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HINTERGRUNDINFORMATIONEN 8
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Brückenbau in
bewegten
Zeiten
Festschrift aus Anlass des
25-jährigen
Bestandes der Gesellschaft
für
Österreichisch-Arabische
Beziehungen
Die
Österreichisch-Arabische
Gesellschaft hat zu ihrem
25-jährigen Bestehen eine
Festschrift vorgelegt. Sie
legt Zeugnis ab für ein
unermüdliches Engagement
zwischen Österreich und der
Arabischen Welt, das sich
sehen lassen kann. Die
Anzahl der Grußworte
entspricht dem Who is Who
der politischen Elite im
Lande. So gaben
Bundeskanzler Alfred
Gusenbauer, Vizekanzeler
Wilhelm Molterer, die
Präsidentin des
Nationalrates Barbara
Prammer, die EU- Kommissarin
für Außenbeziehungen und
Europäische
Nachbarschaftspolitik,
Benita Ferrero-Waldner,
Generalsekretär der
Arabischen Liga Amre Moussa,
die Außenministerin Ursula
Plassnik, Kardinal Christoph
Schönborn, Michael Häupl,
Bürgermeister und
Landeshauptmann von Wien
sowie Taous Feroukhi,
Algerische Botschafterin und
Dean des Rates der
Arabischen Botschafter, der
GÖAB die Ehre. Ein solcher
Aufmarsch von
Polit-Prominenz wurde beim
40jährigen Bestehen der
Deutsch-Arabischen
Gesellschaft vermisst. Es
erschien noch nicht einmal
ein arabischer Botschafter!
Die
Festschrift enthält noch
eine große Anzahl von
Beiträgen die sich mit den
bilateralen Beziehungen und
mit dem Nahen und Mittleren
Osten befassen.
Erwähnenswert ist die
aufopferungsvolle Hilfe für
die kranken Kinder in Basra
im Süden Iraks oder der
Einsatz für die entrechteten
und unterdrückten
Palästinenser insbesondere
in den besetzten Gebieten,
worüber Fritz Fröhlich
berichtet. Die Bilanz des
Generalsekretärs, Fritz
Edlinger, der seit 22 Jahren
diesen schwierigen Job
engagiert und
aufopferungsvoll ausfüllt,
fällt beeindruckend aus.
Edlinger,
der immer wieder von der
österreichischen
zionistischen Israel Lobby
und der radikalen
Kultusgemeinde angegriffen
und diffamiert wird, macht
in seinem Beitrag ganz klar,
dass die GÖAB oder er
niemals Terror unterstützt
oder gerechtfertigt habe.
Auch seien beide niemals ein
„Freund von Diktatoren“
gewesen. Die Kultusgemeinde
soll die Interessen der
Juden/innen in Österreich
vertreten und sich nicht als
Lautsprecher und Verstärker
der völkerrechtswidrigen
Besetzungspolitik Israels
verstehen.
Die
Politprominenz, die der GÖAB
die Ehre gegeben hat spricht
eine eindeutige Sprache. Die
Politiker und
Kirchenvertreter sollten
aber auch öffentlich die
Agitation der Israel Lobby
und der Kultusgemeinde in
die Schranken weisen. Auch
die arabischen Botschafter
sollten selbstbewusster in
der Öffentlichkeit auftreten
und nicht dem Vertreter des
Besatzungsstaates Israel die
mediale Bühne überlassen.
Ein Staat der seit 40 Jahren
ein anderes Volk brutal
unterdrückt und seine
Existenz zerstört sollte
auch in Österreich nicht
unter „Artenschutz“ gestellt
werden. Kritik an der
zionistischen Politik
Israels hat nichts mit
unserer Schuld gegenüber den
Opfern des Holocaust zu tun,
sie ist das Gebot der
Stunde.
Auch vom
Palästina Portal Hochachtung
für die Leistungen der GÖAB
und für die Zukunft ein
„Weiter so“!
E.
Arendt, 3.12.2007.
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Von:
Samira Habas (Mutter von
Amal Habash)
Beit Jala, 23/11/2007
Betreff.: Humanitaere Hilfe
– dringende Operation
Sehr geehrte Damen und
Herren,
mit diesem Brief bitte ich
Sie um Hilfe aus dem Dorf
von Beit Jala fuer meine
Tochter Amal. Mein Name ist
Samira Habash, bin 39 Jahre
alt und Mutter von fünf
Kindern. Mein Mann ist vor
10 Jahren an Krebs gestorben
und seitdem bin ich fuer
meine Familie
verantwortlich. Meine
finanzielle Lage ist sehr
schlecht, denn ich bin
arbeitslos und Hausfrau und
bin auf die Hilfe von
mehreren Hilfsorganisationen
und Menschen angewiesen.
Ich habe drei Jungs und zwei
Maedchen. Eins von den
Maedchen ist Amal. Sie ist
14 Jahre alt. Leider Gottes
wurde bei ihr vor weniger
als zwei Monaten ein
Hirntumor diagnostisiert.
Amal muss so bald wie
moeglich operiert werden.
Die Operation darf, aufgrund
des Risikogrades der OP, nur
in Israel oder in Jordanien
gemacht werden, da die
oertlichen Krankenhaeuser
fuer solche Operationen
nicht genuegend ausgestattet
sind.
Die Operation kostet 50,000
Shekels. 30,000 SheKels sind
jetzt schon gesichert durch
mehrere Spender. 20,000
SheKels (Ca. 4,000 Euro)
fehlen noch fuer die
Operation meiner Tochter.
Ich bitte Sie im Namen
meiner Tochter und meiner
Familie, meiner Tochter Amal
die Moeglichkeit zur
Genesung und zum Leben zu
schenken durch Ihre Spenden.
Gott segne Sie! Ich bedanke
mich im Voraus im Namen
meiner Tochter Amal und
meiner Kinder,
Samira Habash
Beit Jala
Spendenkonto
(Spendenquittungen können
ausgestellt werden): DPG
(Deutsch-Palästinensische
Gesellschaft)
Sparda-Bank
West eG BLZ 370 605 90 – Kto
100 339 210 .
Kontaktadresse: Ingrid
Koschorreck ,E-Mail
i.koschorreck@gmx.net |
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Dr.
Izzeddin Musa
Sehr geehrter Herr
Ministerpräsident und
SPD-Vorsitzender,
lieber Genosse Kurt Beck,
von Herrn André Förster vom
Verlag für
Berlin-Brandenburg GmbH habe
ich erfahren (s. Anlage),
dass dieser Verlag
Räumlichkeiten im
Willy-Brandt-Haus für eine
antiislamisch-antipalästinensische
Veranstaltung gemietet hat,
um das antimuslimische
Machwerk „Alt-neuer
Judenhass“ vorzustellen.
Mich wundert sehr, dass
unsere SPD sich für solch
eine Veranstaltung hergibt.
In dem Buch geht es um die
Dämonisierung der
muslimischen Bevölkerung
generell und in Deutschland.
Ich fühle mich persönlich
von diesem verzerrten
Weltbild in meiner Ehre
gekränkt. Ich glaube, dass
auch alle meine muslimischen
Mitbürger und die
muslimischen deutschen
Abgeordneten auch in der SPD
sich bei der nächsten Wahl
überlegen sollten, ob sie
die SPD noch wählen sollen.
Ich bin entsetzt darüber,
das selbst der Abgeordnete
Sebastian Edathy, der sich
krampfhaft versucht sich als
Streiter gegen
„Antisemitismus“ in
Deutschland zu profilieren,
instrumentalisieren lässt.
Von Gert Weisskirchen
erwarte ich sowieso schon
gar nichts mehr. Er
funktioniert und agiert nur
noch als Israel-Lobbyist und
gehört damit zur übelsten
Sorte. Er ist überall dabei,
wo es um die Rechtfertigung
der israelischen
Besatzungsverbrechen geht.
Er hat keinerlei Verständnis
für die Leiden des
unterdrückten
palästinensischen Volkes,
wie ich mich in einigen
Veranstaltungen selber
überzeugen konnte. Er
empfindet nur Empathie für
Besatzer und nicht für
Unterdrückte. Ich habe in
meinem vorherigen Schreiben
(s. Links unten) schon auf
die Möglichkeit hingewiesen,
dass dieser Abgeordnete von
der „Israel-Lobby“ gekauft
worden sein könnte. Welche
Universität oder
Fachhochschule würde einem
solchen Scharlatan sonst
einen Professoren-Titel
nachschmeißen.
Zu MdB-Edathy lässt sich
sagen, dass er vor lauter
„Rechtsextremisten“ und
angeblichen Antisemiten
nicht mehr zwischen den
Freunden und den wirklichen
Feinden Israels
unterscheiden kann. Seine
öffentlichen Äußerungen dazu
wirken bescheiden bis
peinlich.
Auch die drei Herausgeber
dieses Schmierenbandes
stehen nicht für Qualität,
sondern für Einseitigkeit
und Pro-Israel-Agitation.
Julius Schoeps ist als
deutscher Jude durch seine
Schriften als ein Vertreter
israelischer Politik
aufgetreten. Klaus Faber,
einer der übelsten
Lobbyisten, der in unseren
Publikationsorganen seine
absurden Thesen vertreten
darf und am liebsten
jegliche Kritik an diesem
Okkupationsstaat verbieten
lassen würde, sowie Sacha
Stawski, der eine Hetzseite
gegen alle diejenigen
betreibt, die die
israelischen Verbrechen auch
nur erwähnen. Diesen Typen
gibt unsere Partei ein Forum
unter unserem Vorsitzenden
Willy Brandt. Welch eine
Schande für die
freiheitliche Tradition der
SPD. Wie der
Verlagsvertreter André
Förster es sich anmaßen
kann, diesen Leuten auch
noch Seriosität zuzusprechen
und sie jenseits jeglicher
Kritik zu stellen, bleibt
ein Rätsel. Aber gehört
dieser Verlag nicht der SPD?
Befindet sich etwa unsere
Partei in einer Finanzkrise,
damit wir so etwas nötig
haben? Warum vermietet dann
nicht unsere Partei ihre
Räumlichkeiten an „Paolo
Pinkel“, damit er sein
nächstes Interview mit dem
NPD-Radikalen Horst Mahler
demnächst unter dem
Standbild von Willy Brandt
abhalten kann, damit es
„Koscher“ ist? Lieber
Genosse Kurt Beck, weißt Du
eigentlich nicht, was in
Deiner Parteizentrale so
alles abläuft?
Mit solidarischen Grüßen
Dr. Izzeddin Musa
Mein erstes Schreiben:
http://www.profi-reporte.de/php/pr/include.php?path=content/news.php&contentid=2816
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/texte%AD_8.htm
Anlage (Antwort auf mein
Schreiben):
Sehr geehrter Herr Dr. Musa,
wir haben von Ihrer Anfrage
an den
SPD-Parteivorsitzenden
bezüglich der
Podiumsdiskussion zum Buch "Neu-alter
Judenhass" am 14. November
im Willy-Brandt-Haus
Kenntnis erhalten.
Bei dieser Veranstaltung
handelt es sich nicht um
eine SPD-Veranstaltung, wie
Sie anhand der Ihnen gewiss
vorliegenden Einladung
erkennen können.
Veranstalter ist unter
anderem unser Verlag, der
die Räumlichkeit im
Willy-Brandt-Haus für die
Buchvorstellung und
Podiumsdiskussion gemietet
hat.
Wie Sie wissen, werden am
kommenden Mittwoch mit
Sebastian Edathy MdB, Prof.
Gert Weisskirchen MdB und
Prof. Dr. Julius H. Schoeps
drei Persönlichkeiten auf
dem Podium sitzen, deren
ausgewogenes Urteil
hinsichtlich des
Nahost-Konflikts über
jegliche Kritik erhaben ist.
Mit freundlichen Grüßen
André Förster |
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Zionistische Hetze gegen
Muslime im Willy-Brandt-Haus
!!!
An den
SPD-Parteivorsitzenden
Ministerpräsident des Landes
Rheinland-Pfalz
Herrn Kurt Beck
Sehr geehrter Herr
Ministerpräsident und
SPD-Vorsitzender,
lieber Genosse Kurt Beck,
als Deutsch-Palästinenser
und SPD-Mitglied bin ich
entsetzt über eine
Veranstaltung im
Willy-Brandt-Haus am
14.11.2007.
Dort soll das
antimuslimische Pamphlet „Neu-alter
Judenhass-Antisemitismus,
arabisch-israelischer
Konflikt und europäische
Politik“ vorgestellt werden.
Das Buch baut einen
antisemitischen Popanz auf
und schwingt mit dem
Schreckgespenst, der
„Antisemitismus-Keule“, weil
die Israelkritik, die nichts
mit „Antisemitismus“ zu tun
hat, auf die brutale
völkerrechtswidrige
Besatzungspolitik beruht.
Die Autoren wollen mit der
„Antisemitismus-Keule" jede
Kritik als „antisemitisch“
diffamieren und mundtot
machen.
Die in dem Band versammelten
Autoren sind zum Teil mehr
als fragwürdig; einer
extremer pro-israelisch als
der andere.
Von Ausgewogenheit keine
Spur.
Ein Herausgeber, der sich
als „Chefredakteur“
bezeichnende
Immobilienmakler Sacha
Stawski gehört zu den
übelsten Typen, die man sich
nur vorstellen kann.
Er betreibt eine Website,
die zur Hetze und
Diffamierung Andersdenkender
aufruft.
Lieber Genosse Beck, Du
solltest Dir einmal die
dokumentarische Website des
Dortmunder Künstlers Erhard
Arendt anschauen:
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/honestly_concerned.htm
Dort findest Du die
Agitation gegen führende
Journalisten wie Jörg Bremer
(FAZ), Leyendecker
(Süddeutsche), Rupert
Neudeck (Cap Anamur und
Grünhelme), Ludwig Watzal
(Aus Politik und
Zeitgeschichte) u.v.a.m.
Nicht einmal Norbert Blüm
blieb davon verschont, als
er sich gegen die
völkerrechtswidrige
monströse Apartheid-Mauer
äußerte und die
menschenverachtende
„Scharonsche Politik“
kritisierte. Sie alle wurden
als „Antisemiten“ von diesem
Netzwerk gejagt, indem
massiv zum Schreiben von
„Protestmails“ aufgerufen
worden ist. Darüber hinaus
kooperiert Stawski mit
rechtsradikalen jüdischen
und antiislamischen und
christlich-fundamentalistischen
Kreisen. Dies alles findest
Du dokumentiert bei besagtem
Arendt.
Du kennst bestimmt die
ausgezeichnete Besprechung
des Buches von Rudolf
Walther in unserer
Zeitschrift „Neue
Gesellschaft/Frankfurter
Hefte“.
Es gibt noch andere, die
zeigen mit welchen Typen
sich die SPD einlässt. Alle
Beiträge sind geprägt von
einer einseitigen
Darstellung im Sinne der
Besatzungsmacht Israel. Von
Objektivität oder
Ausgewogenheit kann nicht
die Rede sein, sondern von
Extremismus. Überall, wo es
um Israel-Propaganda geht
ist der (Un-)Genosse und
„Professor“ Gert
Weisskirchen an vorderster
Front dabei. Er war noch
nicht einmal in der Lage,
bei der Anhörung im
Deutschen Bundestag am 22.
November 2004 den richtigen
„Antisemitismusexperten“
einzuladen. Dieser
Scharlatan mit Namen Jörg
Rensmann attackiert
Professor Alfred Grosser und
Weisskirchen sprang diesem
nicht zur Seite. Selbst
Claudia Roth wurde dies zu
viel. Weisskirchen wollte
eigentlich Lars Rensmann
einladen, den er auch meinte
begrüßt zu haben, aber der
betrügerische Bruder klärte
diese Täuschung nicht auf.
Auch die anderen Typen, von
denen viele der Israel Lobby
angehören, schwiegen. Bei
dieser
Schmierenveranstaltung war
auch besagter Stawski mit
seinem antideutschen Anhang
zugegen. Auch ich habe Gert
Weisskirchen auf Tagungen
persönlich erlebt. Er gab
nie ein gutes Bild für die
SPD ab. Er zeichnete sich
stets durch Inkompetenz,
Ahnungslosigkeit und
Einseitigkeit aus. Seine
Äußerungen führten
regelmäßig zu einem Raunen
im Publikum. Wie dieser
Israellobbyist zu einem
Professorentitel gekommen
ist, verstehe ich nicht.
Vielleicht wurde er ihm auch
von dieser unsäglichen Lobby
zugeschanzt.
Ich bitte Dich, dem Typen
Stawski kein Forum im
Willy-Brandt-Haus zu bieten.
Wie mir zu Ohren gekommen
ist, hat auch Petra Pau
darauf gedrungen, dass
Stawski bei der Vorstellung
des Buches im Bundestag
nicht zugegen sein durfte.
Aus Gründen der politischen
Hygiene solltest Du diesem
islamophoben Hetzer kein
Forum unter dem Standbild
von dem großen
Sozialdemokraten Willy
Brandt bieten, damit dieser
nicht vom Sockel steigen
muss und Stawski auf die
Straße setzt.
Mit solidarischen Grüßen
Dr. Izzeddin Musa
53343 Wachtberg
Buchkritik 1 - Neu-alter
Judenhass
Buchkritik 2 - Neu-alter
Judenhass
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Israel
ist das schlimmste koloniale
Regime
Jean
Ziegler, 28.10.07 – Pal.
Inf. Center
New York,
(PIC), Jean Ziegler, der
UN-Sonderberichterstatter
für das Recht auf Nahrung,
geißelte die israelische
Besatzung und beschrieb sie
als das einzige „koloniale
Regime“, das sich weigert,
sich an das Völkerrecht zu
halten. Er rief die UN auf,
eine effektive(re) Politik
durchzuführen, die Israel
zwingt, sich an die
Menschenrechte und die
Genfer Konvention zu halten.
„Die
israelische Besatzung ist
nach dem Standpunkt der UN
ein Kolonialregime und eine
illegale militärische
Besatzung, die fortfährt,
palästinensisches Land zu
annektieren. Und deshalb ist
die israelische Besatzung
die schlimmste in der
Geschichte des
Kolonialismus,“ stellt
Ziegler in einem
TV-Interview fest.
Ein
UN-Offizieller betonte, dass
die israelische Besatzung
Hungersnot, physische und
psychische Unterdrückung des
palästinensischen Volkes
verursacht; aber es gäbe
palästinensischen
Widerstand, der nach den
Gründen fragt, die hinter
der EU-Komplizenschaft mit
der israelischen Besatzung
steckt und warum der US-Fond
diese Besatzung unterstützt.
Der
Berichterstatter beschreibt
die EU-Länder als ganz und
gar „heuchlerisch“, weil sie
sich weigerten, die
Ergebnisse der
demokratischen von ihr
überwachten Wahlen
anzuerkennen, nachdem sie
sahen, dass Hamas der
Gewinner war. Er wies darauf
hin, dass die Europäer doch
wenigstens an einem Minimum
von Prinzipien festhalten
sollten.
Ziegler
wies auch darauf hin, dass
die Situation der Menschen
im Gazastreifen und der
Westbank sich verschlimmert
habe. Die UN-Statistiken
zeigen, dass 65 % der
Bevölkerung auf der Westbank
an Unterernährung leidet;
abgesehen davon ist der
Gazastreifen, in dem 1,5
Menschen leben, auf Grund
der israelischen Belagerung
zu einem großen Gefängnis
geworden.
Er
beschreibt auch das Quartett
zum Nahen Osten als eine
reine Ladenfassade, indem er
die UN und die EU aufruft,
sich zurückzuziehen, da ihre
Präsenz in diesem Quartett
bedeutungslos und nutzlos
seien.
Als eine
Bestätigung dessen, was der
UN-Sonderbeauftragte über
die unterdrückerische
Politik der israelischen
Besatzung darlegte, begann
die isr. Besatzungsarmee am
Sonntag nach einem Beschluss
der israelischen Regierung ,
die den Gazastreifen als
„feindliches Gebiet“
betrachtet, die Zuteilungen
von Treibstofflieferungen in
den Gazastreifen zu
reduzieren .
Der
Sprecher des israelischen
Kriegsministers Ehud Barak
erzählte AFP, dass die
Reduzierung der
Treibstofflieferungen nach
Gaza am Sonntag beginnen und
dass es in den nächsten
Tagen häufige Stromsperren
geben wird.
www.uruknet.info.
Artikelnummer 37631 |
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AMNESTY
INTERNATIONAL
URGENT ACTION
PUBLIC AI Index: MDE
15/062/2007
UA 247/07 Fear for Safety 21
September 2007
ISRAEL/
OCCUPIED 1.5 Million
Palestinians in the Gaza
Strip
PALESTINIAN
TERRITORIES (OPT)
Amnesty International is
concerned that the
implementation of the
Israeli
government decision of 19
September that "Additional
sanctions will be
placed on the Hamas regime
in order to restrict the
passage of various
goods to the Gaza Strip and
reduce the supply of fuel
and electricity.
Restrictions will also be
placed on the movement of
people to and from the
Gaza Strip" would cause a
further deterioration of the
already dire
humanitarian situation in
the Gaza Strip and adversely
affect the 1.5
million Palestinians who
live there.
Drastically reducing the
supply of basic necessities
such as electricity
and fuel to the entire
population of Gaza in
retaliation for rocket
attacks
carried out by members of
armed groups would
constitute collective
punishment of Gaza's
population in violation
international humanitarian
law, which categorically
prohibits all forms of
collective punishment.
Gazans cannot obtain
electricity, fuel or
alternative sources of
energy
>from elsewhere because of
the blockades imposed by
Israel.
Electricity and fuel, which
have already been in short
supply in the Gaza
Strip for some time, are
used to pump water and
shortages have had
negative consequences for
the health and well-being of
the population
there. A further reduction
in the availability of
electricity and water
would exacerbate existing
problems - such as the
insufficient supplies of
clean water for drinking and
personal hygiene, inadequate
sewage treatment
and waste disposal, and the
spoiling of already scarce
food and medicines,
due to the inability to
refrigerate them.
A further tightening of the
already stringent blockade
imposed by the
Israeli authorities on the
passage of goods into and
out of Gaza would
prolong and worsen the
virtual paralysis of Gaza's
economy, which has
already forced most of
Gaza's population to live
below the poverty line
and depend on international
aid.
Similarly, the closure by
Israel since early June of
Gaza's border with
Egypt, the Gaza Strip's only
border crossing, has left
the population
effectively trapped and cut
off from the outside world,
preventing patients
>from travelling to other
countries for medical care
which is not available
in Gaza, and denying traders
and students the possibility
to leave the
Gaza Strip to take advantage
of employment and education
opportunities
elsewhere.
BACKGROUND INFORMATION
As the occupying power,
Israel is ultimately
responsible for ensuring the
welfare of the Palestinians
population in the OPT,
including the 1.5
million Palestinians who
live in the Gaza Strip, all
of whom are protected
persons under the Fourth
Geneva Convention. Israeli
officials' contention
that Israel is no longer
bound by the laws of
occupation since it
redeployed its forces to the
perimeter of the Gaza Strip
in 2005 is a
fallacy. Israel retains
effective control of the
Gaza Strip, by virtue
of the full control it
exercises over of the Gaza
Strip's land border, its
air space and territorial
waters, and the movement of
people and goods.
Hence The Israeli
authorities are bound by
their obligations under
international humanitarian
and human rights law to
ensure the welfare of
the Palestinian population
in the OPT. According to
Article 33 of the
Fourth Geneva Convention:
"No protected person may be
punished for an
offence he or she has not
personally committed.
Collective penalties and
likewise all measures of
intimidation or of terrorism
are prohibited."
The Israeli authorities have
stated that their decision
to impose the
above-mentioned additional
restrictions on the Gaza
Strip's population is
in reaction to the frequent
firing of so-called "qassam"
rockets by
Palestinian armed groups
from Gaza into Israel.These
indiscriminate
rockets have killed some 10
Israeli civilians in the
past four years in
Sderot and have spread fear
among the population and
damaged the town's
economy. The Israeli army
has retaliated by launching
frequent air
bombardments and artillery
strikes in which hundreds of
Palestinians have
been killed, including
dozens of children, since
last year. Three
Palestinian children were
killed last week in an
Israeli air strike that
the army initially claimed
was against rocket launchers
but subsequently
admitted it had mistakenly
targeted children playing in
fields.
Palestinian armed groups
responsible for the
launching of rockets from
Gaza into Israel include the
armed wing of Hamas,
Palestinian Islamic
Jihad and the armed wing of
President Mahmoud Abbas'
Fatah party (the
al-aqsa martyrs' brigades).
RECOMMENDED ACTION: Please
send appeals to arrive as
quickly as possible,
in English, Hebrew, or your
own language:
- expressing concern that
further restrictions on the
supply of
electricity and fuel and on
the passage of persons and
goods into and out
of the Gaza Strip would
cause a further
deterioration of already
dire
humanitarian situation in
Gaza and would constitute
collective punishment
- which is forbidden under
international law;
- calling for the decision
of the government to be
rescinded;
- reminding the Israeli
government of its obligation
- as the occupying
power - under international
humanitarian and human
rights law to ensure the
welfare of the Palestinians
population in the Gaza
Strip, notably their
obligation to ensure the
supply of essential
necessities and to allow the
movement of people and goods;
- expressing concern for the
residents of Gaza currently
in the Strip who
are unable to leave,
including patients in need
of medical care not
available in the Gaza Strip;
APPEALS TO:
Tzipi Livni (Ms)
Minister of Foreign Affairs
of Israel
Ministry of Foreign Affairs
9 Yitzhak Rabin Boulevard,
Kiryat Ben-Gurion
Jerusalem 91035, Israel
Fax: + 972 2 530 3367
email:
sar@mfa.gov.il
Salutation: Dear Minister
Please send appeals to
arrive as quickly as
possible, in English, Arabic,
or your own language:
- urging the Hamas
leadership in the Gaza Strip
to prevent the launching
of "qassam" rockets into
Israel by all Palestinian
armed groups in the
Gaza Strip;
- urging the President of
the Palestinian Authority to
call on Fatah's
armed wing, the al-aqsa
martyrs' brigades, in the
Gaza Strip to put an
immediate end to the
launching of "qassam"
rockets into Israel;
APPEALS TO:
Mr Ismail Haniyeh and Dr
Mahmoud Zahar
Hamas leadership in Gaza
Fax: + 970 8 282 2159/ 284
5040/ 286 8971
Email:
ihaniyyeh@hotmail.com
Salutation: Dear Mr Haniyeh
and Dr Zahar
Mahmoud Abbas
President of the Palestinian
Authority
Fax: +972 2 296 1370/ 2 298
1370/ 2 296 3179
Salutation: Dear President
COPIES TO: diplomatic
representatives of Israel
and the Palestinian
Authority accredited to your
country.
PLEASE SEND APPEALS
IMMEDIATELY. Check with the
International Secretariat,
or your section office, if
sending appeals after 2
November 2007.
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Israel begehrt das
palästinensische
Naturgas
vor der Küste.
|
Genevieve Cora
Fraser, MIFTAH,
20.8.07 -
Seit
den
palästinensischen
Wahlen vom Januar
2006, die die Hamas
an die Macht
brachten, haben die
USA, die westlichen
Verbündeten und
Israel die1,4
Millionen Einwohner
des Gazastreifens
erfolgreich
boykottiert,
abgesperrt und
hungern lassen. Mit
unaufhörlichen
militärische
Angriffe der
israelischen IDF
haben die USA und
Israel zig Millionen
Dollars zur
Bewaffnung und
Ausbildung der Fatah
ins Land fließen
lassen, um die
gewählte
Hamasregierung zu
zerstören. Nach
Berichten aus dem
Gazastreifen hatte
Mohammed Dahlan,
Präsident Abbas
rechte Hand bis zu
seinem „Rücktritt“ –
hundert fünf-Mann
Todesschwadronen in
der Region
beschäftigt. Das war
der Grund, warum
Hamas die Fatah los
werden wollte.
Was
kaum bekannt ist,
ist dass die
Britische Gas (BG)
ein
Gesellschaftslizenzunternehmen
im marinen Gasfeld
vor Gazas Küste hat,
das etwa 37
Milliarden
Cubikmeter Gas
birgt. Man glaubt
sogar dass große
Ölreserven hier
vorkommen. Doch die
palästinensische
Behörde soll nur 10%
von dem Geschäft
erhalten. Nach der
Gulf-Times behauptet
die Hamas, es sei
unzumutbar, dass der
Besitzer der
Gasvorkommen nur 10%
erhalten soll. Der
kürzlich von der
Fatah abgesetzte
Ministerpräsident
Haniya beabsichtigt,
die BG-Gruppe um
eine Veränderung des
Abkommens
anzufragen, um einen
größeren Anteil des
Ertrags von einem
bevorstehenden
Naturgas-Deal mit
Israel zu erhalten.
- (dt. Ellen Rohlfs) |
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Esther Thomsen
Sehr geehrte Frau
Bundeskanzlerin, sehr
geehrter Herr Minister
Steinmeier,
am gesperrten Rafah
Grenzübergang vegetieren
Tausende von
Palästinensern unter
entsetzlichen
Bedingungen. Wenn Sie
sich schon für einen
17jährigen Deutschen im
türkischen Gefängnis
einsetzen, wieviel mehr
sollten Sie alles in
Ihrer Macht stehende
tun, um das schreckliche
Leiden dieser Menschen
zu beenden. Bitte hören
Sie auf den Appell der
Europaparlamentarierin
Luisa Morgantini !
Sie hat recht, wenn Sie
anmahnt, dass auch Tony
Blair seine
Glaubwürdigkeit unter
Beweis stellen könnte,
indem er für ein Ende
der Kollektivstrafen
eintritt und dafür, dass
die 70 Europäer ihren
Dienst wieder aufnehmen.
Am Sonntag hat ein BBC
Journalist in Dateline
London noch einen
radikaleren Vorschlag
gemacht, der mir gut
gefiel, Blair könne
seine Eignung am besten
beweisen, wenn er
lapidar fordere: "End
the brutal occupation!"
Inzwischen bombardiert
Israel den Gazastreifen
weiter (12 und später 7
Tote und zahlreiche
Verwundete), obgleich
Hamas einen
Waffenstillstnd
angeboten hatte. Der
Druck des Embargos wird
erhöht. Die
Hamasregierung bekommt
nichts von den ihr
rechtmäßig zustehenden
Zoll- und Steuergeldern.
Hamas will an der
Einheit festhalten,
Mahmoud Abbas wird von
Israel unter Druck
gesetzt, die Trennung zu
zementieren. Er nimmt
hunderte von
Hamassympathisanten
gefangen, er regiert am
"Palestinian Legislativ
Counsel", in dem Fatah
nicht die Mehrheit hat,
vorbei, er verlangt von
allen NGO's in der
Westbasank und Gaza neue
Lizenzen für ihre
Tätigkeiten, womit er
besonders die
Einrichtungen der Hamas
treffen will. Laut
Haaretz vom 22.6.
wollten die USA, England
und Frankreich
eine Vertrauenserklärung
für die Abbasregierung
in den UN-Sicherheitsrat
einbringen, das sei aber
zum Glück am Protest von
Russland, Südafrika,
Indonesien und Qatar
gescheitert. Wer den
Frieden will, sollte
sich für die Einigung
der Palästinenser
einsetzen, wie es jetzt
wieder Jordanien und
Ägypten versucht haben.
Außer dem Hilfeschrei
von Luisa Morgantini,
den ich mit der
dringenden Bitte
verbinde: Setzen Sie
alle Hebel in Bewegung,
um diesen Notstand zu
beenden, schicke ich
noch 3 andere
israelische Stimmen, die
in der anhaltenden
Besatzung das größte
Übel sehen. Uri Avnery
spricht es an, indem er
auf das Phänomen der
Verleugnung aufmerksam
macht. Zum Schluss noch
ein treffender Text über
die Fehleinschätzung von
Hamas und Fatah von
Helga Baumgarten.
Den Aufruf von Bat
Shalom vom
Jerusalem-Link an die
internationale
Gemeinschaft zu
intervenieren, um ein
Ende der Besatzung zu
erreichen werde ich
faxen, ebenso das
Inserat von Jeff Halper
und Pax Christi "40
Jahre israelische
Besatzung ... sind
genug!"
Wir Europäer haben das
Unheil des Scheiterns
der Einheitsregierung
durch Ausgrenzung der
Hamas mit angerichtet.
Jetzt sollten wir alles
daran setzen, dem
Frieden eine Chance zu
geben.
Links
zum Brief:
Das
schmutzige Wort -
Uri
Avnery, 30.6.07
Palästina: Blut liegt in der
Luft -
Ran
HaCohen -
Fünf Jahre, nachdem seine
Hohheit G.W.Bush – Präsident
der Vereinigten Staaten von
Amerika, Zar von
Afghanistan, Kaiser vom
Irak, Demokratieverbreiter
des Nahen Ostens etc etc
seine „Road Map für den
Nahen Osten“ herausgebracht
hat und für 2005 einen
palästinensischen Staat
angekündigt hat, hat die
israelische Öffentlichkeit
einen neuen Zeitvertreib.
Die öffentliche Diskussion
in Israel dreht sich jetzt
um „Drei Staaten für zwei
Völker?“
Menschliches Strandgut in
Rafah – Tausende
Palästinenser ohne
humanitäre Hilfe -
Luisa Morgantini
Die
Hamas ist kein Dämon
- Der Westen fördert die
Fatah, weil er in der Hamas
eine radikalislamische
Terrororganisation sieht.
Eine fatale
Fehleinschätzung, sagt die
Nahost-Expertin Helga
Baumgarten im stern.de-Interview.
BAT
SHALOM vom Jerusalem-Link -
In dieser Zeit einer
humanitären Katastrophe, die
dem Aufruhr im Gazastreifen
folgte, rufen wir Frauen von
der Bat Schalom (Friedensfrauen)-Bewegung
die Regierung von Israel
auf, ihren Anteil an der
Schaffung der Krise im
Gazastreifen anzuerkennen.
|
|
Aufruf
von der Vereinigung der
Gesundheitskomitees (UHCC)
Nablus,
28. Juni 2007-06-29
Am 28.
Juni, am Donnerstag morgen
überfielen israelische
Besatzungstruppen (IOF) das
Zentrum von Nablus mit mehr
als 100 gepanzerten
Fahrzeugen unter dem
Vorwand, „Gesuchten“ zu
folgen. Diese großangelegte
militärische Aktion war zur
selben Zeit, in der die
Abitursprüfungen an den
Schulen statt fanden. Eine
Folge davon war, dass viele
unserer Studenten nicht in
der Lage waren ihre Schulen
zu erreichen, besonders
diejenigen, die in der
Altstadt von Nablus wohnen,
das seit Beginn der
israelischen Militärcampagne
unter Ausgangssperre lag.
Die IOF
verhinderten die Arbeit der
Sanitäter indem sie die
Ambulanzwagen festhielten,
die zu den
Hauptkrankenhäusern der
Stadt eilten . Viele Dächer
wurden als militärische
Stützpunkte verwendet;
einige Häuser und Geschäfte
wurden in die Luft
gesprengt; Gasbomben wurden
auf Bewohner, in private
Institutionen,
Polizeistationen und in die
Al-Knidi-Sekundär-Schule
geworfen, in der gerade die
Abiturprüfung stattfand. Die
Tränengasbomben verursachten
Erstickungsanfälle bei einer
Anzahl von Schülern und
Bewohnern des Gebietes.
Mitten in
dieser schlimmer werdenden
Lage hinderten die IOF die
Sanitäter daran, den
Schülern und Bewohnern ihre
medizinische Hilfe
anzubieten. Im selben
Kontext hat die IOF den
Sanitätern verboten, die
Altstadt zu erreichen, um
Patienten zu evakuieren,
indem sie viele Patienten
vor allem Frauen und Kinder
daran, die Nothilfe des
Gesundheitsdienstes zu
erreichen, was als
Verletzung des Völkerrechts
und aller Verträge,
besonders der vierten Genfer
Konvention angesehen wird.
Wir vom
UHCC rufen alle
internationalen und
humanitären
Rechtsinstitutionen auf,
dass sie die böswilligen
israelischen Akte in Nablus
und allen palästinensischen
Distrikten verurteilen. Wir
rufen alle Anhänger des
Friedens auf, Druck auf die
israelische Regierung zu
machen, um solch ein
Verhalten zu beenden und
sich an das Völkerrecht zu
halten. Die Fortsetzung der
israelischen
Gewalttätigkeiten ist ein
klarer Beweis dafür, dass
Israel ein gesetzloser Staat
ist. Noch einmal rufen wir
Sie dazu auf, größere und
internationale Aktionen
gegen die Olmert-Regierung
zu initiieren, damit wir
unsere legitimen Rechte der
Freiheit und Unabhängigkeit
erlangen.
(dt.
Ellen Rohlfs)
|
|
Presseverlautbarung von Gush
Shalom
Gush
shalom der israelische
Friedensblock, verlangt von
der Regierung die sofortige
Öffnung
der Grenze zum Gazastreifen,
da dies für die Bevölkerung
äußerst lebensnotwendig ist.
„Es war der Staat Israel,
der entschied, alle
Schlüssel des Ein- und
Ausgangs des Gazastreifens
in den Händen zu halten und
der Bevölkerung des
Gazastreifens das Recht des
direkten Kontakts mit der
Außenwelt über Land, Meer
oder Luft zu verweigern. So
lange wie dies die Politik
der Regierung Israels ist,
ist sie moralisch und
rechtlich verpflichtet, die
Grenzübergänge offen zu
halten, völlig egal wer im
Gazastreifen die Macht hat.
Ehud Olmert und all seine
Minister, die alten und die
neuen, tragen die volle
Verantwortung für die
ernsten humanitären Folgen
der anhaltenden Schließung
der Übergänge.
Diejenigen, die sich
weigerten, mit der
Palästinensischen Nationalen
Einheitsregierung zu
verhandeln, müssen jetzt mit
den beiden rivalisierenden
palästinensischen
Regierungen reden.
Im
Gegensatz zum eitlen
Sich-Rühmen der Politiker
und Kommentatoren, die das
Spiel „Teile und herrsche“
spielten, wird dies viel
schwieriger und
komplizierter sein, und wir
alle werden unnötigerweise
weiter darunter leiden –
Israel und seine Bürger wie
auch die Palästinenser und
die ganze Region.
Vor drei
Monaten hätten wir die
Gelegenheit gehabt, mit der
Palästinensischen Nationalen
Einheitsregierung zu
sprechen, damit auch mit
allen Fraktionen und aktiven
Parteien des
palästinensischen Volkes und
zwar auf der Basis der
Friedensinitiative, die von
der arabischen Liga
angenommen worden war. Ein
sichtbarer Schritt in
Richtung Frieden und ein
Ende der Besatzung hätte
jene Palästinenser stärken
können, die nach einer
politischen Lösung suchen –
und die gibt es bei Fatah
und bei Hamas. Mit einem
sichtbaren Ergebnis auf
politischer Ebene, wäre der
militärische Flügel und die
bewaffneten Milizen weniger
eifrig gewesen, übereilte
Akte der Gewalt
durchzuführen. Beides hätte
vermieden werden können, das
Leiden der Israelis in
Sderot und der Tod und die
Zerstörung durch die
internen Kämpfe im
Gazastreifen.
Stattdessen war die
Regierung Israels in offenen
und schonungslosen
Bemühungen engagiert, den
Bürgerkrieg unter den
Palästinensern anzuheizen.
Minister und hochrangige
Offiziere sprachen
wiederholt davon, Muhammad
Dahlan und seinen Leuten
Waffen zu senden, die so
ihrem Volk gegenüber als
verachtenswerte
Kollaborateure dargestellt
wurden.
Der Tod
und die Zerstörung im
Gazastreifen der letzten
Woche sind aber direkt das
Werk der palästinensischen
Fraktionen, die
unverantwortlich gegenüber
ihrem eigenen Volk handelten
– die Regierung Israels ist
aber nicht ohne Schuld.
Diejenigen, die ihre
Nachbarn in einen
Bürgerkrieg stoßen, können
die Verantwortung nicht
einfach beiseite schieben,
selbst wenn die Ergebnisse
nicht wie erwartet
ausgefallen sind.
(dt. Ellen Rohlfs) |
|
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Original
Message -----
From: <fraueninschwarz@gmx.com>
To: <FIS-V%fraueninschwarz@gmx.com>
Sent: Saturday, June 09,
2007 9:57 PM
Subject: Brief an die 3
NR-PraesidentInnen und
Klubobleute (SP-Gruene-VP)
anlaessslich 40 Jahre
israelische Besatzung
palaestinensischen Landes
Frau
Mag. Barbara PRAMMER
Präsidentin des Nationalrats
Dr. Karl Renner-Ring 3
1017 Wien
Wien, 06. Juni 2007
Sehr geehrte Frau Mag.
Prammer,
während wir ihnen hier
diesen Offenen Brief
überreichen, klagen die
Aktivisten der Frauen in
Schwarz (Wien) und der
Jüdischen Stimme für
gerechten Frieden in Nahost
(Österreich) (Mitglied der
Föderation der
"European Jews for a Just
Peace") im Rahmen einer
friedlichen Mahnwache auf
der Ringstraße zum
wiederholten Male die
völkerrechtswidrige
Besetzung
palästinensischen und
syrischen Landes durch den
Staat Israel an, einer
Besetzung, die sich dieser
Tage zum 40. Mal jährt.
In diesen 40 Jahren der
Besatzung hat Israel
fortgesetzt Dutzende von
internationalen Gesetzen und
zahllose UN-Resolutionen
missachtet ebenso wie
das Urteil des
Internationalen
Gerichtshofes gegen den Bau
der "Mauer".
Israel hat in diesen 40
Jahren seiner Besatzung den
Palästinensern in den
von ihm besetzten Gebieten
nicht nur ihre international
garantierten Rechte
auf ausreichend Nahrung und
Wasser, auf Bildung, Arbeit
und
Gesundheitsversorgung
verweigert, sondern
Zehntausende Palästinenser
ohne
jede Entschädigung von ihrem
Land vertrieben und dabei
12.000
palästinensische Häuser
zerstört und mehr als eine
Million Ölbäume
vernichtet, es hat Tausende
Palästinenser getötet und
Zehntausende
verwundet, weiters 650.000
Palästinenser, darunter
rechtmäßig gewählte
Parlamentarier und Minister,
ohne Angabe von Gründen
geschweige denn einer
Anklage, inhaftiert
(augenblicklich gibt es fast
11.000 palästinensische
Gefangene, viele davon seit
Jahrzehnten ohne Anklage).
Der illegale
Siedlungsbau auf gestohlenem
palästinensischem Land hält
ununterbrochen an
und die palästinensische
Bevölkerung ist in
voneinander isolierten
Bantustans auf nur noch der
Hälfte des
Westbank-Territoriums
zusammengedrängt. Doch nicht
genug damit hat Israel durch
ein System von
Abriegelungen, Belagerungen,
Ausgangssperren,
Straßenblockaden und
Checkpoints die
Bewegungsfreiheit der
Palästinenser in ihrem
eigenen Land
drastisch eingeschränkt.
Schließlich wird seit Juli
2002 in der Westbank auf
palästinensischem Land die
"Mauer", eine riesige
Sperranlage, gebaut, mit
dem Ziel, die großen
Siedlungsblöcke und das
Jordantal dem israelischen
Staatsgebiet einzuverleiben
und neue Grenzen für Israel
zu ziehen. Dadurch
ist diese Mauer eine
Apartheidmauer.
All das ist schon seit
langer Zeit allgemein
bekannt und die
vielbeschworene
Internationale Gemeinschaft
trägt einen großen Teil der
Verantwortung für diese
Völker- und
Menschenrechtsverletzungen.
Angeführt
von den USA haben weltweit
zahlreiche Regierungen die
israelische
Besatzungs- und
Boykottpolitik aktiv
unterstützt. Proteste im
UN-Sicherheitsrat wurden mit
dem Veto der USA belegt.
Andere Regierungen
haben schweigend zugesehen
oder viel zu leise und
zögerlich ihre Stimme
erhoben, und zu diesen
Ländern gehört leider auch
Österreich, in erster
Linie das offizielle
Österreich, seine Regierung
und seine Parlamentarier,
und deshalb wenden wir uns
heute, an diesem Jahrestag
der Schande, an Sie,
sehr geehrte Frau Mag.
Prammer, in ihrer
Eigenschaft als Präsidentin
des
Nationalrats, um Sie zu
ersuchen dahingehend
einzuwirken, dass endlich
dieses Messen mit zweierlei
Maß aufhört und dem
palästinensischen Volk
endlich diejenige
Unterstützung zuteil wird,
auf die sie als von Israel
unterdrücktes Volk ein
Anrecht haben und die auch
allen anderen
unterdrückten Völkern sehr
wohl zugestanden wird, und
dass endlich auf
Israel entsprechend Druck
ausgeübt wird
UN-Resolutionen und
IGH-Erkenntnisse
zu befolgen, so wie man das
von österreichischer Seite
in allen anderen
Fällen auch macht.
Österreich muss endlich
aufhören Palästina mit
anderen Maßstäben zu messen
als die übrige Welt! Ein
solches Vorgehen ist einer
Demokratie unwürdig.
Wir verstehen, dass jedwede
Kritik an Israel besonders
seitens Österreichs
und Deutschlands aus
historischen Gründen
leichtfertig und bewusst als
"antisemitisch" abgetan
wird. Es muss aber doch klar
unterschieden werden
zwischen der Politik und den
Maßnahmen Israels gegenüber
der
palästinensischen
Bevölkerung, die das Land
seit vielen Jahrhunderten
bewohnt, und dem Judentum
als solches. Dies wird
häufig von den jeweiligen
israelischen Regierungen
bewusst verbunden, wogegen
wir uns wehren. Die
palästinensische Bevölkerung
ist an dem was in Europa
Juden zugefügt wurde
völlig schuldlos, zahlt aber
dafür den allerhöchsten
Preis, - den Verlust
ihres Landes und ihre
Freiheit.
mit vorzüglicher
Hochachtung,
Tina Salhi
für "Frauen in Schwarz
(Wien)"
www.fraueninschwarz.at |
|
Palästina
unter Besatzung im
Juni
2007
Liebe
Freunde in der Ferne
Sechs
Tage Krieg - vierzig Jahre
Besatzung oder Demütigung
und Entwürdigung
vom
Großvater erzählt bekommen,
am eigenen Vater gesehen und
am eigenen Leib verspürt.
Zum
ersten Mal in meinem Leben
wurde ich mit Krieg
konfrontiert, da war ich elf
Jahre alt.
Weit weg
im friedlichen Deutschland,
wohin meine Eltern mit mir
aus Bethlehem ausgewandert
waren.
Ich war
zu jung, um zu verstehen,
welch unseliges Leid mit der
Besatzung über mein Volk
gekommen war.
Doch in
meiner Erinnerung sehe ich
meine Mutter noch vor mir.
Sie
weinte die ganzen sechs Tage
des Krieges hindurch.
Mit
zwanzig kehrte ich nach
Palästina zurück.
Seit
vierzig Jahren ist meine
Heimat vom israelischen
Militär besetzt.
Dreißig
davon habe ich miterlebt.
Mein
Großvater wurde Gastarbeiter
im eigenen Land.
Mein
Vater, Ausländer in
Deutschland und ich,
Menschen zweiter Klasse
unter Besatzung.
Seit
einigen Tagen habe ich ein
Enkelkind.
Eine neue
Generation wächst heran.
Es wird
die Errungenschaften der
Generationen vor ihm nicht
erreichen können,
denn es
gibt keine Arbeit mehr,
kein
Land, das uns aufnehmen
würde,
und
hinter der Mauer haben wir
alle nur einen Status, den
der Gettoinsassen.
Salam
Faten
Mukarker
|
|
Pöttering in der Knesset
Unser
Parade Islamophobist und
sich
unter
Gürtellinie bewegende
Israellobbyist
Henry
M. Broder und
sein Rattenschwanz wie "lizas
welt" und "Politiccaly
Incorrect" laufen
wieder einmal Sturm gegen
eine maßvolle Rede des
EU-Parlamentspräsidenten
Hans-Gerd Pöttering. Dieser
Berufs-CDU-Funktionäre hatte
in der Tat den Mut, einige
kritische Sätze zur brutalen
israelischen
Unterdrückungspoltitik ohne
die Genehmigung seiner
einseitig pro-israelischen
CDU-Vorsitzenden und
Bundeskanzlerin Merkel frei
zu sagen. Und schon war der
"Skandal " durch die falsche
Israellobby
inszeniert. Ob
auch Pöttering die gleiche
Maßregelung erhält wie der
armselige und historisch
ahnungslose
Ministerpräsident Öttinger?
Aber Pöttering ist 62 und
nicht mehr erpressbar und
karriereabhängig von Merkel,
Beckstein, Friedman oder der
Israellobby. Er muss nicht
vor dem Unrecht das in
Palästina geschieht die
Augen schließen kann also
seine wirkliche Meinung
sagen.
Die hat er verhalten und mit
allen, einerseits
notwendigen Schuldfloskeln,
die die deutsche
Politikerkaste so auf den
Lippen führt, in der
Knesset, dem israelischen
Parlament, vorgetragen.
Dalia Itzik, die nassforsche
und jungdynamische
Parlamentspräsidentin
herrschte ihn undiplomatisch
an: er bräuchte wohl
Nachhilfe oder besser
Gehirnwäsche in Sache
Realität.
Die
braucht Pöttering wohl
nicht, da er im Gefängnis
von Gaza war. Wer dort den
eingesperrten Palästinensern
und dem optisch einem
Gefangenlager gleichenden
Freiluftgefängnis für 1,5
Millionen Palästinensern
einen Besuch abgestattet
hat, braucht keine
Belehrungen von einer
Besatzungsabgeordneten. Dies
hätte der sichtlich
eingeschüchterte Pöttering
der unverschämten Frau Itzik
deutlich machen sollen. Aber
so weit reicht die
Zivilcourage eines frei
gewählten EU-Abgeordneten
wohl nicht mehr. In der BRD
führen diese Maulhelden die
Zivilcourage immer tapfer im
Munde, sobald sie in Israel
sind und selbst wenn sie die
Menschenrechtsverbrechen und
Unterdrückungsmaßnahmen des
israelischen
Besatzungsregimes sehen,
verschlägt es ihnen die
Sprache.
Wenn das
nicht hilft, dann sorgt die
Antisemtismuskeule für Ruhe,
wenn das auch nicht hilft,
dann vielleicht Merkel oder
der Zentralrat der Juden.
Wie lange will sich unsere
freie, demokratische
Gesellschaft die moralischen
Erpressungen der neuen Täter
auf Kosten der
Meinungsfreiheit noch
gefallen lassen? Dieser Art
von falscher Israellobby
gehört nicht nur die Rote
Karte gezeigt, sie gehört
vom Platz gestellt, um der
Meinungsfreiheit in der BRD
willen. H.H.
Typisches liest man in
der Mailingliste von bei
Honestly Concerned -
"Protestmails an
Pöttering sind nötig...
Lieber Sacha, an diesen
Parlamentspräsidenten
sollte man weitere Mails
organisieren, nachdem er in
Israel nach Gutsherrenart
aufgetreten ist und man tief
beschämt in den Boden
versinken muß! Liebe Grüße
Iris"
Quelle
(Versandte Mailingliste
Sonntag, 3.
Juni 2007)
Siehe
auch: Organisierte Proteste
>
Bitte
bestätigen sie Herrn
Pöttering:
Email an Hans-Gert Pöttering:
hans-gert.poettering@europarl.europa.eu
Das
Broderlinenetzwerk
Die
Achse des Guten: Der Herr
der Binse
Lizas
Welt: Paradigmatischer
Pöttering
http://www.politicallyincorrect.de/2007/05/hans-gert-poetterings-heuchelei-in-der-
knesset
Medien
Europäisches Parlament -
Friedensbotschaft: Pöttering
spricht vor der israelischen
Knesset
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6842748_TYP6_THE_
NAV_REF1_BAB,00.html
Kalter
Empfang für Pöttering in der
Knesset - Bettina Marx -
Audio
Audio-EU-Parlamentspräsident
Pöttering in der Knesset
Interview - Lahnstein:
Debatte um Pöttering-Rede in
Israel nicht überbewerten
http://www.abendblatt.de/daten/2007/05/31/748173.html
Pöttering
hatte
Israelis,
Araber und
Europäer
aufgefordert,
ihre
Schulbücher
wechselseitig
daraufhin zu
untersuchen,
inwieweit
sie noch
immer
Vorurteile
und
Stereotype
vermitteln.
Eine solche
Untersuchung
bedeute
"keinen
Souveränitätsverlust".
Zudem
forderte er
neben einer
Freilassung
der drei
entführten
israelischen
Soldaten
auch Israel
auf, den
kürzlich
verhafteten
palästinensischen
Bildungsminister
Nasser
al-Din
Schaer
wieder auf
freien Fuß
zu setzen.
|
|
Leserbrief zu:
FRIEDEN
/
Von der Botschaft der Krippe
ist im Heiligen Land nichts
zu spüren – Rettet Bethlehem
-
Juden wie Araber leiden.
Hass, Gewalt, Terror,
politischer Streit: Eine
Lösung des Konflikts rund um
Israel und Palästina steht
in weiter Ferne. -
JOHANNES GERSTER
Wir deutsche haben im
Nazireich geschwiegen, muss
die Geschichte uns erneut
als die die es nicht wissen
wollten, die unbelehrbaren
wieder Verurteilen? Herr
Gerster ist für ein
einseitiges Denken bekannt.
Wie können Sie ohne
Gegenstimmen, Ausgewogenheit
ihm soviel Platz einräumen?
Er schreibt: „Es waren vor
allem die Schikanen und
Gewalttätigkeiten der
Muslime dort und in den
letzten Jahrzehnten auch der
Nahostkonflikt, die die
Christen veranlassten, ihre
Stadt zu verlassen.“
Sicherlich gibt es derzeit
Konflikte zwischen Muslime
und Christen.
Jahrhundertlang lebten sie
aber friedlich neben-
miteinander. Die wachsende
Verarmung und Not entstanden
aus der unmenschlichen
Besatzung fördert die
Konflikte.
Alle prominenten Christen in
Palästina beklagen als
erstes die grausame,
zerstörerische Besatzung
Israels die Christen und
Moslems gleichermaßen
trifft. In seiner sich
inhaltlich leider jedes Jahr
wiederholenden Botschaft
schreibt so in diesem Jahr
der Lateinischen Patriarchen
Michel Sabbah: „ Die
israelische Politik im
Westjordanland hat Bethlehem
(..) zur «Stadt des Todes
und der Zerstörung» gemacht.
In seiner jährlichen
Pressekonferenz kurz vor
Weihnachten verurteilte der
oberste katholische
Geistliche in Jerusalem die
zahlreichen Kontrollpunkte
sowie den Grenzwall zwischen
Israel und dem
Westjordanland. Damit sei
gerade den Einwohnern von
Bethlehem das Leben
wesentlich erschwert worden.
„
Weitere Stimmen aus
Palästina: „Der Priester des
lateinischen Konvents in
Gaza, Manuel Musallam,
erklärte in seiner
Weihnachtsbotschaft, dass
das palästinensische Volk
weiterhin unter der
israelischen Besatzung und
ihren Praktiken leidet.“
Dies könnte man fortsetzen.
P. Artemio Vitores OFM von
der Franziskaner-Kustodie im
Heiligen Land schreibt: „Wir
dürfen uns nicht mit der
Situation in Bethlehem
abfinden“, betonte der
Franziskanerpater. „Die
israelischen Behörden haben
nämlich die Grenzlinie bei
Jerusalem wieder
hergestellt, was den
Durchgang sehr erschwert und
bedeutet, dass sich alle den
Kontrollen unterziehen
müssen. Das ist ein großes
Problem für die gesamte
Bevölkerung, sogar für meine
Ordensbrüder, die
Ordensleute allgemein und
alle Durchreisenden.“
Open Bethlehem, eine
Initiative die von
Ex-Präsident Jimmy Carter
als „wertvolles und
bewundernswertes Projekt“
beschrieben wird sagt zur
Errichtung der Mauer rund um
Bethlehem: „Nachdem
Bethlehem vom Tourismus als
ökonomischer Grundlage
abhängig ist, wird diese
neue Einrichtung mit der
Zeit tödlich für die Stadt
werden, weil die
Haupteinnahmequelle verloren
geht. Andererseits wird sie
dann eine allmähliche
Abwanderung bewirken, so
dass Bethlehem eine Stadt
ohne Bewohner werden wird.“
Der Unterstützer Erzbischof
Desmond Tutu meint „es ist
unverantwortlich, dass
Bethlehem allmählich durch
Strangulierung dahinsiechen
sollte.“
Beispielhaft ein
informativer Lesetipp:
Eingemauertes Fest
–In der palästinensischen
Geburtsstadt Jesu leben die
Menschen im Schatten
des israelischen Grenzwalls.
Sie leiden unter dem
Konflikt, der die Touristen
fernhält, und wünschen sich
zu Weihnachten nur eins:
Frieden. Eine Galerie mit
Texten und Bildern von
Johannes Zang
Mit freundlichen Grüßen
Erhard Arendt
|
|
Palästinenser stranden an
der
irakischen Grenze
Nach dem
UNHCR-Kommissar und anderer
Hilfsorganisationen sind
mehrere hundert
Palästinenser, die gezwungen
waren, ihre Häuser im Irak
zu verlassen, jetzt in öden
Gebieten an der irakischen
und jordanischen Grenze
gestrandet.
Al-Hol und Al-Tanaf-Lager,
die an Iraks Grenze mit
Syrien liegen, bestehen aus
selbst gemachten Zelten. Die
Lager werden zur Zeit von
655 vertriebenen
palästinensischen Männern,
Frauen und Kindern
„bewohnt“, die dort weiter
unter extrem schwierigen
Bedingungen dahinvegetieren.
Ein anderes Lager, Al-Walid,
wurde er vor kurzem
errichtet, um weitere 80
Palästinenser aufzunehmen.
Alle waren von einer Miliz
der US-unterstützten
irakischen Regierung
gezwungen, wegzugehen.
Das
Al-Tanaf-Lager mit seinen
350 Bewohnern liegt sehr
weit (260 km) vom nächsten
bewohnten Gebiet entfernt.
Die einzige Hilfe, die das
Lager erhält, kommt von
lokalen Organisationen,
denen der Zugang jeder Zeit
begrenzt werden kann. Etwa
10 % der Flüchtlinge in
Al-Tanaf benötigen dringend
medizinische Versorgung, die
sie nicht erhalten.
Im
Al-Ruweished-Flüchtlingslager,
das an der Grenze zu
Jordanien liegt, befinden
sich 148 Palästinenser in
einer ähnlichen
unerträglichen Situation.
Einige dieser Flüchtlinge
sind seit fast drei Jahren
dort. Den meisten Kindern im
Lager wurde während dieser
Zeit die Schulbildung
verweigert.
Hintergrund
Es ist
vor allem die Folge der
Vertreibung aus ihrer Heimat
1948 bei der Gründung des
Staates Israel, dass 34 000
palästinensische Flüchtlinge
im Irak lebten, bevor die
Amerikaner 2003 dort
einfielen. Viele sind
seitdem Schikanen, Drohungen
mit Vertreibung, Missbrauch
durch die Medien,
Verhaftung, Folter und Mord
ausgesetzt gewesen. Die
palästinensischen Stadtteile
wie al-Hurriyya und
al-Baladiyyat in Bagdad sind
bombardiert worden und immer
wieder seit der US-Besatzung
angegriffen worden. Viele
Palästinenser wurden aus
ihren Häusern vertrieben und
suchten zunächst Schutz in
Zelten im Haifa-Stadium in
Bagdad. Andere wurden
getötet, verhaftet oder
gezwungen, wegzugehen. Nach
UNHCR haben inzwischen über
19 000 Palästinenser seit
2003 den Irak verlassen und
nur 15 000 sind geblieben.
Die
syrischen und jordanischen
Behörden haben bis jetzt
sich geweigert die
palästinensischen
Flüchtlinge aufzunehmen, die
in diesen vier
Flüchtlingslagern gestrandet
sind. |
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