DAS PALÄSTINA PORTAL

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Täglich neu - Nachrichten, Texte die in den deutschen Medien fehlen. Politisch unabhängig, gegen Gewalt und Rassismus, einem gerechten Frieden verpflichtet

 

 


In Gaza läuft die Prothesenwerkstatt auf vollen Touren, um mit den Anfragen von Menschen Schritt zu halten, die bei den Demonstrationen angeschossen wurden
- Ahmad Kabariti - 19.11.2018  - Anas Minerawi, ein 26-jähriger Ingenieurspraktikant, sitzt auf einem weißen Laken auf einem Bett in Gaza City und denkt wieder an den Mittag des 18. Mai, als "alles ganz grau-weiß mit einem schnatternden Geräusch wurde".

"Ich spürte, wie irgendetwas sehr Schmerzhaftes aus meiner Brust herauskam." Er war während der wöchentlichen Demonstrationen östlich von Gaza City an der Grenze mit Israel von israelischen (Soldaten) angeschossen worden.

Er erzählte: "Es war das erste Mal, dass ich zu der Demonstration ging, ungefähr 200 m vom Zaun entfernt. Als ich mich umdrehte, um nach Hause zu gehen, stolperte ich und fiel hin. Plötzlich fand ich mich auf einem Bett liegend wieder, und Pfleger hielten mich fest, damit ich mich nicht bewegte. Es war wie in einem Krimi, der deine Wahrnehmungen fesselt."
Später erzählte ein Pfleger Anas, dass sein zerfetzter Unterschenkel nur noch mit 2cm Fleisch an seinem Oberschenkel hing. Nach zwei Operationen und monatelanger Bandierung, Muskelübungen und Physiotherapie war er für eine Prothese vorbereitet.

Er erhielt eine vom Zentrum für Künstliche Gliedmaßen und Polio in Gaza City. Nach Mohammed Dwema, dem Direktor des Zentrums, haben sich Produktion und Arbeitsstunden in der Werkstatt mehr als verdoppelt seit die Demonstrationen am Gaza-Grenzzaun im März begannen. Das Zentrum ist in der Lage monatlich 15-20 Gliedmaßenprothesen anzufertigen.

Israel hat mehr als 200 Demonstranten getötet und mehr als 18.000 verletzt. Mindestens 90 der Verletzten wurde eine Gließmaße amputiert. Die Gaza-Demonstranten fordern, dass Israel seine Belagerung des Territoriums, in dem 2 Millionen Menschen leben, beendet. [...]

Ein paar Meter von Anas entfernt übte Baha'a Abu Ayyad, 21 und beschäftigungslos, mit seiner Prothese das Gehen auf Asphalt und einem Kiesweg. Er wurde vier Tage früher als Anas in der gleichen Gegend angeschossen, als er ein verwundetes Mädchen in der Nähe des Zauns wegbringen wollte.

"Nach 15 Minuten kam ich 250 m vor den Zaun, ich stand und schaute auf die Demonstranten und den Rauch der brennenden Autoreifen", sagte Baha'a. "Dann hatte ich ein Gefühl als ob mich ein Stier brutal zu Boden stossen würde. Und sah mein Bein unter Fontänen von Blut pendeln."

Er sieht ein Video-Clip von einem Freund, der bei der Demonstration verletzt worden war und ist nicht optimistisch. "Ich glaube, Yousef wird sein Bein verlieren, weil er auch an einem diabetischen Fuß leidet."

Baha'a sagt, sein Krankenpfleger hätte ihm versprochen, dass er nach Jordanien gebracht würde, wo besser ausgerüstete Chirurgen sein Bein retten könnten. Später teilte ihm der Pfleger mit, dass sein Name auf der genehmigten Reiseliste gestrichen war. Für viele Palästinenser in Gaza kommt eine Reise ins Ausland gar nicht in Frage. Nevin al-Gusain, Technikerin und Koordinatorin, sagt, das Zentrum sei verpflichtet jedem zu helfen. "Wir fragen die Verletzten nicht, ob sie sich an Gewalt beteiligt hätten", sagt sie.

Hinter Baha'as und Anas Raum kann man das Dröhnen von einem Ofen, der angeheizt wird, das Geräusch einer elektrischen Säge und Hämmern von verschiedenen Ecken der drei Räume der Werkstatt hören.

Bis vor kurzem ist Gaza nur 4 Stunden täglich mit Strom versorgt worden. "Die Lampen und Maschinen waren zu Mittag in unserem Zentrum abgeschaltet, nachdem es vorher wie in einem Bienenstock zugegangen war", sagte Dwema gegenüber Mondoweiss. Dann, vor einer Woche bekam das Zentrum acht Stunden Strom pro Tag. Und wegen der israelischen Restriktionen gab es nur begrenzt Treibstoff für den Generator.

Nachdem die Israelis in den letzten Tagen die Einfuhr von Trebstoff aus Qatar erlaubten, haben die Einwohner von Gaza, wie sie sagen, bis zu 16 Stunden Strom vom Stromnetz bekommen, im Vergleich zu 4 Stunden Strom mehr als 10 Jahre lang.

Das Zentrum steht noch vor weiteren Herausforderungen, wie den israelischen Restriktionen des Imports von Rohmaterialien zur Prothesenherstellung.

Die israelischen Behörden fürchten, dass militante Gazaner etwas von den sogen. "double use"-Materialien in die Hände bekommen und für Waffen verwenden könnten. Nevin sagt, ihr Zentrum müsse für die Materialien für die Behörden eine Menge Papier ausfüllen.

"Wir dokumentieren, wie viel Gramm wir bekommen haben, fotografieren es mit Nummer und Daten. Es ist wie ein Kontrollsystem" sagt Nevin.

Die Werkstatt ist für die Versorgung mit Rohmaterialien und die Koordination mit Israel, um beschränkte Lieferungen wie z.B. von Silikon für die Klinik zu bekommen, auf das Internationale Rote Kreuz angewiesen.

Anas, der seine Beinprothese zur Anpassung ins Zentrum gebracht hat, sagte, er plane, ein Ingenieursbüro zu eröffnen. Dann kam seine Mutter, um ihn nach Hause zu fahren. "Wir werden jetzt zum Friedhof gehen, wo mein Bein begraben ist, um Gott um Gnade für es zu bitten", sagte er.                Quelle           Übersetzung: K. Nebauer

Israel  - Jeder gegen jeden - 19. November 2018 - Netanjahu erscheint plötzlich als "Taube" inmitten von "Falken", weil er sich gegen einen Krieg in Gaza entschieden hat. Und weil das zersplitterte rechte Lager immer weiter nach rechts rutscht. - Alexandra Föderl-Schmid - Oft heißt es im Nahen Osten: Erwarte immer das Unerwartbare! Das gilt auch für die israelische Politik. Nach dem Rückzug von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und seiner Partei "Unser Haus Israel" steckt die Regierung in der Krise. Da die Koalitionspartner mit Ausnahme der Ultraorthodoxen Neuwahlen forderten, erschien es irrational, dass Premierminister Benjamin Netanjahu stur an diesem Fünf-Parteien-Bündnis festhielt.

Er übernahm das Verteidigungsministerium und demonstrierte damit Stärke. Netanjahu hatte sich von seinem Bildungsminister Naftali Bennett nicht erpressen lassen und ihm dieses Ressort nicht überantwortet. Obwohl Bennett gedroht hatte zurückzutreten, wenn seine Forderung nicht erfüllt wird, blieben er und seine Fraktion in der Koalition.

Und siehe da: Das Unerwartbare ist eingetreten. Dem Chef der den Siedlern nahestehenden Partei "Jüdisches Heim" fehlte offenbar der Mut. Am Montag kündigten Bennett  >>>

Bildergebnis für Lillian Rosengarten

 

Der perverse Einsatz von Antisemitismus-Anklagen gegen Anhänger palästinensischer Rechte - Lillian Rosengarten  - Wie viele von Ihnen wissen, bin ich ein Flüchtling aus Nazi-Deutschland und ein Jude. Ich war auch im September 2010 mit 4 älteren Juden auf einem kleinen Katamaran mit dem Ziel, die Belagerung von Gaza zu durchbrechen. Wir waren Juden, die unsere Hoffnungen, unsere Träume von palästinensischer Freiheit und Würde vermitteln wollten. Sie freuten sich auf unsere Ankunft und ja, wir wünschten uns eine Verbindung und Liebe.

Ich hatte diese Liebe und Tragödie gespürt, als ich 2012 endlich nach Gaza kam. Niemand kann sich den Horror der Operation Cast Lead 2008-9 und der Operation Pillar of Defense 2012-9 vorstellen. Mehr kam bald danach. Bombenangriffe und schreckliche Zerstörung gehen jetzt weiter. Unvorstellbarer Horror sowie die Verwendung von Phosphaten und tödlichen Chemikalien fielen auf wehrlose Menschen und zu viele Kinder und schwangere Frauen ein.

So viele in diesem Land (wie auch in Deutschland) haben sich auf tragische Weise mit den psychotischen Schreien eines Landes identifiziert, das sich jetzt mit bösen Mächten verbündet, um eine äußerst grausige Gruppe von Kriegstreibern zu bilden. Es sind die Vereinigten Staaten, Israel und Saudi-Arabien, die alle als Länder der Massenvernichtung bekannt sind.

Unser kleines Boot hat es nie geschafft. Stattdessen wurden wir in internationalen Gewässern brutal gefangen genommen und schließlich von unseren israelischen Gefangenen inhaftiert, die wie Terroristen behandelt wurden. Ich hatte manchmal das Gefühl, als würde ich vor den Nazis fliehen, es war so surreal, dass ich zu einem anderen Zeitpunkt entkam. Stattdessen war ich diesmal immer noch ein jüdischer Flüchtling aus Deutschland, und das war für unsere Eindringlinge ohne Belang. Ich hatte das Gefühl, dass diese Leute, die Israelis, eine seltsame Art von Psychose lebten, da ich mehrere Stunden lang verhört wurde. Nichts war ihnen wichtig, außer einer Treue zu einem ausgefallenen System, das seine palästinensischen Brüder, Schwestern und Kinder inhaftierte. Nichts bedeutete für sie, außer Palästinenser als bösartige Terroristen zu verstehen, die zerstört werden mussten, damit der jüdische Staat ganz Israel kontrollieren konnte. Ihre Psychose manifestiert sich als chronisches Glaubenssystem, eine lächerliche Erfindung, die der Staat verwendet und verzerrt. Dies sind Lügen und Manipulationen, die einen anderen Wahnsinn wiedergeben, die dreißiger Jahre Deutschlands.

Einige meiner Familien kamen aus Deutschland heraus, bevor sie ermordet wurden. Einige von ihnen sind gestorben. Die Verwandten meiner Eltern waren zerstreut, und es bleibt eine kleine Familie von Flüchtlingen in Südamerika, die ich nicht kenne. Wir sind allein, mein Sohn, meine Tochter und zwei Enkelkinder. Mein erstgeborener Sohn starb an einer Überdosis Drogen. Meine Eltern konnten ihr privilegiertes Leben in Deutschland nie vergessen und starben auf tragische Weise durch Selbstmord und Trauer.

Nach vielen Besuchen in Israel beobachteten sie das Wachstum von Siedlern, die an die Stelle Palästinas traten, Kolonialsiedlern, die auf dem Land wuchsen, Landsoldaten stahlen - Siedler, Rassisten und lehrten, zu hassen. Diese Siedler halfen dabei, eine „jüdische Nation“ zu schaffen, die angeblich alle Juden der Welt als Heimatland begrüßte und als ein Land ohne Seele, ohne Herz weiterlebte, ein Land, das Apartheid, Rassismus und Waffen sowohl physisch als auch emotional unterstützt wer widersteht Es ist ein Land, das den Antisemitismus als perverses Dekret für diejenigen einsetzt, die es wagen, die Justiz in Palästina zu unterstützen.

Wir, die die palästinensischen Rechte unterstützen, müssen den Zionismus und die abscheuliche, endlose Apartheid, die dem Rest der Welt verweigert wird, verurteilen. Es ist bizarr, lächerlich - dass die Verurteilung der Reaktion auf die Brutalität der Zionisten als antisemitisch bezeichnet wird. Natürlich gibt es einen großen Teil des Antisemitismus, der aufgrund des Hasses, der geschaffen wird, zu den Juden herangewachsen ist.

In dieser Atmosphäre von Hass und Misstrauen bleibt es äußerst wichtig, sich an den Einsatz der gewaltlosen BDS-Kampagne zu erinnern, die zum Schutz der natürlichen Rechte der Palästinenser geschaffen wurde. BDS, Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen werden von dem Land grob delegitimiert, dem es seit über 70 Jahren gelungen ist, das palästinensische Leben systematisch zu vernichten. Die Verwendung des Holocausts, um diese Aktion zu verteidigen, ist sowohl unehrlich als auch zerstörerisch.

Wer soll ihre Stimmen für die Palästinenser erheben, für die Freiheit von unerträglichem Leiden, für ihr Land? Wir haben eine Regierung, die ein Schurkenland unterstützt, das seinen eigenen Albtraum schafft. Das Böse liebt die Dunkelheit und hasst das Licht der Wahrheit. Ist die Unterstützung der Menschenrechte antisemitisch? Es ist ein Skandal, eine Demütigung, die beendet werden muss. Angst und Hysterie haben sich dem rationalen Diskurs entzogen und beunruhigenden Hass geschaffen.

Wir, die den Zionismus als Zerstörer der Seelen betrachten, sind ein Ort, an dem Poesie und wahre Liebe durch einen arroganten Vorwand der Demokratie ausgehöhlt wurden, ein Ort der Hölle mit Bomben und Spionen, die für die Lügen bestehen, diesen schmerzhaften Ort der Ungerechtigkeit und Tod - wir werden niemals unsere Unterstützung einstellen und auf ein freies Palästina hoffen. Hass und Rache müssen für uns alle, die für die palästinensische Freiheit kämpfen, Fremde sein. Es kann keinen jüdischen Staat geben, der aus Apartheid und Zerstörung geboren wurde. Israel und Palästina müssen in Freiheit zusammenleben.   Quelle

Antisemitenmacher live (und mit Fahnen) - 20. 11. 2018 - Michael Meyen - Haben wir das so gewollt? Klar: Als es losging mit diesem Blog und mit Medienrealität live, wollten wir hinaus aus dem Elfenbeinturm. Nicht mehr im stillen Kämmerlein forschen und dann schauen, was passiert, sondern gleich mit denen zusammen denken, die es letztlich angeht.

Zum Beispiel mit einer Stadtgesellschaft, die nicht zur Ruhe kommt, seit ihr Parlament im Dezember 2017 beschlossen hat, kein Geld und keine Räume mehr zu geben, wenn es um BDS geht oder wenn Menschen auftreten, die sich zu BDS bekennen. Für alle, die die Abkürzung nicht kennen (auch weil sie eher selten in den Medien auftaucht; eine wunderbare Ausnahme: das Interview von Alexander Gorkow mit Roger Waters im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom 13. September 2018): Die Kampagne „Boycott, Divestment and Sanctions“ fordert seit 2005 zum Widerstand auf, bis sich die israelische Regierung zu dem bekennt, was das Völkerrecht von ihr verlangt, und bis alle Bürger dieses Landes gleichberechtigt sind.

Der Stadtrat hat entschieden, BDS als antisemitisch einzustufen. Nicht nur in München ist es heute schwierig, Kritiker der israelischen Regierungspolitik auftreten zu lassen. Jürgen Jung hält im Hörsaal eine Liste hoch, die alle Vorfälle dokumentiert. 13 Seiten, eng bedruckt. Die Argumentation ist immer gleich. Die deutsche Geschichte. Verantwortung. Wer will da über sich lesen, Antisemiten Raum zu geben oder gar selbst einer zu sein.

„Ein Antisemit sein heißt, eine Einstellung zu haben, die zu Recht absolut moralisch verwerflich ist“, hat der Philosoph Georg Meggle (2008) geschrieben, vorher selbst von einem Shitstorm getroffen. Und weiter bei Meggle: „Einen anderen als ‚Antisemiten‘ zu bezeichnen, ist einer der schlimmsten Vorwürfe, die man einem Mitmenschen gegenüber erheben kann. Vor dem Hintergrund von Auschwitz vielleicht der schlimmste überhaupt.“ Natürlich wissen das die, die mit diesem Vokabular hantieren. Aber es schert sie einen feuchten Kehricht.

Hinterher kann man sagen: Die Veranstaltung „Israel, Palästina und die Grenzen des Sagbaren“ hat (zumindest für uns, als Medienforscher, als Theoretiker von Öffentlichkeit und öffentlicher Meinung) ganz real (also empirisch) gezeigt, wie stark der Gegenwind ist, wenn man nur über dieses Thema sprechen möchte. Als wir den Termin 7. November bekannt gegeben haben, kamen die ersten Protestmails nach nicht einmal einer Stunde. Zwei Tage vor dem 9. November, am Geschwister-Scholl-Platz, in der ruhmreichen LMU. Seht ihr das denn nicht.

Es gab einen offenen Brief an den Präsidenten der LMU und einen anonymen Aufruf im Internet (von einem „Linken Bündnis gegen Antisemitismus“, das die Studierenden aufforderte, sich zu verhalten, wie und wozu auch immer). Von beiden Texten wird in  >>>  

Liebe Kolleg*innen und Freund*innen, gewichtige Intervention: Anlässlich einer Konferenz der österreichischen Regierung im Kontext ihres EU-Ratsvorsitzes unter dem Titel „Europa jenseits von Antisemitismus und Antizionismus – Sicherung jüdischen Lebens in Europa“ wenden sich Dutzende Israelische Intellektuelle - darunter die Holocaust- und Antisemitismusforscher*innen, Historiker*innen und Soziolog*innen Eva Illouz, Jose Brunner, Moshe Zimmerman, Moshe Zuckermann, Idith Zertal, Zeev Sternhell und Dalia Ofer, die Israel-Preisträger*innen (höchste Auszeichnung des Staats Israel) Michal Naaman, David Shulman, David Tartakover und Daniel Karavan (Schöpfer des Denkmals für die Sinti- und Roma-Opfer des Nationalsozialismus in Berlin) - an die europäische Öffentlichkeit.

In ihrem Brief (angehängt auf Deutsch) unterstreichen sie ihre Unterstützung für den kompromisslosen Kampf gegen den Antisemitismus voll und ganz und sehen im gegenwärtigen Erstarken des Antisemitismus eine reelle Gefahr. Aber, sie kritisieren scharf folgenden Satz in der Konferenzeinladung: „Antisemitismus findet seinen Ausdruck sehr oft in übertriebener und unverhältnismäßiger Kritik am Staat Israel.“ Dazu schreiben sie: „Diese Worte geben die Antisemitismusdefinition der Internationalen Allianz für Holocaust-Gedenken (IHRA) wieder. Mehrere Beispiele für zeitgenössischen Antisemitismus, die sich der Definition anschließen, beziehen sich auf harsche Kritik an Israel. Im Ergebnis kann die Definition gefährlich instrumentalisiert werden, um Israel Immunität gegen Kritik an schwerwiegenden und verbreiteten Menschen- und Völkerrechtsverletzungen zu verschaffen – Kritik, die für legitim erachtet wird, wenn sie sich gegen andere Länder richtet.“

Der Brief endet mit: „Als israelische Gelehrte, deren Mehrheit jüdische Geschichte erforscht und lehrt, sagen wir zu Europa: Bekämpft den Antisemitismus unnachgiebig, um jüdisches Leben in Europa zu schützen, und ermöglichet, dass es zur Blüte gelangt. Erhaltet dabei die klare Unterscheidung zwischen Kritik am Staat Israel, so harsch sie auch sein möge, und Antisemitismus aufrecht. Vermischt nicht Antizionismus mit Antisemitismus. Und schützt die Rede- und Meinungsfreiheit derjenigen, die die israelische Besatzung ablehnen und darauf bestehen, dass sie endet.“  Herzliche Grüße Tsafrir Cohen             Siehe auch hier >>>                     

Dr. Ibrahim Lada'a
Arzt aus Jaffa.

Geschichte  eines palästinensischen Vertriebenen



Inhaltsangabe zu "Arzt aus Jaffa"

In seiner Autobiografie legt Ibrahim Lada’a Zeugnis darüber ab, was es heißt, als arabischer Christ, als Palästinenser, in einem von Besatzung und Konflikten zerrissenen Land zu leben. Sein Leben ist eng verknüpft mit der jüngeren und jüngsten Geschichte Palästinas. Er berichtet über den Alltag zwischen Checkpoints, Mauern, Häusersprengungen, Verhaftungen und dem Versuch des Aufbaus einer palästinensischen Zivilgesellschaft. Eingestreut in den Bericht sind Erläuterungen der historischen Hintergründe und politischen Zusammenhänge, so dass auch jene Leser, die mit der (Zeit-)Geschichte des Nahen Ostens wenig vertraut sind, einen Einblick in die oft komplexen Ereignisse erhalten. Im Vordergrund stehen jedoch nicht die nüchternen historischen Fakten, sondern die Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühle des Autors, die untrennbar mit dem Schicksal Palästinas verbunden sind.

 

 

Einladung zu Vortrag und  Gespräch

Mittwoch , 5. Dezember, 19.30 Uhr
Ev. Gemeindezentrum Königswinter-Dollendorf, Friedensstr. 29
 

Der Arzt Dr. Ibrahim Lada'a  erzählt, was es heißt, als arabischer Christ, als Palästinenser, in einem durch israelische Besatzung gedemütigten  Land zu leben. Er berichtet über den Alltag zwischen Checkpoints, Mauern, Häusersprengungen, Verhaftungen und dem Versuch des Aufbaus einer palästinensischen Zivilgesellschaft.

Ibrahim Lada'a wurde unter britischem Mandat 1942 in Jaffa geboren, 1948  in das Gebiet um Jerusalem vertrieben.  Medizinstudium in Würzburg, anschließend HNO-Facharztausbildung in Erlangen.  Vorstandsmitglied in der deutschen Sektion  der  internationalen  Ärzteorganisation gegen Atomkrieg (IPPNW).  1978 Rückkehr ins seit 1967 israelisch besetzte Westjordanland, zunächst mit jährlich zu beantragender Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis.  Quelle Martin  Breidert - DPG- Regionalsprecher

Quelle Facebook

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Airbnb to end settlement listings in ‘occupied West Bank,’ will evaluate if rentals cause ‘human suffering’ - Activism Yumna Patel - 9. 11. 2018 - Airbnb, the popular home rental company, announced on Monday that it would be removing its listings in illegal Israeli settlements in the occupied West Bank, drawing praise from Palestinian activists who have been advocating for the move for years.

In a statement on its website, Airbnb said: “We concluded that we should remove listings in Israeli settlements in the occupied West Bank that are at the core of the dispute between Israelis and Palestinians.”

“Many in the global community have stated that companies should not do business here because they believe companies should not profit on lands where people have been displaced,” the statement continued, adding that as part of their decision making process, they “evaluate whether the existence of listings is contributing to existing human suffering.”

The San Francisco-based company said the decision will affect some 200 listings in West Bank settlements, but did not specify when the decision will take effect.

Airbnb’s announcement came one day before the expected release of a scathing 65-page report by Human Rights Watch (HRW) entitled “Bed and Breakfast on Stolen Land: Tourist Rental Listings in West Bank Settlements,” leading to speculation that the company made the move in an effort to get ahead of the HRW report and avoid further public backlash.

In response to Airbnb’s announcement, Arvind Ganesan, Business and Human rights Director at HRW, said: “Airbnb’s decision to end its listings in Israeli settlements is an important recognition that such listings can’t square with its human rights responsibilities.”

“For two years, Human Rights Watch has spoken with Airbnb about their brokering of rentals in West Bank settlements that are illegal under international humanitarian law and for which Palestinian ID holders are effectively barred from entering, and are issuing a report about this tomorrow. We urge other companies to follow suit,” Ganesan said. >>>

 

B&B on Stolen Land
 

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Frühere  Tage finden sie im chronologischen Archiv >>>
 

 

 

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AirBnB announces- No more listings in Israeli colonial settlements  >>>

 

How one of Israel's veteran activists came to support (some) sanctions  >>>

 

Israel und Polen lehnen Uno-Migrationspakt ab  >>>

 

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19. 11. 2018

Regierungskrise in Israel: Netanyahu lehnt Neuwahl ab  >>>

 

Israel verkündet "Null-Toleranz-Strategie" gegen Gaza: "Wir werden keine Zurückhaltung mehr üben!"
(...) Bemerkenswert ist, dass Israel sich trotz der neuen IDF-Ansage bisher im Umgang mit den wöchentlichen palästinensischen Grenzprotesten, die am 30. März begannen, wenig Einschränkungen auferlegt hat. Mit scharfer Munition und Scharfschützenfeuer hat die IDF bisher mindestens 227 Palästinenser getötet (...)
  >>>


(Typisch ist, Israel bestimmt, wie die Menschen in Gaza mit der Grenze umgehen. Für die IDF gilt keine 100 Meter Grenze - Geheimkommandos gehen in Gaza ein und aus .....)

 

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17. 11. 2018

 

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