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Bücher von deutschsprachigen Aktivisten - Nahostkonflikt - Palästina + Israel
 

 

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Arn Strohmeyer:

Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt.

 Hitlers langer verhängnisvoller Schatten

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OCHA - Zerbrochenes Leben
Humanitärer Überblick 2014
 März 2015

In deutscher Übersetzung
Übersetzt von Inga Gelsdorf
Grafisch überarbeitet von Erhard Arendt

Die deutsche Übersetzung >>>
Das englische Original >>>
 


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Der Semit | Unabhängige jüdische Online Zeitschrift
 


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Das unheilvolle Dreieck.
Deutschland, Israel und die Palästinenser

Plädoyer für eine andere Nahostpolitik
Arn Strohmeyer

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Viktoria Waltz
Von Basel nach Jerusalem. Ein Crash-Kurs


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Dar al Janub Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative

Remapping Palestine
Entwicklung und Absicherung imperialer und neokolonialer Herrschaft am Beispiel Palästinas Teil 1

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Belz, Winfried /Bingel, Peter

Israel kontrovers
Eine theologisch-politische Standortbestimmung

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Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelische Militärjustiz

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Begleitkatalog zur Wanderausstellung
 "Die Nakba
 Flucht + Vertreibung der Palästinenser 1948


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Wer rettet Israel?
Ein Staat am Scheideweg
Arn Strohmeyer

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FELICIA LANGER
MIT LEIB UND SEELE
Autobiographische Notizen


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Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?
"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord?

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs

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Petra Wild - DIE KRISE DES ZIONISMUS UND DIE EIN-STAAT-LÖSUNG

Zur Zukunft eines demokratischen Palästinas

 

ISBN 978-3-85371-386-0, br., ca. 224 Seiten, ca. 17,90 Euro, mit Landkarten

 

Die Krise des Zionismus und die Ein-Staat-Lösung
Rezension von Dr. Ludwig Watzal

Die Geschichte der Lösungsversuche der Palästina-Frage läuft auf die Minimierung der Rechte der Palästinenser hinaus. An der Frage des Rechtes auf Rückkehr und des Rechtes auf Selbstbestimmung wird dies besonders deutlich. Seit den Verträgen von Oslo, die den so genannten Friedensprozess in Gang gesetzt haben, sind auch diese Rechte perdu. Die von der internationalen Staatengemeinschaft favorisierte Zwei-Staaten-Lösung an der Seite Israels ist ein Wunschtraum geblieben. "Alles deutet darauf hin, dass es überhaupt keine Lösung der Palästina-Frage geben wird, solange der Zionismus weiter besteht", schreibt Petra Wild. In der Tat bildet diese Ideologie das zentrale Hindernis für eine Lösung des Nahostkonflikts zusammen mit der noch bedingungslosen Unterstützung des kolonialen zionistischen Siedlungsprojektes durch die USA und einige Staaten der Europäischen Union. Der Expansionismus bilde einen wesentlichen Teil der "Staatsräson" des Zionismus.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten werden Themen wie der Oslo-Prozess, der zionistische Siedlerkolonialismus, die Risse im zionistischen Konsens infolge der zweiten Intifada, der Libanonkrieg und die Gaza-Massaker, die zum Verlust des Mythos der Unbesiegbarkeit beigetragen haben, die demographische Krise und der Verlust einer israelisch-jüdischen Mehrheit auf dem Gebiet des historischen Palästina sowie die allmähliche Abkehr der US-amerikanischen und der europäischen Judenheit von Israel behandelt. >>>

Abraham Melzer
Merkel erwache! Israel vor Gericht.

Essays eines antizionistischen Juden

Das Buch soll zur Buchmesse erscheinen und ab 15.3.2015 im Handel sein -  ISBN: 978 3 88975 240 6
Anlässlich der Buchmesse in Leipzig wird es vorgestellt -

Veranstaltung von Abraham Melzer und sein Buch:
Baumwollspinnerei, GVD - Leipzig - | Die Druckerei.  Samstag, 14.03., 20.30 Uhr.

Worum geht es Abi Melzer in seinen Texten? Um zweierlei. Zum einen um Kritik und Anklage der israelischen (Außen) Politik, die seit bald 50 Jahren auf der Barbarei der Okkupation und der Unterdrückung des palästinensischen Volkes materiell wie ideologisch basiert und diese letztlich auch bewusst und zweckgerichtet zum Inhalt hat. Zum anderen aber auch um die Wahrnehmung dieses Grundumstandes im deutschen Diskurs, und zwar sowohl von Nichtjuden als auch von Juden. Während Melzer mit ezug auf Israels Wirklichkeit die reale Repression und ihre ideologische Verbrämung anprangert, sieht er sich im deutschen Kontext mit dem Problem konfrontiert, dass die Protagonisten der politischen Klasse sich (aus "historischen" Gründen) scheuen, eine realitätsadäquate Politik Israel gegenüber zu verfolgen, was die institutionellen wie publizistischen Sachwalter des Jüdischen in Deutschland interessengeleitet weidlich auszukosten verstehen. Moshe Zuckermann

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Merkel erwache! Israel vor Gericht

Rezension von Dr. Ludwig Watzal
 

Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse war Israel Gastland. Bei dem ganzen Tamtam gerät leicht in Vergessenheit, dass hier ein Besatzerstaat bejubelt wird, der seit 48 Jahren einem anderen Volk die Freiheit und die Existenzgrundlage entzieht und es einem rassistischen Besatzungsregime unterworfen hat.

Organisiert wurde dieser Event von der israelischen Botschaft und Bertelsmann! In zwei Jahren wird des 50. Jahrestages der israelischen Besatzung Palästinas gedacht. Wird es dann auch ein so gut organisiertes und orchestriertes Tamtam à la Leipziger Buchmesse geben? Vielleicht dann anlässlich der Frankfurter Buchmesse?

In den Staatsmedien wurden auf der Buchmesse die üblichen Autoren und Schriftsteller bejubelt, die die grausame Besatzung feuilletonistisch relativieren und das bilaterale Verhältnis traktieren. Von Büchern, die tatsächlich relevant sind und sich mit der brutalen Realität vor Ort, der zionistischen rassistischen Ideologie und den israelischen Besatzungsverbrechen auseinandersetzen, hört man in den Verlautbarungen jedoch nichts. Dazu gehören u. a. "Die Hölle von Gaza" (Leika Verlag), "Die Krise des Zionismus und die Ein-Staat-Lösung (ProMedia Verlag) und "Merkel erwache! Israel vor Gericht" (Zambon Verlag).

Abraham Melzer, Chefredakteur der Online-Zeitschrift "Der Semit", hat einen besonders provokanten Buchtitel mit "Merkel erwache!" gewählt, der zwangsläufig Assoziationen zu "Deutschland erwache" weckt; auch der Untertitel "Essays eines antizionisitischen Juden" lässt Unkonventionelles über Israel erwarten. In seinem Vorwort hat der israelische Historiker Moshe Zuckermann diese Assoziation ins rechte Licht gerückt.

"Wenn die Beziehung Deutschlands zu Israel (und Israels zu Deutschland) letztlich durch die nazistische Vergangenheit Deutschlands kodiert ist, diese Vergangenheit aber mittlerweile zur schändlichst fetischisierten Ideologie geronnen ist, so kann man sich dieser verfestigten Kodierung einzig durch Umwendung des Kodierten aus sich heraus entwinden. Nur so lässt sich die Aufhebung dessen, was sich ideologisch zur falschen Handlungsgrundlage verhärtet hat, bewerkstelligen. Die Ironie des Titels mag dies leisten."

Ob die zionistische Lobby sich über Melzer hermachen wird, ist  >>>
 

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Auch hier zu lesen >>>

Zuckermann Israels Schicksal
Der Zionismus vor seinem historischen Ende? - Moshe Zuckermanns neues Buch zeigt auf, in welche politische Ausweglosigkeit Israel durch seine Staatsideologie geraten ist - Rezension von Arn Strohmeyer - Der politische Wind hat sich gedreht – nicht zuletzt durch den Angriff Israels auf den Gaza-Streifen im Sommer -, der nicht, wie Israel ihn darstellt, ein „Krieg gegen den Terrorismus“ war, sondern ein weiteres großes Massaker an den Palästinensern  >>>


 

Israels Schicksal. Wie der Zionismus seinen Untergang betreibt - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Die rechtsnationalistische zionistische Regierung unter Netanyahu, Lieberman und Bennet fährt durch ihre aggressiv-kolonialistische Politik den Staat Israel gegen die Wand, wenn nicht sogar in den Abgrund, so kann man als Fazit das Buch von Moshe Zuckermann pointiert zusammenfassen.  >>>

 

NEU ERSCHIENEN


Das unheilvolle Dreieck.
Deutschland, Israel und die Palästinenser


Plädoyer für eine andere Nahostpolitik

Arn Strohmeyer

Gabriele Schäfer Verlag Herne, ISBN 978-3-944487-14-4, 19,50 Euro



"Wer Hitler abschütteln will, muss heute die Palästinenser verteidigen", hat der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser geschrieben, der als Jude im "Dritten Reich" emigrieren musste. Mit diesem Satz hat er die ganze unheilvolle Beziehung zwischen Deutschland, Israel und den Palästinensern geschildert. Deutschland hat unter Berufung auf die Verbrechen der Nazis an den Juden den Staat Israel von Anfang an rückhaltlos unterstützt - politisch, wirtschaftlich und militärisch und tut das auch heute noch. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das deutsche "Staaträson". Israel konnte sich aber als Staat nur etablieren, weil sein Siedlerkolonialismus ein anderes Volk - die Palästinenser - aus ihrer Heimat vertrieb, ihr Land raubte und ihre Gesellschaft und Kultur zerstörte. Dieser Prozess dauert bis heute an und macht eine Friedenslösung im Nahen Osten unmöglich. Durch den bedingungslosen Beistand, den Deutschland für Israel leistet, unterstützt es die aggressive und völkerrechtswidrige Expansions- und Besatzungspolitik dieses Staates. Es ist damit an der Unterdrückung der Palästinenser direkt beteiligt. Da diese Politik Israels aber ohne Zukunftsperspektive ist und seine eigene Existenz gefährdet, droht Deutschland sich ein weiteres Mal an den Juden schuldig zu machen. Dieses Buch zeigt auf, warum eine andere Nahost-Politik unbedingt nötig ist. Inhalt: Der Holocaust, Israel und der Anspruch auf das Land der Palästinenser Philosemitismus als Versuch der Befreiung vom Antisemitismus - die Deutschen und der Holocaust III Mit Waffenlieferungen fing es an - wie Deutschland und Israel ins Geschäft kamen Zionismus und Gewalt - auch die Deutschen sehen weg Die selbst gestellte Falle: die deutsche Staatsräson für die Sicherheit Israels Schweigen als politische Waffe Das Wiedergutmachungsabkommen Adenauers Geheimabkommen mit Ben Gurion Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Israel Richtlinien für den Rüstungsexport - aber nur auf dem Papier IV Israels Rüstungsindustrie und sein Waffenarsenal Die Palästinenser als Versuchskaninchen für Israels Waffen V Das unheilvolle Dreieck "Sonderbeziehung" oder "Normalisierung"? Und die Palästinenser? VI Die Kirchen mystifizieren Israel und schweigen zu seiner Unrechtspolitik VII "Solidarität mit Palästina" - die Nahostpolitik der DDR VIII Israels Rolle in der Strategie des Westens IX Der Missbrauch der Holocaust-Erinnerung oder: Warum der Frieden unmöglich ist

Über den Autor: Arn Strohmeyer, Jahrgang 1942, hat Philosophie, Soziologie und Slawistik mit dem Abschluss Magister studiert. Er hat dann als politischer Journalist an verschiedenen Tageszeitungen und einer politischen Monatszeitschrift gearbeitet. Neben dieser Tätigkeit hat er mehrere Bücher geschrieben. Seine besonderen Themenschwerpunkte waren dabei die kritische Aufarbeitung der NS- Zeit, der Nahe Osten sowie Griechenland und speziell Kreta. Dieser Insel fühlt er sich seit seiner ersten Reise dorthin im Jahr 1967 sehr verbunden. Strohmeyer lebt und arbeitet heute als Schriftsteller in Bremen. (arnstrohmeyer.de)  Quelle

 

Das unheilvolle Dreieck - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (...) Auf dem Höhepunkt des Gaza-Massakers durch die israelische High-Tech-Armee fand in Deutschland eine der politisch groteskesten Demonstrationen in Berlin statt, an der die gesamt politische Klasse - angefangen von Bundespräsident Gauck, über Bundeskanzlerin Merkel, allen Vertretern der politisch relevanten Organisationen und der beiden Großkirchen auf "Einladung" des Zentralrates der Juden in Deutschland - stattfand. Dort wurde, anstatt über Israels Kriegsverbrechen, über "Antisemitismus" in Deutschland palavert, weil auf einer Demonstration in Berlin, antisemitischer Parolen gerufen worden seien. Dieser Auftrieb der politischen Klasse, obwohl vor sehr bescheidener Kulisse (4 000 aus dem ganzen Bundesgebiet herangeschaffter Demonstranten), zeigt, wie schräg in Deutschland über den Nahostkonflikt und seine vermeintlichen Nebeneffekte diskutiert wird. (...)

Arn Strohmeyer hat in journalistisch-hervorragender Weise alle diese Widersprüche und politischen Absurditäten pointiert in seinem Buch zusammengestellt. Ob die politische Klasse es zur Kenntnis nimmt, scheint, wie die Erfahrung lehrt, eher zweifelhaft, da sie sich ihren immunisierenden Kokon nicht selber zerstören will. Aber vielleicht wird eines Tages eine Protestbewegung ihr diesen Schutzpanzer vom Leibe reißen und sie als politisch "nackt" bloßstellen, wie es weiland auf vielen anderen Politfeldern geschieht.


Strohmeyers Buch wird dafür die nötigen Argumente liefern, die nötig sind, um eine neue deutsche Nahostpolitik zu begründen, denn dafür ist die Zeit mehr als überfällig. Der bevorstehende Jahrestag wäre eine passende Gelegenheit. Vielleicht nutzen ihn die Palästinenser, um die doppelten Standards der deutschen Politikerklasse der Öffentlichkeit bewusst zu machen. Ein politisch mutiges und überaus lesenswertes Buch. >>>

Auch hier: Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser | Der Semit

 

Rezension „Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser. - Plädoyer für eine andere Nahostpolitik“ von Arn Strohmeyer - Ekkehart Drost - Der Bremer Journalist Arn Strohmeyer hat ein neues, drittes  Buch vorgelegt. In „Volk ohne Hoffnung“ beschreibt er das  Leben der Palästinenser hinter der Mauer. „Wer rettet Israel?“ fragte er 2012. Auf der Grundlage der Geschichte Israels, so wie sie von den Neuen Historikern geschrieben wurde, betrachtete er darin den Ist-Zustand der israelischen Politik, deren Ziel es war und ist, Erez Israel zu schaffen, um dann zu fragen, ob  Israel mit der Fortführung einer solchen Politik der Überheblichkeit und Selbstisolierung überleben könne. „Deutschland und Israel“ ist sein letztes Kapitel überschrieben, in dem er die Unterstützung der israelischen Politik des Landraubs, der unzähligen und alltäglichen Menschenrechtsverstöße durch die deutschen Regierungen belegt.
 
Sein neues Buch „Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser. Plädoyer für eine andere Nahostpolitik“  ist ein überzeugender Appell an alle Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Kirchen, endlich die Palästinenser als das zu betrachten, was sie spätestens seit 1967, eher noch seit 1948, tatsächlich sind: Die Opfer der Opfer. „Wer Hitler abschütteln will, muss heute die Palästinenser verteidigen.“ zitiert Strohmeyer am Anfang seines Buches den Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Alfred Grosser.
Nicht einmal Spurenelemente dieser Aufforderung fanden sich in den Reden bei der Berliner Kundgebung gegen Antisemitismus vom 14.9.2014. Im Gegenteil: Betrachtet man das Plakat, auf dem zu dieser Veranstaltung aufgerufen wurde, so stehen Davidstern und die israelische Flagge nebeneinander.  Diese Montage beschwört geradezu eine Gleichsetzung, über die der Autor auf Seite 79 schreibt: „Aus der Gleichsetzung von Juden, Zionisten und Israel folgt (...) die Gleichsetzung von Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik.“  Das Leid der Palästinenser wurde weder bei diesem aktuellen Anlass – Repräsentanten der muslimischen Gemeinden in Deutschland saßen zwar auf der Gäste-Tribüne, hatten aber kein Rederecht – noch beim jüngsten Massaker im Gazakrieg 2014  durch die Bundesregierung thematisiert. In einem Interview mit dem DLF bezeichnete der Nahostexperte Michael Lüders dieses Schweigen als „eine Schande für Deutschland“.
 
Strohmeyers Verdienst ist es, akribisch nachgewiesen zu haben, dass die moralisch-ethischen Schlussfolgerungen aus dem Holocaust „die Politiker der nachfolgenden Generationen kaum tangieren“, diese ihrer Verantwortung auch für die Palästinenser und deren Existenzrecht und Selbstbestimmung niemals gerecht wurden. Der Autor verweist auf eine Vielzahl jüdisch-israelischer Intellektueller, Politiker und Historiker >>>

 

Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser: Plädoyer für eine andere Nahostpolitik (Beiträge zur Internationalen Politik 5) (Kindle Edition) - Arn Strohmeyer - Apartheid als Staatsräson - Wie der Philosemitismus die Menschenrechte ignoriert, 17. September 2014  - Rezension von Ulrich Gellermann

Gegen Judenhass hatten sie jüngst in Berlin demonstriert - die Merkels, die Gaucks und Gabriels - nicht gegen Russenhass, nicht gegen Islamhass, nicht gegen Xenophobie. Als hätten die paar Idioten, die jüngst am Rande von Demonstrationen gegen das Schlachten in Gaza antisemitische Parolen riefen, den deutschen Staat erschüttert und die hochrangige Image- Reparatur-Brigade aus Staat und Regierung auf den Plan gerufen. Tatsächlich gibt es nicht wenige Deutsche, die nach dem erneuten Morden in Gaza die unerschütterliche Solidarität mit Israel in Frage stellen. Was das mit Antisemitismus zu tun haben soll, auch wenn es immer wieder und gern behauptet wird, bleibt ein Rätsel. Der Autor Arn Strohmeyer hat sich mit seinem Buch "Das unheilvolle Dreieck - Deutschland, Israel und die Palästinenser" genau dieser Frage gewidmet und sie gewissenhaft, kenntnisreich und anständig beantwortet.

Strohmeyer erinnert daran, dass die Palästinenser die deutsche Zeche zahlen, das es ihr Land ist, das man den Israelis nicht zuletzt deshalb zugesprochen hat, weil die Deutschen einen millionenfachen Mord an Juden verübt hatten, und der alte zionistische Siedlungsplan so einen moralischen Schub bekam, der zumindest

 

 

Texte von Arn Strohmeyer -  (Das Palästina Portal)  >>>

Arn Strohmeyer, Journalist und Autor - Homepage >>>

 

Viktoria Waltz

„Von Basel nach Jerusalem“

– ein Crash-Kurs –

 

Von Basel nach Jerusalem. Ein Crash-Kurs - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - „Israel ist das Produkt eines Zionistischen Großraumprojekts, dessen Ergebnis heute eine rassistische Gesellschaft ist, die sich jüdisch national definiert und einen ethnisch reinen, ‚Jüdischen Staat‘ anstrebt. Um den bestehenden Jüdischen Staat ‚reinen Blutes‘ zu halten, hetzen fundamentalistische Rabbiner ihre Jüdischen Landsleute auf, keine Heirat mit Nicht-Juden einzugehen, keine Häuser und Wohnungen an Araber zu vermieten, usw.“ Dies sind nur einige Thesen, die sich in dem soeben erschienenen Buches von Viktoria Waltz finden.

Die Autorin ist eine ausgewiesene Expertin in Sachen Raumplanung und hat über Jahrzehnte an der Universität Dortmund dieses Fach unterrichtet. Neben ihren zahlreichen Veröffentlichungen zur Raumplanung und deren enormen gesellschaftspolitischen Implikationen in der Bundesrepublik Deutschland ist Waltz immer wieder auch ihrem internationalistischen Anspruch gerecht geworden. Seit Beginn ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit gilt ihr Interesse Palästina, weil sich dort eine geplante Landnahme durch Kolonisation scheinbar am deutlichsten manifestiert.

Für die Expertin in Sachen Raumplanung geschieht nichts planlos. Dies trifft auch für das zionistische Kolonisierungsprojekt in Palästina zu. Dass die „Besiedelung“ der Westbank nicht planlos erfolgt ist, hat kein geringerer als der ehemalige israelische Ministerpräsident Ariel Sharon selber bestätigt. Keine Kolonie sei aus einer Laune heraus entstanden, sondern deren Lage sei von Beginn an minutiös geplant gewesen. Genau diesen geplanten Landraub hat Waltz in ihrem Buch beschrieben.

Die Entstehungsgeschichte Israels hat weder etwas mit den biblischen Legenden vom „auserwählten Volk“ noch mit den Versprechen Gottes an Abraham zu tun; diese Mythen >>>    
               

Erschienen hier >>>

Es begann 1897 in Basel, was wir heute den Palästina  -  Nahost  -  Konflikt nennen.

Jerusalem, der Ort des Tempels, ist seit dieser Zeit im Fokus der Zionistischen Bewegung und ihrer        Siedlerbewegung. Es vergeht kaum ein Tag, an dem diese      Siedler nicht durch die Altstadt ziehen, die palästinensischen  Bewohner bedrohen, ein Haus besetzen oder ein Stück des         palästinensischen Kulturerbes zerstören.

 In einem ‚Crash Kurs‘ beschreibt die bekannte Autorin Viktoria Waltz, Dozentin der Raum-planung, den Prozess von 1897 bis heute. Was als Regional-, Stadt- oder Raum-planung mit Master-plänen, Wohnungsbauprogrammen oder Verkehrspolitik  verkauft wird, entlarvt sie als geplantes    Programm der Usurpation Palästinas, der Enteignung und Vertreibung der autochthonen Bevölkerung dieses strategisch zentralen Raumes. Seit 1897 folgt ein Zerstörungsakt dem anderen, ein Crash löst den    nächsten ab – die Liste ist endlos und bis heute noch nicht  zu    Ende. Einzigartig deutlich  wird dies in den vielen     Karten dieser  Untersuchung belegt.  Endlich ist diese Arbeit als  Buch    erhältlich.

Ein Buch für Leser und Leserinnen, die hinter die Mainstream-Informationen  schauen wollen, die verstehen wollen und Lust  haben, sich auch  mit  unbequemen Fakten auseinander-zusetzen.

Einzigartig deutlich wird dies in den vielen Karten dieser Untersuchung belegt.

ISBN 978-3-939710-21-9
Subskriptionspreis 16,- € bis Mitte Mai 2014, danach ca. 20 €.

Ein Buch für Leser, die hinter die Mainstream-Information schauen
wollen, die verstehen wollen und Lust haben, sich auch mit unbequemen Fakten auseinanderzusetzen!

Zu bestellen bei: Theorie und Praxis Verlag - Goldbachstrasse 2 - 22765 Hamburg - mail: info@tup-verlag.com - www.tup-verlag.com

Alternative Tourism Group, Palästina Reisehandbuch

Alternative Tourism Group

Palästina Reisehandbuch


Geschichte • Politik • Kultur • Menschen • Städte • Landschaften
Aus dem Englischen und Französischen von Ellen Hexges und Valeria Buß

664 Seiten • 15 x 22 cm • Gebunden • 60 politisch-historische Karten und Stadtpläne • Über 800 Farb- und Schwarzweißfotos

€ 29,90 (D) €30,80 (A) • SFr 52,20 • ISBN 978-3-930378-80-7


Das Heilige Land beziehungsweise Israel/Palästina ist der Ursprungsort der drei großen monotheistischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Das Land zwischen dem Mittelmeer und dem Toten Meer ist daher bereits seit Jahrhunderten eines der weltweit bedeutendsten Pilger- und Reiseziele.

Der Tourismus in den palästinensischen Gebieten Westjordanland und Gazastreifen ist seit 1967 hauptsächlich geprägt von israelischen und ausländischen Reiseveranstaltern, die sich auf Israel beschränken und den besetzten Gebieten sowie den Palästinensern nur geringe Beachtung schenken und die Touristen meist nur sehr einseitig über die palästinensische Seite informieren.

Ähnliches gilt für einen Großteil der Reiseliteratur über Israel: Palästina kommt –wenn überhaupt – nur am Rande oder als Teil Israels vor. Dem möchte diese Publikation entgegenwirken. Sie ist auf dem deutschsprachigen Buchmarkt die erste Veröffentlichung, die Palästina aus palästinensischer Sicht darstellt.

Neben der Beschreibung der wichtigsten Landschaften und Städte wie Jerusalem, Bethlehem, Hebron, Nablus und Gaza sowie der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten, vermittelt das Buch vor allem ein umfassendes Bild der Geschichte, Politik und Kultur der palästinensischen Gesellschaft mit ihren schwierigen Lebensbedingungen unter der de facto immer noch bestehenden israelischen Besatzung (Flüchtlingslager, Checkpoints, Trennmauer, israelische Siedlungen u.a.).

Der Idee eines »kulturellen Tourismus« folgend, widmet sich das Buch auch ausführlich den Begegnungsmöglichkeiten zwischen Touristen und Palästinensern sowie zwischen Juden, Christen und Muslimen. Ergänzt wird der Inhalt durch einen umfangreichen Info- und Serviceteil mit vielen praktischen Tipps, Karten, Stadtplänen, Webguide und nützlichen Adressen.

Das Buch richtet sich nicht nur an politisch, geschichtlich, kulturell oder religiös interessierte Reisende, sondern an alle, die grundsätzlich mehr über Palästina und die Palästinenser erfahren möchten.


Die Alternative Tourism Group (ATG) ist eine in Beit Sahour bei Bethlehem ansässige Nichtregierungsorganisation (NGO), die für Touristen Reisen und Begegnungen in Palästina organisiert. Sie fühlt sich einem gerechten Frieden auf der Basis einer Zweistaatenlösung verpflichtet. 2007 war die ATG Preisträger beim »ToDo! – Wettbewerb für sozial verantwortlichen Tourismus«.

 

Palästina Reisehandbuch - Dr. Ludwig Watzal - Jährlich besuchen Millionen von Touristen Israel, dabei vergessen diese, dass sie eigentlich ins historische Palästina reisen. Auf einem Teil dieses historischen Territoriums wurde im Mai 1948 der Staat Israel gegründet. Der arabisch-palästinensische Teilstaat wartet bis heute auf seine Realisierung, da er von Israel seit 1967 einer brutalen Besatzung unterworfen ist und völkerrechtswidrig kolonisiert wird. Von alledem findet der Tourist in den gängigen Reiseführern wenig bis nichts. Dass Israel auf Werbeprospekten und Straßenkarten die besetzten Gebiete schon seit Jahrzehnten nicht mehr einzeichnet, versteht sich da schon fast von selbst. Die Grenzen Palästinas wurden einfach wegretuschiert, sodass Israel überall zu sein scheint.

Mit dem „Palästina Reisehandbuch“ liegt nun erstmalig ein umfassendes Kompendium für die Palästina-Touristen vor, das über die Geschichte, Politik, Kultur, Menschen, Städte und Landschaften aus der Sicht der ursprünglichen Bewohner und Besitzer Palästinas berichtet. Darin erscheinen  >>>

Palmyra Verlag, Heidelberg 2013,649 Seiten, 29,80 €


No miracle! - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - (pdf)  «Das historische Palästina ist der Ort, an dem Wunder passiert sind. Wunder sind gerade heute wieder notwendig, damit die verheerende Besatzung und Dominierung Israels über die Palästinenser beendet wird», schreibt Helga Baumgarten, Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Birzeit'in Palästina, in ihrem jüngst erschienen Buch. Ob der «Kerry-Plan» ein solches politisches Wunder enthält, darf bezweifelt werden, da die USA bisher immer die politischen Vorstellungen Israels vertreten haben. Der Nahostkonflikt zieht sich nun bereits seit 125 Jahre hin. Aufklärung, was die palästinensischen Akteure und deren Ziele anbelangt, scheint immer noch geboten. >>>


Helga Baumgarten, Kampf um Palästina
Was wollen Hamas und Fatah?
Herder, Freiburg - 2013 - 23 Seiten, €9,9 9

Belz, Winfried /Bingel, Peter

Israel kontrovers

Eine theologisch-politische Standortbestimmung

 

Israel Kontrovers. Eine Theologisch-Politische Standortbestimmung - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Mit keinem anderen Begriff verbinden die Menschen solch unterschiedliche Assoziation wie mit Israel. Zwei Theologen haben nun eine Standortbestimmung unter dem Titel „Israel Kontrovers“ vorgelegt, in der sie die Bedeutung Israels von der Antike, über das Mittelalter bis zur Gegenwart analysieren. Wie unterschiedlich die Israelvorstellungen sein können, zeigte der „Markt der Möglichkeiten“ auf den Evangelischen Kirchentag 2003. Obgleich nicht repräsentativ und darüber hinaus mit vielen religiösen Vorurteilen behaftet, führen die Autoren 37 Assoziationen bei der Nennung des Begriffs „Israel“ auf.

Der Begriff „Israel“ bietet nach Ansicht der Autoren ein „verwirrendes, missbrauchbares und oft missbrauchtes Konglomerat von Bedeutungen: Staat, Land und Volk, Nation und Religion, hochheilig Mystisches und hart Politisches, Mythen, Fantasien und Ideologien, Vergangenes und Gegenwärtiges.“ Peter Bingel und Winfried Belz wollen nicht nur „Klärung und Orientierung“ in diesen Wirrwarr bringen, sondern der ganzen Debatte „mehr rationalen Grund und Boden“ verleihen.  >>>

 

„Die Kirchen mystifizieren Israel und verteidigen so seine Politik“ - Die Theologen Peter Bingel und Winfried Belz attackieren in scharfer Form die protestantische Nach-Auschwitz-Theologie - Arn Strohmeyer - Ich muss gestehen, dass ich in der Vergangenheit oft ziemlich rat- und hilflos war angesichts der Haltung von Theologie und Kirchen in Deutschland zum Nahost-Konflikt, vor allem angesichts ihrer Position zu Israels verbrecherischer Politik gegenüber den Palästinensern. Naiver Weise hatte ich als Nichtinsider angenommen, dass Theologie und Kirchen – vor allem als Konsequenz aus dem Holocaust – automatisch im Sinne der Bergpredigt immer auf der Seite der Schwächeren, Beraubten und Unterdrückten (der „Mühseligen und Beladenen“) stehen und dass sie sich überall da protestierend zu Wort melden müssten, wo Moral, Menschenrechte und Völkerrecht in schlimmster Weise verletzt werden. Dass ich mit dieser Annahme einem fatalem Irrtum aufgesessen war, weiß ich, seitdem ich das Buch „Israel kontrovers. Eine theologisch-politische Standortbestimmung“ von Peter Bingel und Winfried Belz gelesen habe.

Dieses kleine Taschenbuch von 173 Seiten hat es im wahrsten Sinne des Wortes in sich, denn es ist eine Generalabrechnung mit der protestantischen Nach-Auschwitz-Theologie. Die Autoren nehmen die verschiedensten Ausprägungen des Begriffs „Israel“ in religiösen Institutionen und Strömungen in Augenschein, um so die jeweils gemeinten Israel-Realitäten zu erfassen. Das ist unbedingt nötig, denn schon bei der Auslegung des Wortes „Israel“ lassen sich unzählige begriffliche Unschärfen, die bis zu Täuschungen und Lügen gehen, feststellen. Hier Klarheit zu schaffen ist das erste Anliegen der Autoren. Denn der >>>

Das Buch im Rotpunktverlag. >>>

 

Drost, Ekkehart

Hoffen auf das Wunder

Meine Begegnung mit Palästinensern, Israelis und Deutschen

1. Aufl. 14.10.2013, Paperback (Schäfer, Gabriele)
 


240 S., Maße: 14,5 x 20,0 cm,
101 Foto(s),schwarz-weiß,
Vergleichende und internationale Politikwissenschaft
ISBN: 978-3-944487-06-9,
Preis CH: 29,90 CHF, Preis A: 21,60 €, D € 21,00

 

In mehrmonatigen Aufenthalten im Westjordanland zwischen Herbst 2011 und Frühjahr 2013 hat der Autor als Freiwilliger der Organisation EAPPI das Leben der Menschen in Palästina kennen gelernt. Er hat ihren Lebensmut, ihre Freundlichkeit und ihre Friedfertigkeit, die Liebe zu ihrem Land und die Hoffnung auf eine Zukunft in ihrer Heimat Palästina erlebt. Die Darstellung ihres Alltags unter der israelischen Besatzung steht im Mittelpunkt des ersten Teils. Er berichtet hier von vielen Begegnungen und Gesprächen mit Besatzern und Besetzten, erläutert an Beispielen das bürokratische System der Berechtigungsscheine, das Hannah Barag von der israelischen NGO MachsomWatch als „die neue Waffe Israels“ bezeichnet. Der Autor geht den Gründen nach, aus denen heraus palästinensische Jugendliche Steine werfen. Er hat die zahlreichen Verhaftungen von Jugendlichen im Frühjahr 2013 miterlebt und schildert seine Eindrücke als internationaler Beobachter vor dem Militärgericht Salem bei Jenin. Das Leben der Beduinen am unteren Ende der sozialen Hierarchie, die permanente Bedrohung durch Gewalt bereite Siedler, die ihre Verbrechen im Schutz der Armee begehen, die Situation in den Flüchtlingslagern Jenin und Balata bei Nablus sowie die Lage der palästinensischen Israelis sind weitere Stationen der Reise, auf die der Autor seine Leser mitnimmt.

Bei zahlreichen Vorträgen vor einer vielfältigen Zuhörerschaft ist er Menschen in Vereinen und Organisationen begegnet, die sich in unterschiedlicher Weise für die Rechte der Palästinenser engagieren. Dazu gehören der Deutsch-Palästinensische Frauenverein, die FrauenWegeNahost, die Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München, die Cafés Palestine und viele andere Palästina-Initiativen. Diese Menschen kommen im zweiten Teil des Buches zu Wort. Der Autor will sie ermutigen, den beschwerlichen Weg weiter zu gehen und dadurch mit dazu beizutragen, dass das Wunder eines Tages Wirklichkeit wird, die israelische Besatzung ein Ende nimmt und die Menschen in Palästina und Israel in Würde leben können. Er skizziert die Diskussion um die Ein-Staat- oder Zwei-Staaten-Lösung anhand der wichtigsten Protagonisten wie Jeff Halper, Sari Nusseibeh, Gershom Gorenberg und Uri Avnery und begründet am Schluss, warum er zusammen mit anderen Menschen aus der Palästina-Solidarität auf „das Wunder“ hofft.

 

Detaillierte Augenzeugenberichte von der brutalen Realität der Besatzung - Ekkehart Drost hat ein aufrüttelndes Buch über den israelischen Siedlerkolonialismus geschrieben - Rezension von Arn Strohmeyer - (...) Der deutsche Friedensaktivist und Publizist Ekkehart Drost hat sich als Mitarbeiter des Programms EAPPI des Weltkirchenrates aufgemacht, sich selbst bei einem mehrmonatigen Aufenthalt im Westjordanland von den Realitäten der israelischen Besatzungspolitik zu überzeugen. Wie andere Autoren und Menschenrechtler machte er dort erschreckende Erfahrungen.  (...)

Offiziellen israelischen Verlautbarungen zufolge gibt es eigentlich gar keine Besatzung. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird nicht müde, diese Feststellung zu wiederholen, und die meisten Israelis nehmen ihm das auch ab. Auf vielen Landkarten ist das Westjordanland denn auch schon annektiert, Grenzen zu Israel sind nicht mehr eingezeichnet. Dieses Gebiet, das als „Judäa und Samaria“ bezeichnet wird, ist für die Zionisten das eigentliche historische jüdische Kernland – und dorthin zurückzukehren, kann eben nicht illegal sein. Dass da mehr als 2000 Jahre dazwischen liegen, dass dort seit vorgeschichtlicher Zeit auch Angehörige vieler anderer Völker gesiedelt haben und dass die Mehrheit der Juden wegen Missionierung und Konversion (siehe die Ausführungen des israelischen Historikers Shlomo Sand in seinem Buch „Die Erfindung des jüdischen Volkes“) keineswegs aus dem sogenannten „Heiligen Land“ stammt, was interessiert das machtbewusste Zionisten? Die Mythen und Legenden sind immer noch wirkmächtiger als die historische Wahrheit.
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Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelische Militärjustiz - Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass die Misshandlung von Minderjährigen im gesamten Verfahrensverlauf offenbar weitverbreitet, systematisch und systemimmanent ist - vom Augenblick der Verhaftung bis zur Anklage und möglichen Verhandlung und Verurteilung.

 Zu diesem Fazit gelangt der Bericht, den UNICEF, die Kinderschutzorganisation der Vereinten Nationen, vor vier Monaten veröffentlichte. Titel: Children in Israeli Military Detention - Observations and Recommendations.
 

Im April 2012 beendete die internationale NGO „Defence for Children International - Section Palestine" ihre dreijährige Arbeit zum gleichen Thema, die von der EU finanziell gefördert worden war.

Diese Studie enthält neben einer Darstellung der Rechtslage erschreckende Einzelheiten über die Schicksale palästinensischer Kinder (ab 12 Jahre), die in die Fänge der israelischen Militärjustiz gelangen : nächtliche Verhaftungen und Abtransport mit verbundenen Augen und gefesselten Händen, Quälereien beim Verhör, fallweise Einzelhaft und schließlich Gerichtsverfahren, die den Namen nicht verdienen. Und bei all dem sind die Minderjährigen allein. Eltern haben nur äußerst beschränkten Zugang zu ihren Kindern hinter Gittern, und ebenso ergeht es Anwälten, die den Jugendlichen im Verfahren vor den Militärgerichten beistehen wollen. Übrigens: im Militärgericht von Ofer in der Nähe von Ramallah im Westjordanland haben die israelischen Besatzungsbehörden eine weltweit einmalige Einrichtung geschaffen: ein Jugendmilitärgericht.

FrauenWegeNahost haben Auszüge aus den überwiegend englischsprachigen Berichten, Aussagen und Interviews ausgewählt und ins Deutsche übertragen. Heute legen wir das Ergebnis dieser Arbeit in einer 72 Seiten umfassenden Broschüre vor. Warum?

Wir sind der Ansicht, dass die Tatsachen, von denen hier die Rede ist, hierzulande viel zu wenig bekannt sind. Die erwähnten Berichte sind in administrativen Schubladen verschwunden. Derweil gehen die gravierenden Verstöße der israelischen Besatzungsmacht gegen Völkerrecht und Menschenrechte weiter. Tag für Tag.

Sie müssen dringend öffentlich gemacht werden. Nur politischer und gesellschaftlicher Druck auch aus Deutschland werden Staat und Gesellschaft in Israel dazu bewegen, diese Praxis zu ändern, die eine direkte Folge der seit mehr als 46 Jahren dauernden Besatzung Palästinas ist.

Handeln wir, um die palästinensischen Kinder aus den Fängen des israelischen Militärgerichtssystems zu befreien. Das ist Teil unseres Einsatzes für eine gerechte Lösung des Nahostproblems.

 

FrauenWegeNahost sendet Ihnen auf Anfrage Exemplare der Broschüre

Palästinensische Kinder und Jugendliche in den Fängen der israelischen Militärjustiz.

Interessentlnnen können die Broschüre zum Preis von 5.- € zuzüglich Versandkosten bestellen bei:
Sabine Werner, Fronhof 27, 53 639 Königswinter, email: frauenwege@outlook.de

Bezahlung entsprechend der jeder Sendung beigefügten Rechnung durch Überweisung auf folgendes Konto:
L.Hoffmann, Kreissparkasse Köln BLZ 37ß 5ß2 99 Konto Nr. 117 200 64 65 Stichwort: Kinderbroschüre

FrauenWegeNahost bezahlen die Herstellungs- und Druckkosten ganz aus eigener Tasche. Deshalb sind auch Spenden auf das o.a. Konto sehr willkommen. Mit Friedensgrüßen Suraya Hoffmann, Sabine Werner, Christa Wendling, Herrat Boström, Rose Kasabre, Samy Böhm, Michael Kellner, Ulrike Vestring - Köln/Brühl/Bergheim/Königwinter/Kastellaun/Bonn Im Juni 2013

UNICEF-Studie vom 6.3.2013 - Children in Israeli Military detention Observations and Recommendations - United Nations Children's Fund (UNICEF)  >>>

 
 

 

Petra Wild Zionismus Palästina Israel Kolonialismus
Petra Wild

APARTHEID UND ETHNISCHE SÄUBERUNG IN PALÄSTINA

Der zionistische Siedlerkolonialismus in Wort und Tat

 

„Ethnische Säuberungen, Apartheid und schleichender Genozid“ -  Die Publizistin Petra Wild hat ein wichtiges Buch über Israels Siedlerkolonialismus geschrieben -  Arn Strohmeyer - Bei der Rezension dieses Buches muss man mit der Bilanz beginnen: Petra Wild hat ein außergewöhnlich informatives Buch über den Nahostkonflikt geschrieben – eins der besten, die zurzeit zu diesem Thema verfügbar sind. Dabei bietet sie gar nicht viel neues, bisher unbekanntes Material, schafft es aber mit dem von ihr zentral verwendeten Begriff des „Siedlerkolonialismus“ ganz neue Einsichten zu eröffnen. Fügt man diesem Begriff noch das Adjektiv zionistisch hinzu, gelingt es ihr, das in Deutschland gängige Israel-Bild einer gründlichen Revision zu unterziehen. Denn es sind zumeist nur Klischees und propagandistische Versatzstücke, die da im Umlauf sind und in der Öffentlichkeit reflexartig wiederholt werden: Israel sei der Staat der Holocaust-Überlebenden; die einzige Demokratie im Nahen Osten ‑ in dieser feindlichen und rückständigen Region eine „Insel der Zivilisation“ und deshalb bedroht und belagert, vor allem vom Islam, der eine repressive und barbarische Religion sei; Israel strebe nach Frieden, während Palästinenser, Araber und Iraner diesen Staat vernichten wollten; Israel nehme deshalb nur sein Recht auf Selbstverteidigung wahr, um sein einziges Ziel zu verfolgen: einen exklusiv jüdischen Staat auf Dauer zu etablieren. Wer dieses propagandistische Dogma nicht akzeptiert, wird sofort wegen „Antisemitismus“ an den Pranger gestellt >>>


Pressestimmen zum Buch: Das Portal "www.literatur.palaestina-heute.de" am 3. April 2013. "Ein großartiges Buch, von einzigartiger Dichte, voller Quellenangaben, voller weiterführender Literaturhinweise! Nach Ilan Pappé und Shlomo Sand nun endlich ein Buch von einer deutschen Wissenschaftlerin. (...) Endlich ein Buch, das den Siedlerkolonialismus zentral thematisiert, das die Parallelen zu siedlerkolonialistischen Geschehnissen wie der Eroberung Amerikas, der Vertreibung und weitgehenden Ausrottung der Urbevölkerung Australiens, den inzwischen zurückgedrängten Siedlungsaktivitäten der Franzosen in Nordafrika und der Buren in Südafrika deutlich macht. Sieht man mit Hilfe von Petra Wild das Geschehen in Nahost unter Zuhilfenahme dieser Kategorie, so wird deutlich, dass der sog. Friedensprozess lediglich ein recht erfolgreicher Versuch der Verzögerung und Zurückdrängung von Kräften, die dem zionistischen Projekt der Landnahme gefährlich werden könnten durch eine Friedensrhetorik, die dem Beobachter aber kaum die Brutalität der anhaltenden ethnischen Säuberung verdecken kann. Petra Wild rüttelt auf, weil ihre Quellen so aktuell sind und weil das von ihr beschriebene Geschehen sich bis heute, weitgehend verstärkt fortsetzt."
http://www.literatur.palaestina-heute.de/Bucher/Wild__Apartheid_und_ethnische_/wild__apartheid_und_ethnische_.html


Petra Wild Zionismus Palästina Israel Kolonialismus


ISBN 978-3-85371-355-6, br., 240 Seiten, 15,90 Euro, mit Landkarten

Über die Palästina-Frage scheint schon alles gesagt. Das Buch von Petra Wild beweist das Gegenteil. Es orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Kolonialismus- und Genozidforschung, die den Zionismus als eine Form des europäischen Siedlerkolonialismus ausweisen.

Nach einer Einführung in den Ursprung des palästinensisch-israelischen Konflikts und den exklusiv ethno-religösen Charakter des Staates Israel wird in diesem Werk detailliert auf die israelische Politik gegenüber den Palästinensern innerhalb der Grenzen Israels und in den 1967 besetzten Gebieten eingegangen. Diese wird von israelischen, palästinensischen und internationalen Menschenrechtsorganisationen wie auch von UN-Organisationen immer wieder als Apartheid angeprangert.

Da der zionistische Siedlerkolonialismus anders als der südafrikanische nicht auf die Ausbeutung der einheimischen Bevölkerung als billige Arbeitskräfte, sondern auf deren möglichst vollständige Ersetzung durch die Siedlerbevölkerung zielt, ist die schleichende ethnische Säuberung neben der Apartheid das Hauptmerkmal der zionistischen Kolonialpolitik. Wie diese Politik in der Praxis aussieht, wird in einzelnen Kapiteln über die Ghettoisierungspolitik in der Westbank, die ethnische Säuberung des Jordantals, die Gewalt der kolonialen Siedler sowie die Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und die Zerstörung der historischen Stadt Jerusalem dargelegt.

Dass es dennoch einen Silberstreif am Horizont gibt, zeigt das Abschlusskapitel zur Debatte über die Ein-Staat-Lösung, wie sie unter Palästinensern, antizionistischen Israelis und Aktivisten der internationalen Solidaritätsbewegung geführt wird. Angestrebt wird die Errichtung eines demokratischen säkularen Staates auf dem Boden des historischen Palästinas, in dem muslimische, christliche und drusische Palästinenser sowie jüdische Israelis auf der Basis von gleichen Rechten zusammenleben. Der seinem Anspruch nach exklusiv jüdische Staat Israel soll durch einen multiethnischen, multireligiösen und multikulturellen ersetzt werden. Die Ein-Staat-Lösung würde nicht nur den Palästinensern ihre von der UNO anerkannten Rechte auf Selbstbestimmung, Rückkehr und Entschädigung garantieren, sondern auch die jüdisch-israelische Bevölkerung von ihrem Status als Kolonialherren befreien.

Die Autorin
Petra Wild, geboren 1963 in Aarbergen/Hessen, studierte arabische Sprache und Islamwissenschaften in Jerusalem, Leipzig, Damaskus und Berlin. Sie arbeitet als freiberufliche Publizistin vor allem zur Palästina-Frage und zur Arabischen Revolution.

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