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Buchvorderansicht: Rohlfs - 'Nie wieder!'? Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?

Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina?

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 

 

Felicia Langer
Um Hoffnung kämpfen

Kein Frieden in Nahost: Sie möchte jedoch dem Hass eine Kraft entgegensetzen, die Liebe, die sie selbst erfahren hat. Sie ist erfüllt von Hoffnung. Einer Hoffnung, für die gestritten werden muss, gegen das Unrecht. In diesem sehr persönlichen Buch schildert Felicia Langer, was sie bestärkt, sich für Versöhnung und Frieden einzusetzen. >>>

Larnuv Taschenbuch 345 Originalausgabe mit Abbildungen ca. 144 Seiten
ca. 9,90 € [D], 1
ISBN 978-3-88977-688-4

Um Hoffnung kämpfen - Dr. Ludwig Watzal  >>

Unteilbarer Humanismus - Felicia Langer hat ein eindringliches Buch zum israelisch-palästinensischen Konflikt geschrieben - Von Werner Ruf  >>>

 


 

Judith Bernstein
judith.bernstein(at)web.de
www.reiner-bernstein.de
www.genfer-initiative.de

 

13. Januar 2007

Frau Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

 

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

nach Presseberichten beabsichtigen Sie, sich während Ihrer EU-Ratspräsidentschaft verstärkt dem Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern zu widmen. Es liegt im Interesse der dort lebenden Menschen, aber auch in unserem Interesse in Europa, diesen Konflikt endlich zu lösen.

Ich weiß, dass das Existenzrecht Israels für Sie ein bedeutendes Anliegen ist. Allerdings hängt die dauerhafte Existenz Israels von einem souveränen Staat Palästina an der Seite Israels und vom Frieden mit den arabischen Nachbarstaaten ab. Das Ende des asymmetrischen Verhältnisses zu Lasten der Palästinenser würde auch das Ende der asymmetrischen Gewalt nach sich ziehen. Die Geschichte Israels und der Palästinenser belegt seit 1948 unmissverständlich: Durch Unebenbürtigkeit, Krieg und Zerstörung kann kein dauerhafter Frieden erzielt werden, vielmehr haben sie neuen Hass und neues Leid verursacht. Solange die nationale Koexistenz von Israelis und Palästinensern ausbleibt, so lange wird Israel als Fremdkörper in der Region wahrgenommen werden und nicht zu Ruhe kommen.

Die wachsenden antijüdischen Einstellungen und Gefühle in Deutschland hängen stark mit der Fortdauer des Konflikts zusammen. Auch darum ist es wichtig, für den friedlichen Ausgleich zwischen beiden Völkern Sorge zu tragen. Als ich vor 40 Jahren mit einem Stipendium der Stadt München aus Jerusalem nach Deutschland kam, wurde der mit so großen jüdischen Hoffnungen gegründete Staat Israel bewundert. Nach all den schrecklichen Ereignissen während der Nazizeit wurde er auch von weiten Teilen der deutschen Bevölkerung lebhaft aufgenommen. Auch ich war der Überzeugung, zu den Glücklichen zu zählen, die – nach der Ermordung meiner Großeltern in Auschwitz – in Freiheit und ohne Antisemitismus leben können. Die Fortdauer des Konflikts und seine Resonanz in Deutschland und Europa haben mich eines Besseren belehrt. Die Stimmung gegenüber Israel und den Juden ist in der Bundesrepublik in teilweise aggressive Tonlagen umgeschlagen, weil viele Menschen die Politik Israels und das Verhalten zahlreicher Israelis gegenüber den Palästinensern nicht nachvollziehen können.

Unter Israelis und auch unter Juden in der Bundesrepublik wird Kritik an der Politik Israels als Antisemitismus abgetan und verurteilt. Andererseits fühlen sich Antisemiten in ihren Vorurteilen noch bestärkt. Es ist unmöglich, den Menschen zu vermitteln, wieso ein Staat, der Mitglied der Vereinten Nationen ist und die Genfer Konventionen unterschrieben hat, sich weder an UN-Resolutionen hält, noch die Menschenrechte des anderen Volkes, der Palästinenser, achtet. Daher bekennen sich Jüdinnen und Juden in Deutschland, für die der Konflikt zu einem Albtraum geworden ist, zu der „Berliner Erklärung Schalom 5767“, in dem wir die Bundesrepublik und die Staaten der Europäischen Union dazu aufrufen, die israelische Besatzungspolitik nicht länger zu tolerieren und ernsthaft auf die Verwirklichung eines lebensfähigen palästinensischen Staates im Gazastreifen und in der Westbank mit der Hauptstadt im arabischen Teil Jerusalems zu dringen.

Ein Frieden zwischen Palästinensern und Israelis wird nicht alle Probleme in der Region lösen. Aber er dürfte eine Dynamik in der Region in Gang setzen, die den Extremisten den Boden entzieht. Denn die Palästinenser sind für die arabische und die moslemische Welt zum Symbol der kolonialen Unterdrückung geworden, das von innenpolitischen Problemen ablenkt und zu einer umfänglichen Solidarisierung verführt.

Daher bitte ich Sie, sich dafür einzusetzen, dass sich Israel aus den palästinensischen Gebieten zurückzieht und die Menschenrechte der Palästinenser anerkennt, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben in Würde zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Judith Bernstein

 

 
 

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Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>
 


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