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Palästina
im Überblick
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Staatswappen

Nationalflagge

Hymne -
Hymne hören
Bevölkerung
- Die Ermittlung zuverlässiger Bevölkerungszahlen
der Palästinenser gestaltet sich schwierig,
da sich deren höchste Bevölkerungsdichte
zwar in den
palästinensischen Autonomiegebieten
findet, die Mehrheit der Palästinenser
aber als
Emigranten anderswo lebt. Folgende
Schätzungen stammen von der
Palestinian Academic
Society for the Study of International
Affairs (PASSIA) aus dem
Jahre
2001
Quelle
Vielfalt der Völker
Islamischer Einfluss
Osmanische Reich
Britisches Mandat
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Palästina bezeichnete
über Jahrhunderte den Landstrich südlich der
Levante. Er liegt zwischen dem 29,30 und 33,15
nördlichen Längengrad und dem 24,10 und 35,40
östlichen Breitengrad. Natürliche Grenzen des
Landes bilden das Mittelmeer im Westen, der
Jordan und der Jordangraben im Osten und das
Rote Meer im Süden. In der Wüstenregion im Südwesten
und im nördlichen Bergland gibt es keine klar
definierten natürlichen Grenzen. Das historische
Palästina erstreckt sich über eine Länge von
430 km, die Breite variiert zwischen 51 und
70 km im Norden, 72 und 95 km in der Mitte,
und 117 km im Süden, bis es mit einem Küstenstreifen
von 10,5 km das Rote Meer erreicht. Die Gesamtfläche
beträgt ungefähr 27 000 km2, 704 km2 davon sind
Wasserfläche (See Genezareth, Hula-See, Westhälfte
des Toten Meeres.
Quelle
Israel und Palästina - Wem gehört das Heilige
Land?
- Die Geschichte des Nahostkonflikts.
Die Region
Palästina liegt an der südöstlichen
Küste des
Mittelmeeres und bezeichnet Teile der Gebiete
des heutigen
Israel,
Golan,
Gazastreifen,
Westjordanland und
Jordanien. Diese Region hat eine bewegte
Geschichte, was sich in seinen vielen Namen
spiegelt. Palästina wird auch
Kanaan,
Eretz Israel und
Terra Sancta/Heiliges
Land, selten auch Cisjordanien
genannt (arabisch
فلسطين
Filastīn
[filas'tˁiːn]
o. Falastīn
[falas'tˁiːn],
hebräisch: ארץ ישראל
Eretz Jisra'el/Land
Israel, in altägyptischen Texten
Retenu oder
Retinu). Für das
Judentum, den
Islam und das
Christentum besitzt die Region eine besondere
geschichtliche und religiöse Bedeutung.
mehr >>>
Tourismus
Fotos zu Palästina
Videdokumentation zu Palästina
|
Generaldelegation
Palästinas in Deutschland
Palästinensische Botschaft in Österreich
Regierung Palästina - Entstehung der Palästinensischen
Nationalautorität
frühere Präsidenten von Palästina:
5.7.1994 - 11.11.2004
Yasir Arafat 29.10.2004 - 11.11.2004 Ahmed Qureia 11.11.2004 - 15.1.2005 Rauhi Fattouh 15.1.2005 - Mahmoud Abbas
frühere Premierminister von Palästina:
30.4.2003 - 7.10.2003
Mahmoud Abbas 7.10.2003 - 15.12.2005 Ahmed Qureia 15.12.2005 - 24.12.2005 Nabil Shaath 24.12.2005 - 29.3.2006 Ahmed Qureia 29.3.2006 - 14.6.2007 Ismail Haniya 17.6.2007 - Salam Fayyad
Parlament von Palästina:
Palästinensischer
Legislativrat ("Palestinian Legislative Council",
PLC); 132 Sitze letzte Wahl am 25.01.2006 Vorsitzender: Abdel Aziz Duwaik der PLC hat seit der Machtübernahme der Hamas
im Gazastreifen im Juni 2007 nicht mehr getagt
Ministerium für Tourismus and Antiquitäten
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Geschichte
Geographie
Politik
Gesundheit
Bildung
Wirtschaft
Verkehr
Kommunikation
Tourismus
auch Tourismus
Ministerium für Tourismus and
Antiquitäten
Kunst
Folklore
Film
Musik
Literatur
Kommunikation
Palästina in Fakten
und Zahlen
Dokumente - Resolutionen
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Statistik
Statistik zur Besatzung
PASSIA facts and figures
If americans knew
Statistik für versch Bereiche
Statistics for the intifada
Palestinian Central Bureau of Statistics
Palestinian National Information
Center
Dokumente - Resolutionen - UNO
Dokumente
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Briefmarken

Kleidung
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Geographie
Topografische Zonen
Topographie und Klima
Das
Westjordanland (arabisch
الضفة
الغربية,
DMG
aḍ-ḍaffa al-ġarbiyya,
hebräisch:
הגדה המערבית
haGada haMa'arawit), auch
Westjordanien,
Judäa und Samarien (hebr.
יהודה
ושומרון
Jehuda we'Schomron)
oder englisch West Bank, selten
auch Cisjordanien, ist ein Gebiet
im
Nahen Osten. Es hat eine Fläche
von 5.655 km²[1]
und ist Teil der
Palästinensischen Autonomiegebiete.
Nach
dem Untergang des
Osmanischen Reiches gehörte es zum
britischen
Völkerbundsmandat für Palästina
und wurde von der UN-Vollversammlung
im
Teilungsplan von 1947, der von arabischer
Seite abgelehnt wurde, dem zu gründenden
arabischen Staat zugesprochen. Im
Arabisch-Israelischen Krieg von 1948
wurde es von
Jordanien besetzt und 1949 völkerrechtswidrig
annektiert. Nur Großbritannien und
Pakistan haben die jordanische Hoheit
über das Westjordanland jemals anerkannt.
Seit
dem israelischen Sieg über Jordanien
im
Sechstagekrieg 1967 wird es von
Israel besetzt. 1988 hat Jordanien
seinen Anspruch auf das Gebiet aufgegeben.
Seit 1993 werden Teile des Gebiets von
der
Palästinensischen Autonomiebehörde
(PNA) verwaltet

Diese Karte oben und andere zeigen den Landverlust
der Palästinenser in den letzten Jahrzehnten
Quelle
Sonderseite Karten zur Mauer
und zur Grenzziehung
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Geschichte
und Grundlagen
Geschichte
Islamischer Einfluss
Osmanische Reich
Britisches Mandat
Vom Zionismus bis zur paläst. Autonomie - Eine
Kurzfassung
Zionismus
1837-1917
1917-1948
Der Plan "Dalet"
Die Flüchtlingsfrage
Völkerrechtliche Aspekte
Die Besatzung seit 1967
Illegale Siedlungen
Die Hamas
Zeit nach 1948
Besatzung nach 1967
Völkerbundsmandat für Palästina
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Flüchtlinge
Fremde seit 50 Jahren - Seit mehr als
50 Jahren leben palästinensische Flüchtlinge
außerhalb ihrer Heimat. Von den rund 750.000
Palästinensern die 1948 während des ersten Arabisch-Israelischen
Krieges aus ihrer Heimat flohen oder vertrieben
wurden...
Nakba - Vertreibung
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Fatah
([ˈfataħ],
eigentlich jedoch korrekt [fatħ]
–
arabisch فتح,
DMG
fatḥ ‚Eroberung,
Sieg') ist eine
politische Partei in den
Palästinensischen Autonomiegebieten.

Der Name ist ein
Akronym und
Ananym von حركة التحرير
الوطني الفلسطيني
Ḥarakat at-Taḥrīr
al-waṭanī al-Filasṭīnī, ‚Bewegung zur
nationalen Befreiung Palästinas'. Diese
Anfangsbuchstaben zusammengesetzt und rückwärts
gelesen ergeben das Wort für "Öffnung,
Eröffnung, Befreien; (Hindernisse wegschaffen)",
vgl.
futuh.
Die Organisation verfolgte laut
ihrer Verfassung von 1964 als Ziele die
"komplette Befreiung Palästinas", die "Gründung
eines unabhängigen demokratischen Staates mit
vollständiger Souveränität über die
palästinensischen Gebiete und Jerusalem als
Hauptstadt" sowie die "Ausrottung der
ökonomischen, politischen, militärischen und
kulturellen Existenz des Zionismus". In der
gleichen Verfassung betrachtete sie die
"israelische Existenz in Palästina" als
"zionistische Invasion mit kolonialer
Expansionsbasis"
[1]. Die Fatah
bediente sich in der Vergangenheit auch
terroristischer Mittel, um diese Ziele zu
erreichen.
Im Rahmen des
Oslo-Friedensprozesses erkannte die Fatah
1993 unter ihrem Vorsitzenden
Jassir Arafat das Existenzrecht Israels an,
bekannte sich zum Friedensprozess und schwor dem
Terrorismus als politischem Mittel ab.
Die Fatah ist heute die stärkste
Fraktion innerhalb der
Palästinensische Befreiungsorganisation
(PLO). Im politischen Spektrum nimmt sie den
Platz einer eher konservativen Partei ein, die
sich sowohl vom
Islamismus der
Hamas als auch vom
Sozialismus der
Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP)
abgrenzt. Dennoch ist die Fatah beratendes
Mitglied in der sozialdemokratischen
Sozialistischen Internationalen.
Anfang Mai 2011 unterschrieb die
Fatah gemeinsam mit der Hamas ein
Versöhnungsabkommen, demzufolge beide planen,
eine gemeinsame Übergangsregierung zu bilden.
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Hamas - Bei der Wahl am 25. Januar errang sie
die absolute Mehrheit der Mandate im
palästinensischen Legislativrat. Es kam zu
einem offenen Machtkampf zwischen der ehemals
regierenden
Fatah und der Hamas, was zu einer Spaltung
der
Palästinensischen Autonomiegebiete führte:
Nach gewaltsamen Auseinandersetzungen fiel der
Gazastreifen an die Hamas (Juni 2007), die
Westbank an die Fatah. Anfang Mai 2011
unterschrieben die beiden Gruppen ein
Versöhnungsabkommen und planen, eine gemeinsame
Übergangsregierung zu bilden.
Die Hamas
Volksbewegung: Die Hamas

"Diese Partei wird noch sehr
lange bei uns bleiben" - Helga Baumgarten:
"Hamas - Der politische Islam in Palästina"
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Die Palästinensische
Befreiungsorganisation
- (arabisch
منظمة التحرير
الفلسطينية
Munaẓẓamat
at-Taḥrīr al-Filasṭīniya), kurz
PLO
(von engl. Palestine
Liberation Organization) ist eine
Dachorganisation verschiedener
nationalistischer Fraktionen der
Palästinenser. Die weitaus stärkste
Fraktion ist die säkulare
Fatah. Weitere Mitglieder sind die
Demokratische Volksfront zur Befreiung
Palästinas (Democratic Front for the
Liberation of Palestine – DFLP), die
Palästinensische Befreiungsfront
(PLF), die
Arabische Befreiungsfront (ALF), die
Popular Struggle Front (PSF) sowie
eine Reihe kleinerer Gruppen.


Die PLO wurde am 28. Mai
1964 auf der konstituierenden Tagung des
Palästinensischen Nationalrats (PNC)
auf Initiative des damaligen
ägyptischen Präsidenten
Gamal Abdel Nasser in Jerusalem
gegründet, um eine Vertretung des
arabischen Volkes in Palästina im Rahmen
einer
panarabischen Bewegung zu schaffen.
Ab 1969 bis zu seinem Tod am 11.
November 2004 war
Jassir Arafat PLO-Vorsitzender.
Arafat trug maßgeblich zur Herausbildung
eines palästinensischen
Nationalbewusstseins und des Wunsches
nach einem unabhängigen Staat Palästina
bei. Unter Arafats Führung
radikalisierte sich die PLO und war
jahrzehntelang in Bürgerkriege
arabischer Staaten verstrickt sowie für
zahlreiche Terroranschläge auf
israelische, jordanische und
libanesische Ziele verantwortlich. Neuer
Vorsitzender ist seit Arafats Tod der
Präsident der Palästinensischen
Autonomiebehörde
Mahmud Abbas.
Die
Volksfront zur Befreiung Palästinas
(PFLP) ist die zweitgrößte Fraktion
der PLO und verließ 1974 das
Exekutivkomitee (nicht jedoch die PLO
selbst) mit der Begründung, diese
verrate das Ziel der Zerstörung Israels
zugunsten einer Zweistaatenlösung. 1981
ist die PFLP wieder eingetreten. Die
Volksfront zur Befreiung Palästinas -
Generalkommando (PFLP-GC), eine
Abspaltung der PFLP, verließ die PLO
1974 aus denselben Gründen und ist bis
heute nicht zurückgekehrt. Die
islamistische
Hamas war nie Mitglied der PLO,
sondern wurde in Opposition zu ihr
gegründet.
PLO-Komitees
Dokumente
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Geologie
Palästina ist in Nord-Süd-Richtung
vom Jordangraben, einem Teil des
Großen Afrikanischen Grabenbruchs
durchzogen, an dem die Afrikanische
Platte und die Arabische Platte
auseinanderdriften. In der Erdgeschichte
wurde das Land der Region Palästina
mehrmals vom Meer überflutet (Transgression)
und wieder freigegeben (Regression).
Der Boden wurde abwechselnd vom Meer und
vom Land beeinflusst. Dies und die
Abtrennung des Meeres über dem heutigen
Jordangraben durch tektonische Anhebung
der Region hinterließ verbreitete
Salzeinlagerungen. Im Bereich des
Jordangrabens entstanden mehrere Seen,
zuletzt existierte nur noch der
Lisan-See, dessen Reste der See
Genesaret und das Tote Meer darstellen.
Zwischen dem Jordangraben und der Ebene
am Mittelmeer entstanden von Süden
betrachtet das judäische und das
samaritische Gebirge, die Ebene Jesreel
und das galiläische Gebirge. Neben der
Gesteinsbildung und Formung durch
verschiedene Arten der Sedimentation und
tektonische Beanspruchung wurden auch
Schichten vulkanisch gebildet.
Quelle
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Hydrologie
- Niederschlagswasser an der westlichen Seite
dieser Gebirge fließen in westlicher Richtung
zum Mittelmeer. Aus den nördlichen Gebirgen
Hermon, Galilee und Golan stammen der Jordan und
seine Zuflüsse nördlich des
See Genezareth. Dort ist sein Wasser noch
salzarm. Er durchfließt den See Genesareth. Sein
wichtigster Nebenfluss, der
Jarmuk nimmt jedoch größere Anteile des
Wassers aus dem Golan auf und mündet mehrere
Kilometer südlich des Sees Genesareth in den
Jordan. Große Wassermengen werden aus dem See
Genesareth entnommen um über den
National Water Carrier vor allem die
Bewässerung der Felder in der Küstenebene zu
ermöglichen. Dem Jarmuk wird etwa 10 km oberhalb
der Mündung viel Wasser entnommen um über den
Ost-Ghor-Kanal das Ostjordanland zu
versorgen.
Infolge der tektonischen
Beanspruchung der Region sind die
Gesteinsschichten nicht durchgängig und
gegeneinander abgedichtet, sondern durch
zahlreiche Störungen stellenweise in vertikaler
Richtung durchlässig, insbesondere die
Störungszone des Grabenbruchs selbst. Dies
ermöglicht ein Austreten von salzhaltigem Wasser
aus den durchlässigen Gesteinsschichten. Es gibt
vermutlich mehrere Generationen dieser Solen.
Die genauen Abläufe der Entstehung und des
Transportes der Solen jetzt und in der
Erdgeschichte sind nicht vollständig geklärt.
Die geologischen Gegebenheiten und die Wege und
Zusammensetzungen der Wässer sind an
verschiedenen Orten und zu verschiedenen
Jahreszeiten sehr unterschiedlich und komplex
und auch von menschlichen Aktivitäten
beeinflusst. Hoher Druck presst die Solen, durch
undichte Stellen in den sonst
wasserundurchlässigen Schichten, nach oben,
soweit sie nicht durch einen ausreichenden
Gegendruck des darüberliegenden, leichteren,
salzärmeren Grundwassers aufgehalten werden
können. An der Störungzone des Grabenbruches
jedoch trifft kaltes Grundwasser aus
Niederschlägen in tieferen Grundwasserleitern
auf heiße Solen, steigt vermischt mit dem
Salzwasser durch Konvektion auf und tritt oben
aus.
Die Wege des Wassers sind
unterschiedlich lang, das salzhaltige Wasser
tritt zum Teil Jahre später und weit entfernt
wieder zu Tage. Salzhaltiges Wasser fließt oft
unterhalb der Wasseroberfläche in einen der
beiden Seen oder den Jordan. So gibt es mehrere
salzhaltige Quellen am Ufer des See Genesareth
und unter seiner Wasseroberfläche. Durch den Bau
des "Salt Water Carrier", der das Wasser der
bekannten salzigen Quellen am See Genesareth
sammelte und direkt in den unteren Jordan
einleitete wurde der Salzgehalt des Sees
herabgesetzt, der Salzgehalt im Jordan unterhalb
des Seeauslasses jedoch dramatisch erhöht.
Zwischenzeitlich wurde diese Einleitung in den
unteren Jordan wieder stark herabgesetzt. Der
erhöhte Salzgehalt im See Genesareth im
Vergleich zu seinen bekannten Zuflüssen wird
jetzt vor allen durch unbekannte
Salzwasserzuflüsse unterhalb der
Wasseroberfläche verursacht. Weiterer Zufluss
salzhaltigen Wassers in Form von Grundwasser,
über Wasserläufe und Zuflüsse auch in den
unteren Jordan, und die starke Verdunstung
lassen den Salzgehalt des Jordan in seinem Lauf
nach Süden immer weiter ansteigen. An der
Allenby-Bridge in der Nähe von Jericho, etwa
dreizehn Kilometer vor der Mündung in das Tote
Meer wurden 1995 Salzgehalte für den Sommer von
2 bis 4 g/l genannt. 2004 wurden bis zu
stellenweise 11,1 g/l im Frühjahr und Sommer
genannt. Der Jordan mündet in das Tote Meer, das
keinen Abfluss besitzt, sondern durch
Verdunstung Wasser abgibt und seit seiner
Entstehung das Salz ansammelt. Der Salzgehalt im
Toten Meer liegt deshalb bei etwa 250 g/l.
Quelle |
Der Name
Palästina
geht auf das
Volk der
Philister zurück. Als
Herkunftsregion der Philister wird meist
die Insel
Kreta genannt; ein endgültiger
Beweis konnte aber bis heute nicht
erbracht werden. Ein Teil der Philister
war vermutlich aus der Region Kreta
zuerst nach Osten an die Küste des
Mittelmeeres gelangt, und zwar mit den
Seevölkern, die im 12. Jh. v. Chr.
Ägypten angriffen. Vorher hatten sie
mit ihren Schiffen verschiedene Länder
an der
asiatischen Küste attackiert.
Ramses III. konnte den Angriff auf
Ägypten abwehren. Daher ließen sich die
Philister in der Küstenebene bei
Gaza nieder. Ein anderer Teil der
Philister kam über Land in das spätere
Philisterland. Nach ihnen benannten
assyrische Texte des 8. Jahrhunderts v.
Chr. die Region etwa des heutigen
Gazastreifens bis
Ashkalon "Palastu". Der griechische
Historiker
Herodot (5. Jh. v. Chr.) verwendete
die Bezeichnung "Syria palaistine" für
den gesamten Küstenstreifen zwischen
Phönikien (der
Levante d. h. vor allem
Libanon), dessen Südgrenze er
vermutlich am
Karmelgebirge zog und der Gegend von
Gaza, in der die Stadt Kadytis lag (s.
Herodot III, 5). Das griechische
Wort "Palaistine" wurde im Lateinischen
zu "Palaestina".
Als König
Alexander der Große 332 v. Chr. das
Gebiet des heutigen Gazastreifens
eroberte, hörte die Geschichte der
Philister auf. Von da an gab es kein
philistäisches Reich mehr.
Kaiser
Augustus übertrug das ehemalige
Philisterland an
König Herodes, der wiederum gab es
seiner legendären Schwester
Salome, die daraus eine kleine
jüdische Küstenprovinz machte.
Nach der Niederschlagung
des 3. jüdischen Aufstands (Bar-Kochba-Aufstand,
132–135) benannte der römische
Kaiser Hadrian das Land nach dem
nicht mehr gebräuchlichen Namen
Philistäa für die gesamte Provinz
Judäa um, zerstörte deren Hauptstadt
Jerusalem und baute auf den Ruinen
der Stadt das "Aelia Capitolina" auf.
Sein Wunsch und Befehl war es, dass
Jerusalem und Judäa für immer vergessen
sein sollten. Darum wollte er auch nicht
länger den alten Namen des Landes Judäa
beibehalten, um jede Erinnerung daran
auszulöschen. Juden wurde das Betreten
der Stadt und ihrer Umgebung verboten.
Sie wurden aus ihrer Heimat
vertrieben (siehe
Diaspora) und entlang der Straßen
nach Jerusalem zu zehntausenden
gekreuzigt, so dass angeblich daher
die Wälder um Jerusalem verschwanden.
In der
Spätantike wurden auch einige
Gebiete östlich des
Jordan geographisch zur Provinz
Palaestina gerechnet, die im 4.
Jahrhundert in drei Teile aufgegliedert
wurde. Militärisch blieb Palaestina
jedoch eine Einheit.
Als die Araber im Jahre
636 von der arabischen Halbinsel in
diese Region kamen, teilten sie das Land
in "Djunds" auf, die Militärdistrikte
darstellten. Das Gebiet, das den
wichtigsten Teil der römischen Provinz
Judäa (Palästina Prima) bildete, erhielt
den arabischen Namen "Djund Urdun"
(Jordanien) und "Djund Dimashq"
(Damaskus). Unter den Arabern wurde das
Land abwechselnd von
Damaskus,
Bagdad und
Kairo aus regiert.
Die
Kreuzfahrer errichteten die
Kreuzfahrerstaaten, darunter das
Königreich Jerusalem, und nannten
diese Region
Heiliges Land. Seit 1517 war es Teil
des
Osmanischen Reiches.
Karte links - Palästina
(Cisjordanien &
Transjordanien) um 1922
Der Name Palästina
wurde im 20. Jahrhundert für das
britische
Völkerbundsmandat für Palästina
verwendet, das seinerseits in das
kleinere
Cisjordanien
(neulateinisch für diesseits des
Jordanflusses) vom Jordanfluss
westwärts bis zum Mittelmeer und das
größere
Transjordanien (jenseits des
Jordanflusses) im Osten aufgeteilt
war, das bis 1950 die offizielle
Staatsbezeichnung
Jordaniens war.
Vor allem im englischen
Sprachraum ist mit
Cisjordanien das ganze Gebiet
westlich des Jordanflusses gemeint, und
die Verwendung der Bezeichnung
Cisjordanien für das Westjordanland
allein ist eher selten. Dies hat Gründe
im älteren historischen Sprachgebrauch
und in der Geschichte des britischen
Völkerbundmandats für Palästina. Im
deutschen Sprachraum wird
Cisjordanien selten als
Bezeichnung für Westjordanland allein
genommen.
Quelle
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Libanon.
Interview mit der Vorsitzenden der Generalunion
der Palästinensischen Frauen in Libanon, Amneh
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