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ief-aus-Israel]


 

 From: "Angelika Schneider" <anka.sch(at)gmx.net To: <Brief-aus-Israel(at)yahoogroups.de Subject: [Brief-aus-Israel] Aktuelles aus
den besetzten Gebieten


 


Fotoausstellung, die von vier jungen Soldaten

   Ich hatte vor einiger Zeit berichtet von einer Fotoausstellung, die von vier jungen Soldaten zusammengestellt worden war nach ihrem Dienst in Hebron, als ihn langsam klar wurde, wie unmenschlich ihr Dienst dort gewesen war. Solche Kritik kann die israelische Armee offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Gestern drangen Militärpolizisten in die Ausstellung ein und konfiszierten Zeitungsartikel, ein Videoband und Aussagen von etwa 70 Soldaten über ihren Dienst in Hebron. Aus einem Artikel in Ha'arez, Mittwoch, 23. Juni 2004 Die Armee behauptete, ihr Ziel sei, Hinweise auf Gewalt und Vandalismus von Palästinensern gegen Militäreigentum zu finden. Die Reservisten, die die Ausstellung organisiert haben sagten, die Armee versuche Soldaten die zur Brutalität in Hebron ausgesagt hatten einzuschüchtern und andere, die über das, was sie dort gesehen hatten, aussagen wollten, zum Schweigen zu bringen. Micha Kurtz, einer der Organisatoren der ausstellung, sagte am Dienstag: "Wir haben damit gerechnet, dass die Armee den obersten Bildungsoffizier oder vielleicht auch einen Militärrichter entsenden würde, um von der Aussage der Soldaten zu lernen, da es unsere Absicht war, herauszustellen, dass jeder 18-jährige Soldat solchen Situationen begegnen wird. "Stattdessen schickten sie MPs," sagte Kurtz. "Sie versuchen, uns und andere, die ihre Bereitschaft, am Projekt teilzunehmen, verkündet hatten, einzuschüchtern. "Die MPs haben zum Beispiel nicht die 60 Satz Autoschlüssel mitgenommen, die illegal von Palästinensern in Hebron konfisziert worden waren," sagte er und fügte hinzu, "tatsächlich leugnet die IDF weiterhin, dass diese Schlüssel überhaupt weggenommen worden sind.'" Die Ausstellung wurde in diesem Monat in der Geographischen Filmschule Tel Aviv eröffnet. Sie zeigt Fotos, die von Soldaten gemacht worden sind, die als Einberufene oder Reservisten in Hebron Dienst getan hatten. Viele Fotos waren anonym. Nächste Woche wird die Ausstellung im Knesset gezeigt.

 

Gewalt bei den Demonstrationen in Az Zawiya:

Die IWPS berichtet weiter über Gewalt bei den Demonstrationen in Az Zawiya: die üblichen Verletzungen durch Tränengas und Gummigeschösse. Soldaten drangen in eine Klinik ein, wo die Verletzten behandelt wurden. Sie feuerten auch Tränengas auf Krankenwagen und Rettungssanitäter, die versuchten die Verletzten zu bergen. Später sind Soldaten und Grenzpolizisten ins Dorf gefahren und haben auch auf Häuser gefeuert. Als Palästinenser, Israelis und Internationale einen Bulldozer umzingelten, der die Olivenbäume zerstörte, haben Soldaten zwei Israelis um die Köpfe geschlagen. Im Lauf der Aktion seit dem 5. Juni sind 300 Menschen verletzt worden. Az Zawiya wird durch die Mauer 90% seines Agrarlandes verlieren. Die etwa 6000 EinwohnerInnen des Dorfes sind fast ausschließlich für ihr Lebensunterhalt von der Landwirtschaft abhängig.

 

 

Wären die Juden nicht so überzeugt, dass sie die einzigen sind, die jemals unter Rassismus und Genozid gelitten haben, würden sie eher die Gefahr ihres Denkens erkennen

 

In der Einführung eines Artikels aus Ha'arez, der das Ergebnis einer Umfrage wiedergibt, laut der 64% der Israelis der Meinung sind, die Regierung solle AraberInnen ermutigen, auszuwandern, schreibt Dorothy Naor: Wären die Juden nicht so überzeugt, dass sie die einzigen sind, die jemals unter Rassismus und Genozid gelitten haben, würden sie eher die Gefahr ihres Denkens erkennen; sie würden sehen wie ähnlich die Einstellung, die sich in diesen Statistiken widerspiegelt, den Pfad nachzeichnet, der die deutsche Öffentlichkeit während der 30er Jahre dazu geführte hat, ethnische Säuberung und Genozid der Juden und anderer zu unterstützen. Könnte solches Denken zum selben Ziel führen wie das der Deutschen in den späten 30er und frühen 40er jahren geführt hat? Sie beschreibt, wie Fernsehprogramme suggerieren, dass Bedouinen den Negev und Araber Galiläa übernehmen wollen, um unter der Bevölkerung Angst zu schüren, und fügt bei: "Und wenn schon? Sie sind israelische Staatsbürger, viele Bedouinen haben in der Armee gedient und sind für Israel verletzt worden und gestorben... Zionismus, der Konzept eines jüdischen Staates nur für Juden ermutigt die Einstellung, dass die eigene Gemeinde rein jüdisch bleiben muss." Und sie erinnert sich an ihre Kindheit in USA, wo in manchen Gegenden Juden unerwünscht waren, in anderen Schwarze, in manchen schwarzen Gemeinden Weiße nicht willkommen waren. Ihren Worten fügt Dorothy einige Zitate bei aus dem Tagebuch von Theodor Herzl, die dankenswerterweise auch auf Deutsch zitiert werden: „Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir in den Durchzugsländern Arbeit beschaffen, aber in unserem eigenen Land jederlei Arbeit verweigern. Die besitzende Bevölkerung wird zu uns übergehen. Das Expropriationswerk muss ebenso wie die Fortschaffung der Armen mit Zartheit und Behutsamkeit erfolgen. Die Immobilienbesitzer sollen glauben, uns zu pressen, uns über dem Wert zu verkaufen. Aber zurückverkauft wird nichts.“   „Ziehen wir in eine Gegend, wo es für Juden ungewöhnlich wilde Tiere gibt - große Schlangen usw. – so benütze ich die Eingeborenen, bevor ich sie in den Durchzugsländern beschäftige, dazu, diese Tiere auszurotten. Hohe Prämien für Schlangenhäute usw. und für die Brut.“ (Aus Theodor Herzls Tagebücher 1894-1904 (3 Bände). Jüdischer Verlag Berlin) Und fragt: "Ist das ein Mann dem Beifall geleistet werden oder besondere Ehrungen zukommen sollten?" -





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