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Dorothy schickt einen Artikel über eine
mutige israelischen Mutter, die öffentlich - auch dem
Militär gegenüber - erklärt, dass sie ihrem zur Zeit
15-jährigen Sohn nicht erlauben wird, sich zur Armee zu
melden.
Obwohl sie ihre eigene Tochter durch ein Selbstmordattentat
verloren hat. Dorothy schreibt dazu, sie habe gerade mit
einem jungen Mann, dem sie ein Quäntchen davon vermitteln
wollte, was es bedeutet in den besetzten Gebieten zu leben,
3 palästinensische Familien besucht. "Alle drei sind mir
sehr lieb. Alle sind auch psychisch gesund und human
eingestellt. Ich bin immer wieder aus Neue erstaunt, wie ein
Mensch, der von einem israelischen Soldaten angeschossen
wurde und lebenslang gelähmt ist (während er nicht mehr tat,
als die Kinder ins Haus zu rufen und die Mütter zu warnen,
das die Armee ins Dorf einfalle), weiterhin psychisch gesund
und human bleiben kann, und weiterhin glauben kann an ein
glücklicheres Land in dem Juden, Moslems und Christen
zusammen leben können. Doch, so ist es. Er ist immer eine
Inspiration."
Und die israelisch Mutter, Nurit Peled Elhanan schreibt:
"Als ich gefragt wurde warum ich meinem Sohn nicht erlauben
würde, sich zur Armee zu melden, erklärte ich dass eine
Armee, die nun sein 40 Jahren an der systematischen und
wachsenden Misshandlung einer zivilen Bevölkerung,.. eine
Armee, die ihren Soldaten beibringt dass das Töten von
palästinensischen Kinder und von denjenigen, die sie
schützen, wie Rachel Corrie und James Miller, kein
Verbrechen ist, eine Armee deren Kommandeure immun sind
gegen Strafe obwohl sie täglich Verbrechen gegen die
Menschheit begehen, kein angemessener Ort ist für meinen
Sohn, der erzogen wurde, Menschen zu lieben, der
palästinensische Freunde hat,... die dem gleichen Regime des
Terrors und täglicher Qual unterliegen...
"Jeder, der sich zur Armee meldet, weiß das. Die halbe
Nation! Wieviel junge Männer und Frauen die einfach unbewegt
sind durch das Weinen eines Kindes, den Qualen einer Frau in
den Wehen, den Bitten eines alten Mannes und dem Tod von
tausenden unschuldigen Menschen?...
"Und wenn mein Sohn Yigal wirklich teilnehmen will an
militärischen Programmen, die sie Schülern ab dem 10.
Schuljahr auferlegen oder, Gott behüte, sich zur
Besatzungsarmee und zur Quälerei meldet, werde ich es als
entsetzlichen Erziehungsfehler sehen. Ein entsetzlicher
mütterlicher Fehler. Und wenn ich nicht alles tue, was ich
kann, um zu verhindern dass er mit 18 ein Mörder oder eine
Leiche wird, werde ich wissen, dass ich ihn und meine
Berufung als Mutter verraten habe."
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Die folgenden, von mir sehr verkürzten Berichte kommen von
der ISM:
Im Dorf Zawata, nahe Nablus, haben Soldaten ein Haus
zerstört und sind in ein weiteres eingedrungen, wo sie eine
Person befragten und währenddessen die äußeren Mauern
zerstörten. Menschenrechtsaktivisten versuchten, die
Zerstörung zu hindern. Die Armee blockierte den Eingang
eines Krankenwagens, der für eine schwangere Frau gerufen
worden war.
Die Armee drängten Beobachter mit Gewalt weg von der
Zerstörung des ersten Hauses. Als ein gesetzlicher
Menschenrechtsbeobachter erschien, hat die Armee offen
zugegeben, dass sie keine Demolitionsorder hätten.
Anschließen griffen die Soldaten dennoch
Menschenrechtsbeobachter mit Gewalt an, die Dokumentation
und Autorisation für die Zerstörung verlangten.
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In Tel Rumeida haben Internationale einen behinderten
Palästinenser unterstützt, der versuchte, eine Parzelle
seines Landes vom Vandalismus durch Siedler zu bereinigen.
Bald kamen Soldaten und untersagten es, Bretter zu
entfernen, die an Bäume genagelt worden waren. Nachdem der
Pal. seine Besitzdokumente vorgezeigt hatten, sagten die
Soldaten dennoch, die Entfernung des Holzes sei Diebstahl.
Trotz Soldaten- und Polizeianwesenheit haben Siedler
weiterhin die Arbeit gehindert. Schließlich kam ein alter,
gebrechlich aussehender Siedler herbei, auf ein Stock
gestützt, und fing mit diesem plötzlich an, die
MenschenrechtlerInnen anzugreifen. Der Stock hatte ein
Metallspitze. Er schlug damit heftig auf eine Frau und ein
Mann ein. Daraufhin musste die Polizei schließlcih
eingreifen und nahm den Mann fest. Die weitere Arbeit an dem
Grundstück wurde wegen der "aufgeheizten Lage" verboten.
Später wurde der alte Mann freigelassen, da die Polizei ihn
"am Sabbat nicht verhaften könne". Siedler durften sich
anschließend weiterhin frei auf dem palästinensischen
Grundstück bewegen und sich mit Militär und Polizisten
unterhalten.
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In der Nähe des Dorfes Susiya haben Siedler angefangen, auf
einem palästinensischen Grundstück Bewässerungsrohre zu
verlegen. Obwohl sie bereits viermal nach Eingreifen von
Menschenrechtsbeobachter von der Polizei verhindert wurden,
arbeiten sie immer wieder weiter.
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In einem langen Bericht wird beschrieben, wie Siedler aus
der Siedlung Efrata nahe Bethlehem versuchen, einen neuen
Außenposten zu errichten, wie sie hunderte von Unterstützern
aus Israel herbeigerufen haben, denen es gemeinsam leicht
fiel, alle - gewaltlosen - Bemühungen der Polizei und der
Armee, sich ihnen in den Weg zu stellen, einfach zu umgehen.
Die meisten wurden am Ende doch mit Bussen wieder vom
Grundstück entfernt, dennoch wurden einige noch am nächsten
Tag dort gesichtet. Man vergleiche das Verhalten von Armee
und Polizei mit ihrem Vorgehen bei friedlichen
Demonstrationen der Palästinenser, die ihren rechtmäßigen
Besitz auch nur symbolisch wiederbesetzen wollen!
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Das Sommerlager in Hebron ist inzwischen erfolgreich mit
viel Spaß und Gelächter durchgeführt worden und wird mit
einer großen Fete beendet.
Allerdings hat nicht alles nach Wunsch geklappt. Ein Ausflug
wurde organisiert mit etwa 100 Kindern, die zwei andere
Dörfer besuchen wollten und sich mit den Dorfkindern über
ihre Situation und Schwierigkeiten austauschen. Eines der
Besuche wurde erfolgreich durchgeführt, aber bei der
Rückkehr zu ihren Bussen, die sorgsam neben (nicht auf) der
Straße geparkt waren, fanden sie Soldaten vor, die ihnen
illegales Parken vorwarfen und sagten, die Fahrer würden
eine Buße von 1000 Shekel zahlen müssen. Obwohl die Kinder
bereits die 20 mitgeführten Wasserflaschen geleert hatten
und nahezu 30 Grad herrschten erschien die Polizei erst nach
einer Stunde. Die Kinder umringten daraufhin die Jeeps der
Polizei und Armee und skandierten "Wir wollen gehen!" Sonst
blieben sie aber ruhig, haben in den Bussen gesessen
oder in der Nähe gespielt.
Nach langer Diskussion mit der Polizei und vielen Anrufen an
Menschenrechtsorganisationen und schließlich auch an die US
Botschaft (da zwei der Internationalen Amerikaner waren)
wurden sie alle freigelassen. Im 10 Minuten entfernten
zweiten Dorf konnten sie endlich Wasser aus dem Brunnen
trinken. Für den geplanten Bau von Drachen blieb aber keine
Zeit. Die Kinder waren dennoch sehr beeindruckt, dass es
Menschen gebe, denen es sogar schlechter geht als ihnen, die
ohne Strom und fließendem Wasser leben.
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In einem Flüchtlingslager nahe Nablus haben Soldaten
insgesamt neun Häuser besetzt, indem sie ihren Weg durch die
Wände von Haus zu Haus freisprengten, ohne auf die Straße zu
gehen. Sie zwangen - wie immer - alle BewohlnerInnen eines
Hauses in ein Zimmer und hielten sie dort fest. Als sie
gefragt wurden, wen sie suchten, sagten sie, sie suchen
alle, da alle Palästinenser Hamasanhänger seien.
Als die Soldaten schließlich nach längerer Zeit abzogen,
wurden Menschenrechts-AktivistInnen aufmerksam gemacht auf
einen Militärposten, der in einem weiter entfernten Haus
verharrte. Sie gingen dahin und sprachen die Soldaten durch
die Tür an. Immer wieder forderten sie die Soldaten auf, das
Haus zu verlassen, da es nicht nur illegal sei, Menschen als
Schutzschilder zu benutzen, sondern ihre Aktion auch beendet
und es Zeit sei, sich zurück zu ziehen. Nach unentwegter
Aufforderung zogen sich die Soldaten schließlich tatsächlich
aus dem Haus zurück. Im Haus befanden sich 35 Menschen, 20
davon Kinder. Die Soldaten hatten es 8 Stunden besetzt
gehalten.
Später kehrten einige Jeeps zurück ins Lager. Die
internationalen Menscherechts-AktivistInnen setzten sich auf
die Straße und hinderten dadurch die Weiterfahr der Jeeps.
Sie verharrten dort 40 Minuten lang, trotz Beschuss durch
Gummikugeln und "Knallbomben" auf sie und auch auf einige in
der Nähe stehenden Jungen. Auch Bemühungen, sie zu
vertreiben, indem die Jeeps mit Vollgas auf sie zurasten und
nur wenige Zentimeter vor ihnen zum STehen kamen, schlugen
fehl. Die AktivistInnen brüllten die Soldaten unentwegt an:
"Wisst ihr, was passiert, wenn ihr auf die Kinder schießt?
Ihr tötet Kinder. Ihr habt Brüder in dem Alter. Das sind
eure kleinen Brüder. Ihr schießt auf eure Brüder." Drei der
Jugendlichen wurden verletzt. Dennoch, als die Soldaten mit
ihren Jeeps wiederholt auf sie zufuhren machten die
Internationale eine "Raucherpause" um zu beweisen, wie
unbeindruckt sie dadurch waren. Nach 40 Minuten gaben die
Soldaten auf und fuhren davon.
Hut ab.
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Bei der 129. Demonstration in Bil'in haben Demonstranten
eine andere Route als sonst gewählt, wurden aber sofort mit
Tränengas und Gummigeschossen zurückgetrieben. Wegen
ungünstiger Winde haben viele unter dem Tränengas gelitten,
während mehrere Feuer durch die Kanister entfacht wurden.
Nach Bemühungen, sie zu begrenzen und zu löschen, mussten
die DemonstrantInnen unverrichteter Dinge zurückweichen. Aus
Respekt für die Familie einer Frau aus dem Dorf, die vor
Kurzem bei einer Entbindung gestorben war, wurde die
Demonstration auf eine Stunde begrenzt.
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Am 29. Juli berichtet der ISM, dass inzwischen 16 Menschen
gestorben sind beim Warten darauf, dass der Grenzübergang
von Ägypten in den Gazastreifen geöffnet wird. Etwa 6000
Menschen saßen dort fest (viele wohl immer noch), von denen
1200 nach Ägypten gefahren waren für medizinische
Behandlung. Viele hunderte sind Menschen, die im Ausland
wohnen und Verwandte in Gaza besuchen wollen, oder im
Ausland studieren und zu ihren Familien in den Ferien
wollen.
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Mehrere Berichte erzählen von der Beteiligung von
Internationalen am Wiederaufbau von zerstörten
palästinensischen Häusern durch das Israeli Committee
Against House Demolition, zusammen mit Schweizern,
Amerikanern, Italiener, Englander und Palästinensern, die
trotz Sprachschwierigkeiten keine Probleme hatten, Ketten zu
bilden und Baumaterial von Hand zu Hand zu reichen. Als in
der Nähe ein weiteres Haus, dessen BewohnerInnen abwesend
waren, eingerissen wurde, beschlossen sie spontan, auch
dieses wieder aufzubauen.
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Zum Schluss - unübersetzt - ein Gedicht von einem jungen
Palästinenser,
sein erstes in englischer Sprache:
By Feras SSA
Oh Palestine! You are my life
My first and final love
I love you since you are Palestine
A stream of sympathy
A mass of mercy
And a light!
All people were guided by your light
They were guided right
Palestine! you are my day
And My way?
And you are my heart
My dream every night
I love you!
I love every thing in you
Every thing
I love you when you smile
And when you cry
I love you since you are from me
And I am from you
We were created together
To live for ever
Oh my dear! you are my love
I know you are crying
You are paining
You are slaughtering
Because of the long night
Because of The dark military
The hateful military
Raping you in front of all
If there is all!
Where is all?
No answer!
I am the all
I am the voice of free
Hey, you are the Black Death!
Stop raping
Stop hating
Stop killing
Do not be stupid
And listen to me!
I am coming back
With my light And With my love
And peace
Try to understand
Do not be blind
Things change
The day comes after night
The strength comes after weakness
And the peace comes after war
Do not a ignore
I am coming Palestine!
To celebrate with you
In our timeless marriage
Since you are me
And I am you
Palestine I love you
I love your irregular body
I love your shiny hair
I love everything in you
Every thing
Even if you're dirty
How you are beautiful!
I love you since you are
Palestine
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