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Liebe FreundInnen,
der Guardian hat vorige Woche berichtet von einem neuen Plan für große neue 'Terminals' als Checkpoints an verschiedenen Stellen der Westbank.
So kurz vor der Gespräche in Annapolis scheint das irgendeine Hoffnung dass Israel bereit ist, einen Palästinenserstaat zuzulassen, schon vor
dem Keim zu ersticken. ---------------
Von Amos - Sag nicht, wir hättens nicht gewusst:
Seit 3 Monaten provozieren Soldaten die SchülerInnen in Azzun - ein Dorf
etwa 10km östlich der Grünen Linie Fast täglich kommen Soldaten mit
einem Jeep an die Schule kurz vor Unterrrichtsschluss. Wenn ein Junge
mit Steinen wirft, verhängen sie eine Ausgangssperre aufs ganze Dorf.
Vor 2 Wochen haben sie während des Unterrichts 2 Knallgranaten in den
Schulhof geworfen. Am nächsten Tag gingen sie in ein Internetcafe und
haben 4 Jugendliche geschlagen und festgenommen. Am 13. Nov. sagten
sie, sie würden auf Steinewerfer scharfe Munition einsetzen. Die
BewohnerInnen haben den Verdacht, dass die Provokationen das oberste
Gericht überzeugen soll, dass dort ein 'Zaun' gebaut werden muss.
Am 15. Nov wurden 2 Bedouininhäuser in Tel-'Arad zerstört, das eine
Wohnung von einer 8köpfigen Familie, das andere gerade fertig gebaut.
In El-Za'aura geschah das gleiche, allerdings einer 7köpfigen Familie.
Und die Leute stehen auf der Straße. Und im Winter wirds auch in
Palästina kalt.
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Amneh Muna, eine 30jährige Frau aus Jerusalem ist seit 14 Monaten in
Einzelhaft. Am 25. Oktober hat sie einen Hungerstreik begonnen gegen
die unmenschlichen Haftbedingungen. Als REaktion auf denHungerstreik
haben die Beamte ihr ganzes Habe außer etwas Kleidung weggenommen, 250
Schekel Buße verlangt und verbieten Besuche oder Zeit im Freien. Als sie
in ein anderes Gefängnis verlegt wurde stoppte sie den Hungerstreik bis
sie feststellte dass die Bedingungen dort noch schlimmer waren, nahm ihn
dann aber wieder auf. Ihre Gesundheit wird von Tag zu tag schlechter,
am 18. Nov. wurde sie in ein Krankenhaus gebracht damit sie Infusionen
erhalten kann.
Es wird um sofortige Protestbriefe gebeten, an
Beni Kanian, Leiter der israelischen Gefängnisse, Fax 00972 8 9193800
P.O.Box 81, Ramle 72100 Israel
Int. Rote Kreuz in Tel Aviv, Fax 00972 3 5271370, tel_aviv.tel@icrc.org
Int. Rote Kreuz in Jerusalem, Fax 00972 2 4818375, jerusalem.jer@icrc.org
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Inzwischen werden über 2700 StudentInnen aus Gaza durch die Absperrung
an ihren Studien im Ausland gehindert.
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Der Knesset fängt jetzt die Debatte an über ein Gesetzesvorschlag,
nachdem ausländische Organisationen und BürgerInnen zu TerroristInnen
erklärt werden können, ohne sich dagegen wehren zu können, obwohl sie
gegen die daraufhin verhängte Maßnahmen klagen können. Noch ist man
sich nicht einige, wer zu entscheiden hat, ob jemand Terrorist ist und
wie Banken informiert werden sollen, so dass die Konten von Personen und
Organisationen gesperrt werden können.
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(...) Soweit für heute,
Gruß euch allen,
Anka
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