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UNO findet innerhalb von zwei
Monaten 40 neue Straßenblockaden in der Westbank
von Avi Issacharoff - Ha'aretz, 24.
September 2007
Trotz
wiederholter Versprechen, die Anzahl der Straßenblockaden in der Westbank zu
reduzieren, wurden nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in Wirklichkeit
Dutzende neuer aufgestellt.
Verteidigungsminister Ehud Barak versprach in dieser Woche der US
Staatssekretärin Condoleezza Rice, 24 Straßenblockaden wegzuräumen und
weitere Erleichterungen bei den Bewegungseinschränkungen für Palästinenser
zu überlegen. Dieses Versprechen folgte einem ähnlichen Versprechen,
Bewegungseinschränkungen aufzuheben, das Premierminister Ehud Olmert dem
Vorsitzenden der palästinensischen Autorität, Mahmoud Abbas gegeben hat. Die
Anzahl der Straßenblockaden hat jedoch mittlerweile 572 erreicht, nach
Angaben des Koordinierungsbüros für humanitäre Angelegenheit der UN (OCHA)
eine Zunahme von 52 Prozent gegenüber 376 im August 2005. Allein in den
vergangenen zwei Monaten, sagt OCHA, habe Israel 40 neue Straßenblockaden
errichtet.
Israel
hat einen kleinen Zaun entlang der Straße 317 in den Bergen südlich der
Region Hebron weggeräumt, indem es 29 Barrikaden abmontierte. OCHA hat
jedoch herausgefunden, dass 48 neue Straßensperren errichtet worden waren,
meistens Erdwälle, die dadurch den Zugang zu verschiedenen Straßen
verhindern.
Insgesamt gibt es in der Westbank 476 unbewachte Straßensperren, die aus
Betonwürfeln, aus Erdwällen und anderen Barrikaden bestehen, die Straßen
blockieren und den Zugang zu Dörfern und Städten unmöglich machen.
Die
Anzahl der bewachten Straßenblockaden hat von 86 im Juli auf 96 heute
zugenommen, hat die UN herausgefunden. Die meisten davon werden rund um die
Uhr von Soldaten bewacht, einige nur während einiger Stunden am Tag.
Seit
April hat das Verteidigungsamt sich geweigert, Daten über die Anzahl der
Straßenblockaden herauszugeben. In der Vergangenheit haben die Beamten im
Verteidigungsamtes den Standpunkt vertreten, dass viele der Straßenblockaden
aufgebaut wurden, um Siedler zu schützen und nicht nur, um Terrorattacken
auf Israel zu verhindern.
Bei den Zahlen der UN
sind keine Checkpoints entlang der Grünen Linie mitgezählt.
(übers.:
Gerhilde Merz)
Communications
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