Archiv - Aktuelle
Link- und Denktipps
-
-
Seite 89
14 .5.2010
DIE
ERDE HABT IHR UNS GENOMMEN
100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in Palästina
Dr. Viktoria Waltz - Joachim Zschiesche -
(Dortmund/Berlin 1985/1986)
Ab dem
14.5.2010 ist dieses, leider immer noch hochaktuelle,
Buch (217 Seiten - 24MB - pdf) online und kostenlos
abrufbar.
Kommentar zu dieser online-Ausgabe
- Es ist längst
alles gesagt! Die Nakbe beginnt mit 1897! Die
Instrumente: Raumplanung, Staatlicher Terror,
Krieg - Die vorliegende Untersuchung der zionistischen
Kolonisierungspolitik in Palästina wurde bereits
vor 25 Jahren beendet. Auf Grundlage des vorliegenden
Materials war schon damals das heutige Drama
sichtbar genug: Die Vorbereitung der zionistischen
Usurpation Palästinas
● die Enteignung und
Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Land
mehr als die UN je beschlossen
● die Einkreisung
der palästinensischen Städte und Dörfer durch
israelische Koloniegürtel in West Bank (Gaza),
Ost Jerusalem,
● die Bantustanisierung
der West Bank (wie auch des Gaza Streifens)
infolgedessen,
● die Abkoppelung
Jerusalems von seinem palästinensischen Zusammenhang
und ein intensives Programm der Judaisierung
von den äußeren Kolonieringen bis hinein in
das Zentrum der Altstadt.
Kaum 6% des einst palästinensischen Bodens gehören
heute noch den Palästinensern in Israel; kaum
12% des ehemaligen Palästinas in Mandatsgröße
steht den Palästinensern real noch zur Verfügung
– Wasser, Luft und Boden kontrolliert Israel.
Die Verhältnisse haben sich komplett umgekehrt
– gegen internationales Recht und die Menschlichkeit.
Die palästinensische Identität, ihr Alltagsleben,
ihre Kultur werden in einem erbitterten und
entbehrungsreichen Verteidigungskampf und nur
mit großen Anstrengungen aufrecht erhalten.
Die große Mehrheit des palästinensischen Volkes
ist vertrieben, zu Flüchtlingen außerhalb und
innerhalb ihres eigenen Landes verurteilt. Die
Basis all dessen liegt in der zionistischen
Ideologie begründet, die im Kern rassistisch
und auf die Vertreibung der Nicht-Juden, also
der Palästinenser hinauslaufen muss. Auch dies
ist in der vorliegenden Untersuchung hinlänglich
nachgewiesen worden.
Heute – wo der Friedensprozess
zur allseits sichtbaren Farce geworden ist –
wird auch die Rolle der Raum-Planung klar erkannt,
die mit Bodenrecht, Planungsrecht, Siedlungsbau,
Infrastrukturentwicklung und auch mit Denkmalschutz
und Architektur nur ein Mittel zur Kolonisierung
und Vertreibung ist. Vor allem das ist zentrales
Thema der vorliegenden Arbeit gewesen und könnte
längst Allgemeingut bei der Bewertung der Realität
und der Auseinandersetzung um eine Friedenslösung
geworden sein. Es gibt sie inzwischen, die mit
diesem Thema befassten Kritiker, Analysten –
aber auch Stagnation. Denn selbst die Erkenntnis
dass der Zionismus die Wurzel des Übels ist,
wird bei der Beurteilung des heutigen Dramas
nicht herangezogen, sondern um mehr oder weniger
Bauten, mehr oder weniger A,B oder C herumgerdet.
Kritische israelische Zionisten wie z.B. Leibowitz
halten die heutige Situation ihres Staates zwar
für gefährlich, weil sich offenbar Demokratie
und Ethnokratie unter dem Fakt einer äußerst
brutalen Besatzungspolitik schlecht vereinbaren
lässt – die Gründung des Staates Israel mit
Mitteln derselben Gewalt wird aber in Kauf genommen.
Es lohnt sich, mit dieser online Veröffentlichung
noch einmal sich darüber Gewissheit zu holen,
wie und dass das Anfangsscenario bereits den
Kern des heutigen Dramas in Palästina beinhaltet.
>>>
Sonderseiten zur Nakba
>>> |
Neue historische Fotos
zur Nakba >>>
|
Sonderseite - Bücher online
>>>
Netanjahu
zum Jerusalem-Tag: "Mitte des 19. Jahrhunderts
stellten wir wieder die Mehrheit in dieser Stadt
und seitdem bauen wir"
- Der israelische Ministerpräsident begründet
den Anspruch Israels auf ganz Jerusalem - und
bemüht das "Buch der Bücher" / PM Netanyahu’s
Speech on the Occasion of Jerusalem Day (verbatim)
- Vorbemerkung Am 11. Mai 2010 beging der israelische
Staat den Yom Yerushalayim, den Jerusalem-Tag.
Hintergrund für diesen Tag ist die mit dem Krieg
von 1967 vollzogene Besetzung des arabischen
Ostteils der Stadt, in der offiziellen Lesart
Israels: der "Wiedervereinigung" Jerusalems.
Damit setzt sich Netanjahu zum wiederholten
Mal in Widerspruch zum internationalen Recht,
das den Ostteil Jerusalems seit dem Teilungsplan
der UN von 1948 den Palästinensern zugesprochen
hat und bis heute zuspricht. Ostjerusalem soll
künftig Hauptstadt eines zu gründenden palästinensischen
Staates sein. Die Liste der entprechenden Resolutionen
des UN-Sicherheitsrats, die den Status der Stadt
definitiv beschreiben, ist lang: Resolutionen
252 (1968) vom 21. Mai 1968, Res. 267 (1969)
vom 3. Juli 1969, Resa. 271 (1969) vom 15. September
1969, Res. 298 (1971) vom 25. September 1971,
Res. 465 (1980) vom 1. März 1980, Resolution
476 (1980) vom 30. Juni 1980, Res. 476 (1980)
vom 20. August 1980. Auch die "Roadmap", des
Nahost-Quartetts aus dem Jahr 2002 spricht ausdrücklich
davon, dass der endgültige Status Jerusalems
erst in Verhandlungen festgelegt werden könne
("eine auf dem Verhandlungsweg erzielte Klärung
des Status von Jerusalem, die die politischen
und religiösen Bedenken beider Seiten berücksichtigt",
siehe Roadmap, Phase III, Ziffer 5). Demnach
ist der Anspruch der israelischen Regierung
auf ganz Jerusalem völkerrechtswidrig und verstoßen
die fortgesetzten Baumaßnahmen im Ostteil der
Stadt gegen das humanitäre Völkerrecht, insbesondere
gegen das Genfer Abkommen über den Schutz von
Zivilpersonen in Kriegszeiten (vom 12. August
1949), Art. 49: "Die Besetzungsmacht darf nicht
Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das
von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln."
>>>
Liebe Palästina-Freunde
und -Freundinnen, salam alaikum
und hallo, mein Name ist
Fatima,einige
von Euch kennen mich bereits ,
ich bin seit längerem in der Palästina-Solidaritätsarbeit
aktiv, war u. a. im letzten Herbst
bei der Olivenernte in der Westbank,
eine erneute Einreise im Februar
dieses Jahres wurde mir leider von
Israel verweigert; ich bin vorwiegend
im Karlsruher Raum aktiv, habe dort
u. a. dort im letzten Juli die Nakba-Ausstellung
organisiert.(So viel zu mir)
Der Grund, dass ich Euch anschreibe
ist der, dass ich von einer ISM-Aktivistin,
mit der ich im letzten Herbst zusammen
in Nablus war, gebeten wurde, innerhalb
ihrer Vortragsreise durch Europa,
die sie in den kommenden Monaten
zusammen mit einem anderen erfahrenen
ISM-Aktivisten unternimmt, die Veranstaltungen
in Deutschland zu organisieren.
Es handelt sich dabei um eine sehr
engagierte und erfahrene ISM - Volontärin,
die lange Zeit für die Region Nablus
als Koordinatorin der einzelnen
Aktionen zuständig war. Sie und
ihr Kollege möchten innerhalb der
nächsten zwei Monate, also im Juni
oder Juli, kommen und über die aktuelle
Situation in Ost-Jerusalem, Nablus,
den fortschreitenden Siedlungsbau
und die militärische Gewalt sowie
über politische Gefangene und den
Volkswiderstand gegen die Besatzung
Vorträge halten. Sicher werden sie
dabei auch interessante und aufschlussreiche
Bilder zeigen. Daneben und als Ergänzung
halten sie auch Demonstrationen
und andere größere Aktionen für
sinnvoll. Hier ein Auszug aus dem
Mail die Vortragsreise betreffend:
I wanted to ask you about what you
mentioned, about maybe coming to
speak in Germany. I'd really like
to, are you able to give me anymore
details about it? Ryan & I are still
organizing dates for our European
tour so we can fit in with whenever
is best for you, but it would be
in the next month or two that would
be best for us. We're planning to
talk about the popular struggle,
East Jerusalem, Nablus, settlements,
military violence, prisoners [Wa'el!]
everything we feel we've learnt
the most about. We'd also like to
organise an action/demonstration
in conjunction with the talk. if
you can let me know where we could
speak, & when would be best, that
would be wonderful & I'll do my
best to give you more specifics
on when we're planning to be in
the country.
Wer von Euch einen Vortrag oder
andere Aktion in seiner/ihrer Stadt
oder auch im größeren Rahmen organisieren
möchte, sollte sich bitte möglichst
schnell mit mir in Verbindung setzen.
Ihr könnt mein Schreiben auch gern
an weitere interessierte Personen
oder Vereinigungen weitersenden.
Über zahlreiche positive Rückmeldungen
würde ich mich sehr freuen.
nähere Informationen zu ISM unter:
www.palsolidarity.org
Viele Grüße und ma' salama Fatima
Liebe Freunde
und Freundinnen,
die jüdisch-palästinensische
Dialoggruppe in München -
www.jpdg.de
- hat in Absprache mit dem Produzenten
und Regisseur Mohammed Alatar von
dem Film "Jerusalem - The East Side
Story" Kopien herstellen lassen.
Deutsche Untertitel wurden hinzugefügt.
Jerusalem ist der Brennpunkt des
israelisch-palästinensischen Konflikts
und dieser Film eignet sich in ganz
besonderem Maße als Einführung in
die Problematik, die sich in letzter
Zeit mmer mehr zugespitzt hat.
Der Film kann gegen eine Spende
auf Veranstaltungen angeboten werden.
Wir geben an Gruppen auch Einzelstücke
zur Voransicht weiter und erwarten
bei Sammelbestellungen lediglich
unsere eigenen Kosten (Abgabe an
den Regisseur und Produktion, ca
10 €)
Wir könnten aber auch DVDs in Kommission
weitergeben.
Alles Nähere bitte bei mir nachfragen:
j-varchmin@web.de .
Im Anhang
ist eine kurze Beschreibung
des Films. Mit solidarischen Grüßen
Jochim Varchmin .
Update from Free Gaza
- As we get ready to launch our cargo ship and
Israel rattles its sabers threatening to violently
stop our 8-boat flotilla, the 1.5 million Palestinians
of Gaza cannot be forgotten. It is they who
pay the price for the inaction of governments,
particularly in the EU and the US.
According to the BCC and Amira Hass in columns
last week, Israel allows only 81 items into
Gaza for basic and bare necessity life. These
items, many of them that have nothing to do
with rebuilding a shattered infrastructure after
Israel's brutal Operation Cast Lead at the beginning
of 2009, are mostly 'added to the list' of imports
because of pressure from Israeli merchants who
make a great deal of money if their item gets
on the approved list.
http://www.youtube.com/gazafriends#p/a/u/0/o2s_v-DHv0Y
Watch the video and look at the absurdity of
banned items... chocolate, jam, sheets, pillows,
and all rebuilding supplies. Taking these supplies
into Gaza is exactly what the Freedom Flotilla
intends to do.
Then watch the flotilla on our website, pressure
your government officials to advocate for our
safe passage, and continue to donate what you
can for our fuel, captain and crew.
We want to thank everyone of you who have donated,
advocated, written and called your representatives.
This initiative has grown from a few supporters
to thousands around the world. http://www.flickr.com/photos/freegaza
In the words Alice Walker, poet and author:
Goddess Speed your boat. You are doing the work
of The Collective as it attempts to bring Comfort,
Support and Abiding Love and Solidarity to Itself.
What you demonstrate is what we all, deep in
our hearts, can know: We are One People, existing
in one Love. The Gazans are us, living in a
beleaguered place too small for us, dangerous
for us, deadly for us. Just as the air connects
us, so does this knowing wisdom of being one
expression – human – of an infinitely creative
Universe.
I send you my blessings, my prayers for your
safety, and my love, Greta Berlin -
www.freegaza.org
Free Gaza 2010 >>>
13.5.2010
Wolfgang Gehrcke - Grußwort an den 8.
Europäischen Kongress der Palästinenser
in Berlin
- Tempodrom Berlin - 8.
Mai 2010 - Liebe Freundinnen und
Freunde, gern hätte ich an eurer
Veranstaltung teilgenommen. Ich bin jedoch
als Sprecher bei Veranstaltungen zum 65.
Jahrestag der Befreiung Europas vom
Faschismus gebunden. Eine Pflicht, der ich
mich nicht entziehen kann und will. Für
Deutschland, für Europa und für die Welt war
es von ausschlaggebender Bedeutung, dass die
Antihitlerkoalition den deutschen Faschismus
besiegt hat, dass das Morden in den vom
Faschismus besetzten Ländern, in den
Konzentrationslagern und Zuchthäusern, der
Holocaust ein Ende fanden. Daran immer
wieder zu erinnern, ist in unserem Land von
außerordentlicher Wichtigkeit. Der Kampf
gegen Faschismus und Krieg, die deutsche
Verantwortung für die größte
Menschheitskatastrophe des vergangenen
Jahrhunderts prägt tief die Einstellungen
der Mitglieder unserer Partei. DIE LINKE ist
eine konsequente Antikriegspartei und lehnt
Gewalt als Mittel der Politik ab. Endlich
Frieden und Schluss mit der Gewalt wünschen
wir uns auch für den Nahen Osten, wünsche
ich euch und dafür sollten wir gemeinsam
eintreten. Die Sache der Palästinenserinnen
und Palästinenser liegt mir auch aus diesen
Gründen sehr am Herzen. In wenigen Tagen
werden Minister der palästinensischen
Autonomiebehörde und der palästinensische
Premierminister Fayyad in Deutschland zu
Gast sein und mit der Bundesregierung
zusammentreffen. Ich vertrete eine
Oppositionspartei im Deutschen Bundestag,
aber dieses Treffen begrüße ich
ausdrücklich. Ich bin mit der Nahostpolitik
der dieser Bundesregierung und ihrer
Vorgänger nicht einverstanden. >>>
Annette Groth, MdB -
Menschenrechtspolitische Sprecherin der
Fraktion DIE LINKE im Bundestag -
Rede auf den 8.
Europäischer
Palästinenserkongress
in Berlin - Sehr geehrte Damen und
Herren, ich danke Ihnen für die Gelegenheit,
auf dieser Konferenz mit Ihnen zu
diskutieren. Gerne nehme ich die Einladung
war, um Ihnen die Positionen der LINKEN im
Israel-Palästina Konflikt vorzustellen. Am
20. April hat DIE LINKE ihr Positionspapier
zum Nah-Ost-Konflikt beschlossen. Für DIE
LINKE gilt, dass Deutschland wegen der
furchtbaren Verbrechen der Deutschen an den
Jüdinnen und Juden während des
Nationalsozialismus eine besondere
Verantwortung gegenüber Israel und gegen
jede Art von Antisemitismus, Rassismus,
Unterdrückung und Krieg hat. Diese
Verantwortung ist nicht relativierbar; sie
schließt das Bemühen um einen
palästinensischen Staat und die Garantie des
Existenzrechts Israels ein. Daher sehen wir
uns in einer Doppelverantwortung. DIE LINKE
ist der Meinung, dass der
israelisch-palästinensische Konflikt nur mit
friedlichen Mitteln gelöst werden kann. Wir
verurteilen jegliche Gewaltanwendung und
appellieren an Israelis und Palästinenser,
Abstand von Gewalt zu nehmen. Die Politik
der LINKEN basiert auf der Achtung des
Völkerrechts und der Menschenrechte. Diese
internationalen Normen leiten unsere
politischen Positionen. Sie müssen somit
auch für den Nah-Ost-Konflikt Geltung
finden. Bisherige Friedenskonferenzen
mussten scheitern, da sie versuchten, das
Völkerrecht zu umgehen. Mit meiner Fraktion
streite ich für die Durchsetzung des
Völkerrechts in der Region. Menschenrechte
müssen von allen Seiten eingehalten werden,
von der israelischen Regierung wie von Hamas
und anderen Gruppen. Das zu betonen ist mir
persönlich sehr wichtig. Die Regierungen der
USA und der Bundesrepublik sowie die EU und
die UNO haben jahrelang zur
völkerrechtswidrigen Politik der
israelischen Regierung geschwiegen. Ich bin
froh, dass nun zunehmend kritische Stimmen,
auch in den USA, laut werden. Das Schweigen
zur völkerrechtswidrigen Politik und Praxis
der israelischen Regierung widerspricht der
Pflicht der Vertragsstaaten der Vierten
Genfer Konvention zum Schutz von
Zivilpersonen in Kriegszeiten von 1949. Die
Mitgliedstaaten der EU, auch Deutschland,
sind Vertragsparteien dieser Konvention.
Daher haben sie die Rechtspflicht, die
grundlegenden Menschenrechte der
palästinensischen Bevölkerung zu schützen.
>>>
Nahost-Debatte -
Mit Steve Jobs zum iPeace -
Frieden für Nahost durch Vertreibung von
Journalisten? Dies forderte polemisch der
Publizist Henryk M. Broder. Sein
Buch-Co-Autor Erich Follath vom SPIEGEL
präsentiert nun eine Lösung mit Hightech:
iPeace muss her - mit Steve Jobs als
Verhandlungsführer. Nur wenn
TV-Journalisten, westliche Stiftungen und
Uno-Berater dem Nahen Osten den Rücken
kehren und Israelis wie Palästinenser sich
selbst überlassen, gibt es eine Chance auf
Fortschritt zum Frieden - so hat gestern
Henryk M. Broder an dieser Stelle
argumentiert. Heute legt sein Buch-Co-Autor
Erich Follath einen mindestens ebenso
ungewöhnlichen und radikalen Friedensplan
vor. Die Schlüsselbegriffe: iPod und iPeace.
>>>
Ein Henryk M. Broder erklärt seine verengte
Sicht der Welt und demonstriert seine begrenzte
Wahrnehmungsfähigkeit:
Nahost-Debatte
- Fernsehen raus aus dem Heiligen Land! -
Darf man als Deutscher Israel kritisieren?
- Diese
Frage diskutieren die SPIEGEL-Autoren Erich
Follath und Henryk M. Broder in einem
streitfreudigen Briefwechsel. (...) Und damit
die Israelis und die Palästinenser
begreifen, dass sie es nur miteinander
schaffen können, muss der ewige Showdown
beendet werden. Sie wissen doch, lieber
Kollege, dass die spontanen Demos immer im
Voraus angekündigt werden und zu festen
Zeiten stattfinden - damit sie in den USA in
die Hauptnachrichten kommen. Also muss das
Fernsehen für eine Weile aus dem Heiligen
Land verbannt werden.>>>
Kurzkommentar:
Diese
angebliche Auseinandersetzungen könnte man
so sehen, als wenn Paris Hilton über das
Leben einer alleinerziehenden Harz IV Mutter
redet und besserwisserische Ratschläge gibt.
Im Fall Broder dann auch noch mit der
Diffamierung, sie sei eine Antisemitin, man
müsse ihr die Unterstützung streichen, ihr
Kind aus dem Kindergarten entfernen und eine
Anstellung verhindern. Broder gibt der
Bemühung der israelischen Regierung
die Berichterstattung über das Geschehen in
Palästina zu verhindern seine eine eigene Note.
Was mehr soll man auch von einer Figur
erwarten, die meint es mache mehr Spaß Täter
als Opfer zu sein?....
Night Raid on Bil'in
11 05 2010
>>>
The Israeli Army seems to be looking for
Ashraf Abu Rahmeh, a non-violent activist
and brother Basem Abu Rahmeh who was
assassinated by Israel while peacefully
protesting the Apartheid Wall in Bil'in.
During Last Fridays Protest Israel arrested
six people from Bil'in including Ashraf
himself who was released later on.
12.5.2010
Von
zwei Staaten zu einem -
Ran HaCohen - Letzte
Woche verordnete in Tel Aviv ein Richter
drei Mietern eine Strafe von 25 000$, weil
sie ihren Balkon illegal um 23 qm vergrößert
haben. Das ist nun wirklich kein Knüller.
Illegales Bauen ist überall eine strafbare
Tat, auch wenn es keine unmittelbaren Opfer
wie in diesem Fall gibt. Israel ist ein
Staat, in dem Gesetz und Ordnung herrschen;
man kann nicht einfach ein Grundstück
nehmen und es behalten. Es sei denn, man ist
in den besetzten Gebieten – natürlich. Indem
man vorübergehend oder auf Dauer eine
Wohnung mit oder ohne Erlaubnis nimmt - und
nicht nur Wohnungen, sondern Häuser,
Wohngebiete, ja, ganze Siedlungen – so ist
das keine Straftat, sondern gerade eine
zionistische und jüdisch-religiöse Pflicht.
Wenn dies ohne unmittelbare Opfer gemacht
wird, ist es ok. Wenn dies einige
Palästinenser aus ihren Häusern und von
ihren Feldern zwingt, um so besser. Genau
wie die Mieter in Tel Aviv werden die
Westbankbesetzer bald Besuch vom Staat
erhalten; aber während in Tel Aviv die
Besucher die Mieter zum Gericht mitnehmen,
werden sie in der Westbank die „Mieter“
mit dem Stromnetz und der Wasserleitung
verbinden. Sie werden auch ein paar Soldaten
zurücklassen, damit die richtigen Besitzer
des gestohlenen Landes ihnen kein Leid antun
oder ihr Gefühl der Sicherheit verletzen. (
Auch diese Soldaten benötigen Wohnraum usw.
) und während in Tel Aviv die Besetzer/
Mieter – sollten sie zufällig Staatsbeamte
sein – für ihre strafbare Taten ihren Job
verlieren könnten, leben ziemlich viele
israelische Offiziere in illegalen
Außenposten überall in der Westbank. Und das
Militär „hat keine Richtlinie“, um solche
Fälle zu behandeln. Akiva Eldar, der diese
Geschichte in Haaretz veröffentlichte, fragt
sich, „wie ein Offizier, der das Gesetz >>>
Zensiert,
Entmündigt und Ahnungslos - Deutsche
Öffentlichkeit unter Besatzung - IPK
- Für Anfang Juni diesen Jahres hatte
die Evangelische Akademie Bad Boll den
Gesundheitsminister der HAMAS-Regierung in
Gaza, Bassem Naim, zu einer Tagung mit dem
Titel "Partner für den Frieden - Mit Hamas
und Fatah reden" eingeladen, um zu erörtern
ob und welche Möglichkeiten bestehen, um
auch mit der HAMAS in einen konstruktiven
Dialog einzutreten, um den Palästinakonflikt
zu beenden. Dieses Ansinnen wurde offenbar
auch den deutschen Hütern der israelischen
Staatsraison bekannt, deren vornehmste
Aufgabe darin besteht, hierzulande das
israelische Deutungsmonopol des Geschehens
in Palästina durchzusetzen. Da diese
Deutungen dem Licht der Realität nicht
standzuhalten vermögen - werden sie
öffentlich (!) mit Methoden durchgesetzt,
die einer demokratischen, liberalen und
aufgeklärten Öffentlichkeit unwürdig sind:
Die Realität in Palästina verschwindet dazu
hinter einem Dickicht aus Halbwahrheiten und
israelischer Staatspropaganda, dem Ergebnis
einer vorauseilender Selbstzensur. Diese ist
wiederum das Resultat der allgemein
bekannten und durchaus ernst zu nehmenden
Drohung, jeden - der die Deutungen des
israelischen Staates in Zweifel zieht - mit
Diffamierungen, bis hin zum Rufmord, zu
überziehen. (Siehe den Fall Ludwig Watzal.)
>>>
Die Jagd auf Ludwig
Watzal - Dokumentation >>>
|
Die
Jagdgesellschaft >>>
Open Secrets -
Israel Shahak revisited - Dr. Ludwig
Watzla - The neocons and the Fawning
Corporate Media (FCM) in the United States
of America are on a war spree again; this
time against Iran. This Muslim country and
its leadership are demonised by neocons and
some public interest groups as the
embodiment of the ultimate evil. Like in the
case of Iraq, the Americans have a distorted
picture of reality due to a selective
information policy by the FCM. According to
opinion pool made by CNN 71 percent believe
that Iran possesses nuclear weapons. One
would have expected that after the Iraq
fiasco, Americans would become a little
smarter. The anti-Iranian bias of the U. S.
political elite rests at least on three
pillars: firstly, the hostage crisis between
November 4, 1979 and January 20, 1981,
secondly, the permanent pressure by Israeli
governments and their U. S. supporters over
the last 20 years. But, thirdly, the most
important one are geopolitical
considerations. Here, the book by Israel
Shahak comes into play, in which he exposes
Israel´s stategic policy as it really is.
Drawing exclusively on the Hebrew press,
Shahak reveals that the Israeli ideology is
widely misunderstood outside, since, as in
the case of foreign policy, “no attention is
paid to what the Israeli establishment says
to Israeli Jews about its intenions and
policies” (p. 7). They cannot be understood
according to what they say to the outside
world, writes the author. >>>
11.5.2010
Ein Grußwort von Marwan Al Barguthi
wurde von seiner Frau Frau Fadwa Al
Barguthi
verlesen -
Ein kleiner Ausschnitt der Rede von
Evelyn Hecht-Galinski
Ruth Fruchtman -
Offener Brief an die Jüdische Gemeinde zu Berlin -
An Frau Lala Süsskind - Vorsitzende der Jüdischen
Gemeinde zu Berlin - 4. Mai 2010 -
Zur Podiumsdiskussion am 27. April: Pilgerfahrt nach
Auschwitz – Zum Umgang deutscher Medien mit
Erinnerungskultur, Israelkritik und Antisemitismus - Sehr geehrte Frau Süsskind,
obwohl Sie und Ihre Kollegen auf dem Podium beteuerten,
daß der Artikel in der tageszeitung (taz) (Titel in der
Druckausgabe: Nur auf Zehenspitzen gehen; im Internet:
Pilgerfahrt nach Auschwitz) von Iris Hefets nicht Thema
der Diskussion sein werde, warfen Sie der Autorin
sprachliche Geschmacklosigkeiten vor: z. B: „Bevor ein
junger Israeli zur Armee geht, muss er mindestens einmal
Suff, Sex und eine Auschwitzreise erlebt haben.“ Später,
in der Diskussion habe ich Sie an Ihren eigenen
Sprachgebrauch erinnert, als Sie sich während des
israelischen Überfalls auf den Gazastreifen (Gegossenes
Blei) am 11. Januar 2009 bei der Kundgebung der
Jüdischen Gemeinde auf dem Breitscheidplatz zur
Unterstützung Israels des folgenden Zitats von Golda
Meir bedienten: "Wir können den Arabern vergeben, wenn
sie unsere Kinder töten; wir können ihnen nicht
vergeben, wenn sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten.
Hoffentlich werden die Araber eines Tages ihre Kinder
mehr lieben als sie uns hassen." Jemand, der damals dazu
fähig war, diese Sätze zu zitieren, dem spreche ich das
Recht ab, die Sprache anderer zu kritisieren. Das Zitat
von Golda Meir zeigt deutlich, wie wenig die Regierungen
des Staates Israel bereit waren und noch sind, die
Verantwortung für die eigenen Handlungen, sprich
Verbrechen, zu übernehmen. Immer seien wir Juden Opfer,
immer seien die anderen schuld. Und die Jüdische
Gemeinde zu Berlin übernimmt in jeglicher Hinsicht diese
Haltung. Keine Erwähnung der Sprache des israelischen
Außenministers, Avigdor Lieberman; seiner in der
Öffentlichkeit geäußerten Drohung, Palästinenser mit
israelischer Staatsbürgerschaft und Knesset Abgeordnete,
hinrichten zu lassen. Nein. Selbstverständlich nicht. Am
Dienstagabend redeten Sie zwar von Diskussionskultur und
rügten die fehlende Bereitschaft junger Israelis sich
ruhig zu verhalten, Sie hielten es aber nicht für nötig,
die Autorin des Artikels selbst auf das Podium
einzuladen: in Abwesenheit von Frau Hefets hatten Sie
hingegen keine Hemmungen, in häßlichster Art und Weise
über sie herzuziehen. Iris Hefets ist zwar nicht
Mitglied der Jüdischen Gemeinde, sie ist
Stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Stimme für
einen gerechten Frieden in Nahost e. V. (EJJP – European
Jews for a Just Peace – Deutschland). Ich bin ein
Gründungsmitglied dieses Vereins >>>
Sonderseite zum Thema >>>
Ein Ruf nach
Ernsthaftigkeit - Freunde
Palästinas - Letzte Woche überraschte 3000
jüdische Intellektueller die ganze Welt,
indem sie eine Petition unterzeichneten, die
Israels Führung auffordert, mehr
Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem
Friedensprozess an den Tag zu legen.
Bekannte Namen, wie die französischen
Philosophen Alain Finkielkraut,
Bernard-Henri Levi, der Professor für Neue
Geschichte Zeev Sternhell und der allseits
bekannte Daniel Cohn-Bendit, ein Mitglied
des EU-Parlaments, waren unter den
Unterzeichnenden. Besorgt über die Zukunft
Israels, als Staat mit "Demokratie und
Moral", so sagten sie, die liberalen
jüdischen Intellektuellen in der Diaspora,
besorgt wegen des sich immer mehr
verschlechternden Ruf Israels in der Welt.
Während sie ihren Sorgen Ausdruck verliehen,
forderten sie ein Ende der Okkupation und
der Besiedlung der Westbank und
Ostjerusalems. Sie betonten, dass die
Siedlungspolitik den Friedensprozess
unterminiert und eine Zwei-Staaten-Lösung
unwahrscheinlich macht. Die Unterzeichner
blicken weiter mit Sorge auf die Isolation
Israels. Im Vergleich zur J-Street
Organisation, in den USA vor einem Jahr ins
Leben gerufen, um der allmächtigen
pro-Israel-Lobby (AIPAC) ein Gesicht zu
geben, agieren europäische jüdische
Intellektuelle ohne besondere Zuneigung mit
Israel. Jetzt, angesichts der
bedingungslosen Unterstützung für Israels
Expansionspolitik und des ständig
erweiterten Siedlungsbaus, weist die neue
liberale jüdische Stimme die Forderung nach
Zustimmung zu dem angeblichen "Recht" der
Juden" auf Unterstützung der Aktivitäten
Israels zurück, da sie falsch, unmoralisch
und destruktiv sind. >>>
Sonderseite -
"JCall" Europa - European jewish call for
reason - Europäische Juden protestieren
>>>
Ein Fahrplan zum
Krieg - Philip Giraldi, ein
ehemaliger CIA-Mitarbeiter, behauptet, der
Iran müsse noch vor August 2010 mit einem
Angriff Israels und der USA rechnen . -
Philip Giraldi - Leser meiner Artikel
wissen, dass ich, was die Aussichten für
einen Frieden im Mittleren Osten angeht,
äußerst pessimistisch bin. Ich glaube keine
Sekunde, dass die israelische Führung den
Iran wirklich als "existenzielle Bedrohung"
ansieht, aber weil sie schon so oft blinden
Alarm geschlagen hat, ist die israelische
Bevölkerung davon überzeugt, dass es stimmt.
Noch schlimmer ist, dass die Freunde Israels
in den USA auch der amerikanischen
Öffentlichkeit diese Bedrohung eingeredet
haben, obwohl der Iran die USA keineswegs
bedroht. Weil sie willfährigen Medien
vertraut, glaubt die Mehrheit der
US-Amerikaner tatsächlich die lancierten
Nachrichten über die fanatischem Mullahs,
die
sich angeblich Atomwaffen verschafft
haben und unbedingt auch Al-Qaida damit
ausstatten wollen, und dass gegen den Iran
Gewalt angewendet werden muss, da er bereits
Atomwaffen hat. >>>
It is a tale of bureaucracy; a stifling
blockade and a sick child in need of help.
We follow one family trying to get their son
out of Gaza to save his life.
Latest on Ameer
Makhoul, Secret Arrest, Gag Order, and
Silence of Israeli Press -
Those of you who followed this blog during
the thick of the Anat Kamm-Uri Blau case,
noted a critical juncture at which the
weight of the secret gag order charade
became too heavy. After the Israeli media
itself began obliquely ridiculing the Shin
Bet for maintaining a secret that the whole
world knew, including many Israelis among
them, the gag collapsed like a house of
cards. We have come near to that in the case
of Ameer Makhoul, director of the Israeli
Palestinian community activist NGO, Ittijah,
who was arrested in the dead of night at his
Haifa apartment a few days ago after a team
of 20 police and security agents ransacked
his premises and stole cell phones,
documents, computers and maps, including the
research project of his teenage daughter.
The charge was…well, there was no charge:
the police carried a warrant which they
initially refused to show the victim in
defiance of police procedure. >>>
10.5.2010
Der Freund -
Gideon
Levy - Die Siedler von Pisgat
Zeev, die Eindringlinge von
Sheik Jarrah, die Leute, die
Silvan begehren, die
Eindringlinge, die ins
Muslimviertel wollen, und Sie
Bürgermeister der
nationalistischen Stadt, Nir
Barkat, brauchen sich keine
Sogen mehr zu machen: Ganz
Jerusalem gehört Ihnen – und
zwar für immer. Der
Nobelpreisträger Elie Wiesel
traf sich im Weißen Haus mit
seinem Freund Barack Obama mit
einem Auftrag seines anderen
Freundes Benjamin Netanyahu. Und
als er von dort kam, sagte er,
er habe den Eindruck, Obama
würde seinen Rat befolgen und
die Diskussionen über Jerusalem
hinausschieben. Mit Freunden wie
diesem, braucht Israel keine
Feinde. 62 Jahre nach Erklärung
seiner Herrschaft benötigt
Israel noch immer Hausierer mit
jüdischem Einfluss – einmal ist
es Elie Wiesel und ein anderes
Mal ist es Ron Lauder, um beim
Edelmann Einspruch zu erheben.
43 Jahre lang dauert die
Besatzung, und diese Leute
wirken nur dahin, dass sie
weitergeht. Es gibt nicht viele
Juden wie Wiesel, für den die
Tür des Weißen Hauses offen
steht und dem der Präsident
zuhört. Und was macht Wiesel mit
dieser goldenen Möglichkeit? Er
redet mit Obama über das
Hinausschieben von Gesprächen
über Jerusalem. Nicht über die
Notwendigkeit der Beendigung der
Besatzung, nicht über die
Möglichkeit einen gerechten
Frieden ( und ein gerechtes
Israel) zu schaffen, nicht über
die entsetzliche Ungerechtigkeit
gegenüber den Palästinensern.
Nur über die Aufrechterhaltung
der Besatzung. >>>
-
Das Verteidigungsministerium
weigert sich – aus
Sicherheitsgründen –
aufzudecken, warum Israel den
Import in den Gazastreifen von
folgendem verbietet: Koriander,
Salbei, Marmelade, Schokolade,
Pommes frites, getrocknete
Früchte, Stoff, Notebooks-PC,
leere Blumentöpfe und Spielzeug,
während es Zimt, Plastikeimer
und Kämme erlaubt. Bei seiner
Antwort auf ein Verfahren
letzter Woche, wo es um die
Informationsfreiheit ging, gab
der Staat das erste Mal zu, dass
es eine besondere Liste für
Waren gibt, deren Import erlaubt
ist. Dieses von Gisha (
Rechtszentrum für
Bewegungsfreiheit) angestoßene
Verfahren im Tel Aviver
Verwaltungsgericht versuchte,
die Kriterien und Prozeduren der
Behörden zu klären, wie
entschieden wird, welche Waren
nach Gaza geliefert werden
dürfen. Es wurde ein Klage
erhoben, nachdem Gazaer zu
behaupten begannen, dass
Handelsinteressen innerhalb
Israels und ihre Lobbymacht
entscheiden würden, was erlaubt
sei. In seiner Antwort
„entschuldigte sich der Staat
gegenüber dem Gericht und dem
Kläger für Ungenauigkeiten, die
während der mündlichen
Verhandlung im Januar auf Grund
gewisser Missverständnisse sich
ergeben hätten.“ Die in Frage
gestellte Ungenauigkeit war die
Leugnung der Existenz
schriftlich festgelegter
Direktiven. Die Antwort schloss
zwei Dokumente ein, die der
Staat als Entwürfe bezeichnete,
die aber in der Praxis schon
benützt wurden. >>>
Wie ein Flugzeug ohne Pilot -
Amira Hass - Selbst wenn kein
einziges jüdisches Haus in den
besetzen Gebieten (
einschließlich Ost-Jerusalem)
gebaut wird, geht der enorme
Apparat der Herrschaft dort mit
innerer Logik noch viele Jahre
weiter. Ministerpräsident
Benyamin Netanyahu zieht
ungerechtfertigt Kritik auf sich
für eine Politik, die auch ohne
seine Beteiligung weitergeht.
Die jüdischen Intellektuellen,
die plötzlich die Dunkelheit
sehen und erschrocken sind,
sollten wissen: auch wenn kein
einziges jüdisches Haus in den
besetzten Gebieten (
einschließlich Ost-Jerusalem)
gebaut wird, wird der enorme
Apparat der Herrschaft dort mit
innerer Logik viele Jahre
weitergehen. Er geht von alleine
weiter, wie ein riesiges
Flugzeug ohne einen Piloten.
Ministerpräsidenten kommen und
gehen, Verhandlungen halten an
und gehen weiter, Neue
Koalitionen bilden sich – und
dieser Herrschaftsapparat hat
sein eigenes Leben. Er bewahrt
und entwickelt die Privilegien
der Juden in Groß-Israel. Er
setzt die Grenzen der
„Indianerreservate“ fest. Wenn
er will, verbindet er sie mit
einander; wenn er dies nicht
will, schneidet er sie von
einander ab. Sein Wunsch und
Wille wird getan:
Arbeitslosigkeit von 52% oder 19
%, Bevölkerungsdichte der Dörfer
und Städte, Durchmesser der
Wasserleitungen, die Anzahl der
Tage, die man warten muss, um
ein lebensrettendes Medikament
zu bekommen. Wenn die
Einheimischen es wollen, können
sie in den Reservaten leben ;
wenn sie nicht wollen – lasst
sie gehen. >>>
9.5.2010
"Israel
will keinen Frieden" - Der
israelische Friedensaktivist Reuven
Moskovits im Gespräch mit Arn Strohmeyer
- Warum ist ein Frieden im Nahen Osten so
schwer zu erreichen? Hat Israel jemals den
Ausgleich mit den Arabern gesucht? Die dort
am Konflikt Beteiligten, insbesondere Juden
und Palästinenser, haben nie ernsthaft
versucht, sich mit der Tatsache abzufinden,
dass die einzige Lösung, wenn auch nur
transitorisch, die gegenseitige Anerkennung
und der Übergang zur Gewaltlosigkeit ist.
Dabei muss betont werden, dass es
hinsichtlich der Verantwortung für diesen
Zustand keine Symmetrie gibt. Die
Hauptverantwortung liegt bei der
israelischen Politik, die noch vor der
Staatsgründung die Teilung des Landes nicht
ernst genommen hat. Auch heutzutage liegt
die Hauptverantwortung vorrangig bei der
israelische Seite, die seit den siebziger
Jahren eine Einigung mit den Palästinensern
abgelehnt hat - eine Einigung, wie sie ja
mit Ägypten und >>>
Israels Wahl: Frieden machen oder
verschwinden! -
Um Israel zu retten, müssen wir uns so
schnell wie möglich von den Gebieten und
ihren Einwohnern trennen - Tzvia Greenfield
- Der Studentenrat der Berkeley-Universität
in Kalifornien verabschiedete kürzlich eine
Resolution, die zum Divestment von Israel
aufrief. Prof. Judith Butler, die
feministische Theoretikerin erläuterte dem
begeisterten Publikum ihre neue „jüdische“
Vision, die dazu aufruft, Israel
anzuprangern. Auf diese Weise drücken die
intellektuellen Eliten noch einmal ihren
starken Glauben in das theologische Prinzip
aus, dessen Grundlage Opposition gegen die
westliche Kultur ist. Für diese
Intellektuellen symbolisiert der
palästinensische Kampf gegen Israel den
heroischen Aufstand der Abgelehnten und
Unterdrückten gegen den Eroberer, der sie
ihrer Menschlichkeit und ihres historischen
Narratives beraubt hat. In dieser
mythologischen und theologischen Arena
besteht keine Chance, eine vernünftige auf
Fakten gegründete Debatte zu führen. Israel
als den schlimmsten Vertreter des westlichen
Kolonialismus zu sehen, ist besonders
paradox angesichts der winzigen Größe des
jüdischen Volkes und Europas bösartiger
anti-jüdischen Geschichte. Weder Russlands
Kontrolle über die Tschetschenen, noch
irischer Groll gegen die Briten, noch der
Groll der Basken gegen die Spanier hat so
viel scharfe Kritik hervorgerufen wie
Israel.
>>>
Collage - E.
Arendt
Siedler erfinden neue Strategien, um die
palästinensischen Nachbarn zu verscheuchen -
Amira Hass - Einige Siedler wenden eine
neue Strategie an, um Palästinenser von
ihrem Land im nördlichen Jordantal zu
vertreiben, hat Haaretz erfahren. Eine
Anzahl von Siedlern, zum Teil Bewohner der
Siedlung Maskiot, setzten ein Protestzelt
neben das eines Beduinenhirten in der Nähe
von Wad el-Maleh auf privates
palästinensisches Land. Nachdem sich die
Palästinenser bei der Zivilverwaltung
beklagten, wurden den Israelis und den
Palästinensern Anordnungen ausgehändigt, die
dieses Gebiet zur geschlossenen
militärischen Zone erklärt. Unterzeichnet
war es vom Brigadekommandeur Yochai
Ben-Yishai. Die Israelis verließen das
Gebiet. Auch die Palästinenser, die seit 40
Jahren dort lebten. Sicherheitskräfte sagten
zu Haaretz: obwohl die militärische
Anordnung nur eine vorläufige sei und
verhindern wolle, dass es zu Reibereien
zwischen der Beduinenfamilie und der
Siedlergruppe kommt, waren die Palästinenser
aus Angst vor den Siedlern nicht wieder zu
ihrem Land zurückgekehrt. Mitglieder eines
Komitees für allgemeinen Kampf im Jordantal
fürchten, dass die Siedler dieselbe Methode
auch an anderen Stellen anwenden werden. >>>
8. Mai des deutschen Volkes vom
Hitlerfaschismus - Tag der Befreiung
- Esther Bejarano zum 8. Mai :
Den 8. Mai 1945, den Tag der
Befreiung der Menschheit von der
Geißel des Hitler-Faschismus,
verbrachte ich mit amerikanischen
und russischen Soldaten in dem
mecklenburgischen Städtchen Lübz:
die Soldaten holten aus einem Haus
ein großes Hitler-Portrait, das auf
einem Marktplatz verbrannt wurde.
Meine Freundinnen, mit denen ich vom
Todesmarsch geflohen war, tanzten
mit den GIs und den Rotgardisten um
dieses brennende Bild, und ich
spielte Akkordeon dazu. Das werde
ich nie vergessen. Ich sage immer:
Das war meine zweite Geburt!
Doch schon wenige Tage später holte
uns die Realität ein: zwar war der
Krieg zu Ende, aber die
menschenverachtende antisemitische
und rassistische Ideologie ja noch
in den Köpfen der Menschen. Auf
unserem Marsch durch das
Nachkriegsniemandsland von Lübz zum
Kibbuz Buchenwald in der Nähe von
Fulda hatten wir immer noch Angst,
Nazis in die Hände zu fallen, denen
wir ja völlig hilflos ausgeliefert
gewesen wären.
Ich gehörte zu den so genannten
deplaced persons. Deplaced heißt
soviel wie „entheimatet“, also,
Menschen, die keine Heimat mehr
haben, entwurzelt sind. Ich war
völlig entwurzelt. Es gab in diesem
Land keinen Ort und keine Menschen
mehr, wohin ich hätten gehen können:
Keine Eltern – sie, meine Schwester
und fast alle Verwandten waren von
den Nazis ermordet worden – und kein
Elternhaus. Kein Ort, nirgends.
Die Frage „Warum Israel?“ ist für
mich deshalb ganz einfach zu
beantworten: Wohin sonst?
Damals wollte ich so schnell wie
möglich zu meiner Schwester Tosca
und deren Mann Hans Lebrecht nach
Palästina. Im September 1945 bin ich
in Haifa angekommen. Ich war 20
Jahre alt, und vor mir lag mein
ganzes Leben.
In Palästina wollte ich ein Land
aufbauen, in dem alle Menschen
friedlich zusammen leben konnten.
Eine Heimstätte, für die, die dort
schon lebten, und Zufluchtsstätte
für die verfolgten Jüdinnen und
Juden dieser Welt. Die arabischen
Einflüsse haben mich völlig
fasziniert, und mich als Künstlerin
inspiriert. Als Israel 1948
gegründet wurde, war ich glücklich.
Das war mein Land, hier wollte ich
die Lehren aus 12 Jahren
Nazi-Diktatur umsetzen: Nie wieder
Krieg – nie wieder Faschismus.
Das war eine völlig naive
Vorstellung, wie ich in einem sehr
schmerzhaften Prozess lernen musste.
Fortschrittliche Menschen wie Tosca
und Hans sowie mein Mann Nissim und
ich waren schon damals eine kleine
Minderheit. Es waren jüdische
Arbeitskollegen, die mir sagten:
„Dich hat Hitler wohl vergessen zu
vergasen“.
Trotzdem war und ist Israel meiner
Ansicht nach bis heute wichtig als
Heimstätte für verfolgte Jüdinnen
und Juden.
Wir Jüdinnen und Juden brauchen
Israel. Aber in den Grenzen von
1948! Die Palästinenserinnen und
Palästinenser brauchen einen eigenen
Staat, sie müssen Land dafür
bekommen, und ihnen muss eine
Wiedergutmachung gezahlt werden.
Deshalb unterstütze ich die jüdische
Stimme für einen gerechten Frieden.
Als ich 1960 mit meiner Familie nach
Hamburg kam, hoffte ich, in ein
demokratisches Land zu kommen, das
seine Lektion aus dem Faschismus
gelernt hatte. Auch das war naiv.
Auch das musste ich in einem sehr
schmerzhaften Prozess lernen. Schon
bald waren wir mit alten und neuen
Nazis konfrontiert.
Bis heute ist in der BRD diese
wichtigste Lehre, das Verbot aller
faschistischen Organisationen, nicht
gezogen worden. Das ist zwar im
Grundgesetz verankert, wird aber
nicht umgesetzt. So lange Nazis
marschieren können, werde ich nicht
aufhören, gegen sie zu kämpfen. Auch
wenn die NPD noch so sehr gegen mich
hetzt und mir droht.
Wir leben trotzdem
Esther Bejarano: vom
Mädchenorchester in Auschwitz zur
Künstlerin für den Frieden.
Lesung mit Esther und Birgit
Gärtner anlässlich des 65.
Jahrestags der Befreiung vom
Faschismus im Rahmen der Roten Möwe,
So., 16. Mai 2010, 12 Uhr, Galerie
der Schlumper, Hamburg Quelle
- Prof. Rolf Verleger
Doris
Pumphrey -
Der
Autor des folgenden Kommentars Basem Naim
ist Gesundheitsminister in Gaza. Ihm wurde
von den deutschen Behörden vor einigen Tagen
die Einreise in die Bundesrepublik verwehrt.
Er soll auf Einladung von Pax Christi an
einer Veranstaltung in der Evangelischen
Akademie Bad Boll teilnehmen. Die
Veranstaltung mit dem Titel „Partner für den
Frieden – Mit Hamas und Fatah reden“, soll
gesprächsbereite Vertreter der
Konfliktparteien im Nahen Osten, Vertreter
aus Israel, der Fatah und der Hamas an einen
Tisch bringen. In diesem Zusammenhang hier
ein Kommentar von Basem Naim, den der
englische Guardian 2008 veröffentlichte:
Hamas condemns the
Holocaust - We are not engaged in
a religious conflict with Jews; this is a
political struggle to free ourselves from
occupation and oppressio n - Bassem Naeem
- guardian.co.uk, Monday 12 May 2008 14.30
BST Article historyAs the Palestinian people
prepare to commemorate the 60th anniversary
of the Nakba ("catastrophe") - the
dispossession and expulsion of most of our
people from our land - those remaining in
Palestine face escalating aggression,
killings, imprisonment, ethnic cleansing and
siege. But instead of support and solidarity
from the western media, we face frequent
attempts to defend the indefensible or turn
fire on the Palestinians themselves. One
recent approach, which seems to be part of
the wider attempt to isolate the elected
Palestinian leadership, is to portray Hamas
and the population of the Gaza strip as
motivated by anti-Jewish sentiment, rather
than a hostility to Zionist occupation and
domination of our land. A recent front page
article in the International Herald Tribune
followed this line, as did an article for
Cif about an item broadcast >>>
Efforts to revive the Middle East peace
process took another blow on Tuesday after
Palestinian President Mahmoud Abbas accused
settlers of torching a West Bank mosque as
the US envoy arrived in the region.
Latest
Israel-Palestinian Talks Hold Little Hope
- Dr. Mustafa Barghouthi MP - After 18
months with no direct Israeli-Palestinian
negotiations, so-called proximity talks
between intermediaries, rather than
face-to-face meetings between the direct
parties, are scheduled to begin this week.
An announcement is anticipated shortly.
These shuttle deliberations are expected to
continue for four months with Arab League
backing. They hold little hope. Israel’s
governing coalition, led by Prime Minister
Benjamin Netanyahu, is unprepared to comply
with international law and meet the minimum
demands of Palestinian negotiators. Yes,
last year, Netanyahu voiced support for a
two-state solution, but he loaded it with so
many caveats as to make it a meaningless
commitment. He said no on a Palestinian
capital in East Jerusalem, no on the return
of Palestinian refugees to homes and land in
Israel, no on crucial control over borders,
no on essential dismantlement of settlements
illegal under international law. And, in
fact, Israel’s Likud Central Committee,
approximately 3,000 of the party’s most
active members, voted in 2002 — at
Netanyahu’s behest — never to permit a
Palestinian state west of the Jordan River.
The vote still stands today. >>>
8.5.2010
Sicherheit hat für
Israel Priorität - Israel will in den
bevorstehenden indirekten Friedensgesprächen
mit den Palästinensern zuerst über die
eigene Sicherheit reden . Das sagte
Israels Präsident Schimon Peres während
eines Treffens mit dem US-Vermittler George
Mitchell. Wie die Präsidialkanzlei am
Freitag in Jerusalem weiter mitteilte,
versicherte Peres, dass sich Israel einem
Frieden mit den Palästinensern auf der
Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung
verpflichtet fühle. Mitchell wollte am
Freitagabend noch mit Palästinenserpräsident
Mahmud Abbas sprechen. Allerdings will Abbas
nach Angaben seines Sprechers Nabil Abu
Rudeinah erst am Samstagabend oder
Sonntagmorgen offiziell mitteilen, ob die
Palästinenser die indirekten
Friedensverhandlungen unter US-Vermittlung
beginnen werden. >>>
The language of
Zionism
- The
reason for the ongoing "violence" in Israel
and Palestine is not on account of Israeli
colonialism at all but rather a direct
result of mistranslation. Joseph Massad*
provides an abridged lexicon of Zionist
terminology >>>
Angela Merkel im
Gespräch - Darf die Kanzlerin Israel
kritisieren?
- (...) Merkel:
Antisemitismus kann sich auf vielfältige
Weise äußern, etwa wenn behauptet wird, dass
die systematische Vernichtung der Juden gar
nicht systematisch war. Oder zum Beispiel,
wenn die Politik Israels als Ursache gesehen
wird, dass jüdische Kindergärten, jüdische
Schulen, jüdische Einrichtungen, Synagogen
in diesem Land Polizeischutz brauchen. >>>
Verhandlungen über Palästina - . Israel
wirft den Palästinensern antiisraelische
Propaganda vor
>>
Ameer Makhoul: Israel’s
repression of its
Palestinian citizens unites
us in struggle
- Israel is intimidating
[us] because we are
reasserting our community's
stake in the Palestinian
struggle. Twenty years ago
few considered the
Palestinians in Israel as a
part of the Palestinian
people or the Palestinian
cause. During the Oslo
process of the 1990s, we
were considered an internal
problem for Israel to deal
with, but our networking,
advocacy and lobbying has
changed this. Israel is
increasingly repressing us
to divide Palestinians from
each other and isolate us
from the outside world....
>>>
Israeli Soldiers
Continue Targeting Palestinian Photographers
in West Bank - Palestinian press
photographers have always been targeted by
the Israeli forces and at least three have
been arrested and two others have been
physically attacked by Israeli soldiers in
the West Bank since the start of April.
“These incidents must stop,” Reporters
without Borders said. “The Israeli army must
investigate them and punish the soldiers
responsible.” In the latest incident, an
Israeli soldier fired a tear-gas grenade at
photographer Muammar Jamil Awad, while he
was covering the weekly protest in Beit Jala
(a village 10 km south of Jerusalem) against
the Israeli separation wall. He was taken
directly to Jerusalem’s Sheari Tzedek
hospital for treatment to a head injury. An
Israeli soldier arrested Najeh Al-Hashlamoun,
a photographer with the ABA news agency,
while he was covering clashes between
Palestinians and ISRAELI ARMY troops in Beit
Omar, a village to the north of Hebron, on
24 April. Al-Hashlamoun was released 45
minutes later but his camera was confiscated.
The clashes were prompted by the seizure of
land belonging to Palestinians. Muhib
Al-Barghouti, a photographer with the
newspaper Al-Hayat Al-Jadida, was detained
by the Israeli army while covering the
weekly demonstration against the separation
wall in Bili’n (outside Ramallah) on 23
April. He was released at 8 a.m. the next
day. During the demonstration, Agence
France-Presse photographer Abbas Al-Moumni
was injured as a result of a shot fired by
an Israeli soldier. >>>
Breaking The
Silence - Palestine Monitor -
Breaking the Silence is “an organization of
veterans who served in the Israeli army
during the Second Intifada (since September
2000), and have taken upon themselves to
expose the Israeli public to everyday life
in the Occupied Territories, a routine
situation that is never reflected in the
media”. Palestine Monitor has already
covered the tours and the activities
organized by the organisation in the
following articles:
-Inside Hebrons H2 Area
http://www.palestinemonitor.org/spi...
-Umm Al-Kheir, Where Freedom Stands For
Demolition
http://www.palestinemonitor.org/spi...
-Sink The Boats
http://www.palestinemonitor.org/spi...
In this article we present some of the
soldiers’ testimonies from the six booklets
released by Breaking the Silence so far,
giving you the possibility to read firsthand
the stories of soldiers who decided to speak
out about what they did or saw during their
periods of military duty. One testimony from
each booklet is presented and available for
download.
>>>
7.5.2010
PROPAGANDA
ALLERORTEN
DIE NEUEN TÄTER FEIERN
ILI
mobilisiert für Israel Tag 2010 - 62 Jahre Nakbe
kein Thema - Israel wie es singt und lacht -
Jüdische Gemeinden bedienen sich bei 'I like
Israel' - Dr. Viktoria
Waltz - Zum 5. Mal in Köln am 12. Mai, in Siegen
zum vierten Mal am 15.5., am 9. Mai in Hannover,
in München am 12. Mai - in etwa 60 Städten werden
um den 14. Mai 'Volksfeste' auf prominenten
Plätzen der großen Städte zum Lobe Israels veranstaltet.
- Auf der HaGalil Webseite ist nachzulesen,
warum: "Und das wichtigste Projekt ist der Israel-Tag.
Das Fernziel: Europaweit soll der 14. Mai ...
bis 2010 in 200 Städten ... zelebriert werden...
Ziel ist es, den Israel-Tag vor allem in Deutschland
zu einer ausdrucksstarken Manifestation für
den jüdischen Staat zu machen, die von Medien,
Politik und Gesellschaft wahrgenommen wird.
Der Keren Hayesod unterstützt den Israel-Tag
nach Kräften und wird bei allen Veranstaltungen
auch direkt selbst präsent sein. ... 1 Million
Menschen in Deutschland sollen sich jedes Jahr
am Yom Haatzmaut, dem Tag der Staatsgründung,
zu Israel bekennen. Als Symbol der Versöhnung,
als Manifest politischer Ethik und als couragiertes
Signal für andere Länder. Mit der kleinen ILI-Flagge
bekennen sich die Freunde Israels zu diesem
großen Ziel." Keine Kritik am Staate Israel
soll, darf aufkommen, nicht in Duisburg, Düsseldorf,
Köln, Dortmund , Leipzig, München,Wuppertal
oder Dortmund..... In Dortmund animiert die
NRW Auslandsgesellschaft Ihre Mitglieder zur
Teilnahme an diesem "sehr interessanten Ereignis"
auf den 'Friedensplatz'. In der Tat ist das
interessant, denn hinter diesem "bunten Fest"
verbirgt sich weit mehr als ein öffentliches
fröhliches Kinderfest der jüdischen Kultusgemeinde
Dortmund, nämlich eine streitbare Lobby für
Israel, die sich "I Like Israel" ILI nennt und
von einem radikalen Zionisten geführt wird:
'Jubel Israeli' Dipl.sc.pol. Leo Sucharewicz.
>>>
Die wichtigsten Manipulatoren
>>>
Scharfer Protest von
Wolfgang Gehrcke: Bundesregierung begeht mit
ihrem Einreiseverbot für den Hamas-Politiker
aus Gaza eine große Dummheit! -
Die Bundesregierung will dem Hamas-Politiker
Basem Naim, der auf Einladung von Pax Christi
an Gesprächen in der Evangelischen Akademie
Bad Boll teilnehmen wollte, die Einreise verweigern.
Das geplante Seminar im Juni
soll gesprächsbereite Vertreter der Konfliktparteien
im Nahen Osten, Vertreter aus Israel, der Fatah
und der Hamas an einen Tisch bringen. Eigentlich
müsste die deutsche Regierung über die Initiative
von Pax Christi glücklich sein. Stattdessen
begeht sie unter dem Druck der israelischen
Regierung und deren Parteigängern in Deutschland
mit der Einreiseverweigerung eine große Dummheit.
Zudem macht sie ihre eigenen Positionen unglaubwürdig,
fordert sie doch von den Palästinensern die
Bildung einer Einheitsregierung. Wie soll das
gehen, ohne mit der Hamas zu reden und den notwendigen
innerpalästinensischen Versöhnungsprozess zu
unterstützen? Mit ihrer zweideutigen Politik
erweist sie den Friedensbemühungen der deutschen
Zivilgesellschaft für den Nahen Osten einen
Bärendienst. Im Bundestag sind inzwischen alle
Parteien der Meinung, dass man mit der Hamas
reden muss, auch wenn nur die LINKE das offen
sagt. Die Evangelischen Akademie wäre der richtige
Ort für die deutsche Politik, in einen Dialog
mit Hamas einzusteigen. Die Linke hat schon
immer gefordert, dass im Interesse einer friedlichen
Lösung mit Hamas geredet werden muss Deshalb
kann die Antwort auf die Einreiseverweigerung
nur schärfster Protest sein.
A uch
Dr. Aziz Dweik, dem Vorsitzenden des Palästinensischen
Legislativrates wird ein Visum verweigert.
- Quelle Martin Forberg
http://www.jpost.com/International/Article.aspx?id=174701
8th Palestinians in
Europe Conference
>>>
Schon
wieder "brodert" es in Berlin.
- Abraham Melzer - Ein Skandal. Der dänisch-jüdische
Künstler (oder ist es am Ende gar kein jüdischer
Künstler?) hat die Heilige Kuh Israel wieder
angegriffen, sie bespuckt und schließlich sogar
angepinkelt. Er wagte es ein satirisches Plakat
in Berlin-Mitte, am Prenzlauer Berg und in Kreuzberg
an Wänden zu kleben, auf dem in großgedruckten
Buchstaben das Wort: ENDLÖSUNG steht. Darunter
sieht der Betrachter eine Karte des Nahen Ostens,
genauer, vom Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer
- ohne Israel. Ramallah heißt der neue Staat.
Sofort protestieren die üblichen Verdächtigten,
von Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowereit
zu Berlins Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde
Lala Süsskind, vom zionistischen Spiegelreporter
Henryk M. Broder bis zum pseudo-zionistischen
Weltredakteur Jaques Schuster >>>
Satire gegen Israelkritiker
- Plakatives in der Kunst
- Für seine groben
Späße wurde das dänische Künstlerduo „Surrend“
bisher zum Vorkämpfer von Kunst- und Meinungsfreiheit
erklärt. Seine neue Plakataktion, die den Staat
Israel unter der Überschrift „Endlösung“ abdruckt,
ist ein infamer Schluss auf die Absichten der
Israelkritiker. - Lorenz Jäger -
Es ist kein gutes Zeichen
für den Zustand der deutschen Öffentlichkeit,
wenn sie erst die fadenscheinigen Provokationen
von „Surrend“ als widerständige politische Kunst
feiert und nun meint, so habe man doch nicht
gewettet. Hervorgetan in der Empörungsrhetorik
hat sich vor allem der ohnehin nicht übermäßig
differenziert argumentierende Benjamin Weinthal,
Deutschland-Korrespondent der „Jerusalem Post“,
gelegentlich Autor im „Tagesspiegel“ und der
„Welt“. Er ließ sich von Klaus Wowereit erklären:
„Am Existenzrecht Israels kann es überhaupt
keine Zweifel geben. Diese Art von Satire trifft
nicht meinen Geschmack.“ >>>
Bejamin Weinthal ist
ein Aktivist im Jagdkommando Broder + Honestly
Concerned , er spielt in den unterschiedlichesten
Jagdaktionen die "Stimme Israels" die sich dann
auch gerne mal selber zitiert >>>
Naher Osten ohne Israel
- Frank Olbert
- Die dänisch-deutsche Künstler-Guerilla „Surrend“
hat in Berlin Plakate aufgehängt, die eine Landkarte
des Nahen Ostens ohne Israel zeigt. Ein Statement
des jüdischen Anführers Egesborg suggeriert
zudem, dass Israel auf gestohlenem Land gegründet
wurde. Hat der Antisemtismus die Juden erreicht?
>>>
Auflösung zionistischer
Ideologie - Shlomo Sand, Geschichtsprofessor
in Tel Aviv, wurde bereits des Antisemitismus’
geziehen. Er ist nach Selbstbekundungen kein
Zionist, er ist aber auch kein Anti-Zionist.
Und er stellt das Existenzrecht des Staates
Israel nicht infrage. Wohl aber sägt er kräftig
an dessen Fundamenten, indem er etwas anderes
infrage stellt: die Existenz des jüdischen Volkes
- in, man muss es dazu sagen, seiner historischen
Dimension. Die wiederum hat Konsequenzen für
die Gegenwart. Es scheint einleuchtend, dass
Zeitgenossen, die den Mythos - laut Sand - der
Enstehung des jüdischen Volkes für eine, wenn
nicht die unabdingbare ideologische Basis des
Existenzrechts Israels halten, Shlomo Sand heftig
angreifen und ihn, einen Juden, als Antisemiten
bezeichnen. Mir hingegen scheint einleuchtend,
dass Sand um die Zukunft Israels besorgt ist,
ist doch vor allem die Zementierung dieses staatstragenden
Begriffs vom jüdischen Volk, aus dem sich auch
der Anspruch auf Jerusalem - und zwar des ungeteilten
- als israelischer Hauptstadt >>>
Feindbild Vorurteilsforschung
- Fragliche Deutungshoheit in Sachen Antisemitismus
- Zum Streit um die Nachfolge von Wolfgang Benz
- Das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung
genießt einen hervorragenden Ruf. Nur ganz wenigen
deutschen Hochschuleinrichtungen ist es gelungen,
sich international ein solches Renommé zu erarbeiten.
Doch nun, kurz vor seiner Emeritierung, kommt
plötzlich heraus, dass der langjährige Leiter
Wolfgang Benz ein schlimmer Finger ist. Das
zumindest will ein Autoren-Kollektiv vermitteln,
das mit großem Engagement eine Enthüllung nach
der anderen über den 68-jährigen Historiker
raushaut. (...) Wenn es denn stimmte. Tatsächlich
aber sind publizistische Winkeladvokaten am
Werk. Bruchstückhafte Informationen werden so
zugerichtet, dass am Ende der „Beweisführung“
das gewünschte Ergebnis herauskommt. Die Protagonisten
des seltsamen Tribunals sind engagierte Privatforscher
wie der Berufsschullehrer Mathias Küntzel und
der Post-Doktorand Clemens Heni, die es geschafft
haben, in vorwiegend rechten Zirkeln so etwas
wie wissenschaftliche Reputation zu erwerben.
(...) Journalistisch heizt Benz’ ehemaliger
Doktorand Benjamin Weinthal die Gerüchteküche
an. Was den brillanten Polemiker Henryk Broder
treibt, diese unausgegorenen Konstrukte zu fördern,
ist auf den ersten Blick rätselhaft. Mit Weinthal
gemeinsam verfasste Artikel lancierte er ebenso
beim Spiegel wie jetzt die etwas unvollständigen
Recherchen von Matthias Küntzel zum an der TU
Berlin anhängigen Berufungsverfahren. >>>
The friend -
Gideon Levy, Haaretz - The settlers of Pisgat
Ze’ev, the intruders of Sheikh Jarrah, the people
who covet Silwan, the infiltrators into the
Muslim Quarter and you, the mayor of the nationalist
city, Nir Barkat, can stop worrying: (All of)
Jerusalem is yours, forever. Nobel laureate
Elie Wiesel met at the White House with his
friend, Barack Obama, on a mission from his
other friend, Benjamin Netanyahu, and when he
came out he said he had the impression that
Obama respected his advice to postpone discussions
on Jerusalem. With friends like that, Israel
doesn’t need enemies. Sixty-two years after
declaring its sovereignty, Israel still needs
Jewish influence peddlers – one time it’s Wiesel
and one time it’s Ron Lauder – to appeal to
the nobleman. Forty-three years since the occupation
started and these people are only working to
perpetuate it. There are not many Jews like
Wiesel, to whom the White House door is open
and the president lends an ear >>>
Israeli Secrets Behind
Gaza Siege - Several years ago, when
Ariel Sharon was prime minister, his main advisor,
Dov Weisglass “jokingly” said that Israel’s
siege was intended to put Gazans on a diet:
“It’s like a meeting with a dietitian. We need
to make the Palestinians lose weight, but not
to starve to death.” Yes, it was macabre, but
typical of the callousness and gallows humor
Israeli leaders like to employ when dealing
with Palestinians. Little did we know that the
IDF actually does maintain a formerly secret
document about how many calories it takes to
maintain Gazans on the near edge of malnutrition:
The Israeli authorities also confirm the existence
of four documents related to how the blockade
works: how they process requests for imports
into Gaza, how they monitor the shortages within
Gaza, their approved list of what is allowed
in, and a document entitled “Food Consumption
in the Gaza Strip – Red Lines” which sets out
the minimum calorie intake needed by Gaza’s
million and a half inhabitants, according to
their age and sex. And in case you were wondering,
the Gaza siege and such a dietary plan are play
a major role in maintaining the security of
the State of Israel: “The limitation on the
transfer of goods is a central pillar in the
means at the disposal of the State of Israel
in the armed conflict between it and Hamas.”
>>>
6.5.2010
Am Frieden in Israel
und Palästina mitarbeiten - Nie war es
wichtiger als jetzt am Frieden in Israel und
Palästina mitzuarbeiten. Täglich bekommen wir
Bilder des Unfriedens via Medien ins Haus geliefert.
Wir glauben, dass es Zeit ist zu handeln. Pax
Christi sucht Menschen, die dabei helfen. Unser
Friedensprogramm heißt „Ökumenisches Begleitprogramm
in Palästina und Israel“ –
(EAPPI- Ecumenical Accompaniment Programme in
Palestine and Israel) Pax Christi sucht Freiwillige,
die für diese Friedensarbeit
ausgebildet werden. 7000,- € kostet die Vorbereitung,
der Aufenthalt und die Betreuung vor und nach
dem Einsatz. Für Menschen in Palästina und Israel,
die militärischer Gewalt und terroristischen
Anschläge ausgesetzt sind, ist dieser Friedenseinsatz
ein wichtiges Zeichen der Hoffnung. Diese in
Österreich neue Friedensinitiative nützt die
internationale Erfahrung. Die Ausbildung erfolgt
in der Schweiz. EAPPI wird vom ökumenischen
Rat der Kirchen verantwortet. Zur praktischen
Durchführung arbeiten die Diakonie/Auslandshilfe,
der Internationale Versöhnungsbund und Pax Christi
zusammen. Durch das Begleitprogramm sollen diejenigen
Kräfte auf beiden Seiten gestärkt werden, die
in Israel und Palästina unter dem Konflikt leiden
und sich gewaltlos für einen gerechten Frieden
einsetzen. Wir wünschen Frieden - Salam auf
Arabisch und Shalom auf Hebräisch. EAPPI sucht
neben Bewerber/innen ganz dringend Spender/innen,
die das Projekt finanziell unterstützen.
Weitere Auskünfte :
Diakonie Auslandshilfe - Mag. Dagmar Lassmann
- +43 (0)1 4026754 12 - eappi(at)diakonie.at
Pax Christi Österreich office(at)paxchristi.at
Internationaler Versöhnungsbund office(at)versoehnungsbund.at
Spendenkonto: EAPPI (Diakonie Auslandshilfe)
- ERSTE Bank, BLZ.: 20111 - Kto: 287 119 663
13 - IBAN AT432011128711966313
BIC GIBAATWWXXX
Links : EAPPI Info bei Pax Christi:
http://w3.khg-heim.uni-linz.ac.at/pax/ISRAEL-PALAESTINA/EAPPI/EAPPI%20Hauptseite.htm
EAPPI - Deutschland >>>
Ökumenisches Begleitprogramm
in Palästina und Israel >>>
5 .5.2010
Was
sagte der iranische Staatspräsident
Ahamdinejad tatsächlich am 3.5.2010
in New York? - Dr.
Amir Mortasawi - (pdf Datei)
Du bist anderer Meinung als ich und
ich werde dein Recht dazu bis in den
Tod verteidigen bzw. ich mag verdammen,
was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst,
soll Voltaire vor mehr als zwei Jahrhunderten
gesagt haben (1). Ich möchte leben,
mitten im Leben, das leben will (2).
Auge um Auge führt nur dazu, dass die
gesamte Menschheit erblindet (3). Du
musst selbst der Wandel sein, den die
Welt vollziehen soll (4). Wenn du meinst,
die ganze Welt sei schlecht, dann bedenke,
dass Leute wie du darin leben (5). In
einer Welt der großen Heuchelei, Doppelmoral
und Doppelstandards gibt es kaum Raum
und Beachtung für die oben aufgeführten
Grundsätze. Am 3.5.2010 hielt der iranische
Staatspräsident Ahamadinejad eine Rede
im Rahmen der UN-Abrüstungsberatungen
im Zusammenhang mit dem Atomsperrvertrag
(NPT) in New York (6). Anstelle einer
sachlichen Auseinandersetzung mit dem
Inhalt seiner Aussagen ging die mediale
Kampagne zum Verwirren der Bevölkerung
in Deutschland nach alten Mustern weiter
(7). Diese Vorgehensweise der Medien
wird keinen fruchtbaren Boden für Völkerverständigung
und friedliche Lösung der Konflikte
liefern können. Am Ende seiner Rede
formuliert der iranische Staatspräsident
elf Vorschläge: ... Zum Weiterlesen
siehe bitte den Anhang >>>
Erster Teil der
Rede Ahmadinedschads in New York am
3.5.2010
Zweiter Teil der
Rede Ahmadinedschads in New York am
3.5.2010
Dritter Teil der
Rede Ahmadinedschads in New York am
3.5.2010
Bildquelle
oben rechts - Hetzseite des Honestly
Concerned Redakteurs Bernd Dahlenburg
>>>
Bildquelle Mitte
- Hetzseite I like Israel >>>
Bildquelle
unten links - Hetzseite Honestly Concerned
>>>
Honestly
Concerned - Kritiker die zu kritisieren
sind >>>
Inszenierte
Empörung - Irans Präsident fordert bei
UN-Konferenz atomwaffenfreie Welt
- Rainer Rupp - Diplomaten aus
den USA und der EU sowie die meisten
westlichen Medien reagierten empört
auf einen »Eklat«, den der iranische
Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Montag
in New York zum Auftakt der UN-Konferenz
zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags
verursacht haben soll. Der Staatschef
aus Teheran hatte in seiner Rede den
Vereinigten Staaten vorgeworfen, sein
Land mit Atomwaffen zu bedrohen. >>>
Resolution
zur Stärkung des Atomwaffensperrvertrags
- Das staatliche iranische Fernsehen
Press TV hat auf seiner Homepage die
Rede von Präsident Mahmud Ahmadinedschad
am Dienstag so zusammengefaßt >>>
Israel -
Die Atombombe und mehr >>>
Wie
die
BIEDERMÄNNER
UND BRANDSTIFTER
reagieren, agieren
und hetzen
- Das Dreigespann des Terrors
- Benji Davis
- Das Weiße Haus Obamas hat Annäherungsgespräche
zwischen Israel und der Palästinensischen
Autonomiebehörde an die Spitze seiner
Nahostpolitikgestellt, wobei es glaubt,
erfolgreiche Verhandlungen würden zu
einem positiven Dominoeffekt im Rest
der Region führen. Aber kein zukünftiges
Abkommen zwischen Netanyahu und Abbas
würde zum Frieden zwischen Israelis
und Palästinensern führen oder den Konfliktzwischen
dem Westen und islamistischen Extremisten
beilegen. Selbst bei der Gründung eines
palästinensischen Staates hätte das
Dreigespann des Terrors - Iran und seine
Terrorverbündeten Hamas und Hisbollah
- die Macht, jeglichen Übergang zu einem
ruhigen Zustand in der Levante zu verhindern
(...)
Die Obama-Administration
muss begreifen, dass das Haupthindernis
für den Frieden nicht Israel ist, sondern
die existentielle Bedrohung, die von
dem gefährlichen Trio Iran, Hisbollah
und Hamas ausgeht. >>>
Keep Israel
Safe - André Marty- Keep Israel
Safe - Die Rechte macht mobil. Nein,
nicht Neo-Nazis. Israels amerikanische
Freunde. Den Feind haben sie auch bereits
ausgemacht: Seit US- Präsident Barak
(Hussein) Obama mit seiner Zick-Zack-so-genau-weiss-ich-es-auch-noch-nicht
- Politik für Verstimmung bei Israels
Rechtsaussen- Regierung sorgt, seither
wird mobilisiert. Vor allem eben in
Amerika. So wurde zum Beispiel diese
Organisation gegründet, Keep Israel
Safe. So ist das eben mit diesen fixen
Bildern: Man muss sie pflegen und hegen.
>>>
Boykott Apartheid –
Made in Israel
- Wie erkenne ich Konsumprodukte
aus Israel?
1. Listen
mit zu boykottierenden
Produkten
und Firmen
2. Israelische
Produkte,
die in der
Schweiz
erhältlich
sind
3. Bar Codes:
Ein Mittel
zur Identifikation
israelischer
Produkte?
1. Listen
mit zu boykottierenden
Produkten
und Firmen
Im Internet
finden sich
diverse
längere
und kürzere
Listen,
die sich
mit Firmen
und Produkten
befassen,
die im Zusammenhang
mit der
israelischen
Besatzung
stehen:
Gush Shalom
publizierte
eine Liste
mit Produkten,
die aus
Siedlungen
in den besetzten
Gebieten
stammen:
http://gush-shalom.org/Boycott/boyceng.htm
Die englischsprachige
Website
Who profits
zeigt in
übersichtlicher
Form, welche
Unternehmen
von der
israelischen
Besatzung
profitieren:
http://www.whoprofits.org
Die englischsprachige
Website
Boycott
Israeli
Goods
hat eine
ausführliche
Liste mit
israelischen
Firmen zusammen
gestellt:
http://www.boycottisraeligoods.org/modules11748.php
Auf der
selben Homepage
findet sich
eine detaillierte
Aufführung
aller US-amerikanischen
Firmen,
welche in
Israel investiert
haben:
http://www.boycottisraeligoods.org/modules5533.php
Die deutsche
muslimische
Homepage
Muslim-Markt.de
hat eine
Liste mit
israelischen
Produkten
und Unternehmen,
die einen
Bezug zu
Deutschland
haben, zusammengestellt:
http://www.muslim-markt.de/boykott/israelischefirmen.htm
Auf derselben
Homepage
findet sich
eine Liste
(inkl. Begründungen)
mit Unternehmen,
die die
zionistische
Politik
Israels
aktiv unterstützen:
http://www.muslim-markt.de/boykott/unterstuetzer_zionismus.htm
2. Israelische
Produkte,
die in der
Schweiz
erhältlich
sind:
Soda Club
(Drinkwassersprudler
aus der
Siedlung
Ma'ale Adumin),
Eden-Springs,
Datteln
aus dem
besetzten
Jordantal,
frische
Kräuter
(bei Grossverteilern),
Avocados
(meistens
Carmel),
Orangen
und Grapefruit
(Jaffa,
Carmel),
Erdnüsse
(oft vermischt
mit
ägyptischen),
Kosemetikprodukte
vom toten
Meer
3. Bar Codes:
Ein Mittel
zur Identifikation
israelischer
Produkte?
Im Zusammenhang
mit Aufrufen
zum Boykott
israelischer
Produkte
werden immer
wieder die
Bar Codes
erwähnt.
(Das sind
die Strich-und
Zahlcodes,
die jedes
Produkt
auf der
Verpackung
hat.) Angeblich
soll es
möglich
sein, anhand
der ersten
Ziffern
das Herkunftsland
zu ermitteln
und so Produkte
mit israelischer
Herkunft
(??ländercode
für israel???)
zu erkennen.
So einfach
ist das
leider nicht
(mehr).
Anhand des
Bar Codes
lässt sich
nur feststellen,
wo das Produkt
verpackt
worden ist.
Wenn nun
z.B. frische
Kräuter
aus dem
Westjordanland
in den Niederlanden
abgepackt
werden,
steht der
niederländische
Code auf
der Packung
und nicht
der israelische.
Nur wenn
ein Produkt
in Israel
hergestellt/geerntet
und abgepackt
worden ist,
können die
Bar Codes
weiterhelfen.
Fazit :
Bar Codes
sind kein
sicheres
Mittel,
um israelische
Produkte
zu identifizieren.
Es lassen
sich nur
jene Produkte
erkennen,
die in ein-
und demselben
Land produziert
und verpackt
werden.
Wenn die
Verpackung
anderswo
erfolgt,
sind die
Bar Codes
wertlos.
Die Angabe
des Herkunftslandes,
die in der
Schweiz
auf jedem
Produkt
aufgeführt
sein muss,
ist genauso
hilfreich
und man
muss sich
erst noch
keine vierstellige
(?oder dreistellig?)
Nummer merken.
www.bds-info.ch
Wissen Sie,
was Sie
mit 729
kaufen?
>>>
Sonderseite:
Boykott
israelischer
Produkte
Waren aus
Israel und
den illegalen
Siedlungen
>>>
Freedom Flotilla to
Gaza: Rising to the Occasion -
Rifat Audeh - I have always marveled at the
human spirit. How some people persevere, overcome
seemingly insurmountable obstacles against all
odds, elevate themselves to new heights and
maintain their hope and dignity when all seems
lost. And how others have such a profound sense
of justice, of right and wrong, and how they
are willing to sacrifice their own lives for
strangers half a world away because of their
magnanimous conscience, their ideals and principles.
Names such as Rachel Corrie and Thomas Hurndall,
along with Brian Avery, Huwaida Arraf and others
come to mind. As an activist, I have been privileged
and honored to have met such people throughout
my life. In December 2009, the third Viva Palestina
convoy was launched to break the inhuman siege
imposed upon the heroic people of Gaza, and
bring much needed supplies to them. The convoy
was launched from Britain, gained momentum along
the way and included hundreds of activists.
Originally, the Jordanian port city of Aqaba
was to be the final point before entry into
Egypt and continuing to Gaza. Yet, after these
compassionate souls had traveled thousands of
kilometers for weeks away from their families
and loved ones, the Egyptian regime hindered
their journey and they were stuck in Aqaba.
Free Gaza gears up
for humanitarian mission - Amy Invernizzi
- The Irish Emigrant - “Our mission is designed
to help start rebuilding the dignity and esteem
of estranged neighbors in the Middle East and
remind Medinat Yisrael [The State of Israel]
that in the 21st century, no nation can expect
to commit war crimes against civilians and expect
their friends and allies to always remain silent,”
explained Fiachra Ó Luain, a coordinator of
the Free Gaza movement.
European Jews decry
Israel policies - Bilal Randeree - A
group of over 3,000 European Jews, known as
JCall, have signed a petition, speaking out
against Israel, that was presented to the European
Parliament in Brussels. "We are speaking as
friends of Israel and we are saying: You are
going to make a mistake. You have to decide
how to behave, not us," David Chemla, head of
the group, told the Haaretz newspaper on Monday.
"But as friends, as Jews, we want to tell you
that you are going down a wrong path," said
Chemla, who moved to France after living in
Israel for 10 years and serving in the IDF.
>>>
Jewish terror suspect
'unfit to stand trial' - In response
to newly-submitted psychiatric evaluation, Israeli-Arab
MK says that in Israel an Arab who shoots a
Jew is a terrorist, while a Jew who shoots Arabs
is insane. - Haim Levinson - Suspected Jewish
terrorist Yaakov (Jack) Teitel, who was arrested
late last year for the murder of two Palestinians,
is unfit to stand trial, Jerusalem's district
psychiatrist said in an evaluation submitted
Tuesday. Teitel, a resident of the settlement
Shvut Rachel, was charged last November with
murdering two Palestinians and attempting to
murder three people, including Hebrew University
Professor Zeev Sternhell and Ariel teenager
Ami Ortiz. Ortiz, from a family of Messianic
Jews, was gravely wounded by a bomb packaged
inside a Purim gift in March 2008. >>>
The Story of Budrus
- The acclaimed documentary
"Budrus" has chronicled the peaceful protests
of Palestinians in the West Bank , inspired
by community organiser Ayed Morrar, which forced
Israel to change the course of its separation
wall.
4.5.2010
"Sanfter Krieg" gegen Israel
- Freunde Palästinas - Israel ist immer mehr
mit Befürchtungen wegen seines schlechten
Images in der Welt befasst. Israel fühlt,
dass sich die traditionellen Verbündeten
nicht mehr auf dem gleichen Weg wie Israels
Bürger befinden. Manchmal fühlt sich Israel
richtig isoliert und verlassen, so wie es
gegen Ende des südafrikanischen
Apartheid-Regimes war. Die Vorwürfe gegen
Israel, wegen der aktuellen Entwicklung,
werden gerne auf die Palästinenser, Araber,
Muslime und "einflussreiche" antisemitische
Kreise des Westens abgeleitet. Sie hassen
die Juden und den "jüdischen Staat", heißt
es. Ein wichtiges Element dieser
Gedankenwelt ist die Existenz großer
arabisch/muslimischer Gruppen in westlichen
Ländern, die wiederum aggressiver Kampagnen
gegen dieses "demokratische und friedliche"
Israel beschuldigt werden, da sie damit
Einfluß auf die westliche Politik einseitig
zugunsten der Palästinenser nehmen würden.
Deswegen möchte Israel jetzt zu den Wurzeln
des Konfliktes mit der islamischen Religion
zurückkehren, vergisst aber dabei
sinnigerweise, dass es gerade der
muslimische Eroberer Saladin war, der den
Juden eine Rückkehr zu ihren heiligen
Stätten in Jerusalem erlaubte, von wo sie
>>>
Israels
Eroberungskrieg - Hans Krieger - Zum
zweiten Mal schon vollbringt Benjamin
Netanjahu das Kunststück, die Grundlinien
der israelischen Politik schönzufärben,
indem er selber zum Buhmann wird. Das mag
nicht seine Absicht sein, läßt sich objektiv
aber als seine historische Funktion
verstehen: Neben dem Wolf, der keine Kreide
frißt, nehmen sich die Wölfe, die Kreide
gefressen haben, wie fromme Lämmer aus. Als
mit einem weltweiten Aufatmen Netanjahus
erste Amtszeit zu Ende ging, war der Boden
bereitet für das Doppelspiel Ehud Baraks:
Allein schon die Erleichterung über das
Abtreten seines Vorgängers machte ihn zum
Hoffnungsträger. So hatte er leichtes Spiel,
das Besetzungsregime zu zementieren und den
Siedlungsbau zügiger voranzutreiben als alle
Regierungen vor ihm, zugleich aber mit dem
Nimbus des Friedensbringers aufzutreten und
scheinbar generöse Angebote zu machen, die
für Arafat unannehmbar waren, so daß dessen
vermeintlicher Halsstarrigkeit das
kalkulierte Scheitern der Gespräche
angelastet werden konnte. Jetzt, nach wenig
mehr als einem Jahr Amtszeit, hat es
Netanjahu, assistiert vom Scharfmacher
Lieberman als Außenminister, schon wieder
geschafft, als das Hauptfriedenshindernis
dazustehen und damit die Illusion zu nähren,
daß ohne ihn und seine Regierung der Frieden
in greifbarer Nähe wäre. >>>
Jewish-American
writer and activist Anna Baltzer
discusses her views on UCSD Divestment
for Peace. Visit
UCSD Divest for
Peace
for more information.
3 .5.2010
Jcall
– jüdisch und vernünftig?
- Mehrere europäische
Persönlichkeiten, die sich als
jüdisch verstehen, haben eine
Petition ins Leben gerufen. Sie
heißt Jcall (1) und hat viele
Unterschriften erhalten.
Angesichts der Politik der
Regierung Netanjahu und ihrer
vorbehaltlosen Unterstützung
durch Vereinigungen wie den CRIF
(2), soll der Appell eine
Alternative sein, hin zu einem
„vernünftigen Frieden“. Worin
besteht dieser Krieg in
Wahrheit? Diejenigen, die für
die Rechte des palästinensichen
Volkes eintreten, erklären
unablässig, daß die israelische
Palästinenser-Politik
verbrecherisch ist. Als da sind:
das Gründungsverbrechen, die
Vertreibung der Mehrzahl der
Palästinenserinnen aus ihrem
eigenen Land 1948 (wo das doch
ein Land ohne Volk war); die
Beschlagnahme der Böden; die
geschleiften Dörfer; das Verbot
der Rückkehr der Flüchtlinge.
Weitere Verbrechen folgten:
Kriege; sogenannte gezielte
Tötungen; die Besatzung;
gesetzlich festgeschriebene
Diskriminierungen; die
Siedlungen; der Bau der Mauer;
die Kontrollpunkte; die
Masseneinsperrungen... Die
Unterzeichner möchten für den
Staat Israel eintreten, den sie
als demokratisch bezeichnen. >>>
INZWISCHEN
MIT 3600 UNTERSCHRIFTEN -
"JCall"-Petition
- 3000 jüdische Intellektuelle
fordern israelischen
Siedlungsstopp -
Henry-Levy und Cohn-Bendit unter
Unterzeichnern einer Petition an
das Europaparlament - Tel
Aviv/Wien - Eine neugegründete
Gruppe europäischer Juden, "JCall",
hat eine Petition an an das
Europaparlament gerichtet, in
der ein Ende der "systematischen
Unterstützung der Entscheidungen
der israelischen Regierung"
verlangt wird. Wie die
israelische Zeitung "Haaretz" am
Sonntag in ihrer Internetausgabe
weiter berichtete, fordert die
Gruppe in dem von rund 3000
jüdischen Intellektuellen
unterzeichneten Schreiben
insbesondere einen Stopp des
Siedlungsbaus im Westjordanland
und in Ostjerusalem. Unter den
Unterzeichnern sind die
französischen Philosophen
Bernard Henri-Levy und Alain
Finkielkraut >>>
Appell
europäischer Juden - "Sorge über
Israels Zukunft" - Inge
Günther - "Niemand", schrieb
Jossi Sarid, der alte Vordenker
der israelischen Linken, am
Sonntag in "Haaretz", "niemand
könne Alain Finkielkraut oder
Bernard-Henri Levy vorwerfen,
"selbsthassende Juden" zu sein.
Selbst im Gaza-Krieg hätten sie
Partei für Israel ergriffen. In
gewisser Weise tun sie das auch
jetzt. Allerdings anders, als
man sich in der Regierung
Benjamin Netanyahu
pro-israelische Lobbyisten
vorstellt. Gemeinsam mit mehr
3100 Unterzeichnern haben
Finkielkraut und Levy einen
"europäisch-jüdischen Appell an
die Vernunft" unterzeichnet. Die
israelische Besatzung und
Siedlungspolitik im
Westjordanland wird darin ein
"moralischer Fehler und ein
politischer Irrtum" genannt. >>>
Hier der
Text von JCall: Appell an die
Vernunft, der mittlerweile schon
von über 3.000 europäischen
Bürgern jüdischer Herkunft
unterzeichnet wurde - die Anzahl
der Unterschriften wächst
ständig rapide. Am 3.Mai
(Montag) soll der Appell in
Brüssel dem Europäischen
Parlament übergeben werden.
(...) Martin Forberg
http://www.jcall.eu/?lang=de
JCall - European jewish call for
reason - Appell an die Vernunft
- Wir sind europäische Bürger
jüdischer Herkunft, die aktiv in
das politische und
gesellschaftliche Leben unserer
jeweiligen Länder involviert
sind. Was immer auch unsere
persönliche Agenda sein mag, ist
die Verbindung mit dem Staat
Israel Teil unserer Identität.
Die Zukunft und Sicherheit
dieses Staates, mit dem wir
unverbrüchlich verbunden sind,
besorgt uns sehr.
Wir stellen fest, dass die
Existenz Israels erneut
gefährdet ist. Die Gefährdung
von außen ist nicht zu
unterschätzen, doch ist diese
nicht die einzige Gefahr. Eine
Gefährdung liegt auch in der
Besatzung und in dem Auf- und
Ausbau der Siedlungen im
Westjordanland und in den
arabischen Vierteln
Ost-Jerusalems, die ein
moralischer Fehler und ein
politischer Irrtum sind und die
u. a. zu dem inakzeptablen
Vorgang der Delegitimierung
Israels als Staat führen.
Aus diesem Grunde haben wir
beschlossen, uns basierend auf
folgender Grundlage zu
engagieren :
1. Die Zukunft Israels bedingt
notwendigerweise die Schaffung
des Friedens mit dem
palästinensischen Volk und die
Gründung eines palästinensischen
Staates gemäß dem Prinzip « zwei
Staaten für zwei Völker ». Wir
alle sind uns dessen bewusst,
dass dieses Anliegen dringend
ist. Bald wird Israel sich mit
zwei katastrophalen Alternativen
konfrontiert sehen : Entweder
werden die Juden eine Minderheit
in ihrem eigenen Land sein oder
es wird im Lande ein Regime
entstehen, das Israel beschämen
und die Gefahr eines
Bürgerkrieges heraufbeschwören
wird.
2. Es ist daher von größter
Wichtigkeit, dass die
Europäische Union gemeinsam mit
den Vereinigten Staaten von
Amerika Druck auf beide Parteien
ausübt und ihnen hilft, eine
vernünftige und schnelle
Regelung des
israelisch-palästinensischen
Konflikts zu erreichen. Trägt
doch Europa angesichts seiner
Geschichte die Verantwortung für
diese Weltregion.
3. Die endgültige Entscheidung
liegt bei den Israelis, dennoch
soll die Solidarität der Juden
weltweit die Israelis dazu
ermutigen, die richtige
Entscheidung zu treffen. Die
systematische Identifizierung
mit der Politik der israelischen
Regierung ist gefährlich, weil
sie im Gegensatz zu den echten
Interessen des Staates Israel
stehen kann.
4. Wir möchten eine europäische
Bewegung gründen, die die Stimme
der Vernunft zum Ausdruck
bringt. Diese Bewegung möchte
über den traditionellen
Meinungsverschiedenheiten stehen
und setzt sich die Zukunft
Israels und seine Koexistenz mit
einem souveränen und
lebensfähigen palästinensischen
Staat zum Ziel.
In diesem Geiste rufen wir dazu
auf, unseren Appell zu
unterschreiben.
http://www.alternativenews.org/index.php?option=com_content&view=article&id=2575:jcall-calls-to-demonstrate-wisdom--what-wisdom-&catid=119:english&Itemid=878
Prof.
Rolf Verleger - Vorsitzender der
Jüdischen Stimme für gerechten
Frieden in Nahost e.V . -
Liebe Mitglieder und Freunde,
1) JCall
http://www.jcall.eu
-
Eine
interessante Initiative ist auf
EU-Ebene von französischen Juden
lanciert worden: "JCall", u.a.
von Daniel Cohn-Bendit und
Bernard-Henri Levy.
Unterzeichnet haben auch u.a.
Zeev Sternhell und Avi Primor.
Morgen, Montag Abend, 20h, soll
es vor dem europäischen
Parlament in Brüssel dazu eine
Versammlung geben, auf der diese
Unterzeichner sprechen werden.
Kernpunkt ist die Forderung an
die EU, sie solle Druck auf
"beide" Seiten ausüben (Israel
und das nicht existierende
Palästina), um die Siedlungen
aufzugeben und eine
Zweistaatenlösung
herbeizuführen.
Von unseren Mitgliedern haben
diesen Appell (meines Wissens)
bisher Judith Bernstein und
Michael Riese unterzeichnet.
Einer der Erstunterzeichner des
Appells von 2009
www.humanrights-in-israel.ch
schreibt dagegen: - (Ich finde
diese kritische Stimme besonders
bemerkenswert, weil ihm
seinerzeit unser Aufruf
"schalom5767" eher zu weit ging)
-
*************
Mich berührt der Appell sehr
zweideutig.
Einerseits: ich finde den
eigentlichen Aufruf weitgehend
sehr gut und das politische Ziel
sehr zu begrüßen.
ABER, ich könnte nicht
unterschreiben, dass meine
durchaus rege Verbindung mit dem
Staat (!) Israel Teil meiner
Identität ist, etwas mit dem ich
"unverbrüchlich" verbunden bin.
"unverbrüchlich" verbunden bin
ich mit meinem Judesein, und
hoffentlich mit meiner Frau und
meiner Familie, wahrscheinlich
mit der deutschen Sprache, aber
sonst mit nicht so viel, und
schon gar nicht einem Staat, in
dem ich nie gelebt habe. Erst
recht kann ich nicht
unterschreiben, dass Israel ein
"jüdischer Staat" sein soll, was
auch immer das sei, und vor
allem, solange damit letztlich
doch der "Staat aller Juden"
gemeint ist. (Warum sollten wir
sonst unverbrüchlich verbunden
sein...)
Statt das Existenzrecht Israels
und aller seiner Bürger zu
verteidigen, und dazu gehören
nun mal auch seine Sprache und
seine historische Verbindung mit
dem Judentum, verteidigt dieser
Aufruf letztlich das Recht aller
Juden zwischen Grönland und
Feuerland Israel als "unseren"
Staat zu begreifen, auch wenn
sie gar nicht dessen Bürger
sind. >>>
Israels Tyrannei der Mehrheit
ist gefährlich -
Gideon
Levy - Die einzige Demokratie im
Nahen Osten ist vielleicht
einzigartig, aber es ist
zweifelhaft, ob sie real ist.
Ergebnisse einer Umfrage, die
gestern in Haaretz veröffentlich
wurden, reflektiert, was seit
langer Zeit bekannt war: eine
Kombination von Ignoranz, ein
grundlegender Mangel an
Verständnis und eine
faschistische Stimmung. Ein
übler und gefährlicher Wind
bläst in Richtung der Regierung,
die von einem Kollaps bedroht
ist. Nach der Umfrage, die vom
Steinmetz-Zentrum für
Friedensforschung an der Tel
Aviver Uni durchgeführt wurde,
gibt es eine klare, solide
anti-demokratische Mehrheit. Es
ist eine Mehrheit, die will,
dass Leute, die Missetaten des
Militärs aufdecken, bestraft
werden, und die nicht will, dass
Menschenrechtsgruppen frei
operieren. Es ist eine Mehrheit,
die jene bestrafen wollen, die
zum Boykott gegen Israel
aufrufen und die schwere
Sanktionen gegen Journalisten
wünschen, die Informationen über
unmoralische Handlungen
aufdecken, die von den IDF
begangen werden. Immer nur
strafen und sich darüber freuen,
wenn die Kritik zum Schweigen
gebracht wird – das ist es, was
die Leute wollen. Das ist ihre
Meinung. Von allen realen und
fabrizierten Gefahren, die
Israel umlauern, ist >>>
apell
„Hass
säen und Tod ernten “ -
Rede von Rami
Elhanan am Abend des Alternativen
Gedenktages der Kämpfer für den Frieden. -
Mein Name ist Rami Elhanan. Vor 13 Jahren,
am Nachmittag des Donnerstags am 4.
September 1997 verlor ich bei einem
Selbstmordattentat in der Ben-Yehuda-Straße
in Jerusalem meine Tochter Samadar. Ein
bildhübsches 14jähriges Mädchen. Meine
Samadar war die Enkelin des Friedenskämpfers
General Matti Peled, einer von jenen, die
den Durchbruch für einen
israelisch-palästinensischen Frieden
schafften. Und sie wurde ermordet, weil wir
nicht klug genug waren, ihre Sicherheit in
der Weise von Matti zu bewahren, dem
einzigen und möglichen Weg – dem Weg des
Friedens und der Versöhnung. Ich brauche
keinen Gedenktag, um mich an Samadari zu
erinnern. Ich denke die ganze Zeit an sie –
365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, 60
Sekunden in einer Minute. Ohne Pause, ohne
Ruhe seit 13 langen, verwünschten Jahren
jetzt – und die Zeit heilt die Wunden nicht…
Aber die israelische Gesellschaft benötigt
dringend Gedenktage. Von Jahr zu Jahr wird
sie in der Woche nach Pessach in das
jährliche Ritual gezogen: vom Holocaust zur
Wiedergeburt des Staates, ein Meer von
Feierlichkeiten, Sirenen und Lieder – ein
ganzes Volk wird in einen Strudel von
süchtig machender Traurigkeit gefegt
…gegenseitige Umarmungen werden von
„Besatzungsliedern“, von „Schwert- und
Sichelliedern“ (1) begleitet auf dem
Hintergrund von Bildern des Lebens, das
abgeschnitten wurde, und auf dem Hintergrund
von herzzerreißenden Geschichten …es ist
schwierig, das Gefühl zu vermeiden, dass
diese Konzentration auf den schmerzlichen
Verlust …dafür gedacht ist, unser Gefühl des
Opferseins, das der Gerechtigkeit auf unserm
Weg und in unserm Kampf uns an unsere
Katastrophen erinnert, die wir nicht einem
Moment vergessen sollten. Das ist der Sinn
unseres Lebens – bewaffnet zu sein und
bereit, stark und entschlossen, damit das
Schwert nicht aus unserer Hand fällt >>>
Bild - Das Lächeln der Solidarität: Rami
(links) und Bassan.
Brothers in peace
- The New Internationalist book Nine Lives
involves inspirational activists and
campaigners from all over the world telling
their own life stories. Among them are
Israeli Rami Elhanan and Palestinian Bassam
Aramin, both of whom lost a daughter to the
conflict between their two peoples. >>>
"Die Erfindung des
jüdischen Volkes" - Thesen ins Herz der
Gesellschaft - Micha Brumlik - (...)
Auf Deutsch wird das tragende Gesetz des
jüdischen und damit zionistischen Staates
"Rückkehrgesetz" genannt, auf Hebräisch
etwas bescheidener "Chok ha Schwut", was
übersetzt nichts anderes heißt als
"Niederlassungsgesetz". Es bestimmt, dass
jede religionsgesetzlich als jüdisch
definierte Person unmittelbar bei Einreise
die israelische Staatsbürgerschaft erhalten
kann. Seit dem Ende der Sowjetunion ist die
Reichweite des Gesetzes auch auf
nichtjüdische Verwandte solcher Immigranten
ausgedehnt worden. Das Gesetz lässt sich
somit als Ausführung der
Proklamationsurkunde des Staates Israel vom
15. Mai 1948 lesen, in deren ersten Zeilen
es heißt: "In Erez Israel stand die Wiege
des jüdischen Volkes; hier wurde sein
geistiges, religiöses und politisches
Antlitz geformt; hier lebte es ein Leben
staatlicher Selbstständigkeit. Mit Gewalt
aus seinem Lande vertrieben, bewahrte es ihm
in allen Ländern der Diaspora die Treue und
hörte niemals auf, um Rückkehr in sein Land
und Erneuerung seiner politischen Freiheit
in ihm zu beten und auf sie zu hoffen."
Sands Buch beansprucht nicht weniger, als
diese Behauptung der
Unabhängigkeitserklärung mit den Mitteln
einer maßvollen Dekonstruktion zu
widerlegen. Demnach gibt es erstens kein
jüdisches Volk, das daher auch zweitens
nicht aus seinem Land vertrieben werden
konnte und somit drittens auch keinen
moralischen oder rechtlichen Anspruch auf
Rückkehr geltend machen kann. Vielmehr,
meint Sand, handele es sich beim Konstrukt
des jüdischen "Volkes" um eine typische
Annahme des späten 19. Jahrhunderts >>>
2 .5.2010
Die Vereinigten
Staaten und Israel bedrohen Iran.
Israel –
Syrien: Israel fehlte der Mut zum Friedensschluss
- Israels ehemaliger Syrien-Unterhändler Uri Saguy hat das
Schweigen beendet: Die Einigung mit Syrien war oft nahe,
es fehlte allein d er politische Mut. Von C. A. Landsmann
Angst vorm
Frieden - Lange stellte Israel
die Syrer als Friedensverweigerer dar. Doch nun hat ein
ehemaliger israelischer Geheimdienstboss und Ch efunterhändler
ausgepackt. Und die eigenen Regierungschefs zumindest mitschuldig
gesprochen. Uri Saguy, der frühere Kommandant des militärischen
Nachrichtendienstes und Chefunterhändler bei verdeckten
und offenen Verhandlungen mit Syrien, spricht damit offen
aus, was selbst kritischste Geister in Israel nicht laut
zu denken wagten. Jitzchak Rabin, Benjamin Netanjahu, Ehud
Barak, Ariel Scharon und Ehud Olmert: Die letzten fünf israelischen
Regierungschefs sind verantwortlich dafür, dass bisher kein
Frieden mit Syrien geschlossen wurde.
Teheran
sichert Damaskus Hilfe im Fall eines israelischen Angriffs
zu - Vizepräsident Rahimi: "Dem Vergewaltiger
die Füße abhacken" >>>
Bild vergrößern >>>
Noam Chomsky
-
im Interview auf kontext-tv.de - USA und Israel bedrohen
Iran, nuklearfreie Zonen in Afrika und dem Nahen Osten vom
Westen missachtet
- David Goeßmann - (...) Noam Chomsky: Iran ist eine Bedrohung, weil es Befehlen
nicht gehorcht. Militärisch ist diese Bedrohung so gut wie
nicht gegeben. Anders als die Staaten, die sie genannt haben,
Israel, Indien and Pakistan, hat Iran sich in hunderten
von Jahren nicht aggressiv verhalten. Den einzigen aggressiven
Akt, den Iran begangen hat, war in den 1970er Jahren unter
dem Schah, unterstützt von den USA. Man besetzte damals
zwei arabische Inseln. >>>>
Video 40 Minuten - Interview Noam
Chomsky >>>
Text Noam Chomsky Interview (English) >>>
Threatening Iran Is Wrong - CASMII - The antiwar
movement everywhere should be extremely alarmed about
the Obama Administration’s declaration in April that
Washington can target Iran with nuclear weapons.
Although vague “all options are on the table” warnings
were also issued under George W. Bush, now the threat of
a pre-emptive nuclear strike on Iran is enshrined in the
revised Nuclear Posture Review of the United States. The
new official policy specifies that the U.S. is entitled
to drop nuclear bombs on a nation that has no such
weapons, if the adversary is deemed to be in violation
of non-proliferation rules. Administration officials,
including Defense Secretary Gates, have made clear that
the intended victim is none other than Iran. Coming from
a president who promised “change” in Washington, this is
especially disturbing. >>>
Anthony Lawson über
Doppelstandards, Lügen und Halbwahrheiten im medialen
Umgang mit dem Iran.
Riz Khan -
The end of engagement? -
The US Congress could approve legislation imposing news
sanctions on Iran in a few weeks. Admiral Mike Mullen, the
US chairman of the Joint Chiefs of Staff, says negotiations
and sanctions are the preferred methods, but he also mentioned
military action as the "last option". It is quite a change
from Barack Obama's outreach in 2009 when he spoke to the
Iranian people on Nowruz, the Iranian New Year. Since then,
Tehran has ignored the US president's offer to negotiate,
and the White House has been pushing for economic penalties
and has increased military activity in the region. Recently
in a nuclear summit in Washington DC, Obama said Beijing
would support further sanctions against Tehran by the UN
Security Council >>>
Op-Ed: "Why
Iran won't attack Israel" - Yousef Munayyer
- This brief appeared today in the Los Angeles Times and
is a response to a column written by Benny Morris that was
published in the Los Angeles Times on 16 April 2010. Palestinians
are in Israel today because they managed to survive the
depopulation of 1948, the year the Jewish state was founded
(Arabs constitute about 20% of Israel's population). Ironically,
while Benny Morris' scholarship suggests that the mere existence
of these Palestinians in Israel -- and millions more in
the occupied territories -- irks him, Israel's substantial
Arab population also blows a hole in his argument about
the need to deal with the supposed Iranian nuclear threat.
Morris is part of an increasingly vociferous chorus warning
of an impending apocalypse for Israel at the hands of a
nuclear Iran eager to rid the Middle East of its Jews. Yet
Iran's religious leaders have repeatedly stated that such
weapons are "un-Islamic" or "forbidden under Islam." Morris'
role in our understanding of the region's history is confounding.
Arguably, no one played a more central role in exposing
Israel's role in the depopulation of Palestinians from their
homeland than Morris. In his seminal work, "The Birth of
the Palestinian Refugee Problem," Morris, using declassified
military documents, exposes the calculated effort by early
Israeli leaders to impose a Jewish majority through ethnic
cleansing.
Eine
Wolke über Jerusalem -
Uri
Avnery -
JEDER HAT das Recht, seine
Meinung zu ändern. Sogar Danny Tirze. - Oberst
Tirze ist verantwortlich für den Bauplan der
Mauer, die Jerusalem „umschlingt“ – die
Mauer, die die Stadt von der Westbank abschneidet,
damit es die „Hauptstadt Israels für alle Ewigkeiten“
wird. Und jetzt auf einmal taucht Tirze als
Hauptgegner der Mauer auf, die er selbst
geplant hat. Er möchte sie verändern, um das
Land von Al-Wallaja auf „israelischer“ Seite
zu lassen. Der Oberst hat aufgehört, im Namen
der Armee zu handeln und handelt nun im Namen
privater Unternehmer, die dort 14 000 Wohneinheiten
für 45000 Juden bauen wollen. All dies natürlich
zum Wohl des Zionismus, des jüdischen Volkes,
für Israels ewige Hauptstadt und für zig Millionen
Schekel. >>>>
Bil’in unterstützt
irische Kampagne für Investitionsstopp
-
Der irische Aktivist Tommy
Donnellan, 63 wurde diesen Freitag von
der israelischen Armee verletzt und zwei Stunden
festgehalten. Er hatte den gewaltfreien
Protest in Bil’in gegen die Apartheidmauer mit
seiner Kamera gefilmt, als ein Greifertrupp
der israelischen Armee auf ihn stürmte. Die
Soldaten rissen ihm die Gasmaske vom Gesicht
und zerrten ihn auf den Boden. Dabei verletzten
sie ihn am Bein und rissen ihm ein Stück vom
linken Ohr. Zwei Stunden später wurde er ohne
Anklage freigelassen. Tommy Donnellan wies nach
seiner Freilasssung daraufhin, dass er klar
als Journalist zu erkennen war und deshalb
die Verhaftung, vor allem in dieser Brutalität,
nicht gerechtfertigt war.“ Dieser Vorfall ist
ein weiteres Beispiel für das inhumane und gesetzlose
Vorgehen der israelischen Armee. Es zeigt auch
die empörenden Aktivitäten der irischen
Zementfabrik CRH >>>
Bil'in Protests Against
CRH 30 -04-2010 By Haitham Al Katib
Freitagsprotest in Nil’in:
Erinnerung an die politischen Gefangenen in
Israels Gefängnissen -
Nach dem Freitagsgebet
an der israelischen Apartheidmauer nahm der
Demonstrationszug heute eine andere Route, um
gegen den Diebstahl des Landes und den Siedlungsbau
zu protestieren. Die israelische Armee bekam
schnell Wind von der Änderung der Protestroute
und trieb die Demonstranten mit Tränengas und
Armeejeeps ins Dorf zurück. In den letzten >>>
Freitagsproteste in Al-Ma‘ssara,
Al- Walaja und Nabi Saleh -
Dorfbewohner, israelische
Aktivisten und internationale Unterstützer protestierten
in Al-Walaja,bei Jerusalem und in Al Ma’ssara,
in der Nähe von Betlehem gegen die Konstruktion
der Mauer und die Zerstörung von Olivenhainen.
Bei der Demonstration in Nabi Saleh setzte die
israelische Armee Gummimantelgeschosse und eine
Tränengaskanone ein >>>
Wie der Shabak palästinensische
Kinder für seine Zwecke einsetzt... -
Yasser Awad Yasin aus
Bil’in ist 27 Jahr alt, verheiratet und hat
zwei Söhne und eine Tochter. Yasser erhielt
einen Telefonanruf vom Shabak mit der
Aufforderung, im Büro des Sicherheitsdienstes
zu erscheinen. Als er diesen Anruf ignorierte,
kam die israelische Armee in der Nacht zu seinem
Haus und übergab ihm die Vorladung zum
Verhör. Im Büro des Shabak wurde er zuerst einer
Leibesvisitation unterzogen und dann zum Leiter
des Büros geführt. Der Leiter des Büros
eröffnet das Verhör mit einer detaillierten
Auflistung von Fakten über Yasser und seine
Familie, er erwähnt vor allem, dass der älteste
Sohn nierenkrank sei und von einer Behandlung
in Israel profitieren würde. Im Gegenzug weist
Yasser daraufhin, dass nicht erwähnt wurde,
dass auch sein zweiter Sohn krank sei. Der Leiter
stellt Yasser in Aussicht, dass er eine Behandlung
in Israel arrangieren könne, er selbst habe
auch Kinder, die er sehr liebte. Yasser versteht,
dass dieses Angebot nur im Austausch für Gegenleistungen
gilt und sagt, dass er seinen Sohn >>>
Eine
Gefahr namens Israel -
Gideon Spiro - Israel
steht heute an vorderster Front des internationalen
Kampfes gegen die atomare Aufrüstung des
Irans. Israel dementiert nicht die Meldungen,
dass seine Luftwaffe Manöver abhält,
mit dem Ziel, Irans nukleare Produktionsstätten
zu bombardieren. Eine derartige israelische
Militäraktion würde die Region wahrscheinlich
an den Punkt eines atomaren Konfliktes bringen,
dessen Folgen eine Katastrophe für die ganze
Welt sein würde. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt
versucht die USA, Israel in Schranken zu halten,
und die israelische Regierung hofft, dass die
starke jüdische Lobby im US-Kongress die USA
in eine Militäraktion zusammen mit Israel
gegen den Iran drängt. Die konservative jüdische
Lobby – bekannt für ihre militante Einstellung
- spielte eine entscheidende Rolle beim
Überfall der USA in den Irak, und nun hofft
sie, ein ähnliches Resultat im Iran zu erreichen.
Die Wahl des US-Präsidenten von Barack Obama,
der links von seinem Vorgänger Bush steht, war
ein Schlag für die extreme rechte Regierung,
die jetzt in Israel herrscht, ließ aber das
israelische und internationale Friedenslager
hoffen, dass die USA nicht in noch ein militärisches
Abenteuer gezogen wird, das wahrscheinlich katastrophale
Folgen für die Region und die Welt haben wird.
>>>