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Schule und Lernen

Bildung in Palästina und Israel

 


 

Weder Israel noch die Palästinensische Autonomiebehörde wünschen eine erfolgreiche Bildung in Gaza

Ramona Wadi - 17.11.2016

Für Palästinenser, deren Bildungskonzept ein integraler Teil der intellektuellen Entwicklung und des antikolonialen Kampfes bleibt, ist die Nachricht, dass im nächsten Jahr in Gaza 15 Schulen öffnen möchten, sehr willkommen. Laut der Nachrichtenagentur Ma'an hat Gazas Vizeunterrichtsminister, Ziab Thabet, angekündigt, dass die Schulen öffnen werden, trotz des Mangels an Unterrichtsmaterialien und der Weigerung der Palästinensischen Autonomiebehörde Lehrer anzustellen.

Immerhin stellt die Nachricht Bildung und den von den Palästinensern in Gaza erlebten Zusammenbruch nebeneinander. Während die von Israel der Enklave aufgezwungene illegale Blockade eine dauernde Quelle der Unterdrückung ist, hat die (israelische) Operation Protective Edge die existierende Einsperrung durch die gezielten Angriffe auf Schule und Universitäten verschärft und damit den Studienfortschritt mit dem ewigen Vorwand Sorgen um die "Sicherheit" unterbrochen.

Erinnern wir uns an den Bericht der UNESCO von Januar 2015, in dem auf den fehlenden Schutz für Bildungseinrichtungen während der Militäroffensive  hingewiesen wurde. Er hat auch dargelegt, dass der "Tod von Schülern" in Gaza auf 24,7% der insgesamt registrierten Todesfälle von Zivilisten gestiegen ist. "Todesfälle" bringen natürlich nicht das ganze Bild zum Ausdruck; diese Schüler wurden von Israel getötet.

Weiters wurde beobachtet, dass Israel auf Studenten zielte, die sich auf Bildung und Wirtschaft spezialisiert hatten, zwei Gebiete, die für den Aufbau einer zukünftsfähigen Gesellschaft notwendig sind. Der Bericht der UNESCO lieferte tatsächlich das fehlende Bindeglied zwischen dem generalisierten Zerstörungskonzept [...] und der Absicht den einzigen Weg zu zerstören, der die Palästinenser langfristig befähigen kann, einen Schein von Unabhängigkeit und Normalität zu errichten und aufrechtzuerhalten.

Zu Beginn des laufenden Schuljahres hat das UN-Office für die Koordination humanitärer Angelegenheiten in den besetzten palästinensischen Gebieten (UNOCHA) einen kurzen Statistik-Bericht veröffentlicht, der auf die beabsichtigten Konsequenzen hinweist, die von Israel 2014 entworfen und von der PA verschärft worden sind, die sich in drei aufeinander folgenden Jahren geweigert hat, die Mittel für Bildung in Gaza bereitzustellen. 

"Mindestens 20 neue Schule müssen in Gaza jedes Jahr gebaut werden, um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten", sagten die UN, "aber in den letzten 8 Jahren wurden nur 20 Schulen (alle 2013) gebaut. "Die kombinierten Behinderungen im Hinblick auf Bildung, einschließlich der Energieknappheit und dem magelnden Einkommen zur Befriedigung der Grundbedürfnisse haben zu einer Verschlechterung der schulischen Leistungen geführt. "Die schulischen Leistungen in Gaza fallen hinter die in der Westbank zurück", sagt UNOCHA.

Es ist offensichtlich, dass sowohl Israel als auch die PA es auf die Qualifikation der Palästinenser auf eine Art und Weise abgezielt haben, die sich als unumkehrbar erweisen kann, wenn man die über die Palästinenser in Gaza verhängten methodischen und wohlüberlegten Restriktionen betrachtet. Die Verschlechterung der akademischen Standards sollte nicht als ein erworbenes palästinensisches Charakteristikum interpretiert werden, sondern als Ausdruck eines Plans, der auf verschiedene Aspekte des Lebens und des Widerstands in der Enklave abzielt. Individuell gesehen hat die Verletzung des Rechts auf Bildung persönliche Zielsetzungen und Entwicklung blockiert. Aus Sicht des Kollektivs zielt die Zerstörung des Bildungssystems in Gaza direkt auf den Volkswiderstand durch Bildung und ist auch sowohl für die Hamas ein praktisches Hindernis, da die Bewegung immer auf Bildung als Priorität insistiert hat, als auch Einleitung (Vorbereitung) und notwendiger Bestandteil des antikolonialen Widerstands.     Quelle    Übersetzung: K. Nebauer   

 

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