|
Israelische Soldaten
brechen ihr Schweigen - Siegfried Ullmann
05. Februar 2010
Liebe Friedensfreunde und die,
die es noch werden sollten,,
nun haben auch israelische
Soldatinnen ihr Schweigen gebrochen. Ihre Aussagen liegen in einer Broschüre auf
136 Seiten in englischer Sprache vor. Den vollständigen Text finden Sie unter
www.shovrimshtika.org im Internet. Auch unter
www.ynetnews.com wurden einige besonders eindrucksvolle Aussagen mit ergänzenden
Fotos veröffentlicht.
Von israelischer Seite wird
ständig auf die Bedrohung durch den Iran hingewiesen und unsere Bundesregierung
haut natürlich in die selbe Kerbe. Interessant ist in diesem Zusammenhang der
Artikel in der ZEIT vom 28.01.2010 auf Seite 11: " Mit der Bombe leben - Iran
wäre als Nuklearmacht nicht gefährlicher als Nordkorea, Israel oder die USA" von
dem israelischen Militärhistoriker an der Hebräischen Universität Jerusalem,
Martin van Creveld.
Uri Avnery beschrieb schon im
Jahre 2008 die wahrscheinlichen Folgen eines Angriffs auf den Iran: Der Iran
würde die Meerenge am persischen Golf abschneiden und alle Öltransporte per
Tanker durch dieses Gebiet blockieren. Die Folge wäre ein enormer Anstieg des
Ölpreises und eine weltweite Wirtschaftskrise mit dem Kollaps ganzer Industrien
sowie ein katastrophaler Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem in Amerika,
Europa und Japan. ... Wenn es den Iranern gelingen würde,
Atomwaffen zu bauen, würden wir ein Gleichgewicht der Abschreckung haben, so wie
zwischen der USA und der Sowjetunion und Indien und Pakistan, was zu positiven
Auswirkungen geführt hat. Der Iran würde Selbstmord begehen, wenn er Israel
angreifen würde, ganz gleich ob konventionell oder mit Atomwaffen.
Die Lügen der israelischen
Propagandamaschine werden immer dreister. Man muß nur einmal lesen, was Shimon
Peres im deutschen Bundestag behauptete. Die Zeitung Junge Welt (www.jungewelt.de)
hat unter dem Titel „Peres lügt im Bundestag“ darüber berichtet. In Europa
spielt Peres den Friedensfürsten und in Israel unterstützt er die Politik der
rassistischen Regierung und damit die Besiedlung palästinensischen Landes.
Die israelische Botschaft in
Berlin behauptet sogar, die Palästinenser würden sich den Friedensgesprächen
verweigern und hätten das auch in der Vergangenheit getan. Sie seien also
Schuld, daß es keinen Frieden gäbe. Den entsprechenden Text finden sie auch
unter "Israel heute" im Internet. Das sind wahrlich
Goebbels-Methoden, "um die pro-israelische Propaganda wirkungsvoller zu machen",
wie von einem führenden französischen Juden gefordert wurde. Tatsächlich ist es
doch Israel, das durch die Fortsetzung der gewaltsamen Besiedlung des
Westjordanlandes und Ostjerusalems jegliche Aussichten auf eine Friedenslösung
vorsätzlich blockiert. Über das Friedensangebot der 22 arabischen Staaten will
Israel nicht verhandeln. Und für die Bevölkerung des Gasastreifen verbietet es
sogar die Einfuhr von Papier für den Druck von Schulbüchern mit der Begründung,
das Papier könne auch zum Druck von Flugblättern verwendet werden!
Ich füge noch "Zitate 5" mit
den Schwerpunkten "Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte" und den
bemerkenswerten Aussagen israelischer Soldaten bei. Das genannte Buch, aus dem
diese Aussagen stammen, ist wirklich lesenswert.
Ein anderes wichtiges Buch ist
"Das unerwünschte Volk - Amerika und die Vernichtung der europäischen Juden" von
David S. Wyman. Darin wird ausführlich beschrieben, wie sich
die Vereinigten Staaten weigerten, etwas für die Rettung der
Juden zu tun und Juden aufzunehmen. "Die USA ergriffen jedoch bis zum Januar
1944 überhaupt keine aktiven Rettungsmaßnahmen, und was sie danach unternahmen,
war bestenfalls halbherzig. Die ohnehin knapp bemessenen Einwanderungsquoten
wurden nur zu einem Zehntel zugunsten der Juden ausgeschöpft. ...
Dieser Politik, die formell vom Kongress und von der Regierung Roosevelts
vertreten wurde, lagen hauptsächlich drei Faktoren zugrunde: Arbeitslosigkeit,
nationalistische Borniertheit und Antisemitismus." - Das amerikanische
Kriegsministerium hatte auch die Bombardierung der Gleisanlagen und Gaskammern
von Auschwitz abgelehnt, weil sie "den Einsatz wertvoller Kräfte" nicht
rechtfertigen würde.
Die Israel-Lobby versucht
weiterhin jegliche Kritik an israelischen Vorgehensweisen mit der
Antisemitismuskeule zum Schweigen zu bringen. Dabei könnte Israel leicht
jegliche Kritik verstummen lassen, wenn es das Friedensangebot der arabischen
Staaten annehmen, UN-Resolutionen und die Menschenrechte respektieren, also sich
generell wie ein zivilisierter Staat verhalten würde.
Mit Friedensgrüßen, Shalom und
Salam
Siegfried Ullmann
Anlage
Zitate 5
(05.02.2010)
Zionistische
Stimmen:
"Wir müssen Terror
anwenden, Mord, Einschüchterung, Landenteignung und alle sozialen Dienste
sperren, damit die arabische Bevölkerung aus Galiläa verschwindet." - Ariel
Sharon zu seinem Generalstab im Mai 1948 gemäß M. Ben Zohar in Biographie von
Ben Gurion (In Berlin wurde eine Straße zu Ehren von Ben Gurion benannt)
"Es ist das
Wichtigste, einen nach dem anderen zu töten." - Siedlerschüler in Hebron,
Dokumentarfilm "Im Bunker Gottes", Januar 1993
"Eines Tages werden
sie (die Araber) gehen müssen und uns das Land überlassen. ... Wir Juden haben
zehnmal mehr Intelligenz als sie." - Chaim Weizmann, Pariser Friedenskonferenz
1919
"Der Verlust an
Leben und Besitz muß so groß wie möglich sein" - Ariel Sharon in einem Befehl
1953 (nach Sh. Aloni) – aus dem Buch „Nie wieder“ von Ellen Rohlfs
Andere jüdische
Stimmen:
"Die meisten Medien
in Deutschland verbreiten im Nahost-Konflikt die israelische Position.
Andere Stimmen werden dagegen in den deutschen Medien ignoriert. Eine
Gesprächsrunde zu Gaza mit Daniel Barenboim und Sumaya Farhet-Naser bei Anne
Will wurde abgesagt. Ein TV-Interview, das zwei Mitglieder der "Jüdischen Stimme
für einen gerechten Frieden in Nahost" dem RRB gaben, wurde nie gesendet. Die
Liste ließe sich verlängern." - Iris Hefets im Jahre 2009. Sie hat Israel vor 6
Jahren aus politischen Gründen verlassen, lebt in Berlin und ist Mitglied der
"Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost"
„In Hebron habe ich
aufgehört in den Palästinensern Menschen zu sehen. Jemanden, den Du als
gleichwertigen Menschen anerkennst, überfällst du nicht mitten in der Nacht und
betrittst sein Haus, in dem du ein Loch ins Dach sprengst.“
"Wir verschleiern
den Konflikt wie eine Krankheit. Dafür brauchen wir eine sterile Sprache, die
keine menschlichen Empfindungen, kein Mitgefühl und kein Gespür für Recht und
Unrecht zuläßt. In der Armee wird die Sprache genauso zurechtgebogen wie in
unserer Gesellschaft oder in euren Zeitungen. Nennen wir es Wortwäscherei.
Menschen werden nicht umgebracht und auch nicht getötet, sie werden eliminiert,
beseitigt. Wir sprechen nicht von Palästinensern, oft nicht einmal von
Terroristen, sondern von "den Schmutzigen"... Wir terrorisieren auch nicht eine
ganze Bevölkerung, sondern wir markieren Präsenz. Gebiete werden gesäubert. Das
erinnert an Putzmittelwerbung, nicht an Blut und Tränen. ... Am Ende kannst du
doch nicht vergessen, was du im Leben getan hast. Erinnerst du dich an Vietnam?
Weißt du, daß sich mehr Veteranen nach dem Krieg umgebracht haben, als Soldaten
in Vietnam gefallen sind? Schau uns an! Korruption in der Regierung, Gewalt und
Zerfall in unserer Gesellschaft. Das sind die Folgen unserer Besetzungspolitik.
Sie zerstört uns alle. Nicht nur die Palästinenser.“
„Es gibt noch eine
andere Art des Schweigens: das kollektive. Eines der größten Tabus in Israel
sind die besetzten Gebiete und was wir dort tun.“ ... "Wir sind eine Blase im
Nahen Osten, und statt uns mit unseren Nachbarn anzufreunden, halten wir die
Amerikaner und die Engländer für unsere Freunde ... Irgendwann werden die
Protagonisten des Welttheaters von der Bühne abtreten. Dann zerplatzt unsere
Blase. Natürlich wird es noch schlimmer werden, vor allem für die da drüben.
Jetzt haben wir eine hübsche Mauer gebaut und das Schweigen darin
einzementiert." - Yehuda, ehemaliger israelischer Scharfschütze, im Gespräch mit
Karin Wenger, veröffentlicht in Checkpoint Huwara
"Ich war neunzehn
und hatte ein Gewehr. Ich mußte nur die Hände bewegen und mein Gewehr heben, und
die Leute taten, was ich wollte. Als wärst Du Polizist: Alle gehorchen dir. Du
weißt, dass das irgendwie nicht richtig ist, aber gleichzeitig gefällt dir das
Gefühl. ... Im Militär zerstören sie das, was du bist und machen einen anderen
Menschen aus dir." - Shai, israelischer Fallschirmjäger.
"Im Nahen Osten ist
die Gewalt das Problem, nicht die Lösung. Aber alle sagen: Ihr müßt nur noch
mehr Helikopter, mehr Panzer und Bomben einsetzen, dann kriegt ihr sie klein.
Das stimmt nicht. Es macht den Knoten nur härter. Wir alle wissen, dass die
Lösung des Konflikts einfach ist: Die Siedlungen müssen weg, die Palästinenser
brauchen ihren Staat innerhalb der Grenzen von 1967. Wir wissen, welchen Preis
wir bezahlen müssen, wir kennen auch den Nutzen: Frieden, nicht nur mit den
Palästinensern, sondern auch mit Libanon, Syrien und der ganzen arabischen
Welt." - Idan, ehemaliger israelischer Panzerschütze (aus Checkpoint Huwara)
"Niemand darf ohne
Grund das private Leben eines anderen Menschen stören. Niemand darf in die
Wohnung anderer Menschen eindringen, die Familien belästigen ..." heißt es in
Artikel 12 der UN-Menschenrechts-Charta. Wie das in der israelischen Armee
gehandhabt wird, beschreibt ein israelischer Soldat: "In Nablus mußten wir ganze
Quartiere durchkämmen, Haus für Haus. Weil es uns verboten war, auf die Straße
zu gehen, sprengten wir Löcher in die Hauswände und rückten vor von Stube zu
Stube. Zurück blieb Zerstörung. ... Wir sprengten also ein Loch in eine
Wohnzimmerwand, kletterten hindurch und standen vor einer neuen Familie. Sie
waren Gefangene in ihren eigenen vier Wänden. Wenn du das sechzehn Stunden am
Tag machst, verlierst du irgendwann jedes Gefühl für Ort, Zeit und die Menschen
um dich herum. Es kümmert dich nicht mehr, dass du eben das Wohnzimmer einer
Familie ruiniert hast. - Jede Nacht in einem anderen Haus, jeden Abend eine
andere Familie vor die Tür gestellt. Wann können wir zurückkommen?, fragt die
Familie. Wenn wir weg sind. Wann seid ihr weg? Das wissen wir nicht. - Einige
Häuser sind seit Jahren besetzt. Ich habe keine Ahnung, wo diese Familien jetzt
wohnen. ... Wenn wir nur eine Nacht blieben, haben wir die ganze Familie in
einen Raum gesperrt. So werden Häuser, die sichersten Orte der Welt, für die
Menschen zu Gefängnissen, in denen sie eingeschlossen sind wie Verbrecher.
Plötzlich eine Ausgangssperre, ein paar Tage, einen Monat. Eine Erfahrung, die
wir unserer Gesellschaft nie zumuten würden."
"Unser einziges Ziel
ist es, die Palästinenser zu unterdrücken, ihr Leben, ihre Gedanken, ihre
Gefühle mit Angst zu durchwirken, sie zu terrorisieren."
... Aber eigentlich sind wir als Besetzer längst ziel- und orientierungslos. Wir
sind Besetzer aus Gewohnheit, weil es so am bequemsten ist. Die anderen
zerstören wir mit der Gewalt von außen, uns selbst zerstören wir von innen.
Längst haben wir uns an die Gewalt ebenso gewöhnt wie an die Gleichgültigkeit,
die wir uns aneignen mußten, um die anderen nicht wahrzunehmen. Für mich ist
Schweigen eine der größten Sünden. Wenn es uns erst einmal
selbstverständlich erscheint darüber zu schweigen, was in den besetzten Gebieten
passiert, werden wir bald lernen, dass man jedes Problem wegschweigen kann." –
Avichay, ehemaliger
israelischer Infanterist. (Aus "Checkpoint Huwara - Israelische Elitesoldaten
und palästinensische Widerstandskämpfer brechen das Schweigen" von Karin Wenger,
Seiten 201-205)
"Die USA
unterstützen vollkommen einseitig die schlimmsten Elemente in Israel. Europa
ergreift aus Feigheit überhaupt keine Initiative, weil es die amerikanische
Vorherrschaft im Nahen Osten anerkennt. Politisch kommt das einer Abdankung
gleich. ... Um sein Gewissen zu erleichtern, gibt Europa von Zeit zu Zeit den
Palästinensern ein paar Millionen Euro, eine Art Gewissensgeld und nutzlos, denn
es bleibt bei der palästinensischen Oberschicht hängen." ... "Wenn wir es fertig
bringen, uns mit Hamas zu verständigen - und das werden wir irgendwann tun
müssen - , dann haben wir uns mit dem ganzen palästinensischen Volk
verständigt." - Der Israeli Uri Avnery im September 2008
Andere Stimmen:
„In einem Land, das
die Freiheit nicht kennt, vertrocknet die Zukunft.“ – Aus Geo Nr. 2, Februar
1987
"Wer aus dem
Holocaust den Schluß zieht, man müsse zu neuen Verbrechen schweigen, wenn sie
von Juden begangen werden, trägt zur Immunität Israels und damit zu seiner
Skrupellosigkeit bei, welche den Konflikt mit all seinen Schrecken nur
verlängern kann. Das ist weder im Wohlverstandenen Interesse der israelischen
noch der nichtisraelischen Juden. Genaueres Hinsehen und weit verbreitete,
wohlbegründete Kritik am israelischen Vorgehen werden die absolute Immunität
Israels beenden, und das kann nach Lage der Dinge nur gut sein." - Alexander
Flores, Schlußsatz seines Buches "Der Palästinakonflikt"
"Heute ist es so,
dass die Deutschen Angst haben, Antisemiten genannt zu werden, und deswegen
fühlen sie sich verpflichtet als Deutsche zu den Verbrechen Israels zu
schweigen. Ich muß sagen, dass die Deutschen hätten lernen müssen, dass man bei
jedem Verbrechen gegen die Menschheit sich klar ausdrücken muß. Das ist eine
menschliche Pflicht, und Juden sind Menschen. ... Ich stehe zur jüdischen
Vergangenheit meiner Familie, aber ich stehe auch dazu, wenn das jüdische Volk
Verbrechen heute auf dem Gewissen hat, das muss gesagt werden. Das sage ich aus
Solidarität mit der kleine Minderheit in Israel, die den Mut hat, das andere
Israel zu vertreten, das gute Israel."
"Kritik an Israel
hat mit Antisemitismus, mit Antijudaismus überhaupt nichts zu tun. Im Gegenteil!
... Die Piloten der israelischen Luftwaffe, die heute im Gefängnis sitzen, weil
sie sich weigern, auf Gaza zu schießen, weil sie sich weigern, im besetzten
Gebiet Besetzer zu sein, das sind die echten Patrioten, genau wie die
Geschwister Scholl die echten Patrioten in Nazi-Deutschland waren." ... "Wenn
es kein besetztes Gebiet gäbe, dann gäbe es auch keine Selbstmörder. Dann
wäre die abscheuliche Politik des Iran gegenstandslos. Dann würde die Welt und
sogar die restliche arabische Welt nicht so reden. Aber der Antisemitismus
heute wird gezeugt durch die Politik Israels." - Der anglikanische
Friedensaktivist Paul Oesterreicher in einem Interview, veröffentlicht von
"Zeit-Fragen" am 24. Oktober 2006
"Jeder Mensch hat
das Recht, sich in seinem Land frei zu bewegen. Alle dürfen wohnen, wo sie
wollen. Sie können ihre Länder verlassen, in andere Länder gehen und auch
zurückkommen." - Artikel 13 der UN-Menschenrechtskonvention (Aber die
Palästinenser müssen im Gasastreifen in einem großen Gefängnis leben und im seit
42 Jahren besetzten Westjordanland dürfen sie ohne Genehmigung keinen der vielen
Kontrollposten passieren. Sie können sich also nicht einmal innerhalb des
Westjordanlandes frei bewegen.)
"Jeder Mensch hat
das Recht auf Eigentum. Was einem Menschen gehört, darf ihm kein anderer
wegnehmen." - Artikel 17 der UN-Menschenrechtskonvention vom 10. Dez.
1948 (Schon im Jahre 1948 wurden in Palästina rd. 750 000 Palästinenser brutal
vertrieben und ihr Besitz bestehend aus ihrem Hausrat, ihren Gebäuden, ihren
Ländereien mit ihren Fruchtbäumen, ihren Werkstätten mit ihren Maschinen und
Geräten und ihren Vermögen auf ihren Bankkonten beschlagnahmt, also
entschädigungslos enteignet. Mit diesen Vermögenswerten wurde der jüdische Staat
aufgebaut. Zugleich verlangen die Überlebenden der europäischen Judenvernichtung
und deren Nachkommen die Entschädigung oder Rückgabe allen jüdischen Eigentums.
Auch die meisten
anderen Menschenrechte werden den Palästinensern verweigert, wie zum Beispiel:
Artikel 5:
Verbot der Folter: Niemand darf einen anderen Menschen quälen, erniedrigen oder
grausam bestrafen.
Artikel 7:
Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz: Vor den Gesetzen sind alle Menschen gleich.
Alle haben Anspruch auf denselben Schutz.
Artikel 9:
Schutz vor Verhaftung und Ausweisung. Kein Mensch darf ohne Grund ins Gefängnis
gebracht, dort festgehalten oder aus dem Land geschickt werden.
Artikel 10:
Anspruch auf faires Gerichtsverfahren: Jeder Mensch, der vor Gericht kommt, hat
Anspruch auf ein öffentliches Verfahren. Die Richter müssen unparteiisch und
unabhängig sein.
Zum Abschluß heißt
es in Artikel 30: Regel zur Auslegung: "Kein Mensch auf der ganzen Welt,
kein Land und keine Gesellschaft darf die Rechte und Freiheiten zerstören, die
in dieser Erklärung stehen." - Aber wie sehen die Realitäten aus? Weshalb müssen
die Palästinenser in einer praktisch menschenrechtsfreien Zone leben? Warum
setzt sich unsere Bundesregierung und die Mehrheit unserer Gesellschaft nicht
für die Durchsetzung dieser Menschenrechte im Nahen Osten ein, sondern
unterstützt aktiv oder passiv die brutale Unterdrückung und Entrechtung eines
Volkes?
Zusammenstellung der
Zitate: S. Ullmann
|