|
Die israelischen Besatzungskräfte schließen den Gilo 300 Terminal.
Die Gefangenschaft de Bewohner Bethlehems. 7. Februar 2006
Die israelischen Besatzungskräfte schlossen am 7.Februar 2006 das
Gilo 300 Terminaltor vor den Augen palästinensischer Bewohner und
Internationaler, die den Terminal betreten wollen, um nach Bethlehem
hinein- oder nach Jerusalem hinausgehen wollen. Das Tor war von 11 Uhr
morgens bis Nachmittag um 3 Uhr geschlossen. Eine lange Wagenschlange
wartete vor dem Tor. Aber es bewegte sich nichts und die israelischen
Soldaten kümmerten sich nicht um sie. Die Schließung des Tores kam ohne
Vorkündigung von israelischer Seite, die auch keine Erklärung dafür gab.
(Foto 1)
Die israelischen
Behörden hatten am 15. November 2005 am nördlichen Ausgang von
Bethlehem den Terminal 300 eingeweiht. Dieser Terminal ist der 1. von 10
anderen, die an der Trennungsmauer entlang in der Westbank gebaut
werden. Seitdem hat die israelische Armee den Zugang für Palästinenser
und all jener eingeschränkt, die den Terminal auf ihrem Weg nach
Bethlehem oder in Richtung Jerusalem betreten. (Foto 2, 3)
Der Zugang zu diesem
Terminal ist nur für Palästinenser, die eine israelische Identitätskarte
haben und deshalb Jerusalem betreten können oder für jene, die eine
Jerusalemer Identitätskarte oder einen internationalen Pass haben.
Dieser Terminal ist außer der Tunnelstraße (60) der einzige Zugang
nach Jerusalem. Auch der Zugang zur Tunnelstraße ist für Palästinenser,
die den Bethlehemer Regierungsbezirk betreten oder verlassen wollen nur
eingeschränkt zu benützen . Ansonsten werden Tausende von Palästinensern
am Betreten von Jerusalem gehindert. Sie sind in einem großen Getto
eingesperrt.
Die israelische
Praxis, das Tor des Terminals ohne Vorankündigung vor den Leuten zu
schließen, ist eine Verletzung aller internationaler Rechte und aller
Menschenrechte. Es ist ein unannehmbares Verhalten von Seiten der
Israelis, das darauf hinausläuft, die Palästinenser zu entmutigen, auf
ihren vollen Rechten zu bestehen . Man sollte auch nicht zu erwähnen
vergessen, dass so die dicht bevölkerten palästinensischen Gemeinden zu
Gettos werden, in denen die Bewegungsfreiheit der Palästinenser noch
mehr genommen wird und durch die die Israelis noch mehr willkürliche
Kontrolle mit einem Minimum von Anstrengung oder Risiko ausüben können.
( ARIJ :Applied Research Institute – Jerusalem)
Quelle
(dt. Ellen Rohlfs)
|