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Materialien zum Nahostkonflikt
Helga Merkelbach - Stand April 2009

 

Vorwort für die Erwachsenen, die mit jungen Menschen über den Nahostkonflikt sprechen möchten
(Lehrerinnen und Lehrer, Pastorinnen und Pastoren, Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer...)

 

Die Erwachsenen

Kein Thema dieser Welt ist über so viele Jahre fast täglich in den Medien wie der Nahostkonflikt. Insbesondere die übermittelten Bilder hinterlassen einen tiefen Eindruck. Deutsche sind angesichts des Völkermordes an den Juden im Nationalsozialismus mit einem besonderen Verantwortungsbewusstsein für Existenz und Wohlergehen von Juden und Israel aufgewachsen.

Daher wohnt uns Erwachsenen, v.a. in Deutschland, gegenüber dem Nahostkonflikt  schon eine subjektive, wertende, oft stark emotionalisierte Haltung inne, bevor wir uns überhaupt näher mit dem Thema befassen.

Durch eine rationale Auseinandersetzung kann die Haltung sich vielleicht verändern.

Unsere grundlegenden (westlichen, deutschen, historisch gewachsenen) Wertehaltungen werden dennoch weiter unsere Einschätzung prägen.

 

Die jungen Menschen

 Dieser starken Medienpräsenz des Themas sind auch die jungen Menschen von Kind an ausgesetzt. Die heutige junge Generation gehört zur dritten Generation nach dem Holocaust und hat mit wachsendem Anteil Einwanderungshintergrund. Das bedeutet, dass sie weniger als die sie unterrichtenden Erwachsenen eine "deutsche Staatsräson" gegenüber Israel empfinden. Menschen mit Migrationshintergrund vergleichen Schicksale aus Nahost mit ihren eigenen Erfahrungen als Nicht-Deutsche und legen ihrer Beurteilung daher andere wertende Maßstäbe zu Grunde.

 

So stoßen beim Thema Nahostkonflikt die vorgeprägten Einstellungen von einem Erwachsenen auf eine Vielfalt von subjektiven Vorprägungen auf Seiten der jungen Menschen.

 

 

Schlussfolgerung: Rolle der Erwachsenen

 Daher ist es bei diesem kontroversen Thema wichtig, dass Erwachsene, die mit jungen Menschen über den Nahostkonflikt sprechen,

- sich ihrer Subjektivität, ihrer wertende Haltung bewusst werden

- und sie den jungen Menschen gegenüber transparent machen dass sie die jungen Menschen unterstützen

- sich ihrer zugrunde liegenden Werte bewusst zu werden

- und mit Empathie die Gegenseite verstehen und akzeptieren zu lernen.

 

Erwachsene können versuchen

- objektiv zu sein: alle möglichen Sichtweisen einbringen und ohne Wertung erklären

- unparteiisch zu sein: sicher stellen, dass alle möglichen Positionen repräsentiert   sind und zu keinem Zeitpunkt die eigene
   Position benennen

 - ketzerisch sein: bewusst provozieren und kontinuierlich die Gegenseite einbringen

- engagiert sein: ihre eigene Position einbringen

 

M.E. lässt sich bei diesem kontroversen Thema die eigene Haltung nicht unterdrücken, daher möchte ich engagiert dazu stehen, aber nicht ohne sie den jungen Menschen gegenüber transparent zu machen.

 

 

 

Hinweise zur Vorgehensweise / Didaktik:

 

http://www.dialog-sowi.de/Nahostkonflikt.pdf

Christel Schrieverhoff, Objektivität im Nahostkonflikt? Lernwege zu einer angemessenen Behandlung im Unterricht, 29.4.2008

16-seitige, dennoch knapp und präzise Vorschläge, die dem aktuellen zeitgeschichtlichen Rahmen genügen

 

http://www.oxfam.org.uk/education/teachersupport/cpd/controversial/files/teaching_controversial_issues.pdf

Oxfam, Teaching Controversial Issues, 2006

grundlegende, Praxis-orientierte Hinweise und Aktivitäten, wie altersgerecht kontroverse Themen angegangen werden können

 

http://www.threefaithsforum.org.uk/Conflict.htm

Das Londoner Three-Faiths-Forum ist seit 1997 bemüht um Verständigung zwischen den 3 monotheistischen Religionen.

In "Teaching about the current conflict in Gaza and Israel" werden die Grundsätze von Oxfam direkt auf den Gazakrieg 2008/9 übertragen.

 

 

 

Materialzusammenstellung hier

 Die folgende Zusammenstellung von Materialien drückt mein persönliches Engagement aus.

 - Israel und seine Position ist im Materialangebot überrepräsentiert und mit vielen Dokumenten logisch einsichtig, während die Seite der Palästinenser weniger häufig zu finden ist, oft stärker emotionalisiert betrachtet wird und nicht selten als befremdlich bis negativ bewertet wird.

- Deutsche Institutionen (wie die Bundeszentrale für politische Bildung oder Bildungsserver der Bundesländer) sind bemüht sich einem Antisemitismus-Vorwurf zu erwehren und stützen somit den Trend eher die israelische Seite darzulegen, während sie häufig die palästinensische Seite mit wertenden Begriffen und Adjektiven versehen.

 Daher lege ich hier den Schwerpunkt auf die Möglichkeit, beiden Seiten besser gerecht zu werden, indem ich alle vorliegenden Materialien kurz einschätze, wenn sie mehr der einen oder anderen Seite zu neigen.

 

  

 

Empfehlenswertes deutschsprachiges Material aus dem Internet

 

Link-Seiten

http://home.arcor.de/juescr/  identisch mit  http://www.pal-links.de.tt/   private Link-Sammlung; s. Links

 

http://www.eduhi.at/index.php?url=themen&top_id=729

Östereichische education highway: immer wieder aktualisierte ausgezeichnete Auswahl von links

 

 

Beiträge mit großer politischer Bandbreite:

 http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/index.html private Sammlung von Dokumenten, Artikeln, Aufrufen u.v.m.
auch http://www.palaestina-portal.eu/

 http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/Welcome.html
Sammlung der AG Friedensforschung, Uni Kassel, von Dokumenten, Artikeln, Aufrufen u.v.m.

 

 

Wissenschaftliche Beiträge, kurz und verständlich ab 9. Schj.

 AKUF, Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung, Uni Hamburg, stellt auf ca. 1 Seite alle Kriege dar

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/018_arab-israel.htm
1. Arabisch-Israelischer Krieg 1948/49

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/042_arab-israel.htm
2. Arabisch-Israelischer Krieg, Suezkrieg 1956

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/095_arab-israel.htm
3. Arabisch-Israelischer Krieg, Sechs-Tage-Krieg 1967

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/103_aegypten-israel.htm
Ägypten-Israel, Abnutzungskrieg 1969/70

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/115_arab-israel.htm
4. Arabisch-Israelischer Krieg, Oktoberkrieg 1973

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/165_israel.htm
Israel – Palästina I 1968 – 93

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/282_libanon.htm
Libanon (Südlibanon) 1980 – 2000

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/263_israel.htm
Israel – Palästina II 2000 andauernd

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/312_libanon.htm
Libanon, Sommerkrieg, 2006

http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege_aktuell.htm
für Gazakrieg 2008/9: Seite beobachten

 

 

Videos

http://gaza-sderot.arte.tv/en/#/time/95

40 Videos von Oktober bis 23.12.2008 Sderot und Gaza, Vergleich beider Leben,

Originalton oder Englisch oder Deutsch in Untertiteln

http://blog.zdf.de/realtimeplayers/

"„Real Time Players", das sind zehn junge Israelis und Deutsche zwischen 16 und 23 Jahren, die einander ihr Land zeigen. In Videotagebüchern, die sie selbst drehen und schneiden, geben sie persönliche Einblicke in ihren Alltag: Kassam-Raketen in Sderot, Nachtleben in Mainz, Schulunterricht in Jerusalem, Aufwachen in einem Kibbuz in der Negev-Wüste. Asaad, Marie, Avital, Felix und die anderen nehmen uns mit auf eine abenteuerliche Reise in ihr Leben. Über die Videotagebücher lernen sie sich kennen, tauschen sich aus und treten in einen Dialog miteinander."
(http://blog.zdf.de/realtimeplayers/2008/03/uber-dieses-blog.html)

 

 

Powerpoint-Präsentationen

 

http://www.algore2008.de/blog/wp-content/uploads/2008/07/studenten_in_gaza_eingeschlossen.pdf
kann OberstufenschülerInnen ansprechen, weil verdeutlicht wird, dass palästinensische StudentInnen Gaza nicht verlassen können um im Ausland zu studieren, überwiegend Zitate / Text

 

In Kombination mit dem englischsprachigen blog zweier Freunde aus Sderot und Gaza geeignet: Der Palästinenser wollte schon vor dem Gazakrieg ins Ausland zum Studium, hat es bislang noch nicht geschafft.
http://gaza-sderot.blogspot.com/ 

http://www.spiegel.de/flash/0,5532,10051,00.html

und

http://www.spiegel.de/static/flash/nahost2003/nahost-v2.html
Flash-Zeittafeln, 1948 bis 2004, knapp und anschaulich – vom Spiegel zusammen gestellt mit entsprechender Tendenz

 

 

Tagebücher im Gazakrieg:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,595174,00.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,608103,00.html

Ein 27jähriger Deutscher studiert in Jerusalem, schreibt Tagebuch ab Herbst 2008, incl. Gazakrieg.

http://www.care.de/aktuelle-meldungen-einzel+M5ed118dfd34.html

Ein 24-jähriger palästinensischer CARE-Mitarbeiter führt während des Gazakrieges Tagebuch (auf Deutsch übersetzt)

 

 

Aktionen, die Jugendliche ansprechen

Send a message: http://www.sendamessage.nl/your-message-on-the-wall/?lang=deu
Zwei junge Palästinenser aus Ramallah sprayen für 30€ (die einem Sozialprojekt zugute kommen) eine Nachricht auf die Mauer.

Internetseite informiert über Aktion, Sozialprojekt und Grenzzaun

Unterrichtsidee: Zum Abschluss einer Unterrichtssequenz: Welche Botschaft möchtest du an Israelis / Palästinenser auf die Mauer schreiben lassen? Warum?


http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,614937,00.html

Artikel im Spiegel über die Aktion
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-40887.html Fotostrecke dazu

 

 

Texte, die Jugendliche ansprechen

http://www.nahost-journal.de/Politik/Hintergrund.htm#_Hungrig_auf_das_Leben
Gemma Pörzgen (Gaza-Stadt), Hungrig auf das Leben, Das Internet ist für Jugendliche im abgesperrten Gaza-Streifen oft die einzige Chance für Kontakte nach draußen

 

 

Gedrucktes empfehlenswertes Material

 

Diana Sprick, In den Schlagzeilen: Israel und Palästina, Arbeitsmaterialien für die Sekundarstufen, Mülheim an der Ruhr 2005, Verlag an der Ruhr ISBN 3-86072-980-2, 12,50€

Arbeitsblätter zu einer großen Vielfalt von historischen und aktuellen Themen,schüler-orientiert zusammen gestellt, mit pfiffigen Methoden aufbereitet

 

Noah Flug, Martin Schäuble, Die Geschichte der Israelis und Palästinenser, Wien 2007, Carl Hanser Verlag, ISBN 978-3-446-20907-7, 17,90€
Sachbuch für Jugendliche, in vereinfachter Sprache geschrieben, mit kommentierten Medientipps zu jedem einzelnen Geschichts-Kapitel, enthält eine Vielfalt von Informationen, die auf Grund der Komplexität des Themas vermutlich nicht allein von jedem Jugendlichen zu bewältigen ist

 

Informationen zur politischen Bildung, Heft 278 (neu Mai 2008), Israel - Das Heft ist im Klassensatz kostenlos von der Bundeszentrale für politische Bildung zu beziehen:
http://www.bpb.de/publikationen/XOA93H,0,Israel.html oder auch dort ganz und teilweise herunter ladbar. Die Informationen sind eindeutig pro-israelisch. Auf Grund der Ausführlichkeit und Fakten-orientierten Darstellung kann es mit Hilfe entsprechender Fragestellung in der Oberstufe als Basis-Material eingesetzt werden.

 

Valérie Zenatti, Leihst du mir deinen Blick, Eine Freundschaft zwischen Jerusalem und Gaza, Hamburg 2008 (original auf Französisch 2005), dtv pocket, ISBN 978-3-423-78223-4, 6,95€ - Tal, ein 17-jähriges jüdisches Mädchen, mailt einem 20-jährigen "Gazaman". Es geht um die (Not-)Lage in Gaza und die Bedrohung durch Selbstmordattentate in Israel.

Sprache und Verhalten der beiden sprechen Teenager an.

Dazu gibt es eine Unterrichtseinheit:
http://www.dtv.de/_pdf/lehrermodell/78223.pdf

 

Laure Mistral, Rahel lebt in Israel, Nasser im Westjordanland, München 2007 (original auf Französisch 2006),
Knesebeck-Verlag, ISBN 978-3-89660-469-9, 11,95€
Kinderbuch mit Sachinformationen einerseits und Darstellungen des Lebens der beiden Kinder, geeignet ab 5. Schuljahr, enthält eine Vielfalt an Informationen, die von Kindern auf Grund der Komplexität nicht allein gelesen werden sollten

 

Elizabeth Laird, Sonia Nimr, Ein kleines Stück Freiheit, Eine Kindheit in Ramallah, Würzburg 2006
(Original auf Englisch 2003) Arena-Verlag ISBN 3-401-02720-4, 7,90€
Kinderbuch, das eher Jungen als Mädchen anspricht, geeignet ab 5. Schuljahr, erzählt die Geschichte eines 12jährigen palästinensischen Jungen unter israelischer Besatzung

 

 

 

Weitere Literaturempfehlungen:

 

http://www.palaestina.org/dokumente/bibliographie/literatur.php
Literatur
(Vorschläge) aus oder über Palästina ab 2000

 http://www.palmyra-verlag.de/, dort: Israel und Palästina, Bibliografie

lange Literaturliste, die Israel (in seiner inneren Vielfalt) und Palästina versucht gerecht zu werden

 

 

Link-Sammlungen

 http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=6079 Deutscher Bildungsserver zu "60 Jahre Israel"

 

http://www.schule-bw.de/unterricht/faecher/gemeinschaftskunde/themen/palaestina
Landesbildungsserver Baden-Württemberg zu "Israel und die Palästinenser"

 

http://www.hamburger-bildungsserver.de/index.phtml?site=themen.konflikte.israel
Hamburger Bildunsserver zu "60 Jahre Israel"

 

http://home.arcor.de/juescr/   identisch mit   http://www.pal-links.de.tt/
persönlich-private Seite mit Kurzbeschreibungen, was für Informationen bei den links zu erwarten sind

 

http://communityrc2.schule.at/index.php?cid=6001&modul=1&folder=82836&
Österreichisches Schulportal, bietet Austausch unter LehrerInnen, hier zum "Gazakrieg 2008/9"

 

http://communityrc2.schule.at/index.php?cid=6001&modul=1&folder=46676&
Österreichisches Schulportal, bietet Austausch unter LehrerInnen, hier zu "Nahost"

 

http://www.zebis.ch/zebis0_thema/054_libanon/zebis0_thema_054.htm
Zentralschweizer Bildungsserver, zum "Krieg im Gazastreifen"

 

http://www.eduhi.at/index.php?url=themen&top_id=729
Östereichische education highway: immer wieder aktualisierte ausgezeichnete Auswahl von links

 

http://www.eurotopics.net/de/magazin/magazin_aktuell/gaza-2009-01/links-gaza-2009-01/
kommentierte Link-Liste zum Gazakrieg 2008/9, v.a. Zusammenhänge mit USA, EU, Deutschland
euro|topics ist das mehrsprachige Online-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung zu europäischen Themen mit täglicher Presseschau aus 28 Ländern.

 

http://www.eza.at/index1.php?menuid=4#palestina
Österreichische Seite zur Entwicklungszusammenarbeit, Zusammenstellung von links für die palästinensischen Gebiete betreffen Länderinformationen und Entwicklungszusammenarbeit, sehr gute Hinweise, wo Zahlen, Daten, Fakten zu recherchieren sind

 

http://www.palmyra-verlag.de/
sehr viele links unter Weblinks, Nahost, leider viele veraltet / nicht mehr erreichbar

 

 

Nahostkonflikt in den Medien

1. Die umfassendste und vielfältigste Seite:

 

Friedensratschlag http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/ Die AGF (Arbeitsgruppe Friedensforschung) in Kassel stellt fortlaufend Beiträge zusammen, die sich mit Krieg / Frieden in allen Regionen der Welt befassen. Ihre Auswahl (diversen Medien, Institutionen und Organisationen entnommen) umfasst offizielle Erklärungen ebenso wie alternative Denkweisen, Aufrufe und Originaldokumente. Deutsche Artikel werden der linken Presse entnommen. 

"Die AGF ist eine interdisziplinär angelegte Arbeitsgruppe. Ihre Mitglieder gehören verschiedenen Fachbereichen der Universität Kassel an und vertreten unterschiedliche Fachrichtungen. ... Sie treten ein für Gewaltfreiheit, Einhaltung der Prinzipien des Völkerrechts, insbesondere der Charta der Vereinten Nationen, der Menschenrechtskonventionen und der Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts, für eine Politik ziviler Konfliktprävention und –bearbeitung sowie für die Ächtung aller Arten von Massenvernichtungswaffen und für weltweite Abrüstung."
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/impressum.html)

 

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Gaza/Welcome.html zu Gaza

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Israel/Welcome.html zu Israel

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Nahost/Welcome.html zu Nahost

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Palaestina/Welcome.html zu Palästina

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Nahost/Chronik-Aktuell/Welcome.html Chronik des Nahostkonflikts

 

 

2. Deutsche Medien

 

Alle Dossiers oder aktuellen Nachrichten lassen sich leicht ergoogeln:

Name des Mediums
+
Nahostkonflikt (ggf. Israel, Palästina, Gaza, Westjordanland oder Libanon)

 

Folgende deutsche Medien können in Betracht gezogen werden:

ZDF

Tagesschau

WDR und SWR (auch wegen Schulfunksendungen)

Deutsche Welle

Zeit

Spiegel

Süddeutsche Zeitung

FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Le Monde Diplomatique (auf Deutsch)

NZZ (Neue Züricher Zeitung)

 

3. Die folgenden links sind zur Zeit interessant, können aber bald nicht mehr korrekt sein, d.h. nicht mehr direkt anklickbar:

http://www.spiegel.de/politik/0,1518,k-729,00.html

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=41954577&top=Land&titel=Pal%E4stina Länderdaten zu Palästina

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=41953869&top=Land&titel=Israel
Länderdaten zu Israel

http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Tpl~Ecommon~SThemenseite.html
FAZ, Dossier Naher Osten, aktuell

http://www.zeit.de/themen/international/nahost/index?wt_mc=bmm_2_3_2&wt_kw=nahost%20konflikt

http://www.zeit.de/themen/international/nahost/index

http://www.sueddeutsche.de/dossiers/dossier/299/100199/

http://www.sueddeutsche.de/ausland/schwerpunkt/696/9687/3/

http://www.tagesschau.de/ausland/nahost230.html

Tagesschau Dossier zum Gazakrieg

 

http://www.tagesschau.de/multimedia/israelchronik2.html

Tagesschau, Multimediaschau (Bilder + Text) zu "60 Jahre Israel", hat zunächst die Seite der Palästinenser mit im Blick, nimmt bei aktuelleren Ereignissen deutlicher Stellung pro Israel

 

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/18/0,3672,5259602,00.html

Heute Dossier zum Nahen Osten, aktuell

 

http://israel.zdf.de/

zu 60 Jahre Israel, sehr anschauliche Artikel und Videos, z.B.

 

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/486946?inPopup=true

interaktive Reise durch Israel

 

http://www.taz.de/1/politik/nahost/

aktuelle Artikel und Auflistung weiterer rückwirkend

 

http://www.dw-world.de/dw/0,,12323,00.html

Deutsche Welle weltweit, Region Nahost: aktuelle Artikel, Überblicke, speziellere Themen

 

http://www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/konflikt_im_nahen_osten_2.17363

aktuelle Artikel und Auflistung weiterer rückwirkend

 

 

4. Folgende Medien bieten interessante, manchmal überraschend andersartige Einblicke ins Thema

qantara

Das arabische Wort "qantara" bedeutet Brücke. Mit dem gemeinsamen Internetportal Qantara.de wollen die Bundeszentrale für politische Bildung, die Deutsche Welle, das Goethe-Institut und das Institut für Auslandsbeziehungen zum Dialog mit der islamischen Welt beitragen. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert.

 

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-736/i.html

Dossier zu israelisch-palästinensischem Dialog mit vielen Beiträgen, wie mit friedlichen Mitteln eine Lösung des Konfliktes angegangen wird

 

zmag.de

"zmag.de ist ein Projekt von Menschen, die die Texte des amerikanischen ZNet / Z Magazine in deutscher Sprache verfügbar machen möchten. Wir halten die im ZNet verbreiteten Informationen für einen dringend notwendigen Kontrast zur Berichterstattung der Mainstreammedien und das ZNet für eine wichtige Informationsquelle. Das Projekt ZNet Texte zu übersetzen wurde im Mai 2001 von Helmut Fiedler gestartet."

 

http://www.zmag.de/themen/Naher-Osten

aktuelle Artikel von kritischen Schreibern in deutscher Übersetzung

 

inamo.de                  http://www.inamo.de/

"Während des Zweiten Golfkriegs 1991 waren durch das Nachrichtenmonopol des amerikanischen Militärs die Massenmedien fast gleichgeschaltet und lieferten ein oft bis zur Karikatur verzerrtes Bild über den Nahen und Mittleren Osten. Diese Erfahrung veranlaßte uns, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und Erlangen, eine Zeitschrift herauszugeben, die abseits aller Klischees über Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur der Region berichten sollte.

Als Trägerverein wurde 1994 das Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten - abgekürzt INAMO - gegründet. Anfang 1995 erschien das erste Heft. INAMO war damit die erste von Regionalfachleuten, aber nicht nur für Fachleute konzipierte Zeitschrift, die ein interessiertes Publikum mit Analysen, Reportagen, Berichten und Interviews kompetent über die Hintergründe dessen informiert, was in der Region geschieht. Mehr als 250 Autorinnen und Autoren schrieben bislang für INAMO, darunter viele international renommierte Wissenschaftler, Publizisten und Journalisten aus Deutschland, Europa, den USA und vor allem aus der Region selbst.

INAMO fühlt sich ausschließlich dem Prinzip der Humanität und dem Gedanken der Menschenrechte verpflichtet und keinen bestimmten politischen oder ideologischen Strömungen: So kamen bei den Schwerpunkten zu Israel (Heft 13/1998) und zu Palästina (Heft 23/24 2000) jeweils palästinensische und israelische Autoren zu Wort. INAMO erscheint, seit nunmehr über elf Jahren, vierteljährlich."

 

 

Materialien, die eindeutig die israelische Seite unterstützen

 

http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/missionhome.asp?MissionID=88
Israelische Botschaft in Deutschland – offizielle Vertretung des Staates Israel

 

http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=38846&MissionID=88
Für Gegenüberstellung von Geschichtsdarstellungen ist der Text über die Geschichte Israels geeignet.

 

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/PalaestinensischeGebiete.html
Informationen des deutschen Auswärtigen Amtes zu den "Palästinensischen Gebieten"

 

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/NaherU
ndMittlererOsten/Uebersicht.html

Deutsche Politik im Nahen und Mittleren Osten, mit vielen original offiziellen Dokumenten der Bundesregierung, z.B. eine Rede des Außenministers bei einer Konferenz

 

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/NaherUndMittlererOsten/IsraelischPalaestinensischerKonflikt.html

Deutsche Politik zum Israelisch-Palästinensischen Konflikt, mit vielen offiziellen Darstellungen und Dokumenten von Konferenzen und der EU

 

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/NaherUndMittlererOsten/IsraelischPalaestinensischerKonflikt.html
Informationen des deutschen Auswärtigen Amtes zum "Israelisch-Palästinensischen Konflikt", auch "Geschichte des Friedensprozesses"

 

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Israel.html
Informationen des deutschen Auswärtigen Amtes zu "Israel"

 

http://www.cap-lmu.de/themen/nahost/index.php
Deutsche "Denkfabrik" – Wissenschaftler, die Politiker bei ihrer Entscheidungsfindung beraten, hier zu Nahost
"Das Centrum für angewandte Politikforschung ist eines der größten universitären Institute der Politikberatung zu europäischen und internationalen Fragen in Deutschland. Als Dach praxisorientierter Drittmittelforschung wurde es 1995 von Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Weidenfeld am Lehrstuhl für Politische Systeme und Europäische Einigung des Geschwister-Scholl-Instituts für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München gegründet.Seine operativen Mittel wirbt das C·A·P über Projekte und Partnerschaften mit Stiftungen, staatlichen Institutionen und Unternehmen ein."
(http://www.cap-lmu.de/cap/index.php)

 

 

http://www.swp-berlin.org/brennpunkte/dossier.php?id=5546&PHPSESSID=bf842260b60937ac1880cc7dd3933b64
Deutsche "Denkfabrik", die Bundesregierung und Bundestag beraten, hier ein aktuelles Dossier zu Israel / Palästina

"Das "Deutsche Institut für Internationale Politik und Sicherheit" der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) ist eine unabhängige wissenschaftliche Einrichtung, die auf der Grundlage eigener, praxisbezogener Forschung den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung in allen Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik berät. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der SWP tragen durch Analysen und Veröffentlichungen sowie ihre Mitwirkung an nationalen wie internationalen Fachdialogen zur Meinungsbildung in ihrem Arbeitsgebiet bei. Der Stiftungsrat ist das oberste Aufsichts- und Entscheidungsorgan der SWP. Neben Vertretern der Bundestagsfraktionen und verschiedener Bundesministerien gehören ihm Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichem Leben an."
(
http://www.swp-berlin.org/other/aufgaben.php?active=aufgaben&PHPSESSID=bf842260b60937ac1880cc7dd3933b64)

 

http://www.bpb.de/themen/P7KQ9D,0,0,Geschichte_des_Nahostkonflikts.html
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ein Dossier (zu 60 Jahre Israel) zusammen gestellt:
- Geschichte des Staates Israel
- Geschichte des Nahostkonflikts
 

 

 Beispiel für Wertung:

"Die 1950er Jahre und der Suezkrieg, Martin Schäuble, Noah Flug: Die jüdischen Einwanderer hatten einen schweren Anfang im neu gegründeten Staat Israel. Auf die massenhafte Einwanderung konnten die Gründungsväter so schnell nicht reagieren. Die Staatskassen waren leer – der Arabisch-Israelische Krieg machte deutlich, dass beim Verteidigungshaushalt nicht gespart werden durfte."

(http://www.bpb.de/themen/PHGDTQ,0,0,Die_1950er_Jahre_und_der_Suezkrieg.html, Abruf 2009-03-29)

"schwerer" Anfang, "massenhafte" Einwanderung: wertende Adjektive
"Arabisch-Israelische Krieg": Begriffswahl: Palästinenser sprechen von "nakba", auf Arabisch "Katastrophe", Israel spricht von "Befreiungskrieg"
"
beim Verteidigungshaushalt nicht gespart werden durfte": Zwangsläufigkeit von Handeln statt Entscheidungsmöglichkeiten von Handlungsträgern

 

http://www.bpb.de/themen/N7BUCR,1,0,Nahost.html    Margaret Johannsen gelingt eine (pro-israelisch wertende) Zusammenfassung der Geschichte des Nahostkonflikts, incl. Bilder und Materialhinweise, auf nur 6 Seiten.

 

http://krisen-und-konflikte.de/palaestina/index.htm Verantwortlich als Projektleiter zeichnet ein Lehrer an der IGS Bonn-Beuel

Beispiel für Wertung:

"Krieg im Gazastreifen Dezember 2008 - Januar 2009
Die radikal-islamische Hamas hat den Waffenstillstand mit Israel aufgekündigt und erneut Raketen gegen Israel abgefeuert. Die Regierung Olmert reagiert mit heftigen Luftangriffen auf Gaza und dem Einmarsch von Bodentruppen.":

"radikal-islamisch": wertende Adjektive

"aufgekündigt": Der Waffenstillstand lief automatisch nach 6 Monaten aus. Zum Verlauf des Waffenstillstands gehören weitere Informationen über beide Seiten.

 

http://wiki.zum.de/Israel
Lehrerseite "wiki.zum.de" zu Israel, vorwiegend offizielle israelische oder deutsche links angegeben

 

http://www.israelnetz.com/, auch http://s175652457.online.de/israelnetz/cms/
Herausgeber Israelnetz - Nachrichten aus Israel und dem Nahen Osten, Israelnetz ist ein Arbeitsbereich des Christlichen Medienverbundes KEP e.V., Geschäftsführer: Wolfgang Baake, Wetzlar

 

 

Materialien, die eindeutig die palästinensische Seite unterstützen

 

http://www.palaestina.org/ Generaldelegation Palästinas" in Berlin.
Die PLO wird als einzige palästinensische politische Organisation ausführlich dargestellt.

Beispiel für Wertung: "Israelische Politik: Vertragsverletzungen Siedlungspolitik Häuserzerstörung Haft und Deportation Folter und Misshandlungen Haftbedingungen Tötungen Kollektivstrafen Entzug von Identitätskarten": Für israelische Politik werden ausschließlich Negativa aufgeführt.

Darstellung der Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland und der EU, passendes Gegenstück zum Auswärtigen Amt.

http://www.palaestina.org/palaestina/palaestina.php?name=palaestina
ausführliche Materialien zu Geografie, Geschichte, Kultur, Regierung der Autonomiebehörden, Entwicklung

 

http://www.palaestinaonline.de/ Seite eines in Deutschland lebenden Palästinensers, der sich einleitend "unabhängig" nennt.
Auf der Bilder-Seite warnt er selber "Palästinensische Kinder "Opfer der Besatzungsmacht" , "Eine Präsentation" Vorsicht: Bitte Kinder fern halten!"

Für Gegenüberstellung von Geschichtsdarstellungen ist der Text über die Geschichte der Palästinenser geeignet.

http://www.intifada.de.vu/ Die Seite hält "Texte zum Nahostkonflikt" bereit und bekennt sich im Titel als "Die palästinensische Perspektive".  Die Beiträge umfassen auch Musik, Cartoons, Filme neben Texten zu allen möglichen Themenbereichen.

 

http://www.anis-online.de/ Anis Hamadeh ist gebürtiger Deutsch-Palästinenser, in Deutschland geboren, deutscher Staatsbürger, veröffentlicht seine Artikel in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch). Er ist unbedingt für eine gewaltfreien Weg zu einer Lösung und äußert Bedenken gegenüber einem Boykott Israels durch Deutsche. Als freier Autor streitet er mit Worten und Argumenten für die Rechte der PalästinenserInnen und scheut sich nicht, "heiße Eisen" wie Antisemitismus-Vorwürfe anzupacken.

Seine Artikel (gesammelt alle auf seiner eigenen Homepage zu finden) sind wegen ihrer klaren Sprache und guten Argumentation hervorragende Basis für Diskussionen unter SchülerInnen.

 

 

 Unterrichtseinheiten

 

http://www.dtv.de/_pdf/lehrermodell/78223.pdf
Ein Unterrichtsmodell zu: Valérie Zenatti, Leihst du mir deinen Blick? Eine Freundschaft zwischen Jerusalem und Gaza, dtv pocket 78223

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,498740,00.html
Materialheft ist vom Klett-Verlag zu bestellen (5,80€), teilweise auf der Seite des Spiegels herunter ladbar Die Autoren repräsentieren deutliche Meinungsvielfalt.

http://www.fedor-pellmann.de/naotunt.htm

Der Autor versucht den gesamten Konflikt (durch Frontalunterricht) in einer Doppelstunde zu bewältigen und betrachtet israelische und palästinensische Darstellungen der Geschichte seit dem 19. Jh., um am Ende die SchülerInnen "Wer ist Schuld?" beantworten zu lassen.

 

ReferentInnen

 http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/Referenten.htm
Hier werden Personen aufgeführt, die bereit sind in den Unterricht zu kommen.

 

http://www.jm-hohenems.at/mat/405_Israel.pdf
österreichisches Angebot für Selbstarbeit von SchülerInnen an Projekttagen: Der Referent wird von der österreichischen Regierung bezahlt. Auf der Internetseite sind die angesprochenen Themen aufgelistet.

 

Filme

http://www.mecfilm.de/de/f857b3453a655e3d04555f3726212e63/content/service/index.html
Dieser Verlag ist spezialisiert auf Filme zu Nahost

 

 

Materialien mit (eher einseitiger, pro-israelischer) Wertung

Alle im Folgenden genannte Unterrichtseinheiten /-materialien enthalten einen deutlichen Trend, die israelische Seite zu erklären und die palästinensische weniger. Damit ergibt sich das Bild, dass die Palästinenser (unerklärlicherweise) gewalttätiger sind.

http://www.jm-hohenems.at/mat/405_Israel.pdf österreichisches Angebot für Projekttage

http://www.lehrer-online.de/nahostkonflikt.php
Unterrichtseinheit zum "Nahostkonflikt", Stand 2001, interessant zu den Anfängen von Cyberkrieg 2000/2001

http://www.lehrer-online.de/israel-palaestina.php
Unterrichtseinheit mit selbst verfassten Basistexten über den "Konfliktherd Naher Osten: Israel und Palästina", Stand 2005

http://www.planet-schule.de/wissenspool/bg0017/palaestina/wissen.html
Unterrichtsmaterialien zu einer Sendung des SWR 2001/2006 über Gaza und Westjordanland

http://www.planet-schule.de/wissenspool/bg_die_juden/die_juden.html
Unterrichtsmaterialien zu einer Sendung über "Die Juden – Geschichte eines Volkes"

http://www.frieden-und-sicherheit.de/uploads/72/Arbeitsblatt_Gazastreifen.pdf
Arbeitsblatt "Der Gazastreifen", 6.1.2009, Hrsg. Arbeitsgemeinschaft Jugend und Bildung e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verteidigung

 

 

Original-Dokumente / Quellen

Die Geschichte Israels und Palästinas
http://www.palaestina.org/landkarten/landkarten.php?name=landkarten (historische) Karten

 

http://www.palaestina.org/dokumente/abkommen/abkommen.php?name=dokumente
Camp-David Abkommen 1978,
Palästina unter britischem Mandat 1922,
Balfour-Erklärung 1917,
Sykes-Picot Abkommen 1916,
MacMahon-Hussain Briefwechsel 1915,

http://www.talmud.de/cms/Unabhaengigkeitserklaerun.324.0.html
Unabhängigkeitserklärung Israels 14.5.1948

 http://www.alnakba.org/
(auf Englisch) Dokumentation von Al Nakba ("Katastrophe" = israelischer Unabhängigkeitskrieg und seine Folgen für Palästinenser): Fotos, Augenzeugenberichten, Liste zerstörter Dörfer

http://www.talmud.de/cms/Der_Judenstaat_von_Theo.159.0.html
Theodor Herzl, Der Judenstaat, Berlin und Wien 1896 (gesamtes Buch)

 

UN-Resolutionen und andere internationale Beschlüsse

 

Es gibt fast 300 Resolutionen, in denen sich die Vereinten Nationen mit Israel / Palästina befasst. ALLE sind auf Englisch im Internet zu finden:

http://www.un.org/documents/ 

http://www.palaestina.org/dokumente/resolutionen/resolutionen.php
zahlreiche bedeutsame UN Resolutionen

http://www.unric.org/index.php?option=com_content&task=view&id=187&Itemid=
UN Resolutionen, 1997-2009

http://www.palaestina.org/dokumente/sonstiges/gutachten_igh_denhaag.pdf
Gutachten des Internationalen Gerichtshofes zur Mauer

http://www.palaestina.org/dokumente/friedensprozesse/friedensprozess.php
diverse Friedenspläne im Wortlaut

 

 

Palästinensische Organisationen
 

http://www.palaestina.org/dokumente/plo/plo.php
zahlreiche Dokumente der PLO

http://usahm.info/Dokumente/Hamasdeu.htm
Hamas-Charta von 1988 

http://www.jungewelt.de/2009/01-09/002.php
Chaled Meschaal, Wir werden nicht schweigend sterben, 9.1.09 in junge welt auf Deutsch erschienen
Leiter des Politischen Büros der Hamas, lebt im syrischen Exil

http://www.anti-defamation.ch/downloads/dokumente/Hamas.pdf?PHPSESSID=071845efa16317ce49e5e00e0a694c8b
Hamas-Wortlaut, von einer jüdischen Bruderschaft in der Schweiz zusammen gestellt

http://www.pmo.gov.ps/news.php
Die Regierungsseite (der Hamas) ist auf Arabisch.

http://www.palestine-info.co.uk/en/
Eine Hamas Homepage ist nicht zu finden. Wikipedia gibt diese Seite an, was sich selbst als unabhängiges Informationszentrum bezeichnet.
 

Es gibt mehr Hamas-Wortlaut von anderen auf Deutsch oder Englisch veröffentlicht.

 Aufrufe, Apelle von Nicht-Regierungs-Organisationen u.a.

Sie sind sehr zahlreich. Die beste Sammlung findet sich unter Stimmen für den Frieden
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/

 

 

Meine Auswahl hier ist eine persönliche:

http://www.humanrights-in-israel.ch/de/index.php
"Wir, die unterzeichnenden Jüdinnen und Juden,
erwarten die Beendigung der israelischen Besatzung, Besiedlung und Blockade palästinensischer Gebiete. Wir bestehen auf würdigen Lebensbedingungen sowie auf Sicherheit für alle Menschen in Israel und Palästina." 2.3.2009 in Bern

 

http://friedenskultur.com/pdf/Bote-FFKK.pdf
Stimmen zu Gaza, Materialien für die politische Bildung, Siegener Friedensbote, Zentrum für Friedenskultur, Siegen 2009 enthält Aufrufe und Texte zum Gazakrieg, u.a. "Deutsche Juden und Jüdinnen sagen NEIN zum Morden der israelischen Armee", 17.1.2009, Anzeige in SZ

http://www.islam-bremen.de/veranstaltungen.shtml
als Beispiel für Bremen während des Gazakriegs

http://www.freegaza.de/appell.php
"Die Blockade beenden. Ein Schiff mit medizinischen Gütern für Gaza."

http://www.inminds.com/boycott-israel.html
(britischer) Apell Israel zu boykottieren

 

 

 

Vorschlag zum Vorgehen in einer Unterrichtseinheit

(ab 9. Schuljahr)

 

1. Erarbeitung von Grundkenntnissen:

    Raum Nahost, Geschichte

 

Vorwissen

- Befragung zum Vorwissen voran gestellt

 

Vertraut werden mit der Region Nahost

- gemeinsame Betrachtung von Karten

 

Landeskunde

- Sammlung von Fragen zu Länderdaten /-fakten (alle notieren ihre Fragen auf

              Karten, Clustern nach Themenbereichen)

- Gruppenarbeit in mind. 2 Gruppen (Israel, Palästinensische Gebiete) zur

  Beantwortung der Fragen

- Gegenüberstellung der Antworten für Israel und die palästinensischen

  Gebiete in einer Übersicht (Plakat, Tabelle...); Hilfsmittel: Internet

 

oder: provozierender Einstieg über

            "heile-Welt-Israel"-Comic oder "brutale-Besetzer-Israel"-Video

 

oder:

- Gruppenarbeit, Sammlung von Daten zu Deutschland, Israel und Palästi-

  nenserInnen

 

Orientierung in der Geschichte

            - "Zwei Völker- ein Land": Überblick

            - Phasen des Nahostkonflikts: Überblick

            - Erarbeitung historischer Fakten mit Hilfe von tabellarischer Übersicht:

 

2. Spezialisierung auf ausgewählte Themen,

    je nach Fach, Alter, Prüfungsanforderungen, Interessen

 

- Lesen eines Jugendbuches

- Diskussion: Schulbücher

- Israelische SoldatInnen im Krieg und andere Traumatisierte

- Berichterstattung am Beispiel Gazakrieg

- Deutsch-israelische Beziehungen

- Ursachen und Lösungen

evt.

- Wessen Heimat ist es? Vergleich mit Deutschland nach 1945: ca. 12 Mio. Flücht-

  linge / Vertriebene: Recht auf Heimat?

 

 

 

 

Befragung zum Nahostkonflikt

 

0. Der Nahostraum ist bedeutsam, weil

            er der Schnittpunkt von Afrika, Asien, Europa und Arabien ist

            es dort Erdöl gibt

            er strategisch für Handel zwischen Ost und West liegt

 

1. Wer steht sich im Nahostkonflikt gegenüber?

Palästinenser und der Staat Israel

            Juden und Araber

            Juden und Palästinenser

 

2. Gibt es Palästina als Staat?

            Ja

            Nein

 

3. Seit wann gibt es Israel?

            schon seit der Zeit von Jesus Christus

            seit nach dem 2. Weltkrieg

            seit dem 20. Jahrhundert

 

4. Seit wann leben Juden in dem Gebiet, das heute der Staat Israel ist?

            schon immer

            seit 100 Jahren

            seit Staatsgründung

 

5. Seit wann leben Palästinenser in dem Gebiet, das heute Israel und die

    Nachbarschaft umfasst

            schon immer

            seit der Zeit von Jesus Christus

            seit der Zeit von Mohammed

 

6. Wie groß ist Israel?

            West – Ost    unter 100 km

                                   über 100 km

            Nord – Süd   unter 500 km

                                   über 500 km

 

7. Wie groß ist der Gazastreifen?

            so groß wie das Bundesland Bremen

            so groß wie Israel

            so groß wie Palästina sein soll

 

8. Um welche wichtigsten Ressourcen geht es im Nahostkonflikt?

            Erdöl

            Land

            Wasser(zugang)

            Erdgas

 

 

 

9. Welche Interessen hat die USA im Nahostkonflikt?

            Außerhalb Israels leben die meisten Juden in den USA. – Sie nehmen

            starken Einfluss auf die US-Regierung, pro-israelisch zu agieren.

            Es geht um Absicherung der Öllieferungen aus dem Nahostraum.

            Israel ist im Nahen Osten der einzige demokratische Vorposten gegen

            islamistischen Terror.

 

10. Gibt es in Israel / Palästina einen Ort, wo Israelis und Palästinenser

      friedlich zusammen wohnen?

            Ja

            Nein

 

 

 

           

 

Informationen zu den Fragen:

 

O.        kann Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit Karten sein

 

4.         "seit 100 Jahren" trifft am genauesten, weil während der Diaspora eine

            sehr kleine Zahl dort verblieb und die Alijahs Ende 19. Jh. einsetzen

 

5.         Die engste Ost-West Stelle ist 15 km

 

8.         Israel hat nur geringe Mengen an Rohstoffen.

            Land ist fast nur nutzbar, wenn es bewässert wird.

            Mit dem 6-Tage-Krieg 1967 kam Israel in den Besitz des Quellgebiets Golan-

            höhen.

            2000 wurden offshore im Mittelmeer Erdgasvorkommen gefunden, die im

            Verfügungsbereich von Gaza liegen.

 

9.         Das Buch "Mearsheimer, John,  J. Walt, Stephen M. Die Israel-Lobby, Wie die

            amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird, Frankfurt 2007" gibt einen

Eindruck davon, wie stark die Israel-Lobby US-amerikanischer jüdischer

Gruppen ist.

            Die Bedrohung durch islamistischen Terror gehört zur ideologischen Argumen-

            tation.

            Erdöl-Absicherung ist eine wirtschaftliche Motivation.

 

10.      Neve Shalom-Wahat Al-Salam ist ein Ort in Israel, wo Juden, Christen und

            Moslems friedlich zusammen wohnen; es stellt ein Friedensprojekt dar.

            http://nswas.org/

 

 

 

Orientierung im Raum Nahost - Kartenarbeit

 

- an Hand einer oder mehrer Karten, z.B. aus Informationen zur politischen

  Bildung, Heft "Israel"

 

- Schnittstelle / Begegnung / Austausch / Streitobjekt

            Bedeutung bei Verbreitung der Menschen von Afrika aus

            Bedeutung bei 1. Entstehung von Ackerbau (Euphrat / Tigris)

                        daher auch 1. Hochkulturen in diesem Raum (Ägypten, Persien)

            Bedeutung des Baus des Suezkanals (1869) für Handel zwischen Europa

                        (Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien) und Asien (Indien)

            militärstrategische Position Israels

            Öl-Pipelines zu israelischen Häfen hin

 

- Was ist Ferner Osten, Mittlerer Osten, Naher Osten, Levante?

            Levante: östlicher Mittelmeerraum (ab Türkei)

            Mittlerer: Iran, Afghanistan, Pakistan

            Gemeinsamkeit Naher / Mittlerer Osten außer Lage: Islam

                        Ausnahme darin: Israel: überwiegend jüdisch

            auffallend grade Grenzlinien: Zeichen für Kolonialaufteilung

 

- Gebiet Israels

            Nachbarländer Israels:

                        N Libananon (Beirut), NO Syrien (Damaskus), O Jordanien (Amman)

                        SW Ägypten (Kairo). über Rotes Meer fast Spitze von Saudi-Arabien

(Riad)

            Begrenzung / Natur Israels:

                        W Mittelmeer (Angst ins Meer gestoßen zu werden), SW Wüste Sinai

                        S Rotes Meer (Zugang!)

 

- Natur

            größter Teil im S Wüste Negev, flach, wasserarm

            Wasser: aus See Genezareth / Jordan - künstliche Bewässerung

 

- Größenverhältnisse

            Israel  Größe: N-S = 400 km, davon Hälfte Negev

                                     O-W = 100 km breiteste = Negev, schmalste 15 km

            Palästina:      Gaza = Land Bremen

                                   nicht zusammen hängende Teilgebiete

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Landeskunde

Zahlen, Daten, Fakten

 

auf Deutsch: Der Spiegel: orientiert sich am CIA Factbook
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=41954577&top=Land&titel=Pal%E4stina

Länderdaten zu Palästina

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=41953869&top=Land&titel=Israel

Länderdaten zu Israel

 

inwent: Zur Vorbereitung von MitarbeiterInnen, die zur Entwicklungszusammenarbeit ins Ausland gehen werden von entsendenden Organisationen gemeinsam Länder-informationen heraus gegeben
http://www.inwent.org/v-ez/lis/palaestina/index.htm

Länderinformationen zu den autonomen Gebieten

 

EZA: Österreichische Seite zur Entwicklungszusammenarbeit, Zusammenstellung von links für die palästinensischen Gebiete betreffenden Länderinformationen und Entwicklungszusammenarbeit
http://www.eza.at/index1.php?menuid=4#palestina

 

wikipedia: zu allen Ländern und Regionen; dort jeweils auch Karten
http://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Nahost

 

auf Englisch: CIA: kontinuierlich aktualisiert, hervorragende Zusammenstellung

https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/we.html

CIA-Daten zur Westbank

https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/gz.html

CIA-Daten zu Gaza


https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/is.html

CIA-Daten zu Israel

 

 

Karten:

Informationen zur politischen Bildung, Heft Israel

Kartenvorlagen zum Ergänzen (auf Englisch), Palästina kommt nicht vor

http://www.enchantedlearning.com/subjects/continents/Mideast/label/ (Nahost)

http://www.enchantedlearning.com/subjects/continents/Mideast/label/labelanswers.shtml (Nahost, Antworten)

 

historische und aktuelle politische Karten, hervorragende Sammlung:

http://www.palaestina.org/landkarten/landkarten.php?name=landkarten#

aktuell: http://www.palaestina.org/images/landkarten/gross/zeigeBilder.php?BILD=palaestina_israel.png 

 

 

andere provozierende Materialien zum Einstieg

Rachel
Comic über Israel, von Geschichte über Geografie bis Judentum und Wissenswertes,
kostenlos zu bestellen bei der Israelischen Botschaft oder interaktiv im Internet: http://rachel.israel.de/#

Der Comic spricht Kinder und Jugendliche an, unterlässt aber jedwede Erwähnung von Palästinensern oder Nahostkonflikt; selbst die in Israel lebenden Araber werden als "Nicht-Juden" benannt.

Geeignet ist er für jüngere Schülerinnen und Schüler (auch älteren macht das Spielerische Spaß!), um einerseits  in die Landeskunde Israels einzuführen und andererseits genau auf diesen Mangel aufmerksam zu machen und Fragen zu entwickeln, worauf im Comic nicht eingegangen wird.

 

Zaynab's Story – A Call to Boycott Israel

http://www.inminds.co.uk/boycott-israeli-dates.php
Video (ca. 9 Minuten) auf Englisch, der am Beispiel zerstörter Olivenbaumhaine auf palästinensischem Gebiet und Errichtung von jüdischen Siedlungen dort auf den Zusammenhang zu Produkten aufmerksam macht, die in Westeuropa von dort zu erhalten sind

Der Video konfrontiert mit der Brutalität israelischen Vorgehens und dem Leiden von Palästinensern.

Geeignet ist er als Einstieg ins Thema in der Oberstufe, um Fragen zu entwickeln, wie zu erklären ist, was hier zu sehen ist.

 

 

Vorschlag zur eigenständigen Erarbeitung in Kleingruppen

 

Aufgabe:

Nach dem 2. Weltkrieg begannen Deutsche, Juden und Palästinser gleichermaßen "aus dem Nichts", ohne Staat, nach großen Leid-Erfahrungen.

Vergleichen Sie die Situation für          Deutschland – Israel – die PalästinenserInnen.

 

Suchen Sie die Vergleichsdaten dazu aus dem CIA-Factbook (oder anderen deutschsprachigen Informationsquellen). Verwenden Sie nur Daten, die Sie für

alle drei Gruppen finden können und stellen Sie sie nebeneinander. Folgen Sie

dem Beispiel

 

 

Deutschland

Israel

PalästinenserInnen

autonomer Staat

1949 / 1990

1948

Teilautonomie 1994

Gebiet

357 021 km²

20 770 km²

Gaza 360 km²

Westjord. 5 860 km²

Einwohner

 

 

 

Einkommen pro Kopf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überlegen Sie am Ende, welche Fragen sich aus dem Vergleich von 3 Völkern mit ähnlichen Startbedingungen nach dem 2. Weltkrieg ergeben.

Zwei Völker - Ein Land

 

Juden / Israel

Araber / Palästinenser

vor Christus 2x israelische Staaten, dann Fremdherrschaft

 

73 nC Palästina von Rom erobert

seit Römischem  Reich: Diaspora =

Zerstreuung über Europa

Folgen:

- Diskriminierung

- Pogrome = Verfolgung

  bis zu

- Shoa = Katastrophe des Massenmords

  unter Hitler (1933 – 45)

636 Palästina von Arabern erobert, seit-

 dem mehrheitlich moslemisch

1517 – 1917 zum Osmanischen Reich gehörig (türkisch)

1895 lebten in Palästina 453.000 Araber und 24.000 Juden auf 27.000 Quadratkilometer

Sehnsucht nach Nicht-Verfolgung und

ab Ende 19. Jh : Zionismus

= Sehnsucht nach Heimat im Hlg. Land

Alijahs = Einwanderungswellen von Juden nach Palästina ab 1882

Gefühl des Verdrängtwerdens vom eigenen Land seit Einwanderung von Juden

Sehnsucht nach unabhängigem arabischem Staat: Panarabismus

Großbritannien verspricht 1917 Juden in Balfour-Erklärung eine Heimstätte.

Großbritannien trifft im 1. Weltkrieg mit Arabien die Hussein-McMahon-Übereinkunft, einen arabischen Staat zu schaffen, wenn Araber mit gegen das Osmanische Reich kämpfen.

Großbritannien schließt heimlich mit Frankreich das Sykes-Picot-Abkommen, in dem ein besiegtes Osmanisches Reich zwischen ihnen aufgeteilt wird.

Nach dem 1. Weltkrieg erhält Großbritannien Palästina als Mandatsgebiet.

Großbritannien fördert die Einwanderung von Juden.

 

 

Die Eingewanderten fühlen sich von den

Ansässigen bedroht, von Großbritannien nicht geschützt und fordern Eigenständig-keit.

Mit terroristischen Mitteln kämpfen sie gegen die britische Mandatsmacht.

Arabische Ansässige in Palästina fühlen sich von Großbritannien um Unabhängigkeit betrogen, von Einwanderung zunehmend bedrängt.

Es kommt zu Aufständen.

UN (= Vereinte Nationen) Teilungsplan 1947:

2 Staaten sollen entstehen: Israel und Palästina

Gründung des Staates Israel 1948,

weitere Einwanderung von Juden

 

Palästinenser bleiben als Minderheit in Israel, fliehen oder werden in Nachbar-länder vertrieben

- Flüchtlingsdasein in Lagern

- keine Integration in Nachbarländern

- in Israel benachteiligt

Kriege:

1948 Schaffung und Erweiterung des

         israel. Staatsgebiets

1956 Suezkrise, Krieg gegen Ägypten

1967 6-Tage-Krieg:

         Golanhöhen mit Wasserquellen

         eingenommen; Besetzung palästi-

         nensischen Gebietes;

         illegale jüdische Besiedlung von

         paläst. Gebiet

1973 Yom-Kippur-Krieg

1982 bis 5/2000

         Libanon-Feldzug und Massaker von

         Sabra u Schatila (General Sharon)

 

1964 Gründung der PLO unter Arafat

          (= Paläst. BefreiungsOrganisation)

          mit Ziel eigenen Staates

1969 erste Flugzeugentführung

1972 Mord an 11 israel. Athleten bei

         Olymp. Spielen in München

1987 1. Intifada: gewalttätiger

          Widerstand in israelisch besetzten

          palästinensischen Gebieten, 

          bekannt geworden: Steine 

          werfende Kinder

1994 Oslo-Abkommen (Rabin und Arafat):

- PLO verzichtet auf Gewalt, erkennt Existenzrecht Israels an

- Israel sichert autonomen palästinensischen Staat zu

- 1995 Rabin wird ermordet

   seitdem nationalistische Regierungen

- 9/2000 Besuch Sharons auf dem Tempelberg in Jerusalem

 

 

=  Provokation wg. moslem. Heiligtum

    Al Aksa Moschee

- fortgesetzt Bau jüdischer Siedlungen in

  paläst. Gebiet

- Kampf der israel. Armee gegen Terro-

  risten innerhalb paläst. Gebiets

- ab 2003 Bau eines Sperrzauns um

  Westjordanland

- 2000 – 04 2. Intifada = Al Aksa

  Intifada:

   Selbstmordattentate, Raketenbeschuss

   israelischer Grenzgebiete

2001: 9-11 Terroranschlag auf das World Trade Center in New York:

Palästinensischer Widerstand wird im Westen in der "Achse des Bösen" gleich gesetzt mit Terrorismus

2003 Fahrplan für den Frieden (USA, EU, Russland, UN) Roadmap

 

2005 Jüdische Siedlungen in Gaza werden geräumt

 

 

2006 Libanonkrieg, um die Hisbollah (terroristische Bedrohung für Israel) zu zerschlagen

Der Hamas-Sieg veranlasst Israel zu

- militärischen Angriffen auf Hamas-Regierungsvertreter

- Luftangriffen in Gaza (Zerstörung von

Wirtschaftspotential)

- zunehmender Blockade durch Schließung der Grenzübergänge

- keiner Verhandlungsbereitschaft mit "islamistisch-terroristischer" Hamas

2004 Arafat stirbt

 

 

2006 Hamas gewinnt demokratische Wahlen in den autonomen Gebieten

Bei Auseinandersetzungen zwischen der PLO und der Hamas gewinnt die Hamas die Oberhand in Gaza, die PLO in Westjordanland.

 

Hamas und andere Gruppen schießen selbst gebastelte Raketen nach Süd-Israel.

Die Blockade führt zu existentieller Bedrohung: Tunnelbau nach Ägypten

Juni – Dez. 2008: Waffenstillstandsabkommen zwischen Gaza und Israel:

- Hamas hört mit Raketenbeschuss auf (erfolgt, andere Gruppen machen weiter)

- Israel öffnet die Grenzübergänge (erfolgt minimal)

Dez. 2008/Jan. 2009 Gazakrieg

 

 

 

Feb 2009 Wahlen, Regierungskoalition

weiter rechts

1,5 Mio Palästinser ohne Fluchtmöglich-

keit Luftangriffen und Einmarsch ausge-

setzt: ca. 1500 Tote, Traumatisierung,

ohne Zufuhr von Lebensnotwendigem

Phasen des Nahostkonflikts

 

1. Phase: bis Ende des 19. Jh: kein Nahostkonflikt:

            Palästinenser (moslemische Araber) leben im Osmanischen Reich

            Juden leben in Diaspora (verstreut in alle Welt),werden diskriminiert,

ghettoisiert, erleben Pogrome bis zur Judenemanzipation Anfang 19.Jh.

Ende des 19.Jh. kommt (rassistischer) Antisemitismus auf.

Ende des 19. Jh. kommt im Zuge von Nationalismus in Europa auch bei

den Arabern der Wunsch nach eigenem Staat (Panarabismus) und bei Juden

der Wunsch nach einer Heimat in eigenem Staat (Zionismus).

Alijahs (Einwanderungswellen): Juden kommen aus Europa nach Palästina.

 

2. Phase: bis 1947: Nahostraum – Spielball des Imperialismus

Im 1. Weltkrieg versucht Großbritannien die Araber als Bündnispartner gegen das Osmanische Reich (MacMahon-Hussein) und das Wohlwollen der Juden (Balfour) zu gewinnen, um sich zuletzt im Geheimabkommen mit Frankreich (Sykes-Picot) als Mandatsmacht Palästina zu sichern.

Weitere Juden wandern ein. Araber wehren sich gegen jüdische Neusiedlungen und britische Mandatsmacht. Jüdische Einwanderer wehren sich mit Terrorakten gegen die britische Mandatsmacht und sichern sich immer mehr Landbesitz.Großbritannien pendelt zwischen Gewalt gegen und Zugeständnissen für beide Seiten.

In Europa kommt es zum Völkermord an Juden (Holocaust, Shoa).

 

Markierungspunkt: 1947 Teilungsplan der UNO

Es sollen 2 Staaten entstehen.

            Israel erklärt sich als Staat. Die arabischen Nachbarn wollen nur 1 arabischen

Staat und planen Israel anzugreifen. In einem Präventivkrieg gewinnt Israel ein größeres Staatsgebiet als vorgesehen. Palästinenser bleiben, flüchten oder werden vertrieben.

 

3. Phase: 1948 – 94: Konsolidierung der Existenz Israels und der Nicht-Existenz

        Palästinas im Kalten Krieg

Kriege Israels gegen Nachbarstaaten und gegen palästinensischen Widerstand. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges gilt Israel als

            Vorposten des Westens gegen kommunistische PLO.

 

Markierungspunkt: 6-Tage-Krieg 1967

            Israel besetzt palästinensische Gebiete und beginnt dort jüdische Siedlungen.

 

Markierungspunkt: 1993/94 Oslo-Friedensprozess

PLO erkennt Israels Existenzrecht an. Israel will die schrittweise Entstehung eines autonomen Staates Palästina zulassen.

 

4. Phase: ab 1995 Scheitern des Friedensprozesses, erneute Gewalt-Eskalation

            vor dem Hintergrund von Terrorismus (9/11)

            Verfestigung von Staat Israel und seiner Besetzung Palästinas durch Krieg,

            Grenzzaun, Blockade einerseits gegenüber größer werdender existentieller

Not in palästinensischen Gebieten und Widerstand mit Selbstmordattentaten

und Raketenbeschuss

Aufgaben für den Zeitraum 1947 bis heute im Nahostkonflikt

  

Aufgabenstellung

 

- Lesen Sie ...

- Legen Sie zur zeitlichen Orientierung eine Chronologie daneben.

- Zur Groborientierung dienen die Arbeitsblätter

            - "Zwei Völker - Ein Land"

            - Phasen des Nahostkonflikts

- Beantworten Sie die folgenden Fragen.

 

1.  Auf welchen (4 -5) Ebenen wird gekämpft?

    ( Unter Ebenen ist zu verstehen, wer in der gesamten Zeit jeweils gegen wen

     Kämpft, z.B. Israel gegen Palästinenser, weiter Israel gegen ...?)

 

2.  Finden Sie eigene passende Überschriften für die Phasen

            - 1948 - 1993

            -  Markierungspunkt 1993/94

            -  seit 1995, v.a. ab 2000

     Orientieren Sie sich evt. auch daran, was außerhalb dieses Konfliktraums, also

     international geschieht.

 

3. Für die Zeit von 1947 bis 1979 werden v.a. 4 Kriege immer wieder erwähnt.

    Nennen Sie für jeden Krieg

            - wie der Krieg genannt wird

            - wer gegen wen kämpfte

            - wer gewann

            - worum es ging bzw. was der Krieg veränderte / bewirkte.

 

4. Welcher der 4 Kriege bzw. sein Ausgang spielt bis heute eine wichtige Rolle und

    weshalb?

 

5. 1978 kommt es zu einem Teil-Frieden in diesem Gesamtkonflikt.

            - Name

           - Wer mit wem?

            - Welche Abmachungen?

 

6. Welche 2 neuen Macht-Elemente tauchen im Verlauf der 60er und 70er allmählich

    auf und spielen bis heute eine Rolle?

 

7. (Bezug zu 1): Auf welcher Ebene wurde der längste Krieg geführt (1982-2000)?

            - Wer begann?

            - Was war das Ziel des Angreifers?

            - Was geschah 1982 in dem Zusammenhang Schlimmes? (Denken Sie an den

  Begriff "Verbrechen gegen die Menschlichkeit")

 

8. Listen Sie auf, was an der Lage der Palästinenser sie in den Widerstand gegen

    Israel treibt.

 

 

9. Charakterisieren Sie mit schlagwort-artigen Begriffen, welche Art von Widerstand

    die Palästinenser im Verlaufe der Geschichte ergreifen.

            - ab 1964 (wer? Mittel? Ziel?)

            - ab 1973 (wer mit wem? Mittel? Ziel?)

            - ab 1987 (wer? Mittel? Ziel?)

            - ab 1993 (wer? Mittel? Ziel?)

            - ab 2000 (wer (verschiedene!)? Mittel? Ziel?)

 

10. 1993/94 markiert eine Chance für Frieden im Konflikt.

            - Name

            - Wer vereinbart etwas mit wem?

            - Was wird vereinbart?

 

11. Zählen Sie wichtige Faktoren auf, warum daraus kein Friede wird?

 

  

 

 

Lösungen der Aufgaben zum Nahostkonflikt 1947 – heute

 

1. Konfliktebenen

- Israel gegen Palästinenser                                   

- Israel gegen Nachbarstaaten

- Ost gegen West                                

- Ölstaaten gegen Kunden (USA, Europa)                                                 

- "islamistische Fundamentalisten" / "Terroristen" gegen "freiheitlichen Westen"

 

2. Phasen

1948 - 93: im Zeichen des Kalten Krieges

1993         Oslo I - Friedensversuch

ab 1995    Spirale der Gewalt

ab 2001: vor dem Hintergrund von islamistischem Terrorismus

 

3. 4 Kriege 1947 - 78

1. Unabhängigkeitskrieg / Al Nakba: 1948 nach Staatsgründung Israels; Nachbarn gegen neuen Staat; 

    Israel gewinnt; größeres Gebiet als im Teilungsplan vorgesehen; Vertreibung von Palästinensern

2. 1956 Suezkrise; Frankreich und Großbrit., unterstützt von Israel gegen Ägypten; wg. Verstaatlichung

    des Suezkanals; Gebietsgewinn Gaza und Sinai für Israel, aber wieder Abzug

3. 1967 6-Tage-Krieg; sog. Präventivschlag; Israel gegen Ägypten, Syrien und Jordanien; Israel gewinnt

    und besetzt Gaza, Sinai, Golanhöhen, Westbank mit Ost-Jerusalem

4. 1974 Yom-Kippur-Krieg; Ägypten, Syrien gegen Israel, Unterstützung durch Saudi-Arabien: kein Öl für

     Unterstützer-Länder Israels

4. heute bedeuts. Krieg

 

 

1967: Grenzen gelten heute noch; Golanhöhen = Wasser abgeschnitten; isr. Besetzung paläst. Gebiete,

          jüdische Siedlungen auf paläst. Gebiet;

 

5. 1978 Teilfriede

 

 

1978 Camp David: Israel mit Ägypten; Land (Sinai) für Frieden; US-am Wirtsch. u. Mil.hilfe der USA für

 Israel; Ägypten bevorzugter Partner der USA (Carter vermittelt zw. Sadat und Begin)

6. neue Machtelemente

 

 

- Entstehung der PLO 1964; Terrorakte, erst gegen Israel, dann international

- Öl als Waffe (ab 1973 deutlich)

 

7. längster Krieg

 

 

 

 

 

Angreifer: Israel marschiert im Libanon ein, im Libanon gegen paläst. Flüchtlinge (PLO);

 

Ziel: Zerschlagung der PLO; Einrichtung eines Israel-freundl. Regimes im Libanon; Schwächung Syriens;

PLO verlagert Zentrale nach Nordafrika

 

1982: Sabra und Schatila: Massaker an Flüchtlingen

 

8. Lage Palästinenser

kein eigener Staat; Leben in Flüchtlingslagern; immer wieder Schikanen und Übergriffe seitens Israels;

soziales Elend und willkürliche Gewalterfahrung

 

9. palästin. Widerstand

ab 1964: Gründung der PLO, Terroranschläge gegen Israel, fordert autonomen Staat, Zerschlagung Israels

 

 

ab 1973: PLO Verbündung mit Ölstaaten, internationaler Terror, auch Öl als Druck gegen Unterstützer

               Israels, Ziel autonomer Staat und Zerschlagung Israels

 

 

ab 1987: Intifada der paläst. Bevölkerung; z.T. Kinder Steine gegen israel. Besatzer, Terroranschläge

               gegen Israel; Ziel: Ende der isr. Besatzung

               Entstehung der Hamas (Sozialmaßnahmen; im Gegensatz zu PLO IM Lande)

 

ab 1993: PLO; Abkommen von Oslo mit Israel; Ziel Schaffung eines autonomen Palästinas, Anerkennung

               Israels als Staat

 

 

ab 2000: 2. Intifada der paläst. Bevölkerung; Hamas u.a. oft religiös geprägte Gruppen;

              Selbstmordattentäter; Raketenbeschuss von Libanon, von Gaza nach Israel hinein

              Forderung: Ende der isr. Besatzung, Räumung der jüd. Besiedlung, Autonomie

 

7. 1993 Friedensversuch

Oslo I, Israel mit PLO (Rabin, Arafat mit Hilfe Clinton); PLO erkennt Israel als Staat an, Israel soll

Besetzung beenden, Palästina soll schrittweise Autonomie erhalten

1994 Gaza-Jericho-Abkommen und Oslo II im Sinne von Oslo I

8. kein Frieden seit 1995

Mord an Rabin; Rechtsruck bei isr. Parlamentswahlen; Siedlungspolitik Israels, noch ungelöste Fragen, Flüchtlingselend ohne Ende, 28.9.2000 Scharons Provokation auf Tempelberg; Wiederbesetzung Palästinas seit Frühjahr 2002, Sperrzaun seit 2003,

Al Aksa -Intifada; Radikalisierung: Terrorgruppen mit Selbstmordattentaten und Raketenbeschuss; Ohnmacht paläst. "Regierung" Arafat dagegen; Übergriffe und Besetzung durch isr. Armee; Räumung jüdischer Siedlungen in Gaza 2005, Wahlsieg Hamas 2006, Libanonkrieg 2006; Gazakrieg 2008/9

 

 

 

 

Diskussionsthema: Schulbücher

 

Fragestellung:
Wie sollte ein Schulbuch aussehen, das Toleranz, Frieden, Völkerverständigung fördert?

 

Israel erhielt 1999 neue Schulgeschichtsbücher, die diskutiert wurden.
http://www.hagalil.com/israel/geschichte/geschichte-0.htm

 

Der darin erwähnte New York Times Artikel:
http://www.nytimes.com/1999/08/14/world/israel-s-history-textbooks-replace-myths-with-facts.html?n=Top/Reference/Times%20Topics/Subjects/H/History&pagewanted=all

 

Israel analysiert palästinensische Lehrpläne und Schulbücher als Terrorismus-fördernd:
http://www.israel-wat.com/g7_eng.htm

 

Auf Deutsch wird (aus israelischer Sicht) über die Entwicklung von Lehrplänen und Schulbüchern in den palästinensischen Gebietet berichtet:

http://www.nahost-politik.de/palaestina/schulbuch.htm
oder
http://hagalil.com/archiv/2001/01/schulbuecher.htm

 

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/schule_kinder_lernen_schuelbuecher.htm
Beiträge zur Einseitigkeit palästinensischer und Einseitigkeit israelischer Schulbücher

 

 

Deutsche Schulgeschichtsbücher, die den Nahostkonflikt behandeln:

 

- Geschichtsbuch 4, Cornelsen-Verlag (Oberstufe)

- Entdecken und Verstehen 4, Cornelsen-Verlag (Mittelstufe)

 

Es gibt israelisch-palästinensische Gemeinschaftsprojekte. Eine Auswahl ist hier aufgelistet:
http://www.anis-online.de/1/orient-online/salam2.htm

 

PRIME ist eine israelisch-palästinensische Nicht-Regierungsorganisation, die vom Friedensforschungsinstitut Frankfurt unterstützt wurde.

Der (2008 verstorbene) Psychotherapeut Dan Bar-On hatte zuerst Kinder von Nazi-Tätern und Kinder von Nazi-Opfern zusammen gebracht und sich jeweils ihre Geschichte erzählen lassen um sie miteinander zu versöhnen. Dann zog er Menschen aus heutigen Konfliktregionen hinzu.

Bei PRIME kooperierten er und der palästinensische Professor für Erziehung (der selber Anfang der 1990er im israelischen Gefängnis war), um ein gemeinsames Schulbuch herzustellen.

Auf der linken Seite steht die israelische Sicht der gemeinsamen Geschichte, auf der rechten die palästinensische, in der Mitte sind freie Zeilen. Das Buch wurde von einigen wenigen LehrerInnen in Israel und Palästina im Unterricht eingesetzt. Das Bemühen, es als Geschichtsbuch an allen israelischen Schulen beim Bildungsministerium durchzusetzen, ist noch nicht erfolgreich gewesen.

Auf Englisch ist dieses Schulbuch ganz als pdf zu finden: http://www.vispo.com/PRIME/narrative.pdf

 Mehr über PRIME: http://www.vispo.com/PRIME/about.htm

 Mehr über Sami Adwan: http://samiadwan.bethlehem.edu/

Über das Treffen von 16 palästinensischen und 16 israelischen LehrerInnen in Braunschweig, die das gemeinsame Geschichtsbuch (1918-2000) schreiben wollen: http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Die-Dritte-Seite;art705,1984272

   

Israelische SoldatInnen im Krieg – und andere Traumatisierte

Diskussionsmöglichkeiten, die in Deutschland für Jugendliche interessant sein können

Trauma der israelischen SoldatInnen in Gaza - Trauma von Bundeswehr-SoldatInnen in Afghanistan

Trauma der palästinensischen Bevölkerung – Trauma der israelischen SoldatInnen – Trauma der Zivilisten in Sderot

(Trauma der Zivilisten in Sderot wird am häufigsten in Medien angesprochen)

Kriegsdienstverweigerung in Deutschland – Kriegsdienstverweigerung in Israel,

evt. Vergleich mit Kriegsdienstverweigerungsmöglichkeiten von ausländischen Jugendlichen in der Klasse

 

 

Refusenik

 http://zmag.de/artikel/Wie-ein-junger-Israeli-zum-Militaerdienst-Verweigerer-wird
Brief eines israelischen Kriegsdienstverweigerers an seinen Verteidigungsminister mit seiner Motivation, 1.4.2004

 http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/kriegsdienstverweigerer.htm
weitere Texte von und über Refuseniks;

7.39 Minuten-Video mit englischen Untertiteln, Refuseniks mit ihren Aussagen
http://www.wri-irg.org/de/adopt-kdv.htm

Die Organisation israelischer Kriegsdienstverweigerer Yesh Gvul hat ein Programm zur Unterstützung inhaftierter Refuseniks eingerichtet: "Einen Refusenik adoptieren"

 

http://www.yeshgvul.org.il/index_g.asp (in diversen Sprachen, auch Deutsch)
"Yesh Gvul ("Es gibt eine Grenze!") ist eine israelische Friedensbewegung, welche die Aufgabe übernommen hat, Soldaten zu unterstützen, die Anweisungen repressiver oder aggressiver Natur ablehnen. Das brutale Auftreten der Israel Defence Force (IDF, Israelische Armee), welche die palästinensische Bevölkerung unterdrückt, bringt zahlreiche Dienstpflichtige in ein schweres moralisches und politisches Dilemma."

Die Refusenik-Organisation wurde während des Libanonkrieges, 1982 gegründet.

 

 

Trauma

 http://www.shovrimshtika.org/ Homepage der Organisation Shovrim Shtika: Die Organisation wurde 2004 gegründet für Soldaten, die traumatisiert waren von der Besatzungspraxis in Gaza.

Auf Englisch gibt es Texte, Interviews, Videos von Betroffenen
http://www.nahost-politik.de/israel/armee/schweigen.htm

Ihren Einstieg hatte Shovrim Shtika 2004 mit einer Ausstellung in Tel Aviv, die viel Aufsehen erregte.

 

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM
0Y_QjzKLd443dHcyBcmB2MYBIfqRcMGglFR9X4_83FR9b_0A_YLciHJHR0VFANAS21E!/delta/base64xml/L3dJdyEvd0ZNQUFzQUMvNElVRS82X0NfMUdCNw

Die Bundeswehr stellt zwei Soldaten vor, die von ihrem Einsatz im Ausland traumatisiert sind.

 

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Bundeswehr/bt-trauma.html
Protokoll der Bundestagssitzung vom 12.2.2009, wo Maßnahmen für den Umgang mit posttraumatischen Störungen von BundeswehrsoldatInnen (die in Afghanistan stationiert waren) beschlossen wurden

 

http://www.youtube.com/watch?v=fgAavUum5GM
10 Minuten aus dem Fernsehfilm "Willkommen zu Hause" über die Heimkehr eines Bundeswehrsoldaten von Afghanistan
gezeigt am 2.2.2009 (2008 verschoben wg. Brisanz) im ARD
Informationen über den Film:
http://diepresse.com/home/kultur/medien/tvkritik/449335/print.do

 

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/1056846?pageId=487872&moduleId=431902

" "Waltz with Bashir" ist ein dokumentarischer Trickfilm aus der Perspektive des Regisseurs Ari Folman, der 1982 als israelischer Soldat während des ersten Libanonkrieges im Libanon stationiert war. Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, ist Waltz with Bashir der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge." (http://de.wikipedia.org/wiki/Waltz_with_Bashir)

In "Titel, Thesen, Temperamente" werden in 5.50 Minuten Ausschnitte aus dem Film und ein Interview mit Folman gezeigt (als Video im Internet abspielbar)

 

http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EF4F7
9D100BE2460FAB664D5457C87877~ATpl~Ecommon~Scontent.html

"My First War" wurde von Yariv Mozer gedreht. Er war als Soldat im Libanonkrieg 2006, nahm seine Kamera mit und weist seine Betroffenheit nach.

Der Film wurde am 17.3.2009 in Arte gezeigt.

http://www.youtube.com/watch?v=YY2i5PJd59I&feature=related

1.49 Minuten, der Anfang

http://www.youtube.com/watch?v=KvyGGiTE6TM&feature=related

0.30 Minuten, Kriegsrealität

 

http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7836596.stm 

Foto einer 15jährigen in Gaza, nach dem Krieg

(Der Artikel enthält auf Englisch ihre Geschichte.)

Das Foto drückt ihre Traumatisierung aus, aber hat nichts von der Brutalität vieler Fotos aus dem Krieg.

SchülerInnen können gebeten werden Vermutungen anzustellen, was Amira passiert sein könnte, was sie sich unter Traumatisierung vorstellen.

 

http://gaza-sderot.arte.tv/de/11_12_2008_sderot_children-kassam-trauma

Daniele hilft ihrer älteren Schwester Hen beim Umzug in die neue Wohnung, bei der vor allem die Sicherheit eine Rolle spielt: Hens Sohn hat ein Kassam-Trauma.

1.55 Minuten Video-Sequenz vom 12.11.2008, deutsche Untertitel

 

Tamar Verete-Zehavi, Aftershock, Die Geschichte von Jerus und Nadira, München 2009, Jugendbuch

Die 17jährige Israelin Ella erlebt ein Selbstmordattentat, das ihre jüdische, Äthiopien-stämmige Freundin Jerus nicht überlebt. Ella fühlt sich mitschuldig an ihrem Tod und steht unter traumatischem Schock. Mit Hilfe eines arabischen Freundes kommt sie in Kontakt mit der Familie der Selbstmordattentäterin. Ihre Heilung beginnt – eine Happy-End-Geschichte ist es dennoch nicht.

 

 

Berichterstattung am Beispiel Gazakrieg 2008/9

 

Objektivität

 

Tagesschau 11.1.2009, Torsten Teichmann, Schwierige Berichterstattung aus dem Gazastreifen, Journalisten müssen draußen bleiben

 

"Die Frage ist, ob Zuschauer und Zuhörer so genau die Nachrichten verfolgen, dass sie die Nennung der Quelle als Achtungszeichen erkennen." – Dieser Satz aus dem Artikel bietet sich an zur Besprechung von Objektivität in der Berichterstattung und welche Anforderungen es an Leserschaft / Zuschauerschaft / Zuhörerschaft stellt.

http://www.tagesschau.de/ausland/journalistengaza102.html

 

Süddeutsche Zeitung14.1.2009 Gazakrieg in den Medien, Zwischen den Fronten

http://www.sueddeutsche.de/politik/725/454408/text/

 

Süddeutsche Zeitung14.1.2009 Gazakrieg in den Medien, Zwischen den Fronten

 

Hill of Shame

 

Andre Marty, Stell dir vor es ist Krieg, und einer geht auch nach zwei Wochen noch hin, 10.1.2009

 

Der Schweizer Andre Marty berichtet vom Hügel an der südisraelischen Grenze, von wo aus in der Ferne der Krieg zu sehen ist. Er gibt den Gefühlen der ReporterInnen dort Ausdruck. - Der Hügel wird von ihnen Hill of Shame genannt.

http://andremarty.com/index.php?/archives/209-Stell-dir-vor-es-ist-Krieg,-und-einer-geht-auch-nach-zwei-Wochen-noch-hin.html

 

"Hill of Shame" – Bild mit Clown, der die ReporterInnen beim Blick auf Gaza erheitert

http://www.sueddeutsche.de/politik/994/453683/bilder/?img=16.0 vom 1.2.2009

 

Bericht aus dem Kriegsgebiet

 

Dem renommierten belgischen Journalisten Dirk Musschoot gelang es als einzigem ausländischen Journalisten heimlich während des Gazakrieges ins Kriegsgebiet zu kommen.

Auf Deutsch gibt es nur eine kurze Notiz:

„Jetzt weiß ich, warum Israel keinen einzigen Journalist in Gaza zulässt. Sie wollen nicht, dass jemand sieht, welche Grausamkeiten sie dort begehen. Aber ich bin nun mal hier und kann berichten: Israel begeht Kriegsverbrechen!“

http://www.duckhome.de/tb/archives/4966-Bericht-aus-der-Hoelle.-Update-zu-Belgien-
verzoegert-seine-Gaza-Mission-aufgrund-der-anhaltenden-Kaempfe.html#extended          (Abruf 30.3.2009)

Der Originalartikel:

http://www.nieuwsblad.be/Article/Detail.aspx?ArticleID=BN252MEG        

 

Tag-für-Tag

 

Im Archiv der Maan News Agency (seit 2005 Nachrichtenagentur in den palästinensichen Gebieten) befinden sich nachlesbar alle Kriegsgeschehnisse, die rund um die Uhr fest gehalten wurden (auf Englisch).

http://www.maannews.net

 

Israelische Nachrichtenagentur:

http://www.israelnewsagency.com/worldnews.html

 

Haaretz ist eine israelische Zeitung, die auch kritische Berichte bringt (auf Englisch).

Artikel aus der Zeit des Gazakrieges können über "search" bei Eingabe eines Datums und dem Stichwort "Gaza" gesucht werden.

http://www.haaretz.com/

 

Die Jerusalem Post ist eine bürgerliche Zeitung, die am ehesten die offizielle Position Israels übermittelt (auf Englisch)

http://www.jpost.com/

 

WÄHREND eines beliebigen Tagesereignisses lohnt es, wikipedia current events aufzurufen.

Während des Gazakrieges wurden oft mehrmals am Tag Nachrichten (aus Englisch-sprachigen Medien) zusammen getragen und mit Herkunftsvermerk wieder gegeben.

Auf Deutsch gibt es diese Einrichtung auch, die Berichterstattung während des Gazakrieges blieb aber in Quantität und Qualität hinter der englischen zurück.

http://en.wikipedia.org/wiki/British_and_Irish_current_events

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Aktuelle_Ereignisse

 

 

Internetkrieg

 

http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/gaza-krieg-auf-facebook/

30.01.2009    Netzwerk für Feindschaften Gaza-Krieg auf Facebook:
Der taz-Artikel enthält links, mit denen die Internetseiten aufrufbar sind, die sich virtuell bekriegen.

 

http://www.welt.de/politik/article2990326/Wie-der-Gaza-Krieg-im-Internet-gefuehrt-wird.html

Christina Brüning, Wie der Gazakrieg im Internet geführt wird, 8.1.2009:
Der Artikel in der Welt enthält auch links zu Internetseiten.
taz und Welt können zugleich beide mit ihrer Darstellung wiederum einander gegenüber gestellt werden.

 

 

 

 

Deutsch-Israelische Beziehungen

 

Das ist das schwierigste Kapitel – schwierig, weil es am umstrittensten ist.

 

Diskussionsthemen

 

- Können die deutsch-israelischen Beziehungen als "normal" bezeichnet werden?

 

- Welche Rolle spielen "Vergangenheitsbewältigung" und "Erinnerungskultur" bei   der Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen?

 

- Was bedeutet Vergangenheitsbewältigung und Erinnerungskultur im israelisch-  palästinensischen Verhältnis?

 

- Welche Bedingungen müsste eine (Bildungs-)Reise nach Israel /Palästina erfüllen   um der Situation dort gerecht zu werden?

 

- Was sollte bei einem SchülerInnenaustausch zwischen einer deutschen Schule   und einer Schule in Israel / Palästina berücksichtigt werden?

 

- Was sollten Deutsche beachten, die in Israel / Palästina mit Israelis / Palästinensern   ins Gespräch über ihre Lebenssituation kommen?

 

- Was gehört zu einer Städtepartnerschaft zwischen einer deutschen Stadt und einer    in Israel / Palästina gelegenen Stadt?

 

- Dürfen Deutsche (vor dem Hintergrund ihrer Nazi-Vergangenheit) Israel   boykottieren (Waren, Waffen) um gegen die israelische Politik in den   palästinensischen Gebieten (Siedlungen, Besatzung, Krieg) wirkungsvoll zu protestieren?

 

Material zur Diskussion:

 

Die Begriffe "Vergangenheitsbewältigung" und "Erinnerungskultur" gibt es nur in der deutschen Sprache.

Wikipedia bietet unter folgenden Begriffen dazu Informationen:

- Deutsche Wiedergutmachungspolitik

- Vergangenheitsbewältigung

Wikipedia auf Englisch ist interessant zu "Vergangenheitspolitik" zu lesen, um die Einzigartigkeit im Deutschen besser zu verstehen.

 

Erinnerungskultur kann für MigrantInnen in der Klasse anders zu verstehen sein, dazu:
http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-469/_nr-461/i.html

Erinnerungskultur ist zu differenzieren in persönlich-individuelle, kollektive und öffentliche.

 

Der Begriff "Second Generation" und Sekundärtrauma sind Hinweise darauf, dass zum einen die nach dem Holocaust von Überlebenden Geborenen ebenfalls noch traumatisiert sein können, zum anderen, dass auch in Israel Sabras (= im Staat Israel Geborene) die Probleme aus dem Holocaust schwierig zu verstehen finden.

 

Der folgende Beitrag befasst sich mit der Frage, was Erinnerungskultur heute in Israel / Palästina beinhalten kann, nämlich die Erinnerung an die Entstehung des Staates Israel als "Erlösung von jahrhundertelanger Verfolgung der Juden" oder als Al Nakba, der Urkatastrophe für die Palästinenser:

http://www.weltpolitik.net/attachment/0644a930ba1074b5cca2acd4809cbed5/73740e2375ff9f13
0c4c65fb2a1b677b/joggerst.pdf

 

 

Eine Chronologie der deutsch-israelischen Beziehungen ist nicht ohne gleichzeitige Wertung zu finden.

 

http://www.bpb.de/publikationen/RPIULV,0,40_Jahre_deutschisraelische_Beziehungen.html

Veröffentlichung der Bundeszentrale für politische Bildung, kostenlos zu bestellen oder herunter zu laden

 

http://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/dig_information/geschichte_deutsch_israelische_beziehungen.htm

Zeittafel der Deutsch-Israelischen Gesellschaft; manchmal erfährt man nicht einmal das konkrete Geschehen sondern gleich die Wertung, dennoch ist es eine viele Seiten umfassende, in ihrer Auswahl interessante und sehr detaillierte Zusammenstellung und Einschätzung

http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,,,,,,474AFDFD64D63627E0440003BA5E08BC,,,,,,,,,,,,,,,.html
Stand 19.3.2008
Der Artikel stellt den Zusammenhang zwischen Vergangenheitsbewältigung und der "besonderen" Beziehung zwischen Israel und Deutschland her, gibt die prägnanten Punkte der Geschichte wieder.

 

http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1122/i.html
Bettina Marx fasst zusammen: "Deutsch-israelische Beziehungen
Solidarität und Verantwortung für die Vergangenheit", anlässlich der ersten Begegnung von K. Adenauer mit D. Ben-Gurion im März 1960 in New York. B. Marx ist eine Journalistin, die während des Gazakrieges israel-kritisch berichtet hat.

 

 

Diskussionsanregungen, welche Rolle Deutschland im Nahostkonflikt spielt und spielen kann

 

http://www.zeit.de/online/2008/19/interview-moshe-zuckermann

Israeli und Israel-Kritiker Moshe Zuckermann im Interview mit Die Zeit, 2.5.2008 zu deutsch-israelischen Beziehungen:

" Ich sehe Deutschland vor allem als Vermittler an. Dabei spielen zweierlei Momente eine gravierende Rolle: zum einen besagte deutsche Verpflichtung gegenüber Israel. Zum anderen aber der "gute Draht", den Deutschland zu anderen Ländern in dieser Region unterhält, was sich wiederum daraus erklärt, dass es kein Land auf der Welt gibt, das sich leisten könnte, Deutschland zu ignorieren, wenn es an Beziehungen zum "Westen", vor allem aber zu Europa, interessiert ist."

 

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Nahost/avnery16.html

Jude, Israeli, friedensbewegter Aktivist Uri Avnery sagt in einem Interview 2006 " Die unreflektierte Einstellung der Deutschen im Nahost-Konflikt ist nicht nur unmoralisch, sondern auch feige."

 

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Israel/merkel-rede.html

Wortlaut

Bundeskanzlerin Merkel war die erste Kanzlerin, die vor der Knesset eine Rede und auf Deutsch halten durfte (18.3.2008):

"ich bin zutiefst davon überzeugt: Nur wenn Deutschland sich zu seiner immerwährenden Verantwortung für die moralische Katastrophe in der deutschen Geschichte bekennt, können wir die Zukunft menschlich gestalten. Oder anders gesagt: Menschlichkeit erwächst aus der Verantwortung für die Vergangenheit."

 

http://www.karsli.net/?p=277

Brief des Ausschwitz-Überlebenden Dr. Hajo G. Meyer an Fr. Merkel, 6.1.2009

 

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Israel/merkel3.html

Interview mit Felicia Langer, 20.3.08

Israelische Menschenrechtsaktivistin im Interview über Deutschlands Rolle in Nahost:

" Merkel sollte den Israelis nicht nur Lippenbekenntnisse abverlangen, sondern die Räumung der besetzten Gebiete, die Schaffung eines palästinensischen Staates entsprechend des Völkerrechtes und die Einhaltung der Genfer Konvention. Dazu ist Deutschland auch aufgrund seiner Geschichte verpflichtet."

 

 

Schulpartnerschaften, Städtepartnerschaften, kulturelle Beziehungen

 

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Internationales/Begegnungen/Workshop/Schulpartnerschaften.pdf

Der pädagogische Austauschdienst (PAD) fördert finanziell Schulpartnerschaften. Diese ppt enthält die quantitative Entwicklung von geförderten Schulpartnerschaften zwischen deutschen und israelischen bzw. palästinensischen Schulen sowie die Fördermöglichkeiten. Hier wird auf Austausch auch mit Schulen aus den palästinensischen Gebieten hingewiesen.

 

http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Internationales/Begegnungen/Workshop/Begegnung.pdf

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft fasst in einer ppt zusammen, worauf es bei SchülerInnenaustausch mit Israel ankommt. Hier wird Austausch mit 3 Kulturen als schwierig bezeichnet.

 

http://www.conact-org.de/wir_ueber_uns/index.html

Das ist die webpage des Koordinierungszentrums Deutsch-Israelischer Jugendaustausch, wo alle Informationen zu finden sind. Hier kommen Schulpartner-schaften zu Schulen aus den palästinensischen Gebieten nicht vor.

Interessant ist auch der link zu Länderinformationen über Israel, die konzentriert alle Informationen zusammen stellen, die für Jugendliche interessant sein können:

http://www.dija.de/downloads/downloads/Israel_Teil_Allgemein_Rahmenbedingungen.pdf

 

http://www.israelplatform.de/Daten/Schulpartnerschaft.pdf

Hier wird u.a. angesichts der "zunehmenden Antipathie gegenüber Israel" Hilfestellung für virtuelle Schulpartnerschaft mit Israel gegeben.

Berichte über Schulpartnerschaften, Reisen nach Israel finden sich zahlreich im Internet und können mit entsprechenden Suchwörtern recherchiert werden.

Ein Beispiel kann der Besuch von Aliza Olmert kurz nach dem Gazakrieg an einer Realschule sein, die ihre Schulpartnerschaft mit Israel pflegt, dabei aber auch Palästina einbezieht.

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/02/17/westzeit-israel.xml;jsessionid=09C6951FE00B72007BFA2DB5B49D3532.mediathek2

Radiobericht über den Verlauf des Besuches von Aliza Olmert an der Schule in Wattenscheid

http://www.wdr.de/radio/wdr2/westzeit/506648.phtml 

Bericht über diesen Besuch

http://www.pestalozzi-realschule-wattenscheid.de/home/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=1&Itemid=53         

Homepage der Schule mit Darstellung der Aktivitäten zu Israel

 

Städtepartnerschaften können für die eigenen Städte recherchiert werden. Viele israelischen Städte haben mehrfach Partnerschaften mit verschiedenen deutschen Städten, z.B. Haifa mit Mainz, Mannheim, Bremen, Düsseldorf u.a.

Hier ist das Beispiel für einen (Original-)Partnerschaftsvertrag von Bremen mit Haifa:

http://www.karin-mathes.de/cms/default/dokbin/222/222883.rahmenvereinbarung_bremenhaifa.pdf

 

 

Boykott und andere Möglichkeiten für Deutsche mit dem Nahostkonflikt umzugehen

 

Die Frage, ob Deutsche israelische Produkte boykottieren dürfen (wegen der Erinnerung an Deutsche im Nationalsozialismus, die jüdische Geschäfte boykottierten) wird diskutiert:

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/boykott-ja-nein.htm

 

Boykottaufruf auf Deutsch (der sich dagegen verwehrt zum Boykott von jüdischen Waren aufzurufen)

http://muslim-markt.de/index.html

 

Wie in anderen Ländern mit der Boykott-Frage umgegangen wird, kann (auf Deutsch) einer Link-Seite entnommen werden:

http://muslim-markt.de/boykott/zeitungsartikel.htm

Auf Englisch gibt es die Boycott Israel Campaign unter

http://www.inminds.co.uk/boycott-israel.html

 

Ein Beispiel für Boykott war in Schweden der Ausschluss der Öffentlichkeit, als Israel im Daviscup spielte:

http://www.tagesschau.de/ausland/daviscup102.html

Bericht vom 6.3.2009

 

Die israelische Friedensgruppe Gush Shalom nimmt Stellung zur Frage, ob Waren aus den illegal besetzten Gebieten boykottiert werden sollen (auf Englisch):

http://zope.gush-shalom.org/home/en/campaigns/boycott_settlements_products/

 

Alternativ-Aktion: Ein Schiff für Gaza

Ein Schiff mit humanitären Hilfsgütern und FriedensaktivistInnen aus aller Welt versucht die Blockade gegen Gaza zu durchbrechen.

http://freegaza.de/aktuelles.php

Seit 2008 wurden mehrfach Schiffe geschickt, die teils ankamen, teils von Israel nicht durch gelassen wurden, bzw. angegriffen wurden.

 

Wie diese Aktionen verlaufen, kann (auf Deutsch) mit vollzogen werden über Artikel:

http://www.freegaza.org/uploads/media/german.pdf

 

Alternativ-Organisation: ISM

http://www.ism-germany.net/uber-ism

International Solidarity Movement ist eine internationale Solidaritätsgruppe, die von Palästinensern gegründet wurde um im Ausland Unterstützung für Aktivitäten in Palästina zu mobilisieren. ISM hat einen deutschen Zweig.

Bemerkenswert ist ISM wegen der ausdrücklichen Betonung, dass sie nur gewaltlose Aktionen befürworten. Was das heißt führt ISM detailliert auf, so dass es zur Einschätzung offen dargelegt ist.

 

 

 

Ursachen und Lösungen:

Worum geht es eigentlich beim Nahostkonflikt

 

Statt die Konfrontation hie Israel, da Palästinenser, hie arme Jahrhunderte lang verfolgte Juden, da Palästinenser auf deren Rücken eine (Er)Lösung aus dem Antisemitismus andernorts durchgesetzt wird, weiter zu verstärken, könnte (auch für erheblich jüngere SchülerInnen) das Thema unter folgenden Aspekten / Fragestellungen betrachtet werden:

 

Welches Interesse haben sie gemeinsam?

Existenz(recht) in dieser Region

 

            Was benötigt man zum (Über)Leben?

                        Land (für Essen und zum Bebauen, Wohnen, Schutz, Zuhause)

                        Wasser (zum Trinken / für Bewässerung zum Anbau)

                        Energie (Zugang zu Öl, Gas, Strom...; Mittel zum Aufbau von Industrie)

                        sichere Grenzen (Schutz vor Übergriffen auf menschliches Leben, Wirt-

schaftspotential, Infrastruktur, Bildungseinrichtungen)

                        Wahrung der eigenen Identität (Religion / Heiligtümer, Sprache, Selbst-

bestimmung durch eigene Regierung)

 

            Mit welchem Anspruch starten beide nach dem 2. Weltkrieg?

            Welche Vorstellungen trägt die Weltgemeinschaft UN an sie heran?

            Wie haben beide bislang versucht ihren Anspruch bzw. die UN-Resolution umzusetzen?

(überproportionale Absicherung von "Existenzrecht" auf israelischer

Seite, auf Kosten / unter zunehmender Einschränkung der Existenz

von Palästinensern)

                       

            Welche daraus folgenden, neuen Probleme / Streitfragen sind

entstanden? (Flüchtlinge, Siedlungen, Besatzung, Mauer, Gewalt-

spirale, Unversöhnlichkeit / Hass)

                       

            Welche Alternativen gäbe es? = Lösungen

                        (Was ist gerechter Frieden?)

 

Materialien, die die Basis für Existenz(recht) beleuchten

 

http://www.kritische-stimme.de/WusstenSie.htm

Hier finden sich die Themen Flüchtlinge, Siedler, Wasser, Enteignung und Al-Aksa-Moschee kurz als "Wussten Sie schon..." angesprochen

 

 

Land – Vertreibung – Siedlungen

 Kartenvergleich

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/Karten.htm  Sammlung diverser Karten

http://www.passia.org/palestine_facts/MAPS/1947-un-partition-plan-reso.html  UN-Teilungsplan

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,250540,00.html UN-Teilungsplan; 1948-67; 1967-82; Gegenwart (pro-israelische Sicht)

http://rebels4peace.files.wordpress.com/2009/03/israel-palestine-map.jpg 1946; UN-Teilungsplan; 1949-67; 2000 (pro-palästinensische Sicht)

http://en.wikipedia.org/wiki/File:West_Bank_%26_Gaza_Map_2007_(Settlements).png heute: Siedlungen und Grenzübergänge gut zu erkennen

http://www.israel-palaestina.de/landkarten/karten.htm Karten zu allen Zeiten und Themen (Siedlungen, grüne Linie, Mauer), sehr genau / detailliert (daher möglicherweise unübersichtlich wirkend)

 

http://www.inminds.co.uk/boycott-israeli-dates.php Video (ca. 9 Minuten) auf Englisch, zeigt wie Palästinenser des Landes und ihrer Olivenbäume beraubt werden

 

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/hintergrund_vertreibung_apartheid.htm Sammlung von Beiträgen zu "Vertreibung der PalästinenserInnen"

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/14_5_1948_al_nakba.htm Beiträge (Videos, Bilder, ZeitzeugInnen, Texte) zu Al Nakba 1948

 

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/Siedler_Siedlungen.htm  Sammlung von Beiträgen zu "Siedler und Siedlungen in Palästina"

 

http://berlin.mfa.gov.il/mfm/web/main/document.asp?DocumentID=81252&MissionID=88 Darstellung der israelischen Regierung (hier: Botschaft in Berlin) zur Siedlungspolitik

 

 

Mauer

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Sperranlagen_(Westjordanland)

wikipedia "Israelische Sperranlagen" umfasst von eine beide Seiten beurteilende Beschreibung und links, die beide Seiten (Israel, PalästinenserInnen) zu Wort kommen lässt

 

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/mauer_wall.htm

Vielzahl von Beiträgen zur Mauer: Bilder, Videos, Texte, Präsentationen

 

 

Wasser

 

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/Das_Wasser.htm

Sammlung von Beiträgen zum Konfliktstoff Wasser

 

http://www.koblenz.de/bilder/wasser_kap_4_4.pdf

sachlich-wissenschaftliche Darstellung über die Bedeutung des Jordan-Flussystems mit anschaulicher Karte dazu

 

http://www.bpb.de/publikationen/0CVMKE,0,Die_Wasserkrise_im_Nahen_Osten.html

Ines Dombrowsky, Die Wasserkrise im Nahen Osten, Aus Politik und Zeitgeschichte, B 48-49, 2001, hrsg. Bundeszentrale für politische Bildung

 

http://www.schattenblick.de/infopool/politik/ausland/panah477.html

Warum will Israel die Westbank nicht räumen? Wie wichtig ist die Frage des Wassers? Gespräch mit einem palästinensischen Wasserexperten Prof. Kamal Abdul-Fattah, von Hakam Abdel-Hadi, 2.2.2009;

mit anschaulicher Karte

 

http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=X80AUV

Christiane Fröhlich, Zur Rolle der Ressource Wasser in Konflikten, Aus Politik und Zeitgeschichte, 25 / 2006

Vergleich von Flüssen: Jordan, Nil, Indus u.a.

 

http://www.weltpolitik.net/Regionen/Naher%20u.%20Mittlerer%20Osten/Nahostkonflikt/Analysen/deconinck.html

Stefan Deconinck, Öl ins Feuer - Wasser im israelisch-palästinensischen Konflikt

weltpolitik.net ist das Onlineportal für internationale Beziehungen des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).

 

 

Erdgas

 

Die Behauptung "Im Nahostkonflikt geht es den USA um Öl, deshalb stützen sie Israel" wird von vielen Menschen schnell dahin gesagt. Es ist schwierig, diesen Bezug UNMITTELBAR herzustellen.

Israel hat (fast) kein Erdöl, etwas Erdgas.

Pipelines führen in weitem Bogen um die Konfliktregion Israel herum, sind eher der Hintergrund für Auseinandersetzungen in der Kaukasusregion.

 

Während des Gazakrieges 2008/9 wurde der Aspekt "Erdgasfunde offshore von Gaza seit 2000" kaum laut erwähnt, er könnte aber bei den Waffenstillstandsver-handlungen hinter verschlossenen Türen durchaus eine Rolle spielen.

 

http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Gaza/gas.html

Rainer Rupp, Israel stiehlt palästinensisches Gas, Tel Aviv hat es auf die Offshore-Energieressourcen vor der Küste des Gazastreifens abgesehen, 20.1.2009;

das ist der einzige deutsche Artikel dazu

 

www.globalresearch.ca/PrintArticle.php?articleId=11680

Michel Chossudovsky, War and Natural Gas: The Israeli Invasion and Gaza's Offshore Gas Fields, Global Research, 8.1.2009

Dieser englische Beitrag enthält zwei erklärende Karten

 

 

http://pqasb.pqarchiver.com/jpost/access/1629579031.html?dids=1629579031:1629579031&FMT=ABS&FMTS=ABS:FT&date=Jan+18%2C+2009&author=MATTHEW+KRIEGER&pub=Jerusalem+Post&edition=&startpage=15&desc=The+%244+billion+opportunity+off+the+coast+of+Gaza

Matthew Krieger, The $ 4 billion opportunity off the coast of Gaza, Jerusalem Post, 18.1.2009

Leider ist dieser Artikel nicht mehr (kostenlos) im Internet zugänglich: M. Krieger ist Mitarbeiter einer Consulting Firma, Ruder Finn Israel, die die israelische Regierung in Wirtschaftsfragen berät. – In diesem Fall wird vorgeschlagen, dass Israel die Rechte am Erdgas vor der Gaza-Küste erwirbt (in den Waffenstillstandsverhandlungen zum Ende des Gazakrieges). Die israelische Regierung würde mit den (ausländischen) Betreibern einen neuen Vertrag über Ausbeutung der Quellen und Vertrieb schließen. Israel könnte dann einer Regierung von Gaza Gelder aus dem Profit für die Entwicklung von Gaza geben – unter der Voraussetzung, dass sicher gestellt ist, die Gaza-Regierung würde davon keine Waffen kaufen. So habe die israelische Regierung ein Faustpfand in der Hand, könne sich Sicherheit gegen Entwicklungshilfe kaufen.

 

 

Lösungen

 

http://www.sueddeutsche.de/politik/971/357798/text/

Petra Steinberger, Verplant in alle Ewigkeit, Die „Road Map“ und ihre Vorgänger - Friedenspläne seit 1969, Süddeutsche Zeitung 16.6.2003

 

http://genfer-initiative.de/genferinitiative/g_de.html

Wortlaut (auf Deutsch) Genfer Initiative, 1.12.2003

 

Eine Sichtung der Friedensgruppen in Israel ist lohnend – setzt aber Englisch-Kenntnisse voraus. Auf der Seite arendt-art.de finden sich Hinweise auf alle

FriedensaktivistInnen und –organisationen, v.a. auf folgender Seite:

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/stimmen_zum_nahstkonflikt.htm

 

Die verschiedenen Friedenspläne, die auf internationaler Ebene diskutiert werden, sind unter ihrem jeweiligen Namen in wikipedia beschrieben, z.B. Roadmap

http://de.wikipedia.org/wiki/Roadmap_(Nahostkonflikt)

 

Ein ungleiches Paar, das einen erstaunlichen Friedensplan vorgelegt hat und dafür Unterschriften sammelte, sind der palästinensische Philosophieprofessor Nusseibeh und der ehemalige israelische Geheimdienstchef Avalon im Jahr 2003

http://www.zeit.de/politik/nahost/dachs_030710

Gisela Dachs, Die Friedensinitiative von Ami Ayalon und Sari Nusseibeh ,Die Zeit 10.03.2003

Ihre Friedensinitiative "The People's Voice" ist auf Englisch zusammen gefasst:

http://en.wikipedia.org/wiki/The_People%27s_Voice

 

Eine Diskussion von Lösungen für den Nahostkonflikt könnte folgende Fragen umfassen:

 

Wer sollte an Verhandlungen beteiligt sein?

            Wer? Warum? Wer nicht? Warum nicht?

 

Welche Streitfragen müssen in erster Linie geklärt werden?

Welche Streitfragen sind zweitrangig?

 

Gibt es Vorbedingungen, die erfüllt sein müssen, bevor Verhandlungen beginnen können?

 

Welche Rolle können MediatorInnen spielen?

Wer ist geeignet, von beiden Seiten als echte (nicht-parteiische) MediatorIn anerkannt zu werden?

 

 

Was ist gerechter Frieden?

Hierzu empfiehlt sich der weltweite Appell von Jüdinnen und Juden vom 2.3.2009 zur Interpretation:

" Wir, die unterzeichnenden Jüdinnen und Juden,
erwarten die Beendigung der israelischen Besatzung, Besiedlung und Blockade palästinensischer Gebiete. Wir bestehen auf würdigen Lebensbedingungen sowie auf Sicherheit für alle Menschen in Israel und Palästina."

http://www.humanrights-in-israel.ch/de/index.php

 

 

 

 

 

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