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17.September 1948 - VOR 60 JAHREN: DIE ERMORDUNG VON GRAF BERNADOTTE


Die Ermordung von Graf Bernadotte muss genauso öffentlich bekannt  werden wie die von Martin Luther King. Die Folgen dieser schicksalsschweren Ermordung sind Tausende von  Toten - ein Staat, der sich "demokratisch" nennt und Millionen von Einwohnern des Landes  von demokratischen  Grundrechten ausschliesst, ein Staat, der gleichzeitig wirtschaftlich prosperiert und sich bis heute der Verantwortung  gegenüber der eigenen Geschichte entzieht - .Das zu verändern  fordern Menschenrechtsgruppen weltweit - auch hier vor Ort.
Elisabeth Lutz.


Gedenken an die Ermordung des UN-Vermittlers Graf Folke Bernadotte am  17.September 1948


Folke Bernadotte Graf von Wisborg stammte aus dem schwedischen  Adelsgeschlecht Bernadotte.(...) Am 20. Mai 1948 wurde er zum ersten Vermittler in der Geschichte der Vereinten  Nationen (UNO) gewählt und in Palästina eingesetzt.
Während seiner Tätigkeit im ersten Palästinakrieg von 1948 legte er unter  anderem den Grundstein für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA). 
Er setzte sich in den Verhandlungen mit den Israelis für eine Anerkennung des Rückkehrrechtes der  palästinensischen Flüchtlinge ein, konkret bat er am 17. Juni 1948 die Israelis, die Rückkehr von 300.000 Flüchtlingen zu ermöglichen.
Am 17. September 1948 wurde er zusammen mit UN-Beobachter Colonel  André Serot von militanten Führern der jüdischen Terroristen-Gruppe Lechi, die manchmal auch als „Stern-Gruppe“  bezeichnet wird, erschossen. Grund für die Ermordung war sein öffentliches Bekenntnis, die palästinensischen Flüchtlinge  hätten einen Anspruch, in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen. Seine Vorschläge zur Lösung des Flüchtlingsproblems waren  die Basis für die am 11. Dezember 1948 von der UNO-Vollversammlung beschlossene Resolution 194, in der das Recht auf  Rückkehr für die Flüchtlinge beider Seiten festgestellt wurde.

Die Drahtzieher des Anschlags erhielten wenige Monate später trotz  dringenden Tatverdachts Generalamnestie von der israelischen Regierung
(Quelle: Wikipedia)

Zitat
„[...] Als Henri Dunant im Jahre 1863 mit der Tätigkeit des Roten  Kreuzes begann, gab er der Bewegung folgende Losung: Inter arma caritas - Inmitten von Waffen (d. h. im Kriege) Barmherzigkeit. Die seitherigen Geschehnisse und nicht zuletzt die Erfahrungen, die wir nach dem zweiten Weltkrieg  machten, wecken den Gedanken, diese Losung weiter zu fassen und zu sagen: Post arma caritas - Nach den Waffen  Barmherzigkeit, und einmal wird die Menschheit auch dahin kommen, daß man sagen darf: Pro armis caritas - An Stelle von  Waffen Barmherzigkeit. [...]“

     (Folke Bernadotte: An Stelle von Waffen. Verlagsanstalt Hermann 
Klemm, Freiburg i.Br. um 1950, S. 179)


 

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