-Maleh auf privates palästinensisches Land. Nachdem sich die Palästinenser bei der Zivilverwaltung beklagten, wurden den Israelis und den Palästinensern Anordnungen ausgehändigt, die dieses Gebiet zur geschlossenen militärischen Zone erklärt. Unterzeichnet war es vom Brigadekommandeur Yochai Ben-Yishai. Die Israelis verließen das Gebiet. Auch die Palästinenser, die seit 40 Jahren dort lebten. Sicherheitskräfte sagten zu Haaretz: obwohl die militärische Anordnung  nur eine vorläufige sei und verhindern wolle, dass es zu Reibereien zwischen der Beduinenfamilie und der Siedlergruppe kommt, waren die Palästinenser aus Angst vor den Siedlern nicht wieder zu ihrem Land zurückgekehrt. Mitglieder eines Komitees für allgemeinen Kampf im Jordantal fürchten, dass die Siedler dieselbe Methode auch an anderen Stellen anwenden werden. >>>

 
 

Tod in Tunnel und Sperrzone - Gaza im ägyptisch-israelischen Würgegriff (SB) - Wollte man unter den derzeit herrschenden Verhältnissen allen Ernstes von einer Phase des Friedens für die Palästinenser im Gazastreifen sprechen, so gleicht diese einem permanenten unterschwelligen Kriegszustand, der jederzeit in direkte militärische Eskalation umschlagen kann. Seit die offiziellen Grenzübergänge zwischen dem Gazastreifen und Israel wie auch Ägypten vor knapp drei Jahren geschlossen wurden, leben 1,5 Millionen Menschen in einem Freiluftgefängnis, dessen systematische Unterversorgung mit lebensnotwendigen Mitteln weit über die politische Erpressung hinaus längst die Züge eines schleichenden Genozids angenommen hat. Aus existentiellen Gründen darauf angewiesen, Nahrungsmittel und andere Güter zu beschaffen, graben die Bewohner des allseits einkesselten Küstenstreifens Tunnel unter der Grenze zu Ägypten, die man als einzig verbliebene Lebensader der drangsalierten palästinensischen Bevölkerung bezeichnen kann. >>>

 
 

8. Mai des deutschen Volkes vom Hitlerfaschismus - Tag der Befreiung - Esther Bejarano zum 8. Mai: Den 8. Mai 1945, den Tag der Befreiung der Menschheit von der Geißel des Hitler-Faschismus, verbrachte ich mit amerikanischen und russischen Soldaten in dem mecklenburgischen Städtchen Lübz: die Soldaten holten aus einem Haus ein großes Hitler-Portrait, das auf einem Marktplatz verbrannt wurde. Meine Freundinnen, mit denen ich vom Todesmarsch geflohen war, tanzten mit den GIs und den Rotgardisten um dieses brennende Bild, und ich spielte Akkordeon dazu. Das werde ich nie vergessen. Ich sage immer: Das war meine zweite Geburt! 

Doch schon wenige Tage später holte uns die Realität ein: zwar war der Krieg zu Ende, aber die menschenverachtende antisemitische und rassistische Ideologie ja noch in den Köpfen der Menschen. Auf unserem Marsch durch das Nachkriegsniemandsland von Lübz zum Kibbuz Buchenwald in der Nähe von Fulda hatten wir immer noch Angst, Nazis in die Hände zu fallen, denen wir ja völlig hilflos ausgeliefert gewesen wären.

Ich gehörte zu den so genannten deplaced persons. Deplaced heißt soviel wie „entheimatet“, also, Menschen, die keine Heimat mehr haben, entwurzelt sind. Ich war völlig entwurzelt. Es gab in diesem Land keinen Ort und keine Menschen mehr, wohin ich hätten gehen können: Keine Eltern – sie, meine Schwester und fast alle Verwandten waren von den Nazis ermordet worden – und kein Elternhaus. Kein Ort, nirgends. 

Die Frage „Warum Israel?“ ist für mich deshalb ganz einfach zu beantworten: Wohin sonst? 

Damals wollte ich so schnell wie möglich zu meiner Schwester Tosca und deren Mann Hans Lebrecht nach Palästina. Im September 1945 bin ich in Haifa angekommen. Ich war 20 Jahre alt, und vor mir lag mein ganzes Leben.

In Palästina wollte ich ein Land aufbauen, in dem alle Menschen friedlich zusammen leben konnten. Eine Heimstätte, für die, die dort schon lebten, und Zufluchtsstätte für die verfolgten Jüdinnen und Juden dieser Welt. Die arabischen Einflüsse haben mich völlig fasziniert, und mich als Künstlerin inspiriert. Als Israel 1948 gegründet wurde, war ich glücklich. Das war mein Land, hier wollte ich die Lehren aus 12 Jahren Nazi-Diktatur umsetzen: Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus.

Das war eine völlig naive Vorstellung, wie ich in einem sehr schmerzhaften Prozess lernen musste. Fortschrittliche Menschen wie Tosca und Hans sowie mein Mann Nissim und ich waren schon damals eine kleine Minderheit. Es waren jüdische Arbeitskollegen, die mir sagten: „Dich hat Hitler wohl vergessen zu vergasen“.

Trotzdem war und ist Israel meiner Ansicht nach bis heute wichtig als Heimstätte für verfolgte Jüdinnen und Juden. 

Wir Jüdinnen und Juden brauchen Israel. Aber in den Grenzen von 1948! Die Palästinenserinnen und Palästinenser brauchen einen eigenen Staat, sie müssen Land dafür bekommen, und ihnen muss eine Wiedergutmachung gezahlt werden. Deshalb unterstütze ich die jüdische Stimme für einen gerechten Frieden. 

Als ich 1960 mit meiner Familie nach Hamburg kam, hoffte ich, in ein demokratisches Land zu kommen, das seine Lektion aus dem Faschismus gelernt hatte. Auch das war naiv. Auch das musste ich in einem sehr schmerzhaften Prozess lernen. Schon bald waren wir mit alten und neuen Nazis konfrontiert. 

Bis heute ist in der BRD diese wichtigste Lehre, das Verbot aller faschistischen Organisationen, nicht gezogen worden. Das ist zwar im Grundgesetz verankert, wird aber nicht umgesetzt. So lange Nazis marschieren können, werde ich nicht aufhören, gegen sie zu kämpfen. Auch wenn die NPD noch so sehr gegen mich hetzt und mir droht. 

Wir leben trotzdem

Esther Bejarano: vom Mädchenorchester in Auschwitz zur Künstlerin für den Frieden.

Lesung mit Esther und Birgit Gärtner anlässlich des 65. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus im Rahmen der Roten Möwe, So., 16. Mai 2010, 12 Uhr, Galerie der Schlumper, Hamburg  Quelle - Prof. Rolf Verleger

 
 
 

Doris Pumphrey - Der Autor des folgenden Kommentars Basem Naim ist Gesundheitsminister in Gaza. Ihm wurde von den deutschen Behörden vor einigen Tagen die Einreise in die Bundesrepublik verwehrt. Er soll auf Einladung von Pax Christi an einer Veranstaltung in der Evangelischen Akademie Bad Boll teilnehmen. Die Veranstaltung mit dem Titel „Partner für den Frieden – Mit Hamas und Fatah reden“, soll gesprächsbereite Vertreter der Konfliktparteien im Nahen Osten, Vertreter aus Israel, der Fatah und der Hamas an einen Tisch bringen. In diesem Zusammenhang hier ein Kommentar von Basem Naim, den der englische Guardian 2008 veröffentlichte:

Hamas condemns the Holocaust - We are not engaged in a religious conflict with Jews; this is a political struggle to free ourselves from occupation and oppression - Bassem Naeem  - guardian.co.uk, Monday 12 May 2008 14.30 BST Article historyAs the Palestinian people prepare to commemorate the 60th anniversary of the Nakba ("catastrophe") - the dispossession and expulsion of most of our people from our land - those remaining in Palestine face escalating aggression, killings, imprisonment, ethnic cleansing and siege. But instead of support and solidarity from the western media, we face frequent attempts to defend the indefensible or turn fire on the Palestinians themselves. One recent approach, which seems to be part of the wider attempt to isolate the elected Palestinian leadership, is to portray Hamas and the population of the Gaza strip as motivated by anti-Jewish sentiment, rather than a hostility to Zionist occupation and domination of our land. A recent front page article in the International Herald Tribune followed this line, as did an article for Cif about an item broadcast  >>>

 
 

Efforts to revive the Middle East peace process took another blow on Tuesday after Palestinian President Mahmoud Abbas accused settlers of torching a West Bank mosque as the US envoy arrived in the region.

 
 

Latest Israel-Palestinian Talks Hold Little Hope - Dr. Mustafa Barghouthi MP - After 18 months with no direct Israeli-Palestinian negotiations, so-called proximity talks between intermediaries, rather than face-to-face meetings between the direct parties, are scheduled to begin this week. An announcement is anticipated shortly. These shuttle deliberations are expected to continue for four months with Arab League backing. They hold little hope. Israel’s governing coalition, led by Prime Minister Benjamin Netanyahu, is unprepared to comply with international law and meet the minimum demands of Palestinian negotiators. Yes, last year, Netanyahu voiced support for a two-state solution, but he loaded it with so many caveats as to make it a meaningless commitment. He said no on a Palestinian capital in East Jerusalem, no on the return of Palestinian refugees to homes and land in Israel, no on crucial control over borders, no on essential dismantlement of settlements illegal under international law. And, in fact, Israel’s Likud Central Committee, approximately 3,000 of the party’s most active members, voted in 2002 — at Netanyahu’s behest — never to permit a Palestinian state west of the Jordan River. The vote still stands today. >>>

 


8.5.2010
 

 

Sicherheit hat für Israel Priorität - Israel will in den bevorstehenden indirekten Friedensgesprächen mit den Palästinensern zuerst über die eigene Sicherheit reden. Das sagte Israels Präsident Schimon Peres während eines Treffens mit dem US-Vermittler George Mitchell. Wie die Präsidialkanzlei am Freitag in Jerusalem weiter mitteilte, versicherte Peres, dass sich Israel einem Frieden mit den Palästinensern auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung verpflichtet fühle. Mitchell wollte am Freitagabend noch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sprechen. Allerdings will Abbas nach Angaben seines Sprechers Nabil Abu Rudeinah erst am Samstagabend oder Sonntagmorgen offiziell mitteilen, ob die Palästinenser die indirekten Friedensverhandlungen unter US-Vermittlung beginnen werden. >>>

The language of Zionism - The reason for the ongoing "violence" in Israel and Palestine is not on account of Israeli colonialism at all but rather a direct result of mistranslation. Joseph Massad* provides an abridged lexicon of Zionist terminology >>>

Angela Merkel im Gespräch - Darf die Kanzlerin Israel kritisieren? - (...) Merkel: Antisemitismus kann sich auf vielfältige Weise äußern, etwa wenn behauptet wird, dass die systematische Vernichtung der Juden gar nicht systematisch war. Oder zum Beispiel, wenn die Politik Israels als Ursache gesehen wird, dass jüdische Kindergärten, jüdische Schulen, jüdische Einrichtungen, Synagogen in diesem Land Polizeischutz brauchen. >>>

Verhandlungen über Palästina - . Israel wirft den Palästinensern antiisraelische Propaganda vor >>

 
 

Sicherheitsrat berät nächste Woche über Sanktionen gegen den Iran >>>

Israel - Atomwaffensperrvertrag lässt Israel kalt >>>

Transcript: Ahmadinejad's interview with the Boston Globe - President Mahmoud Ahmadinejad of Iran spoke with Boston Globe reporters Farah Stockman and James F. Smith in New York City on Tuesday, a day after his speech to the opening session of the Nonproliferation Treaty Review Conference at the United Nations. He spoke in Farsi and his comments were translated. >>>

Iran, the US and the UN Nuclear Conference - Peter Symonds - The Obama administration and the US media have exploited the visit of Iranian President Mahmoud Ahmadinejad to New York to again threaten Iran with further UN sanctions and military action over its nuclear programs and demonise the Iranian president. Ahmadinejad was present for the opening on Monday >>>

 Obama Policy Retains Right to Nuke Iran - Jason Ditz >>>

 
 

Was kann man für Palästina tun? - Annette Groth nimmt an der Europa-Konferenz der Exilgruppen teil  - Annette Groth ist in der Bundestags-Linksfraktion Sprecherin für Menschenrechtspolitik - ND: Sie sprechen am Wochenende auf der »8. Konferenz der Palästinenser in Europa«. Welche Exil-Palästinenser kommen zu dieser Veranstaltung? Groth: Die Konferenz ist ein riesiger Austausch zwischen sämtlichen palästinensischen Gruppen, Exilgemeinden und Bewegungen in Europa, zu der 6000 Besucher erwartet werden. Es sprechen zum Beispiel der Vertreter der Palästinensischen Gemeinde in Deutschland und der Vertreter der Palästinensischen Flüchtlinge in Irak. Es gibt eine sehr lange Rednerliste. Worum geht es? Wichtige Fragen sind: Wie kann man die Menschenrechte der Palästinenser und Palästinenserinnen verteidigen? >>>

 
 

Ameer Makhoul: Israel’s repression of its Palestinian citizens unites us in struggle - Israel is intimidating [us] because we are reasserting our community's stake in the Palestinian struggle. Twenty years ago few considered the Palestinians in Israel as a part of the Palestinian people or the Palestinian cause. During the Oslo process of the 1990s, we were considered an internal problem for Israel to deal with, but our networking, advocacy and lobbying has changed this. Israel is increasingly repressing us to divide Palestinians from each other and isolate us from the outside world.... >>>

 

 

Israeli Soldiers Continue Targeting Palestinian Photographers in West Bank - Palestinian press photographers have always been targeted by the Israeli forces and at least three have been arrested and two others have been physically attacked by Israeli soldiers in the West Bank since the start of April. “These incidents must stop,” Reporters without Borders said. “The Israeli army must investigate them and punish the soldiers responsible.” In the latest incident, an Israeli soldier fired a tear-gas grenade at photographer Muammar Jamil Awad, while he was covering the weekly protest in Beit Jala (a village 10 km south of Jerusalem) against the Israeli separation wall. He was taken directly to Jerusalem’s Sheari Tzedek hospital for treatment to a head injury. An Israeli soldier arrested Najeh Al-Hashlamoun, a photographer with the ABA news agency, while he was covering clashes between Palestinians and ISRAELI ARMY troops in Beit Omar, a village to the north of Hebron, on 24 April. Al-Hashlamoun was released 45 minutes later but his camera was confiscated. The clashes were prompted by the seizure of land belonging to Palestinians. Muhib Al-Barghouti, a photographer with the newspaper Al-Hayat Al-Jadida, was detained by the Israeli army while covering the weekly demonstration against the separation wall in Bili’n (outside Ramallah) on 23 April. He was released at 8 a.m. the next day. During the demonstration, Agence France-Presse photographer Abbas Al-Moumni was injured as a result of a shot fired by an Israeli soldier. >>>

 
 

Breaking The Silence - Palestine Monitor  - Breaking the Silence is “an organization of veterans who served in the Israeli army during the Second Intifada (since September 2000), and have taken upon themselves to expose the Israeli public to everyday life in the Occupied Territories, a routine situation that is never reflected in the media”. Palestine Monitor has already covered the tours and the activities organized by the organisation in the following articles:

-Inside Hebrons H2 Area
http://www.palestinemonitor.org/spi...

-Umm Al-Kheir, Where Freedom Stands For Demolition
http://www.palestinemonitor.org/spi...

-Sink The Boats
http://www.palestinemonitor.org/spi...

In this article we present some of the soldiers’ testimonies from the six booklets released by Breaking the Silence so far, giving you the possibility to read firsthand the stories of soldiers who decided to speak out about what they did or saw during their periods of military duty. One testimony from each booklet is presented and available for download. >>>

 
 

Glückliches Israel - Was Israel bewegt, stoppt und als Gefahr sieht.....

 
 

A license to loot: the Derekh Ha’avot outpost - On 25 April 2010, the State Attorney's Office informed the High Court of Justice that it intended to consider approving the looting of land and unlawful construction involved in the establishment of the Derekh Ha’avot outpost, adjacent to the Elazar settlement in the Etzion Bloc. This statement follows nine years in which the state declared that construction in the outpost was carried out illegally. The statement also indicates that the state is ignoring its obligations under the Road Map, which was authorized by the government, to freeze construction in settlements and prohibit expropriation of Palestinian land and expansion of the settlements’ built-up areas. The State Attorney's Office's announcement was made in its response to a petition filed by Peace Now and residents of the adjacent Palestinian village of al-Khader, who claim that the outpost was built on village land. >>>

 


7.5.2010
 

 

Ausweg suchen - Iran will aus der Sackgasse westlicher Gesprächsverweigerung im Atomstreit. Unklarheit über Vorschlag Brasiliens - Knut Mellenthin - Wohl eher voreilig berichteten am Mittwoch einige Medien, daß Iran ein brasilianisches Vermittlungsangebot akzeptiert habe, um die festgefahrenen Verhandlungen über sein ziviles Atomprogramm wiederzubeleben. Ausgangspunkt der Unklarheiten war eine knappe, aus nur vier Sätzen bestehende Meldung auf der offi­ziellen Website des iranischen Präsidenten. Sie hatte folgenden Wortlaut: »Der venezolanische Präsident Hugo Chávez rief Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der sich in New York befindet, an und tauschte mit ihm Standpunkte über Themen von beiderseitigem Interesse aus >>>

All the nukes that’s fit to print (cont’d) - Ali Gharib - The infographic accompanying yesterday's New York Times article on the U.S.'s attempt to head off a Middle Eastern nuclear arms race is -- as one might have expected -- missing a little bit of ink. Guess where? >>>

Harte Worte sind nicht der richtige Weg im Iran-Atomkonflikt. - Überflüssige Eskalation - Andreas Zumach - Schon vor Beginn der New Yorker Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags waren die Erfolgsaussichten gering. Mit ihren Eröffnungsreden haben Irans Präsident Ahmadinedschad und US-Außenministerin Clinton die Gefahr des Scheiterns der Konferenz noch erhöht. Ahmadinedschad formulierte eine eindeutige Absage an die Entwicklung und den Besitz von Atomwaffen und unterbreitete sinnvolle, konkrete Vorschläge zur Stärkung des Vertrages und für seine Erweiterung zu einem atomaren Abrüstungsabkommen. Hätte es der iranische Präsident dabei belassen, er hätte die verdiente Aufmerksamkeit bekommen. Stattdessen provozierte Ahmadinedschad mit seinen Polemiken >>>

Inside Story - Putting the world at risk?

 
 

PROPAGANDA  ALLERORTEN
DIE NEUEN TÄTER FEIERN

ILI mobilisiert für Israel Tag 2010 - 62 Jahre Nakbe kein Thema - Israel wie es singt und lacht - Jüdische Gemeinden bedienen sich bei 'I like Israel' - Dr. Viktoria Waltz - Zum 5. Mal in Köln am 12. Mai, in Siegen zum vierten Mal am 15.5., am 9. Mai in Hannover, in München am 12. Mai - in etwa 60 Städten werden um den 14. Mai 'Volksfeste' auf prominenten Plätzen der großen Städte zum Lobe Israels veranstaltet. - Auf der HaGalil Webseite ist nachzulesen, warum: "Und das wichtigste Projekt ist der Israel-Tag. Das Fernziel: Europaweit soll der 14. Mai ... bis 2010 in 200 Städten ... zelebriert werden... Ziel ist es, den Israel-Tag vor allem in Deutschland zu einer ausdrucksstarken Manifestation für den jüdischen Staat zu machen, die von Medien, Politik und Gesellschaft wahrgenommen wird. Der Keren Hayesod unterstützt den Israel-Tag nach Kräften und wird bei allen Veranstaltungen auch direkt selbst präsent sein. ... 1 Million Menschen in Deutschland sollen sich jedes Jahr am Yom Haatzmaut, dem Tag der Staatsgründung, zu Israel bekennen. Als Symbol der Versöhnung, als Manifest politischer Ethik und als couragiertes Signal für andere Länder. Mit der kleinen ILI-Flagge bekennen sich die Freunde Israels zu diesem großen Ziel." Keine Kritik am Staate Israel soll, darf aufkommen, nicht in Duisburg, Düsseldorf, Köln, Dortmund , Leipzig, München,Wuppertal oder Dortmund..... In Dortmund animiert die NRW Auslandsgesellschaft Ihre Mitglieder zur Teilnahme an diesem "sehr interessanten Ereignis" auf den 'Friedensplatz'. In der Tat ist das interessant, denn hinter diesem "bunten Fest" verbirgt sich weit mehr als ein öffentliches fröhliches Kinderfest der jüdischen Kultusgemeinde Dortmund, nämlich eine streitbare Lobby für Israel, die sich "I Like Israel" ILI nennt und von einem radikalen Zionisten geführt wird: 'Jubel Israeli' Dipl.sc.pol. Leo Sucharewicz. >>>

Die wichtigsten Manipulatoren >>>

 
 

Scharfer Protest von Wolfgang Gehrcke: Bundesregierung begeht mit ihrem Einreiseverbot für den Hamas-Politiker aus Gaza eine große Dummheit!  - Die Bundesregierung will dem Hamas-Politiker Basem Naim, der auf Einladung von Pax Christi an Gesprächen in der Evangelischen Akademie Bad Boll teilnehmen wollte, die Einreise verweigern. Das geplante Seminar im Juni soll gesprächsbereite Vertreter der Konfliktparteien im Nahen Osten, Vertreter aus Israel, der Fatah und der Hamas an einen Tisch bringen. Eigentlich müsste die deutsche Regierung über die Initiative von Pax Christi glücklich sein. Stattdessen begeht sie unter dem Druck der israelischen Regierung und deren Parteigängern in Deutschland mit der Einreiseverweigerung eine große Dummheit. Zudem macht sie ihre eigenen Positionen unglaubwürdig, fordert sie doch von den Palästinensern die Bildung einer Einheitsregierung. Wie soll das gehen, ohne mit der Hamas zu reden und den notwendigen innerpalästinensischen Versöhnungsprozess zu unterstützen? Mit ihrer zweideutigen Politik erweist sie den Friedensbemühungen der deutschen Zivilgesellschaft für den Nahen Osten einen Bärendienst. Im Bundestag sind inzwischen alle Parteien der Meinung, dass man mit der Hamas reden muss, auch wenn nur die LINKE das offen sagt. Die Evangelischen Akademie wäre der richtige Ort für die deutsche Politik, in einen Dialog mit Hamas einzusteigen. Die Linke hat schon immer gefordert, dass im Interesse einer friedlichen Lösung mit Hamas geredet werden muss Deshalb kann die Antwort auf die Einreiseverweigerung nur schärfster Protest sein.

Auch Dr. Aziz Dweik, dem Vorsitzenden des Palästinensischen Legislativrates wird ein Visum verweigert. - Quelle Martin Forberg 
http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=174701

8th Palestinians in Europe Conference >>>

 
 

palästina-israelSchon wieder "brodert" es in Berlin. - Abraham Melzer - Ein Skandal. Der dänisch-jüdische Künstler (oder ist es am Ende gar kein jüdischer Künstler?) hat die Heilige Kuh Israel wieder angegriffen, sie bespuckt und schließlich sogar angepinkelt. Er wagte es ein satirisches Plakat in Berlin-Mitte, am Prenzlauer Berg und in Kreuzberg an Wänden zu kleben, auf dem in großgedruckten Buchstaben das Wort: ENDLÖSUNG steht. Darunter sieht der Betrachter eine Karte des Nahen Ostens, genauer, vom Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer - ohne Israel. Ramallah heißt der neue Staat. Sofort protestieren die üblichen Verdächtigten, von Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit zu Berlins Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Lala Süsskind, vom zionistischen Spiegelreporter Henryk M. Broder bis zum pseudo-zionistischen Weltredakteur Jaques Schuster >>>

Satire gegen Israelkritiker - Plakatives in der Kunst - Für seine groben Späße wurde das dänische Künstlerduo „Surrend“ bisher zum Vorkämpfer von Kunst- und Meinungsfreiheit erklärt. Seine neue Plakataktion, die den Staat Israel unter der Überschrift „Endlösung“ abdruckt, ist ein infamer Schluss auf die Absichten der Israelkritiker. - Lorenz Jäger - Es ist kein gutes Zeichen für den Zustand der deutschen Öffentlichkeit, wenn sie erst die fadenscheinigen Provokationen von „Surrend“ als widerständige politische Kunst feiert und nun meint, so habe man doch nicht gewettet. Hervorgetan in der Empörungsrhetorik hat sich vor allem der ohnehin nicht übermäßig differenziert argumentierende Benjamin Weinthal, Deutschland-Korrespondent der „Jerusalem Post“, gelegentlich Autor im „Tagesspiegel“ und der „Welt“. Er ließ sich von Klaus Wowereit erklären: „Am Existenzrecht Israels kann es überhaupt keine Zweifel geben. Diese Art von Satire trifft nicht meinen Geschmack.“ >>>

Bejamin Weinthal ist ein Aktivist im Jagdkommando Broder + Honestly Concerned, er spielt in den unterschiedlichesten Jagdaktionen die "Stimme Israels" die sich dann auch gerne mal selber zitiert >>>

Naher Osten ohne Israel - Frank Olbert - Die dänisch-deutsche Künstler-Guerilla „Surrend“ hat in Berlin Plakate aufgehängt, die eine Landkarte des Nahen Ostens ohne Israel zeigt. Ein Statement des jüdischen Anführers Egesborg suggeriert zudem, dass Israel auf gestohlenem Land gegründet wurde. Hat der Antisemtismus die Juden erreicht? >>>

 
 

Auflösung zionistischer Ideologie - Shlomo Sand, Geschichtsprofessor in Tel Aviv, wurde bereits des Antisemitismus’ geziehen. Er ist nach Selbstbekundungen kein Zionist, er ist aber auch kein Anti-Zionist. Und er stellt das Existenzrecht des Staates Israel nicht infrage. Wohl aber sägt er kräftig an dessen Fundamenten, indem er etwas anderes infrage stellt: die Existenz des jüdischen Volkes - in, man muss es dazu sagen, seiner historischen Dimension. Die wiederum hat Konsequenzen für die Gegenwart. Es scheint einleuchtend, dass Zeitgenossen, die den Mythos - laut Sand - der Enstehung des jüdischen Volkes für eine, wenn nicht die unabdingbare ideologische Basis des Existenzrechts Israels halten, Shlomo Sand heftig angreifen und ihn, einen Juden, als Antisemiten bezeichnen. Mir hingegen scheint einleuchtend, dass Sand um die Zukunft Israels besorgt ist, ist doch vor allem die Zementierung dieses staatstragenden Begriffs vom jüdischen Volk, aus dem sich auch der Anspruch auf Jerusalem - und zwar des ungeteilten - als israelischer Hauptstadt >>>

 
 

Israels Armeetouristen - Urlaub in Uniform - Moritz Baumstieger - Sie malen Stahlhelme an, sortieren Schrauben, schrubben Panzer - höchst sonderbare Ferien für Zivilisten. Als einzige Armee der Welt unterhalten Israels Streitkräfte ein Freiwilligenprogramm. Besonders Studenten lassen sich für den Dienst in der Kaserne begeistern: ein Soldatenleben ohne Waffen. Zuweilen gibt es Weihnachtsgeschenke, die überraschen. Letzten Heiligabend bekam der Göttinger Geologiestudent Jan Tomasek von seinem Vater eine Art Reisegutschein überreicht. Drei Wochen Vater-Sohn-Urlaub in Israel. Nicht schlecht eigentlich. Aber die Sache hatte einen Haken. Pavel Tomasek hatte keinen Strandurlaub in Eilat am Roten Meer gebucht, keine Rundreise durchs Heilige Land, keine Städtetour durchs pulsierende Tel Aviv. Stattdessen sollten es drei Wochen Dienst bei der israelischen Armee sein, Kost und Logis gratis, Anreise auf eigene Kosten. >>>

2. Teil: Gehorsam in der Freizeit: Nahost-Diskussionen im Lager unerwünscht >>>

 
 

Feindbild Vorurteilsforschung - Fragliche Deutungshoheit in Sachen Antisemitismus - Zum Streit um die Nachfolge von Wolfgang Benz - Das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung genießt einen hervorragenden Ruf. Nur ganz wenigen deutschen Hochschuleinrichtungen ist es gelungen, sich international ein solches Renommé zu erarbeiten. Doch nun, kurz vor seiner Emeritierung, kommt plötzlich heraus, dass der langjährige Leiter Wolfgang Benz ein schlimmer Finger ist. Das zumindest will ein Autoren-Kollektiv vermitteln, das mit großem Engagement eine Enthüllung nach der anderen über den 68-jährigen Historiker raushaut. (...) Wenn es denn stimmte. Tatsächlich aber sind publizistische Winkeladvokaten am Werk. Bruchstückhafte Informationen werden so zugerichtet, dass am Ende der „Beweisführung“ das gewünschte Ergebnis herauskommt. Die Protagonisten des seltsamen Tribunals sind engagierte Privatforscher wie der Berufsschullehrer Mathias Küntzel und der Post-Doktorand Clemens Heni, die es geschafft haben, in vorwiegend rechten Zirkeln so etwas wie wissenschaftliche Reputation zu erwerben. (...) Journalistisch heizt Benz’ ehemaliger Doktorand Benjamin Weinthal die Gerüchteküche an. Was den brillanten Polemiker Henryk Broder treibt, diese unausgegorenen Konstrukte zu fördern, ist auf den ersten Blick rätselhaft. Mit Weinthal gemeinsam verfasste Artikel lancierte er ebenso beim Spiegel wie jetzt die etwas unvollständigen Recherchen von Matthias Küntzel zum an der TU Berlin anhängigen Berufungsverfahren. >>>

 
 

The friend -  Gideon Levy, Haaretz - The settlers of Pisgat Ze’ev, the intruders of Sheikh Jarrah, the people who covet Silwan, the infiltrators into the Muslim Quarter and you, the mayor of the nationalist city, Nir Barkat, can stop worrying: (All of) Jerusalem is yours, forever. Nobel laureate Elie Wiesel met at the White House with his friend, Barack Obama, on a mission from his other friend, Benjamin Netanyahu, and when he came out he said he had the impression that Obama respected his advice to postpone discussions on Jerusalem. With friends like that, Israel doesn’t need enemies. Sixty-two years after declaring its sovereignty, Israel still needs Jewish influence peddlers – one time it’s Wiesel and one time it’s Ron Lauder – to appeal to the nobleman. Forty-three years since the occupation started and these people are only working to perpetuate it. There are not many Jews like Wiesel, to whom the White House door is open and the president lends an ear >>>

 
 

Israeli Secrets Behind Gaza Siege - Several years ago, when Ariel Sharon was prime minister, his main advisor, Dov Weisglass “jokingly” said that Israel’s siege was intended to put Gazans on a diet: “It’s like a meeting with a dietitian. We need to make the Palestinians lose weight, but not to starve to death.” Yes, it was macabre, but typical of the callousness and gallows humor Israeli leaders like to employ when dealing with Palestinians. Little did we know that the IDF actually does maintain a formerly secret document about how many calories it takes to maintain Gazans on the near edge of malnutrition: The Israeli authorities also confirm the existence of four documents related to how the blockade works: how they process requests for imports into Gaza, how they monitor the shortages within Gaza, their approved list of what is allowed in, and a document entitled “Food Consumption in the Gaza Strip – Red Lines” which sets out the minimum calorie intake needed by Gaza’s million and a half inhabitants, according to their age and sex. And in case you were wondering, the Gaza siege and such a dietary plan are play a major role in maintaining the security of the State of Israel: “The limitation on the transfer of goods is a central pillar in the means at the disposal of the State of Israel in the armed conflict between it and Hamas.” >>>

 
 

Irish Parliamentarians call for “Veto” against Israel OECD membership - Omar Barghouti - Irish Senators and Members of Parliament (TDs in Irish) are leading the way in explicitly calling on the Irish government to VETO Israel’s membership in the Organization for Economic Cooperation and Development (OECD), an exclusive club of 30 of the richest industrialized states. Standing up to the “common sense” approach of official Europe of following the US hegemonic lead and praising Israel’s restraint for not killing off or ethnically cleansing all Palestinians, these Irish senators and TDs have proven that principle and commitment to human rights can — and should – overcome political convenience and complacency, even in a country whose economy is relatively small and suffering from a deep financial crisis. A true Irish spirit of justice! >>>

 


6.5.2010
 

 

 

Was hat der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad auf der NPT-Überprüfungskonferenz der Vereinten Nationen in New York wirklich gesagt? - (pdf)  Rede des iranischen Staatspräsidenten auf der UN-Überprüfungskonferenz für den NPT-Vertrag am 3.5.2010 - (...)  Sehr geehrter Vorsitzender – Sehr geehrte Damen und Herren! Ich danke Gott, dass er die Möglichkeit verliehen hat, über eine der wichtigsten internationalen und gemeinsamen Fragen miteinander zu sprechen. Zweifelsohne gehören die Tagungen dieser Versammlung über die Berichtigung und Vervollständigung des NPT-Vertrages zu ihren wichtigsten Sitzungen. Werte Freunde! Die Suche nach beständiger Sicherheit ist ein natürliches, im Seelen-Urgrund des Menschen verankertes, historisches Anliegen. Die Gottesgesandten und religiösen Reformer verfolgten im Licht des Glaubens an Gott und des göttlichen Wissens Anweisungen, deren Durchführung ein ruhiges und sicheres Leben in beiden Welten gewährleistet. Aus ihrer Sicht besteht das Ideal einer menschlichen Gesellschaft in einer Weltgemeinschaft, die auf dem Glauben an den Einen Gott und auf der Gerechtigkeit basiert, von Sicherheit, Liebe und Brüderlichkeit angefüllt ist und die der beste Diener Gottes zusammen mit Jesus Christus – gegrüßt sei er – und den anderen großen Reformern anführt. Solange keine kontinuierliche Sicherheit verspürt wird >>>               
Mehr zum Thema >>>

 
 

Palmyra Verlag - Georg Stein- (pdf) - Offener Brief zum Israel-Schwerpunkt des diesjährigen Heidelberger Stückemarkts - Lieber Herr Linders, bezugnehmend auf unser Telefonat vom 15. April teile ich Ihnen mit, dass sich der Palmyra Verlag nicht wie angedacht mit einem Büchertisch am Heidelberger Stückemarkt beteiligen möchte. Die Gründe will ich Ihnen gerne erläutern. Offene Kulturarbeit, und um nichts anderes kann es in unserer Gesellschaft gehen, kann und darf – gerade auch in Sachen Israel/Palästina – nicht bedeuten, dass zensurartig vorab entschieden werden soll, welche Bücher ausgelegt werden dürfen und welche nicht. Ihre Äußerung, das israelische Publikum u.a. nicht mit einem "Arafat-Buchumschlag" konfrontieren zu wollen, zeugt von einer leider doch sehr einseitigen, mutlosen und opportunistisch anmutenden Herangehensweise des Theaters an die Thematik. >>>

 
 

Am Frieden in Israel und Palästina mitarbeiten - Nie war es wichtiger als jetzt am Frieden in Israel und Palästina mitzuarbeiten. Täglich bekommen wir Bilder des Unfriedens via Medien ins Haus geliefert. Wir glauben, dass es Zeit ist zu handeln. Pax Christi sucht Menschen, die dabei helfen. Unser Friedensprogramm heißt „Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel“ –
(EAPPI- Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel) Pax Christi sucht Freiwillige, die für diese Friedensarbeit
ausgebildet werden. 7000,- € kostet die Vorbereitung, der Aufenthalt und die Betreuung vor und nach dem Einsatz. Für Menschen in Palästina und Israel, die militärischer Gewalt und terroristischen Anschläge ausgesetzt sind, ist dieser Friedenseinsatz ein wichtiges Zeichen der Hoffnung. Diese in Österreich neue Friedensinitiative nützt die internationale Erfahrung. Die Ausbildung erfolgt in der Schweiz. EAPPI wird vom ökumenischen Rat der Kirchen verantwortet. Zur praktischen Durchführung arbeiten die Diakonie/Auslandshilfe, der Internationale Versöhnungsbund und Pax Christi zusammen. Durch das Begleitprogramm sollen diejenigen Kräfte auf beiden Seiten gestärkt werden, die in Israel und Palästina unter dem Konflikt leiden und sich gewaltlos für einen gerechten Frieden einsetzen. Wir wünschen Frieden - Salam auf Arabisch und Shalom auf Hebräisch. EAPPI sucht neben Bewerber/innen ganz dringend Spender/innen, die das Projekt finanziell unterstützen.

Weitere Auskünfte: Diakonie Auslandshilfe  - Mag. Dagmar Lassmann - +43 (0)1 4026754 12 - eappi(at)diakonie.at 
Pax Christi Österreich office(at)paxchristi.at
Internationaler Versöhnungsbund office(at)versoehnungsbund.at

Spendenkonto: EAPPI (Diakonie Auslandshilfe) - ERSTE Bank, BLZ.: 20111 - Kto: 287 119 663 13 - IBAN AT432011128711966313
BIC GIBAATWWXXX 

Links
: EAPPI Info bei Pax Christi: http://w3.khg-heim.uni-linz.ac.at/pax/ISRAEL-PALAESTINA/EAPPI/EAPPI%20Hauptseite.htm
EAPPI - Deutschland >>>
Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel >>>

 
 
 
 

Settler shoots at Palestinian demonstrators with soldiers present
On Friday, 26.2.2010, residents of the village of Asira al-Qibliya in Nablus District held a joint demonstration with Israeli activists from Combatants for Peace and Rabbis for Human Rights, protesting takeover of their lands by settlers.
 

 


5.5.2010
 

 

Was sagte der iranische Staatspräsident Ahamdinejad tatsächlich am 3.5.2010 in New York? - Dr. Amir Mortasawi - (pdf Datei) Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen bzw. ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst, soll Voltaire vor mehr als zwei Jahrhunderten gesagt haben (1). Ich möchte leben, mitten im Leben, das leben will (2). Auge um Auge führt nur dazu, dass die gesamte Menschheit erblindet (3). Du musst selbst der Wandel sein, den die Welt vollziehen soll (4). Wenn du meinst, die ganze Welt sei schlecht, dann bedenke, dass Leute wie du darin leben (5). In einer Welt der großen Heuchelei, Doppelmoral und Doppelstandards gibt es kaum Raum und Beachtung für die oben aufgeführten Grundsätze. Am 3.5.2010 hielt der iranische Staatspräsident Ahamadinejad eine Rede im Rahmen der UN-Abrüstungsberatungen im Zusammenhang mit dem Atomsperrvertrag (NPT) in New York (6). Anstelle einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Inhalt seiner Aussagen ging die mediale Kampagne zum Verwirren der Bevölkerung in Deutschland nach alten Mustern weiter (7). Diese Vorgehensweise der Medien wird keinen fruchtbaren Boden für Völkerverständigung und friedliche Lösung der Konflikte liefern können. Am Ende seiner Rede formuliert der iranische Staatspräsident elf Vorschläge: ... Zum Weiterlesen siehe bitte den Anhang >>>

Erster Teil der Rede Ahmadinedschads in New York am 3.5.2010
Zweiter Teil der Rede Ahmadinedschads in New York am 3.5.2010
Dritter Teil der Rede Ahmadinedschads in New York am 3.5.2010

Bildquelle oben rechts - Hetzseite des Honestly Concerned Redakteurs Bernd Dahlenburg >>>

Bildquelle Mitte - Hetzseite  I like Israel >>>

Bildquelle unten links - Hetzseite Honestly Concerned >>>

Honestly Concerned - Kritiker die zu kritisieren sind >>>

Inszenierte Empörung - Irans Präsident fordert bei UN-Konferenz atomwaffenfreie Welt - Rainer Rupp - Diplomaten aus den USA und der EU sowie die meisten westlichen Medien reagierten empört auf einen »Eklat«, den der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Montag in New York zum Auftakt der UN-Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags verursacht haben soll. Der Staatschef aus Teheran hatte in seiner Rede den Vereinigten Staaten vorgeworfen, sein Land mit Atomwaffen zu bedrohen. >>>

Resolution zur Stärkung des Atomwaffensperrvertrags - Das staatliche iranische Fernsehen Press TV hat auf seiner Homepage die Rede von Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Dienstag so zusammengefaßt >>>

Israel  - Die  Atombombe und mehr >>>

Wie die  BIEDERMÄNNER UND BRANDSTIFTER reagieren, agieren und hetzen - Das Dreigespann des Terrors - Benji Davis - Das Weiße Haus Obamas hat Annäherungsgespräche zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde an die Spitze seiner Nahostpolitikgestellt, wobei es glaubt, erfolgreiche Verhandlungen würden zu einem positiven Dominoeffekt im Rest der Region führen. Aber kein zukünftiges Abkommen zwischen Netanyahu und Abbas würde zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern führen oder den Konfliktzwischen dem Westen und islamistischen Extremisten beilegen. Selbst bei der Gründung eines palästinensischen Staates hätte das Dreigespann des Terrors - Iran und seine Terrorverbündeten Hamas und Hisbollah - die Macht, jeglichen Übergang zu einem ruhigen Zustand in der Levante zu verhindern (...) Die Obama-Administration muss begreifen, dass das Haupthindernis für den Frieden nicht Israel ist, sondern die existentielle Bedrohung, die von dem gefährlichen Trio Iran, Hisbollah und Hamas ausgeht. >>>

Keep Israel Safe - André Marty- Keep Israel Safe - Die Rechte macht mobil. Nein, nicht Neo-Nazis. Israels amerikanische Freunde. Den Feind haben sie auch bereits ausgemacht: Seit US- Präsident Barak (Hussein) Obama mit seiner Zick-Zack-so-genau-weiss-ich-es-auch-noch-nicht - Politik für Verstimmung bei Israels Rechtsaussen- Regierung sorgt, seither wird mobilisiert. Vor allem eben in Amerika. So wurde zum Beispiel diese Organisation gegründet, Keep Israel Safe. So ist das eben mit diesen fixen Bildern: Man muss sie pflegen und hegen. >>>

 
 

Goldstone forced to attend meeting in order to go to his grandson's bar mitzvah - Renowned South African jurist Richard Goldstone has faced increasing pressure from Zionists in South Africa since publishing a report documenting potential war crimes by both Israeli military forces and Palestinian armed groups during Israel's 2008-9 invasion of Gaza. Most recently, a group of Zionists tried to prevent him from going to his own grandson's bar mitzvah, and only allowed him to attend by forcing him to attend a meeting with them. >>>

Even little victories deserve to be celebrated! Particularly when it forces religious authorities to become more aware of the ethical meaning of their tradition! - A Success! - Last week Judge Richard Goldstone (the South African jurist who authored the UN report showing prima facie evidence that during its invasion of Gaza in Dec 2008 andJan 2009 which had resulated in the death of 1600 Palestinians, Israel--and Hamas--had committed violations of human rights and that they should do their own credible public investigation of the hundreds of pages of documentation he was submitting to the UN) was told that right-wing Zionists in South Africa would picket his grandson's bar mitzvah, and that the synagogue would not be able to vouch for his safety, so he should not attend. >>>

Rabbi Lerner`s home targeted by right-wing Zionists - (...)  This follows Lerner`s support for Goldstone in the Bar Mitzva controversy.

Der Goldstone-Report in deutscher Übersetzung >>>
Abraham Melzer präsentiert den Goldstone-Bericht >>>

Sonderseite: Goldstone-Bericht - United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict - United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict >>>

Der "Goldstone-Bericht" - Dr. Ludwig Watzal - Die 22-tägige israelische Militäroperation „Gegossenes Blei“ gegen eine wehrlose Bevölkerung des Gaza-Streifens um die Jahreswende 2008/2009 hat dem Image Israels enorm geschadet. Bei diesen Angriffen kamen 1 400 Palästinenser/Innen ums Leben, mehrheitlich Zivilisten und davon überwiegend Frauen und Kinder. >>>

Videos - Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung des übersetzten Goldstone-Berichts von Abi Melzer. >>>

 
 

Boykott Apartheid – Made in Israel  - Wie erkenne ich Konsumprodukte aus Israel?

1. Listen mit zu boykottierenden Produkten und Firmen
2. Israelische Produkte, die in der Schweiz erhältlich sind
3. Bar Codes: Ein Mittel zur Identifikation israelischer Produkte?

1. Listen mit zu boykottierenden Produkten und Firmen

Im Internet finden sich diverse längere und kürzere Listen, die sich mit Firmen und Produkten befassen, die im Zusammenhang mit der israelischen Besatzung stehen: Gush Shalom publizierte eine Liste mit Produkten, die aus Siedlungen in den besetzten Gebieten stammen: http://gush-shalom.org/Boycott/boyceng.htm

Die englischsprachige Website Who profits zeigt in übersichtlicher Form, welche Unternehmen von der israelischen Besatzung profitieren: http://www.whoprofits.org

Die englischsprachige Website Boycott Israeli Goods hat eine ausführliche Liste mit israelischen Firmen zusammen gestellt: http://www.boycottisraeligoods.org/modules11748.php

Auf der selben Homepage findet sich eine detaillierte Aufführung aller US-amerikanischen Firmen, welche in Israel investiert haben: http://www.boycottisraeligoods.org/modules5533.php

Die deutsche muslimische Homepage Muslim-Markt.de hat eine Liste mit israelischen Produkten und Unternehmen, die einen Bezug zu Deutschland haben, zusammengestellt: http://www.muslim-markt.de/boykott/israelischefirmen.htm

Auf derselben Homepage findet sich eine Liste (inkl. Begründungen) mit Unternehmen, die die zionistische Politik Israels aktiv unterstützen: http://www.muslim-markt.de/boykott/unterstuetzer_zionismus.htm

2. Israelische Produkte, die in der Schweiz erhältlich sind: 

Soda Club (Drinkwassersprudler aus der Siedlung Ma'ale Adumin), Eden-Springs, Datteln aus dem besetzten Jordantal,  frische Kräuter (bei Grossverteilern), Avocados (meistens Carmel), Orangen und Grapefruit (Jaffa, Carmel), Erdnüsse (oft vermischt mit  ägyptischen), Kosemetikprodukte vom toten Meer

3. Bar Codes: Ein Mittel zur Identifikation israelischer Produkte?
Im Zusammenhang mit Aufrufen zum Boykott israelischer Produkte werden immer wieder die Bar Codes erwähnt. (Das sind die Strich-und Zahlcodes, die jedes Produkt auf der Verpackung hat.) Angeblich soll es möglich sein, anhand der ersten Ziffern das Herkunftsland zu ermitteln und so Produkte mit israelischer Herkunft (??ländercode für israel???) zu erkennen. So einfach ist das leider nicht (mehr). Anhand des Bar Codes lässt sich nur feststellen, wo das Produkt verpackt worden ist. Wenn nun z.B. frische Kräuter aus dem Westjordanland in den Niederlanden abgepackt werden, steht der niederländische Code auf der Packung und nicht der israelische. Nur wenn ein Produkt in Israel hergestellt/geerntet und abgepackt worden ist, können die Bar Codes weiterhelfen.
Fazit: Bar Codes sind kein sicheres Mittel, um israelische Produkte zu identifizieren. Es lassen sich nur jene Produkte erkennen, die in ein- und demselben Land produziert und verpackt werden. Wenn die Verpackung anderswo erfolgt, sind die Bar Codes wertlos.
Die Angabe des Herkunftslandes, die in der Schweiz auf jedem Produkt aufgeführt sein muss, ist genauso hilfreich und man muss sich erst noch keine vierstellige (?oder dreistellig?) Nummer merken.          www.bds-info.ch 

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Sonderseite: Boykott israelischer Produkte Waren aus Israel und den illegalen Siedlungen >>>

 
 

Four years after eviction, Amona settlers are building anew - Evacuating the outposts does not appear to be high on the national agenda. - Akiva Eldar - Evacuating the outposts does not appear to be high on the national agenda - Next Independence Day it would be appropriate to award the Israel Prize for lifetime achievement and exceptional contribution to the nation to the State Prosecutor's Office. The creativity its people have shown for the sake of the West Bank settlement project knows no bounds. Especially not the boundaries of the Green Line, the pre-Six-Day War border. A statement that prosecutors sent the High Court at the end of last week on behalf of the defense minister, the army's commander in the West Bank, the head of the Civil Administration and the commander of the Samaria and Judea Police District needs to be read at least twice in order to believe it is a document from a supreme law enforcement authority. The statement relates to a petition by Palestinians via human rights organization Yesh Din, asking to enforce a High Court decision to evacuate the illegal outpost Amona, established about 10 years ago. >>>

 
 

Freedom Flotilla to Gaza: Rising to the Occasion -  Rifat Audeh - I have always marveled at the human spirit. How some people persevere, overcome seemingly insurmountable obstacles against all odds, elevate themselves to new heights and maintain their hope and dignity when all seems lost. And how others have such a profound sense of justice, of right and wrong, and how they are willing to sacrifice their own lives for strangers half a world away because of their magnanimous conscience, their ideals and principles. Names such as Rachel Corrie and Thomas Hurndall, along with Brian Avery, Huwaida Arraf and others come to mind. As an activist, I have been privileged and honored to have met such people throughout my life. In December 2009, the third Viva Palestina convoy was launched to break the inhuman siege imposed upon the heroic people of Gaza, and bring much needed supplies to them. The convoy was launched from Britain, gained momentum along the way and included hundreds of activists. Originally, the Jordanian port city of Aqaba was to be the final point before entry into Egypt and continuing to Gaza. Yet, after these compassionate souls had traveled thousands of kilometers for weeks away from their families and loved ones, the Egyptian regime hindered their journey and they were stuck in Aqaba.

Free Gaza gears up for humanitarian mission - Amy Invernizzi - The Irish Emigrant - “Our mission is designed to help start rebuilding the dignity and esteem of estranged neighbors in the Middle East and remind Medinat Yisrael [The State of Israel] that in the 21st century, no nation can expect to commit war crimes against civilians and expect their friends and allies to always remain silent,” explained Fiachra Ó Luain, a coordinator of the Free Gaza movement.

 
 

Jewish terror suspect 'unfit to stand trial' - In response to newly-submitted psychiatric evaluation, Israeli-Arab MK says that in Israel an Arab who shoots a Jew is a terrorist, while a Jew who shoots Arabs is insane. - Haim Levinson - Suspected Jewish terrorist Yaakov (Jack) Teitel, who was arrested late last year for the murder of two Palestinians, is unfit to stand trial, Jerusalem's district psychiatrist said in an evaluation submitted Tuesday. Teitel, a resident of the settlement Shvut Rachel, was charged last November with murdering two Palestinians and attempting to murder three people, including Hebrew University Professor Zeev Sternhell and Ariel teenager Ami Ortiz. Ortiz, from a family of Messianic Jews, was gravely wounded by a bomb packaged inside a Purim gift in March 2008.  >>>

 
 

The Story of Budrus - The acclaimed documentary "Budrus" has chronicled the peaceful protests of Palestinians in the West Bank , inspired by community organiser Ayed Morrar, which forced Israel to change the course of its separation wall.

 


4.5.2010
 

 

"Sanfter Krieg" gegen Israel - Freunde Palästinas - Israel ist immer mehr mit Befürchtungen wegen seines schlechten Images in der Welt befasst. Israel fühlt, dass sich die traditionellen Verbündeten nicht mehr auf dem gleichen Weg wie Israels Bürger befinden. Manchmal fühlt sich Israel richtig isoliert und verlassen, so wie es gegen Ende des südafrikanischen Apartheid-Regimes war. Die Vorwürfe gegen Israel, wegen der aktuellen Entwicklung, werden gerne auf die Palästinenser, Araber, Muslime und "einflussreiche" antisemitische Kreise des Westens abgeleitet. Sie hassen die Juden und den "jüdischen Staat", heißt es. Ein wichtiges Element dieser Gedankenwelt ist die Existenz großer arabisch/muslimischer Gruppen in westlichen Ländern, die wiederum aggressiver Kampagnen gegen dieses "demokratische und friedliche" Israel beschuldigt werden, da sie damit Einfluß auf die westliche Politik einseitig zugunsten der Palästinenser nehmen würden. Deswegen möchte Israel jetzt zu den Wurzeln des Konfliktes mit der islamischen Religion zurückkehren, vergisst aber dabei sinnigerweise, dass es gerade der muslimische Eroberer Saladin war, der den Juden eine Rückkehr zu ihren heiligen Stätten in Jerusalem erlaubte, von wo sie >>>

 
 

Israels Eroberungskrieg - Hans Krieger - Zum zweiten Mal schon vollbringt Benjamin Netanjahu das Kunststück, die Grundlinien der israelischen Politik schönzufärben, indem er selber zum Buhmann wird. Das mag nicht seine Absicht sein, läßt sich objektiv aber als seine historische Funktion verstehen: Neben dem Wolf, der keine Kreide frißt, nehmen sich die Wölfe, die Kreide gefressen haben, wie fromme Lämmer aus. Als mit einem weltweiten Aufatmen Netanjahus erste Amtszeit zu Ende ging, war der Boden bereitet für das Doppelspiel Ehud Baraks: Allein schon die Erleichterung über das Abtreten seines Vorgängers machte ihn zum Hoffnungsträger. So hatte er leichtes Spiel, das Besetzungsregime zu zementieren und den Siedlungsbau zügiger voranzutreiben als alle Regierungen vor ihm, zugleich aber mit dem Nimbus des Friedensbringers aufzutreten und scheinbar generöse Angebote zu machen, die für Arafat unannehmbar waren, so daß dessen vermeintlicher Halsstarrigkeit das kalkulierte Scheitern der Gespräche angelastet werden konnte. Jetzt, nach wenig mehr als einem Jahr Amtszeit, hat es Netanjahu, assistiert vom Scharfmacher Lieberman als Außenminister, schon wieder geschafft, als das Hauptfriedenshindernis dazustehen und damit die Illusion zu nähren, daß ohne ihn und seine Regierung der Frieden in greifbarer Nähe wäre. >>>

 
 

Jewish-American writer and activist Anna Baltzer discusses her views on UCSD Divestment for Peace. Visit UCSD Divest for Peace for more information.
 

 
 

Shin Bet admits watching left-wing activist in West Bank - Activist Bridgette Chappell who lived near Ramallah was arrested in February during West Bank protest and expelled. - Haim Levinson - The Shin Bet security service has admitted in an affidavit to the High Court of Justice that has been conducting surveillance of a left-wing Australian activist living in Israel. Bridgette Chappell, an activist with the International Solidarity Movement, arrived in Israel in August 2009 and went to live in Bir Zeit, near Ramallah. She took part in protests and was arrested in Bir Zeit at the beginning of February together with another activist, a Spanish citizen. Chappell's lawyer, Omer Shatz, petitioned the High Court, which had meanwhile issued a temporary order allowing Chappell to remain in Israeli territory.  >>>

 
 

Sleepless Gaza Jerusalem
 

63 Videos - Videotagebuch - Kanal von Sleepless in Gaza - "Sleepless in Gaza...and Jerusalem" is a video diary about young Palestinian women, Muslim and Christian, living in Gaza, Jerusalem and the rest of The West Bank. We will make 90 films in 90 days, non-stop, no scripts and no intervention! The idea here is to show you the real life of Palestinians through the daily activities of the Sleepless Girls! The First Thirty Films!PINA TV Production camera crews have been following Ashira Ramadan, a broadcast journalist and Ala' Khayo Makari the accountant of Caritas, a Catholic Charity in Jerusalem. In Gaza, Nagham Mohanna is a print journalist and film maker who has been the main active personality since her work takes her all across the Gaza Strip for stories; Dona Maria Mattas, a 17 year-old student at the Holy Family School in Gaza who dreams of growing up to be a journalist has been less active because of High School exams and so was Berlanty Azam, a recent graduate of Business Administration. Gaza only has a bit more than 2000 Christians in a population of 1.7 million! >>>

 
 
 

"The Future of Palestine: Righteous Jews vs. the New Afrikaners" with Professor John J. Mearsheimer - John J. Mearsheimer - The Jerusalem Fund - "The story I will tell is straightforward. Contrary to the wishes of the Obama administration and most Americans – to include many American Jews – Israel is not going to allow the Palestinians to have a viable state of their own in Gaza and the West Bank. Regrettably, the two-state solution is now a fantasy. Instead, those territories will be incorporated into a ‘Greater Israel,’ which will be an apartheid state bearing a marked resemblance to white-ruled South Africa. Nevertheless, a Jewish apartheid state is not politically viable over the long term. In the end, it will become a democratic bi-national state, whose politics will be dominated by its Palestinian citizens"

 


3
.5.2010
 

 

Jcall – jüdisch und vernünftig? - Mehrere europäische Persönlichkeiten, die sich als jüdisch verstehen, haben eine Petition ins Leben gerufen. Sie heißt Jcall (1) und hat viele Unterschriften erhalten. Angesichts der Politik der Regierung Netanjahu und ihrer vorbehaltlosen Unterstützung durch Vereinigungen wie den CRIF (2), soll der Appell eine Alternative sein, hin zu einem „vernünftigen Frieden“. Worin besteht dieser Krieg in Wahrheit? Diejenigen, die für die Rechte des palästinensichen Volkes eintreten, erklären unablässig, daß die israelische Palästinenser-Politik verbrecherisch ist. Als da sind: das Gründungsverbrechen, die Vertreibung der Mehrzahl der Palästinenserinnen aus ihrem eigenen Land 1948 (wo das doch ein Land ohne Volk war); die Beschlagnahme der Böden; die geschleiften Dörfer; das Verbot der Rückkehr der Flüchtlinge. Weitere Verbrechen folgten: Kriege; sogenannte gezielte Tötungen; die Besatzung; gesetzlich festgeschriebene Diskriminierungen; die Siedlungen; der Bau der Mauer; die Kontrollpunkte; die Masseneinsperrungen... Die Unterzeichner möchten für den Staat Israel eintreten, den sie als demokratisch bezeichnen. >>>

INZWISCHEN MIT 3600 UNTERSCHRIFTEN - "JCall"-Petition - 3000 jüdische Intellektuelle fordern israelischen Siedlungsstopp - Henry-Levy und Cohn-Bendit unter Unterzeichnern einer Petition an das Europaparlament - Tel Aviv/Wien - Eine neugegründete Gruppe europäischer Juden, "JCall", hat eine Petition an an das Europaparlament gerichtet, in der ein Ende der "systematischen Unterstützung der Entscheidungen der israelischen Regierung" verlangt wird. Wie die israelische Zeitung "Haaretz" am Sonntag in ihrer Internetausgabe weiter berichtete, fordert die Gruppe in dem von rund 3000 jüdischen Intellektuellen unterzeichneten Schreiben insbesondere einen Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland und in Ostjerusalem. Unter den Unterzeichnern sind die französischen Philosophen Bernard Henri-Levy und Alain Finkielkraut >>>

Appell europäischer Juden - "Sorge über Israels Zukunft" - Inge Günther - "Niemand", schrieb Jossi Sarid, der alte Vordenker der israelischen Linken, am Sonntag in "Haaretz", "niemand könne Alain Finkielkraut oder Bernard-Henri Levy vorwerfen, "selbsthassende Juden" zu sein. Selbst im Gaza-Krieg hätten sie Partei für Israel ergriffen. In gewisser Weise tun sie das auch jetzt. Allerdings anders, als man sich in der Regierung Benjamin Netanyahu pro-israelische Lobbyisten vorstellt. Gemeinsam mit mehr 3100 Unterzeichnern haben Finkielkraut und Levy einen "europäisch-jüdischen Appell an die Vernunft" unterzeichnet. Die israelische Besatzung und Siedlungspolitik im Westjordanland wird darin ein "moralischer Fehler und ein politischer Irrtum" genannt. >>>

Hier der Text von JCall: Appell an die Vernunft, der mittlerweile schon von über 3.000 europäischen Bürgern jüdischer Herkunft unterzeichnet wurde - die Anzahl der Unterschriften wächst ständig rapide. Am 3.Mai (Montag) soll der Appell in Brüssel dem Europäischen Parlament übergeben werden. (...)  Martin Forberg     http://www.jcall.eu/?lang=de


JCall - European jewish call for reason - Appell an die Vernunft -
Wir sind europäische Bürger jüdischer Herkunft, die aktiv in das politische und gesellschaftliche Leben unserer jeweiligen Länder involviert sind. Was immer auch unsere persönliche Agenda sein mag, ist die Verbindung mit dem Staat Israel Teil unserer Identität. Die Zukunft und Sicherheit dieses Staates, mit dem wir unverbrüchlich verbunden sind, besorgt uns sehr.

Wir stellen fest, dass die Existenz Israels erneut gefährdet ist. Die Gefährdung von außen ist nicht zu unterschätzen, doch ist diese nicht die einzige Gefahr. Eine Gefährdung liegt auch in der Besatzung und in dem Auf- und Ausbau der Siedlungen im Westjordanland und in den arabischen Vierteln Ost-Jerusalems, die ein moralischer Fehler und ein politischer Irrtum sind und die u. a. zu dem inakzeptablen Vorgang der Delegitimierung Israels als Staat führen.

Aus diesem Grunde haben wir beschlossen, uns basierend auf folgender Grundlage zu engagieren :

1. Die Zukunft Israels bedingt notwendigerweise die Schaffung des Friedens mit dem palästinensischen Volk und die Gründung eines palästinensischen Staates gemäß dem Prinzip « zwei Staaten für zwei Völker ». Wir alle sind uns dessen bewusst, dass dieses Anliegen dringend ist. Bald wird Israel sich mit zwei katastrophalen Alternativen konfrontiert sehen : Entweder werden die Juden eine Minderheit in ihrem eigenen Land sein oder es wird im Lande ein Regime entstehen, das Israel beschämen und die Gefahr eines Bürgerkrieges heraufbeschwören wird.

2. Es ist daher von größter Wichtigkeit, dass die Europäische Union gemeinsam mit den Vereinigten Staaten von Amerika Druck auf beide Parteien ausübt und ihnen hilft, eine vernünftige und schnelle Regelung des israelisch-palästinensischen Konflikts zu erreichen. Trägt doch Europa angesichts seiner Geschichte die Verantwortung für diese Weltregion.

3. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Israelis, dennoch soll die Solidarität der Juden weltweit die Israelis dazu ermutigen, die richtige Entscheidung zu treffen. Die systematische Identifizierung mit der Politik der israelischen Regierung ist gefährlich, weil sie im Gegensatz zu den echten Interessen des Staates Israel stehen kann.

4. Wir möchten eine europäische Bewegung gründen, die die Stimme der Vernunft zum Ausdruck bringt. Diese Bewegung möchte über den traditionellen Meinungsverschiedenheiten stehen und setzt sich die Zukunft Israels und seine Koexistenz mit einem souveränen und lebensfähigen palästinensischen Staat zum Ziel.

In diesem Geiste rufen wir dazu auf, unseren Appell zu unterschreiben.
http://www.alternativenews.org/index.php?option=com_content&view=article&id=2575:jcall-calls-to-demonstrate-wisdom--what-wisdom-&catid=119:english&Itemid=878


Prof. Rolf Verleger - Vorsitzender der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. - Liebe Mitglieder und Freunde, 1) JCall http://www.jcall.eu - Eine interessante Initiative ist auf EU-Ebene von französischen Juden lanciert worden: "JCall", u.a. von Daniel Cohn-Bendit und Bernard-Henri Levy. Unterzeichnet haben auch u.a. Zeev Sternhell und Avi Primor. Morgen, Montag Abend, 20h, soll es vor dem europäischen Parlament in Brüssel dazu eine Versammlung geben, auf der diese Unterzeichner sprechen werden. Kernpunkt ist die Forderung an die EU, sie solle Druck auf "beide" Seiten ausüben (Israel und das nicht existierende Palästina), um die Siedlungen aufzugeben und eine Zweistaatenlösung herbeizuführen.

Von unseren Mitgliedern haben diesen Appell (meines Wissens) bisher Judith Bernstein und Michael Riese unterzeichnet. Einer der Erstunterzeichner des Appells von 2009 www.humanrights-in-israel.ch schreibt dagegen: - (Ich finde diese kritische Stimme besonders bemerkenswert, weil ihm seinerzeit unser Aufruf "schalom5767" eher zu weit ging) -

*************

Mich berührt der Appell sehr zweideutig.
Einerseits: ich finde den eigentlichen Aufruf weitgehend sehr gut und das politische Ziel sehr zu begrüßen.

ABER, ich könnte nicht unterschreiben, dass meine durchaus rege Verbindung mit dem Staat (!) Israel Teil meiner Identität ist, etwas mit dem ich "unverbrüchlich" verbunden bin. "unverbrüchlich" verbunden bin ich mit meinem Judesein, und hoffentlich mit meiner Frau und meiner Familie, wahrscheinlich mit der deutschen Sprache, aber sonst mit nicht so viel, und schon gar nicht einem Staat, in dem ich nie gelebt habe. Erst recht kann ich nicht unterschreiben, dass Israel ein "jüdischer Staat" sein soll, was auch immer das sei, und vor allem, solange damit letztlich doch der "Staat aller Juden" gemeint ist. (Warum sollten wir sonst unverbrüchlich verbunden sein...)

Statt das Existenzrecht Israels und aller seiner Bürger zu verteidigen, und dazu gehören nun mal auch seine Sprache und seine historische Verbindung mit dem Judentum, verteidigt dieser Aufruf letztlich das Recht aller Juden zwischen Grönland und Feuerland Israel als "unseren" Staat zu begreifen, auch wenn sie gar nicht dessen Bürger sind. >>>

 
 

Israels Tyrannei der Mehrheit ist gefährlich -  Gideon Levy - Die einzige Demokratie im Nahen Osten ist vielleicht einzigartig, aber es ist zweifelhaft, ob sie real ist. Ergebnisse einer Umfrage, die gestern in Haaretz veröffentlich wurden, reflektiert, was seit langer Zeit bekannt war:  eine Kombination von Ignoranz, ein grundlegender Mangel an Verständnis und eine faschistische Stimmung. Ein übler und gefährlicher Wind  bläst in Richtung der Regierung, die von einem Kollaps bedroht ist. Nach der Umfrage, die vom Steinmetz-Zentrum für Friedensforschung an der Tel Aviver  Uni durchgeführt wurde, gibt es eine klare, solide anti-demokratische Mehrheit. Es ist eine Mehrheit, die will, dass Leute, die Missetaten des Militärs aufdecken, bestraft werden, und die nicht will, dass Menschenrechtsgruppen frei operieren. Es ist eine Mehrheit, die jene bestrafen wollen, die zum Boykott gegen Israel aufrufen und die schwere Sanktionen gegen Journalisten wünschen, die Informationen über unmoralische Handlungen aufdecken, die von den IDF begangen werden. Immer nur strafen und sich darüber freuen, wenn die Kritik zum Schweigen gebracht wird – das ist es, was die Leute wollen. Das ist ihre Meinung. Von allen realen und fabrizierten Gefahren, die Israel umlauern, ist >>>

 

apell

Hass säen und Tod ernten“ -   Rede von Rami Elhanan am Abend des Alternativen Gedenktages  der Kämpfer für den Frieden. - Mein Name ist Rami Elhanan. Vor 13 Jahren, am Nachmittag des Donnerstags am 4. September 1997 verlor ich bei einem Selbstmordattentat in der Ben-Yehuda-Straße in Jerusalem meine Tochter Samadar. Ein bildhübsches 14jähriges Mädchen. Meine Samadar war die Enkelin des Friedenskämpfers General Matti Peled, einer von jenen, die den Durchbruch für einen israelisch-palästinensischen Frieden schafften. Und sie wurde ermordet, weil wir nicht klug genug waren, ihre Sicherheit  in der Weise von Matti zu bewahren, dem einzigen und möglichen Weg – dem Weg des Friedens und der Versöhnung. Ich brauche keinen Gedenktag, um mich an Samadari zu erinnern. Ich denke die ganze Zeit an sie – 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, 60 Sekunden  in einer Minute. Ohne Pause, ohne Ruhe seit  13 langen, verwünschten Jahren jetzt – und die Zeit heilt die Wunden nicht… Aber die israelische Gesellschaft benötigt dringend Gedenktage. Von Jahr zu Jahr wird sie in der Woche nach Pessach in das jährliche Ritual gezogen: vom Holocaust zur Wiedergeburt des Staates, ein Meer von Feierlichkeiten, Sirenen und Lieder – ein ganzes Volk wird in einen Strudel von süchtig machender Traurigkeit gefegt …gegenseitige Umarmungen werden von „Besatzungsliedern“, von „Schwert- und Sichelliedern“ (1) begleitet auf dem Hintergrund von Bildern des Lebens, das abgeschnitten wurde, und auf dem Hintergrund von herzzerreißenden Geschichten …es ist schwierig, das Gefühl zu vermeiden, dass diese Konzentration auf  den schmerzlichen Verlust …dafür gedacht ist, unser Gefühl des Opferseins, das der Gerechtigkeit auf unserm Weg und in unserm Kampf uns an unsere Katastrophen erinnert, die wir nicht einem Moment vergessen sollten. Das ist der Sinn unseres Lebens – bewaffnet zu sein und bereit, stark und entschlossen, damit das Schwert nicht aus unserer Hand fällt  >>>            
Bild - Das Lächeln der Solidarität: Rami (links) und Bassan.

Brothers in peace - The New Internationalist book Nine Lives involves inspirational activists and campaigners from all over the world telling their own life stories. Among them are Israeli Rami Elhanan and Palestinian Bassam Aramin, both of whom lost a daughter to the conflict between their two peoples. >>>

 
 

Neuer Versuch zur Lösung der ewigen Nahost-Misere - Sara Lemel  - Nach 16 Monaten Funkstille wollen Israel und die Palästinenser jetzt einen neuen Anlauf zur Lösung ihres blutigen Konflikts unternehmen. Vor den indirekten Friedensgesprächen, die schon diese Woche unter US-Vermittlung beginnen sollen, herrscht jedoch auf beiden Seiten die Skepsis vor. (...) Sollten die indirekten Gespräche mit Israel keine Früchte tragen, rechnen die Palästinenser damit, dass US-Präsident Barack Obama versuchen könnte, eine Lösung des Konflikts von außen aufzuzwingen. Sie wollen auf jeden Fall bis Mitte kommenden Jahres ihren eigenen Staat ausrufen. Selbst als weiter von Israel besetzter Staat hätte Palästina dann eine ebenbürtigere Verhandlungsposition, schrieb ein Kommentator der Zeitung «Haaretz» am Sonntag. «2011 wird für Israel ein entscheidendes Jahr» >>>

Arabische Liga unterstützt indirekte Nahost-Gespräche - Die Arabische Liga unterstützt die Aufnahme indirekter Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern. >>>

 
 

"Grenzen-los": Alanus-Studenten stellen in Theatergemeinde Bonn aus - Vom 12. Mai bis 15. Juli zeigen acht Studenten der Alanus Hochschule in den Räumen der Bonner Theatergemeinde unter dem Titel „grenzen-los“ künstlerische Arbeiten, die während eines interkulturellen Kunst-Projekts in Palästina entstanden sind. „Kunstaktionen in einem Land zu starten, in dem häufig genug die Waffen sprechen, ist auf den ersten Blick ein Abenteuer“, meint Ulrika Eller-Rüter. Im Oktober 2009 hatte die Professorin der Alanus Hochschule in einem Waisenhaus in Beit Jala in Palästina ein interdisziplinäres, interkulturelles Kunstprojekt organisiert und geleitet. Studierende von vier deutschen Hochschulen machten zusammen mit palästinensischen Kindern und Jugendlichen Kunst. Zu neun Malerei-Studenten der Alanus Hochschule waren drei Musikpädagogik-Studenten aus Detmold gestoßen, eine Bildhauerin der Kunstakademie Dresden und zwei Studierende der Bauhaus-Uni Weimar als Filmteam. Ziel des Projekts war es >>>

 
 

Erklärung des EMOK-Exekutivausschusses zu: Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen - pdf -  Was nehmen wir Gutes und Neues wahr in diesem Dokument? - Im Dezember 2009 haben palästinensische Christen und Kirchenführer in Jerusalem der Öffentlichkeit ein Dokument übergeben „Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen“. Das Dokument ist ein Hilferuf von Menschen, die unter der Besetzung durch Israel leben müssen und unter dieser Besetzung leiden. Als solches ist es in der ökumenischen Gemeinschaft der Kirchen zu hören und sein Anliegen ernst zu nehmen. >>>

Aufruf Palästinensischer Christen und Christinnen zur Beendigung der Besetzung - “Die Stunde der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen” >>>

 
 

"Die Erfindung des jüdischen Volkes" - Thesen ins Herz der Gesellschaft - Micha Brumlik - (...) Auf Deutsch wird das tragende Gesetz des jüdischen und damit zionistischen Staates "Rückkehrgesetz" genannt, auf Hebräisch etwas bescheidener "Chok ha Schwut", was übersetzt nichts anderes heißt als "Niederlassungsgesetz". Es bestimmt, dass jede religionsgesetzlich als jüdisch definierte Person unmittelbar bei Einreise die israelische Staatsbürgerschaft erhalten kann. Seit dem Ende der Sowjetunion ist die Reichweite des Gesetzes auch auf nichtjüdische Verwandte solcher Immigranten ausgedehnt worden. Das Gesetz lässt sich somit als Ausführung der Proklamationsurkunde des Staates Israel vom 15. Mai 1948 lesen, in deren ersten Zeilen es heißt: "In Erez Israel stand die Wiege des jüdischen Volkes; hier wurde sein geistiges, religiöses und politisches Antlitz geformt; hier lebte es ein Leben staatlicher Selbstständigkeit. Mit Gewalt aus seinem Lande vertrieben, bewahrte es ihm in allen Ländern der Diaspora die Treue und hörte niemals auf, um Rückkehr in sein Land und Erneuerung seiner politischen Freiheit in ihm zu beten und auf sie zu hoffen." Sands Buch beansprucht nicht weniger, als diese Behauptung der Unabhängigkeitserklärung mit den Mitteln einer maßvollen Dekonstruktion zu widerlegen. Demnach gibt es erstens kein jüdisches Volk, das daher auch zweitens nicht aus seinem Land vertrieben werden konnte und somit drittens auch keinen moralischen oder rechtlichen Anspruch auf Rückkehr geltend machen kann. Vielmehr, meint Sand, handele es sich beim Konstrukt des jüdischen "Volkes" um eine typische Annahme des späten 19. Jahrhunderts >>>

„Wann und wie wurde das jüdische Volk erfunden?“ - Gespräch mit dem Historiker Shlomo Sand -  Jonathan Cook - Israelischer Bestseller bricht nationales Tabu - Die Idee eines jüdischen Volkes ist erfunden, sagt der Historiker Shlomo Sand >>>

Shlomo Sand, The Invention of the Jewish People - Dr. Ludwig Watzal -Alle schönen biblischen Geschichten sollen Legenden sein? Der Auszug aus Ägypten, das Babylonische Exil, die Römische Besatzung samt Zerstörung des Zweiten Tempels und die dazugehörige Vertreibung sowie die glorreiche Rückkehr nach 2000 Jahren nach „Zion“ unter der zionistischen Bewegung. Sand weist fast alle diese religiösen Legenden zurück. Die jüdische Diaspora entstand nicht durch Vertreibung, sondern durch Konversionen zum Judentum aus den verschiedensten Völkern. Dass dieses einem Frontalangriff auf die sich seit der Staatgründung Israels herausgebildete „jüdische“ Identität gleichkommt, versteht sich von selbst. >>>

 
 

 


2
.5.2010
 

 

Die Vereinigten Staaten und Israel bedrohen Iran.

Israel – Syrien: Israel fehlte der Mut zum Friedensschluss - Israels ehemaliger Syrien-Unterhändler Uri Saguy hat das Schweigen beendet: Die Einigung mit Syrien war oft nahe, es fehlte allein der politische Mut. Von C. A. Landsmann

Angst vorm Frieden - Lange stellte Israel die Syrer als Friedensverweigerer dar. Doch nun hat ein ehemaliger israelischer Geheimdienstboss und Chefunterhändler ausgepackt. Und die eigenen Regierungschefs zumindest mitschuldig gesprochen. Uri Saguy, der frühere Kommandant des militärischen Nachrichtendienstes und Chefunterhändler bei verdeckten und offenen Verhandlungen mit Syrien, spricht damit offen aus, was selbst kritischste Geister in Israel nicht laut zu denken wagten. Jitzchak Rabin, Benjamin Netanjahu, Ehud Barak, Ariel Scharon und Ehud Olmert: Die letzten fünf israelischen Regierungschefs sind verantwortlich dafür, dass bisher kein Frieden mit Syrien geschlossen wurde.

Teheran sichert Damaskus Hilfe im Fall eines israelischen Angriffs zu - Vizepräsident Rahimi: "Dem Vergewaltiger die Füße abhacken" >>>

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Noam Chomsky - im Interview auf kontext-tv.de - USA und Israel bedrohen Iran, nuklearfreie Zonen in Afrika und dem Nahen Osten vom Westen missachtet - David Goeßmann - (...) Noam Chomsky: Iran ist eine Bedrohung, weil es Befehlen nicht gehorcht. Militärisch ist diese Bedrohung so gut wie nicht gegeben. Anders als die Staaten, die sie genannt haben, Israel, Indien and Pakistan, hat Iran sich in hunderten von Jahren nicht aggressiv verhalten. Den einzigen aggressiven Akt, den Iran begangen hat, war in den 1970er Jahren unter dem Schah, unterstützt von den USA. Man besetzte damals zwei arabische Inseln. >>>>        
Video 40 Minuten - Interview Noam Chomsky >>>
Text Noam Chomsky Interview (English) >>>

Threatening Iran Is Wrong - CASMII - The antiwar movement everywhere should be extremely alarmed about the Obama Administration’s declaration in April that Washington can target Iran with nuclear weapons. Although vague “all options are on the table” warnings were also issued under George W. Bush, now the threat of a pre-emptive nuclear strike on Iran is enshrined in the revised Nuclear Posture Review of the United States. The new official policy specifies that the U.S. is entitled to drop nuclear bombs on a nation that has no such weapons, if the adversary is deemed to be in violation of non-proliferation rules. Administration officials, including Defense Secretary Gates, have made clear that the intended victim is none other than Iran. Coming from a president who promised “change” in Washington, this is especially disturbing. >>>

  Anthony Lawson über Doppelstandards, Lügen und Halbwahrheiten im medialen Umgang mit dem Iran.

Riz Khan - The end of engagement? - The US Congress could approve legislation imposing news sanctions on Iran in a few weeks. Admiral Mike Mullen, the US chairman of the Joint Chiefs of Staff, says negotiations and sanctions are the preferred methods, but he also mentioned military action as the "last option". It is quite a change from Barack Obama's outreach in 2009 when he spoke to the Iranian people on Nowruz, the Iranian New Year. Since then, Tehran has ignored the US president's offer to negotiate, and the White House has been pushing for economic penalties and has increased military activity in the region. Recently in a nuclear summit in Washington DC, Obama said Beijing would support further sanctions against Tehran by the UN Security Council >>>

Op-Ed: "Why Iran won't attack Israel" -   Yousef Munayyer - This brief appeared today in the Los Angeles Times and is a response to a column written by Benny Morris that was published in the Los Angeles Times on 16 April 2010. Palestinians are in Israel today because they managed to survive the depopulation of 1948, the year the Jewish state was founded (Arabs constitute about 20% of Israel's population). Ironically, while Benny Morris' scholarship suggests that the mere existence of these Palestinians in Israel -- and millions more in the occupied territories -- irks him, Israel's substantial Arab population also blows a hole in his argument about the need to deal with the supposed Iranian nuclear threat. Morris is part of an increasingly vociferous chorus warning of an impending apocalypse for Israel at the hands of a nuclear Iran eager to rid the Middle East of its Jews. Yet Iran's religious leaders have repeatedly stated that such weapons are "un-Islamic" or "forbidden under Islam." Morris' role in our understanding of the region's history is confounding. Arguably, no one played a more central role in exposing Israel's role in the depopulation of Palestinians from their homeland than Morris. In his seminal work, "The Birth of the Palestinian Refugee Problem," Morris, using declassified military documents, exposes the calculated effort by early Israeli leaders to impose a Jewish majority through ethnic cleansing.

 
 

Eine Wolke über Jerusalem -  Uri Avnery - JEDER HAT das Recht, seine Meinung zu ändern. Sogar Danny Tirze. - Oberst Tirze ist verantwortlich für den Bauplan der Mauer, die Jerusalem  „umschlingt“ – die Mauer, die die Stadt von der Westbank abschneidet, damit es die „Hauptstadt Israels für alle Ewigkeiten“ wird. Und jetzt auf einmal taucht Tirze als Hauptgegner  der Mauer auf, die er selbst geplant hat. Er möchte sie verändern, um das Land von Al-Wallaja auf „israelischer“ Seite zu lassen. Der Oberst hat aufgehört, im Namen der Armee zu handeln und handelt nun im Namen privater Unternehmer, die dort 14 000 Wohneinheiten für 45000 Juden bauen wollen. All dies natürlich zum Wohl des Zionismus, des jüdischen Volkes, für Israels ewige Hauptstadt und für zig Millionen  Schekel. >>>>

 

 

Bil’in unterstützt irische Kampagne für Investitionsstopp - Der irische Aktivist Tommy Donnellan, 63 wurde diesen Freitag  von der israelischen Armee verletzt und zwei Stunden festgehalten. Er  hatte den  gewaltfreien Protest in Bil’in gegen die Apartheidmauer mit seiner Kamera gefilmt, als ein Greifertrupp der israelischen Armee auf ihn stürmte. Die Soldaten rissen ihm die Gasmaske vom Gesicht und zerrten ihn auf den Boden. Dabei verletzten sie ihn am Bein und rissen ihm ein Stück vom linken Ohr. Zwei Stunden später wurde er ohne Anklage freigelassen. Tommy Donnellan wies nach seiner Freilasssung daraufhin, dass er klar als Journalist zu erkennen war  und deshalb die Verhaftung, vor allem in dieser Brutalität, nicht gerechtfertigt war.“ Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für das inhumane und gesetzlose Vorgehen der israelischen Armee. Es zeigt auch die empörenden  Aktivitäten der irischen Zementfabrik CRH >>>


Bil'in Protests Against CRH 30 -04-2010 By Haitham Al Katib

 

Freitagsprotest in Nil’in: Erinnerung an die politischen Gefangenen in Israels Gefängnissen - Nach dem Freitagsgebet an der israelischen Apartheidmauer nahm der Demonstrationszug heute eine andere Route, um gegen den Diebstahl des Landes und den Siedlungsbau zu protestieren. Die israelische Armee bekam schnell Wind von der Änderung der Protestroute und trieb die Demonstranten mit Tränengas und Armeejeeps ins Dorf zurück. In den letzten >>>

Freitagsproteste in Al-Ma‘ssara, Al- Walaja und Nabi Saleh - Dorfbewohner, israelische Aktivisten und internationale Unterstützer protestierten in Al-Walaja,bei Jerusalem und in Al Ma’ssara, in der Nähe von Betlehem gegen die Konstruktion der Mauer und die Zerstörung von Olivenhainen. Bei der Demonstration in Nabi Saleh setzte die israelische Armee Gummimantelgeschosse und eine Tränengaskanone ein >>>

 
 

Wie der Shabak palästinensische Kinder für seine Zwecke einsetzt... - Yasser Awad Yasin aus Bil’in ist 27 Jahr alt, verheiratet und hat zwei Söhne und eine Tochter. Yasser  erhielt einen Telefonanruf vom  Shabak mit der Aufforderung, im Büro des Sicherheitsdienstes zu erscheinen.  Als er diesen Anruf ignorierte, kam die israelische Armee in der Nacht zu seinem Haus  und übergab ihm die Vorladung zum Verhör. Im Büro des Shabak wurde er zuerst einer Leibesvisitation unterzogen und dann zum Leiter des Büros geführt.  Der Leiter des Büros eröffnet das Verhör mit einer detaillierten Auflistung von Fakten über Yasser und seine Familie, er erwähnt vor allem, dass der älteste Sohn nierenkrank sei und von einer Behandlung in Israel profitieren würde. Im Gegenzug weist Yasser daraufhin, dass nicht erwähnt wurde, dass auch sein zweiter Sohn krank sei. Der Leiter stellt Yasser in Aussicht, dass er eine Behandlung in Israel arrangieren könne, er selbst habe auch Kinder, die er sehr liebte. Yasser versteht, dass dieses Angebot nur im Austausch für Gegenleistungen gilt und sagt, dass er seinen Sohn >>>

 
 

Verrücktes Land -  Überlegungen zu Immobilien -  Adam Keller - Das Thema Immobilien und Landbesitz sind  in Israel schon  von Anfang an ein sehr politisches Thema gewesen, ja sogar schon lange davor. Eines der heiligen Prinzipien der zionistischen Bewegung war „die Erlösung des Landes – d.h. Land, auf dem Araber leben, ist „unfrei“ und sollte erlöst werden, indem es in jüdischen Besitz übergeht. Unter ottomanischer und britischer Herrschaft ging die „Erlösung des Landes“ sehr langsam vor sich, „ein Dunum hier und ein Dunum dort“, um ein berühmtes Lied zu zitieren. Aber 1948 kam die Möglichkeit einen großen Teil des Landes mit einem Schlag  „zu erlösen“. Die Häuser und Ländereien von Hunderttausenden palästinensischer Flüchtlinge wurden als  „verlassener Besitz“ definiert, und alles wurde unter Juden aufgeteilt. 62 Jahre später kann es nicht mehr so massiv und so gerade heraus gemacht werden, aber viele ranghohe und rangniedrige Beamte handeln genau nach dem Prinzip, dass das Transferieren von Land und Häusern aus arabischem Besitz in jüdischen Besitz Landerlösung ist. Wir sehen es in Sheik Jerrah und Silwan in >>>

 
 

Eine Gefahr namens Israel -  Gideon Spiro - Israel steht heute an vorderster Front des internationalen Kampfes gegen  die atomare Aufrüstung des Irans. Israel dementiert nicht die Meldungen, dass seine Luftwaffe Manöver   abhält, mit dem Ziel, Irans nukleare Produktionsstätten zu bombardieren. Eine derartige israelische Militäraktion würde die Region wahrscheinlich an den Punkt eines atomaren Konfliktes bringen, dessen Folgen eine Katastrophe für die ganze Welt sein würde. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt versucht die USA, Israel in Schranken zu halten, und die israelische Regierung hofft, dass die starke jüdische Lobby im US-Kongress die USA in eine Militäraktion  zusammen mit Israel gegen den Iran drängt. Die konservative jüdische Lobby – bekannt für ihre militante Einstellung -  spielte eine entscheidende Rolle beim Überfall der USA in den Irak, und nun hofft sie, ein ähnliches Resultat im Iran zu erreichen. Die Wahl des US-Präsidenten von Barack Obama, der links von seinem Vorgänger Bush steht, war ein Schlag für die extreme rechte Regierung, die jetzt in Israel herrscht, ließ aber das israelische  und internationale Friedenslager  hoffen, dass die USA nicht in noch ein militärisches Abenteuer gezogen wird, das wahrscheinlich katastrophale Folgen für die Region und die Welt haben wird. >>>