Liebe FreundInnen,
(...)
Dir Organisation Avaaz will in Jerusalem auf Riesenplakaten
demonstrieren für die Aufnahme von Gesprächen zwischen Israel
und der Arabischen Liga. Sie bitten um Unterschriften mit denen
sie werben können unter
http://www.avaaz.org/en/real_middle_east_talks
<
http://www.avaaz.org/en/real_middle_east_talks/?cl=4186086 >
.
60 000 haben sie schon, 100 000 wäre
besser. Immer mehr Stimmen aus Israel betonen dass die große
Mehrheit der Bevölkerung einen unabhängigen Palästinenserstaat
sobald wie möglich möchte. Nur haben sie diesmal wohl selber
'kein Verhandlungspartner'. Keiner unterstützt Olmert mehr,
zumal er auch persönlich von verschiedenen Seiten untersucht
wird. Könnte er bloß die Zeichen der Zeit erkennen und die
Tatsache, dass er nichts zu verlieren hat wenn er endlich einen
Schritt zum Frieden tut.
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Zwischen 10 und 20 lesbische Palästinenserinnen haben den Mut zu
einer Konferenz gefunden, die in Haifa gehalten wurde, da
Homosexualität in der arabischen Welt wie man weiß immer noch
sehr angefeindet wird und absolut tabu ist. So muss man den Mut
wirklich bewundern von den ganz vereinzelten Frauen, die sich
geoutet haben. Auch die KonferenzteilnehmerInnen haben zum
großen Teil ihre Identität nicht preisgegeben. In Tel Aviv gibt
es eine florierende jüdische Homosexuellengemeinschaft, in
Jerusalem haben aber auch Juden unter den vielen Orthodoxen
einen wesentlich schwereren Stand.
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Anfang Juni wird zur Erinnerung an 40 Jahre Okkupation ein
Symposium in Ramallah organisiert von der
"Israeli-palästinensischen internationalen Koalition zur
Beendigung der Besatzung und für einen gerechten Frieden". Man
hofft auf rege Beteiligung mit wichtigen internationalen
Persönlichkeiten. Zugleich organisiert Gush Shalom mit einer
Initiative israelischer Friedenskräfte eine Woche der
Veranstaltungen überall in Israel. Etliche kreative Ideen werden
entwickelt, z.B eine große "40" als Labyrinth auf dem Rabin
Square in Tel-Aviv, durch das passanten hindurch müssen, mit
Fotos der Besatzung und einem "Checkpoint". Am Ende der Woche
wird es eine größe Demonstration geben. Man bittet herzlich um
finanzielle Unterstützung. Schecks können an Gush Shalom, POB
3322, Tel-Aviv 61033 Israel geschickt werden. Dort kann man sich
auch erkundigen nach einer Möglichkeit, in Deutschland eine
steuerabzugsfähige Spende zu machen.
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Amos schreibt:
Ständig ist die Stadt Jerusalem dabei, palästinensische Häuser
im Osten der Stadt zu zerstören. Am 20 März waren es die
Familien von Suud Sanaaq und Abu Sneneh. Suud Sanaq lebt mit
ihrem Sohn, zwei Töchtern und ihrer Enkelin in einem Haus, das
neben dem alten Familienhaus gebaut wurde in French Hill. Ihre
Enkelin ist meist im Krankenhaus wegen Gehirn und Nierentumore.
Das Land der Familie wurde 1967 enteignet. Abu Snenehs Haus
wurde auf "gefrorenem Grünland" gebaut, auf dem das Bauen
verboten ist. Da er keine andere Möglichkeit hatte, baute er
trotzdem.
Er lebte dort mit seiner Mutter, seiner FRau und 6 Kindern.
Hinter den zerstörten Häusern stehen zwei Siedlerhäuser.
Khaled Daoud Fakaah, 6 Monate alt, starb an der 'Atara
Straßensperre während Soldaten die Papiere seiner Eltern und des
Fahrers kontrollierten, der sie ins Krankenhaus in Ramallah
fuhr. Sie waren am 8. März nachts um 0.45 unterwegs. Der Vater
des Kindes sagte den Soldaten sein Sohn wäre ein Notfall wegen
Atmungsbeschwerden. Er bat darum, direkt durchgelassen zu werden
zum Krankenhaus, in dem das Kind bereits wegen Atmungsproblemen
behandelt worden war. Die Soldaten kontrollierten die Papiere
etwa 20 Minuten lang, da war das Kind tot.
Sie waren von Kufr 'Ein nach Ramallah unterwegs - beide
innerhalb der besetzten Westbank.
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Etwa 50 % der Kinder im besetzten Palästina leiden inzwischen an
Unterernährung. Ich las gestern ein Bericht - den ich irgendwie
nicht mehr wieder finde - über drei palästinensische Teenager,
die beschlossen, selber etwas gegen den Hunger zu tun und in
Israel Arbeit zu suchen.
Sie schlichen sich in der Nacht an den Stacheldrahtzaun, der sie
vom israelischen Territorium trennte, wurden aber von Soldaten
sofort gesehen. Diese reagierten mit ihren Gewehren, durch die
einer der Jungs sofort starb. Die anderen zwei wurden erstmal -
angeschossen und blutend, einer in der Schulter, der andere in
den hintern - gezwungen, vor den Soldaten herzulaufen bis zu
ihrem Posten. Sie wurden schließlich - man staunt - behandelt
und freigelassen. Um einen guten Freund ärmer. Und kein bisschen
satt.
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Ich grüße euch,
Anka