20.12012
- Siedlerführer
Katzover gibt nicht länger vor,
die Demokratie zu unterstützen
- Adam Keller - Benny Katzover,
einer der Gründer und prominenten
Führer der Siedlerbewegung,
nimmt alle Masken ab. Er erklärt
in klaren und eindeutigen Worten,
er sei ein geschworener Feind
der Demokratie, in dem er darum
kämpft, das demokratische Regime
in Israel zu demontieren und
zu zerstören und sie durch eine
„jüdische“ Diktatur mit einem
nationalistisch – theokratisch
– rassistischen Charakter zu
ersetzen. Katzover sieht es
nicht mehr für nötig an, gegenüber
der Demokratie ein Lippenbekenntnis
abzugeben, wie er und seine
Freunde es viele Jahre getan
haben. Jetzt spricht er offen
und unverschämt ohne Befürchtung,
dass ihm durch diese Offenheit
Schaden zugefügt wird. Er sieht
und fühlt, dass die Liquidierung
der Demokratie jetzt auf der
israelischen öffentlichen Agenda
eine greifbare und realistische
Option ist.
Tatsächlich ist es unmöglich,
eine Entscheidung weiter hinauszuschieben.
Entweder würde die schon in
den besetzten Gebieten existierende
militärische und Siedlerdiktatur
in alle Teile der israelischen
Gesellschaft dringen und eliminieren,
was noch von einer Demokratie
in Israel übrig ist, und vielleicht
auch für Israel selbst das Ende
bringen – oder die vernünftigen
Kräfte in der israelischen Gesellschaft
werden sich im letzten Augenblick
zusammenfinden, um der Besatzung
und der Siedlung ein Ende zu
setzen, die Demokratie aufrecht
zu erhalten und stärken und
einen Frieden zwischen Israel,
den Palästinensern und der arabischen
Welt zu erreichen. Zwischen
diesen beiden Möglichkeiten
kann es keine Brücke und keinen
Kompromiss geben.
http://972mag.com/settler-leader-democracy-must-be-dismantled/32401/
(dt. Ellen Rohlfs)
Judenführer
Ovadia Yosef: Nichtjuden existieren nur, um den
Juden zu dienen -
Ovaida Yosef prahlt
mit dem jüdischen Gesetz. - Der Führer der
sephardischen Juden, Ober-Rabbiner Ovadia Yosef,
machte in seiner samstäglichen (Sabbat) Predigt
deutlich:
"Nichtjuden sind nur auf
dieser Welt sind, um den Juden zu dienen."
"Die Gojim wurden dazu
geboren, um uns zu dienen. Sie erfüllen keinen
anderen Zweck auf dieser Welt, als dem Volk
Israel zu dienen,"
sagte er während einer
öffentlichen Diskussion, wo es darum ging,
welche Arbeiten ein Goj erlaubt ist, am Shabbat
zu verrichten.
"Wozu werden die Nichtjuden
gebraucht? Sie werden gebraucht, um vor unseren
Augen zu arbeiten, zu pflügen und zu ernten,
während wir wie ein Effendi ihnen speisend
zuschauen,"
sage er unter dem Gelächter
der Anwesenden.
Yosef ist der geistige Führer
der Schas-Partei (Koalitionsparter der Regierung
Netanyahu) und ehemalige Chef-Rabbiner der
Sepharden in Israel.
Er fügte noch an, daß das
Leben der Nichtjuden geschützt werden müsse, um
die Juden vor finanziellen Verlusten zu
schützen. "Mit Nichtjuden ist es wie mit jeder
anderen Person auch. Sie müssen letztlich
sterben. Aber Gott schenkt ihnen ein langes
Leben. Warum? Stellt euch vor, jemands Esel
stirbt, das bedeutet einen Verlust für den
Eselbesitzer, er würde dadurch Geld verlieren.
Der Esel ist schließlich sein Diener. Das ist
der Grund, warum der Nichtjude eine langes Leben
hat, um für den Juden gut zu arbeiten“,
sagte
der Rabbiner, der kürzlich 90 wurde. Die Rede
des Rabbiners wurde zwecks Verbreitung und
Durchsetzung dieser Ideenwelt auch im
israelischen Radio (Kanal 10) gesendet. Können
Sie sich vorstellen, daß eine ähnlich
haßtriefende Propaganda gegen das Judentum in
der BRD oder in Polen möglich wäre und dann auch
noch in den öffentlichen Medien verbreitet
würde?
Quelle
Shulamit Aloni: Ich
fühle mich hier wie eine Fremde
- Yoav Zitun
-
Akademiker,
Künstler, Zivilisten demonstrierten
Sonntagnachmittag in Tel Aviv gegen das, was sie
rassistische Gesetze nennen, die vor kurzem von
der Regierung und der Knesset genehmigt wurden –
sie seien im Widerspruch zum Geist von Israels
Unabhängigkeits-erklärung. Am Sonntag
beschimpfte Außenminister Avigdor Lieberman
auch den Aufruf von Schauspielern - an einer
Vorstellung im Kulturzentrum in der
Westbanksiedlung Ariel nicht teilzunehmen. Er
sagte, es gäbe dort einen Ort für Redefreiheit,
aber keinen Ort für Hetze. Die
Demonstranten, einschließlich der früheren
Ministerin Shulamit Aloni, der Juristin Muta
Kremenitzer, (Verantwortliche der arbeitenden
und studierenden Jugendbewegung Pesach
Hausfetter ) und die Schauspielerin Hanna Meron
hielten die Protestdemo am alten Tel Aviver
Museum, wo Israels Unabhängigkeit ursprünglich
erklärt wurde. Teilnehmer riefen dazu auf, sich
an die Verpflichtungen der
Unabhängigkeits-Erklärungen zu halten, besonders
an die Freiheit des Gottesdienstes und des
Gewissens, an die gleichen sozialen und
politischen Rechte ( für alle), ohne Rücksicht
auf Religion, Rasse oder Geschlecht. Sie sagen,
eine Welle öffentlicher und Regierungsakte, die
von rassistischen Gesetzen beschmutzt werden,
schwappt übers Land, und treten fundamentale
Freiheiten mit Füßen. Aloni sagte, sie „fühle
sich wie eine Fremde im eigenen Land“ „Jeder
spreche über Zionismus“ sagte sie „ Aber der
Zionismus wurde geschaffen, um einen Staat für
autonome Bürger zu gründen – ich begreife nicht,
was heute hier vor sich geht.“ Kremenitzer
sagte, Israel sei auf dem Weg, ein rassistischer
Staat zu werden, während der Veteran, Aktivist
und frühere MK Uri Avnery sagte, die Knesset
erlässt neue Rassegesetze , die dem Wesen nach,
den berüchtigten Nürnberger Rassegesetzen
entsprechen. Das Staatbürgerschaftsgesetz – im
letzten Monat von der Regierung erlassen – liegt
im Mittelpunkt ihres Protestes. Nach der
Veränderung des Gesetzes wird von allen
Nicht-Juden, die die Staatsbürgerschaft
beantragen, verlangt, dass sie einen Treueid
gegenüber dem Staat Israel schwören. Aloni, die
auf die Veränderung Bezug nahm, sagte, dass in
jedem Land eine Person ein Bürger sei: „Juden
sind in Großbritannien britisch“, sage sie, „sie
haben die selben Rechte wie Katholiken und
Protestanten.“ (dt. Ellen Rohlfs)
Das
Israelische Amt für Zentrale Statistische Erhebungen lösche Daten
der arabischen Bewohner der Negevwüste im Süden der besetzten
palästinensischen Gebiete. Sie fielen damit aus den amtlichen
Statistiken heraus, ihre Existenz solle ausradiert werden, wie der
palästinensische Anwalt Murad Al-Sane’a deutlich machte.
Sane’a klagt an,
dass dieser Schritt auf gleicher Linie mit Israels Politik liege,
alle diejenigen Daten zu beseitigen, welche die Existenz
palästinensischer sowie arabischer Einwohner in den
entsprechenden Territorien beweisen, und behauptet, dass
Geburtenzugänge nicht in Israels Statistiken eingingen.
Sane’a macht
darauf aufmerksam, dass diese von Israel durchgeführte Maßnahme zur
Folge habe, dass Negev-Arabern Grunddienstleistungen vorenthalten
würden wie Elektrizität, Wasserversorgung, Bildungs- und
Gesundheitseinrichtungen, deren Aufteilung proportional der
Bevölkerungsdichte erfolge.
Er unterstreicht
weiterhin, dass das Israelische Amt für Statistische Erhebungen es
unterlassen habe, Informationen über die wirtschaftlichen, sozialen
und medizinischen Bedingungen jener Einwohner zu
veröffentlichen, die gezielt durch die israelische Regierung an den
Rand gedrängt würden.
Die über
Negev-Nomaden vorliegenden kargen Daten, ausgewiesen als
„verstreute Nomadenansammlungen“, seien „irreführend und
fehlerhaft“ meinte der Anwalt.
Zum Vergrößern das Bild anklicken. Hebron, Bild vom Suk.
"Müllentsorgung israelischer Siedler auf den Köpfen der
Palästinenser". Nur Netze halten den Dreck grob ab. - Foto von
Dr. Then
Der Gaza-Streifen ist die perfekte Verwirklichung der
israelischen Vorstellung von »Separation«.
Umstellt mit elektrischen Zäunen und
Armeeposten, von der Außenwelt völlig abgeschlossen, ist Gaza zu einem riesigen
Gefängnis geworden. Etwa ein Drittel seiner Fläche wurde für 7000 dort lebende
israelische Siedler und für Verteidigungsmaßnahmen konfisziert, während mehr als
eine Million Palästinenser in den übrigen Gebieten des Gefängnisses eingepfercht
sind. Ohne Arbeit und Einkommen, sind 80 Prozent der Bewohner zum Bestreiten
ihres Lebensunterhalts auf UNRWA, das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten
Nationen, oder auf Spenden arabischer Staaten und Hilfsorganisationen
angewiesen. Inzwischen gibt es israelische Überlegungen, dort auch Familien von
Selbstmordattentätern einzukerkern. Wie ein renommierter israelischer
Kommentator schrieb, dient Gaza inzwischen als »die Strafkolonie« Israels, als
seine »Teufelsinsel Alcatraz« (Nahum Barnea in Yediot Aharonot vom 21.06.).
Quelle
Es ist einfach herzzerbrechend,
ständig davon zu lesen, wie
israelische Behörden Häuser in
Schutt verwandeln. Es ist ein Akt
der Barbarei – und alles im Namen
der Aufrechterhaltung des jüdischen
Charakters des israelischen Staates.
Es ist eine Methode, die eher unter
dem Namen „ethnische Säuberung“
bekannt ist.
Es mag für uns, die wir weltweit
bequem - und von
Rechtsstaatlichkeit geschützt - in
unsern Wohnungen und Häusern leben,
leicht und einfach sein, das
palästinensische Volk für die
Methoden einiger zu verurteilen, die
sie gegen einen herzlosen Besatzer
und Unterdrücker anwenden. Aber wenn
ich mich selbst frage und ehrlich
antworte: wenn es mein Haus wäre
oder das meiner Eltern, das zerstört
wird oder wenn mein Kind mitten in
den Trümmern sein Spielzeug suchen
oder darin schlafen müsste – dann
würde ich wegen der Zerstörung
meines Lebens und das meiner Familie
nur noch eines denken: Rache.
So staune ich nur über die
Geduld des palästinensischen Volkes,
das zunächst nach der grausamen
Vertreibung jahrelang passiv blieb
und dann brutal besetzt wurde,
während weitere Tausende ihre Häuser
und ihr Land verloren. Drum frage
ich mich, warum hat es so lange
gedauert, bis es schließlich einen
Aufstand machte?
Marlene Newesri,
New York City
Was würde man sagen, wenn .....
Von Hans Lebrecht, Kibbutz Beit-Oren, Israel
Was würde man sagen, wenn irgend ein Land ein Gesetz erlassen
würde, das Eheleuten verschiedener Staatsangehörigkeit, nationaler
Herkunft oder Religionsgemeinschaft aus solcherlei Mischehen per
Gesetz nicht gestatten würde, sich gemeinsam in ihrem Land niederzulassen
und zusammen ein Familienleben gründen wollten? Vergehen gegen
die Menschenrechts Charter, Rassismus oder einfach Unmenschlichkeit
zum Zwecke der >>Reinhaltung des national-religiösen Charakters<<
des Landes? Der Leser kann sich daraus beliebig aussuchen, was
er will.
So eine Gesetzes Abänderung bestätigte eine 53 zu 25 Mehrheit
des israelischen Parlaments, der Knesset am Donnerstag (31. Juli)
kurz vor Beginn der Sommerferien. Nicht etwa, dass diese Abänderung
eines Paragraphen des seit 1953 geltenden Staatsbürgerrechts Gesetzes
an seinem sowieso rassistischen Charakter geändert hätte. Ist
doch schon darin festgelegt, dass ein Angehöriger des jüdischen
Glaubens, von einer jüdischen Mutter geboren, oder nach den streng
orthodoxen Glaubensgesetzen zum Judentum übergetretene Person,
in Eretz-Israel geboren oder vom ersten Moment seiner Ankunft
in Israel zum erklärten Ziel, sich da niederzulassen, die israelische
Staatsangehörigkeit mit all dazu gehörigen Rechten und Pflichten
per sofort erwerben kann. Dem gegenüber ein >>Nichtjude<<, darunter
fallen auch Angehörige der in Israel lebenden einheimischen arabisch-palästinensischen
Bevölkerungsgruppe (offiziell nicht als Minderheit anerkannt).
Nichtjuden, also auch in Israel geborene und lebende Araber haben
diesem Gesetz zufolge das Recht, zwischen dem Alter von 18 bis
23 einen Antrag zur Erwerbung der israelischen
Staatsangehörigkeit
zu stellen. Wenn die Sicherheitsbehörden keine Bedenken einreichen,
wird einem solchen Antrag im Allgemeinen stattgegeben. Bei Eheschließungen
eines israelischen Bürgers mit einem nichtjüdischen ausländischen
Partner kann der sich in Israel niederlassende Ehepartner ebenfalls
die israelische Staatsangehörigkeit erwerben.
Nun hat jetzt die Knesset die Abänderung eines Paragraphen dieses
Gesetzes beschlossen. Danach wird es >>eingereisten<< palästinensischen
Ehepartnern und aus dieser Ehe entstandenen Kinder nicht mehr
gestattet sich in Israel niederzulassen und die israelische Staatsangehörigkeit
zu erhalten. Ich betone, die Gesetzes Abänderung betrifft ausschließlich
arabisch-palästinensische Ehepartner, nicht solche aus anderen
Ländern der Erde eingereisten nicht-arabische oder nicht-palästinensische
Ehepartner. Solche Ehepartner können demnach nicht mehr in Israel,
sondern nur im Ausland oder in den besetzten palästinensischen
Gebieten zusammen wohnen, oder getrennt leben. Darin liegt der
rassistische menschenfeindliche Charakter der jetzt beschlossenen
Abänderung des sowieso rassistischen Staatsbürgergesetzes.
Wie gesagt: Was würde man sagen, wenn irgend ein anderer Staat
ein solches Gesetz verabschieden würde, in welchem die Definition
>>nichtjüdisch<<, >>arabisch<< oder >>palästinensisch<< durch
>>jüdisch<< ersetzt werden würde? Ich glaube, die Antwort versteht
sich von selbst.
Das in Israel legal wirkende arabische Adalat Menschenrechts
Komitee,
sowie einige Knesset Mitglieder der Meretz Partei und arabische
Abgeordnete der Arabischen Einheitsliste und der von der KP beeinflussten
Hadash Fraktion haben einen Antrag an den Obersten Gerichtshof
eingereicht. Sie fordern den Gerichtshof auf, den am Donnerstag
beschlossenenen Zusatz zum Staatsbürgergesetz zu annullieren, da
dieser dem vor einigen Jahren eingeführtem Grundgesetz über Menschenwürde
und Gleichheit vor dem Gesetz widerspricht.
Gegen das unmenschliche
israelische Gesetz, dass das Zusammenleben von Ehepaaren
unmöglich macht, wenn ein Partner Palästinenser ist, der
andere die israelische Staatsangehörigkeit besitz. Beide
dürfen nach dem Gesetz nicht das andere Territorium besuchen.
"Die Grundsorge ist die Demographie. Dieses Gesetz hat aber
auch einen zweiten Aspekt: der Gesetzeszwang soll arabische
Bürger/Innen Israels 'ermutigen' das Land zu verlassen. Mit
anderen Worten, nutzt es die Gesetzesgewalt um zu helfen,
Israel von seinen arabischen Bürger/Innen ethnisch zu
reinigen."
Bitte unterschreibt die Petition, die sich gegen die
anstehende Erneuerung dieses Gesetzes wendet, und schreibt
Briefe an den Innenminister, in denen ihr eure Opposition
kundtut. Die Petition
ist hier zu unterschreiben
In Israel richten sich die
Aktionen (jüdischer) Rechtsextremisten
heutzutage zumeist gegen die Verständigungspolitik mit den
Palästinensern. Es werden territoriale Ansprüche erhoben.
Teile der jüdischen Siedlerbewegung sind rechtsextremistisch
beeinflusst. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchten jüdische
Rechtsextremisten die Versöhnung mit
Deutschland zu verhindern und lehnten deshalb
Wiedergutmachungsleistungen Deutschlands ab.
Quelle
"Heute habe ich die Hoffnung
verloren",
sagte Sa'id abu Muammar, ein israelischer Staatsbürger
palästinensischer Herkunft, gegenüber Reuters. Seit ihrer Hochzeit vor
einem Jahr versteckt er seine palästinensische Ehefrau vor der Polizei.
"Das haben wir bisher gemacht und das werden wir vermutlich auch in Zukunft
tun müssen." -
Quelle
Israelische Soldaten hindern älteren
Mann daran, das Krankenhaus zu
erreichen: „Lass ihn weit weg von uns
sterben“
Am Freitag (heute) verstarb der
Palästinenser Azam Atia Suwan. Der
56Jährige stammte aus dem Dorf Amatin im
Gebiet von Qalqiliya. Er starb, als er
versuchte, auf seinem Weg ins
Krankenhaus den Beit-Iba-Checkpoint
westlich von Nablus zu passieren.
Der Taxifahrer Ashraf Mitani, der Azam
ab seiner Wohnung transportierte,
schilderte den Vorgang: „Azam, mein
Onkel, wachte heute früh um 5.30 Uhr
auf, um zu beten, als er sich aufgrund
seiner Herzprobleme wirklich schlecht
fühlte. Wir riefen beim
Watani-Krankenhaus in Nablus an und
baten um einen Krankenwagen. Ich
entschied mich dann dafür, meinen Onkel
mit meinem Auto zum
Beit-Iba-Kontrollpunkt zu bringen, um
etwas Zeit zu gewinnen. Als ich den
Checkpoint erreichte, hinderten mich die
Soldaten in einer befremdlichen Art und
Weise am Überqueren – sie begannen, mich
mit Schlägen anzugreifen. Ich sagte
ihnen, dass ich einen kranken Mann bei
mir hätte. Einer der Soldaten, der wohl
der Vorgesetzte zu sein schien, meinte:
‚Lass ihn weit weg von uns sterben!’
Dann kam der Krankentransport, und sie
hinderten die Ambulanz ebenfalls an der
Überfahrt.“
Mitani fuhr fort: „Ich begann, die
Soldaten anzuschreien, und die wiederum
schlugen weiter auf mich ein, bis
etliche Taxifahrer dazukamen und mich
aus ihren Händen befreiten. Nach 40
Minuten erlaubten sie uns, meinen Onkel
auf unseren Händen – ohne irgendeine
Trage - durch den Checkpoint zu tragen,
um ihn zum Krankenwagen zu bringen. Der
Ambulanzfahrer kam uns entgegen, um uns
zu helfen, als wir meinen Onkel
brachten, und stellte dann fest, dass
dieser bereits tot war.“
Azam war Vater von sieben Kindern, fünf
Buben und zwei Mädchen. Es ist nicht der
erste und wird vermutlich nicht der
letzte Fall sein, der an den Checkpoints
der Erniedrigung, insbesondere im Gebiet
um Nablus, tödlich endet.
Sie erschraken über sich selbst Nach Ende ihrer Dienstzeit
zeigen israelische Soldaten in einer Ausstellung,
wie in Hebron Palästinenser gedemütigt und
schikaniert werden. Die Fotos erinnern an
die Folterbilder aus dem irakischen Gefängnis
Abu Ghraib.
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