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Deutsche Bischöfe in Palästina/Israel - 2007

Kardinal Meisner, bis 1989 Bischof im geteilten Berlin, mit dem Rücken zur Sperranlage, seine Augen sind gerötet. "Ich kann da nicht hinschauen", sagt er. "Ich dachte nicht, dass ich im Leben noch einmal so etwas sehe."

Kardinal Meisner über den 'Albtraum' der Mauer zwischen Israelis und Palästinensern - Audiobeitrag.

Gregor Maria Hanke, der Bischof von Eichstätt: „Es kann doch wohl nicht sein, dass die Israelis ihr Existenzrecht so brutal durchsetzen, dass andere kaum mehr leben können.“

Bischof Hanke ist von diesen Brüchen so aufgewühlt, dass er in Bethlehem einen heiklen Vergleich riskiert: In Jad Vashem habe er Bilder des Warschauer Ghettos gesehen. „Jetzt bin ich in einem aktuellen Ghetto.“ Das alles könne doch unmöglich Säule für einen Frieden sein.

 

„Sich hineindenken in sein Herz“ - Pilgerreise der deutschen Bischöfe beendet – Aufruf zu Solidarität – „Wir ermutigen alle Gläubigen, ins Heilige Land zu reisen“ - von Johannes Zang
 


 

Chronologie

 

28.4.2007 - FOCUS: Verfassungsschutz registriert Israel-kritische Äußerungen deutscher Bischöfe
 Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat die Kritik deutscher Bischöfe am Umgang Israels mit Palästinensern in der Fachkategorie Rechtsextremismus erfasst.

Verfassungsschutz beschäftigt sich mit einigen deutsche Bischöfen
 

 

17.3.2007 - Die Zeit des Schweigens ist vorbei - George Banzer - Seit Ende des zweiten Weltkrieges hat der jüdische Staat im Westen fast ausschließlich Sympathisanten und  Freunde. Wir sind es bereits gewohnt, dass alle Besucher des Staates Israel sich auch im Sinne dieses Staates äußern. Erst unsere Bischöfe Hanke und Mixa haben es gewagt, der Welt andere Eindrücke zu schildern. Sowohl Angela Merkel als auch Horst Köhler mit ihrer historisch-moralischen Verantwortung fungieren permanent als Sprachrohr Israels. Es war immer so und wird sich auch nicht ändern. Niemals würden sie es wagen, offen Wahrheiten gegen die israelische Politik und die Unterdrückung des palästinensischen Volkes auszusprechen. Unsere Bischöfe Hanke und Mixa lösten mit ihren Äußerungen über Israel Erstaunen aus. Die Würdenträger servierten Israel Wahrheiten über ihren militärischen und aggressiven Staat. mehr >>>

 

17.3.2007 -Es wird immer Lustiger. - „Redet Wahrheit einer dem anderen“ - Wie man versucht, die Medien zu manipulieren und unter Druck zu setzen…. - Arno Lustiger schreibt einen gar nicht so lustigen, brüderlichen Brief an den Intendanten des Deutschlandradios Professor Elitz. Mit einem Begleitbrief wurde er unkommentiert von Herr Kramer vom Zentralrat der Juden am 14.3.2007 an sein Direktorium verschicket.  Beides liegt dem „Das Palästina Portal“ und anderen deutschen Medien vor. Es ist von einem eminent politischen und öffentlichen Interesse, diesen der Allgemeinheit zugänglich zu machen

 

15.3.2007 - Uri Avnery - Lasst die Nazis, wo sie hingehören - DEUTSCHE BISCHöFE KRITISIEREN ISRAEL - Doch bestimmte Vergleiche sind nicht hinnehmbar - Dürfen deutsche Bischöfe Israel kritisieren? Viele sagen, sie dürfen es nicht. Sie dürfen - ja, sie müssen - die Ereignisse in Darfur und im Irak kritisieren, sie dürfen sich über Kurden und Basken aufregen, aber über Israel müssen sie den Mund halten. Warum?

 

11.3.2007 - Im Blickpunkt Menschlich und verständlich - Scheinwerferlicht, Stacheldraht, eine Stimme aus Lautsprechern, die den Weg durch Absperrgitter und Kontrollpunkte weist. Wer nachts aus Bethlehem nach Jerusalem zurückkehrt, muss da durch. Die unheilige Mauer, die das Heilige Land zerschneidet, löst Beklemmung und Trauer aus. Einige deutsche Bischöfe haben diese Betroffenheit bei ihrem zurückliegenden Israel-Besuch auch zum Ausdruck gebracht. Es ist schwer, bei diesem aufwühlenden Anblick die richtigen Worte zu finden. Beim Anblick von Ramallah nordwestlich von Jerusalem fiel dann das Wort von einer ghettoartigen Lage. Politisch sicherlich nicht korrekt. Aber wann hat sich Bestürzung schon jemals in diplomatische Wendungen kleiden lassen?

 

9.3.2007 - "Ghetto ist heute ein gebräuchlicher Begriff" - Evelyn Hecht-Galinski kritisiert Zentralrat der Juden - Anlässlich des Streits um Äußerungen einiger katholischer Bischöfe zu den Zuständen in den Palästinensergebieten hat Evelyn Hecht-Galinski ihre scharfe Kritik am Zentralrat der Juden in Deutschland erneuert. Der Zentralrat habe sich "wieder mal als Sprachrohr der israelischen Regierung" betätigt und bezeichne "jüdische Kritiker als jüdische Antisemiten". Die Tochter des ehemaligen Zentralratspräsidenten Heinz Galinski bedauere es, dass Kardinal Lehmann "diese sehr moderaten Äußerungen zum Teil zurückgenommen" habe.

9.3.2007 - Was man eigentlich wissen sollte. Was ist ein Ghetto?

 

9.3.2007 - "Bischöfe können zu Verhältnissen in Palästina nicht schweigen" - Auf ihrer Nahost-Reise haben deutsche Bischöfe Zustände im Westjordanland mit dem Warschauer Ghetto im Zweiten Weltkrieg verglichen. Ulrich Pöner von der Deutschen Bischofskonferenz nimmt gegenüber DW-WORLD Stellung.

 


Die stumpfe Antisemitismus-Keule - Von Rolf Krüger - An der aktuellen Diskussion um die angeblich antisemitischen Äußerungen deutscher Bischöfe ist ja besonders spannend, dass wieder einmal die hauchdünnen Nerven der jüdischen Verantwortlichen offenbar werden. Sobald jemand auch nur leise die israelische Position kritisiert und es die Möglichkeit gibt, die Antisemitismus-Keule zu schwingen, wird dies auch mit aller Heftigkeit getan.

 

Brief von Evelyn Hecht-Galinski - Ellen Rohlfs - Günter Schenk  an Seine Eminenz Kardinal Prof. Dr. Dr. Karl Lehmann - Sehr geehrter Herr Professor Dr. Lehmann,  mit Erschrecken nehmen wir die Verleumdung der Deutschen Bischöfe durch den Zentralrat  der Juden in Deutschland zur Kenntnis.  Sie und Ihre Kollegen, ganz besonders Herr Kamphaus, ehemaliger Bischof des Bistums Limburg, haben sich durch eine so ausgewogene wie irgend mögliche Stellungnahme zum Skandal um  die vom israelischen Staat mit Füßen getretenen Menschen- und Bürgerrechte der Palästinenser um Frieden und Menschenwürde verdient gemacht.  Jede Verunglimpfung dieses deutlichen Rufes für Gerechtigkeit ist ein Verrat gerade an jenen europäischen Juden, die den Verbrechen, hervorgerufen durch Menschenverachtung, zum Opfer fielen.  mehr >>>

 

Brief von Edith Lutz - Sehr geehrte Bischöfe,  (...)  Sie haben beobachten können, wie sich die gewaltige Mauer weit in palästinensisches Land hineinschlängelt, um illegal und völkerrechtswidrig  israelische Siedlungen zu schützen. Die Folgen des Mauerbaus werden Ihnen nicht entgangen sein. Die Mauer trennt Familien, behindert den Zugang zu Bildung, erschwert kulturelles und religiöses Leben. Eine immer stärker zu Rassismus und Nationalismus tendierende Politik sorgt dafür, dass der  palästinensische Bevölkerungsanteil Jerusalems trotz höherer Geburtenrate immens schwindet. mehr >>>


 

Christliches Bindeglied - Sollten die deutschen katholischen Bischöfe gedacht haben, sie könnten sich auf ihrer Heilig-Land-Reise aus Konflikten heraushalten oder ein fein austariertes „Sowohl-als-auch“ pflegen, so war dies ein Trugschluss. Christliches Engagement schließt Parteinahme ein. >>>


Marx- "Unterstellung inakzeptabel" - Der katholische Bischof von Trier, Reinhard Marx, hat die Kritik jüdischer Repräsentanten an Aussagen deutscher Bischöfe anlässlich einer Pilgerreise ins Heilige Land zurückgewiesen.


??? SPD-Politiker hat Verständnis für israelischen Mauerbau ???
- Der SPD-Außenexperte Gert Weisskirchen hat katholische Bischöfe für ihre Äußerungen zu den Lebensbedingungen der Palästinenser kritisiert. "Sie verwechseln Ursache und Wirkung",   
e-mail: gert.weisskirchen @ bundestag.de

 

7.3.2007 - Thomas Immanuel Steinberg  - In the ghetto  - Der Zentralrat ist offenbar verstandlos, oder er simuliert Unverstand: Er kann einfache Sätze nicht lesen. Er ist womöglich auch gefühllos – er teilt keine menschliche Regung. Er lebt offenbar in einem Ghetto.  Eines seiner Mitglieder, der Psychologie-Professor Rolf Verleger, hat auf ein Türchen in der Mauer gewiesen. Der Zentralrat könnte es öffnen. Draußen ist bald Frühling.
 

»Deckel hoch« -  Stein entgegnete mit einem Verweis auf den Terrorismus, »das Erhalten des Lebens« habe Vorrang vor der Qualität des Lebens. mehr >>>

 

7.3.2007 - Kardinal Lehmann: «Heiliges Land darf kein Freilicht-Museum des Christentums werden» - "Die Christen in Israel und den palästinensischen Gebieten müssten eine Zukunft haben, bekräftigte Kardinal Lehmann. Der freie Zugang zu den Heiligen Stätten müsse zudem für die Angehörigen aller Religionen gewährleistet sein."

 

Kritik aus Israel an Bischöfen hält an - Unterstützung bekamen Hanke und Mixa von der Tochter des ehemaligen Zentralratsvorsitzenden Heinz Galinski, Evelyn Hecht-Galinski. Es sei deren «Pflicht» gewesen, die Zustände in Ramallah anzuprangern. Sie nannte es «empörend», den Bischöfen Antisemitismus vorzuwerfen.
 

Fragen zu den Vorwürfen des Zentralrats der Juden und des israelischen Botschafters Stein gegen die deutschen Bischöfe:  

Warum ist es unseren Bischöfen verboten, Ihre Wahrnehmung und das, was sich vor Ihren Augen abspielt, ins Wort zu fassen und auszudrücken? Warum dürfen sie nicht das sagen, was jeder mit eigenen Augen sieht, wenn er nach Bethlehem kommt  (nicht nur zu einem 2 Stunden-Besuch!). Warum ist verboten, die Wahrheit zu sagen und himmelschreiendes Unrecht, von allen Menschenrechtsorganisationen, dem internationalen Gerichtshof,  usw. festgestellt, beim Namen zu nennen und anzuprangern? Dabei haben die Bischöfe in der kürze der Zeit nur einen Bruchteil dessen erfahren, was Alltag in Bethlehem und Palästina ist.

Warum werden sie durch die Zensur in die Ecke derer gestellt, die ihrer Sprache nicht nicht mehr mächtig sind?

Warum wird vom Sprecher der Bischofskonferenz wieder entschuldigt und bedauert, was einige Bischöfe zu sagen wagten?

Mit welchem Recht wird vom Zentralrat und dem israelischen Botschafter erlaubt oder nicht erlaubt, was in diesem und anderen Fällen in ähnlichen Zusammenhängen gesagt worden ist?

 

Wunsch an unsere Bischöfe, dass sie zu dem stehen, was sie gesehen und gesagt haben - in sachlicher Betroffenheit! - und dabei bleiben,

 

Ein jüdischer Freund aus Jerusalem, der den Holocaust überlebt hat, sagte mir heute am Telefon, was er auch bei der Pressekonferenz der Bischöfe am vergangenen Samstag gesagt hat: "Wann hört ihr endlich auf mit dem Flüstern, anstatt das himmelschreiende Unrecht hinauszuschreien, das in Palästina geschieht?!" P.K.
 

 

 

7.3.2007 - Heftige jüdische Kritik an deutschen Bischöfen - Evelyn Hecht-Galinski, Tochter des verstorbenen Zentralratspräsidenten Heinz Galinski, nahm die Bischöfe gegen die Vorwürfe in Schutz und protestierte in einem Brief "gegen den inflationären Kampfbegriff Antisemitismus". Nach einem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem sei es sogar "Pflicht, die heutigen Zustände in Ramallah und in den besetzten Gebieten anzuprangern.

 

 

 

7.3.2007 Besuch des Ständigen Rates im Heiligen Land

Sehr geehrte Herren,

da wir uns seit Jahrzehnten mit den israelisch-palästinensischen Beziehungen beschäftigen, haben wir mit Aufmerksamkeit die Presseberichte über Ihre Reise nach Israel und in die palästinensischen Gebiete verfolgt. Wir stimmen Ihrer Einschätzung zu, dass das auf Gegenseitigkeit beruhende geringe Vertrauen einem gefährlichen Höhepunkt zusteuert. Insofern stimmen wir ausdrücklich jenen Stimmen unter Ihnen zu, die insbesondere an die politische Verantwortung der israelischen Regierung appellieren. 

Desto erstaunter sind wir über die harsche Kritik des israelischen Botschafters in Deutschland, Shimon Stein, an Ihren Eindrücken. Wir bitten Sie auch um Israel selbst willen auch künftig Ihre Stimme gegen Gewalt und Terror und für eine Zukunft der politischen Ebenbürtigkeit zwischen dem israelischen und dem palästinensischen Volk zu erheben.    

 
In diesem Sinne gehören wir zu den Unterzeichnern der Berliner Erklärung www.schalom5767.de.
 

 

Joachim Frank: Worte der Hoffnung im Schatten der Mauer - Irgendwann wird die Beklemmung so groß, dass sie sich Worte sucht. "Es kann doch wohl nicht sein, dass die Israelis ihr Existenzrecht so
 

Zentralrat mit der alten Antisemitismuskeule / Independent Jewish Voices jetzt auch in Australien - Die neueste Entwicklungen an der Israellobbyfront. - Der deutsche Zentralrat der Juden macht wieder einmal das, was die Israellobby am Besten macht: Kritik an Israel als Antisemitismus darzustellen, um sich nicht für einen Politikwechsel in Israel selbst stark machen zu müssen:

 

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, hat die Äußerungen katholischer Bischöfe zu den Lebensbedingungen der Palästinenser als «entsetzlich und völlig inakzeptabel» kritisiert. ... mehr

Kommentar - Aufgestanden und wieder eingeknickt : Wann findet Frau Knobloch das Verhalten der israelischen Regierung "entsetzlich und völlig inakzeptabel"??? Wer dazu schweigt hat kein Recht sich zu äußern....

Unmenschlichkeit dein Name ist Henryk Sucharewicz

 

 

Deutsche Oberhirten Antisemiten?- Zentralrat und Israels Botschafter üben harsche Kritik an deutschen Bischöfen - Nach dem israelischen Botschafter hat auch der Zentralrat der Juden die Äußerungen katholischer Bischöfe zum Nahostkonflikt scharf kritisiert. Wer die Situation der Palästinenser "mit dem Leiden der Juden in den Gettos der Nazis gleichsetzt, der hat aus der Geschichte nichts gelernt. Diese Äußerung hat antisemitischen Charakter", sagte Vizepräsident Dieter Graumann dem "Kölner Stadt-Anzeiger" >>>> 
Natürlich steigt auch HC und  die juedische.at ein. >>>

Kommentar: Wir sind entsetzt .... 

Es ist eine große Unverschämtheit von Dieter Graumann, zu den Verbrechen, die die israelische Regierung in Palästina begeht, zu schweigen, nein sie zu missachten und dann noch denen Antisemitismus zu unterstellen, die nicht länger schweigen können, wollen. Um mit Broder zu reden, es macht wahrscheinlich mehr Spaß Täter als Opfer zu sein, man sollte aber dann nicht auch noch so frech sein und sich beschweren, wenn dies wahrgenommen und verurteilt wird. Wer solch ein Unrecht duldet, hat nicht das Recht, die Antisemitismuskeule zu schwingen. Es passt zur Stategie des Zentralrates, jegliche Kritik an der Mauer mit "Antisemitismus" zu belgen. Grauman, Knobloch u. a. sollten sich lieber um die Belange der jüdischen Deutschen kümmern, als sich zum Büttel der verbrecherischen israelischen Besatzungspolitik zu machen.

Botschafter Stein sollte übrigens auch lieber beginnen, sich über die Verbrechen seiner Regierung aufzuregen. Er ist mehr als unglaubwürdig. Außerdem wird es höchste Zeit, dass man ihm klar macht, dass er nicht der heimliche Innenminister unseres Landes ist. Er ist der Botschafter eines mehr als zu kritisierenden Staates. Wann bestellt ihn endlich Außenminister Steinmeier ein und erklärt ihm, dass er sich nicht in deutsche Innenpolitik einzumischen hat.

Ob es sinnvoll ist, die Leiden der Palästinenser mit denen der Juden im 3. Reich gleichzusetzen, ist sicher fraglich. Wer macht dies? Die Unterdrückung, Vertreibung, Zerstörung des palästinensischen Volkes ist  ein  einmaliges, unvergleichbares Verbrechen. Es ist ebenso historisch einzigartig, wie die Verbrechen der Nazis am europäischen Judentum einzigartig sind. Die industrielle Vernichtung von Menschen im 3. Reich bleibt für immer singulär. Auszudrücken, das man beim Anblick der eingesperrten Palästinenser aber an ein Getto erinnert wird, ist nur zu berechtigt. Oder sollten die Bischöfe wie die israelische Regierung und die Israellobby von "Zaun" spricht, wo eine acht Meter hohe Mauer steht? Bethlehem ist ein einmaliger Schandfleck, der aller Welt vor augen geführt werden muss.

 Wer ja zu den Verbrechen in Palästina sagt, hat nichts gelernt. Es mag für manche spaßiger zu sein, wenn sie Täter sind und die Opfer sehen. Sie stellen sich aber, ohne vergleichen, gleichsetzen zu wollen selber neben die Täter der Geschichte, so auch der Verbrecher des 3. Reiches. Sie sind ihnen näher als den Opfern. Die Opfer des Holocaust stehen neben, unter den anderen Opfern der Weltgeschichte neben bei den palästinensischen Opfern. Opfer bleibt Opfer. Es gibt keine Rangordnung im Opferstatus. Wenn der Zentralrat schon nicht seine Stimme gegen das Unrecht in Palästina erheben will, so soll er wenigstens schweigen. Er mahnt durch haltlose Vorwürfe wie "Antisemitismus"an, hat aber das Falsche aus der Geschichte gelernt.....  E. Arendt 

 

 

Die Bischöfe im Heiligen Land - Von Alois Knoller - Gestern die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit den ergreifenden Schicksalen jüdischer Familien, heute Begegnungen im ringsum von einer Mauer eingeschlossenen Bethlehem: Ihre Pilgerreise ins Heilige Land setzte die 27 deutschen Diözesanbischöfe einem Wechselbad heftiger Gefühle aus. Gerade in den letzten Tagen gerieten sie an den Rand des Erträglichen. Mancher Kirchenführer sah sich spontan dazu gedrängt, Partei zu ergreifen um der Menschen willen, die er in ärgster Bedrängnis sah.

Joachim Frank: Worte der Hoffnung im Schatten der Mauer - In Bethlehem steht der Kölner Kardinal Meisner, bis 1989 Bischof im geteilten Berlin, mit dem Rücken zur Sperranlage, seine Augen sind gerötet. "Ich kann da nicht hinschauen", sagt er. "Ich dachte nicht, dass ich im Leben noch einmal so etwas sehe."

Lehmann: Mehr Einsatz in Nahost

Kardinal ruft zu Pilgerreisen nach Jerusalem auf

Glaubensmitte und Alltagsenttäuschung - Die Situation der Palästinenser bewertete der Kardinal als erschreckend und "geradezu katastrophal". Bethlehem wirke wie ein lebendiges Gefängnis. Es gebe eine drastische Einschränkung der Bewegungsfreiheit, die zum Teil Familien auf Dauer voneinander trenne. Die Bischöfe könnten keine politischen Vermittler sein oder "Auswege aus der Misere" aufzeigen; sie müssten aber immer wieder auf das Leiden der Menschen aufmerksam machen. Dabei sähen sie auch die Ängste der Israelis, deren staatliches Existenzrecht von manchen immer noch in Frage gestellt werde. Der Kardinal warnte vor Journalisten vor einer weiteren Auswanderung von Christen aus dem Heiligen Land. "Das Heilige Land darf kein Freilichtmuseum werden", mahnte er. So müssten die staatlichen Stellen den freien Zugang zu den Heiligen Stätten für die Angehörigen aller Religionen gewährleisten. Lehmann rief die Gläubigen in Deutschland zur Pilgerfahrt ins Heilige Land auf.         

Audiobeiträge:  http://217.115.153.122/Starter_index.asp?ETyp=2&ID=6833&


Albträume an der Mauer - Beim Nahost-Besuch sind die katholischen Bischöfe von den israelischen Grenzanlagen „tief betroffen“ – und ziehen gewagte Parallelen - Von Claudia Keller, Bethlehem

Deutsche Bischöfe in Palästina/Israel - Worte der Hoffnung im Schatten der Mauer - Joachim Frank  - „Es kann doch wohl nicht sein, dass die Israelis ihr Existenzrecht so brutal durchsetzen, dass andere kaum mehr leben können.“ Gregor Maria Hanke, der Bischof von Eichstätt (...) Bischof Hanke ist von diesen Brüchen so aufgewühlt, dass er in Bethlehem einen heiklen Vergleich riskiert: In Jad Vashem habe er Bilder des Warschauer Ghettos gesehen. „Jetzt bin ich in einem aktuellen Ghetto.“ Das alles könne doch unmöglich Säule für einen Frieden sein.


TV - TIPP Mittwoch, 7. März, 19.30 Uhr - BR - Pilgerfahrt ins Heilige Land - Deutsche Bischöfe auf den Spuren Jesu - Ein Film von Michael Mandlik


Besuch der deutschen Bischöfe in Bethlehem
 
am 3. März
als Word-Doc

Bild: Chefärztin Dr. Hiyam Marzouqa stellt den deutschen Bischöfen die Patienten der Kinderhilfe Bethlehem vor. Die Bischöfe zeigten sich beeindruckt vom Schicksal der Kinder. >>>

Bild: Für die deutschen Bischöfe war Bethlehem mehr als eine Foto-Kulisse. Sie haben das Gespräch gesucht und sich vor Ort über das Leben in Bethlehem informiert. >>>

Bild: Karl Kardinal Lehmann spricht mit Schwester Erika Nobs über die dramatischen Veränderungen seit seinem letzten Besuch in Bethlehem vor 30 Jahren. >>

 

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