Liebe FreundInnen,der Brigadegeneral Aviv Kochavi,
Kommandant der israelischen Truppen im Gazastreifen während des
Abzugs, hat eine Reise nach Großbritannien zur Teilnahme an einem
Studiengang des Royal College of Defense Studies abgesagt, da er
befürchten muss, festgenommen zu werden unter der Beschuldigung von
Kriegsverbrechen.Britisches Recht sieht die Möglichkeit vor, als
private/r BürgerIn militärisches Personal wegen Kriegsverbrechen
anzuzeigen, auch wenn diese Ausländer sind und die Verbrechen im
Ausland stattfindet.
Ein anderer israelischer Offizier, Doron Almog, ist im
vergangenen Jahr von Großbritannien nach Israel zurückgekehrt ohne
das Flugzeug zu verlassen, weil gegen ihn ebenfalls eine
gerichtliche Anschuldigung vorlag.
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Ein israelischer Demonstrant gegen die Trennungsanlage in Beit
Sira ist von einer gummiummantelte Kugel ins Auge getroffen. Ärzte
wissen noch nicht, ob sie das Auge retten können. Das Militär
berichtet, er sei vermutlich von dem Stein eines anderen
Protestierer getroffen worden.
Wie es fast immer verläuft, ist auch hier die Demo friedlich
verlaufen bis das Militär beschlossen hat, die Demonstranten mit
Gewalt zu vertreiben.
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Eine wichtige Bedingung für die Dauerhaftigkeit des gewaltfreien
Widerstands in Bil'in ist die Tatsache, dass die ISM immer wieder
Kautionsgelder aufbringt, damit die festgenommenen Demonstranten und
Organisatore schnell wieder frei kommen. Insgesamt hat der ISM Legal
Fund bisher ca $12 000 an Kautionen und Bußgeldern ausgegeben und
dankt allen Spendern für ihre großzügige Hilfe.
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Aus Angst vor einer Demo gegen die Karikaturen hat die Polizei am
Freitag hunderten von Muslimen den Zugang am Damaskustor zum
Gottesdienst in der Jerusalemer Altstadt verwehrt. Am Samstag wurde
sie dann von einer Demo von etwa 300 SchülerInnen am selben Ort
überrascht. Sie bauten aber schnell ihre Präsenz auf und feuerten
Knall- (oder Perkussions-)bomben und 'Gummikugeln' in die Menge.
Selbst Passanten und Straßenverkäufer wurden angegriffen, 7 Menschen
wurden verletzt, 20 festgenommen. Das waren israelische
StaatsbürgerInnen, zudem Jugendliche, die in ihrer eigenen Stadt in
einer angeblichen Demokratie friedlich demonstrieren.
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Die Bewohner von Budrus haben - offensichtlich ganz
unerwarteterweise, da sie nicht behindert wurden - ein Stück Zaun
neben ihrem Dorf als Protest abgerissen. Später drang das Militär
ins Dorf ein, wo sie von Steinen begrüßt wurden. Darauf schossen sie
mit scharfer Munition, wobei ein Mann schwer ins Bein getroffen
wurde.
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Zur Erinnerung: viele Berichte und Fotos zu den
Widerstandsaktivitäten und Leidensgeschichte der PalästinenserInnen
sind im Internet zu finden, z.B. unter
www.stopthewall.org oder
www.stopptdiemauer.de, außerdem
www.palsolidarity.org,
www.newprofile.org,
www.gush-shalom.org - auf den letzten beiden Seiten
werden auch deutsch Informationen angeboten.
Gruß,
Anka