oo

 

 



Start Palästina Portal


Archiv -
[Br
ief-aus-Israel]


 

Eine ganze Reihe neue jüdische Gruppierungen haben sich in den USA gebildet, die zwar Israel unterstützen, nicht aber die Politik der gegenwärtigen Regierung. Eine davon, Brit Tzedek,


In der linken amerikanischen Wochenzeitschrift The Nation erschien vor kurzem ein interessanter Artikel über die Einstellung der amerikanischen Juden zu Israel. Unter dem Titel "The Jewish Divide on Israel" (Die jüdische Teilung zu Israel) wird erschreckend deutlich, wie fest die pro-israel jüdischen Organisationen die Lobbyarbeit in der Hand haben. So dass, wie auch unsere Presse gemeldet hat, z.B. der demokratische Kandidat Kerry in einem Gespräch mit jüdischen Führern die Politik Bushs unterstützt hat. Diese Einstellung erschreckt allerdings umsomehr, angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil der amerikanischen Juden anders denkt. Eine ganze Reihe neue jüdische Gruppierungen haben sich gebildet, die zwar Israel unterstützen, nicht aber die Politik der gegenwärtigen Regierung. Eine davon, Brit Tzedek, hat im April einen offenen Brief zur Umsiedlung der Siedler in Palästina nach Israel lanciert, der von 10 000 US Juden unterschrieben wurde. Die Zahl ihrer Mitglieder nähert sich rapide derer von AIPAC, die American Israel Public Affairs Committee, die größte jüdische Lobbyorganisation. Nach Meinungsumfragen unterstützen fünfmal soviele Juden den Genfer Friedensplan (der im vorigen Herbst von ehemaligen Regierungsmitgliedern auf beiden Seiten formuliert wurde) wie dagegen votieren. AIPAC, dagegen, hält ihn für irrelevant. Der Meinungsunterschied ist nicht nur politisch, sondern existentiell: AIPAC und andere jüdische Organisationen sehen die palästinensischen Selbstmordanschläge als Teil eines globalen Angriffs gegen Juden, der vom Mord an Daniel Pearl zu den neueren antisemitischen Anschlägen in Frankreich reicht. Die Angriffe beruhen alle auf Judenhass. Die Friedensgruppen dagegen sehen Israel, mit einem der stärksten Militärs der Welt, als existentiell gesichert an. Die Besatzung und die Mauer werden als einen "moralischen Angriff auf die jüdische Seele" gewertet. Selbst Nachrichten, die von beiden Seiten dieselben Ereignisse berichten, sehen völlig verschieden aus. Deprimierend kommt hinzu, dass ein Dialog zwischen den beiden Gruppierungen unmöglich erscheint, da das 'Friedenslager' regelmäßig als 'jüdischer Selbsthass' diffamiert und zum Schweigen gebracht wird. Die Friedensgruppen werden aus allen nationalen Dachorganisationen und Ereignissen ausgeschlossen. Eine Rabbinerin, die bei einer pro-Israel Kundgebung ein Plakat zur Unterstützung beider Seiten des Konflikts trug, wurde sie von der Polizei fest genommen. Ein Jugendarbeiter des San Francisco Kapitels des American Jewish Committee verlor seinen Posten weil er ein Podiumsgespräch zum Frieden in Is/Pal organisierte, bei dem zwei von drei Rednern die Linke unterstützte. Überall hört man hinter vorgehaltener Hand "Ich stimme mit dir überein, kann aber nichts sagen", wobei sich Rabbiner wegen ihrer konservativen Gemeinde, Gemeindemitglieder wegen der konservativen Rabbiner zurückhalten. Vielleicht ist es als Zeichen der Hoffnung zu werten, dass die Teilung der Juden allmählich bekannt und inzwischen von beiden Seiten als Krise gesehen wird. Brit Tzedek hat ein Listening Project dazu organisiert (das zunächst einzelnen die Möglichkeit gibt, sich zum Konflikt zu äußern und sie dann in Gruppen zum Gespräch zusammenführt). Aber Kongressmitglieder haben z.T. sogar Angst, sich mit Lobbyisten aus dem Friedenslager zu treffen. Letzteres lässt sich allerdings keinesfalls ermutigen und arbeitet mit der ganzen Bandbreite von Aktionsmöglichkeiten weiter um sich öffentliches Gehör zu finden. Man kann ihnen nur Erfolg wünschen, in der angeblich vorbildhaftesten Demokratie der Welt, das alle Länder nach seinem Vorbild ummodeln will.  




http://www.Brief-aus-Israel.de.vu -- Yahoo! Groups Links <* Besuchen Sie Ihre Group im Web unter: http://de.groups.yahoo.com/group/Brief-aus-Israel/ <* Um sich von der Group abzumelden, senden Sie eine Mail an: Brief-aus-Israel-unsubscribe(at)yahoogroups.de</a <* Mit der Nutzung von Yahoo! Groups akzeptieren Sie unsere: http://de.docs.yahoo.com/info/utos.html       

 

Nun wieder lieferbar >>

Solange vorrätig wird das Buch gegen eine Spende  (5€ + 2€ Versandkosten) verkauft.
Weitere Infos hier >>>

Rezension -
Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>
 


Eine kostenlose CD -  Die Geschichte Palästinas in Bilder - (PowerPoint) >>>

Die CD ist einschließlich der Portokosten gratis. Sie ist ein Teamwork der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Gruppe Tessin. >>>

 

Start | oben

Mail           Links           Suchen            Kontakt            Vita             Impressum           Haftungsausschluss           Translate