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ief-aus-Israel]


 

 From: "Angelika Schneider" <anka.sch(at)gmx.net To: <Brief-aus-Israel(at)yahoogroups.de Subject: [Brief-aus-Israel] Aktuelles aus den besetzten Gebieten  

 

Brief aus Israel 11.10.06
 

Liebe FreundInnen,

beim Filmen der Freitagsdemo in Bil'in wurde der Reuters Kameramann Emad Mohammed Bornat während des Filmens von Grenzpolizisten festgenommen und auf dem Weg ins Gefängnis verletzt. Ihm wurde Steinewerfen und Angriff eines Polizisten vorgeworfen. Die Polizei behauptete, er sei auf der Fahr verletzt worden, weil ein Kommunikationsgerät auf ihn gefallen sei. Seine Dokumentationen des Mauerbaus in Bil'in und der Demos sind weltweit verbreitet.

Es wird inständig um Protestschreiben gebeten. Im Anhang ist ein möglicher Text. Emailadressen, Fax- und Tel.nummern können eingesehen: http://toibillboard.info/gov_addr.txt. Bitte macht zahlreich davon Gebrauch.

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Ein Kunstkalender für 2007 "Colors from Palestine" mit Bildern palästinensischer KünstlerInnen kann bestellt werden über http://www.resistanceart.com/products.htm. Eine schöne Möglichkeit, den Widerstand gegen die Besatzung zu unterstützen!

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Inzwischen versucht die Armee zu verhindern, dass die Olivenernte von internationalen und israelischen BegleiterInnen unterstützt wird. In den Fällen wo PalästinenserInnen überhaupt auf ihr Land können - meistens wird sowohl die Zahl der Arbeitenden wie auch die Zeit verkürzt. Dabei ist die Ernte eine Arbeit, an der sich normalerweise ganze Familien beteiligen und die (zumindest wenn sie nicht in den Ramadan fällt) für alle auch ein großes Vergnügen ist. Siedler protestieren gegen die Unterstützung und nennen sie eine "Provokation"!

Omar Karmi kann dagegen zum ersten Mal seit vier Jahren seine Oliven ernten, weil Rabbi Arik Asherman, einer der Direktoren von Rabbis for Human Rights, ihn jeden Morgen bei Tagesanbruch dorthin begleiten wird und dazu Schutz durch die Armee und Polizei koordiniert hat. Leider gibt es wohl nicht genug Rabbis, um alle bedrohten Bauern zu schützen.

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Am Huwarra Checkpoint bei Nablus wurde wieder ein Mann erschossen, als er auf ein Auto zurannte. Die Soldaten behauptete, er sei auf sie zugerannt mit einem Messer in der Hand. Zeugen leugnen dies. Später räumten Soldaten ein, ein Messer sei in seiner Tasche nach seinem Tod gefunden. Das ist nach Armeejustiz wohl dasselbe.

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In Gaza wurde ein 14-jähriger aus der Luft erschossen, sein Vater und mehrere andere verletzt. Es wurde zunächst behauptet, der Junge sei 17. Als sei das eine Rechtfertigung.

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Rama Habayib, eine weibliche Gefangene, die Mitte September aus dem Telmond Gefängnis freigelassen wurde aus isaelischer Haft, berichtet dass mehrere Frauen von Soldaten geschlagen wurden als sie den Boden säuberten. Die Soldaten behaupteten, sie wollten einen Tunnel graben, um zu fliehen.

Weibliche Gefangene aus Telmond, die in das Gefängnis Ayalon transferiert wurden, veranstalten jetzt einen Hungerstreik damit sie zurückverlegt werden. Ihnen werden in Ayalon die dringendsten Notwendigkeiten wie Seife, Zahnpasta und Kleidung vorenthalten.

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Sawson Salameh hat zu ihrer großen Freude ein Stipendium an die Hebrew University in Jerusalem erhalten, um in Chemie zu promovieren. Nach sechs Anträge auf eine Einreisegenehmigung aus der Westbank hat sie sich jetzt an das Oberste Gericht gewendet. Seit 2001 werden keine neuen Bewilligungen and palästinensische StudentInnen gegeben. Zur Zeit studieren 14 Personen in Israel, die bereits vor 2001 zugelassen wurden. Im Jahr 2002 hat ein Selbstmordattentäter in der Cafeteria der Universität sich in die Luft gesprengt und sieben Menschen getötet.

Da es nicht möglich ist, innerhalb von Palästina zu promovieren, studieren die wenigen, die es sich leisten können, im Ausland. Der Professor, der Frau Salameh als Doktorandin angenommen hat, kann das Verbot nicht verstehen. "Ich meine es sei im Interesse Israels, den palästinensischen Mittelstand zu stärken." Die Behörden, die BesitzerInnen von ausländischen Pässen systematisch vertreiben, denken offenbar anders.

Gegen das Verbot für palästinensische StudentInnen kann eine Petition unterschrieben werden unter:
http://www.petitiononline.com/gspmada/petition.html

Soweit für heute,
Anka

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