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 Karawane für Palästina

Reisende für das Völkerrecht

 

 Karawane für Palästina  | - Aktuelles

Aktuelles zur Karawane für Palästina

Übersicht:

1.8.05 - UNION JUIVE RRANCAISE POUR LA PAIX - PRESSEMITTEILUNG

3.08.05  Günther Schenk,

26.07.05 Elisabeth Wöckel

22-23.7.05 Jordan Times

22.7.05 - (Israelnetz - der vollständigkeit wegen) -

21.07.05 Israel hindert Friedensaktivisten an Einreise - Junge Welt

21.7.05 - Die Karawane für Palästina - Reisende in Sachen Völkerrecht - Sophia Deeg am 21.7.2005

21.7.05 - Israel hindert internationale Karawane an Einreise in besetzte Gebiete - WAFA - Palestine News Agency

21.07.05 - ULRICH W. SAHM - Israelis stoppten "Karawane für Palästina" an der Grenze (Sahm und die Schmuddelgruppe Honestly Concerned nur der Vollständigkeit wegen)


20.7.05 - palestinemonitor.org

20.7.05 - Ellen Rohlfs


20.07.05 "Karawane" auf dem Weg in die besetzten Gebiete - Generaldelegation Palästina

17.07.2005 - Die Karawane: Reisende in Sachen Völkerrecht - Die Karawane für Palästina, Karawane des Rechts ist inzwischen in Syrien angekommen - globalresitance

15.7.05 Die Karawane für Palästina - Reisende in Sachen Völkerrecht - Ein Zwischenbericht - Sophia Deeg

13.07.2005 - Türkei: begeisterter Empfang der Karawane für Palästina - globalresitance

5.7.05 - Die
Karawane für Palästina und das Völkerrecht ist in Genf angekommen - Basler Zeitung

29.06.2005 - Start der Karawane für Palästina - globalresistance

Album Photo de la Caravane pour la Palestine en Europe

Départ de la Caravane du Droit depuis le Parlement Européen de Strasbourg

Blog Audio de la Caravane pour la Palestine - eutopic.lautre

Eine Karawane für Palästina - Eine Karawane für Menschenrechte - 2005

 

UJFP

UNION JUIVE RRANCAISE POUR LA PAIX

 

   

PRESSEMITTEILUNG

 1/08/05

 

 

Israel verliert seine Ehre, indem es der Friedenskarawane jeden

Zutritt verweigert.

 

Wir protestieren erneut aufs Schärfste gegen die Haltung der israelischen Behörden gegenüber jeder  die militärische Besatzung der palästinensischen Gebiete anprangernden Aktion.

 

Der Staat Israel legt eine beschämende Halsstarrigkeit an den Tag indem er der „Karawane

des Rechts – Karawane für Palästina“ die Einreise in das Westjordanland, ein Territorium unter seiner Besatzung verweigert. Die Karawane war im Innenhof des Europäischen Parlamentes in Straßburg am 4./5. Juli feierlich  verabschiedet worden. So verhält es sich seitens der Regierung in Tel Aviv mit jedweder Aktion gegen die Mauer wenn Israeli, Palästinenser und internationale Freiwillige gegen die Zerstörung der palästinensischen Gesellschaft und gegen die Zerschlagung der Aussicht auf einen lebensfähigen palästinensischen Staat protestieren.

 

Anstelle politischer Argumente antwortet die Sharon-Perez-Regierung mit militärischer und

polizeilicher Arroganz, einem klassischen Verhalten kolonialer Beherrschung. Wie jedes

Regime, welches die Rechte der kolonisierten Völker leugnet breitet die israelische Herrschaft seine Macht aus, ohne zu begreifen, dass diese Unterdrückung keinerlei Zukunft hat - selbst nicht für die Unterdrücker.

 

Wir verurteilen die Weigerung Israels, die Karawane passieren zu lassen, und darüber hinaus fordern wir, dass es das internationale Recht respektiert, besonders die 4. Genfer Konvention.

Dies beinhaltet die Verpflichtung zum vollständigen Rückzug aus den besetzen Gebieten. Tatsächlich handelt es sich ja nicht nur um Gaza (über die Art des Rückzugs geben wir uns

dabei keinerlei Illusion hin): auch das Westjordanland und Ost-Jerusalem müssen vom Militär geräumt werden, die dort angesiedelten Siedler müssen nach Israel umgesiedelt werden, die Mauer muss abgerissen werden und jedes Hindernis, das der Errichtung eines
lebensfähigen, unabhängigen und souveränen palästinensischen Staates auf dem gesamten

seit 1967 besetzten Gebiet im Wege steht, muss beseitigt werden. 

 

Wir begrüßen den gemeinsamen Kampf von Israeli, Palästinensern und der internationalen

Freiwilligen zugunsten des  Rechts auf Selbstbestimmung  des palästinensischen Volkes.

Wir ermahnen den Staat Israel zur Respektierung des Beschlusses des Internationalen Gerichtshofes zum Abriss der Mauer, jeden Weiterbau in den besetzten Gebieten einzustellen und den zahlreichen durch den Mauerbau geschädigten palästinensischen Bewohnern Entschädigung für den erlittenen Schaden zu leisten.

 

Wir unterstützen die Entsendung internationaler Kräfte zum Schutz des palästinensischen Volkes end die Durchsetzung der Sanktionen gegen die israelische Besatzung. Besonders

Unterstützen wir ein Embargo für alle Investitionen, die dem Unterdrückungsapparat dienen.

 

 

Union Juive Francaise pour la Paix (UJFP), Vereinigung jüdischer Franzosen für den Frieden.

21 ter, rue Voltaire, F-75011 PARIS, Tel. +33 (0) 1.42.02.59.76,  Fax +33 (0)1.42.02.59.77

E-Mail: ujfp(at)filnet.fr

 

 

 

3.8.05 Günther Schenk,

Karavane für das Recht, Karavane für Palästina

Persönlicher Bericht von Günter Schenk

Ja, Syrien war ein großer Höhepunkt unserer Karawane. Das begann bereits an der Grenze der Türkei, an der Bab el Hawa, wo uns Tausende von Palästinensern und Syrer stürmisch begrüßten.

In den Flüchtlingslagern Aleppos gab es dann Szenen, die nicht nur mir Tränen in die Augen trieben. Das ganze Lager, Kind und Kegel, waren auf den Beinen um uns zu begrüßen. Ein Volksfest nicht gekannten Ausmaßes.
Endlich, so sagte mir einer, endlich kommt Ihr zu uns, endlich sind wir nicht mehr allein...

Bei Damaskus wurden wir in einer Schule der PLO für Kriegswaisen vorzüglich und mit unermesslicher Gastfreundschaft untergebracht. - Die Schule wird von Mahmud Abbas regelmäßig besucht, und der Schulleiter, ein europäisch anmutender ehemaliger Banker, nahm uns mit einer Großzügigkeit auf, die mich beschämte. Der Mann durfte kürzlich, von Abbas als Berater eingeladen, nicht nach Palästina einreisen! Was für mich am schönsten war: durch nichts konnte ich auch nur den geringsten Unterschied in der Freude über unsere Karawane erkennen, seien es Syrer, seien es - in den großen Lagern - Palästinenser. Überall die gleiche Freude, Begeisterung, Solidarität....

Einer palästinensischen Rundfunkreporterin trieb es Tränen in die Augen. Auch hier und überall die gleichen Worte, wo nicht Worte, so die sprechenden Augen: Endlich kommt Ihr zu uns !!! Nichts von falscher staatlicher Propaganda... überall war die Übereinstimmung aller Menschen zu spüren, wenn es um Palästina ging. Das war bereits in der Türkei aufgefallen, wo Menschen spontan auf uns zukamen um Ihre Solidarität zu zeigen. Was jedoch in Syrien auffiel, ist die offensichtliche Übereinstimmung des offiziellen Syriens mit den Palästinensern. Syrien hatte sich von Anfang an in seinem besten Licht gezeigt: Einreisevisa, wo nicht vorher erteilt. wurden formlos an der Grenze ausgestellt, die problemlose Rückreise aus Palästina -mit unseren Fahrzeugen bereits im Vorfeld zugesichert - und eingehalten. Über die Menschen im Yarmouk Camp und den anderen Flüchtlingslagern kann ich nur sagen: selten waren mir Menschen, die ich niemals vorher gesehen hatte, so nahe, so geschwisterlich nahe. Noch heute, zuhause im "sommerlich kühlen" Elsass, denke ich mit Zärtlichkeit an meine Begegnungen.

Alte, junge, Frauen, Männer, Kinder... sie werden mir oft fehlen in den kommenden Tagen und Wochen.... Alte, die mir mit Wehmut berichteten, wie sie, vor 1948 die notleidenden und bedürftigen jüdischen Flüchtlinge aus Europa aufnahmen, ihnen bei der Eingewöhnung halfen... um dann, wenige Wochen, Monate, Jahre später von eben jenen selbst aus den Häusern, den Dörfern, den Städten verjagt zu werden... Vor mir steht auch jene Kriegerwitwe, jetzt um die 60 (fast mein Alter), die, ihren Mann im 67er Krieg verloren, ihre umfangreiche Familie zu einer würdevollen Existenz brachte. Die wunderschöne Frau sprach kein Wort, ihre ruhigen Augen schauten mit Festigkeit und Stolz zu ihrer Familie, zu mir.--- dann kam sie wortlos auf mich zu und heftete mir einen Pin in den Farben Palästinas an das Hemd. Ich bedankte mich wortlos, Was sie nicht sehen konnte, diese schöne "alte" Frau: ihre Handlung hatte mir Gänsehaut über den Rücken getrieben. Aus Freude und Dankbarkeit.

Oder, da war da die schöne 24-jährige Khissab, Musikerin - French Horn - schön wie Arabien, die mich durch den mitternächtlichen Suk führte. Ich konnte nicht anders, nahm sie bei der Hand und nannte sie meine Schwester. Nachts dann, ließ man mich nicht in unser Schulprojekt zurück, ich teilte, auf kleinem Raum das Lager mit der Familie.... Wie groß kann Glück sein?

Dann das Erlebnis an der Allenby-Brücke, bei den Israelischen Einreisebehörden... Warum israelische? Wollten wir nicht nach Palästina?
Warum nicht palästinensische Einreisebehörden...? Sei es drum, der Davidstern "schmückte" schon, von der Brücke kommend, das Gebäude. So beginnt Annexion ! Wo Besatzung schon schlimm genug ist....

Stundenlanges Warten, sehr üble sanitäre Verhältnisse (in den armen Lagern in Damaskus hatte ich es anders erlebt), Ein Sharon-Epigone, "charming" so gut es geht, versuchte mir zu erklären, warum er uns viel lieber so empfinge, wie ich es ihm für Frankfurt anbot, wenn nur, ja wenn..., sollte er jemals dorthin kommen (er war gebürtiger Deutscher)... der dumme, gehirngewaschene Soldat, kaum 20, der mir zurief: "Don't you have any other to do than to come here?" um mir etwas später zu sagen: "But, you are a minority", worauf ich ihm entgegnete, wie gern auch ich einerseits dies anders sehen würde, andererseits er jedoch bitte beachten solle, dass es (ich hatte mich als Deutscher zu erkennen gegeben) zwischen 1933 und 1945 nicht auch "minorities" gewesen seien, die sich für Juden in D. eingesetzt hätten... die Mehrheit hätte dies sicher nicht getan Worauf er, wie von einer Tarantel gestochen, davonlief....

Als wir dann, ca. 80 in der Halle - die anderen waren zur erwarteten Abfertigung am kommenden Tage mit Ihren Autos auf der Brücke geblieben, waren also gar nicht eingereist, was ihnen dann an den folgenden Tagen die Möglichkeit eröffnete, über eine andere Brücke, weiter nördlich, doch noch nach Galiläa zu kommen - von unserem, vom Shin Beth veranlassten Ausweisungsbeschluss erfuhren, wurde uns bedeutet, das Verbot, "Israelischen“ (sic!) Boden in den kommenden 5 Jahren nicht betreten zu dürfen. Dabei wollten wir doch gar nicht dorthin, sondern nach Palästina!!

Wir entschlossen uns spontan, von einer unserer spanischen Caravaniera, Anna-Maria, einer Menschenrechtsanwältin rücklings auf dem Boden liegend einen Artikel der Menschenrechtskonvention ausrufend, eine friedliche Sitzblockade zu bilden.
Daraufhin wurde, in einer blitzschnellen Aktion einem von uns von den Wachen die teure Digitalkamera aus der Hand gerissen und, soweit erkennbar, beschädigt. Daraufhin wurde uns bedeutet, innerhalb von 10 Minuten sei eine Einheit von Soldaten bereit, uns gewaltsam aus dem Gebäude zu entfernen. Die 10 Minuten waren dann aber doch wohl etwas kürzer und eine Hundertschaft einer Schlägertruppe griff sofort sehr brutal, mit Handschlägen, Fußtritten ein. Wir wurden sprichwörtlich zusammengepresst und in die Türen eines Busses gequetscht, so wie man eine Gans mästet.... Einer unserer Jüngsten, um die 12,  wurde der Arm so verdreht, dass er anschließend voller Blutergüsse war, einem von uns wurde das Hemd zerrissen, einem anderen ein Muttermal am Rücken aufgerissen, sodass er notärztlich versorgt werden musste.

Der gleiche junge Israeli, der zuvor mit mir "geredet" hatte, stand nun, mit zwei anderen Gleichaltrigen lachend und kichern dabei. Auch mein Wort: "Was würde Deine Mutter dazu sagen?" berührten ihn keinesfalls. Ein armseliger Gehirngewaschener von jahrelanger Hasspropaganda des israelischen Staates gegenüber Palästinensern.

Unsere Reisepässe, alle einheitlich mit dem doppelten Stempel "ENTRY DENIED", erhielten wir erst später zurück. Dieser Stempel "schmückt" nun die weinroten Europa- Pässe mit Bundesadler, in denen 2 Seiten vorher das freundliche syrische Visum, gratis und 3 Monate lang gültig, zu finden ist. Entscheide wer will, wo der größere Friedenswille zu finden sei....

Noch während der Abschiebung lud uns der palästinensische Leiter des Bildungsprojektes für Kriegswaisen bei Damaskus ein, wir seien seine lieben Gäste, so lang wir wollten, wann er uns denn an der jordanisch-syrischen Grenze erwarten dürfe...Ich versprach ihm unsere genaue Ankunft für den kommenden Tag...

Die Jordanier hatten, anders als die Syrier, ihre eigenen Probleme mit uns Abgeschobenen: Schon auf der Durchreise war uns die Fahrt nach Amman verwehrt worden. Man wollte uns offensichtlich nicht in der Hauptstadt des Wüstenstaates. Zwar wurden wir, ordentlich genug, im Militärstreifen hinter der Grenze zum Jordantal hin "untergebracht", immerhin "gut" bewacht, rund um die Uhr, jedoch hatten Schnüffler unter Ihnen mitbekommen, dass wir vorhatten, am kommenden Tag in Amman vor der Israelischen Botschaft eine Schweigedemo abzuhalten. Das war dann wohl für das jordanische Vasallenregime der Israelis zu viel... Man eskortierte uns, entgegen unseres Wunsches, in andere Richtung... was uns jedoch nicht davon abhalten konnte, doch noch die deutsche und die französische Botschaft zu erreichen.

Eine kleine Anmerkung: der deutsche Botschafter in Amman gab mir kurzfristig einen Termin für unsere kleine deutsche. "Delegation" für 16:30, weit außerhalb der Öffnungszeit an diesem Donnerstag. Eine noble Geste. Er wird seinen Bericht an das AA, den Kollegen Dressler in Tel Aviv, sowie nach Ramallah senden. Die Angelegenheit wird zudem auf die Tagesordnung der kommenden EU-Inter-Groupe der Botschafter in Amman gesetzt. Gleiches bei der Botschaft Frankreichs....

Der Empfang an der jordanisch-syrischen Grenze, am kommenden Tag war erneut ebenso warmherzig wie zahlreich. Die Medien, auch FS waren da, ebenso unsere zuverlässigen Gewährsleute, die opferbereite palästinensische. Journalistin Nemat, der hilfsbereite Abu Jussef, der verlässliche Mamoun Tello, "unser" Schuldirektor der PLO- Bildungseinrichtung, sie alle waren die weit über 200 km an die Grenze entgegengekommen, hatten einen Bus bereitgestellt, um den ich am Vortag am Telefon gebeten hatte... kurz, keine Mühe war ihnen zu viel gewesen, um uns nach dem, was in der Allenby-Brücke geschehen war, gut aufzunehmen. Auch jetzt wieder von überall die Worte: nie hat für uns jemand das getan, was Ihr getan habt....

Eine große Pressekonferenz mit zahlreichen Kameras und Mikrophonen gab uns am kommenden Tag Gelegenheit zu unserem Resumee.
Ganz besonders erfreulich war die dauernde Anwesenheit von Al-Jazeera, von syrischen und palästinensischen Medien - von Deutschen Medien keine Spur ,trotz vorheriger Ankündigung - der Reuters-Reporter, den ich bei der ersten Einreise am Bab el Hawa ausmachte, hatte sich keiner weiteren Mühe unterworfen. Verständlich, schließlich war er von Beginn an tatenlos geblieben - gab es eine Anweisung aus London?

Für den israelischen Staatsapparat waren wir, die Friedvollen, ohne Waffen, ja sogar ohne das kleinste "Schweizer Offiziersmesser" im Gepäck, eine Gefahr. Freundschaft als Gefahr für einen Staat ? Für die Palästinenser in den Lagern waren und wurden wir zu einem hell leuchtenden Hoffnungsschein.

Eine besondere Ehre erwiesen uns die Syrer, indem sie uns am kommenden Tag in den sonst gesperrten Golan, (gemeint ist der durch UNO-Intervention bereits nach 1967 befreite Golan) fuhren. Wir konnten sehen, wie alle strategischen Stellen und Hügel, auch weite fruchtbare Flächen weiterhin von Israel besetzt, in dessen Sprache annektiert blieb. Am beeindruckendsten jedoch ist die Stadt Kuneitra, von Israel aus Wut über den von den UN erzwungenen Rückzug Haus für Haus, Kirche, Moschee, Krankenhaus und
Schule zerstört. Kein Lebenszeichen sollte weiterhin Zeugnis ablegen von Jahrhunderte langer syrischer urbaner Existenz. Mutwillig zerstört, vermint, So ist Kuneitra ein bleibendes Symbol zionistischen Hasses auf alles Fremde...auf alles, was dem eigenen Staat entgegensteht.

Insofern: ein Erfolg für die „Karawane für Palästina - Karawane des Rechts“.. denn das Signal wurde von den Palästinensern, diesseits und jenseits der Grenzen aufgenommen.

Günter Schenk

P.S. irgendwer hatte sich, völlig zu Unrecht, daran gestört, dass wir das Rückkehrrecht der Palästinenser nicht explizit genannt hätten. Das ist natürlich falsch, Alle Palästinenser konnten an unserem Hals den symbolischen Schlüssel des Rückkehrrechtes sehen. aus Olivenholz geschnitzt: in Bethlehem.. Und Karawane des Rechts heißt auch: Karawane des Rechts auf Rückkehr.


 

 

 

26.07.05 Elisabeth Wöckel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Elisabeth Wöckel
Gesendet: Sonntag, 24. Juli 2005 22:44
Betreff: Karawane in Damaskus


 
Hallo liebe Freunde und Mitstreiter für den Frieden,

 
Vorab ein kurzer Überblick über die Formalitäten bei der Ein-bzw. Ausreise der Karawane in Nahost und über das Programm  in Damaskus.

 
In der Türkei gelang die Einreise der 165 Teilnehmer, ein Bus, über 30 Autos ohne grössere Probleme.  Dann gab es ein Interview mit NTV Television mit einer Konferenzschaltung nach Tel-Aviv mit Uri Avnery. 

 
 Bei der Ausreise nach Syrien mussten die Karawane an der türkischen Grenzstation 4 Stunden lang warten.
Auf der syrischen Seite waren bereits um 7 Uhr morgens 3 Busse mit jungen Aktivisten der syrischen marxistischen Partei eingetroffen, mit roten Fahnen, mit einer Musikband und viel Erwartung.

 
Als wir um 10Uhr 30 mit Palästinensern und der Regenbogenfahne der europäischen Friedensbewegung  ankamen, gab es viel zu fragen. Die Fahne erregte allgemeines Aufsehen, sie war während der Tage in Syrien in den Palästinenserlagern und in der Stadt die  Attraktion schlechthin.
Beim Warten an der Grenze hatte ich auch Gelegenheit, den jungen Marxisten die Bedeutung von ATTAC zu erläutern.

 
Die Karawane hatte gegen 14 Uhr 30 die türk. Grenzstation erreicht, einige hundert Meter von uns entfernt.
Ambulanzwagen kamen aus Aleppo und Idlib, 4 Autos von der UNO, der Polizeichef von Idlib, der Bürgermeister, Polizisten auf Motorrädern und ein Protokollwagen, um die Karawane auf syrischer Seite mit  Ehren zu empfangen und nach Aleppo zu geleiten. Fernsehteams waren anwesend, AlJazeera, Syrien TV, Al Arabia und Zeitungen. Der Beauftragte von Reuters war zwar anwesend, aber er schwieg, wohl auf Geheiss, keine Frage, kein Interview.....

 
Um 17 Uhr 30 schliesslich erlaubten die Türken die Ausreise der Karawane.
An der syrischen Grenze wurde Nachzüglern noch nachträglich das Visum erteilt, auch einem Palästinenser, der über Ägypten aus den besetzten Gebieten ausgereist und in Europa zur Karawane gestossen war.
Es gab einen grossen Empfang auf syrischer Seite, Getränke, Erfrischungen und Willkommreden vom Bürgermeister und Polizeichef.

 
Der französische Organisator und ATTAC Repräsentant Michel Flament, erwiderte die Rede. Alle Karawanenteilnehmer waren überrascht von der unpolitischen Freundlichkeit der Syrer, von der Offenheit und Menschlichkeit, es gab kein einziges politisches Statement.
Man war mit völlig anderen Vorstellungen nach Syrien gekommen, man hatte sich gegen solche Statements gewappnet und das war ein  Irrtum gewesen. Nun begann eine emotionale Kehrtwende bei den Teilnehmern.

 
Gegen 19 Uhr wurde Abschied genommen, es ging zum  Palästinenserlager Al Nirab bei Aleppo. Wieder Empfang, so viel Jubel und so viel Freude auf Seiten der Palästinenser, besonders bei den Kindern, kein Herz blieb ungerührt, es gab Tränen bei den Karawanenteilnehmern.
Seit der Vertreibung vor über 50 Jahren war es das erte Mal, dass aus Europa eine Gruppe Friedensaktivisten gekommen war, um die Palästinenser zu besuchen.

 
Die Willkommrede des Muftis wurde vom katholischen Geistlichen ins Französische übersetzt, die Rede des Katholiken ins Arabische vom Mufti. Kooperation der Religionen wird dort gelebt, das war sichtbar. Es gibt keie Feindseligkeiten oder Vorbehalte gegeneinander. Islamistische Anschläge wurden als nicht moslemische Haltung verurteilt.

 
Nach dem Feiern, morgens um 1 Uhr wurde  nach Damaskus aufgebrochen,  um 7 Uhr  Ankunft auf dem Uni-Campus von Yarmouk.
Schlafen war angesagt. Nach langer Zeit gab es richtige Betten und warme Duschen.

 
Am späten Nachmittag und am Abend dann im Lager Yarmuk in Damaskus gab es Begegnungen mit Palästinensern, gegessen wurde bei palästinenschiche Familien, alle wollten Karawaniers bei sich haben!
Alle Fernsehtams waren anwesend, es gab Interviews, es wurde gefeiert, dann geschlafen.

 
Am nächsten Tag  gab es Folklore, Tanz und viel Geplauder, dann nach dem Lunch in Familien wurden noch  4 andere Palästinenserlager besucht, Schulen, Gesundheitszentren, Kultureinrichtungen. Die UNO hatte zwei grosse  Busse zur Verfügung gestellt. Mit Ambulanz, Polizei, Protokoll und den restlichen Autos gab es eine Ralley auf den breiten Strassen von Damaskus mit Friedensfahnen von der Karawane und Jubel auf Seiten der Passanten!

 
Beeindruckend war die Zusammenarbeit zwischen Syrern und Palästinensern, das friedliche Miteinander, auch die Gemeinschaft der Religionen.

 
Gesponsert wurden die Ausgaben für die Karawane  von  Familienunternehmen, 1000 T-Shirts mit Aufdrucken von der Karawane und Jerusalem wurden verteilt, palästinensische Schals und Tücher.

 
Die PLO hatte eine Zeremonie mit Kranzniederlegung auf dem Palästinenserfriedhof organisiert und kleine Souvenirs an die Karawane verteilt.

 
Die syische. Regierung hatte lediglich an alle Institutionen Anweisung gegeben, der Karawane überall behilflich zu sein. Finanziert wurde nichts vom Staat, alles wurde von Syrern und Palästinensern bezahlt.

 
Dann, am Montag, 18. Juli gab es einen rührenden Abschied in der syrischen Grenzstadt Deraa vom Bürgermeister, Mädchen in weisser Tracht überreichten Blumen, die Polizei salutierte auf der Strasse, dann wurde die jordanische Grenze angesteuert.
Die Jordanier verhielten sich korrekt, kühl, sie erteilten ein Durchreisevisum.
Der Abend in Amman wurde mit Palästinensern verbracht.  Das Ziel des nächsten Tages: die Allenbey Bridge und Einreise nach Israel.

 
Wie das ausging, erläutern die Berichte von Jordantimes und Junge Welt.
Am Freitag schliesslich erreichte die Karawane wieder Damaskus, Unterkunft in einer PLO Schule, Ruhe für drei Tage, Besichtung der Altstadt..... dann kommt die Rückreise.

 
In den Palästinenserlagern  in Syrien  lag ganz eindeutig der Schwerpunkt der Karawane.

 
Mit der Unterstützung von AlJazeera und Al Quds Radio haben wir bei den Palästinensern in Syrien eine Friedensbewegung initiiert, Al Quds wird in den besetzten Gebieten gehört.
Die Aufgabe der "freien Palästinenser" in Syrien wird es sein, auf friedliche Weise für die Erfüllung der UNO Resolutionen und für die Menschenrechte für die Palästinenser einzutreten.
Wir haben in Syrien Sponsoren gefunden, die die Regenbogenfahne produzieren werden mit dem arabischen Schriftzug Salaam und Peace in englisch.
Diese Fahne wird nach Europa, nach Strassburg  zurückgebracht werden durch eine Karawane von Palästinesern aus arabischen Ländern.

 
Syrien hat sich sehr  tolerant verhalten und die Karawane freundlich unterstützt.
Wenn man den Bericht von der Jungen Welt und Jordantimes gelesen hat, muss man  fragen, wo demokratische Regeln eingehalten werden, wer EU-Bürger respektiert und, warum die EU Syrien mit Sanktionen bestraft.
 
Herzliche Grüsse Elisabeth Wöckel
 

 


22-23.7.05 Jordan Times



22.7.05 - (Israelnetz - der vollständigkeit wegen) -
130 "Friedensaktivisten" an Grenze aufgehalten - (Eine "Demokratie" zeigt ihr G
esicht)
"....Die israelischen Behörden hatten die Aktivisten neun Stunden befragt, teilte Obeid mit. Zudem hätten sie deren Reisepässe mit dem Hinweis versehen, dass ihnen die Einreise nach Israel für die kommenden fünf Jahre nicht erlaubt sei...."
 



21.07.05
Israel hindert Friedensaktivisten an Einreise
»Karawane für Palästina« darf nicht in die besetzten palästinensischen Gebiete

 


21.7.05 - Die Karawane für Palästina - Reisende in Sachen Völkerrecht - Sophia Deeg am 21.7.2005
 


 


21.7.05 - Israel hindert internationale Karawane an Einreise in besetzte Gebiete
WAFA - Palestine News Agency - RAMALLAH, 20. Juli 2005 (WAFA) – Den zweiten aufeinander folgenden Tag hindern israelische Behörden eine Karawane internationaler Aktivisten an der Einreise in die besetzten palästinensischen Gebiete (OPT).

 Unser WAFA-Korrespondent teilt mit, dass die israelischen Behörden drei französischen Aktivisten erlaubt, jedoch den weiteren 147 anderen verboten hätten, nach Ramallah zu reisen.

Die Karawane will sich für die Einhaltung der  Menschenrechte der Palästinenser und für die Unterstützung für deren Freiheit einsetzen.

 Er fügte hinzu, dass die Karawane darauf ziele, internationale Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsverletzungen und durch israelische Besatzungskräfte ausgeübte Gewalttaten in den besetzten palästinensischen Gebieten zu lenken.

 Die Karawane begann ihre Reise am 04. Juli in Straßburg und wollte Jerusalem am 19. Juli erreichen. Ihre Reise führte sie durch die Hauptstädte Europas und des Nahen Ostens einschließlich Genf, Bologna, Ancona, Patras, Athen, Istanbul, Ankara und Amman.

 Die Karawane für Palästina besteht aus mehr als 100 Fahrzeugen, in denen Menschenrechtsaktivisten sowie Vertreter europäischer Menschenrechtsorganisationen unterwegs sind. - 21.07.2005, Übers. v. Gabriele Al Dahouk

 


21.07.05 - ULRICH W. SAHM - Israelis stoppten "Karawane für Palästina" an der Grenze (Sahm und die Schmuddelgruppe Honestly Concerned nur der Vollständigkeit wegen) Sophia Deeg ist in Deutschland, sie kein kein Grund dafür sein, das die Friedensgruppe nicht einreisen konnte. Ihre Geschichte als lebendiges Schutzschild ist, so wie Sahm sie schildert auch unwahr. Seine Art der Berichterstattung ist  im Sinne Honestly Concerned diffamierend.
 



20.7.05 - 
120 Supporters in the Caravan for Justice in Palestine have been Forcefully Deported from the Allenby Bridge and sent back to Jordan July 20, 2005

After two days of negotiations and detention today from 8:00 a.m. to 8:00 p.m. at the Allenby Bridge border crossing terminal, Israeli soldiers deported 120 members of the Caravan for Justice in Palestine and forced them to return to Jordan.  The delegation included members from 18 countries including France, Canada, Spain, Switzerland, Mexico, and Germany, three of whom are children.

According to Dr. Mustafa Barghouthi, General Secretary of the Palestinian National Initiative, the soldiers prevented them from entering Israel, stamped their passports with a mark that will prohibit them from entering Israel or the Palestinian Territories for the rest of their lives, and forcefully dragged them onto busses that sent them back to Jordan.  Soldiers beat, dragged, and pushed many of the Caravaners and confiscated one of their cameras as they were forcing them onto the busses.  Israel brought extra security forces onto the scene to carry out the forced evacuation.

The Caravaners have been on the road for over two weeks on the way from Strasbourg, France, to their destination in Jerusalem to show solidarity with the Palestinian people and to demand that Israel comply with international law, UN resolutions, and the International Court of Justice decision last summer that declared the Apartheid Wall unlawful and ruled that all states parties to the Fourth Geneva Convention do all in their power to see that Israel complies with the ruling and tears down the Wall and compensates all victims.

http://www.palestinemonitor.org/nueva_web/updates_news/updates/caravan_4_justice.htm
 


 

20.7.05 - Ellen RohlfsKarawane für das Recht darf nicht in Israel - Palästina einreisen - Liebe Freunde, ich erhalte gerade (18:45) einen Telefonanruf von Günter Schenk, (Straßburg), jetzt mitten aus dem Grenzkontrollpunkt bei der Abdullahbrücke (Jordan): alle - mehr als 100 Teilnehmer - der "Karavane für Palestine, Karavane des Rechtes" werden ausgewiesen. Keiner wird nach Israel hineingelassen - eine Order vom Innenministerium. Die Pässe würden sie erst wieder im Bus erhalten, der sie auf die jordanische Seite der Brücke bringt. Sie sollten innerhalb weniger Minuten die Halle verlassen. Israel ist im Gegensatz zu Syrien, das die Karavane sehr freundlich und in jeder Weise unterstützend aufgenommen hat, nicht am Frieden interessiert, wurde mir gesagt. Im Raum war großes Getöse zu hören, auch eine Rechtsanwältin aus Spanien rief laut auf englisch etwas, was ich aber nicht verstehen konnte. Ich hörte noch, dass sich alle Teilnehmer auf den Boden legen, um sich zu weigern, ausgewiesen zu werden. Sie wollen sich einzeln hinaustragen lassen. GS bat mich dies an alle Freunde, möglichst auch an die Presse weiterzugeben. Ellen Rohlfs  

 



20.07.05
"Karawane" auf dem Weg in die besetzten Gebiete


 

17.07.2005 - Die Karawane: Reisende in Sachen Völkerrecht - Die Karawane für Palästina, Karawane des Rechts ist inzwischen in Syrien angekommen.



15.7.05 Die Karawane für Palästina - Reisende in Sachen Völkerrecht - Ein Zwischenbericht - Sophia Deeg
 


13.07.2005 - Türkei: begeisterter Empfang der Karawane für Palästina
 



5.7.05 - Die Karawane für Palästina und das Völkerrecht ist in Genf angekommen
 



29.06.2005 - Start der Karawane für Palästina
 




Album Photo de la Caravane pour la Palestine en Europe

Départ de la Caravane du Droit depuis le Parlement Européen de Strasbourg

Blog Audio de la Caravane pour la Palestine - eutopic.lautre

Eine Karawane für Palästina - Eine Karawane für Menschenrechte - 2005

 

 

 

 

Karawane für das Recht

Caravane pour la Palestine

 

Für diesen Sommer ist eine europäische Auto-Karawane nach Palästina geplant. Es geht darum, auf dem Weg von Straßburg, dem Herzen Europas bis nach Palästina zu reisen, dabei immer wieder Station zu machen, um mit örtlichen AktivistInnen und Gruppen zusammen Kulturveranstaltungen zu organisieren und zu diskutieren, wie wir den Widerstand gegen die Besatzung stärken können. Auf der angegebenen Website ist mehr über den aktuellen Stand der Planung zu erfahren.


Der palästinensische Arzt Mustafa Barghouti ist "Vater" der Initiative einer europäischen Caravane für Frieden und Recht, beginnend am 4. Juli 2005 vor dem Europa-Parlament in Straßburg, unter der Schirmherrschaft des Europa-Parlamentes, nach Jerusalem. ..... Die Botschaften der durchreisten Länder sind aktiv eingeschaltet bei den Formalitäten, Fernsehen und Rundfunkmedien, auch Künstler begleiten oder sind vor Ort, ärztliche Begleitung und technische Pkw-Hilfe während der Caravane für Frieden und Recht ist gesichert.

Allein aus Frankreich und Benelux sind bereits 420 Personen als Teilnehmer angemeldet, bisher 30 aus England,
Teilnehmer aus allen Staaten Europas werden erwartet, diejenigen aus Osteuropa werden sich der Caravane in
Istambul anschließen. "Inzwischen kommen aus allen Teilen Deutschlands Anfragen für die Aufnahme. Das ist ein gutes Zeichen für wachsende Bereitschaft der Menschen, Unrecht beim Namen zu nennen"
Ich verweise auf die Aussage von Professor Moshe Zuckerman "Deutschland kommt eine Schlüsselrolle zu in der Palästina-Frage, auch wenn das in Deutschland wenig bekannt sein sollte" .....

 

1. Tag: Strasbourg – Geneva (July 5)
2. Tag: Geneva – Milano (6)
3. Tag: Milano – Trieste (7)
4. Tag: Trieste – Lubliana – Zagreb (8)
5. Tag: Zagreb – Belgrad (9)
6. Tag: Belgrad – Sofia (10)
7. Tag: Sofia – Istanbul (11)
8. Tag: Istanbul (12)
9. Tag: Istanbul – Ankara (13)
10. Tag: Ankara – Cappadocia (14)
11. Tag: Cappadocia – Alep (15)
12. Tag: Alep – Damas (16)
13. Tag: Damas – Amman (17)
14. Tag: Amman (18)
15. Tag: Amman - Allenby bridge - Jerusalem (19)

Total = 3742 km
Then one week in Palestine


Die Rückfahrt kann von dort aus individuell und in Gruppen erfolgen. Eine Woche für die Rückreise ist genügend, wenn keine Sonderwünsche vorliegen.

 


http://caravane.palestine.free.fr 

 

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