
Wer wir sind
Die Dialoggruppe OLIVENZWEIG gibt es seit Mai 2002.
Wir verfolgen in grosser Sorge und Trauer die Entwicklung in Israel
und Palästina.
Das zentrale Anliegen unserer
Arbeit ist die doppelte Solidarität: Es kann Israel nur gut
gehen, wenn es den PalästinenserInnen auch gut geht und umgekehrt.
Aus diesem Gund unterstützen wir die Friedenskräfte auf beiden
Seiten.
Unsere
palästinensischen, jüdischen, islamischen, arabischen, israelischen,
christlichen und schweizerischen Wurzeln weisen auf unsere
unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen hin. Im Dialog suchen
wir gegenseitig Respekt und Verständnis. Wir verurteilen
Gewaltanwendung von beiden Seiten, sei sie staatlicher oder
nichtstaatlicher Natur.
Es gehört zu
unserem Selbstverständnis, dass wir unsere Standpunkte
regelmässig reflektieren und sie
aufgrund der sich verändernden politischen Gegebenheiten
hinterfragen.
Unsere
Standpunkte:
1.
Ein souveräner und lebensfähiger Staat Palästina auf
integriertem Hoheitsgebiet und ein souveräner und lebensfähiger
Staat Israel auf integriertem Hoheitsgebiet.
2.
Zwei souveräne, demokratische Staaten, in denen die
Menschenrechte für Frau und Mann
gemäss Satzungen der UNO verwirklicht
sind.
3.
Rückzug aus allen 1967 besetzten Gebieten (
UNO-Resolution 242 und 338).
4.
Die Räumung aller israelischen Siedlungen in den
besetzten Gebieten.
5.
Die tatsächliche politische und gesellschaftliche
Gleichstellung der palästinensischen Bürger Israels.
6.
Ein Friedensvertrag zwischen den Staaten Israel und
Palästina, der das Schutzinteresse der Bürger und Bürgerinnen beider
Nationen berücksichtigt und zudem auf Sicherheitsabkommen beruht,
die den spezifischen Sicherheitsbedürfnissen Israels und Palästinas
Rechnung tragen.
7.
Die Suche nach gerechten staatlichen und religiösen
Lösungen für Jerusalem mit der Vision einer offenen Stadt.
8. Eine gerechte Verteilung des Wassers.
9. Wir weisen auf die Mitverantwortung Israels
sowie der umliegenden arabischen Staaten an der Vertreibung der
palästinensischen Bevölkerung hin. Wir fordern die offizielle
Anerkennung der Mitverantwortung Israels sowie der umliegenden
arabischen Staaten am gegenwärtigen palästinensischen
Flüchtlingsproblem. Anzustreben sind bi- und multilaterale
Übereinkommen, die auf eine faire und praktikable Lösung für beide
Seiten ausgerichtet sind.
10.
Wir verurteilen den Bau der Trennmauer. Sie zerstört
Lebensgrundlagen der Palästinenser und ist Teil der
Vertreibungspolitik der jetzigen israelischen Regierung. Die
Mauer trennt PalästinenserInnen von PalästinenserInnen und ist Teil
der israelischen Land- und Wassergewinnungspolitik.
Wofür wir
uns einsetzen
1.
Wir unterstützen die demokratischen Kräfte in Israel
und Palästina, die sich dem Einsatz für eine gemeinsame, friedliche
Zukunft beider Kollektive verschrieben haben.
2.
Wir setzen uns dafür ein, dass das Schicksal und das
Leiden beider Völker in der Vergangenheit und in der Gegenwart
bewusst gemacht und anerkannt werden.
3. Wir vernetzen uns mit Gruppen und Organisationen,
welche dieselbe Zielsetzung haben und arbeiten wo möglich
mit ihnen zusammen.
4.
Wir wollen uns und andere weiter informieren. Ein
besonderes Anliegen sind uns dabei folgende Themen:
-
Differenzierte Auseinandersetzung mit der
Flüchtlings- und der Gewaltfrage
-
Hoffnungsgeschichten: Aufrufe und
Aktionen von jüdischen und palästinensischen Friedenskräften –
Pflanzen von Olivenbäumen – Jüdische Soldaten, die den Dienst in den
besetzten Gebieten verweigern – Einsätze von AusländerInnen in den
besetzten Gebieten.
Unsere
Hoffnung
Zwei
HoffnungsträgerInnen seien abschliessend zitiert:
„Hüten
wir uns davor, das was uns fremd und nicht genügend bekannt ist, als
das Niedrige anzusehen und zu behandeln. Hüten wir uns, das, was uns
widerfahren ist, nun selber zu tun...Es gehört auch Phantasie dazu:
die Fähigkeit sich die Seele des Andern, des Fremden, nach der
Wirklichkeit der eigenen vorzustellen...Es war für mich erschreckend
in Palästina, wie wenig wir den arabischen Menschen kennen... Bei
alledem ist eine gemeinsame Landespolitik möglich, weil dort und
hier das Land geliebt wird, dort und hier die Zukunft des Landes
gewollt wird. Darum ist es möglich, für dieses Land gemeinsam zu
arbeiten.“
(Martin Buber jüdischer Philosoph Zionisten Kongress XVl 1929)
„Frieden kann nur erreicht werden durch gegenseitige
Anerkennung des Rechts auf Existenz und Entwicklung und dadurch,
dass dem anderen das zugestanden wird, was wir für uns selbst
beanspruchen.“
(Sumaya Farhat
Naser Biologin, Schriftstellerin und Friedenskämpferin aus Palästina
an einer Rede in St.Gallen im November 05)
Kontaktadressen OLIVENZWEIG:
Frau Batja P.Guggenheim-Ami:
Speicherstr. 38, 9000 St.Gallen Tel: 071 223 60 39; guggi@vtxmail.ch
Herr Ahmad Garhé:
Rorschacherst. 32, 9000 St.Gallen, Tel: 071 223 78 02; garhe_ahmad@hotmail.com
Herr René Stucki, Poststrasse
10 9410 Heiden Tel: 071 891 26 64; rene-stucki@bluewin.ch
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