Mit Bestürzung
haben wie die Nachricht wie auch die Art der
Berichterstattung über die antiislamische
Messerattacke in Dresden aufgenommen. Mit
Kategorisierungen durch Begriffe wie
„ausländerfeindlich“ oder „rassistisch“ wird
versucht die Tatsache zu umgehen, dass die
antiislamische Agitation, die wir seit rund 30
Jahren beobachten und seit etlichen Jahren
anmahnen, eine neue Stufe erreicht hat.
Dass bisherige
Bemühungen um eine Versachlichung der
Diskussionen um Islam und Muslime bei weitem
nicht ausreichen, zeigt diese Tat wie auch die
Tatsache, dass der Ehemann des Opfers von einem
Polizisten angeschossen wurde – nicht der
tatsächliche Täter. Ob dies etwas mit dem
Aussehen der Betroffenen zu tun hat, wäre in
einem Gutachten zu prüfen. Statt hier Alarm zu
schlagen im Sinne einer Vierten Gewalt, verlegt
man sich medial eher auf
Straftatsberichterstattung as usual –
Russlanddeutscher, also nicht unser Problem.
Dabei ist eine
solche Tat, in der der Täter sein Opfer als
„Islamistin“ und „Terroristin“ beschimpfte, ein
eindeutiges Signal, dass die Saat der
antiislamischen Hassprediger wie auch deren
Pendants der sinn-induktiven Verknüpfung von
Gewaltthemen mit Symbolen des Islams in den
Mainstream-Medien aufgeht. Wenn sich die Politik
weiterhin wie bisher dilettantisch mit dem
Erstarken eines antiislamischen Ressentiments
als Ausdruck von Meinungsfreiheit befasst und
Probleme ausschließlich aufseiten von Muslimen
vermutet, werden wir die längst gerufenen
Geister bald nicht mehr bändigen können. Es gab
nie eine Multi-Kulti-Idylle in Deutschland und
von der sind wir auch heute wieder ganz sicher
und sehr weit entfernt.
Unser Mitgefühl
gilt der Familie des Opfers! Unsere Sorge uns
allen – ohne Ausnahme.