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Palästinensische Gemeinde Berlin und die arabischen
Vereine in Berlin
Presseerklärung
08. März 2008
Stoppt den
Völkermord an den Palästinensern …!
Stoppt das Massaker in Gaza …! Beendet die
Belagerung in Gaza…!
Die
Palästinensische Gemeinde Berlin und die arabischen
Vereine in Berlin verurteilen das barbarische
Vorgehen der israelischen Besatzungskräfte im
Gazastreifen auf das Schärfste und fordern die
internationale Gemeinschaft auf einzuschreiten, um
das militärische Vorgehen der israelischen Armee
gegen die palästinensische Bevölkerung zu beenden.
Der
israelische
Besatzer hat in den letzten Tagen ein neues Kapitel
in der blutigen Geschichte seiner Aggressionspolitik
geschrieben. Das traurige Resultat eines einzigen
Tages, dem 01.03.08, waren 60 Tote und mehr als 200
Verletzte, darunter viele Frauen und Kinder.
Laut B'Tselem, dem israelischen
Informationszentrum für Menschenrechte in den
besetzten Gebieten, wurden in den ersten 2 Monaten
im Jahr 2008 (bis zum 28.02) 146 Palästinenser
getötet.
Der Gazastreifen ist aufgrund der
Blockade zum größten „Guantanamo“ der Welt
aufgestiegen. Mehr als 1,5 Millionen Menschen leben
seit Monaten abgetrennt vom Rest der Welt.
Wir, die Palästinensische Gemeinde in
Berlin und die palästinensischen und arabischen
Vereine in Berlin, appellieren an die
Bundeskanzlerin, Frau Merkel, und an den
Außenminister, Herrn Steinmeier, die aggressive und
menschenrechtsverletzende
Politik Israels zu verurteilen. Jedes Opfer im Nahen
Osten ist ein Opfer zu viel. Die palästinensischen
Opfer gehören auch dazu. Die israelische Aggression
gegen die Menschen im Gazastreifen ist Staatsterror
und muss auch so betitelt werden.
Wir
sind empört über den Terror der israelischen
Regierung gegenüber der palästinensischen
Bevölkerung und verärgert über das Zuschauen der
europäischen Regierungen.
Mit
uns zusammen sind viele Menschen in der ganzen Welt
über die brutale Gewalt, mit der israelische
Regierung gegen das palästinensische Volk vorgeht,
bestürzt und zutiefst erschüttert.
Es
ist für uns absolut unverständlich, dass Israel
Krieg gegen ein Volk führt, dem seit 1948
demokratische Grundrechte und das Recht auf einen
eigenen Staat verweigert wird.
Das palästinensische Volk lebt seit
1948 in Hoffnungslosigkeit und wird ständig
gedemütigt und unterdrückt.
Wir fordern den israelischen
Besatzer auf, die Gewalt gegen das palästinensische
Volk und die Besatzung der palästinensischen Gebiete
sofort zu beenden.
Die
jüngste Entwicklung hat nur allzu deutlich gemacht,
dass Besatzungs- Logik von Gewalt, Erniedrigung und
Demütigung nur Rache, Vergeltung und das heißt
wieder Gewalt hervorruft.
Israel ist verpflichtet per
Resolutionen, die von der israelischen Regierung
ungeachtet bleiben, dass, was dem palästinensischen
Volk seit 1948 verwehrt wird, zurück zu erstatten.
Damit ist ein eigener Staat mit Jerusalem als
Hauptstadt gemeint,
verbunden mit allen Möglichkeiten der Entwicklung zu
Wohlfahrt und Frieden.
Wir appellieren an die
Bundesregierung, sich für folgende Punkte
einzusetzen:
-
die sofortige Stoppung der
israelischen Aggression gegen das
palästinensische Volk und der Belagerung des
Gazastreifens
-
die Waffenlieferungen an Israel einzustellen
(den größten Importeur deutscher Waffen
außerhalb der NATO)
-
sich für die Entsendung eines UN-Schutzcorps
nach Palästina einzusetzen
-
wirtschaftliche Sanktionen gegen Israel zu
verhängen, solange die völkerrechtswidrige
Besatzung der palästinensischen Gebiete andauert
-
den verhängten Boykott gegenüber
Palästina umgehend zu beenden und verlangen
internationalen Schutz für die Palästinenser.
-
Nicht mit zweierlei Maß gegenüber
Israel und Palästina messen
-
die Freilassung aller Gefangenen aus den
israelischen Gefängnissen
-
den Fall der Apartheidsmauer in Palästina -
entsprechend dem Urteil des Internationalen
Gerichtshofs in Den Haag
-
Anerkennung eines lebensfähigen
palästinensischen Staates mit Jerusalem als
Hauptstadt
-
darauf zu dringen, dass die UNO-Resolutionen
durchgesetzt werden und Israel sich endlich
völkerrechtskonform verhält
-
das Rückkehrrecht der palästinensischen
Flüchtlinge anzuerkennen und zu unterstützen
Die
Palästinenser wollen in Würde und Frieden in ihrer
Heimat Palästina leben. Sie brauchen Ihre
Solidarität.
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Palästinensische Gemeinde Berlin und
die arabischen Vereine in Berlin
karmula@hotmail.com
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