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Gush
Shalom
Inserat
in
Haaretz
Neun
Tage
Krieg
Hunderte
von
Katyushas.
Tausende
von
Bomben
und
Granaten
Noch
wurde
keine
Entscheidung
getroffen
–
Noch
wird
es
eine
geben.
Es
gibt
nur
eine
mit
einander
verhandelte
Lösung.
Feuerpause
–
jetzt!
Morgen
Samstag
wird
ein
Protestmarsch
gegen
den
Krieg
in
Tel
Aviv
stattfinden.
Die
Zahl
der
Protestierenden
wird
von
Demo
zu
Demo
wachsen.
Schließt
euch
uns
an!
Es
sollen
am
22.7.
in
Tel
Aviv
5000
Demonstranten
gewesen
sein,
sagte
mir
Uri
Avnery
am
Abend
–
aber
die
Medien
schweigen
dazu.
Er
sei
auch
von
5
deutschen
Reportern
interviewt
worden
. ER
Die
Anti-Kriegskoalition
ruft
zu
einer
Demo
auf:
Genug!
Stoppt
das
Töten
und
die
Zerstörung
des
Libanon,
des
Gazastreifens
und
Israels.
Die
Politik
der
brutalen
Gewalt
eines
Krieges,
der
von
der
Bush-Regierung
unterstützt
wird,
fordert
einen
hohen
Preis
von
den
Israelis,
den
Libanesen
und
den
Palästinensern.
Der
Versuch
eine
„Neue
regionale
Ordnung“
zu
schaffen
und
auch
die
Pläne,
Syrien
anzugreifen,
müssen
in
eine
neue
Katastrophe
führen.
Es
ist
an
der
Zeit,
sich
mit
den
Kriegsverbrechen
aus
einander
zu
setzen
und
dem
willkürlichen
Zielen
auf
Zivilisten.
Es
ist
an
der
Zeit
zu
fordern:
Lasst
die
Waffen
schweigen
und
beginnt
mit
dem
Reden.
Es
gibt
keine
militärische
Lösung.
Das
Bomben
verhindert
nicht
die
Angriffe
auf
die
zivile
israelische
Bevölkerung,
noch
wird
es
die
gefangenen
Soldaten
zu
ihren
Familien
zurückbringen.
Wir
rufen
alle
Bürger
Israels
auf,
Männer
und
Frauen,
Juden
und
Araber,
jede
einzelne
Person
mit
Gewissen,
um
zusammen
zur
Wiederherstellung
der
Vernunft
zu
wirken
–
gegen
die
Illusion
eines
militärischen
Diktates.
Lasst
uns
für
einen
alternativen
Weg,
einen
Weg
des
Friedens
und
der
Sicherheit,
demonstrieren,
der
sich
auf
dem
Rückzug
der
IDF
aus
allen
besetzten
Gebieten,
der
Auflösung
der
Siedlungen,
einem
Friedensabkommen
zwischen
dem
Staat
Israel
und
dem
Staat
Palästina
gründet
und
der
Achtung
vor
der
Souveränität
aller
Staaten
in
der
Region.
Organisatoren:
Yesh
Gvul,
Maki,
Hadash,
Frauenkoalition
für
Frieden,
Gush
Shalom,
Tandi,
Bat-Shalom,
Banki,
AIC,
Kämpfer
für
den
Frieden;
Refusniks
(Shministim),
Ta’ajush.
Petition
gegen
die
Kriegsverbrechen:
Stoppt
die
Verbrechen!
Israel
begeht
umfangreiche
Kriegsverbrechen.
ein
ganzes
Land
wird
zerstört,
ganze
Gemeinden
entwurzelt,
zehn
Tausende
von
Familien
aus
einander
gerissen,
Hunderte
von
Zivilisten
getötet
und
Tausende
verwundet.
Kein
Vorwand
kann
diese
Verbrechen
entschuldigen:
weder
die
Entführung
der
Soldaten
noch
das
Töten
von
Zivilisten
in
den
Bevölkerungszentren
des
nördlichen
Israels
können
Israels
Barbarei
im
Libanon
rechtfertigen.
Diese
Verbrechen
müssen
gestoppt
werden.
(dt.
Ellen
Rohlfs)
|
|
Flüchtlingskinder
im
Libanon
e.V.
www.lib-hilfe.de
Wir
(AK
Palästina
Tübingen,
Verein
Arabischer
Studenten
und
Akademiker
und
unser
Verein)
hatten
gestern
in
Tübingen
eine
erfolgreiche
Protestkundgebung
gegen
die
israelische
Aggression
in
Nahost
unter
dem
Titel:
„Gegen
Krieg
und
Terror!
Stoppt
die
Eskalation
in
Nahost!“
Ca.
400
Menschen
haben
teilgenommen,
darunter
viele
aus
Palästina
und
dem
Libanon.
Gesprochen
haben
die
Bundestagsabgeordnete
Heike
Hänsel
(„Die
Linkspartei“)
und
Felicia
Langer
(Trägerin
des
Alternativen
Nobelpreises).
Heike
kam
eben
aus
Palästina/Israel
von
einer
Delegationsreise
nach
Israel
und
in
die
besetzten
palästinensischen
Gebiete
mit
dem
Ausschuss
für
wirtschaftliche
Zusammenarbeit
und
Entwicklung
des
Deutschen
Bundestags
zurück
und
hat
über
ihre
Eindrücke
gesprochen,
Felicia
hat
eine
Grundsatzrede
zum
Konflikt
gehalten.
Ich
selbst
habe
kurz
über
unsere
Arbeit
im
Libanon
gesprochen
und
zwei
persönliche
Berichte
von
Augenzeugen
vorgetragen
(s.
Anhang).
Außerdem
hatten
wir
eine Unterschriftensammlung
vorbereitet,
die
auf
ihrer
Rückseite
die
jüngste
Erklärung
von
der
Jüdischen
Stimme
für
gerechten
Frieden
in
Nahost
bekannt
macht
und
auf
der
Vorderseite
unseren
Forderungskatalog
an
die
verschiedenen
verantwortlichen
Politiker
trägt
(s.
Anhang).
Wir
haben
270
Unterschriften
gesammelt.
Wer
will,
kann
natürlich
diese
Unterschriftensammlung
für
eigene
Demos,
Kundgebungen
und
Veranstaltungen
benutzen.
Wir
sind
gern
bereit,
die
Anschriften
der
entsprechenden
Politiker
weiterzugeben,
obwohl
Ihr
sie
natürlich
auch
selbst
im
Internet
finden
könnt.
Wir
haben
den
Ausruf
zunächst
bis
31.10.
terminiert.
Zusätzlich
haben
wir
zu
Spenden
aufgerufen.
Es
kamen
820
Euro
zusammen.
Das
Geld
geht
an
unsere
Partnerorganisation,
die
sich
mit
etlichen
Nichtregierungsorganisationen
und
zivilgesellschaftlichen
Gruppen
zusammengetan
hat,
um
die
in
Beirut
und
anderswo
angekommenen
und
immer
noch
ankommenden
Flüchtlinge
mit
dem
Nötigsten
zu
versorgen
(Matrazen,
Reinigungsmittel,
Nahrung,
Wasser,
Medizin).
Sie
haben
außerdem
ein
Medienzentrum
gebildet,
mit
dem
sie
die
neuesten
Updates
verbreiten.
Wir
selbst
haben
auch
erst
ziemlich
verspätet
reagiert,
wir
waren
zunächst
einfach
sprachlos.
Bitte
schweigt
auch
Ihr
nicht
länger
und
organisiert
alles,
was
möglich
ist.
Ingrid
Rumpf
PS.
Zur
Unterschriftensammlung:
Bei
Forderung
Nr.
4
sollte
neben
Siedlungspolitik
unbedingt
noch
der
Mauerbau
eingefügt
werden
Auch
den
Titel
„Gegen
Krieg
und
Besatzung
–
Beendet
das
Blutvergießen“
möchte
ich
noch
als
Alternative
vorschlagen.
Vorläufiges
Terminende
für
die
Unterschriftenlisten
ist
der
31.7.06.
Der
Aufruf
(doc) |
|
Der Terror und die
„internationale
Gemeinschaft“
(Entwurf:
M.J.,
IPPNW)
Wieder einmal sehen wir im Fernsehen Bilder einer
terrorisierten
Bevölkerung:
tote
und
verletzte
Zivilisten,
zerstörte
Brücken,
Straßen,
Flughäfen
und
Elektrizitätswerke.
Es
wird
von
„Kämpfen“
und
von
„Offensive“
gesprochen,
aber
in
Wirklichkeit
werden
ganz
überwiegend
wehrlose
Menschen
mit
Raketen,
Bomben
und
Granaten
überfallen.
Ein
Verbrechen,
das
am
helllichten
Tage
vor
den
Augen
der
Weltöffentlichkeit
straflos
verübt
wird.
(Zweifellos
sind
auch
die
Raketenangriffe
auf
israelische
Zivilisten
verbrecherisch,
gleichgültig,
ob
Zahl
und
Wirksamkeit
nur
ein
Bruchteil
der
anderen
Seite
ausmachen.)
Niemand glaubt ernsthaft, dass der Angriff auf
Gaza
und
Libanon
die
geeignete
Methode
sein
könnte,
gefangene
und
in
Geiselhaft
gehaltene
Soldaten
zu
befreien,
sondern
es
geht
um
die
Konsolidierung
und
möglichst
die
Ausweitung
gänzlich
unfriedlicher,
auf
Unterdrückung
und
militärischer
Dominanz
beruhender
Machtverhältnisse
in
der
Region.
Es ist entlarvend, wie die selbsternannte „internationale
Gemeinschaft“,
sprich:
die
G8
auf
dieses
Gemetzel
reagiert:
noch
nicht
einmal
ein
UN-Sicherheitsbeschluss
zum
Waffenstillstand
war
erreichbar,
da
die
US-Regierung
(wie
auch
die
deutsche
Bundesregierung)
offensichtlich
das
Vorgehen
ihres
israelischen
Verbündeten
unterstützt.
Angeprangert
wird
die
Unterstützung
der
Hisbollah
durch
syrische
und
iranische
Finanz-
und
Waffenhilfe;
ganz
selbstverständlich
ist
aber
die
Herkunft
der
israelischen
Flugzeuge
und
Munition
überwiegend
aus
US-Quellen.
Das Verständnis dieser internationalen G8-Gemeinschaft
für
das
israelische
Vorgehen
ist
durchaus
erklärbar:
vier
der
beteiligten
Staaten
sind
bis
heute
direkt
an
der
Okkupation
des
Irak
beteiligt,
wo
ganz
ähnliche
Methoden
des
„Anti-Terror-Kriegs“
eingesetzt
werden:
USA,
GB,
Italien,
Japan.
Drei
weitere
Regierungen
(Deutschland,
Kanada
und
Frankreich)
haben
Truppen
in
Afghanistan,
wo
sogar
die
Marionettenregierung
Karsai
die
Kriegsführung
gegen
die
Zivilbevölkerung
jetzt
anprangern
muß.
Und
Russland
als
einziges
Nicht-NATO-Land
dieser
Runde
ist
in
seinen
eigenen
„Anti-Terror-Krieg“
in
Tschetschenien
verwickelt,
der
ebenfalls
unter
massiven
Angriffen
gegen
Unbewaffnete
geführt
wurde
und
wird.
Die jetzige „Offensive“ gegen Gaza und den Libanon
beweisen
nur
einmal
mehr:
dieser
Krieg
gegen
den
Terror
bringt
selber
nichts
anderes
als
den
Schrecken
unmenschlicher
Barbarei,
Auflösung
jeglicher
gesellschaftlicher
Ordnung,
Ende
des
internationalen
Rechts
und
Herrschaft
der
schieren
Gewalt.
Es
gibt
Alternativen
für
Nahost:
·
ein
nachprüfbarer
Stopp
aller
Waffenlieferungen
in
die
Region,
·
ökonomische
Anreize
und
nötigenfalls
auch
Sanktionen
für
alle
Beteiligten,
mit
der
Auflage,
sich
an
einer
„Konferenz
für
Sicherheit
und
Zusammenarbeit
im
Nahen
Osten“
zu
beteiligen,
die
kontrollierte
Abrüstung
und
wirtschaftliche
und
politische
Kooperation
ermöglicht
·
Rückzug
Israels
aus
den
besetzten
Gebieten,
ebenso
wie
der
alliierten
Truppen
aus
Irak
und
Afghanistan
·
UN-überwachter
Waffenstillstand,
und
ein
ernsthafter
Verhandlungsprozess
auf
der
Basis
der
einschlägigen
UN-Resolutionen,
der
die
Anerkennung
Israels
mit
der
Anerkennung
eines
gleichberechtigten
palästinensischen
Staats
verbindet,
und
internationale
Garantien
und
Schutzmechanismen
für
beide
Nationen
etabliert.
·
ökonomische
Anreize
und
nötigenfalls
auch
Sanktionen
für
alle
Beteiligten,
mit
der
Auflage,
sich
an
einer
„Konferenz
für
Sicherheit
und
Zusammenarbeit
im
Nahen
Osten“
zu
beteiligen,
die
kontrollierte
Abrüstung
und
wirtschaftliche
und
politische
Kooperation
ermöglicht
Nichts
von
diesen
Ideen
ist
neu.
Es
wird
Zeit,
dass
nicht
nur
die
fragwürdigen
Häuptlinge
der
ökonomisch-militärischen
Großmächte,
sondern
die
wirkliche
internationale
Gemeinschaft
zusammen
mit
den
friedensorientierten
Kräften
der
betroffenen
Länder
sich
mit
dem
angemessenen
Ernst
der
Umsetzung
dieser
Ziele
zuwenden.
|
From: "Ev. Gemeinde Beirut" <evgembrt@cyberia.net.lb>
To: "Ev. Gemeinde zu Beirut" <evgembrt@cyberia.net.lb>
Subject: Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel
Date: Mon, 17 Jul 2006 14:09:11 +0300
Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde,
Dr. Willy Rellecke und ich (Pfr. Uwe Weltzien) haben einen Offenen Brief an die Bundeskanzlerin verfasst zur Situation. Wir sind im Moment dabei, die Unterschriften der verschiedenen Leiter von in Beirut tätigen deutschen Organisationen einzuholen. Wer diesen Offenen Brief privat mitunterschreiben moechte, soll uns seine Einverstaendniserklaerung zu Unterschrift bis heute abend 17.00 Uhr zusenden. Unterschriften, die an Textveraenderungsvorschlaege gebunden sind, koennen wir nicht mehr aufnehmen.
Offener Brief
an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
Frau Angelika Merkel
Beirut, den 15.Juli 2006
Sehr geehrte Frau Merkel,
die Unterzeichner dieses Briefes sind Leiter von in Beirut tätigen deutschen Organisationen sowie private dt. Staatsangehörige mit lanjährigen Erfahrungen im Alltags,- Wirtschafts,- und Politikleben des Landes. Wir wenden uns an Sie unter dem schmerzhaften Eindruck der Aggression, die dieses Land wiederum erleidet und möchten bei Ihnen eine angemessene Reaktion auf dieses Geschehen anmahnen.
Eindeutig verurteilen wir die Entführung israelischer Soldaten und alle gewalttätigen Aktionen von Hezbollah ohne jede staatliche Legitimation. Die militärische Antwort des Nachbarstaates auf die Entführung der Soldaten verletzt jedoch zweifelsfrei die gebotene Verhältnismäßigkeit. Sie dient nicht der Selbstverteidigung nach Art. 51 UN-Charta und widerspricht dem Völkerrecht. Die israelischen Attacken, die praktische Gefangennahme beider Völker -sowohl im Gaza-Streifen wie nun im Libanon- steht auch im Widerspruch zu Prinzipien unserer eigenen Rechtsordnung, die der staatlichen Gewalt Grenzen setzt.
Die Zerstörung der nach dem Bürgerkrieg soeben wieder aufgebauten Infrastruktur des Landes (Flughafen, Elektrizitäswerke, Brücken, Straßen , Wohnhäuser), wirft das Land wirtschaftlich in die 80iger Jahre zurück. Die Blockierung der Häfen macht die Versorgung von 3,6 Millionen Menschen unmöglich. Die anhaltende planvolle Zerstörung aller Verkehrsverbindungen mit Syrien verwandelt das gesamte Land praktisch in ein großes Gefängnis. Wir erleben diese Zerstörung als Zerstörungswut, wenngleich sie kalkuliert sein mag. Und wir fragen Sie: Kann dieser Terror als Selbstverteidigung eines Landes gerechtfertigt bzw. mit der Befreiung von Soldaten begründet werden?
Von dieser Einlassung ist die israelische Regierung inzwischen selbst abgerückt und nimmt nun für sich in Anspruch, für die Einhaltung des UN-Sicherheitsrats Beschlusses 1559 (Entwaffnung der Hezbollah) sorgen zu wollen. Aber auch diese Begründung gestattet nicht das unmenschliche und völkerrechtswidrige Vorgehen Israels. Es versperrt im übrigen jede Aussicht auf Erfolg für die seit Monaten laufenden Bemühungen des Ministerpräsidenten Fouad Siniora, durch inner-libanesischen Dialog zu diesem Ergebnis zu kommen.
Viele unter uns haben vergleichbares Vorgehen der israelischen Regierung bei der Invasion von 1982, die bei Beginn auch mit Art. 51 (Selbstverteidigung) vor der Welt gerechtfertigt wurde, miterlebt. Damals haben die Truppen von Sharon 2.000 (=israelische Quellen) bis 18.000 (=libanes. Quellen) Menschen getötet. Die Verbrechen von Sabra und Chatila unter der Verantwortung der israelischen Truppen sind unvergessen.
Zu der Frage nach Ursache und Wirkung können die Unterzeichner mit vielen Details und eigenen Erfahrungen beitragen: hier kommt jedoch niemand zu dem Schluss, dass der anhaltende Bomben-Terror der Selbstverteidigung Israels dienen könnte.
Wir sind der Überzeugung, dass dieses Land seit 1978 ständigen Demütigungen seitens der israelischen Regierung unterworfen wird, die ein Ende finden müssen. Wir fordern Sie auf, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sich in den Schmerz des Libanon und die Verzweiflung derjenigen, die diesen Terror miterleben, einzufühlen und die Rechtfertigung der anhaltenden Bombardierungen seitens der übermächtigen Kriegspartei auch öffentlich aufzugeben.
Demütigungen und Hoffnungslosigkeit tragen dazu bei, Extremismus zu fördern. Bisher haben Ihre öffentlichen Erklärungen den betroffenen hilflosen Menschen hier keinerlei Hoffnung gegeben.
Mit freundlichen Grüßen
Unterschriften der Leiter von Organisationen
______________________________
Unterschriften von Privatpersonen
_________________________________________
Ev. Gemeinde Beirut
Pierre Aboukhater Bldg. 1st. floor
near Hotel Concord, opposite Diana Residence
Rue Mansour Jurdak 429
Manara Beirut 2036-8041
Lebanon
Phone / Fax: Mobile:
00961-1-740 318 00961-3-839 196
00961-1-740 319
|
|
Nahost:
Schweiz
ruft
Israel
zur
Wahrung
des
humanitären
Völkerrechts
auf
03.07.2006
Das
Eidgenössische
Departement
für
auswärtige
Angelegenheiten
(EDA)
ist
zutiefst
besorgt
über
die
jüngste
Eskalation
der
Gewalt
im
Nahen
Osten
und
deren
humanitäre
Folgen.
Bei
seinem
militärischen
Einsatz
zur
Befreiung
eines
gefangenen
Soldaten
muss
Israel
als
Besatzungsmacht
das
humanitäre
Völkerrecht
unbedingt
respektieren.
Um
die
Zivilbevölkerung
im
Gazastreifen
mit
lebenswichtigen
medizinischen
Gütern
zu
versorgen,
hat
die
Direktion
für
Entwicklung
und
Zusammenarbeit
(DEZA)
des
EDA
zusätzlich
eine
Million
Franken
gesprochen.
Mit
der
Zerstörung
des
Amtssitzes
von
Premierminister
Haniya
hat
die
jüngste
Eskalation
der
Gewalt
im
Nahen
Osten
einen
neuen
Höhepunkt
erreicht.
Das
EDA
ist
zutiefst
besorgt
über
diese
Entwicklung
und
appelliert
erneut
an
Israel
als
Besatzungsmacht,
bei
den
Massnahmen
zur
Befreiung
des
gefangenen
Soldaten
das
humanitäre
Völkerrecht
zu
respektieren.
Diejenigen,
die
den
Soldaten
in
ihrer
Gewalt
haben,
ruft
es
auf,
ihn
mit
Menschlichkeit
zu
behandeln.
Verschiedene
Aktionen
der
israelischen
Armee
im
Zuge
ihrer
Offensive
gegen
den
Gaza-Streifen
verletzen
den
Grundsatz
der
Verhältnismässigkeit
und
stellen
eine
verbotene
kollektive
Bestrafung
der
Bevölkerung
dar.
Für
das
EDA
besteht
kein
Zweifel:
Israel
hat
die
völkerrechtlich
erforderlichen
Vorsichtsmassnahmen
zum
Schutz
der
Zivilbevölkerung
und
der
zivilen
Infrastruktur
nicht
getroffen.
Die
Zerstörung
eines
Elektrizitätswerks,
der
Angriff
auf
den
Amtsitz
des
palästinensischen
Premierministers,
die
willkürliche
Festnahme
einer
grossen
Zahl
demokratisch
gewählter
Volksvertreter
und
Minister
sowie
der
Entzug
des
Residenzrechts
dreier
Parlamentarier
und
eines
Ministers
in
Ostjerusalem
sind
nicht
zu
rechtfertigen.
Angriffe
auf
zivile
Objekte
sind
völkerrechtlich
verboten.
Das
EDA
fordert
von
Israel,
keine
zivilen
Objekte
mehr
anzugreifen,
den
Schutz
der
Zivilbevölkerung
sicherzustellen
und
die
festgenommenen
Volksvertreter
freizulassen,
soweit
nicht
konkrete
Vorwürfe
im
Einzelfall
die
Festnahme
rechtsstaatlich
einwandfrei
rechtfertigen.
Humanitäre
Folgen
Das
Elektrizitätswerk,
das
die
israelischen
Streitkräfte
am
28.
Juni
zerstört
haben,
versorgte
43
Prozent
des
Gaza-Streifens
mit
Strom.
700'000
Menschen
sind
von
den
Stromunterbrüchen
betroffen.
Stark
beeinträchtigt
ist
dadurch
auch
die
Wasserversorgung,
da
nicht
mehr
alle
Pumpen
funktionieren
und
es
überdies
an
Benzin
und
Brennstoffen
mangelt.
Es
wird
einige
Zeit
dauern,
das
Elektrizitätswerk
wiederherzustellen,
wobei
dies
nur
möglich
ist,
wenn
die
nötigen
Ersatzteile
in
den
Gaza-Streifen
geliefert
werden
können.
Besorgniserregend
ist
die
Lage
in
den
Spitälern
und
Gesundheitszentren,
die
nicht
mehr
genügend
Wasser
und
ebenfalls
zu
wenig
Brennstoff
für
ihre
Generatoren
haben.
Der
Transport
von
Gütern
und
Personen
ist
kaum
noch
möglich.
Der
Bevölkerung
fehlt
es
an
frischen
Produkten,
Fleisch
und
Milchprodukten,
die
in
den
Lagern
verderben.
Die
Öffnung
des
für
den
Güterumschlag
wichtigen
Übergangs
Karni
ist
für
die
Lebensmittelversorgung
ununmgänglich.
Im
Juni
2006
bewilligte
die
Direktion
für
Entwicklung
und
Zusammenarbeit
(DEZA)
bereits
eine
Million
Franken
zum
Kauf
von
Medikamenten.
Nun
wurde
eine
zweite
Million
gesprochen,
um
die
Bevölkerung
mit
lebenswichtigen
Gütern
zu
versorgen.
Ein
Experte
befindet
sich
vor
Ort
und
sichert
die
Abwicklung
der
humanitären
Operationen.
Letzte
Woche
empfing
das
EDA
die
Vertreter
beider
Seiten
und
forderte
sie
zur
Beachtung
der
Regeln
des
humanitären
Völkerrechtes
auf.
Dabei
setzte
es
sich
auch
für
die
rasche
Freilassung
des
gefangenen
israelischen
Soldaten
ein,
die
einen
wichtigen
Beitrag
zur
Beruhigung
der
Situation
darstellen
würde.
Eidgenössisches
Departement
für
auswärtige
Angelegenheiten |
Zu: „wir sind alle traumatisiert“
Herr Broder kann wirklich stolz sein, dass er so wichtig genommen wird.
Denn was wir täglich in den Medien und von unseren Politikern (bis auf wenige Ausnahmen am linken Rand) hören, sehen oder lesen entspringt seiner und seiner Anhänger Denkmaschine (think-tank).
Sogar – und da wird er besonders stolz sein – unsere Bundeskanzlerin übernimmt bereitwillig seine Diktion und mit ihr unsere Regierung – mit Ausnahme der Linksfraktion.
Für die meistgelesene Zeitung Deutschlands, die „Bild“, sind Herr Broder und seine Freunde unentbehrlich. Doch auch die anspruchvollen Zeitungen gehorchen dem Diktat dieser Leute. Auch durch Verschweigen von Fakten. Wie käme es sonst, dass man die Feuilletons vergeblich durchforstet nach Buch-Rezensionen oder Interviews, Redebeiträgen, der von Herrn Broder Stigmatisierten ? (Die „jungewelt“ und der „Freitag“ sind da eine rühmliche Ausnahme).
Das Fernsehen oder das Radio - von vereinzelten Sendungen zu später Stunde, wenn die meisten Menschen schon schlafen, abgesehen, haben von Leuten wie Herr Broder wenig zu fürchten. Sie sind konform, d.h. sie verkünden: Hamas gleich Terror-Organisation, Palästinenser gleich Terroristen und Israel ist von der „Auslöschung“ bedroht, deshalb muß es Atomwaffen haben und Uboote geliefert bekommen, die teilweise von Deutschlands Steuerzahlern bezahlt werden und die ganze Welt soll die den Terror liebenden und Hamas wählenden Palästinenser verhungern lassen. Arafat war kein Verhandlungspartner – trotz FriedensNobelpreis war er „irrelevant“, Abbas kein ernstzunehmender Verhandlungspartner und der gemäßigte und demokratisch gewählte Haniye von der Hamas erst recht nicht. „ Mit Terroristen verhandeln wir nicht ! “ Israel hat vergessen, dass seine Staatsgründung teilweise durch Terrorakte ermöglicht, bzw. beschleunigt wurde.
Durch diese Verweigerungshaltung riskiert es Israel die Welt in Brand zu setzen.
Gush Shalom und die anderen Friedensleute - einschließlich mehrerer kritischer Professoren in Israel - haben es klar erkannt. In einer ihrer Anzeigen in Haaretz und bei ihren wöchentlichen Demonstrationen in Tel Aviv rufen sie ihre Regierung auf, zu verhandeln und nicht zu töten und zu zerstören :
„Am Anfang war die demokratische Wahl der Hamas, dann kam die Aushungerung des palästinensischen Volkes durch den Boykott und überdies kaum ein Tag ohne Tötungen, - manchmal ganze Familien - dann die Qassams, der entführte Soldat, Einmarsch in Gaza, statt wie angeboten wurde, von den 10.000 Gefangenen wenigstens die Frauen und Kinder im Austausch freizulassen, die Zerstörung der Infrastruktur, die Palästinenser hungern nicht nur, sie haben auch kaum mehr zu trinken, die Hizbollah, darob erzürnt, sendet Raketen über die Nordgrenze Israels, später weit reichende Raketen nach Haifa, Nazareth, mindestens 8 Tote, 2 verschleppte Soldaten, daraufhin Beginn der Zerstörung der Infrastruktur des Libanon, mehr als 60 Tote.“
Ist soviel Zerstörung, sind so viele Tote, besser als Verhandlungen Herr Olmert , Herr Broder ?
Auf dem G8 Gipfel stimmte man – fast einmütig – und natürlich auch unsere Bundeskanzlerin - für das
Selbstverteidigungsrecht Israels ! Ist das die Stimme der Vernunft – sich blindwütig gegen Raketen zu verteidigen, die man selbst herausgefordert hat ? Höre Israel, willst du denn den Frieden nicht, nach dem sich beide Völker so sehr sehnen, den deine Friedensgruppen propagieren ?
Ruth Asfour
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Wer ist Broder - höre ich mich fragen, als ich das Interview gelesen habe. Broder erscheint mir paralysiert, konsterniert. Die sich selbst behauptende Kraft seiner Wortgewalten durfte für einen Moment innehalten - und der Blick des Lesers erahnt den Menschen, Broder - ... ein Kind seiner Gedanken, ein Zeugnis von Liebe und tiefen Gefühlen - und Realitäten, die sich abzeichnen, während die feinen Tropfen des Nebels ein Stück weit die Sicht freigeben. Irgendwie erinnert er mich an Johannes B. Kerner, er wirkt klein, trotzig, gar nicht so, wie man ihn ansonsten und aus der von ihm durch die Kraft der Worte erschaffenen Betrachterperspektive erkennt.
Der interessanteste Satz in dem Interview ist:
"Ja. Ich glaube, dass aus allem, was ich von diesen Leuten lese, eine wahnsinnige Angst spricht."
Broder beschreibt, was er sieht, was er selber fühlt. Broder hat Angst.
"Da kämpfen ein paar Leute aus tiefer Angst ums eigene Überleben – was legitim ist."
Broder legitimiert sich selbst und sein Tun und seine Gedanken.
Zweifel? Ja, zweifeln soll man - und darum lese ich weiter.
"Wenn der Ernstfall eintritt, werde ich – leider – mit diesen jüdischen Antisemiten im selben Zug sitzen. Das einzige, was uns unterscheiden wird: Es kann sein, dass ich einen Stehplatz haben werde und sie einen Fensterplatz. Aber sie werden im selben Zug sein, es wird ihnen nichts nützen."
Was sind das für Gedanken? Er sieht und ahnt Schlimmes, er will nicht, er wehrt sich, er weigert sich, aber das Boot, in das er steigen muss, hat er klar vor Augen.
Hochinteressant ist, dass er den von ihm als Antisemiten bezeichneten Juden besondere Erkenntnisfähigkeit zuschreibt:
"Jüdische Antisemiten haben eine besondere Antenne, die ihnen sagt, dass ihre Existenz als Juden gefährdet ist."
wieso verweist er dabei auf die angeblichen Antisemiten?
"mental merke ich, dass es plötzlich viele Leute für möglich halten, dass Israel diesen Konflikt nicht überlebt."
warum schreibt er seine eigenen Gedanken anderen zu? Man spürt Angst und Verzweiflung in Broders Worten, Gedanken und Reaktionen und bekommt geradezu Mitleid mit ihm. Aber ich glaube, dass genau das das Allerletzte ist, was Broder erheischen will. Broder trotzt wie ein Kind gegen das, was er spürt und was er erahnt - ohne erkennen zu wollen, was ihn bewegt. Er schiebt seine Intentionen, die sein Ich zu gefährden drohen, anderen zu - und hat Furcht zu denken, was er längst erkannt hat.
Tja, irgendwie tut mir Broder leid, weil: Israel, seine große Liebe, steht an einem Scheidepunkt zwischen Unglück und Untergang oder ewig erscheinendem Zwist und Hadern mit sich selbst. Vielleicht hat er, wie viele Menschen, die Israel lieben, Angst, Erkenntnisse über seine Gefühle zu stellen. Als nüchterner Rationalist - und Broder ist fähig dazu - würde er vielleicht einfach nur weinen über einen verlorenen Traum. Aber ihm fehlt die Distanz, die einst Leibowitz hatte - der große Denker Leibowitz, der das Glück hatte, sein Leben vor dem großen Desaster, was er vorhergesehen hat, in Frieden beenden zu dürfen:
"Es gibt überhaupt nur zwei Möglichkeiten. Die eine ist Krieg auf Leben und Tod, im vollen Sinne des Wortes, wobei Israel ein faschistischer Staat werden wird. Die andere Möglichkeit, die einzige, die diesen Krieg vermeiden helfen kann, ist die Teilung des Landes. Eine solche Teilung wäre sehr schmerzhaft für beide Parteien. Beide Völker würden ihren Staat haben und ihre nationale Unabhängigkeit, aber keines von den zweien im Rahmen des ganzen Landes."
[...]
"Es gibt auch Koexistenz ohne nachbarliche Liebe und ohne Freundschaft. Sie könnte die Lösung des Problems hier sein. Aber wenn die Großmächte nicht intervenieren und keine Übereinkunft zwischen dem Staat Israel und der PLO zustande kommt, dann steuern wir auf eine Katastrophe zu. Diese Erkenntnis wird heute schon von sehr vielen geteilt, die aber noch keine organisierte politische Kraft darstellen und keine Macht haben.
Das sind die zwei Möglichkeiten. Ich wiederhole: Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht!"
[...]
"Seit dem Sechstagekrieg ist der Staat Israel ein Machtapparat, ein jüdischer Machtapparat zur Beherrschung eines anderen Volkes.
Deswegen sage ich es in schärfster Form: Dieser glorreiche Sieg war das historische Unglück des Staates Israel. Im Jahre des "Völkerfrühlings", 1848, warnte Franz Grillparzer vor dem Weg, der "von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität führt". Im zwanzigsten Jahrhundert ist das deutsche Volk diesen Weg tatsächlich bis zum Ende gegangen. Wir haben diesen Weg nach dem Sechstagekrieg betreten. Es kommt darauf an, diesen Gang zu beenden."
Broder sollte das lesen. Broder - er kann das verstehen. Man muss nicht als kleiner Junge alt werden und sein Leben lang der Vernunft trotzen - und: Man muss nicht ständig anderen die Schuld für das eigene Zerwürfnis in die Schuhe schieben. Vor allem dann nicht, wenn es nichts bringt. Gar nichts. Aber es ist sein Leben. Was würde mit ihm geschehen, wenn er die Scheu vor dem Abgrund verliert und weiterdenkt?
Nun, ich befürchte, er würde sich selber und all das, was ihn in seinem Innersten ausmacht, verlieren. Und darum traue ich mich gar nicht, Broder zum Springen zu ermuntern. Was, wenn er die Landung verpaßt? Und doch - auch Broder kann sich nicht vor Erkenntnissen, die sich tief in ihm manifestieren, schützen. Diese Erkenntnisse sind ein Teil von ihm, sie sind Broder.
... bleibt die Frage, ob es ihm und der Heimat seiner Sehnsucht und Liebe noch etwas nützen wird, wenn er heute noch das, was Leibowitz sagte, als Realität begreift. Die Zeichen stehen auf Sturm, die Aussicht auf Besserung wird im zum Sommerregen verklärten Hagel der von jedem Hinterhofbastler herzustellenden Raketen zu einer Farce - und sowohl Broder als auch die Mahner der Gegenwart oder der Vergangenheit können das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, um einen Neubeginn zu wagen.
Es ist eine Tragik in Dimensionen, die nicht nur Broder, sondern auch die Welt noch nicht in all ihrer Weite erfasst hat. Doch vielleicht schafft Broder noch den Sprung - und findet auf neue Situationen neue Antworten. Warum nicht? Broder ist einzig, nie artig, und er muss - und kann - sich nur sich selber stellen.
Go, Broder!
Konrad Betz Radevormwald, 15.07.2006
Hinweis: Der Text darf beim Zitieren nur als Ganzes kopiert werden!
|
Lese auch:
Kommentare zu einem Interview
des Wochenmagazins "Tacheles" mit Henryk Broder:
«Wir sind alle traumatisiert» - Der Publizist und Journalist Henryk Broder über jüdischen Antisemitismus,
Selbsthass und Judenfragen.
Dazu
Thomas Immanuel Steinberg - Der antisemitische Popanz - Broder, der
Alt-Berliner Zionist und Kommunistenfresser, hat was
gegen Antizionismus. In einem Interview (1) erklärt
er: „Es gibt keinen Antizionismus, der seinen
Ursprung nicht im Antisemitismus hätte.“
Dazu Anis Hamadeh:
-Tachles, das jüdische Wochenmagazin
(Schweiz), «Wir sind alle traumatisiert». Der Publizist
und Journalist Henryk Broder über jüdischen Antisemitismus,
Selbsthass und Judenfragen.
Dazu
Erhard Arendt:
Ein Staat, der
auf "jüdischen Werten" gegründet wird, ist schon dadurch rassistisch, weil er alle anderen Nicht-Juden diskriminieren muss,
was ja auch in Israel geschieht.
mehr >>> |
|
Broder bedient die gleichen Klischees von jüdischen Selbsthasser, die die zionistische Propaganda verbreitet. Ich habe noch nie einen "Antizionisten" kennen gelernt, der Antisemit war.
Wäre es nicht eine so ernsthafte, diffamierende Feststellung, die das Honestly Concerned Klischee. "Natürlich kann man Israel kritisieren, aber....." noch unmissverständlicher darstellt, könnte man darüber hinweggehen.
Dieses Hirngespinst scheint es nur in Broders zionistischer Gedankenwelt zu geben. Jüdischer Selbsthass ist ein pathologische Kategorie, also nichts für eine seriöse Debatte.
Auch so kann man (in Netzwerkart) versuchen die jüdischen Kritiker, die das richtige aus der Vergangenheit gelernt haben, zu erledigen. So kann man deren berechtigte Kritik aus dem Weg gehen, es könnte ja das eigenen oder das Weltbild anderer sich verändern müssen......
Wenn man gerecht ist, die Scheuklappen absetzt und ehrlich ist, muss man feststellen, der Zionismus ist die jüdische Form des Nationalismus. Ein Staat, der auf " jüdischen Werten" gegründet wird, ist schon dadurch rassistisch, weil er alle anderen Nicht-Juden diskriminieren muss, was ja auch in Israel geschieht.
Um nicht den "falschen" eine "Freude" zu machen: Selbstverständlich hat das nichts mit dem Existenzrecht Israels zu tun. Aber, eine demokratische Gesellschaft schließt Rassismus aus.
Broder teilt wohl seine Phobie mit seinen
antideutschen Netzwerkfreunden, die teilweise als nichtjüdische Deutsche und fundamentalistische Christen eine besondere Art
von Rassismus zeigen. In der, nur ihnen eigenen Variante sind sie fast extremer als HMB.
Broder sollte sich in acht vor den antisemitischen Philosemiten nehmen. Ich hätte ihn für intelligenter gehalten.
Wie abgedreht alles ist, zeigt seine Unterstellung gegenüber seinen eingebildeten "jüdischen Antisemiten". So lieferten sie Argumente gegen Israel, um zu zeigen, "dass sie schon auf der richtigen Seite sind". Sie haben einfach nicht die falschen Lehrer gehabt und das was zum Holocaust führte nicht nur auf die Juden begrenzt.
Täter gibt es überall. Dass er dabei Abi Melzer und Hajo Meyer (den er hemmungslos einen Berufsüberlebenden nennt) nicht auslässt überrascht nicht. Dass er sich auf Lasters
Rubrik "Hall of Fame" bezieht, in die gewissen so genannte selbsthassende Juden gehörten, zeigt einen intellektuellen Tiefflug. Wer die mehr als fragwürdigen Ansichten der Antideutschen, der christlichen Fundamentalisten eines gewissen Laster, oder eine "Chefredakteurs" von HC teilt, benimmt sich wie der HMBamster im Laufrad, er bewegt sich scheinbar und doch nicht weiter. Schade um das vergeudete Talent im Kampf für eine friedliche Gesellschaft. E. Arendt
Lese auch:
Dazu Konrad Betz: "Broder beschreibt, was er sieht, was er selber fühlt. Broder hat Angst."
Der antisemitische Popanz - Broder, der Alt-Berliner Zionist und Kommunistenfresser, hat was gegen Antizionismus. In einem Interview (1) erklärt er: „Es gibt keinen Antizionismus, der seinen Ursprung nicht im Antisemitismus hätte.“ - Thomas Immanuel Steinberg
Dazu Anis Hamadeh: -Tachles, das jüdische Wochenmagazin (Schweiz), «Wir sind alle traumatisiert». Der Publizist und Journalist Henryk Broder über jüdischen Antisemitismus, Selbsthass und Judenfragen.
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"Sicherheit für Israel und Freiheit für die Palästinenser":
Gemeinsamer
Aufruf
der
Kirchenvertreter
in Jerusalem
JERUSALEM,
13.
Juli
2006
(ZENIT.org).- In einer gemeinsamen
Erklärung
haben
mehrere
Vertreter
der
Kirchen
in Jerusalem,
darunter
auch
der
Lateinische
Patriarch
Erzbischof
Michel
Sabbah
sowie
Franziskanerpater
Pier
Battista
Pizzaballa,
Kustos
des
Heiligen
Landes,
zur
dramatischen
Zuspitzung
der
Lage
in Israel/Palästina
Stellung
genommen.
Sie
erteilen
jeglicher
Gewalt
eine
klare
Absage
und
unterstreichen,
dass
sie
den
Kampf
gegen
den
Terrorismus
voll
unterstützen.
Ebenso
vehement
erinnern
sie
allerdings
daran,
"dass
dieser
Kampf
mit
der
Beseitigung
der
Wurzel
aller
Gewalt
beginnen
muss,
mit
der
Beseitigung
der
Unfreiheit
der
Palästinenser".
Das
Leben
des
Menschen
und
seine
Würde
gelte
es zu
achten,
fordern
neben
den
bereits
genannten
Hirten
auch
Vertreter
der
koptisch-orthodoxen
Kirche,
der
syrisch-orthodoxen
Kirche,
der
griechisch-katholischen
Kirche
und
der
armenisch-apostolischen
Kirche.
Während
sie
die
Verantwortlichen
dazu
aufrufen,
an den
Verhandlungstisch
zurückzukehren,
appellieren
sie
an die
internationale
Gemeinschaft,
aktiv
einzugreifen
und
eine
diplomatische
Lösung
herbeizuführen.
Die
Reaktion
der
israelischen
Führung
auf
die
Entführung
eines
israelischen
Soldaten
sowie
die
Ermordung
eines
israelischen
Zivilisten,
die
von
den
Kirchenvertretern
ebenfalls
verurteilt
werden,
wird
als
"überproportional
und
unberechtigt"
kritisiert.
Die
gemeinsame
Erklärung
wurde
noch
vorm
Einmarsch
der
israelischen
Bodentruppen
in den
Libanon
veröffentlicht,
wo die
schiitische
Hisbollah-Miliz
zwei
weitere
israelische
Soldaten
festhalten
soll.
Aktuellen
Meldungen
zufolge
sind
an dieser
zweiten
Kriegsfront
mindestens
39 Menschen
gestorben,
darunter
zehn
Kinder.
Mindestens
56 Menschen
wurden
verletzt.
ZG06071308 |
|
Jüdische Friedensfrau Roni Hammermann in der Martin Luther
Kirche
(31.5.)
„Kritik
an Israel
hat
mit
Antisemitismus
nichts
zu tun“,
sagte
die
Jüdin
Roni
Hammermann
bei
ihrem
Besuch
im Mai
in der
Martin-Luther-Kirche.
Beim
Nachdenken
über
den
Holocaust
dürfe
man
nicht
bei
den
Opfern
stehenbleiben,
sondern
müsse
daraus
die
Verpflichtung
ableiten,
nicht
zu schweigen,
wenn
in unserer
Umwelt
Unrecht
sichtbar
wird.
Die
europäische
Jüdin
hat
sich
von
dieser
Überzeugung
zur
Friedensarbeit
leiten
lassen;
als
sie
Zeugin
einer
Geburt
am Checkpoint
wurde
(man
hat
der
Gebärenden
den
Übergang
zur
Klinik
verweigert),
gründete
sie
mit
vier
ebenso
Entsetzten
die
Gruppe
„Machsom
Watch“.
Als
Jüdinnen
konnte
den
Frauen
niemand
verwehren,
gegen
Übergriffe
der
Soldaten
einzugreifen.
Heute
– vier
Jahre
später
- stehen
450
Frauen
jeden
Tag
an 32
Checkpoints,
die
zum
Großteil
willkürlich
als
Schikanen
Wege
blockieren
und
eine
normale
Bewegung
der
Palästinenser
behindern.
Stundenlanges
Warten
vor
dem
Grenzübergang
soll
die
Menschen
zermürben.
Die
Machsom-Watch
Frauen
greifen
ein,
weil
sie
sich
auf
Gesetze
berufen
und
oft
ganz
Arges
verhindern
können...
Der
Plan
Israels
ist,
den
Menschen
das
Leben
so schwer
als
möglich
zu machen,
um sie
damit
zum
Auswandern
zu bringen:
Man
stiehlt
ihnen
Lebenszeit,
man
nimmt
ihnen
ihr
Land,
man
sperrt
sie
ein.
R.H.
betont
ausdrücklich,
dass
die
Hamas
nicht
teilnimmt
an Sprengstoffanschlägen
und
einen
langfristigen
Waffenstillstand
angeboten
hat
und
bittet
die
ZuhörerInnen,
sich
von
der
Medienpropaganda
den
Blick
auf
das
Unrecht
in diesem
Land
nicht
verschleiern
zu lassen.
Gerhilde
Merz
|
|
Frauen
in Schwarz
(Wien),
Press
Release,
Dienstag,
13.
Juni
2006
Statement der Frauen in Schwarz (Wien)
Boykott
und
zweierlei
Maß
Was
heißt
hier
Berichterstattung?
Es ist
erschütternd
und
inakzeptabel,
dass
der
derzeit
einzige
Schwerpunkt
der
Information
über
die
Situation
in Israel/Palästina,
der
in fast
allen
deutschsprachigen
Medien
verbreitet
wird,
die
Auseinandersetzungen
zwischen
Fatah
und
Hamas
und
die
sogenannten
Unruhen
in Ramallah
sind.
Es wird
kein
Wort
darüber
verloren,
dass
die
palästinensischen
Gebiete
seit
nunmehr
39 Jahren
unter
israelischer
Militärbesatzung
sind;
das
bedeutete
schreckliche
Unterdrückung,
Raub
von
Land,
Wasser
und
totale
israelische
Kontrolle.
Totale
Kontrolle
hieß
Verhaftungen
von
PalästinenserInnen
- häufig
auch
administrative
Festnahmen,
absolute
Kontrolle
über
die
Städte,
über
die
landwirtschaftlichen
Flächen,
über
die
Bewegungsfreiheit
der
Bevölkerung,
ihre
wirtschaftliche
und
persönliche
Unabhängigkeit
sowie
Menschenrechte.
Die
israelische
Administration
blockierte
und
blockiert
nicht
nur
die
Güter,
die
in den
Gazastreifen
und
das
Westjordanland
herein-
und
herauskommen,
was
bedeutet,
dass
die
palästinensische
Bevölkerung
kaum
Nahrungsmittel
hat
und
die
medizinische
Versorgung
darniederliegt.
Die
israelischen
Behörden
verursachen
daher
nicht
nur
den
Hunger
in den
von
ihnen
besetzten
Gebieten,
sondern
sie
blockieren
zusätzlich
die
finanziellen
Mittel,
die
die
israelische
(Steuer-
und
Zoll-)Behörden
durch
das
Einheben
der
Taxen
für
die
palästinensische
Behörden
einbehalten
und
die
sie
nicht
- wie
durch
internationale
Verträge
eigentlich
vereinbart
- an
die
Palästinensische
Autonomiebehörde
(PA)
weiterleiten.
Nicht
nur,
dass
sie
damit
den
PalästinenserInnen
zustehendes
Geld
nicht
zurückgeben,
haben
sie
mit
Unterstützung
der
Europäischen
Union
und
der
USA
auch
dafür
gesorgt,
dass
keine
weiteren
Geldmittel
an die
demokratisch
gewählte
palästinensische
Regierung
bezahlt
werden.
Damit
haben
sich
EU und
USA,
somit
auch
die
von
uns
gewählten
Regierungen,
an der
katastrophalen
Situation
der
hungernden
palästinensischen
Bevölkerung
mitschuldig
gemacht.
Und
es wird
deutlich,
dass
die
Ursache
und
das
Ziel
des
Boykotts
die
demokratisch
gewählte
palästinensische
Regierung
ist.
Das Faktum,
dass
die
PA ihre
BeamtInnen
- LehrerInnen,
ÄrztInnen,
Sicherheitsleute
usw.
- nicht
bezahlen
können,
hat
auch
unweigerlich
zur
momentanen
Situation
beigetragen.
Wie
kann,
soll
sich
denn
eine
hungernde
Bevölkerung,
ohne
ausreichende
Versorgung
mit
lebenswichtigen
Medikamenten,
die
noch
dazu
unter
ständigem
Beschuss
durch
die
israelische
Armee
steht,
verhalten?
In den
letzten
Tagen
werden
in Gaza
9 bis
10 Menschen
täglich
verwundet
und
getötet,
abgesehen
von
denjenigen,
die
wegen
der
mangelnden
medizinischen
Versorgung
sterben
müssen.
Die
Morde
werden
strafrechtlich
nicht
verfolgt,
die
israelischen
Soldaten
blieben
bei
Tötungsdelikten
- auch
von
Kindern
- bisher
straffrei.
Wir appellieren
an alle
über
Israel/Palästina
berichtenden
Medienleute,
sich
ein
umfassendes
Bild
von
der
Lage
in den
von
Israel
besetzten
Gebieten
zu machen,
ehe
sie
Einzelheiten
in den
Vordergrund
schieben,
ohne
die
Ursachen
zu benennen.
Weitere
Informationen,
u.a.
auch
unter
den
zahlreichen
Links
unserer
Site:
www.fraueninschwarz.at
|
|
Arbeitskreis
Nahost
Berlin
Jüdische
Stimme
für
gerechten
Frieden
in Nahost
www.aknahost.org
European
Jews
for
a Just
Peace
www.juedische-stimme.de
Schweigt
nicht
zu Gaza!
Wir fordern ein Ende der
militärischen
Auseinandersetzungen,
einen Rückzug der israelischen
Armee
aus
dem
Gazastreifen,
die Freilassung des israelischen
Soldaten
Gilad
Schalit
und der verhafteten palästinensischen
Abgeordneten
und
Minister.
Wir fordern Verhandlungen
über
die
Freilassung
palästinensischer
Gefangener!
Die
militärische
Offensive
der
israelischen
Armee
im Gazastreifen
eskaliert
immer
weiter.
Die
Zahl
der
zivilen
Opfer
steigt.
Brücken,
Straßen,
das
wichtigste
Elektrizitätswerk,
Universitäts-
und
Regierungsgebäude
wurden
bereits
vor
Tagen
durch
Bombardierungen
zerstört.
700.000
Palästinenser
sind
ohne
Strom,
die
Wasserversorgung
ist
für
einen
großen
Teil
der
Bevölkerung
ebenfalls
zusammen
gebrochen.
Die
israelische
Regierung
befreit
so nicht
den
israelischen
Soldaten
Galid
Schalit,
vielmehr
gefährdet
sie
mutwillig
sein
Leben.
Amnesty
international
stellte
fest,
dass
die
„gezielten
Angriffe
der
israelischen
Armee
gegen
die
zivile
Bevölkerung
und
Infrastruktur
im Gazastreifen“
“die
internationalen
Menschenrechte“
verletzen
und
„als
Kriegsverbrechen
zu betrachten“
sind.
Die
Menschenrechtsorganisation
appelliert
an beide
Seiten,
Israelis
und
Palästinenser,
alle
Handlungen,
die
internationales
Recht
verletzen,
zu unterlassen.
Und
amnesty
meint
weiter:
„Da die Spannungen zwischen
Israel,
der
Palästinensischen
Behörde
und
bewaffneten
Gruppen
weiterhin
steigt,
gibt
es eine
wachsende
Sorge
für
die
Sicherheit
der
Zivilbevölkerung.
Eine
große
Zahl
von
unbeteiligten
Zivilisten
– einschließlich
Frauen
und
Kinder
– sind
durch
israelische
Artillerie
und
Luftangriffe
in den
vergangenen
Wochen
und
Monaten
getötet
und
verletzt
worden“.
Die
israelische
Regierung
nimmt
die
Bevölkerung
des
Gazastreifens
als
Geisel
und
unterwirft
sie
einer
völkerrechtswidrigen
Kollektivbestrafung:
für
die
Entführung
von
Schalit
, bei
der
auch
zwei
Soldaten
getötet
wurden
und
für
den
Beschuss
der
israelischen
Städte
Sderot
und
Ashkelon.
Mit
diesen
„Strafaktionen“
setzt
sich
die
Politik
der
israelischen
Regierung
fort,
jeden
konstruktiven
Ansatz
in Richtung
gleichberechtigten
Dialog
zu unterbinden.
Wie
etwa
das
Papier
der
palästinensischen
Gefangenen,
das
von
dem
palästinensischen
Ministerpräsidenten
und
dem
Präsidenten
gleichermaßen
unterstützt
wird.
Wider
besseres
Wissen
behauptet
die
israelische
Regierung,
dass
es keine
palästinensischen
Partner
gebe.
Auch
dadurch
bleiben
die
Palästinenser
im Westjordanland
Geiseln
einer
verschärften
israelischen
Besatzung
- allen
halbherzigen
Rückzugsplänen
zum
Trotz:
beispielsweise
durch
Landraub
im Zuge
des
Baus
der
Sperranlage
und
durch
die
zunehmend
extremere
Einengung
der
Bewegungsfreiheit
durch
Checkpoints.
Die
Verhaftung
palästinensischer
Parlamentarier,
Minister
und
Bürgermeister
kam
jüngst
als
Steigerung
dazu.
Und
letztlich
wird
auch
die
israelische
Bevölkerung
von
dieser
Besatzungspolitik
als
Geisel
genommen.
Dabei
spricht
sich
aktuell
die
Mehrheit
der
Israelis
für
Verhandlungen
mit
den
Entführern
aus
– vor
einigen
Tagen
waren
es 53
Prozent
der
Befragten.
Der
Vater
des
Entführungsopfers,
Noam
Shalit
fordert
inzwischen
von
der
israelischen
Regierung,
Verhandlungen
auch
über
die
Freilassung
palästinensischer
Gefangener
aufzunehmen.
Wie amnesty international
stellen
wir
fest:
„Auch die internationale
Gemeinschaft
hat
eine
Verpflichtung
zum
Handeln.“
Untätigkeit
kostet
täglich
weitere
Menschenleben.
Der
Leiter
der
Heinrich-Böll-Stiftung
in Ramallah,
Christian
Sterzing
betonte
in einem
Interview
mit
dem
Deutschlandfunk,
dass
„Angriffe
auf
die
Zivilbevölkerung“
nach
dem
humanitären
Kriegsvölkerrecht
nicht
zulässig
sind.
Es sei
an
der
Zeit,
„an
die
israelische
Regierung
einige
kritische
Fragen
zu stellen“.
Ernste Kritik wird
gegenwärtig
nur
von
einigen
Oppositionspolitikern
geübt:
Jerzy
Montag, Bundestagsabgeordneter
von
„Bündnis
90/Die
Grünen“
und
Vorsitzender
der
Deutsch-Israelischen
Parlamentariergruppe:
“Man
kann
und
darf
die
Menschen
nicht
vom
Strom,
vom
Wasser,
von
Lebensmitteln
abschneiden.“
Gregor
Gysi
zur
Festnahme
eines
Drittels
der
palästinensischen
Minister:„Wer
so demütigt,
weiß,
daß
das
Ergebnis
nicht
Gespräch,
nicht
Verhandlungen
und
Friedfertigkeit,
sondern
weitere
Gewalt
sein
wird.“
Der
außenpolitische
Sprecher
der
Linksfraktion
im Bundestag,
Norman
Paech
verlangt
von
Außenminister
Steinmeier,
sich
für
die
sofortige
Einstellung
des
israelischen
Militärseinsatzes
im Gazastreifen
einzusetzen
und
auf
die
«Freilassung
der
Festgenommenen»
zu drängen.
Außerdem
solle
die
Große
Koalition
ihre
Haltung
gegenüber
der
Hamas-Regierung
überdenken,
«um
sich
wirksam
für
die
Freilassung
des
israelischen
Soldaten
einsetzen
zu können».
Diesen Forderungen schließen
wir
uns
an!
Keine
Waffenlieferungen
nach
Israel
und
in den
gesamten
Nahen
Osten!
Keine
Bereitstellung
des
Transportfahrzeuges
Dingo
2 an
Israel!
Der
Vertrag
über
die
Lieferung
von
zwei
U-Booten
wurde
allerdings
gerade
unterschrieben.
|
|
Kopie
für
die
Botschaft
des
Staates
Israel
in Deutschland
An die Bundeskanzlerin
Frau
Dr.
Angela
Merkel
Bundeskanzleramt
1
10557
Berlin
6.7.2006
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin
Merkel,
mit großer Sorge verfolgen
wir
in der
christlichen
Friedensbewegung
pax
christi
Augsburg
die
Ereignisse
derzeit
in Palästina.
Es ist
nicht
mehr
nachvollziehbar,
mit
welch
zunehmender
Brutalität
die
Besatzungsmacht
Israel
unterschiedslos
gegen
die
palästinensische
Bevölkerung
vorgeht.
Jeden
Tag
erreichen
uns
schreckliche
Nachrichten
von
Christen
aus
Bethlehem
mit
der
völkerrechtswidrigen
und
menschenverachtenden
Mauer
auf
palästinensischem
Gebiet
und
aus
dem
„abgeschnittenen“
Gaza-Streifen.
Die
israelische
Politik
scheint
jedes
Augenmaß
für
die
Realität
verloren
zu haben
– die
Repressionsmaßnahmen
übersteigen
jede
Verhältnismäßigkeit
der
Mittel,
wie
auch
die
Reaktion
auf
die
zu verurteilende
Entführung
des
Soldaten
Gilad
Shalid
zeigt.
Aber Europa und die
Weltöffentlichkeit
schaut
zu.
Auch
Deutschland
hat
nicht
den
Mut,
die
Dinge
beim
Namen
zu nennen,
aus
einem
nach
unserer
Sicht
falschen
Verständnis
der
Geschichte
und
der
besonderen
Beziehung.
Aber nicht diejenigen,
die
Israels
Politik
kritisieren
fördern
den
Antisemitismus
und
gefährden
die
Sicherheit
und
das
Lebensrecht
des
israelischen
Staates,
sondern
diejenigen,
die
diese
hässliche
Besatzungspolitik
betreiben
oder
sie
schweigend
dulden.
Wer für Israel ist, muss als
Freund
heute
diese
Politik
unmissverständlich
in die
Schranken
weisen.
So fordern
wir
Sie
auf,
bei
der
israelischen
Regierung
in vernehmbarer
diplomatischer
Schärfe
zu intervenieren,
mit
dem
Ziel,
die
derzeitige
Eskalation
zu beenden,
den
Mauerbau
rückgängig
zu machen
und
den
Rückzug
aus
den
besetzten
Gebieten
einzuleiten,
wie
es dem
Völkerrecht,
mehreren
UNO-Resolutionen
und
der
Road
Map
entspricht.
Mit Unverständnis nehmen wir
die
Lieferung
von
zwei
U-Boten
mit
Teilübernahme
der
Kosten
und
die
Lieferung
von
gepanzerten
Fahrzeugen
vom
Typ
„Dingo“
- vorerst
noch
zu Testzwecken
-wahr.
Christliche Politik
fordert
auch
in dem
historisch
einmaligen
Verhältnis
zu Israel
und
Palästina
klare
menschenrechts-
und
völkerrechtsgemäße
Positionen.
Wir bitten Sie, sich in dieser
Weise
für
Deeskalation
und
Frieden
in der
Nahostregion
einzusetzen.
Wir freuen uns von Ihnen
zu hören.
Mit freundlichen Grüßen
Für die pax christi Bistumsstelle Augsburg
Christian
Artner-Schedler
(Referent
für
Friedensarbeit)
PS:
Abschrift
geht
an den
deutschen
Außenminister,
Herrn
Steinmeier
und
an die
Israelische
Botschaft
|
Offener Brief
Die Militäroffensive des Regime in Tel Aviv ist das beste, was ihr vor dem Hintergrund der illegalen Landnahme in den nach wie vor besetzten Westbank passieren kann, bzw. passieren konnte.
Während ein Grossteil der Welt auf den Gaza blickt, führt das Regime des jüdischen Staates seinen Staatsterrorismus in den Westbank fort, ohne das der Rest der Welt davon in Kenntnis gesetzt wird, und je länger der Gaza-Einsatz dauert, desto länger kann Tel Aviv in den Westbank schalten und walten, wie es will.
Ein aktuelles Beispiel:
Die Zerstörung der Olivenhaine rund um Beit Jala (Westbank) ist seit 27. Juni 2006 im vollen Gange. Hier wird die letzte Lücke in der Apartheidmauer geschlossen, die den gesamten Bezirk Bethlehem in ein einziges Palästinensergetto verwandelt. Israelische Besatzungstruppen wurden im Gebiet Cremisan zusammengezogen, um die Bulldozer zu unterstützen, die hier eine der fruchtbarsten und historisch bedeutsamsten Zonen des gesamten Bezirkes Bethlehem verwüsten. Mit der Apartheidmauer werden die Städte Bethlehem, Beit Sahour und Beit Jala vollständig von der palästinensischen Hauptstadt Ost-Jerusalem abgemauert, die nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt, aber dennoch für die Palästinenser unerreichbar hinter dem Betonmonster liegt.
Die Verwüstung Beit Jalas kündigt sich jedoch schon im Dezember 2005 an. Seit damals wüten die Bulldozer auf den palästinensischen Grundstücken, und reißen dort, wo die Mauer stehen soll, eine tiefe Wunde ins Land. Die Mauer dient hier unmittelbar zur Expansion der illegalen jüdischen Siedlung Har Gilo, der 345 Dunum (34,5 ha) an palästinensischen Oliven- und Mandelhainen zum Opfer fallen sollen. Anfang dieses Jahres waren die Bauarbeiten zum Stillstand gekommen, doch nun sind die Bulldozer und die Besatzungssoldaten wieder da.
Die Mauer rund um das Getto Bethlehem soll in den ersten Julitagen endgültig geschlossen werden. Der Gemeinderat Beit Jalas wandte sich daher mit einem dringenden Aufruf an die internationale Öffentlichkeit, durch Aktionen und Proteste die Fertigstellung der Gettomauer durch die Besatzungsmacht noch einmal abzuwenden.
Schon 500 Bäume wurden ausgerissen. Der Gemeinderat Bei Jalas beschreibt das betroffene Gebiet als eine der "letzten Grünflächen der Stadt". Es beheimatet "das fruchtbarste Ackerland in der gesamten Region", das für eine große Anzahl palästinensischer Familien, die von der Landwirtschaft leben, die Haupteinnahmequelle darstellt.
Außerdem handelt es sich um ein Gebiet mit außerordentlicher historischer Bedeutung. Zwei antike Klöster, eine Schule und das berühmteste Weingut in ganz Palästina sind unmittelbar durch den Mauerbau bedroht. Der Verlauf der Apartheidmauer ist auch um Beit Jala darauf ausgelegt, sich alle freien Flächen außerhalb des dicht bebauten palästinensischen Wohngebietes einzuverleiben.
Mit der Mauer belagert die Besatzungsmacht die palästinensischen Ortschaften von allen Seiten und erstickt ihre ökonomischen, sozialen und politischen Entfaltungsmöglichkeiten.
Die Bilanz für Beit Jala führt die Bedrohung eindrücklich vor Augen: Die Apartheidmauer und die jüdische Siedlung Har Gilo verleiben sich 60% der Grundstücke der Stadt und seiner BewohnerInnen ein. Von ursprünglich 14.500 Dunum Land (1450 ha) werden Beit Jala nur noch 4500 Dunum (450 ha) Umland bleiben.
Allein im Bezirk Betlehem zieht die israelische Trennmauer vor den Toren Jerusalems eine 52 Kilometer lange Schleife. Die Mauer schlingt sich eng um die palästinensischen Wohngebiete. Dadurch werden die PalästinenserInnen ihres Landes beraubt, denn allein hier verschwinden 70.000 Dunum palästinensischer Grundstücke (7000 ha) hinter Beton und Stacheldraht. Die geraubte Fläche entspricht ca. 2,5% der Gesamtfläche des Bezirkes. Die Mauer dient damit unmittelbar der Expansion der jüdischen Siedlungen und verwandelt die palästinensischen Dörfer in landlose verarmte Gettos.
Wie gesagt, je länger der Gaza-Militäreinsatz dauert, desto mehr Land kann das Regime in Tel Aviv illegalerweise annektieren. Von daher ist die Ankündigung, der Militäreinsatz im Gaza kann noch Monate dauern, allzu verständlich.
Einen schönen Gruss an die "einzige Demokratie im Nahen Osten", wie sich Israel gerne immer wieder mal, wenn es gerade passt, selber bezeichnet. Nur liegen Bezeichung und Realität im Falle Israel Lichtjahre voneinander entfernt.
Andreas Friedrich
Duesseldorf den 10.07.2006
|
|
Leserbrief:
Zum
Glück
gibt
es die
Schweiz!
Als
einziges
europäisches
Land
hat
sie
es
gewagt,
Israels
Vorgehen
in Gaza
zu verurteilen.
Es sei
kollektive
Bestrafung
und
verletzte
das
Prinzip
der
Verhältnismäßigkeit.
Israel
habe
nicht
die
Vorsichtsmaßnahmen
getroffen,
die
das
internationale
Recht
zum
Schutz
von
Zivilisten
verlange.
Die
Europäische
Union
dagegen
schweigt.
Hätte
sie
nur
den
Bruchteil
des
Mutes
von
Gideon
Levy,
dem
bekannten
israelischen
Journalisten,
der
gleich
zu Beginn
der
israelischen
Offensive,
noch
vor
einer
Vielzahl
von
Toten,
in Haaretz
schrieb:
Es
ist
nicht
legitim,
750.000
Menschen
von
der
Elektrizitätsversorgung
abzuschneiden.
Es ist
nicht
legitim,
20.000
Menschen
aufzufordern,
aus
ihren
Häusern
zu fliehen
und
ihre
Städte
in
Geisterstädte
zu verwandeln.
Es ist
nicht
legitim,
eine
halbe
Regierung
und
ein
Viertel
des
Parlaments
zu kidnappen.
Ein
Staat,
der
solche
Schritte
unternimmt,
ist
nicht
länger
unterscheidbar
von
einer
Terrororganisation.
Tausende
palästinensische
Kinder,
Frauen
und
Männer
hat
Israel
bis
heute
gekidnappt.
Unsere
Medien
und
Politiker
sprechen
in den
Fällen
schönfärberisch
von
-Verhaftung.
-Verhaftung
würde
zumindest
bedeuten,
dass
Anklage
erhoben
und
ein
Prozess
geführt
würde.
In Hunderten
von
Fällen
aber
werden
laut
Amnesty
International
entführte
Palästinenser
über
Monate
ohne
Kontakt
zur
Außenwelt
und
ohne
Anklage
und
Prozess
in
Administrativhaft
gehalten.
Prozesse
vor
den
Militärgerichten
entsprechen
nicht
den
internationalen
Standards
und
Folter
wird
praktiziert.
Wird
aber
ein
einziger
israelischer
Soldat
von
Palästinensern
gefangen
genommen,
dann
rechtfertigt
dies
offensichtlich
den
Einsatz
der
gesamten
hochgerüsteten
israelischen
Kriegsmaschinerie
gegen
die
Menschen
in Gaza,
ohne
dass
Europa
protestiert.
Es ist
eine
Schande,
unmoralisch
und
feige,
wie
sich
Politiker
und
Medien
in Europa
in
diesem
Konflikt
verhalten.
|
~~ Dissident voices in the mainstream & other Israeli media ~~
It's never too late
Haaretz Editorial -- Today Fri., July 07, 2006
http://www.haaretz.com/hasen/spages/735154.html
Look who's been kidnapped!
Arik Diamant in Ynet News (July 5, 2006)
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3271505,00.html
No strength for silence
Esther Wachsman, Haaretz July 4, 2006
http://www.haaretz.com/hasen/spages/733773.html
The government is losing its reason
Ha'aretz Editorial June 30
http://www.haaretz.com/hasen/spages/733036.html
Esther Wachsman: It's the same record playing again
Ruth Eglash interview, Jerusalem Post Jun. 30, 2006
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1150885884815&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
Agatha In The Rain
Uri Avnery July 1, 2006
http://zope.gush-shalom.org/home/en/channels/avnery/1151794314/
Composure is also strength
By Yoel Marcus Ha'aretz, July 3, 2006
http://www.haaretz.com/hasen/spages/733034.html
Suffering from a paralysis of thought
Ze'ev Sternhell - Ha'aretz July 2, 2006
http://www.haaretz.com/hasen/spages/733029.html
A Week of Israeli Restraint
Tanya Reinhart, Yediot Aharonot June 21, 2006
http://www.kibush.co.il/show_file.asp?num=14609
We must wake up
David Grossman Ma`ariv June 11, 2006
http://www.kibush.co.il/show_file.asp?num=14449
Protests against Gaza clampdown initiated by different groups on different dates
June 28
Immediate protest in front of Defence Ministry Gush Shalom
http://www.geocities.com/toi_billboard/Gu_vigil.htm
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3268789,00.html
June 30
Demonstration at the Gaza border Ometz Lesarev, joined by the Committee against War Crimes
http://www.geocities.com/toi_billboard/Shouting_at_the_canons.htm
July 1
500 hundred to protest at PM's doorstep Yesh Gvul
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3269764,00.html
July 3
22500 already signed Ometz prisoners release petition http://www.publicators.com/tmp/shalit
July 5
Protest at Defence Ministry previous to fascism discussion Coalition of Women' for Peace
http://www.geocities.com/toi_billboard/CWPJune5.htm
July 7
Appeal on EU countries Gush Shalom
http://zope.gush-shalom.org/home/en
July 8
Demo against invasion in Nazareth, Hadash communists - announced for tomorrow
http://www.geocities.com/toi_billboard/Nazareth.htm
Protests against Gaza clampdown initiated
by different
groups
on different
dates
June
28
Immediate
protest
in front
of Defence
Ministry
Gush
Shalom
http://www.geocities.com/toi_billboard/Gu_vigil.htm
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3268789,00.html
June
30
Demonstration
at the
Gaza
border Ometz Lesarev, joined
by the
Committee
against
War
Crimes
http://www.geocities.com/toi_billboard/Shouting_at_the_canons.htm
July
1
500
hundred
to protest
at PM's
doorstep Yesh Gvul
http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3269764,00.html
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mmentar von Andreas Friedrich
Zur Vorgehensweise der israelischen Armee (nicht nur im Gaza) fällt einem bald nichts mehr ein, außer dass die Armee in dem schmalen Küstenstreifen die komplette Infrastruktur zerstört, die dort lebende Bevölkerung für etwas kollektiv bestraft, wofür sie -die Bevölkerung- jedoch keinesfalls in die Verantwortung gezogen werden darf. Zu denken gibt mir auch, dass sich ausgerechnet der Vater des entführten israelischen Soldaten im israelischen TV-"Kanal 10" für Verhandlungen mit den Entführern und gegen die Militäroffensive ausgesprochen hat (natürlich wird das von einem Grossteil unsrer Presse ignoriert. Es könnte ein schlechtes Licht auf Olmert, Perez & Co. werfen und die Leute könnten anfangen, über das, was im Gaza geschieht, nachzudenken). Ebenfalls ignoriert wird, dass die israelische Armee nicht, wie sie sagt, in den Gaza einmarschiert ist, um den Soldaten zu befreien, sie will schlicht und ergreifend die neue demokratisch gewählte palästinensische Regierung stürzen. Denn die israelische Regierung steht vor dem Problem, das kurz vor Beginn der Militäroffensive Hamas den jüdischen Staat anerkannt hat -in den Grenzen von 1967- demnach hätte sich Israel aus den illegal besetzten Westbank zurückziehen und die dortigen illegalen jüdischen Siedlungen sowie Siedlungsblöcke räumen müssen. So sieht es übrigens auch der Friedensplan der arabischen Liga aus 2002 vor, diesen ignoriert Israel jedoch. Und da die israelische Regierung nach wie vor eine Besatzungsmentalität an den Tag legt, wie sie heutzutage ihresgleichen sucht, kam ihr die Anerkennung des Staates Israel durch Hamas mehr als ungelegen, dafür die Entführung des Soldaten umso mehr entgegen mit der Folge, mal eben in den Gaza einzumarschieren, dort alles kurz und klein zu schiessen und die Hamas zu stürzen. Dann gibt es keine palästinensische Regierung mehr, die den jüdischen Staat anerkennt. Und das Spiel beginnt von vorne. Zudem: Wenn ständig von radikal-islamische Hamas die Rede ist, so ist es nur legitim, von der radikal-jüdischen israelischen Regierung zu sprechen, denn das, was diese Regierung und vor ihre Scharon-Vorgängerin betreibt, ist reinster Staatesterror, nichts anderes. Ein Blick in den Westbank sollte genügen, denn dort wird alles getan, um einen Staat Palästina zu verhindern. Aktuelle Beispiele: Der Ausbau von Ma'ale Adumim, Bauplan "E-1" sowie die Abtrennung Ost-Jerusalems und Bethlehem voneinander (wie am 05.Juli 2006 geschehen). Natürlich wurde auch das in der deutschen Presse nicht erwähnt. Über die Frage, mit welchen Mitteln die Palästinenser dieser "Politik" der Regierung in Tel Aviv begegnen sollen, bzw. begegnen dürfen, sollten wir alle mal ganz intensiv nachdenken. Vielleicht müssen wir demnächst noch Dankschreiben und Blumen nach Israel senden, für soviel "Demokratieverständnis" und Entgegenkommen. Aber statt Blumen bekommt Israel nun Dolfin-U-Boote und Dingos.
Andreas Friedrich
Düsseldorf den 7.7.2006
|
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Gush
Shalom,
der
israelische
Friedensblock
Aufruf
an Europa
Der
international
gepriesene
israelische
Abzug
aus
dem
Gazastreifen
hat
die
Besatzung
dort
nicht
beendet.
Sie
wurde
in
Form
eines
Würgegriffs
über
Gazas
Verbindungen
zur
Außenwelt
fortgesetzt.
Der
Gazastreifen
ist
in ein
riesiges
Freiluft-Gefängnis
verwandelt
worden.
Mit
der
Weigerung
der
israelischen
Regierung,
mit
der
gewählten
palästinensischen
Regierung
Gespräche
zu führen,
blieb
jetzt
nur
noch
ein
Dialog
übrig,
der
der
Bomben,
oft
auf
zivile
Ziele
auf
beiden
Seiten
der
Grenze.
Ohne
internationale
Intervention
kommt
es zu
einer
fast
unvermeidlichen
Eskalation.
Wir,
israelische
Patrioten
und
Friedensaktivisten,
rufen
die
Europäische
Union
und
ihre
Mitgliedstaaten
auf,
möglichst
auch
in Verbindung
mit
andern
Ländern,
sofort
und
tatkräftig
gegen
die
bedrohliche
israelisch-palästinensische
Krise
zu intervenieren.
Ganz
besonders
nötig
wäre:
- einen Vertreter im Range eines Ministers zu ernennen, um die sich entwickelnden Geschehnissen zu verfolgen und die EU zu sofortigen Maßnahmen aufzufordern, wenn die Situation sie erfordert.
- die schweren von Europa der palästinensischen Behörde als Strafe auferlegten Sanktionen zu beenden, nachdem die Palästinenser ihr demokratisches Recht, eine Regierung nach eigener Wahl zu wählen, wahrgenommen haben. Die Sanktionen an sich sind schon eine brutale Intervention zu Gunsten der Besatzung.
- mit der Regierung Israels und dem gewählten palästinensischen Präsidenten und der palästinensischen Regierung einen ernsthaften Dialog mit der Absicht aufzunehmen, die gegenwärtige Krise zu beenden und den Weg für echte, sinnvolle Friedensverhandlungen zu ebnen.
- die Grenzunterstützungsmission der EU, die schon erfolgreich am Rafah-Grenzübergang tätig ist, auf alle Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gazastreifen zu erweitern, um den regelmäßigen Transport von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Waren in beiden Richtungen sicher zu stellen, unabhängig von politischen und militärischen Entwicklungen.
- als permanenter Vermittler bei akuten Krisen wie z.B. im Falle des israelischen Kriegsgefangenen Gilad Shalit, einzugreifen.
- beiden Seiten eine permanente, europäische, friedenserhaltene Truppe zwischen dem Gazastreifen und Israel anzubieten.
- die Einberufung einer internationalen Konferenz zur Beendigung des israelischen Konfliktes in Betracht zu ziehen.
EUROPA
KANN
ES SICH
NICHT
LEISTEN,
SICH
IN SCHWEIGEN
ZU HÜLLEN.
Gush
Shalom,
der
israelische
Friedensblock
POB
3322,
Tel
Aviv
61033
www.gush-shalom.org
info@gush-shalom.org
(dt.
Ellen
Rohlfs)
|
----- Original Message -----
From: Ibn Rushd Fund For Freedom Of Thought
Sent: Thursday, July 06, 2006 12:02 PM
Subject: Die israelische Besatzung ist der Kern der Probleme
Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought
Protestbrief
Die israelische Aggression ist nicht die Lösung der Probleme -
die israelische Besatzung ist der Kern der Probleme
Der Verein Ibn Rushd e.V., bekannt für seinen Einsatz für Meinungsfreiheit und Demokratie in der arabischen Welt, protestiert gegen und verurteilt scharf den von Israel geführten Krieg gegen das palästinensische Volk und dessen demokratisch gewählte Regierung.
Diese Aggression wird von den USA geduldet, und die westlichen Länder schweigen zu einer solchen Bestrafung der Zivilbevölkerung - denn darauf läuft das derzeitige Handeln Israels hinaus – und zur Entführung von legal gewählten Vertretern des palästinensischen Volkes. Das zeigt zum wiederholten Male, dass sowohl Israel als auch die USA nicht eingestehen wollen, dass der Kern des Problems in der nunmehr Jahrzehnte währenden israelischen Besatzung palästinensischen Bodens, Luftraums sowie in der Blockade der internationalen Grenzen liegt. Es scheint offensichtlich, dass der Rückzug Israels aus dem Gazastreifen rein symbolischer Natur war.
Die Zeiten der Kolonialisierung und der Eroberungen sind lange vergangen, und jedes Volk hat das Recht auf bürgerliche Freiheiten wie Meinungs-, und Bewegungsfreiheit sowie die Freiheit des Handels. Werden diese Freiheiten einem Volk verwehrt, wird das Leben zu einem Gefängnis. So geschehen in den von Israel seit 1967 besetzten Gebieten:
Eine eigene palästinensische Wirtschaft wird unterdrückt durch Unterbindung von Warentransport ins Ausland, bedingt durch stetig geschlossene Grenzen. So entsteht eine 100%ige Abhängigkeit des palästinensischen Staates von westlichen Spenden. Die Meinungsfreiheit in Wort und Wahl wird zunichte gemacht, indem demokratisch gewählte Regierungen nicht anerkannt und ausgehungert werden, sich so auch nicht bewähren können.
Auf diese Weise wird ein Volk regelrecht genötigt, sich gegen die Besetzungsmacht zu wehren und Widerstand zu leisten.
Dieser Widerstand wird von Israel und vielen mit ihm sympathisierenden Ländern und Medien fälschlicher Weise als Terrorismus bezeichnet, um über die wahren Gründe des Widerstands und die Wurzeln des Konflikts hinwegzutäuschen.
Wir vom Verein Ibn Rushd Fund for Freedom of Thought rufen daher alle Menschen auf, die sich der Sache des Friedens, der Freiheit, der Menschenrechte und der Achtung des internationalen Rechts verpflichtet fühlen, sich in einer internationalen Front zur Beendung dieser israelischen Aggression gegen die palästinensische Bevölkerung zu vereinen.
Wir fordern:
● Ein sofortiges Ende der israelischen militärischen Aktionen
● Eine sofortige Freigabe der entführten palästinensischen Politiker
● Eine Freilassung aller politischen Gefangenen (1 israelischer gegenüber ca. 10.000 palästinensischen)
● Eine Rückkehr zu politischen Verhandlungen für einen gerechten Frieden
● Israelische Reparationen für den Wiederaufbau zerstörter ziviler Ziele im Gazastreifen.
● Die Gewährung unbegrenzter Bewegungs- und Wirtschaftsfreiheit (Warenexport) für alle Palästinenser in den von Israel 1967 besetzten Gebieten, um eine unabhängige Wirtschaft zu ermöglichen.
Nur ein freies, wirtschaftlich und politisch unabhängiges und überlebensfähiges Palästina, in das keine Armee nach Belieben einmarschiert oder es bombardiert, kann ein friedlicher Nachbar von Israel sein und somit die Sicherheit und den Frieden im Nahen Osten garantieren.
Berlin 5/07/2006
IBN RUSHD
Fund for Freedom of Thought
Wiesenstr. 53
16348 Wandlitz
Tel.: +49 (0) 33056 - 436469
Fax.: +49 (0) 33056 - 436470
e-mail : info@ibn-rushd.org
web : www.ibn-rushd.org
|
Kommentar von Andreas Friedrich, 04.Juli 2006
Tausende Soldaten in Panzern, Bulldozern und Kampfhubschrauber der israelischen Armee treiben (angeblich) wegen eines einzigen entführten Soldaten, wohlgemerkt "Besatzungssoldat", die im Gaza lebenden Palästinenser in die Katastrophe, politisch wie humanitär.
Die politische Katastrophe ist, dass israelische Polizisten knapp ein drittel der demokratisch gewählten palästinensischen Regierung festgenommen hat, warum steht in den Sternen!
Es werden sich sicher Gründe (er)finden- wo ein Wille ist ist auch ein Weg.
Nur, wer soll nun die palästinensische Politik betreiben, wer soll als Ansprechpartner für andere Politiker dienen, wer soll Reformen in Palästina auf den Weg bringen, die Hamas trat für Reformen und gegen Korruption ein.
Obwohl- die Palästinenser finden im Focus der internationalen Politik eh nicht mehr statt, von daher benötigt man in Palästina ja auch keine Regierung, so oder ähnlich muss Olmerts Gedankengang gewesen sein.
Die humanitäre Katastrophe ist, um es auf den Punkt zu bringen: Kein Wasser, kein Treibstoff, kein Strom, das heißt widerum: Keine Nahrungsaufbereitung, keine OP' s in Krankenhäusern, wenn diese ohnehin nicht schon aufgrund des finanziellen Boykott der internationalen Gemeinschaft außerstande sind, kranke medizinisch zu versorgen, geschweige denn lebensnotwendige OP' s durchzuführen.
Was bleibt ist, dass die israelische Regierung, bestehend aus ehemaligen Mitgliedern des rechtsextremen Likud (z.B. Israels Außenministerin Tzipora Livni, Israels Min.Präsident Ehud Olmert) sowie Amir Peretz (Havoda) im Gaza zwar keinen Völkermord, aber eine von langer Hand geplante Vertreibung betreibt, eine Kollektivstrafe für knapp 1,7 Millionen Palästinenser, die rein gar nichts dafür können, das ein einziger Soldat von mil. Palästinensern entführt wurde, aber das Argument ist ohnehin überflüssig, denn der Einsatz im Gaza hat nichts mit der Entführung zutun.
Vielleicht sollte die israelische Regierungsriege ebenfalls festgenommen werden, wegen Staatsterror, denn nichts anderes betreiben Livni, Olmert & Co. derzeit im Gaza und in den nach wie vor seit über 40 Jahren illegal besetzten Westbank.
Eines ist ganz deutlich: Die Palästinenser sind im wahrsten Sinne des Wortes am Ende, und die internationale/n Politik(er), z.B. Frau Merkel, Herr Steinmeier, Herr Bush tragen durch ihr Schweigen und ihre aktive Unterstützung für Israel eine nicht geringe Mitschuld.
Bleibt die Hoffnung, dass die Palästinenser nicht aufgeben und sich in Deutschland ein paar anständige finden, die diesem Irrsinn im Nahen Osten endlich ein Ende bereiten.
Andreas Friedrich
|
Trierischer Volksfreund - 1.7.2006 - DAMIAN SCHWICKERATH ZU: NAHOST
Es reicht!
Niemand kann es Regierungschef Ehud Olmert übel nehmen, wenn er versucht, Leben und Gesundheit seiner Bürger und das Territorium des Staates Israel zu schützen. Aber was die Israelis derzeit im Nahen Osten vor den Augen der Welt an Unrecht anrichten, muss geballten Protest hervorrufen, wird in der arabischen Welt zu neuem Hass führen und neue Gewalt provozieren.
Die Invasion der israelischen Armee im Gazastreifen lässt die Situation im Heiligen Land weiter eskalieren. Was darf sich die israelische Armee noch leisten, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden?
Wie kann es international geduldet werden, dass ein Großteil der demokratisch gewählten palästinensischen Parlamentsmitglieder in einem Handstreich gefangen genommen wurde und nun vor ein israelisches Kriegsgericht gestellt werden soll? Ein entführter israelischer Soldat und ein ermordeter junger Siedler müssen als Vorwand für die völlig rechtswidrige Operation „Sommerregen“ dienen, die längst geplant war und für die die Scharfmacher auf israelischer Seite wohl nur noch einen passenden Vorwand brauchten. Es wäre an der Zeit, dass die westliche Welt und vor allem die Amerikaner öffentlich und eindeutig Stellung beziehen gegen diese brutale israelische Politik. Sie nutzt niemandem, am allerwenigsten Israel selbst. Statt dessen sind diese Rambo-Methoden Wasser auf die Mühlen der Radikalen auf palästinensischer Seite. Es reicht! Diese Botschaft muss laut und deutlich in Jerusalem ankommen.
|
Die Invasion im Gazastreifen
wird
zu einer
Katastrophe
führen
Gush
Shalom,
29.6.06
Weniger
als
24 Stunden
nach
dem
Beginn
der
Invasion
in den
Gazastreifen,
fand
die
erste
Demonstration
dagegen
statt.
Sie
wurde
von
Gush
Shalom
ausgerufen.
Obwohl
es vorher
keine
Öffentlichkeitsarbeit
dazu
gab,
kamen
etwa
hundert
Friedensaktivisten
zum
Verteidigungsministerium
in Tel
Aviv
und
drückten
ihren
klaren
und
eindeutigen
Protest
aus.
Vor
Ort
vorbereitete
Poster
erklärten:
„Die
Invasion
gefährdet
das
Leben
des
gefangenen
Soldaten
Gilad
Shalit!“
„ Wir
wollen
keinen
zweiten
Nachshon
Waxman!“
(Waxman,
ein
Soldat,
der
1994
von
der
Hamas
entführt
wurde,
wurde
beim
Befreiungsversuch
der
Armee
getötet)
„Eine
Feuerpause
um der
Kinder
von
Gaza
und
Sderot
willen!“
Wie
erwartet
wurde,
verfluchten
einige
Autofahrer
die
Demonstranten,
aber
es ist
bemerkenswert,
dass
nicht
wenige
Autofahrer
sie
durch
Zurufen
und
Hupen
unterstützten.
„Der
Generalstabschef
spielt
mit
dem
Leben
von
Gilad
Shalit“!
erklärte
Uri
Avnery.
„Wir
sollten
ihm
sagen:
Wenn
du mit
dem
Leben
von
Soldaten
spielst,
spiele
mit
dem
Leben
deiner
Kinder!“
Gush-Shalom-Sprecher
Adam
Keller
fasste
zusammen:
„ Es
war
wichtig,
sofort
zu demonstrieren,
um klar
zu machen,
dass
es eine
Opposition
für
diese
Aktion
gibt,
und
eine
Stimme
gegen
die
Propaganda
zu erheben,
die
unsere
Medien
überflutet.“
(dt.
Ellen
Rohlfs)
|
Kommentar:
Man
stelle
sich
nur
einmal
vor,
die
Palästinenser
hätten
in den
letzten
Jahrzehnten,
- in
denen
ihnen
immer
wieder
Land
gestohlen
- wo
ihre
Häuser
und
Eigentümer
zerstört
- wo
ihnen
ihre
Felder
und
Gebiete
für
den
Bau
der
illegalen
jüdischen
Siedlungen
- und
seit
knapp
zwei
Jahren
für
den
Bau
der
illegalen
Trennmauer
(IGH
Resolution
ES 10/15)
genommen
wurde
und
wird
- wo
ihnen
der
Zugang
zu ihren
Schulen,
Universitäten
und
selbst
Krankenhäusern
verweigert
wurde
und
wird
so agiert
wie
die
israelische
Armee
momentan
im Gaza
und
den
Westbank!
mehr
>>>
Mit
normalen
Maßstäben
kann
dieses
Verhalten
seitens
der
Regierung
in Tel
Aviv
und
ihrer
Armee
nicht
mehr
gemessen
werden.
Eines
der
Hauptprobleme:
Niemand
scheint
sich
wirklich
dafür
zu interessieren,
wie
das
palästinensische
Volk
von
der
israelischen
Regierung
und
ihrer
Armee
bestraft
wird.
Bestraft
nicht
nur
für
eine
frei
und
demokratisch
abgehaltene
Wahl,
sondern
auch
für
die
Ermordung
zweier
Besatzungssoldaten
und
der
Entführung
eines
anderen
Besatzungssoldaten,
was
ganz
klar
zu verurteilen
ist.
Aber
Reaktionen
müssen
angemessen
sein.
Dabei
darf
es nicht
dazu
kommen,
dass
viele
Palästinenser
im Gaza
nicht
mehr
medizinisch
versorgt
werden
können,
weil
Israels
Luftwaffe
die
Zufahrtsstrassen
innerhalb
des
Gaza
(auch
die
für
Krankenwagen)
zerbombt
hat,
kein
Strom
und
Wasser
mehr
haben,
weil
israelische
Kampfbomber
alles
kurz
und
klein
schießen
und
geschossen
haben.
Erst
der
internationale
Boykott
gegen
die
neue
palästinensische
Regierung
und
nun
der
Armeeeinsatz.
Es reicht.
Andreas
Friedrich
-
Profi-Reporte |
|
Eine Lektion
über
Kolonisation
( Orginal:
A Lesson
in Pickling)
Yossi
Sarid,
Haaretz
14.6.06
In Indonesien macht man sich
große
Sorgen
über
den
Vulkanausbruch
des
Merapi,
einem
der
gefährlichsten
Vulkane
im Pazifik.
In den
letzten
Wochen
hat
er Gase
und
Lava
ausgespuckt.
Die
erschrockenen
Bauern,
die
am Füße
des
Berges
leben,
bereiten
sich
auf
das
Schlimmste
vor.
Hier
dagegen
in den
frühen
Tagen
des
Sommers
schickt
uns
die
Hitze
am Nachmittag
einschläfernd
zu einem
Nickerchen,
zum
World
Cup
oder...
Nicht in Indonesien, sondern
hier
bewegt
sich
die
Erde
und
der
Sommerhimmel
verdunkelt
sich,
wie
das
Leben
im Schatten
eines
Vulkan,
kurz
vor
einer
Explosion:
Dies
sind
die
Tage
von
Pompeji.
In dieser Woche endete vor
39 Jahren
der
6-Tage-Krieg
und
die
Besatzung
begann.
In dieser
Woche
beginnt
in Israel
sein
40.
Jahr
als
Besatzer.
Ist
es wirklich
so oder
ist
es ein
böser
Traum
gewesen
? Es
war
sicher
40 Jahre
lang
ein
Alptraum,
der
noch
weitergeht.
Zuweilen
gibt
es am
Horizont
Zeichen
für
ein
Ende
– aber
eben
nur
Zeichen.
Aber
es wird
kein
Ende
dieser
Geschichte
geben,
solange
die
Zukunft
in der
Road
Map
oder
in der
einseitigen
Konvergenz
gefunden
werden
soll.
Von Anfang an war die Besatzung
voll
guter
Vorsätze
und
war
als
„aufgeklärte“
Besatzung
gedacht.
Doch
kennt
unmenschliche
Geschichte
der
menschlichen
Rasse
keinen
Fall
einer
guten
Besatzung,
die
sich
gegenüber
den
Besetzten
als
wohlwollend
erweist.
Das
jüdische
Gehirn
ist
erfinderisch.
Der
Haken
dabei
ist,
diesmal
hat
die
Erfindungsgabe
nicht
funktioniert.
Die
Besatzung
ist
eine
Besatzung,
ist
eine
Besatzung
– mit
all
seiner
Herzlosigkeit,
mit
all
seiner
Boshaftigkeit.
Israel
schaut
in den
Spiegel
und
findet
hat
damit
Probleme,
sich
selbst
darin
wieder
zu erkennen.
Ist das Spiegelbild
heute
dasselbe
wie
1967
? Es
ist
am besten,
den
Spiegel
aus
Wut
von
der
Wand
zu reißen
und
zu zerstören,
um nicht
das
ekelhafte
Bild
von
uns
von
heute
zu sehen.
Sind
diese
wahnsinnigen
Augen
denn
unsere?
Hat
sich
die
hübsche
Jugend,
die
durch
die
Felder
ging,
sich
plötzlich
in fette
Schweine
verwandelt?
Ist
dieser
Fette
wirklich
ein
Israeli
/Yeshurun?
Der
eine
Menge
McDonalds
und
eine
Menge
Pizzas
frisst,
der
das
Land
wie
die
Heuschrecken
verschlingt
und
der
den
Nachbarn
nur
noch
die
Brosamen
übrig
lässt.
Es ist
ein
widerlicher
Anblick
im Spiegel
!
Nach all den Kolonialstaaten,
in denen
die
Sonne
nicht
unterging,
die
aber
seit
langem
ihre
Kolonien
aufgegeben
haben,
hat
Israel
sich
entschieden,
die
alten
Zeiten
des
Kolonialismus
wieder
erstehen
zu lassen.
Warum
die
bittere
Lektion
aus
der
Erfahrung
der
andern
lernen,
wenn
man
selbst
die
Erfahrung
machen
kann,
mit
dem
eigenen
Leib
und
Blut?
Dann
geht
nur
den
harten
Weg!
England
und
Frankreich,
Holland
und
Spanien
und
Portugal
– und
die
UDSSR
und
Jugoslawien,
die
einmal
Kolonialmächte
waren
und
es nicht
mehr
sind,
haben
freiwillig
- oder
nicht
freiwillig
- die
Länder
aufgegeben,
die
ihnen
nicht
gehören,
um sich
vor
sich
selbst
zu retten.
Und
nur
Israels
Militär
vergeudete
seine
Energie,
um sich
vor
sich
selbst
zu schützen,
als
ob es
eine
Wahl
hätte,
als
ob es
nicht
durch
einen
Angriff
seiner
eigenen
Kräfte
auf
die
eigenen
Kräfte
besiegt
worden
wäre.
Der Dumme in seinem Rat, dem
Nationalen
Sicherheitsrat,
macht
sich
noch
immer
etwas
vor.
Giora
Eilands
Augen
sind
noch
trübe,
weil
er während
einer
Sonnenfinsternis
direkt
in die
Sonne
geschaut
hat.
Der
Abzug
aus
dem
Gazastreifen
sei
ein
Fehler
gewesen,
denkt
er,
und
der
Konvergenzplan
in der
Westbank
wird
diesen
nur
bestärken;
denn
wir
haben
im Austausch
nichts
dagegen
erhalten
und
werden
nichts
erhalten.
Aber
das
ist
Unsinn,
reiner
Unsinn,
nichts
als
Leere.
Ganz
sicher
werden
wir
nichts
im Austausch
für
Waren
erhalten,
die
nicht
gut
waren.
Wir
werden
von
niemand
anderem
als
nur
von
uns,
von
unserer
eigenen
Kraft
etwas
erhalten;
unsere
eigenen
Händen
können
uns
das
schönste
Geburtstagsgeschenk
zum
60.
Geburtstag
bereiten,
ein
Geschenk,
das
Leben
rettet:
( aus
den
besetzten
Gebieten)
herauszugehen
und
nicht
wieder
zurückkehren.
Es gibt
keinen
halben
Weggang.
Wir sind Helden, außer in
Fotoalben
keine
Helden,
weil
wir
unsere
Leidenschaften
nicht
überwunden,
sondern
Gebiete
erobert
haben.
Jetzt,
wenn
auch
verspätet,
ist
es an
der
Zeit,
dass
wir
wie
Löwen
aufstehen
und
unsere
Leidenschaften
überwinden,
unsern
Wunsch
(Land)
zu erobern,
dem
Wunsch
zu leben
nachzugeben
: Israel
soll,
obwohl
es gegen
sich
selbst
gesündigt
hat,
zurückkehren,
die
IDF
sollte
wieder
die
israelischen
Verteidigungskräfte
werden
und
Yeshurun
sollte
aufhören,
ein
aufgeblasener
Sturmsoldat
zu sein.
Ich könnte an das Bild des
palästinensischen
Vaters
erinnern,
der
versuchte,
seinen
Sohn
Mohammed
vor
den
Scharfschützen
zu schützen,
die
von
einer
Jupiterlampe
geblendet
waren:
Mein
Sohn,
mein
Sohn
, wenn
ich
doch
nur
mein
Leben
für
deines
geben
könnte!
Und
ich
könnte
an
das
Bild
vom
Wochenende
erinnern,
in dem
das
junge
Mädchen
Huda
am Strand
über
seine
tote
Familie
weinte
und
schrie:
Vater,
Vater,
wo bist
du –
und
er still
mit
verdrehten
Augen
dalag.
Ich
könnte
noch
Tausende
andere
lebende
Zeugen
und
Tote
in Erinnerung
rufen,
die
ihr
schnelles
Ende
bezeugen
könnten
...Stattdessen
wähle
ich
eine
Geschichte
aus
der
Besatzungsroutine,
ohne
Blut
und
ohne
Tränen.
Vor vielen Jahren, noch vor
der
ersten
Intifada,
baten
mich
palästinensische
Bekannte
aus
Ramallah
um Hilfe.
Sie
wollten
die
Genehmigung,
um in
ihrer
Stadt
eine
Fabrik
zur
Herstellung
von
sauren
Gurken
aufbauen.
Sie
stellten
Anträge
bei
den
Behörden
und
erhielten
keine
Antwort.
Ich
versprach
ihnen
zu helfen.
Warum
nicht?
Sie
könnten
investieren
und
ein
paar
Dutzend
Leute
anstellen
und
Gewinn
machen.
Ich
wandte
mich
also
an die
Zivile
Verwaltung
- und
wurde
auch
abgewimmelt.
„Bist du verrückt?“ fragten
sie
mich
in der
Behörde.
„Wenn
sie
ihre
Fabrik
aufbauen,
dann
geht
unsere
ganze
Industrie
für
Pickels
bankrott.“
Die
Besatzung
ist
also
nicht
einmal
bereit,
eine
solche
Fabrik
entstehen
zu lassen.
Danach verstand ich; wie hätte
ich
die
ganze
koloniale
Doktrin
nicht
verstehen
können,
da sie
nun
direkt
vor
mir
stand.
Das
ist
Kolonialismus
mit
all
seinem
kalkulierten
und
hämischen
Parasitismus.
Und
so passt
die
Geschichte
genau
in unsere
Zeit
zwischen
Verhandlungen,
die
nicht
stattfinden
werden
und
dem
Konvergenzplan,
der
nichts
lösen
wird.
Wann werden wir verstehen,
dass
nur
die
Grenzen
von
1967
die
Grenzen
sind,
die
den
„jüdischen
und
demokratischen
Staat“
vor
Bestialität
schützen
können?
Und
wer
wird
- abgesehen
von
uns
- sich
wirklich
darum
sorgen,
wenn
wir
bestialisch
werden?
Es könnte
allerdings
auch
sein,
dass
wir
uns
nicht
mehr
darum
sorgen?
(dt.
Ellen
Rohlfs)
|
Von: "deborah.gordon" <deborah.gordon(at)wichita.edu>
Datum: 2. Juni 2006 18:16:18 MESZ
An: academicsforjustice(at)yahoogroups.com
Betreff: [AcademicsforJustice]
Ynet news interview with Israeli professor who supports UK boycott
Israeli professor: UK boycott justified
Professor Rachel Giora of the University of Tel Aviv backs boycott
on her colleagues with different views; 'I support every form of open
criticism against the current policies of the Israeli government,' she says
In a special interview with Yedioth Ahronoth, Professor Rachel Giora
of Tel Aviv University gives her reasons for supporting the British
boycott on Israeli academic institutions.
You support the campaign of the British lecturers' organization for an
academic boycott on Israel. Why?
"A boycott of this type is a CIVIL, NON-VIOLENT ACT. It is a
straight and clear expression of reservation by the boycotters."
But why an academic boycott?
"I support every form of open criticism against the current policies of the
Israeli government in the occupied territories, whether it is an economic
boycott other forms of resistance. A lack of such stances allows Israelis
to assume that the world is not against them. But the world, or large
parts of it, are against them. And rightly so."
Isn't it better to act through academic cooperation?
"IT'S HARD TO EXPRESS REVULSION AND SHAKE OFF CRIMINAL ACTS
THROUGH COOPERATION WITH THOSE WE OPPOSE. COOPERATION
IN THIS CASE IS MISTAKEN AND BLURS ALL OF THE EVIL."
What is your response to the claim that the struggle against the occupation
should be limited to Israel, and 'the dirty laundry shouldn't be taken outside?'
"How many other sacred stances will we draw here to silence resisting voices?
Women who are beaten and raped were also demanded to keep silent
'for the peace of the home.'"
There are those that claim that calls to boycott Israel are an
expression of a known and ancient European anti-Semitism.
"Israel is not the victim here, but the aggressor, and the
criticism against it are not a form of anti-Semitism.
Those who criticize it assume that it is possible to demand that
it be moral – to take real responsibility for peace in the region,
to stop the killing and the starvation, and to get out of the territories.
On the part of Israelis criticizing their country, they are doing
it out of deep worry for the society in which they live."
There are many countries that are thought of as imperfect in terms
of human rights – China, Iran, Saudi Arabia, even the United States,
and they do not face sanctions.
"I have expectations that Israel will not be catalogued together with Iran,
Saudi Arabia, China, and even the United States. It's difficult for
me to think that a 'democratic' state is not different from military
dictatorships.
Unfortunately, in its essence Israel is not different, but it is
appropriate that it should be."
Deborah A. Gordon, Ph.D.
Associate Professor
Center for Women's Studies
525 Lindquist Hall
Wichita State University
Wichita, KS. 67260-0082
316-978-7167
|
Der Mann auf der Bergkuppe
Debora
Reich,
1982
Auf einer Bergkuppe
steht
ein
Mensch
allein
Und schreit
gen
Himmel,
gegen den Wind,
zur
Sonne
hin,
gegen Wolken
und
Regen
bei Nacht, im Mondenschein
und
Sternengefunkel
– er
schreit.
Wenn du ihn hören
könntest,
würdest du dies
hören:
Ich bin ein Mensch,
ein
Bürger
des
Staates,
hier wurde
ich
geboren
– mein
Vater,
und meine
Kinder
auch
Ich liebe dieses
Land
– ich
will
es nie
verlassen.
Es ist meine
Heimat.
Ich möchte ein
normales
Leben
Hier und gleichberechtigt
sein.
Ich kann dieses
Land
mit
aufbauen.
Und eine Zukunft
für
meine
Kinder.
Doch wo sind meine
Rechte?
Hört
mich
denn
keiner?.
Der Staat will
mich
nicht
- keiner
kümmert
sich
um mich.
Bin ich nicht
Bürger
hier
– warum
hört
mich
keiner?
Ich hör’ ihn schreien
– und
bin
beunruhigt.
In seinem Schreien
höre
ich
das
Echo
Mir bekannter Agonien,
Agonien
meines
Volkes
-
Sein Schmerz ist
mein
Schmerz
Ich fühl’ mich
gezwungen,
ihm
zu antworten.
Ich muss etwas
tun
– kann
ihm
nicht
abwenden
Ich höre ihn
schreien
im Wind
, auch
in der
Nacht
Bei Sonnenaufgang
– ich
höre
ihn.
Kann ich denn was
tun
– ich
bin
allein?
Ich wende mich
um Hilfe
an dich
-
Wir müssen etwas
gegen
dieses
Schreien
tun.
Sein Schmerz ist
real
– wir
kennen
doch
Schmerzen
–
Ist er nicht ein
Bürger
dieses
Staates?
Also sag’ ich zu
dir,
bitte,
hör’
zu!
Hörst du nicht,
wie
dieser
Mensch
schreit?
Was sollen wir
tun?
Du aber antwortest
mir:
„Warum sollen wir
etwas
tun?
Er hat seine Rechte
– kümmre
dich
nicht
darum!
Und außerdem: er
schreit
auf
arabisch
–
Wir verstehen ihn
ja gar
nicht
– wir
sprechen
hebräisch.
Wir sind Juden
und
dies
hier
ist
ein
jüdischer
Staat.
Die Feinde des
Staates
sprechen
arabisch.
Sie verschwören
sich
gegen
uns
-
Vielleicht ist
er ein
Feind
des
Staates.
Und außerdem: du
sprichst
englisch.
Wer bist du eigentlich,
dass
du solch
eine
Forderung
stellst?
Du bist anscheinend
neu
hier
– du
weißt
nicht,
was
hier
los
ist.
Du bist falsch
informiert
– geh!
Hartnäckig besteh’
ich
darauf:
bitte
warte
und
höre!
Er schreit jetzt
– er
schreit
noch
immer.
Ich versuche, es
für
dich
zu übersetzen.
Da muss etwas dran
sein,
Würde er sonst
noch
immer
schreien?
Hörst du nicht
den
Schmerz
in seiner
Stimme?
Dann nennst du
den
Holocaust,
den
Zionismus
und
die
PLO
Und mit deiner
unheiligen
Trinität
versuchst
du,
Mich zum Schweigen
zu bringen.
Und hier zögere
ich
– es
widert
mich
an,
in dieser Richtung
weiterzugehen
,
mir bleibt aber
keine
Wahl:
ich muss es dir
sagen:
Wenn dich das Schreien
dieses
Mannes
nicht
anrührt,
dann sind
die
sechs
Millionen
( einschließlich
– und
pass
auf
–
einige aus meiner
und
aus
deiner
Familie
)
umsonst gestorben
– vergeblich
– sage
ich.
Und wenn dein Zionismus
dich
taub
macht
Für das Schreien
dieses
Menschen,
dann
Wünscht der Gott,
der
irgendwo
in diesem
Lande
wohnen
soll,
deinen Zionismus
in seinem
Königreich
nicht
-
und wenn du in
seinem
Schreien
nur
die
PLO
hörst
dann ist es dein
eigenes
Schreien,
was
du hörst
- und
nicht
seines.
Nun bist du
verärgert
und
wendest
dich
ab,
du bist empört,
du fühlst
dich
selbstgerecht
-
und peinlich berührt.
Schnell willst
Du vergessen,
dass
wir
dieses
Gespräch
führten.
Aber oben auf dem
einsamen
Gipfel
des
Berges
Schreit der Mann
noch
immer
voll
Schmerz
Und so lange er
schreit
Kann ich nicht
ruhen
– und
so lange
ich
nicht
ruhen
kann
Wird dein Zorn
dich
nicht
schützen.
Deshalb ruf’ ich
dir
zu:
richte
dich
selbst!
Ich behaupte nicht,
dass
ich
das
Recht
habe,
dich
zu richten
Die Zeit der Richter
in Israel
ist
längst
vorbei.
Aber ich sage:
achte
auf
deinen
Zorn!
Wenn du nicht
das
Schreien
dieses
Menschen
hören
kannst
Dann höre auf deinen
Zorn!
Du musst nicht
ärgerlich
sein,
Wenn sein Schreien
dir
nichts
bedeutet.
Ich aber sage zu
dir,
meinem
Volk:
wenn die
Herzen
deiner
Führer
verhärtet
sind,
dann musst du neue
Führer
finden.
Ist keiner unter
euch,
der
das
Schreien
des
Mannes
auf
der
Bergkuppe
hört?
Drum sage ich:
wir
brauchen
in Israel
eine
neue
Vision
.
Noch seh’ ich
nicht
deutlich,
doch
die
Saat
liegt
in dir
Und auch in ihm.
Aber nicht mit
Zorn
ist
sie
zu bewässern
Sondern allein
mit
Tränen
des
Erbarmens.
Oh Israel, du musst
weinen,
um diesen
Mann,
der auf der
Bergspitze
seinen
Schmerz
hinausschreit.
Gott hilft
einem
Volke
nicht,
das
nur
um sich
selbst
weint.
(dt. Ellen Rohlfs)
|
|
BITTE
SCHLIESST
EUCH
UNS
MIT
GLEICHZEITIGEN
PROTESTEN
GEGEN
DEN
BOYKOTT
DER
GEWÄHLTEN
PALÄSTINENSISCHEN
BEHÖRDE
AN!
(Internationale
Mitteilung
der
Kommunistischen
Partei
Israels
vom
30.
Mai
2006)
Eine
Koalition
israelischer
Friedensgruppen
und
Bewegungen
wird
am Samstag,
3. Juni
2006,
um 19:00
Uhr
in Tel
Aviv
einen
Protestmarsch
und
eine
Kundgebung
durchführen.
Wir
werden
gegen
den
Boykott
der
gewählten
palästinensischen
Behörde
protestieren,
gegen
die
Belagerung
und
Aushungerung
des
palästinensischen
Volkes,
für
Verhandlungen
ohne
Vorbedingungen
- damit
also
insgesamt
gegen
die
Besatzung.
U. a.
wird
die
ehemalige
Ministerin
Shulamit
Aloni
sprechen,
und
zeitgleich
wird
eine
Demonstration
in Ramallah
stattfinden,
wo palästinensische
politische
Bewegungen
ihre
Solidarität
mit
der
Demonstration
in Tel
Aviv
zum
Ausdruck
bringen
werden.
Diese
Aktion
geht
unserer
Demonstration
voraus,
die
am 10
Juni
am Eingang
zu Nablus
durchgeführt
werden
wird,
wo wir
mit
einem
Konvois
mit
Nahrungsmitteln
und
Medikamenten
für
die
Palästinenser,
an dem
Menschen
aus
aller
Welt
mit
Spenden
beteiligt
sind,
ankommen
werden.
Aber
Ihr
könntet
noch
mehr
tun:
Boykottiert
Eure
Regierung
auch
die
gewählte
palästinensische
Regierung?
Warum
dann
nicht
in der
Woche
zwischen
dem
3. und
10.
Juni
gleichzeitig
einen
Protest
organisieren
und
Eure
Regierung
auffordern,
das
Ergebnis
der
palästinensischen
Wahlen
zu respektieren
und
keine
Sanktionen
gegen
die
neue
palästinensische
Behörde
zu verhängen
die
bisher
nicht
einmal
die
Gelegenheit
bekommen
hat,
etwas
falsch
zu machen.
Bitte
informiert
uns
darüber,
was
Ihr
so kurzfristig
zustande
bringen
könnt,
und
wir
werden
es in
unsere
weitere
Berichterstattung
aufnehmen.
Veranstaltende
Gruppen
in Israel:
Hadash
(Front
für
Frieden
und
Gleichheit
- Kommunistische
Partei
Israels),
Koalition
Frauen
für
Frieden,
Gush
Shalom,
Ta’ayush,
Balad,
Israelisches
Komitee
gegen
Häuserzerstörungen
(ICAHD),
AIC,
Koalition
von
Studenten,
Künstler
ohne
Mauern,
Bat
Shalom,
Banki
(Junge
Kommunistische
Liga),
Yesh
Gvul
Internet:
http://www.maki.org.il
Email:
info@maki.org.il
(Quelle:
Email
info@solidnet.org
vom
31.
Mai
2006
14:13)
|
|
Israel
sollte
mit
Sanktionen
konfrontiert
werden
Ronnie
Kasrils
und
Victoria
Brittain,
SA,
The
Guardian,
19.5.06
Westliche Regierungen machen
die
demokratischen
Wahlen
in Palästina
dadurch
zunichte,
dass
sie
die
Hilfsgelder
zurückhalten,
kollektive
Strafe,
wirtschaftliche
Belagerung
und
Hungersnot
als
politische
Waffe
anwenden,
um die
Hamas
dahin
zu bringen,
die
„Geschäftsbedingungen“
Israels
zu akzeptieren.
Im langen Freiheitskampf gegen
die
Apartheid
in Südafrika
gab
es niemals
eine
solch
dramatische
Situation
wie
heute
in Palästina:
obgleich
auch
dort
Kinder
getötet
wurden,
die
gegen
eine
zweitrangige
Schulbildung
protestierten;
Führer
der
Befreiungsbewegung
waren
Jahrzehnte
auf
Robben
Island
im Gefängnis;
neue
Führer
wurden
ermordet;
Kirchenführer
wurden
vergiftet;
Häuser
wurden
zerstört
und
Vertreibungen
waren
häufig;
und
westliche
Regierungen
sagten
Südafrikanern,
wer
ihre
Führer
sein
sollten
und
wie
ihre
Politik
aussehen
sollte.
Der Afrikanische Nationalkongress
begegnete
der
militärischen,
wirtschaftlichen
und
sozialen
Macht
der
weißen
Regierung
mutig
mit
einer
kleinen
Guerilla-Armee;
die
Massenunterstützung
des
Volkes
und
moralische
Autorität
gewann
ihr
Unterstützer
unter
Millionen
in aller
Welt.
Viele
vergessen
heute,
dass
das
verhasste
Apartheidsystem
von
den
Mächtigen
der
Welt
wie
ein
normaler
Staat
behandelt
wurde:
eingewurzelte
Interessen
bestimmten,
dass
westliche
Medien
eine
aufpolierte
Version
der
Leiden
und
der
Ungerechtigkeit
produzierten.
Heute gibt es im Nahen Osten
nach
Jahren
der
Doppelmoral
in Palästina
und
dem
laufenden
verheerenden
Krieg
im Irak
keine
westliche
Moralautorität
mehr.
Es gibt
keine
Entschuldigung
mehr
dafür,
nicht
die
Wahrheit
über
das
zu wissen,
was
jetzt
Palästinensern
geschieht.
Und
was
erst
kürzlich
durch
das
Quartett
(US,
EU,
die
UN und
Russland)
an diplomatischen
Schritten
unternommen
wurde,
um das
Leiden
zu erleichtern,
während
gleichzeitig
über
den
gewählten
Vertretern
der
Palästinenser
der
Bann
gehalten
wird,
ist
absolut
unangemessen.
Was im Klartext über die augenblickliche
Krisis
und
über
das
ausgesagt
wird,
was
ohne
ernsthafte
politische
Intervention
geschehen
wird,
zeigt
warum.
Das
Hauptproblem
ist
die
Verschärfung
der
israelischen
Besetzung
von
palästinensischem
Land.
Trotz
des
Rechtsgutachtens
des
Internationalen
Gerichtshofes,
dass
die
Mauer
illegal
sei,
schlängelt
sich
diese
390km
lang
durch
die
Westbank
und
raubt
weitere
10 %
des
Landes,
das
der
Ausdehnung
illegaler
jüdischer
Siedlungen
dient.
Fast
50 000
Palästinenser
werden
im Limbo
- zwischen
der
Grünen
Linie
und
der
israelischen
Seite
der
Mauer
- gehalten:
65 000
müssen
täglich
durch
die
11 Kontrollpunkte
pendeln.
Städte
wie
Qalqilia
und
Yayous,
die
früher
wohlhabend,
fruchtbares
Hinterland
und
genügend
Wasserreserven
hatten,
sind
praktisch
eingekreist
– ihre
landwirtschaftlich
genützten
Ländereien
und
Gewächshäuser
liegen
auf
der
israelischen
Seite.
Inzwischen hält Israel 50
Mill.$/Monat
an Zollgebühren
und
Steuern
zurück,
die
den
Palästinensern
gehören.
Die
Energiequellen
wurden
abgeschnitten.
Die palästinensischen Zivilangestellten,
Lehrer,
Ärzte,
Sicherheitskräfte
werden
seit
März
nicht
mehr
bezahlt.
Die
Möglichkeit
für
einen
zivilen
Krieg
zwischen
den
Fraktionen
bewaffneter,
zunehmend
verzweifelter
Menschen
ist
so offensichtlich,
dass
nicht
nur
die
Palästinenser
denken,
dass
die
USA
solch
eine
Selbstzerstörung
wünscht.
Den Palästinensern wurden
wegen
ihrer
politischen
Wahl
Sanktionen
auferlegt.
Aber
es ist
Israel,
das
neue
Fakten
vor
Ort
schafft,
um die
Entstehung
eines
lebensfähigen
Staates
zu verhindern,
dem
Sanktionen
durch
die
UN auferlegt
werden
sollte.
Der UN-Generalsekretär Kofi
Annan
sollte
seine
letzten
Monate
im Amt
dazu
nützen,
um zu
Sanktionen
gegen
Israel
aufzurufen,
um die
Erfüllung
des
Rechtsgutachtens
des
ICJ
zur
Mauer,
die
Schließung
der
Westbanksiedlungen
und
die
Entlassung
der
Gefangenen
zu erreichen.
Und alle die sich um Freiheit,
Frieden
und
Gerechtigkeit
sorgen,
müssten
eine
globale
palästinensische
Solidaritätsbewegung
bilden,
um die
Anti-Apartheidbewegung
der
80er-Jahre
wieder
aufzunehmen.
Ronnie Kasrils
war
der
Chef
des
Geheimdienste
des
bewaffneten
Flügels
des
Afrikanischen
Nationalkongress
und
ist
jetzt
der
Geheimdienstminister
Südafrikas.
Er schreibt
hier
seine
persönliche
Meinung.
Victoria Brittain
ist
Co-Autorin
mit
Moazzam
Begg
von
„Enemy
Combatant“
victoriabrittain@hormail.co.uk
www.guardian.co.uk/comment/storie/0,,1778549,00.html
(dt.
Ellen
Rohlfs)
|
Leserbrief von Ruth
Asfour,
Offenbach
Sehr
geehrte
Damen
und
Herren
der
FAZ
Redaktion
Zu
: Angela
Merkel
bekennt
sich
zur
Verantwortung
Deutschlands
für
Israel
und
„Hilflose
Helfer“
von
Jörg
Bremer
Wenn unsere Bundeskanzlerin
sich
zu unserer
„Verantwortung
für
Israel“
bekennt,
meint
sie
damit
auch
die
Taten
Israels
?
Das wäre wahrlich
eine
schwere
Verantwortung
! Ist
der
Kanzlerin
bewußt,
daß
Israel
bis
jetzt
sämtliche
UN Resolutionen
ignorierte,
wie
auch
das
Urteil
Den
Haags
über
den
völkerrechtswidrigen
Verlauf
der
Mauer,
an der
noch
immer
weiter
gebaut
wird
und
die,
mitsamt
den
zahllosen
Checkpoints
der
Besatzung,
den
Palästinensern
ein
normales
Leben
unmöglich
macht.
Dieser
Mauer
und
der
israelischen
Armee
fielen
unzählige
Olivenhaine
zum
Opfer,
manche
stammen
noch
aus
der
Römerzeit.
Diese
Mauer
zerstört
die
Umwelt
und
eine
uralte
Ackerbaukultur
in manchen
lieblichen
Gegenden
des
Heiligen
Landes.
Will
Frau
Merkel
sich
zu all
dem
bekennen
?
Es ist
ihr
vielleicht
auch
nicht
bewußt,
daß
in Israels
Gefängnissen
gefoltert
-wird
und
daß
dort
nahezu
9000
Gefangene
einsitzen
mit
willkürlicher
Haftdauer
– auch
Frauen
und
sogar
Kinder
! Will
sich
unsere
Kanzlerin
auch
zu den
zahlreichen
Häuserzerstörungen
bekennen,
sogar
in der
schönen
Altstadt
von
Nablus,
auch
in Jerusalem
?
Ist ihr bewußt,
daß
Israel
die
viertstärkste
Militärmacht
der
Erde
ist
– einschließlich
Atomwaffen
– daß
die
noch
von
der
Regierung
Schröder
an Israel
als
Geschenk
gegangenen
3 Uboote,
die
von
dem
Empfänger
atomar
aufgerüstet
wurden,
eine
Bedrohung
des
gesamten
Mittelmeerraumes
darstellen
?
1948 wurde
Israel
gegründet
ein
Jubeltag,
der
heute
noch
gefeiert
wird.
Aber
für
die
Palästinenser
war
es die
Naqba
– die
Katastrophe.
Sie
wurden
vertrieben,
ca 420
Dörfer
dem
Erdboden
gleichgemacht
und
ca 750.000
Menschen
heimatlos.
Heute
noch
bewahren
Alte
in den
Flüchtlingslagern
die
Schlüssel
ihrer
Häuser
auf,
die
es nicht
mehr
gibt.
Man
muß
sich
das
vorstellen,
Bauern,
die
täglich
ihr
weites
Land
bestellten,
ihre
Olivenbäume
pflegten,
beschränkt
auf
die
paar
Quadratmeter
ihres
Zimmers
in einem
Lager,
dann
kamen
Enkel
und
Urenkel
dazu,
die
bei
Ausgangssperre
nicht
einmal
auf
der
Straße
spielen
durften.
Wir
hatten
damals
in Deutschland
unsere
eigenen
Sorgen.
Wir
wußten
nichts
von
der
Naqba.
Aber
wir
haben
wegen
unserer
Geschichte
im 3.
Reich
den
beispiellosen
Judenmord
zu ver-
antworten.
Deshalb
steht
im 1.
Paragraph
unseres
Grundgesetzes:
„Die Würde des Menschen
ist
unantastbar“
gleich
welcher
Religion
oder
Hautfarbe.
Demnach ist – bis
auf
die
Meinung
weniger
Unverbesserlicher
– der
Antisemitismus
bei
uns
gestorben.
Aber
die
fortwährenden
Menschen-
und
Völkerrechtsverletzungen
Israels
während
der
nun
schon
40 Jahre
währenden
brutalen
Besatzung,
können
bei
manchen
Menschen,
die
nicht
unterscheiden
können
zwischen
Juden
und
der
derzeitigen
Politik
des
jüdischen
Staats,
antisemitische
Gefühle
auslösen.
Diese
Menschen
vergessen
oder
sie
wissen
es nicht,
daß
viele
Juden
diese
Politik
verurteilen.
Wie zum Beispiel
mehrere
Professoren
der
israelischen
und
amerikanischen
Universitäten,
die
israelische
Menschenrechtsanwältin
und
Schriftstellerin
Felicia
Langer
(altern.
FriedensNobelpreis),
deren
neuestes
Buch
für
2007
„40
Jahre
Besatzung
sind
genug“
vielleicht
noch
dieses
Jahr
erscheinen
wird,
die
Friedensgruppen
wie
Gush
Shalom,
an deren
Spitze
Uri
Avneri,
des
öfteren
gewaltlose
Mauerproteste
der
palästinensischen
Bevölkerung
anführt,
wobei
er selbst
mit
Tränengaspatronen
beschossen
wurde.
Er erhielt
auch
Morddrohungen
von
seiner
eigenen
Regierung
! Uri
Avneri
richtete
einen
dringenden
„Aufruf
an Europa“,
den
notleidenden
Palästinensern
zu helfen,
egal
ob sie
Hamas
gewählt
haben
und
auch
an Israel
mit
der
demokratisch
gewählten
palästinensischen
Regierung
zu verhandeln.
Wie
der
„hilflose
Helfer“
im Artikel
von
Jörg
Bremer
in der
FAZ
sagt:
„Ich
kann
doch
nicht
jeden,
dem
ich
einen
Mehlsack
gebe,
fragen
ob er
Hamas
gewählt
hat!“
Die Israelis sollten
nicht
auch
noch
die
Einnahmen,
die
sie
für
die
bitter
armen
Palästinenser
kassieren,
einbehalten
und
somit
ein
ganzes
Volk
verhungern
lassen
als
Lohn
für
eine
tadellos
demokratische
Wahl.
Wenn
sie
der
Hamas
eine
Chance
geben
und
endlich
verhandeln,
gibt
auch
die
Hamas
ihre
starre
Haltung
auf.
Schließlich
ist
ja Herr
Olmert
auch
kein
demokratisches
Vorbild,
wenn
er eine
hilflose
Bevölkerung
in Bantustans
einmauert
und
ihre
Lebensgrund
-lagen
dabei
vernichtet
.
Frau Merkel sollte
auf
den
Friedensmann,
Uri
Avneri,
hören
und
diesen
Boykott
durchbrechen.
Sie
würde
damit
etwas
für
den
Frieden
tun,
den
man
mit
Aushungern
nie
erreicht
– im
Gegenteil
der
Hass
wird
größer.
Es ist in Vergessenheit
geraten,
daß
Israel
die
Hamas
als
Gegengewicht
zur
Fatah
protegiert
hat,
damit
diese
nicht
zu stark
wird.
Mit
freundlichen
Grüßen
Ruth
Asfour,
Offenbach,
|
|
Liga
der
Arabischen
Staaten
richtet
Spendenkonto
ein
-
Angesichts der äußerst dramatischen humanitären Situation
in Palästina
bedarf
das
palästinensische
Volk
Hilfe
und
Unterstützung
mehr
denn
je.
In den
besetzten
Gebieten
herrscht
eine
akute
Lebensmittelknappheit.
Auch
im medizinischen
Bereich
mangelt
es an
Medikamenten
und
medizinischem
Material.
Die
Krankenhäuser
in Gaza
und
in der
Westbank
können
die
Gesundheitsversorgung
der
Palästinenser
nicht
mehr
garantieren.
So können
lebensnotwendige
Operationen
oder
auch
Impfungen
nicht
mehr
durchgeführt
werden.
Zur
Linderung
der
Not
der
palästinensischen
Bevölkerung
in den
besetzten
Gebieten
hat
die
Mission
der
Liga
der
Arabischen
Staaten
in Berlin
ein
Spendenkonto
„Humanitarian
assistance
for
Palestinian
people“
eingerichtet.
Commerzbank
- Kontonummer:
267
634
401
- IBAN-Nummer:
DE 301
00 4000
00 267
634
401
- SWIFT-Code:
COBADEFFxxx
|
Dachverband
Arabischer
Vereine
Deutschlands
e. V.
i. G.
“DAV“
Öffener Brief
An:
1. Europäische Kommission, Vertretung 2. Mitglieder des Europäischen Parlamentes
in der Bundesrepublik Deutschland c/o Europäische Kommission,
10117, Unter der Linden 78 10117, Unter der Linden 78
Berlin, den 29.04.2006
Sehr geehrte Damen
und
Heeren,
Die europäischen Länder
haben
nach
dem
Wahlsieg
der
Hamas
in Palästina
die
Hilfe
für
das
Volk
eingestellt,
obwohl
die Wahl friedlich
und
korrekt
ablief
nach
offizieller
Beobachtung,
Urteil
der
EU Vertreter
und
Herrn
Jimmy
Carter:
von
Beobachtungsteam
der
USA.
Die Araber und ihre
Freunde
in Deutschland,
Europa,
der
arabischen
Länder
und
in der
Welt
sind
schwer
verwundert
und
schockiert
über
die
Entscheidung
der
Hilfe-Einstellung
nach
Berichten
der
arabischen
Medien
in der
Welt
– obwohl
das
Volk
demokratisch
gewählt
hat!
Wir
sind
überzeugt,
dass
die
Meinung
der
Völker
akzeptieren
werden
muss.
Aus diesem Grund appellieren
wir
an Sie,
die
Hilfe-Einstellung
aufzuheben!
Ansonsten
erscheinen
Sie
unweigerlich
als
Unterstützer
der
„israelischen“
Politik,
wie
z.B.:
Deportation, gezielte
Menschen-Tötung,
Häuser-Bombardierung,
Bäume-Entwurzlung,
Ländereien-Enteignung,
Apartheidsmauer
u.s.w.
– Sie wissen, das alles geschieht gegen den Willen der Weltgemeinschaft –
Uns scheint, der Begriff
der
„Demokratie“
wird
manipuliert
und
„nur
die
eine
Art“
der
Demokratie
wird
akzeptiert!
Das
Volk
in Palästina
leidet
genug
unter
dem
Joch
der
„israelischen“
Besatzung
und
braucht
keine
neuen
Probleme.
Wir finden,
die
Hilfe-Einstellung
für
das
Volk
in Palästina
ist
ein
fataler
Fehler
und
eine
unmenschliche
kollektive
Bestrafung
für
das
gesamte
Volk,
in einer
Zeit,
wo Armut
und
Arbeitslosigkeit
die
höchste
Rate
erreicht.
Das
führt
nicht
zur
ersehnten
Völkerverständigung.
Wir
bitten
Sie,
die
Entscheidung
des
Volks
in Palästina
zu akzeptieren
und
hoffen
auf
eine
zügige
Beendigung
der
Hilfe-Einstellung!
Wir danken Ihnen im Voraus.
Mit Freundlichen Grüßen
Der Vorstand
i.A.
Nabil Rachid
Vorstands Vorsitzender
|
|
Ökumenischer Rat der Kirchen -
Nachrichten
Kontakt:
+ 41
22 791
6153
+41
79 507
6363
media@wcc-coe.org
Zur
Veröffentlichung
frei
- 26/04/2006
09:26:56
AM
ÖRK
PROTESTIERT
GEGEN
ANGRIFFE
ISRAELISCHER
SIEDLER
AUF
CHRISTLICHE
FREIWILLIGE
IN HEBRON
In einem
formellen
Protestschreiben
an den
Botschafter
Israels
in der
Schweiz
hat
der
Ökumenische
Rat
der
Kirchen
(ÖRK)
seine
"Sorge
und
Beunruhigung"
über
zwei
Vorfälle
zum
Ausdruck
gebracht,
bei
denen
es unlängst
zu Gewalttätigkeiten
israelischer
Siedler
gegen
christliche
Mitarbeiter/innen
des
Ökumenischen
Begleitprogramms
in Palästina
und
Israel
(EAPPI)
gekommen
war.
In seinem
Schreiben
vom
25.
April
2006
an den
israelischen
Botschafter
Aviv
Shir-On
forderte
der
Direktor
der
ÖRK-Kommission
der
Kirchen
für
internationale
Angelegenheiten,
Peter
Weiderud,
angemessene
Maßnahmen
seitens
der
israelischen
Behörden
und
Strafverfolgungsorgane,
um "missbräuchliche,
rechtswidrige
und
gewalttätige
Aktionen
von
Siedlern
gegen
Palästinenser
und
internationale
Begleitpersonen"
zu unterbinden.
Am 1.
April
wurde
Silvana
Hogg,
eine
Schweizer
Rechtsanwältin,
von
einem
jungen
israelischen
Siedler
im Bezirk
Tel
Rumeida
in Hebron
mit
Steinen
beworfen.
Sie
erlitt
Verletzungen
am Kopf,
die
mit
sieben
Stichen
genäht
werden
mussten.
Am 20.
April
wurden
Karin
Laier,
eine
deutsche
Sozialarbeiterin,
und
Tore
Ottesen,
ein
norwegischer
Soziologe,
von
einer
Gruppe
jugendlicher
Siedler
angegriffen.
Sie
erlitten
schwere
Prellungen,
wurden
aber
nicht
ernsthaft
verletzt.
In beiden
Fällen
wurden
die
christlichen
Freiwilligen
während
ihres
Dienstes
angegriffen,
als
sie
palästinensische
Schülerinnen
der
Cordoba-Mädchenschule
begleiteten,
um sie
vor
Angriffen
der
Siedler
zu schützen.
Die
Freiwilligen
sind
Mitglieder
eines
Teams
von
vier
ökumenischen
Begleitpersonen,
die
seit
Februar
in Hebron
im Einsatz
sind.
Die
Cordoba-Mädchenschule
liegt
gegenüber
der
Siedlung
Beit
Hadassah.
Schülerinnen
und
Lehrkräfte
werden
von
den
Siedlern
häufig
mit
Steinen
beworfen,
getreten
und
bespuckt.
Die
gewalttätigen
Übergriffe
seien
zwar
"an
sich
schon
schwerwiegend
genug",
betont
Weiderud
in seinem
Schreiben
an den
israelischen
Botschafter,
aber
sie
stellten
"nur
einen
kleinen
Teil
der
Angriffe
israelischer
Siedler
gegen
Palästinenser
in Hebron,
anderen
Teilen
des
Westjordanlands
und
Ostjerusalem"
dar.
Weiderud
unterstreicht,
dass
die
Wurzel
des
Problems
"im
Bau,
der
Sicherung
und
Erweiterung
der
Siedlungen"
liege,
und
fordert
"konkrete
Maßnahmen,
die
zum
vollständigen
Abzug
aller
Siedler
aus
Hebron
und
der
Rückgabe
des
von
Siedlern
besetzten
Landes
an die
palästinensischen
Eigentümer
führen".
Weiderud
bekräftigt
das
langjährige
Engagement
des
ÖRK
für
eine
friedliche
Lösung
des
Konflikts
und
erinnert
in seinem
Brief
daran,
dass
der
Rat
"alle
Formen
von
Gewalt
und
Übergriffen
seitens
des
Staates
Israel
innerhalb
der
Besetzten
Palästinensischen
Gebiete
und
seitens
bewaffneter
palästinensischer
Gruppen
innerhalb
Israels
nachdrücklich
verurteilt".
Das
vom
ÖRK
koordinierte
Ökumenische
Begleitprogramm
in Palästina
und
Israel
wurde
2002
ins
Leben
gerufen
und
bislang
haben
270
Begleitpersonen
aus
14 Ländern
als
Freiwillige
daran
teilgenommen.
Ziel
des
Programms
ist
es,
Palästinenser
und
Israelis
in ihrem
Engagement
für
den
Frieden
zu unterstützen,
indem
Verstöße
gegen
die
Menschenrechte
und
das
humanitäre
Völkerrecht
beobachtet
und
gemeldet
werden,
die
Gemeinschaften
vor
Ort
von
den
Freiwilligen
bei
alltäglichen
Aktivitäten
begleitet
und
geschützt
werden
und
ganz
allgemein
Solidarität
mit
den
Kirchen
geübt
und
zusammen
mit
ihnen
Fürsprachearbeit
für
eine
friedliche
Beendigung
der
Besetzung
geleistet
wird.
Integralen
Wortlaut
des
Briefes
auf
Englisch:
http://www.oikoumene.org/index.php?id=2131
Weitere
Informationen
über
die
jüngsten
Vorfälle
(auf
Englisch):
http://www.eappi.org/eappiweb.nsf/list/hebron%20attack.html
Webseite
des
Ökumenischen
Begleitprogramms
in Palästina
und
Israel:
http://www.eappi.org/
Der
ÖRK
und
Palästina/Israel
(auf
Englisch):
http://wcc-coe.org/wcc/what/international/regconcerns-palestine-israel.html
Medienkontakte:
Jerusalem: +972 (0) 2 628-9402,
+972
(0)
54 737-9766,
eappi-co@jrol.com
Deutschland: Maren von der
Heyde,
+49
40 25
456
177,
maren.vonderheyde@emw-d.de
Andreas
Maurer,
+49
71 16
367
837,
maurer@ems-online.org
Norwegen: Anne Veiteberg,
+47
22 09
2700,
anv@nca.no
Schweiz: Daniela Fariba
Vorburger,
+41
44 272
27 88,
palestine@peacewatch.ch
Weitere
Informationen:
Juan
Michel,+41
22 791
6153
+41
79 507
6363
media@wcc-coe.org
Der
Ökumenische
Rat
der
Kirchen
fördert
die
Einheit
der
Christen
im Glauben,
Zeugnis
und
Dienst
für
eine
gerechte
und
friedliche
Welt.
1948
als
ökumenische
Gemeinschaft
von
Kirchen
gegründet,
gehören
dem
ÖRK
heute
mehr
als
348
protestantische,
orthodoxe,
anglikanische
und
andere
Kirchen
an,
die
zusammen
über
560
Millionen
Christen
in mehr
als
110
Ländern
repräsentieren.
Es gibt
eine
enge
Zusammenarbeit
mit
der
römisch-katholischen
Kirche.
Der
Generalsekretär
des
ÖRK
ist
Pfr.
Dr.
Samuel
Kobia,
von
der
Methodistischen
Kirche
in Kenia.
Hauptsitz:
Genf,
Schweiz.
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